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Was Psychotherapie und Buddhismus verbindet

  • KarmaHausmeister
  • 13. August 2022 um 12:32
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  • SteFo
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    • 14. August 2022 um 22:03
    • #26
    Railex:
    SteFo:
    Railex:

    Ich mach nur Spaß SteFo, ...

    Gut, ich habe nichts gegen Spaß

    Puhh, Glück gehabt und vielleicht fällt dir zudem etwas weiteres Ernsthaftes ein, um deinen Standpunkt auszuführen, da du ja sogar "Psychotherapie",als buddhistische Richtung angegeben hast, da steckt doch bestimmt was dahinter!?

    Welche konkreten Fragen hast du denn?


    [lz]

    Übrigens als weitere heilsame, buddhistische Psychotherapiemaßnahme habe ich die Analyse des bedingten Entstehens kennengelernt: wenn ich achtsam wahrnehme und verstehe, dass auch die Dinge, Geschicke und Menschen, die mich haben leiden lassen und die ich leiden ließ, selbst, wie ich,nur "zusammengesetzt" sind und nicht aus sich selbst heraus handeln, dann mindert dies Wut, Enttäuschung und Trauer.

    Allerdings habe ich in Gesprächen festgestellt, dass die buddhistische Sicht nicht jeden Menschen gleichermaßen anspricht und deshalb ist es doch ganz gut, dass es verschiedene Wege zur Befreiung gibt.[/lz]

    Ich habe festgestellt, dass die indviduellen Verständnisse des buddhistischen "bedingten Entstehens" doch sehr voneinder abweichen und nicht geeignet sind, darauf irgendwas aufzubauen.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

  • Railex
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    • 14. August 2022 um 22:49
    • #27

    Naja SteFo, mich interessiert das, was du zu dem Thema preisgeben möchtest.

    Falls du therapeutisch arbeitest, oder eigene Erfahrungen gemacht hast mit der Verbindung Psychotherapie und Buddhismus, würde das sicher nicht nur mich interessieren.

    Bei Gesprächen über Psychotherapie ist es manchmal etwas persönlich und unangenehm darüber zu sprechen, aber durch individuell erlebte Erfahrungen wird es doch lebendiger und lehrreicher, als trockene Theorie durchzukauen.

    Eine konkrete Frage wäre natürlich auf deinen ersten Post bezogen: welchen Sinn macht es buddhistische Strömungen und bestimmte Psychotherapieverfahren füreinander aufzuarbeiten?

    Bzgl. der Heilkraft durch das Verständnis des bedingten Entstehens der Phänomene; ja, das ist individuell sehr verschieden: während der Eine dadurch ein AHA- Erlebnis erfährt, quittiert der Andere dies mit einem Schulterzucken und der Nächste wird erstmal richtig sauer über die ganzen "Opfer".

    Noch eine Frage: Hast du vielleicht eine buddhistische Methode entdeckt, die im besonderen Maße psychotherapeutisch wirksam ist und auf die man aufbauen kann?

    P.s. sry, ich muss jetzt ins Bett und kann erst morgen Nachmittag wieder ins Forum, aber ich freue mich von dir/euch zu lesen.

    Gute Nacht_()_

  • Igor07
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    • 14. August 2022 um 23:18
    • #28

    Man benennt nichts umsonst den Buddhismus als die reine Wissenschaft des Geistes.

    Wenn wir uns sehr gut auskennen, wie unsere Wahrnehmung finktioniert, warum wie die Welt nichts so sehen, ("") wie sie beschaffen ist, dann wir haben das Wissen in der Hand, so wie "Know-How", um unsere Illuisionen, Projektionen und die Verkehrte Vorstellungen/ Ansichten durchzuschauen , um zu korrigieren.

    Dalai-Lama erzählt nichts einmal, dass , was Prasangika in den eigenen Terminis schildert, es wurde ihm von einem sehr bekannten Psychoanalytiker eins zu eins bestätigt. Der benutzte nur das andere Vokabular, mehr nichts.

