Buddhistische Bilder malen als spirtuelle Praxis

  • Hallo! :)

    wie geht es euch? Ich hoffe gut! wollte fragen, ob das malen oder zeichnen spirituelle Bilder als spirituelle Praxis gilt?? Wurde mich das Bilder malen an der Erleuchtung naeher bringen??


    Vielen Dank! Und viele liebe Gruesse,

    Manuel






    ps: es tut mir Leid das ich bei den letzten Posts spaet oder wenig geantwortet habe. Werde diesmal besser darauf achten!

  • Bilder malen, zeichenen ist ausreichen, wenn alles "spirituelle" nicht erreicht werden will.

    Die Verhältnisse der Welt des Geistes wurde von Buddha gezeigt.

    Die Verhältnisse der Welt ohne Geist wurde vom I Ging gezeigt.

    Beide Welten sind bedingt in wechselseitiger Abhängigkeit und Anatta.

  • hallo @mkha' ! und hallo Ellviral !

    erstmal danke fuer eure Antworten! Ich studiere immer noch Grafik Design, und habe jeden Tag (nach empfehlung von ein User des Forums) eine halbe Stunde (mal mehr mal weniger) meditiert oder Yoga gemacht. Vor allem Yoga wenn ich ehrlich bin. Soviel zur Bestaendigkeit. Aber freue mich das ich mit der Praxis immer tiefere Erfahrungen mache.


    und verstehe, also bringt das malen und zeichnen spiritueller Bilder nicht so viel wie ich gedacht habe.


    Habe grade keine Motivation beim Studium und dachte mir, wenn sich spaeter Beruflich beides kombinieren laesst (spiritualitaet und Zeichnen) wuerde mich das motivieren mein Studium zu beenden. Ich halte es fuer Sinnvoll es zu beenden, und suche daher Ziele fuer die Zukunft die mich motivieren. Frueher dachte ich Kunst sei alles, aber mittlerweile denke ich,"es macht vom Leiden doch nicht frei." Ist meine Meinung zumindestens.


    und nochmal danke fuer eure Antworten.


    Liebe Gruesse,

    Manuel

  • Ich glaube Kunst macht frei von Leiden, nicht weil es Leiden vermindert, sondern weil meine Kunst, Künstlichkeit mir meine Leiden für mich sichtbar macht. Zeichnen, Schreiben, auch Handarbeiten ist für mich ein mich mir zeigen, wie ich bin. Sie haben mir immer geholfen alle möglichen Ziele zu postulieren und immer war ich glücklich, wenn ich eines erreicht habe und alle anderen vergessen konnte. Ziele werden postuliert, das Erreichen eines Zieles passiert scheinbar einfach. Das Kunst, Künstlichkeit ausüben ist ein Weg zu einem Ziel, welches erreicht wird bleibt Zu-Fall.

    Die Verhältnisse der Welt des Geistes wurde von Buddha gezeigt.

    Die Verhältnisse der Welt ohne Geist wurde vom I Ging gezeigt.

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    • Official Post

    In München gibt es den Kalligrapgie-Meister und Zen-Lehrer Kokugyo Kuwahara, der von seinem Lehrer eine spezielle Technik der Kalligraphie übernommen hat, in der es weniger um das Resultat geht, sondern darum, alles was man hat in den Pinselstrich zu legen:

    Omori Sogen ist Schwertkämpfer und Kalligraph. Zusammen mit Yokoyama Setsudo hat er den Kalligraphiestil Hitsuzendo entwickelt. Diese Zen-Übung mit Pinsel und Tusche unterscheidet sich vom Sho-do, dem Schönschreiben, durch die Betonung des Spontanen. Nicht das perfekte Kunstwerk, sondern der Prozess der absichtslosen Gestaltung und Konzentration, das Schreiben in einem Atemzug von der Körpermitte aus stehen im Mittelpunkt des Tuns. Universelle Energie strömt. Von den Schülern wird zuallererst Mujibo, eine vermeintlich einfach zu ziehende gerade Linie, geübt. Eine Linie, die wie ein Schwerthieb das Universum in zwei Teile zerlegt.

    Gut vier Jahre lang studiert Kuwahara in Yamanashi. Dann schickt ihn sein Meister als Assistent und Zen-Lehrer in ein Dojo in das Kanozan Zen-Zentrum in der Präfektur Chiba.

