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Glaube als Voraussetzung

  • Kaiman
  • 2. Dezember 2021 um 12:22
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  • Kaiman
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    • 2. Dezember 2021 um 12:22
    • #1

    Hallo,

    ich habe in verschiedenen Buddhistischen Büchern (Im Lichte des Dhamma , Nyanaponika und Kadampa Buddhismus Meditatonshandbuch) gelesen ,das Glauben eine wichtige Rolle spielt. Ja sogar Voraussetzung um den buddhistischen Weg zu gehen. Wie spezifisch ist euer Glaube ? Mein Glaube besteht darin , das der Tod nicht die vollständige Vernichtung von einem ist. Das da irgendetwas ist.

    Wie zeigt sich euer Glaube (Vertrauen). Schwankt Ihr im Glauben und zweifelt. ..?Ich denke der Glaube grenzt jmd von einem ab , der Meditation nur als Wellness Buddhismus betreibt. und nur meditiert um von den Positiven Wirkungen zu profitieren.

    Glaubt Ihr konkret an etwas ? Gibt es hier Praktizierende die dem Glauben ebenfalls eine große Rolle im Buddhismus geben ?


    Viele Grüße Kaimann

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2021 um 12:53
    • #2

    Bei diesem "Glauben" geht es darum das Du Buddha glaubst, das Du Vertrauen in ihn und dem was er Zeigt hast. Dass es sich nicht um blindes glauben handelt, macht Buddha immer wieder deutlich, indem er Dich auffordert sein Zeigen immer wieder zu prüfen an Deinem Leben. Je mehr Bestätigungen Deines glaubenden Vertrauen Du in Buddha entwickelst, je mehr geht der Glaube an Buddha verloren und wird zu Vertrauen und dann zu Freundschaft.

  • fck.you
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    • 2. Dezember 2021 um 13:04
    • #3
    Kaiman:

    Wie zeigt sich euer Glaube (Vertrauen). Schwankt Ihr im Glauben und zweifelt. ..?

    Believe ist wie B-Live, ich kann Glaube nicht definieren... wie soll ich schwanken, wenn alles schwankt? Aber da redet jetzt eine Person zur anderen Person. Es bringt nichts, wenn nur geredet wird - es gilt zu prüfen - du für dich selbs - Reaktion oder Aktion? Aktion oder Re-Aktion? Re-Aktion? Aktion? Was ist wirklich? Erschüttert dich das? Sei dir sicher - du überstehst das - locker - von niemandem geht Gefahr aus - alles geschieht in Liebe. Du musst natürlich nichts (mehr) prüfen - so oder so ähnlich integriere ich den Part "Glauben" bei mir :) Vieles vergänglich, vergesslich, der Veränderung unterworfen.

    Kaiman:

    Glaubt Ihr konkret an etwas ? Gibt es hier Praktizierende die dem Glauben ebenfalls eine große Rolle im Buddhismus geben ?

    Viele würden wohl über mich sagen, dass ich an die Natur glaube, aber die Natur ist ohne Mitgefühl und passiert mir un-wesen-tlich. Dazu empfange ich eine Unsicherheit... Glaube erwächst aus Zweifel, Zweifel nährt Glaube - ein Kreislauf den du auflösen kannst - weder noch - kein glaube - alles glaube - überall dazwischen darf ich ein Glauben aus-leben.

    Einmal editiert, zuletzt von fck.you (2. Dezember 2021 um 13:14)

  • Aravind
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    • 2. Dezember 2021 um 13:07
    • #4

    Hallo Kaiman,

    bei so schwierigen Begriffen finde ich ein persönlich "Ich habe gelesen" nicht sehr hilfreich. Da wäre der Text und der Kontext schon nötig.

    Für mich reicht, wie für Noreply völlig aus, daran zu glauben, dass es sinnvoll ist, mich auf den Weg des Buddha einzulassen. Und das die Prüfung des Wegs sowie integraler Teil des Wegs ist.