    Einige Psychoanalytiker deswegen arbeiten genau in dieser Richtung. Und sehr erfolgreich.

    Der andere springende Punkt.

    Zitat

    Die buddhistische Erkenntnislehre ist kein Versuch der positiven Konstruktion einer Wissenschaft, sondern eine Kritik der Täuschungen. Gültige Erkenntnis ( pramana) hat nur diese Aufgabe.

    Die "Seinsfrage" wird hier nichts als "Frage der Forschung" aufgeworfen, sondern als Hilfe auf dem Weg aus den Fesseln der Täuschung, die Leiden verursachen und die Lebewesen in einem Kreislauf von Abhängigkeiten und Sachzwängen führen.

    K.-H.- Brodbeck, "Buddhimsus interkulturell geslesen.", S. 71.

    Die Un-Wissenheit, die Täuschungen, die Verblendung...

    Das "getäuschte Bewusstsein", die Wahrnehmung , auf die es keinen Verlass gibt.

    Egal, wie es alles man etikettiert, der Buddha war als der Psychotherapeut einfach genial.

    Er benutzte nur die eigene ....lol.. Fachausdrücke , das ist alles.

    Ich bin einfach faul, sehr viele Bücher, die ich zu hause zum Thema habe, hier zu verlinken.

    Für mich es alles ist so offensichtlich, dass ich dafür keine Beweise brauche.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Voyager
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    • 14. August 2022 um 23:54
    • #29
    Igor07:

    Egal, wie es alles man etikettiert, der Buddha war als der Psychotherapeut einfach genial.

    Er benutzte nur die eigene ....lol.. Fachausdrücke , das ist alles.

    .

    So kann man Buddhas Wirken auch etikettieren. Warum nicht. Ist ja auch egal wie man alles etikettiert.

  • Igor07
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    • 15. August 2022 um 00:10
    • #30
    Voyager:

    So kann man Buddhas Wirken auch etikettieren. Warum nicht. Ist ja auch egal wie man alles etikettiert.

    Das! überlasse ich dir, höchstpersönlich.

    Buddhismus kann man nichts so festnageln, genau deswegen er ist so verdammt aktuell bis heute.:!:


    Zitat

    5.25) „Die weltliche Art ist es Dinge aus einem bestimmten Grund

    zu tun, um etwas zurück zu bekommen, aber im Buddhismus tun wir

    Dinge ohne Gewinnabsichten. Die Welt muss die Dinge im Hinblick

    auf Ursache und Wirkung verstehen, aber der Buddha lehrt uns

    über Ursache und Wirkung hinaus zu gehen. Seine Weisheit bestand

    darin, über die Ursache hinaus zu gehen, jenseits der Wirkung zu sein;

    Geburt zu überschreiten und jenseits des Todes zu gelangen; über

    Glück hinaus und jenseits von Leiden. Denkt daran: Es gibt keinen

    Ort zum Verweilen. Wir leben in einem Heim. Das Heim zu verlassen

    und dorthin zu gehen, wo es kein Heim gibt - wir wissen nicht, wie

    man das macht, weil wir schon immer mit Werden, mit Festhalten

    leben. Wenn wir nicht festhalten können, wissen wir nicht was zu tun

    ist.“

    ~ Ajahn Chah, ‘No Abiding’ in ‘Food for the Heart’, S. 316

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    Sokrates

  • Voyager
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    • 15. August 2022 um 07:08
    • #31
    Igor07:
    Voyager:

    So kann man Buddhas Wirken auch etikettieren. Warum nicht. Ist ja auch egal wie man alles etikettiert.

    Das! überlasse ich dir, höchstpersönlich.

    Buddhismus kann man nichts so festnageln,

    Also doch nicht?

  • SteFo
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    • 15. August 2022 um 10:29
    • #32
    Railex:

    Eine konkrete Frage wäre natürlich auf deinen ersten Post bezogen: welchen Sinn macht es buddhistische Strömungen und bestimmte Psychotherapieverfahren füreinander aufzuarbeiten?