    Letztendlich wird er der einzige autorisierte Schüler von Omori Sogen Roshi, der in Europa Hitsuzendo lehren wird.

    Es geht hier nicht so sehr um die Kunst selber, sondern darum sich ganz in dem was man tut ( hier einen einzelnen Strich zu malen) gesammelt und präsent zu sein.


    Habe grade keine Motivation beim Studium und dachte mir, wenn sich spaeter Beruflich beides kombinieren laesst (spiritualitaet und Zeichnen) wuerde mich das motivieren mein Studium zu beenden. Ich halte es fuer Sinnvoll es zu beenden, und suche daher Ziele fuer die Zukunft die mich motivieren. Frueher dachte ich Kunst sei alles, aber mittlerweile denke ich,"es macht vom Leiden doch nicht frei." Ist meine Meinung zumindestens.

    Vielleicht kannst du da ja eine Anregung daraus ziehen, wie du auch bei dir alles sammelst und die Kraft findest dein Studium abzuschließen.


    In diesem Video des Punk Künstlers und Pogo Aktivisten Mike Spike Froidl sieht man, wie dieser das übt, was er bei Kuwahara gelernt hat.

  • Habe grade keine Motivation beim Studium und dachte mir, wenn sich spaeter Beruflich beides kombinieren laesst (spiritualitaet und Zeichnen) wuerde mich das motivieren mein Studium zu beenden. Ich halte es fuer Sinnvoll es zu beenden, und suche daher Ziele fuer die Zukunft die mich motivieren. Frueher dachte ich Kunst sei alles, aber mittlerweile denke ich,"es macht vom Leiden doch nicht frei." Ist meine Meinung zumindestens.

    Vielleicht kannst du da ja eine Anregung daraus ziehen, wie du auch bei dir alles sammelst und die Kraft findest dein Studium abzuschließen.



    Hallo lieber Void,

    was meinst du hiermit??? Meinst du ich kann beim zeichnen allgemein die Einstellung uebernehmen, mich nicht so sehr auf die Ergebnisse zu konzentrieren und ganz achtsam zu sein?(Und das eigene Ego auch irgendwie ignorieren) Oder meinst du mit diesem Satzt etwas ganz anderes??


    Ich finde die Idee schoen auf jeden Fall! Nur ich weiss nicht ob es mit meinem Studium viel zu tun hat... Ich meine ob das was ich im Studium lerne bei der Hitsuzendo Malerei hilft??


    Im allgemein stelle ich mir das schoen vor!! Nur ich wohne nicht in Europa... Musste gucken was es hier in der Umgebung gibt.


    Und auf jeden Fall vielen Dank fuer die ausfuehrliche Antwort!!

  • Hallo nochmal @mkha'

    vielen Dank fuer deine ausfuerhliche Antwort!! Also mit buddhistische Bilder dachte ich eher an Bilder wie diese hier:


    External Content www.youtube.com
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    (schoen waere es eines Tages so malen zu koennen)


    Und ehrlich gesagt, klingt vielleicht laecherlich, aber dachte mir Buddhistische Comics mit Buddhas Lehren zu zeichnen. Fruher habe ich viele Mangas gelesen und ich denke so etwas kann auch jugendliche erreichen. Aber gut, du meintest es bringt nur gutes Karma und nicht die entgueltige Befreiung.


    Viele liebe Gruesse,

    Manuel

    • Official Post

    Hallo lieber Void,

    was meinst du hiermit??? Meinst du ich kann beim zeichnen allgemein die Einstellung uebernehmen, mich nicht so sehr auf die Ergebnisse zu konzentrieren und ganz achtsam zu sein?

    Das mit den Comics scheint mir eine Sackgasse zu sein. Es gibt auf der Welt schon sehr viel Comics und es ist im Großen und Ganzen eher brotlos. Gerade in Japan gibt es natürlich auch buddhistische Comics. Ikkyu,. Dharma The Cat, das Leben Buddhas, und auch über japanische Größen wie Kobo Daishi, Dōgen oder Nichiren gibt es schon Comics.


    Statt das man von dem was man beruflich macht inhaltlich zu buddhistischen Themen zu gehen, macht es doch mehr Sinn, Spiritualität in das was man macht einfließen zu lassen.