    Der Unterschid zwischen Buddhismus und Wellness hat für mich auch nichts mit Glauben zu tun, sondern damit, ob man sich auch den Abgründen stellt, die auf dem Weg auftauchen.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Kaiman
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    • 2. Dezember 2021 um 13:27
    • #5

    Ich finde an den Buddha zu glauben ist ein guter Ansatz. Der Glaube an und für sich hat für mich eine größere Dimension, weil er Hoffnung gibt.

    Ich kann ja mal den Kontext nennen und einen Ausschnitt aus dem Lichte des Dharma nennen,

    So steht geschrieben.

    [lz][lz]

    Glaube besteht nicht nur darin, dass man an die Existenz des Glaubensobjektes oder an die Wahrheit von Bekenntnisformeln glaubt. Zu echtem Glauben gehört vilemher auch das Vertrauen in die wirkende Kraft des Glaubenobjektes. Religöser Glaube ist das Vertrauen in die Wirkungskraft des Gutem im höchsten Sinn. Buddhistischer Glaube an das Dreifache Kleinod (Buddha , Dhamma und Sangha findet seinen praktischen Ausdruck im Vertrauen in die Wirkungskraft des Edlen Achtfachen Pfades, in seine läuternde und befreiende Kraft.

    Unter denen die sich Gläubige oder religös gesinnt nennen oder die sich als Buddhisten bezeichnen , gibt es leider allzu wenige , die einen starken Glauben an die Wirkungskraft des Guten haben...[/lz]

    Ellviral:

    Dass es sich nicht um blindes glauben handelt, macht Buddha immer wieder deutlich, indem er Dich auffordert sein Zeigen immer wieder zu prüfen an Deinem Leben.

    wo siehts du bei mir blinder glaube. Der glaube Beruhigt mich also hat er einen positive Wirkung auf mich . Außerdem finde ich glaube ist immer etwas blind sonst könnte man es sehen und wissen . Dann wäre es nicht mehr glaube.

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2021 um 13:30
    • #6
    Kaiman:

    Ich finde an den Buddha zu glauben ist ein guter Ansatz. Der Glaube an und für sich hat für mich eine größere Dimension, weil er Hoffnung gibt.

    Ich kann ja mal den Kontext nennen und einen Ausschnitt aus dem Lichte des Dharma nennen,

    So steht geschrieben.

    [lz][lz]

    Glaube besteht nicht nur darin, dass man an die Existenz des Glaubensobjektes oder an die Wahrheit von Bekenntnisformeln glaubt. Zu echtem Glauben gehört vilemher auch das Vertrauen in die wirkende Kraft des Glaubenobjektes. Religöser Glaube ist das Vertrauen in die Wirkungskraft des Gutem im höchsten Sinn. Buddhistischer Glaube an das Dreifache Kleinod (Buddha , Dhamma und Sangha findet seinen praktischen Ausdruck im Vertrauen in die Wirkungskraft des Edlen Achtfachen Pfades, in seine läuternde und befreiende Kraft.

    Unter denen die sich Gläubige oder religös gesinnt nennen oder die sich als Buddhisten bezeichnen , gibt es leider allzu wenige , die einen starken Glauben an die Wirkungskraft des Guten haben...

    [/lz]
    Ellviral:

    Dass es sich nicht um blindes glauben handelt, macht Buddha immer wieder deutlich, indem er Dich auffordert sein Zeigen immer wieder zu prüfen an Deinem Leben.

    wo siehts du bei mir blinder glaube. Der glaube Beruhigt mich also hat er einen positive Wirkung auf mich . Außerdem finde ich glaube ist immer etwas blind sonst könnte man es sehen und wissen . Dann wäre es nicht mehr glaube.

    Alles anzeigen

    Solange du das glaubst, solltest du erstmal die Finger von Buddha lassen und die Gemeinschaft der Buddhisten als Halt versuchen zu erreichen, Was Du ja hiermit tust.