    Ich weiß nicht, kann mir aber vorstellen, dass es dienlich ist in Buddhisten Vertrauen zu erwecken. Nicht-Buddhisten sollte es ziemlich egal sein, welche Parallelen es gibt zwischen Buddhismus und Psychotherapie.


    Railex:

    Noch eine Frage: Hast du vielleicht eine buddhistische Methode entdeckt, die im besonderen Maße psychotherapeutisch wirksam ist und auf die man aufbauen kann?

    Ich habe eine Methode entdeckt, die in meinem Falle psychotherapeutisch wirksam ist, Darauf aufmerksam wurde ich nicht zuletzt durch buddhistische Texte, aber das macht mich keinesfalls zu einem Buddhisten, denn gefragt ob ich Buddhist bin würde ich mit "nein" antworten.


    Railex:

    Naja SteFo, mich interessiert das, was du zu dem Thema preisgeben möchtest.

    Falls du therapeutisch arbeitest, oder eigene Erfahrungen gemacht hast mit der Verbindung Psychotherapie und Buddhismus, würde das sicher nicht nur mich interessieren.

    Bei Gesprächen über Psychotherapie ist es manchmal etwas persönlich und unangenehm darüber zu sprechen, aber durch individuell erlebte Erfahrungen wird es doch lebendiger und lehrreicher, als trockene Theorie durchzukauen.

    Statt meine Gedankenverschwurbelungen bzgl. "Psychotherapie und Buddhismus" hier zum Besten zu geben, würde ich lieber einen Meister des Faches Psychotherapie diesbzgl. zu Worte kommen lassen (siehe AnhangI.

    Dateien

    Buddhism and Acceptance and Commitment Therapy_s1077-7229(02)80041-4.pdf 972,18 kB – 21 Downloads

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  • Railex
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    • 16. August 2022 um 00:26
    • #33

    Wofür sollte es dienlich sein,in Buddhisten Vertrauen zu erwecken SteFo? Um sich für andere Methoden der Geistesschulung zu öffnen, und um voneinander zu lernen? Leider bin ich dafür nicht kompetent genug, um die verschiedenen Psychotherapiemodelle hier vorzustellen.

    Nicht-Buddhisten sind die Parallelen nicht so egal, das beweist du ja gerade selbst etwas und da ich es nicht wage und zudem als Anhaftung empfinde, mich selbst als Buddhist zu bezeichnen, bin ich ein weiteres Beispiel für ein solches Interesse ;)

    Danke für den Link, vielleicht übersetzt das mit mir jemand, da ich mir mein bisschen Englisch leider nur selbst beigebracht habe und in der Schule andere Sprachen gelernt habe; vorerst kann ich es leider nicht lesen, Schade, aber ich werde es versuchen.

    O.k., dann komme ich hier erstmal nicht weiter und belasse es dabei. Aber schon erstaunlich, dass es dutzende Threads z.b. zum Thema Widergeburt gibt, wo so viele, trotzt mangelnder Erfahrung dessen, sich dazu äußern und das Thema Psychotherapie/Buddhismus, was jeder für sich ja erfahrbar praktiziert, hier bisher so wenig Resonanz erfährt. Möglicherweise gibt's hier dazu auch schon zig Threads aus der Vergangenheit, bin ja noch nicht solange hier.

    Vielleicht hat das auch damit zu tun, dass sich buddhistische Geistesschulung gesünder anhört, als Psychotherapie und viele sich gar nicht angesprochen fühlen oder sich zu den persönlichen Themen nicht äußern wollen.Wer weiß und ist ja auch o.k.