    Das mit dem Hintsuzendo war eher ein Beispiel dafür, wie Spiritualität in die Kunst einfliessen kann. Statt um die Resultate geht es hier darum eine bestimmte Haltung zu kultivieren, in der man statt unsicher und wankend ist, klar, gerade, gesammelt, offen und präsent ist.


    Vielleicht findest du ja Wege in deinem künstlerischen Alltag so eine Haltung zu verwirklichen.


    Auch ich denke, dass es ersteinmal wichtig ist, dass du dein Studium abschließt.

  • Hallo! :)

    wie geht es euch? Ich hoffe gut! wollte fragen, ob das malen oder zeichnen spirituelle Bilder als spirituelle Praxis gilt?? Wurde mich das Bilder malen an der Erleuchtung naeher bringen??


    Vielen Dank! Und viele liebe Gruesse,

    Manuel

    Hallo Manuel! Ich bin Künstlerin und arbeite als Grafik Designerin.

    Ich empfinde es nicht so, dass das Malen eine spirituelle Praxis ist. Allerdings gibt es Leute, die glauben, ich würde über meine Bilder spirituelle Energie übertragen. Auch durch Arbeiten die mit einem Vector-Programm gemacht sind, wie z.B. Mandalas. Diese verkaufe ich auf Wandbehängen. Es sind Mandalas in modernem Stil. Es kaufen denke ich Menschen, die keine Buddhisten sind und auch eher nicht meditieren.

    Ich versuche, das zu glauben, mit der Energie-Übertragung. :grinsen:


    Wenn ich jung wäre, würde ich die dreijährige Ausbildung zur Krankenpflegerin machen. Die Bundesregierung bezahlt das vollständig vom ersten Monat an gibt es ein Gehalt. Aber mein Körper eignet sich dazu nicht.


    Das Leid, weil man nicht wirklich etwas für andere tut, bleibt. Mal ist es stärker, mal weniger. Es ist auch da, wenn man Erfolg hat. Selbst wenn man hört: "Bravo, bravo ist das schön, das hat die Welt noch nie gesehen! " auch das nützt nichts.


    Wenn du nun spezielle Bilder malen willst hast du immer das Problem: Die soll dann jemand sehen. Du brauchst also anderer Leute Energie/Aufmerksamkeit. Ehrlich gesagt, sowas ist für mich der übelste Zustand.


    Dann eben besser wenigstens mit dem dienen, was Leute brauchen. Und hoffen, dass es stimmt: Als meditierender Mensch transportiert man seine Energie auch zu Leute, die was ganz oberflächliches sehen wollen. Die eh nicht offen wären für den Buddhismus...


    Ansonsten: Ich weiß ja nicht wie jung du bist und wie weit fortgeschritten mit dem Studium. Mein Sohn ist ein begabter Künstler und kann auch im Grafik-Design Bereich so einiges. Er hat zwei Semester Architektur studiert. Kommentar zu mir, warum er nicht Grafik-Design studieren will: "Menschen brauchen Häuser. " Dann merkte er, wie sehr da seine Träume von Entwerfen noch mit eingeflossen sind und dass es so doll auch nicht gebraucht wird. Es gibt genug Architektur-Studenten.


    Er hat das abgebrochen und lernt jetzt Anlagemechaniker Heizungs-Sanitär und Klimatechnik. Um anderen Menschen, die im Winter eine kalte Heizung haben oder wortwörtlich im Bad in der Scheiße stehen, zu dienen. Es gibt in Deutschland einen sehr großen Mangel an Lehrlingen in diesem Bereich.


    Mein Sohn ist glücklich damit. Ich bin auch glücklich mit meinem Beruf, komme mit dem Problem klar. Trotzdem, wenn ich jung wäre, würde ich handeln wie mein Sohn.


    Man muss einfach sehen, wann es zu spät ist. Und sich einfach sagen: Das Wichtigste ist, ehrlich mein Brot zu verdienen.


    Allerdings für Krankenpflege, falls man da keinen Widerwillen hat, ist es noch längere Zeit nicht zu spät, da man eben schon in der dualen Ausbildung den vollen Lebensunterhalt bekommt.