  • Kaiman
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    • 2. Dezember 2021 um 13:46
    • #7
    Ellviral:

    Solange du das glaubst, solltest du erstmal die Finger von Buddha lassen und die Gemeinschaft der Buddhisten als Halt versuchen zu erreichen, Was Du ja hiermit tun

    Schade das man dadurch gleich aus dem Raster des Buddhismuses fällt nur weil man glaubt. Es gibt dinge die ich im Buddhismus einleuchtend finde und welche nicht . Ich glaube ich muss nicht gleich die Finger vom Buddhismus lassen. Ich lass dann eher die Finger von dingen im Buddhismus die sich mir entziehen. Z.b habe ich gemerkt das Diskussionen über das Nicht Ich oftmals sehr schräg ablaufen und erschließen tut es sich auch nach Jahren nicht. Da konzentriere ich mich lieber auf Dinge die sich mir erschließen .

  • Lucky Luke
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    • 2. Dezember 2021 um 14:00
    • #8

    Hier ein Link zu den 3 Arten des Vertrauens, übersetzt von Christoph Spitz:

    Die Bedeutung von Vertrauen im Buddhismus – Geshe Thubten Ngawang


    [lz]

    „Vertrauen geht allen tugendhaften Handlungen wie eine Mutter voran. Es beschützt und vermehrt alle nützlichen Qualitäten, es vertreibt Zögern und rettet uns vor den vier Flüssen. Vertrauen ist die Quelle der Siddhis des Glücks. Es vertreibt geistige Verschmutzung und Aufruhr, es macht den Geist klar, löscht Stolz aus und ist die Wurzel von Respekt. Vertrauen ist der erhabene Reichtum, der erhabene Schatz und die erhabenen Beine und ist wie Hände um Tugend zu sammeln.“ – Ratnalokanamadharani-Sutra¹[/lz]

  • Monikamarie
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    • 2. Dezember 2021 um 14:03
    • #9

    Hallo Kaiman,

    wenn mir jemand etwas Entscheidendes erzählt, das er/sie erfahren hat, dann glaube ich ihm/ihr das. Wenn es etwas Nützliches ist, dann probiere ich es aus. Das fängt bei Kochrezepten an und geht immer so weiter.

    Für mich bedeutet der Glaube an Buddha eigentlich Vertrauen. Und ich habe Vertrauen in Buddhas Worte, auch wenn ich nicht alles nachvollziehen kann. Das lasse ich dann beiseite - wie z.B. Wiedergeburt. Früher habe ich mich darum bemüht, das zu glauben. Aber das habe ich aufgegeben, denn das kann ich ja nicht unbedingt erfahren. Und mich beunruhigt es auch nicht, wenn ich daran nicht glaube.

    _()_

  • Noreply
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    • 2. Dezember 2021 um 14:13
    • #10
    Kaiman:
    Ellviral:

    Solange du das glaubst, solltest du erstmal die Finger von Buddha lassen und die Gemeinschaft der Buddhisten als Halt versuchen zu erreichen, Was Du ja hiermit tun

    Schade das man dadurch gleich aus dem Raster des Buddhismuses fällt nur weil man glaubt. Es gibt dinge die ich im Buddhismus einleuchtend finde und welche nicht . Ich glaube ich muss nicht gleich die Finger vom Buddhismus lassen. Ich lass dann eher die Finger von dingen im Buddhismus die sich mir entziehen. Z.b habe ich gemerkt das Diskussionen über das Nicht Ich oftmals sehr schräg ablaufen und erschließen tut es sich auch nach Jahren nicht. Da konzentriere ich mich lieber auf Dinge die sich mir erschließen .

    Vergiss es einfach. Hab mich geirrt.

  • TinyNight13076
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    • 2. Dezember 2021 um 15:08
    • #11

    Ich wusste nicht so viel von der buddhistischen Lehre wie die meisten hier.

    Da war leiden und der Wunsch nach Glück, und dann war da der Kontakt zur buddhistischen Lehre.

    Ich habe dem Lehrer wohl mehr Vertraut, als der mir noch unbekannten Lehre.