    Dann empfehle ich nochmals den Interessierten das Buch "Buddhistische Psychotherapie-Ein Leitfaden für heilsame Veränderungen " von M.Ennenbach zum Thema und alles Gute _()_

    Einmal editiert, zuletzt von Railex (16. August 2022 um 00:31)

  • Noreply
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    • 16. August 2022 um 08:37
    • #34

    Railex Wer dem Glück hinterherrennt, läuft daran vorbei: Ein Umdenkbuch von Russ Harris

    Hab ich mir als E-Book geladen. Wenn man das Prinzip begriffen hat, kann man es auch alles "Leiden" anwenden. Wenn man sich mit Buddhismus beschäftigt hat, erkennt, was Buddha überhaupt sagen will.

  • Sven
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    • 16. August 2022 um 09:12
    • #35
    Railex:

    Dann empfehle ich nochmals den Interessierten das Buch "Buddhistische Psychotherapie-Ein Leitfaden für heilsame Veränderungen " von M.Ennenbach zum Thema und alles Gute _()_

    Was es alles gibt!

    Gut, der Name Buddhismus ist nicht geschützt, so kann sich jeder etwas zusammenreimen und es so nennen. Zum Beispiel bezieht sich Scientology auf den Buddha. Dort versucht man mittels nicht anerkannter "psychotherapeutischer Methoden" geistige Störungen zu beseitigen.

    Überblick:

    Psychotherapie benutzt Methoden, die Versprechen geistige Störungen zu beseitigen.
    Buddhismus sind meist Religionen, die geistige Übungen verwenden, deren Nebenwirkungen auch positive Einflüsse auf den Geist haben können, aber bei empfindlichen Personen auch Psychosen auslösen. Das Ziel ist aber im Allgemeinen ein ganz anderes.

    Im definierten Theravada ist es das Ziel, die 4 Edlen Wahrheiten zu erkennen (darin inkludiert das Bedingte Entstehen) und dadurch zur Erlösung zu gelangen.

    Wie bei jeder Religion befinden sich auch immer mehr oder weniger gefährliche ideologische Elemente darin (es gibt verschiedene auch gefährliche Sekten), die das Gegenteil von Therapie bewirken können. Das gibt es wohl aber leider in einigen Psychotherapien auch.

    Grundsätzlich denke ich aber, dass es keinerlei Gemeinsamkeiten gibt. Psychotherapie braucht auch keinen Buddhismus um hilfreich sein zu können.

  • Wetering
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    • 16. August 2022 um 09:24
    • #36

    Meiner Meinung nach kann Buddhismus ganz gut ohne Psychotherapie auskommen.

    Soweit ich es verstehe, hat z.B. MBSR (Stressreduktion durch Achtsamkeit) von Jon Kabat-Zinn buddhistische Wurzeln und Einflüsse. Ebenso sicherlich MBCT (Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie).

    Bei der ACT Therapie finde ich das nur bei dem Akzeptanz-, weniger beim Commitment-Teil.

  • KarmaHausmeister
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    Buddh. Richtung
    säk. Buddhismus
    • 16. August 2022 um 11:36
    • Offizieller Beitrag
    • #37
    Wetering:

    Meiner Meinung nach kann Buddhismus ganz gut ohne Psychotherapie auskommen.

    Soweit ich es verstehe, hat z.B. MBSR (Stressreduktion durch Achtsamkeit) von Jon Kabat-Zinn buddhistische Wurzeln und Einflüsse. Ebenso sicherlich MBCT (Achtsamkeitsbasierte Kognitive Therapie).

    Bei der ACT Therapie finde ich das nur bei dem Akzeptanz-, weniger beim Commitment-Teil.

    Buddhismus ist im Kern ja Therapie. Er fragt, was Dein Leid ist, nach dessen Ursachen und bietet einen Weg, dieses Leiden zu beenden. Psychotherapie macht nichts anderes. Deshalb passen sie gut zusammen.

    Dass man dann über den Zaun blickt und schaut, was der andere so macht, ob das fürs eigene System befruchtend sein könnte, ist auch nachvollziehbar.

    Aus Zen-Perspektive mag man das eventuell anders beurteilen (…ich sehe Du verortest Dich im Zen).