  • Lieber Manuel,

    mal so von Student zu Student: Ziehe dein Studium durch und wenn es nicht das richtige Studium für dich ist, dann orientiere dich noch einmal um.
    Das habe ich auch getan, weil es nicht einfach ist zu wissen, was einem wirklich liegt und interessiert (vor allem nicht, wenn man erst aus der Schule entlassen worden ist und angesichts der gigantischen Auswahl von Studiengängen heutzutage).
    Gerade, wenn Zen deine Richtung ist, dann kannst du alles zu einem "Zen-Moment" machen. Da ist es egal, ob du ein Bild malst oder gerade den Müll runterbringst. Ich habe auch immer mal wieder gezeichnet. Für mich war es jedoch anders. Bald habe ich eingesehen, dass ich das allein für mein Ego tue (um Beachtung zu bekommen) und nicht, weil ich es wirklich möchte und es mich erfüllt. Für mich war es deshalb heilsamer, das Zeichnen aufzugeben, denn es hat mich in meiner spirituellen Entwicklung nicht weiter gebracht.
    Probier einfach aus, wie es für dich ist, wenn du künstlerisch tätig bist. Diese Szenerien wie das, was du gepostet hast, zu zeichnen könnte sich als beruhigend und erfüllend für dich herausstellen. Beobachte, wie du dich dabei fühlst und du wirst eine Antwort für dich finden.

    • Official Post

    Bei bestimmten australischen Stämmen gab es so Iniatationszermenonien, die den Übergang vom Jungen zum Mann regeln. Der Jugentdliche wird in ein Gebüsch gezerrt - er muss tagelang ohne Schlaf und Essen auskommen, muss Torturen über sich ergehen lassen und bekommt die Stammesheimnisse anvertraut. Danach gilt er dann als vollwertiger Mann und Krieger. Es zählt also nicht so sehr der Inhalt, sondern dass man das alles druchgestanden hat.


    Ein Freund hat sich auf eine Stelle beworben, wo es hieß, dass man ein Studium in einem technisch-naturwissenschaftlchen Bereich haben solllte - egal ob Chemie, Bio oder Physik. Zuerst hat mich das gewundert, warum man da ein Studium braucht, wenn dann dann der inhalt so egal ist. Aber dann wurde mir klar, dass das vieleicht auch eine Iniitationzenremonie ist. Der potentielle Arbeitgeber weiß dann, dass er selbständig in eine Materie einarbeiten kann, sich auch durchbeißt, wenn es langweilig und anstrengend ist. Er ist durch das dornige Gebüsch gegangen.


    Bei Studien wie Medizin oder Physik ist man ja darauf vobereitet, dass die zwischendruch dröge, anstrengend und langweilig werden, aber gerade Kunst ist ja etwas, was man mit Leidenschaft und Selbstverwirklichung verbindet, und wo man dann auch deswegen leichter entmutigt wird, wenn das statt Spaß zu machen dornig wird. Kreativ sein zu dürfen und seine eignen Idee zu verwirklichen fühlt sich gut an und von daher kann es sich dann widersinnig anfühlen, wenn man zur Kreativität gezwungen ist und Themen bearbeiten muss, zu denen man keinerlei inneren Bezug hat und die schlichtweg totlangweilig sind. Von daher ist es villeicht gut, ein Studium nicht als was zu sehen, wo man sich auslebt und selbstverwirklicht - sondern wie bei der Initationzermenonie ein Gebüsch in das man gezerrt wird, um sein Durchhaltevermögen zu beweisen.

  • Von daher ist es villeicht gut, ein Studium nicht als was zu sehen, wo man sich auslebt und selbstverwirklicht - sondern wie bei der Initationzermenonie ein Gebüsch in das man gezerrt wird, um sein Durchhaltevermögen zu beweisen.

    Einerseits ist es gut, es durchzuziehen, andererseits wenn ich mir nun vorstelle, ich müsste Mathematik studieren und mich da "einfach durchbeißen"...ganz ohne Motivation geht es auch nicht, sagen wir es so. In der Lernpsychologie weiß man, dass Motivation ein wichtiger Bestandteil für erfolgreiches Lernen ist. Sich selbst Wissen erschließen, selbstständig arbeiten, das lernt man eigentlich in jedem Studium.
    Heißt natürlich auch nicht, dass man bei jedem kleinen Motivationseinbruch gleich sein Studium an den Nagel hängen sollte. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Von daher hoffe ich, dass dieses Motivationstief bei buddhismseeker wieder vorbei geht.
    Vielleicht habe ich zu wenig Disziplin, aber ich bewundere Menschen, die einfach etwas durchziehen können. Da will ich noch an mir selbst arbeiten.