    Erst durch seine Präsenz, Geduld, Liebende Güte konnte ich die buddhistische Lehre erkunden und teilweise realisieren.

    Erst als ich den Dhamma in mir gefunden hatte, habe ich wirklich Zuflucht zum Buddha genommen.

    Ich habe mehr meditiert als gelesen und gelernt, und irgendwann sieht man den Buddha im Dhamma und umgekehrt.

    Alles gute für Dich!

  • Leonie
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    • 2. Dezember 2021 um 15:37
    • #12
    Kaiman:

    Hallo,

    ich habe in verschiedenen Buddhistischen Büchern (Im Lichte des Dhamma , Nyanaponika und Kadampa Buddhismus Meditatonshandbuch) gelesen ,das Glauben eine wichtige Rolle spielt. Ja sogar Voraussetzung um den buddhistischen Weg zu gehen. Wie spezifisch ist euer Glaube ? Mein Glaube besteht darin , das der Tod nicht die vollständige Vernichtung von einem ist. Das da irgendetwas ist.

    Wie zeigt sich euer Glaube (Vertrauen). Schwankt Ihr im Glauben und zweifelt. ..?Ich denke der Glaube grenzt jmd von einem ab , der Meditation nur als Wellness Buddhismus betreibt. und nur meditiert um von den Positiven Wirkungen zu profitieren.

    Glaubt Ihr konkret an etwas ? Gibt es hier Praktizierende die dem Glauben ebenfalls eine große Rolle im Buddhismus geben ?


    Viele Grüße Kaimann

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    Du hast bereits eine bestimmte Vorstellung von Glaube.

    Es geht im Buddhismus darum zu glauben, dass Buddhas Erwachen allen Wesen möglich ist. Im Zen ist das der Große Glaube. Das reicht aber nicht, denn Glaube ist ja auch eine Illusion. Also gibt es auch den Großen Zweifel. Dieser wird durch die Koan-Frage und das Koan-Studium entfaltet. Dogen hat diese Frage(n) im Fukanzazengi so formuliert:[lz]

    Von Beginn an war der Weg vollkommen gegenwärtig, warum sollten wir ihn erst noch üben und bezeugen müssen? Das Gefährt der Lehre bewegt sich frei und von selbst, welchen Sinn hätte da unser eifriges Üben? Im ganzen Universum gibt es nicht das geringste Staubkorn, wie könnten wir je versuchen, uns selbst durch die Übung zu reinigen? An diesem Ort ist alles offenbar, wohin sollten wir die Füße unserer Übung richten?[/lz]


    Es geht also nicht um den Glauben, dass da ein Ich, eine Persönlichkeit nach dem Tode nicht vollständig vernichtet sei. Das ist ja der Ewigkeitsglaube - den Buddha als verkehrte Ansicht verworfen hatte.

    Vielmehr geht es um den Glauben an die vier edlen Wahrheiten.

    :zen:

  • mukti
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    • 2. Dezember 2021 um 15:37
    • #13
    Kaiman:

    Hallo,

    ich habe in verschiedenen Buddhistischen Büchern (Im Lichte des Dhamma , Nyanaponika und Kadampa Buddhismus Meditatonshandbuch) gelesen ,das Glauben eine wichtige Rolle spielt. Ja sogar Voraussetzung um den buddhistischen Weg zu gehen. Wie spezifisch ist euer Glaube ? Mein Glaube besteht darin , das der Tod nicht die vollständige Vernichtung von einem ist. Das da irgendetwas ist.

    Wie zeigt sich euer Glaube (Vertrauen). Schwankt Ihr im Glauben und zweifelt. ..?Ich denke der Glaube grenzt jmd von einem ab , der Meditation nur als Wellness Buddhismus betreibt. und nur meditiert um von den Positiven Wirkungen zu profitieren.

    Glaubt Ihr konkret an etwas ? Gibt es hier Praktizierende die dem Glauben ebenfalls eine große Rolle im Buddhismus geben ?


