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Die Praxis der 6 Paramitas oder der 6 Vollkommenheiten bilden das Herz des Mahayana Weges, und selbst dann, wenn nur eine der Paramitas in der richtigen Weise praktiziert wird, sind alle anderen darin bereits eingeschlossen. Praktizieren wir zum Beispiel das Paramita der Großzügigkeit, geben wir von dem was wir besitzen und worüber wir verfügen. Geben wir dabei mit reiner Motivation, schließt dies das Paramita des ethischen Verhaltens mit ein. Geben wir unermüdlich, ohne es als Belastung zu empfinden, so entspricht dies dem Paramita der Geduld. Geben wir täglich, als langfristige Praxis, ist dies ein Beispiel für für das Paramita der Ausdauer. Und sind wir bei der Ausübung von Großzügigkeit nicht abgelenkt, praktizieren wir dabei das Paramita der meditativen Konzentration. Geben wir ohne Anhaftung an die "Dreiheit" - also der Vorstellung eines realen Empfängers, eines realen Gebenden (uns selber) und einer realen Gabe, dann praktizieren wir auch das Paramita der Weisheit. So kann in einer einzigen Handlung der Großzügigkeit jede der 6 Paramitas vollendet werden.[/lz]
Zitiert aus "Der König der Wunschgebete" von Shamar Rinpoche (Ein Kommentar zum König unter den Wegen des Strebens nach dem Vollendeten Wirken der Edlen) Seite 9/10.