  • Bei Studien wie Medizin oder Physik ist man ja darauf vobereitet, dass die zwischendruch dröge, anstrengend und langweilig werden,

    Naja, wenn es in meinem Physikstudium etwas nicht gab, dann Langeweile! Physikerinnen und Physiker arbeiten oft in anspruchsvollen Managementpositionen (Bundeskanzlerin, zum Beispiel). Wegen dem Durchhaltevermögen, so wie Du schreibst, aber nicht bei Langeweile, sondern in Situationen, die im Moment völlig hoffnungslos aussehen.


    Apropos hoffnungslos: Gleichzeitig eine gute Vorbereitung für die buddhistische Praxis. :)


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Hallo @Lucy !! immer so aufmerksam mit mir! :) hoffe es geht dir gut!

    void hallo nochmal Void! Also vielen Dank fuer deine Einsicht das buddhistische Comics eher brotlos sind Ich habe die erste Nummer von Dogen gelesen und ist ein sehr schoener Comic soweit!

    Dein Vorschlag mit der Hitsuzendo Einstellung Kunst im alltag zu machen, werde ich 7 Tage eine halbe Stunde am Tag ausprobieren. Heute habe ich angefangen, und es war fuer mich schwer! Ich bin es sehr gewohnt nach Ergebnisse zu trachten. Ausser wenn ich in die Natur spazieren gehe. Da freue ich mich auf den Weg und denke nicht an das Ergebniss.

    Hallo Adrenaline vielen herzlichen Dank fuer deinen Beitrag!

    Das Leid, weil man nicht wirklich etwas für andere tut, bleibt. Mal ist es stärker, mal weniger. Es ist auch da, wenn man Erfolg hat. Selbst wenn man hört: "Bravo, bravo ist das schön, das hat die Welt noch nie gesehen! " auch das nützt nichts.

    Ahhhh das koennte helfen. Vielleicht fallt mir das Studium deshalb so schwer. Nach deinem Post habe ich mit eine Idee gespielt, vielleicht in Zukunft in einer Tagestaette zu arbeiten fur Menschen mit Psyschiche Krankheiten. Dort mussen die Arbeiten machen die zwar grosszuegig bezahlt werden,aber monoton sind. Und da dachte ich mir kann man denen helfen T-shirts zu bemalen oder so aehnliche Sachen. Hier in der naher von wo ich wohne gibt es keine solche Tagestatte, aber Ideen in der Richtung koennten es sein. (Selbst wegen meiner Schizophrenie war in solch eine Einrichtung) Bin den deutschen sehr dankbar dafuer!

    Denke es war auch gut das du die Geschichte deines Sohnes auch erzaehlt hast...


    Danke Stille.

    Gerade, wenn Zen deine Richtung ist, dann kannst du alles zu einem "Zen-Moment" machen. Da ist es egal, ob du ein Bild malst oder gerade den Müll runterbringst. Ich habe auch immer mal wieder gezeichnet. Für mich war es jedoch anders. Bald habe ich eingesehen, dass ich das allein für mein Ego tue (um Beachtung zu bekommen) und nicht, weil ich es wirklich möchte und es mich erfüllt. Für mich war es deshalb heilsamer, das Zeichnen aufzugeben, denn es hat mich in meiner spirituellen Entwicklung nicht weiter gebracht.

    ich werde versuchen mehr im hier und jetzt zu malen. In einem anderen Post hatte mir mann das auch empfohlen aber ich war nicht sicher ob das eine gueltige ubung ist wenn man so malt. Und Void hatte mir auch eine solche Technik empfohlen die das beinhaltet.
    Und ehrlich gesagt habe ich auch den Eindruck das ich nur fuer mein Ego zeichne... aber ich denke ohne Ego koennte es auch was fuer mich sein.



    Bei Studien wie Medizin oder Physik ist man ja darauf vobereitet, dass die zwischendruch dröge, anstrengend und langweilig werden, aber gerade Kunst ist ja etwas, was man mit Leidenschaft und Selbstverwirklichung verbindet, und wo man dann auch deswegen leichter entmutigt wird, wenn das statt Spaß zu machen dornig wird. Kreativ sein zu dürfen und seine eignen Idee zu verwirklichen fühlt sich gut an und von daher kann es sich dann widersinnig anfühlen, wenn man zur Kreativität gezwungen ist und Themen bearbeiten muss, zu denen man keinerlei inneren Bezug hat und die schlichtweg totlangweilig sind. Von daher ist es villeicht gut, ein Studium nicht als was zu sehen, wo man sich auslebt und selbstverwirklicht - sondern wie bei der Initationzermenonie ein Gebüsch in das man gezerrt wird, um sein Durchhaltevermögen zu beweisen.