    Viele Grüße Kaimann

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    In Indien gibt es den Spruch "Glaube ist der Ozean des Glücks". Tatsächlich ist es beglückend an etwas zu glauben, sich vorbehaltlos hingeben zu können, uneingeschränkt zu lieben in unerschütterlicher Treue. So ein Glaubensbekenntnis ist z.B. auch im Christentum gebräuchlich. Aber es gibt ein Problem dabei, was macht man wenn man an dem woran man glaubt bedeutende Fehler entdeckt? Weil man mit der Möglichkeit der Enttäuschung rechnen muss, lege ich weder ein Glaubensbekenntnis ab noch fühle ich mich innerlich an einen Glauben gebunden der sich als falsch erwiesen hat.

    "Vertrauen" drückt es wohl besser aus als "Glaube". Zu verschiedenen Themen gibt es verschiedene Meinungen, etwa was nach dem Tod passiert. Nach gründlichem Erwägen erscheint einem schließlich eine bestimmte Meinung der Wahrheit am Nächsten, bei mir ist das in diesem Fall die Wiedergeburt nach der Darstellung im Palikanon. Also vertraue ich darauf dass sie der Buddha sehen konnte und auch die verschiedenen Daseinsfährten. Das halte ich für wahrscheinlich ohne einen festen Glauben darauf zu fixieren.

    Der Zweck der Lehre ist Dukkha zu beenden sagt der Buddha und es ist sowohl theoretisch nachvollziehbar als auch eine praktische Erfahrung dass Dukkha mit dem Verstehen und Praktizieren der Lehre allmählich weniger wird. Solange das so ist gibt es Grund genug Buddha, Dhamma und Sangha weiter zu vertrauen.

    Mit Metta, mukti.


  • Kaiman
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    • 2. Dezember 2021 um 16:43
    • #14
    Leonie:

    Es geht also nicht um den Glauben, dass da ein Ich, eine Persönlichkeit nach dem Tode nicht vollständig vernichtet sei. Das ist ja der Ewigkeitsglaube - den Buddha als verkehrte Ansicht verworfen hat.

    Ja das sind wir schon beim Thema. Jetzt kommt bestimmt gleich das nicht Ich. Ich habe es versucht vorsichtig zu formulieren. Aber ich denke die Diskussion führt dann weiter zu nichts. Den Vernichtungsglauben hat er ja auch verworfen.

    mukti:

    In Indien gibt es den Spruch "Glaube ist der Ozean des Glücks". Tatsächlich ist es beglückend an etwas zu glauben, sich vorbehaltlos hingeben zu können, uneingeschränkt zu lieben in unerschütterlicher Treue. So ein Glaubensbekenntnis ist z.B. auch im Christentum gebräuchlich. Aber es gibt ein Problem dabei, was macht man wenn man an dem woran man glaubt bedeutende Fehler entdeckt? Weil man mit der Möglichkeit der Enttäuschung rechnen muss, lege ich weder ein Glaubensbekenntnis ab noch fühle ich mich innerlich an einen Glauben gebunden der sich als falsch erwiesen hat.

    Also ein Glaubensbekenntnis würd ich jetzt auch nicht ablegen.

    Ich frag mich manchmal nur , ob der Buddhismus nicht etwas für Privilegierte ist. Viele haben Schwierigkeiten zu meditieren . Ich denke an die ganzen psychischen Erkrankungen , darunter auch schwere Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen ? Was es eigentlich unmöglich macht zu meditieren.

  • Online
    Helmut
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    • 2. Dezember 2021 um 17:08
    • #15

    Im Kontext des Dharma ist der Begriff Glaube meines Erachtens unangemessen, weil er ein Begriff der theistischen Religionen ist. Ich halte es für problematisch, Begriffe , die in theistischen Religionen eine bestimmte Bedeutung haben, einfach auf andere religiöse Systeme zu übertragen.

    Im Kontext des Dharma finde ich den Begriff des Vertrauens angemessener. Darauf ist ja auch schon einigen hingewiesen worden. Vertrauen in die Lehre Buddha Sakyamunis bedeutet, dass man ihre Qualitäten erkennt und für gut befindet.