    Kommt der eine ohne den anderen aus? Ich bin mit nicht sicher. Ich habe mit vielen erfahrenen Meditationslehrern gesprochen. Sie alle schilderten, dass sie Erfahrungen mit Menschen haben, die psychische Probleme bei manchen Übungen bekommen - oder sie kommen hoch. Je nach schwere wird diesen Menschen dann eine Psychotherapie empfohlen. Die beiden ergänzen sich in der Praxis also.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

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  • Schneelöwin
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    • 16. August 2022 um 11:48
    • #38
    He Who Remains:

    Sehr schön. Buddhas Weg der Vermeidung der beiden Extreme ist das Leben im Wald, manchmal in einem Haus/Hütte, mit einmal Essen am Tag. Das ist die Mitte. Nicht der Typ mit Arbeit, Haus, Frau und Kind.

    Ich persönlich glaube, die Mitte kann man in allem finden, auch der Typ mit Arbeit, Haus, Frau und Kind. Immer wenn ich unterscheide was hier geht und nicht geht, dann bin ich schon nicht mehr in der Mitte, sondern nur wenn es nichts mehr zu überlegen gibt.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Himmelsbaum
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    • 16. August 2022 um 12:24
    • #39
    Schneelöwin:

    Immer wenn ich unterscheide was hier geht und nicht geht, dann bin ich schon nicht mehr in der Mitte, sondern nur wenn es nichts mehr zu überlegen gibt.

    Ich denke, du redest hier von einer anderen Mitte. Aber, im Rat an Rāhula bei Ambalaṭṭhikā (MN 61) heißt es in der Übersetzung vom Ehrw. Mettiko:


    [lz]

    „Was meinst du, Rāhula: Wozu ist ein Spiegel da?“

    „Zum Reflektieren, ehrwürdiger Herr.“

    „Ebenso, Rāhula, sollte eine Handlung mit dem Körper nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden; eine Handlung mit der Sprache sollte nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden; eine Handlung mit dem Geist sollte nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden...“[/lz]

    Hier wird unterschieden, ob man eine Handlung ausführt oder nicht und reflektiert wird vor und ggf. während und nach der Handlung. Erst ein Heiliger ist so im Einklang mit dem was geht und nicht geht, dass da nicht mehr reflektiert unterschieden werden muss.

  • Schneelöwin
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    • 16. August 2022 um 12:43
    • #40
    He Who Remains:
    Schneelöwin:

    Immer wenn ich unterscheide was hier geht und nicht geht, dann bin ich schon nicht mehr in der Mitte, sondern nur wenn es nichts mehr zu überlegen gibt.

    Ich denke, du redest hier von einer anderen Mitte. Aber, im Rat an Rāhula bei Ambalaṭṭhikā (MN 61) heißt es in der Übersetzung vom Ehrw. Mettiko:

    [lz]

    „Was meinst du, Rāhula: Wozu ist ein Spiegel da?“

    „Zum Reflektieren, ehrwürdiger Herr.“

    „Ebenso, Rāhula, sollte eine Handlung mit dem Körper nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden; eine Handlung mit der Sprache sollte nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden; eine Handlung mit dem Geist sollte nach wiederholtem Reflektieren ausgeführt werden...“

    [/lz]

    Hier wird unterschieden, ob man eine Handlung ausführt oder nicht und reflektiert wird vor und ggf. während und nach der Handlung. Erst ein Heiliger ist so im Einklang mit dem was geht und nicht geht, dass da nicht mehr reflektiert unterschieden werden muss.

    Alles anzeigen

    Schön, diese Zeilen zu lesen, ich halte Reflexion auch für ein wichtiges Werkzeug.

    Mit meinen Worten meinte ich auch nicht die Unterbindung einer Reflexion, sondern nur wenn man z.B. Haus, Frau, Kind als Dogma reflektiert, was nicht geht, wenn man in einer Mitte sein möchte. Wo kämen wir dann mit der Zeit dahin?