    Gut das du das erwaehnst! So denke ich auch. Kunst soll ja spass machen und studiere es deshalb. Wenn ich richtig Geld verdienen wollen wuerde, wuerde ich was anderes studieren. Doch dein Ratschlag das Studium wie diese Initiationszeremonie zu sehen hoert sich gut an!



    Heißt natürlich auch nicht, dass man bei jedem kleinen Motivationseinbruch gleich sein Studium an den Nagel hängen sollte. Es ist ein Marathon, kein Sprint. Von daher hoffe ich, dass dieses Motivationstief bei buddhismseeker wieder vorbei geht.
    Vielleicht habe ich zu wenig Disziplin, aber ich bewundere Menschen, die einfach etwas durchziehen können. Da will ich noch an mir selbst arbeiten.

    Werde ich auch als Marathon sehen!! Und ich bewundere mittlerweile auch Menschen mit viel Durchhaltevermogen. Hatte fruher wenig geahnt wie schwer das sein kann!



    Naja, wenn es in meinem Physikstudium etwas nicht gab, dann Langeweile! Physikerinnen und Physiker arbeiten oft in anspruchsvollen Managementpositionen (Bundeskanzlerin, zum Beispiel). Wegen dem Durchhaltevermögen, so wie Du schreibst, aber nicht bei Langeweile, sondern in Situationen, die im Moment völlig hoffnungslos aussehen.


    Apropos hoffnungslos: Gleichzeitig eine gute Vorbereitung für die buddhistische Praxis.

    Danke fuer deinen Beitrag Aravind ! Das ermutigt naturlich ein wenig mehr Durchhaltevermogen zu haben und so vielleicht auch mehr Sinn beim Studium zu sehen. (Naehmlich Durchhaltevermogen zu entwickeln.)

    Wenn du noch Lust hast zu beantworten, wie meinst du das dass Hoffnunglos sein eine gute Vorbereitung fuer dei buddhistische Praxis ist?



    Euch allen nochmal vielen vielen Dank fuer eure ausfuehrliche und relevante Antworten!!! Ist wirklich nicht selbstverstaendlich!! Hatte vor Jahren in einem anderen Forum gepostet, und da kamen viele (glaube ich) nicht praktizierte Weisheiten, Sprueche die nicht so relevant waren usw. Gut nicht alles war schlecht aber ihr verstaeht mich.

    Also viele viele liebe Gruesse,

    Manuel

  • Danke fuer deinen Beitrag Aravind ! Das ermutigt naturlich ein wenig mehr Durchhaltevermogen zu haben und so vielleicht auch mehr Sinn beim Studium zu sehen. (Naehmlich Durchhaltevermogen zu entwickeln.)

    Wenn du noch Lust hast zu beantworten, wie meinst du das dass Hoffnunglos sein eine gute Vorbereitung fuer dei buddhistische Praxis ist?

    Danke für die Rückmeldung! Wie Du ja schon festgestellt hast, ist der Pfad eine Marathonstrecke. So wie die meisten komme ich dabei immer wieder an Grenzen, an Stellen, an denen ich am liebsten nicht weiter hin sehen will. An denen ich alte "Wahrheiten" und Gewohnheiten aufgeben muss, oder halt nicht. An solchen Stellen kann man dann in den Sack hauen, oder halt weitermachen.


    Deshalb ist es ja auch so wichtig, eine regelmäßige Praxis zu pflegen, egal, ob man da gerade Lust zu hat oder nicht. Gewohnheit ist die halbe Miete zum Durchhalten. Die andere Hälfte ist eine Kiste mit Werkzeugen, die man mit der Zeit entwickelt.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    • Official Post

    Gut das du das erwaehnst! So denke ich auch. Kunst soll ja spass machen und studiere es deshalb. Wenn ich richtig Geld verdienen wollen wuerde, wuerde ich was anderes studieren. Doch dein Ratschlag das Studium wie diese Initiationszeremonie zu sehen hoert sich gut an!