    Die Lehre Buddha Sakyamunis ist komplex. Deshalb wird man immer wieder auf Aspekte stoßen, die einen ansprechen , aber auch auf Aspekte, die einem befremdlich erscheinen. Ich denke, es ist sinnvoll, sich erst einmal mit den Aspekten der Lehre zu beschäftigen, die einen ansprechen. Sich darum bemühen, diese zu verstehen und herauszufinden welche Bedeutung sie für einen selbst in diesem Leben haben bzw. haben könnten.

    Mit den Aspekten der Lehre, die einen jetzt noch nicht ansprechen, kann man sich ja später beschäftigen, wenn es geeignete Umstände ermöglichen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Kaiman
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    • 2. Dezember 2021 um 17:16
    • #16
    Helmut:

    Mit den Aspekten der Lehre, die einen jetzt noch nicht ansprechen, kann man sich ja später beschäftigen, wenn es geeignete Umstände ermöglichen.

    Ja ich glaube auch das das sinn macht.

  • mukti
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    • 2. Dezember 2021 um 17:45
    • #17
    Kaiman:

    Ich frag mich manchmal nur , ob der Buddhismus nicht etwas für Privilegierte ist. Viele haben Schwierigkeiten zu meditieren . Ich denke an die ganzen psychischen Erkrankungen , darunter auch schwere Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen ? Was es eigentlich unmöglich macht zu meditieren.

    Buddhismus ist für jeden der was damit anfangen kann würde ich sagen, es gibt ja nicht mal für Laien eine Pflicht zu meditieren.

    Mit Metta, mukti.


  • Punk
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    • 2. Dezember 2021 um 19:00
    • #18
    Kaiman:

    Ich frag mich manchmal nur , ob der Buddhismus nicht etwas für Privilegierte ist. Viele haben Schwierigkeiten zu meditieren . Ich denke an die ganzen psychischen Erkrankungen , darunter auch schwere Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen ? Was es eigentlich unmöglich macht zu meditieren

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

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    Mann muss nicht meditieren um an Buddhismus zu glauben, wer glaubt kann auch nur die Silas befolgen und darauf hoffen dadurch im nächsten Leben, nach einer besseren Wiedergeburt, gesünder auf die Welt zu kommen.

  • Aravind
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    • 2. Dezember 2021 um 19:31
    • #19
    Punk:
    Kaiman:

    Ich frag mich manchmal nur , ob der Buddhismus nicht etwas für Privilegierte ist. Viele haben Schwierigkeiten zu meditieren . Ich denke an die ganzen psychischen Erkrankungen , darunter auch schwere Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen ? Was es eigentlich unmöglich macht zu meditieren

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    Mann muss nicht meditieren um an Buddhismus zu glauben, wer glaubt kann auch nur die Silas befolgen und darauf hoffen dadurch im nächsten Leben, nach einer besseren Wiedergeburt, gesünder auf die Welt zu kommen.

    Ich würde noch "etwas" Metta-Praxis empfehlen, kann sich zumindest unter Anleitung gut mit psychischen Erkrankungen vertragen.

  • Xyz
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    • 3. Dezember 2021 um 08:48
    • #20

    Manchmal ist es ja einfach ein ETWAS was wir oder ich (in) schon das Wort GLAUBEN hinein-/obenauf mit-bringen.

    So gibt es Geister die glauben blind ohne zu prüfen.Davon sprichst Du hier allerdings nicht Kaiman

    Dann gibt es Geister die verwechseln auch gerne ein glauben mit vertrauen, auch vertrauen wollen.Wurde ja schon ausgiebig angesprochen.

    Dann gibt es Geister für die ist eine Erfahrung so stark das es nicht anders zu erklären ist, als das dieses Erlebnis wohl nem Glauben zu Schulden ist.

    Geister sprechen dann von Licht, Gott vom Buddha ...xyz.

    Der Buddha erklärte immer wieder seine Worte mögen geprüft werden.