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Voyager
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    • 16. August 2022 um 12:59
    • #41

    Schneelöwin Man kann ja den Eindruck gewinnen, Buddha hätte gelehrt, sich keine Gedanken mehr zu machen.

    Im Gegenteil lehrte er das Bedenken eigener Handlungen und das tiefergehende Nachdenken (kommt natürlich darauf an, was man darunter versteht) auch als ein Mittel zu mehr Klarheit, welche sich beispielsweise in einem grösserem Abstand zu Gefühlen und liebgewonnenen Vorstellungen zeigt.

    So wie die verschiedenen Handlungen als gut oder heilend oder guttend oder richtig oder eben als eher Leid mit sich bringend (neutral gibts da auch) unterteilt werden können, so ist das auch mit der Willens- oder Triebenergie die sich im Nachdenken oder im Tagträumen äussert.

    Manches Denken bringt einen eben auch weiter :sunny:

  • Igor07
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    • 16. August 2022 um 13:07
    • #42
    He Who Remains:

    Hier wird unterschieden, ob man eine Handlung ausführt oder nicht und reflektiert wird vor und ggf. während und nach der Handlung. Erst ein Heiliger ist so im Einklang mit dem was geht und nicht geht, dass da nicht mehr reflektiert unterschieden werden muss.

    Wenn ich jeden meinen Schritt "reflektieren" würde, ich wäre dann absolut nichts imstande das abzutippen.

    Denn meistens enorme Zahl "unseren " Handlingen läuft unbewusst ab.

    Das ist reine Neurobiologie, mehr nichts.

    Wenn sogar der Heilige im den "Einklang " sich befindet, er bleibt doch ( trotzdem) der reale ( "normale") Mensch, der alles mögliche planen und ge-denk-en sollte.

    Aber wenn er den jeden Gedanken versucht zu kontrollieren, er landet bestimmt in die Klapsmühle, egal der Heilige oder als der "Normale".

    In der Mitte zu sein, eher würde heissen in dem Gleichgewicht sich auszubalansieren.

    Ich kann es veranschaulichen auf einem einfachen Beispiel.

    Wenn man immer eigene so wie "unbewusste" Prozesse im eigenen Körper beobachtet, er könnte sich selbst sehr schaden.

    Das ist, verienfacht ausgedrückt, das "Reptilien"-Gehirn. Und man sollte das besser in Ruhe lassen.

    Genau deswegen sehr tiefe Meditation könnte sehr viele Schaden verursachen.

    Was im Keller des Unbewusstens schlummert, dann wirklich "hoch kommt" und überschwmemmt das normale Zimmer...

    Oder , wie es F. Nietsche ausdrückte, man sollte die schlafende Hunde nichts wecken, denn wenn die in die obere Etagen stürmen, dann die zerfleischen dich regelrecht.

    Und diese eigene Mitte zu finden, also die totale innere Stille und Ruhe... im Zentrum des Orkans ( des Alltags) und zugleich normal so wie in der gewöhnlichen Tret-Mühle präsent zu sein, das ist die echte Kunst----des Lebens.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Schneelöwin
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    • 16. August 2022 um 17:08
    • #43

    Voyager Deinen Gedanken möchte ich gerne zustimmen, dass man vielleicht anfänglich meint, "alle" Gedanken vertreiben zu müssen. Habe solche Passagen anfänglich in Büchern missverstanden oder es wurde gar undeutlich formuliert. Die "funktionalen" Gedanken brauche ich schon noch - es ist halt das destruktive, zerstörende, lähmende an Gedanken die nicht hilfreich sind, die man möglichst versucht zu unterbinden. Gerade in diesen Zeiten nicht einfach. Wenn soetwas hoch kommt, denke ich mir/uns bleibt immer das "Hier und Jetzt" das kann uns keiner nehmen, dann gehts erstmal wieder und Frische stellt sich ein.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Keine Ahnung
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    • 17. August 2022 um 07:22
    • #44

    Die Gefahr, die ich bei der Psychotherapie sehe, ist, dass man sich viel zu wichtig nimmt.
    Die Gefahr, die ich beim Buddhismus sehe, ist, dass man das Erwachen viel zu wichtig nimmt. Damit auch oft sich und eine Praxis viel zu wichtig nimmt. Anstatt sich selbst in Frieden zu lassen.