    Wenn Leute ein Musikinstrument lernen, dann ist es ja oft so, dass es anfangs sehr viel Spaß macht, dann eine Phase kommt wo man sich eher quälen muss, und wenn man da druch ist, gibt es wieder eine Phase, wo es dann wieder viel Spaß macht. Und einige scheitern daran, da durch zu kommen.


    Weil eine bestimmt Qualifikation vorweisen zu können, sehr häufig den Wege ebnet und die Möglichkeiten vermehrt, ist fände ich es insgesamt sinnvoll, das Studium zu retten. Was ich natürlich nicht weiß ist, wie sehr dich deine Schizophrenie da behindert. Es gibt jy Leute, die wegen ihrer Erkrankung dauert so viel geistige Kraft aufwendet müssen, das das mit dem Studienalltag nur schwer zu vereinen ist. Während das bei anderen durchaus klappt. An größeren Unis gibt es sogar einen Ansprechpartner für psychische Erkrankungen. Wenn man sich mit dem in Verbindung setzt, können z.B Zeiten wo man in der Klinik war als Urlaubssemester gewertet werden und man kann Anträge auf Fristeverlägerung für Prüfungen und andere wichtige Abgaben stellen so dass ein wenig der Druck raus ist. Es lohnt sich da nachzuschauen, ob es bei dir sowas gibt. Bei kleineren Fhs gibt es sowas nicht, obwohl es da manchmal durchaus die entsprechenden Rechte hättat und sowas beantragen könnte. Aber du bist ja glaube ich nichtmal in Europa.


    Was glaube wichtig ist, ist eine ralistische Selbsteinschätzung. Es könnte ja sein, dass du wegen deiner Erkrankung zur Zeit nicht gut studieren kannst und es wichtiger ist, eine Beschäftigung zu haben, die dir Stabilität und Freude bringt. Aber das ist ja schon schwer für einen selbst zu beurteilen und noch viel schwerer für Außenstehende. Ist der Rat, das Studium fertigzumachen, etwas was hilft oder eher etwa, was unter Druck setzt.


    Auch wenn du mit Leuten künstlerisch arbeiten willst, dann ist das ein großer Unterschied ob du das eher nebneher oder professionell machst. Du könnstest ja eine Studienberatung aufsuchen und schauen, ob du von deinem Studium in etwas Kunstpädagisches wechseln kannst. Vilelicht gibt es ja Möglichkeiten wo einem Geleistetes angerechnet wird. Ich wünsche dir da ganz viel Erfolg, dass du dir und anderen helfen kannst.

  • Hallo Aravind !

    Vielen Dank fuer deine Antwort! Ok! Super! jedes bisschen Einsicht hilft zur Motivation. Fande uebrigens dein Vorherigen Kommentar mit der Bundeskanzlerin sehr pfiffig!

    Hallo nochmal void

    vielen herzlichen Dank fuer deine Antwort! Ja es hilft mir das ihr sagt ich soll mein Studium fortsetzen. Werde ich auch tun. Nur das ich vermutlich einen Jahr oder 1,5 Jahre laenger brauchen werde als die Regelstudienzeit. Mein Studium dauert in der Regelzeit 2,5 Jahre. Man ist dadurch kein "richtiger" Designer sondern eher jemand der einen Designer unterstuetzt. Oder eher einfachere Arbeiten erledigt.


    Ich wohne bei meinen Eltern und die finanzieren mir das Studium sehr freundlicherweise.

    Ich bin in eine etwas kleineren Uni und die Professoren haben auch ein gewisses verstaendnis fuer meine Situation. Die meisten sind wenn nicht alle sehr empatisch in dieser Uni.


    Adrenaline Hallo nochmal Turmalin! Wollte dir sagen das ich mit der Einstellung spaeter mit geistig kranke Menschen zu arbeiten, viel Spass habe beim Malen! Habe ich heute und gestern ein wenig ausprobiert. Jetzt male ich mit mehr Spass und gucke mir gerne Bilder an, frueher war das meistens nur "Arbeit" fuer mich. Vielen Dank fuer diesen Wertvollen Tip bezueglich meines Karmas.





    Ich will mich nochmal bei euch allen herzlich bedanken. Gute Sache das ihr mir sagt ich soll weiterstudieren und fuer eure Einsichten und Kommentare insgesamt! Toll :)



    Bitte antwortet nicht weiter. Habe schon genug anregungen bekommen!


    Viele viele liebe Gruesse,

    Manuel