    Dann gibt noch das Gleichnis, was ich nicht nur hier sehr passend finde.

    Es handelt vom blinden Greis und der Weisheit.

    Die Weisheit die den alten blinden Greis auf die Schultern nimmt und mit ihren Augen das sehen für beide übernimmt.

    Mögen wir alle glücklich sein

    In Metta🙏

  • Aravind
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    • 3. Dezember 2021 um 10:27
    • #21
    Kaiman:

    Ich finde an den Buddha zu glauben ist ein guter Ansatz. Der Glaube an und für sich hat für mich eine größere Dimension, weil er Hoffnung gibt.

    Ich kann ja mal den Kontext nennen und einen Ausschnitt aus dem Lichte des Dharma nennen,

    So steht geschrieben.

    [lz][lz]

    Glaube besteht nicht nur darin, dass man an die Existenz des Glaubensobjektes oder an die Wahrheit von Bekenntnisformeln glaubt. Zu echtem Glauben gehört vilemher auch das Vertrauen in die wirkende Kraft des Glaubenobjektes. Religöser Glaube ist das Vertrauen in die Wirkungskraft des Gutem im höchsten Sinn. Buddhistischer Glaube an das Dreifache Kleinod (Buddha , Dhamma und Sangha findet seinen praktischen Ausdruck im Vertrauen in die Wirkungskraft des Edlen Achtfachen Pfades, in seine läuternde und befreiende Kraft.

    Unter denen die sich Gläubige oder religös gesinnt nennen oder die sich als Buddhisten bezeichnen , gibt es leider allzu wenige , die einen starken Glauben an die Wirkungskraft des Guten haben...

    [/lz]
    Ellviral:

    Dass es sich nicht um blindes glauben handelt, macht Buddha immer wieder deutlich, indem er Dich auffordert sein Zeigen immer wieder zu prüfen an Deinem Leben.

    wo siehts du bei mir blinder glaube. Der glaube Beruhigt mich also hat er einen positive Wirkung auf mich . Außerdem finde ich glaube ist immer etwas blind sonst könnte man es sehen und wissen . Dann wäre es nicht mehr glaube.

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    Danke für die Quelle!

    Mit dem Glaubensbegriff kann ich persönlich tatsächlich gar nichts anfangen. Ich würde da immer von "Vertrauen" sprechen.

    Ich muss aber zugeben, dass ich auch zufällig bisher gar keinen Glauben gebraucht habe.

    Ich habe einen Vortrag von meinem heutigen Lehrer gehört, und mir war sofort klar: So liebevoll will ich auch werden!

    Das bisschen Vertrauen, das ich gebraucht habe, war nur, darauf zu vertrauen, dass der Weg des Buddha, den er gegangen ist, auch bei mir "helfen" könnte. Und nach dem ersten Kurzretreat war mir schon klar: Ja, passt.

    Immer, wenn ich mich auf die Praxis einlasse, erlebe ich ein Stück Befreiung. In so weit brauche ich weder Vertrauen noch Glauben.

    Ich weiß, dass das nicht bei jedem und jeder so ist. Auch bei manchen anderen Schülern meines Lehrers ist das leider nicht so. Glück gehabt, würde ich sagen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • dukkha
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    • 4. Dezember 2021 um 13:13
    • #22

    Ob man das Glaube oder Vertrauen nennt, kommt für mich aufs selbe

    raus, man muss sich in jedem Fall mit dem Unbeweisbaren arrangieren.

    Und ich finde, auch Buddhismus muss man, wie in anderen Religionen

    glauben. Allein die Geschichte, wie Buddha in seiner Kindheit im Palast

    gelebt hat, vor allen weltlichen Übeln beschützt, ist für mich nur eine Legende, die sich schön anhört.

    Es gibt viele gute Anleitungen, aber an Karma über mehrere Leben, Nirvana

    und Wiedergeburt muss man glauben.

    denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht, drum besser wär's, dass nichts entstünde.

    (Goethes Faust)

  • Online
    Helmut
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    • 4. Dezember 2021 um 14:20
    • #23
    dukkha:

    Ob man das Glaube oder Vertrauen nennt, kommt für mich aufs selbe

    raus, man muss sich in jedem Fall mit dem Unbeweisbaren arrangieren.

    Und ich finde, auch Buddhismus muss man, wie in anderen Religionen

    glauben.

    Es gibt viele gute Anleitungen, aber an Karma über mehrere Leben, Nirvana

    und Wiedergeburt muss man glauben.

    Alles anzeigen

    Dass Glaube und Vertrauen für dich aufs selbe hinaus läuft, mag ja so sein und du kannst es ja auch gerne so sehen.

    Aber im Kontext des Buddha-Dharma laufen Glaube und Vertrauen nicht aufs selbe hinaus, weil Vertrauen in diesem Zusammenhang immer etwas mit Erkenntnis zu tun hat. Vertrauen basiert auf der Erkenntnis von Qualitäten, die man bei Personen wie zum Beispiel einem Lehrer oder bei Objekten wie zum Beispiel den Lehren Buddhas feststellen kann.

    Man muss sich auch nicht mit etwas Unbeweisbaren arrangieren, sondern überprüft Aussagen auf ihre Widerspruchsfreiheit und wenn man sie widerlegen kann, hat sich die Aussage erledigt. Kann man sie nicht widerlegen, muss man nicht einfach dran glauben, kann sie aber als Hypothese im Raum stehen lassen, wie in der Wissenschaft. Irgendwann wird man sie vielleicht widerlegen oder beweisen können.

    Auch an Karma, Nirvana und Wiedergeburt muss man nicht glauben. Karma und Nirvana sind in der Lehre Buddhas gut begründet. Bei Karma geht es um unser Handeln und dessen Wirkungen, insbesondere um seine Rückwirkungen auf uns selbst. Nirvana ist die dritte edle Wahrheit und besteht darin, dass man sein eigenes Bewusstsein von allen Leiden und deren Ursachen befreit hat. Wiedergeburt kann man als Hypothese wie in der Wissenschaft auffassen für die es durchaus logische Begründungen gibt. Aber man kann zur Zeit Wiedergeburt weder widerlegen noch beweisen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Igor07
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    • 4. Dezember 2021 um 20:00
    • #24
    mkha':

    und es ist immer noch kein "Glaube" - es ist die gelebte Lehre

    :like::rose:

    Nur das "er-ge-leb-te" Leben ist das echte Leben, die echte Lehre und die einzige Re-ligion als die neue, jeder Augenblick er-schaffende "Sinn". / "Logos"/.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Leonie
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    • #25
    Helmut:

    Aber im Kontext des Buddha-Dharma laufen Glaube und Vertrauen nicht aufs selbe hinaus, weil Vertrauen in diesem Zusammenhang immer etwas mit Erkenntnis zu tun hat. Vertrauen basiert auf der Erkenntnis von Qualitäten, die man bei Personen wie zum Beispiel einem Lehrer oder bei Objekten wie zum Beispiel den Lehren Buddhas feststellen kann.

    Buddha hat das Vertrauen ganz auf die Seite desjenigen gelegt, der selbst erkennt, was heilsam und was unheilsam ist und der diese Erkenntnis dann mit Verständigen klärt. Ohne diese, durch Erfahrung hervor gebrachte Erkenntnis läuft gar nichts. Darauf kann vertraut werden - auf die Lehre, die allerdings nicht als Objekt betrachtet wird, sondern als praktischer Vollzug.


    [lz]

    Geht Kálámer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters!

    Wenn ihr aber, Kálámer, selber erkennt: ›Diese Dinge sind unheilsam, sind verwerflich, werden von Verständigen getadelt, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Unheil und Leiden‹, dann o Kálámer, möget ihr sie aufgeben. Was glaubt ihr, Kálámer: gereicht die Gier, die im Menschen aufsteigt, ihm zum Heil oder Unheil?«[/lz]

    :zen:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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