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

  • GKH
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    • 17. August 2022 um 07:34
    • #45
    Keine Ahnung:

    Die Gefahr, die ich bei der Psychotherapie sehe, ist, dass man sich viel zu wichtig nimmt.
    Die Gefahr, die ich beim Buddhismus sehe, ist, dass man das Erwachen viel zu wichtig nimmt. Damit auch oft sich und eine Praxis viel zu wichtig nimmt. Anstatt sich selbst in Frieden zu lassen.

    Dieses sich selbst in Frieden lassen, kann man (unter guten Bedingungen) bei beidem lernen, manchen wird diese Fähigkeit nicht geschenkt.

  • Keine Ahnung
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    • 17. August 2022 um 08:12
    • #46

    [lz]

    Ich habe mal einen Psychoanalytiker im Ruhestand gefragt, was seiner Meinung nach der wichtigste Faktor bei einer erfolgreichen Behandlung sei. Er sagte, während der ersten Hälfte seiner Laufbahn habe er gemeint,eine ordentliche Ausbildung sei die entscheidende Voraussetzung. Seine Erfolge mit seinen Patienten hatte er immer dem Umstand zugeschrieben, das er über lange Zeit bei so vielen begnadeten Analytikern studiert hatte.

    „Und wie sehen Sie es jetzt?“, fragte ich.

    „Tja“, sagte er, „jetzt wird mir klar, dass die Fähigkeit, in Augenblicken des Schweigens offen zu bleiben, über Erfolg und Misserfolg entscheidet. In der Rückschau waren das die Augenblicke, das Wichtige geschah – Augenblicke, in denen man den Eindruck hat, dass sich gar nichts tut.

    Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um dieses Geschehenlassen zu lernen.“

    „Was meinen Sie“ forschte ich weiter, „gibt es wohl noch viele andere Analytiker, die um dieses Geheimnis wissen?“

    „Wenn sie bei der Behandlung ihrer Klienten erfolgreich sind, wissen sie“,,erwiderte er. „Aber in den meisten Fällen wissen sie nicht, dass sie wissen.“

    Nach kurzem Nachdenken fügte er hinzu: „Wissen Sie, das ist das Knifflige daran. Es ist so einfach.“[/lz]



    Aus: Clark Strand - Einfach meditieren

    "Im letzten Jahr ihres Lebens sagte meine Mutter im Alter von 95 mehrmals: "Es ist befreiend zu erkennen, dass nichts wirklich eine Rolle spielt." Sie sagte es freudig, erleichtert, so, als ob sich eine Last (auf)gehoben hätte."

    Joan Tollifson

  • Noreply
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    • 17. August 2022 um 09:47
    • #47
    Keine Ahnung:

    Die Gefahr, die ich bei der Psychotherapie sehe, ist, dass man sich viel zu wichtig nimmt.
    Die Gefahr, die ich beim Buddhismus sehe, ist, dass man das Erwachen viel zu wichtig nimmt. Damit auch oft sich und eine Praxis viel zu wichtig nimmt. Anstatt sich selbst in Frieden zu lassen.

    Mein Erfahren mit dem Buddhismus ist, dass er, genau wie andere „Religionen“, an der Erforschung der Worte des Buddha festhängen. Statistiken der Wahrscheinlichkeit aufstellen und nicht merken, dass es genau das Leiden ist, das Buddha beschreibt.

    Wie mein Mann mir das beschrieben hat: Wenn ich im Chor ein Lied sing weiß ich nur was von Tönen, Rhythmus aber nicht was ich wirklich gesungen habe. Der Sinn der Worte ist nicht da.

  • Railex
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    • 18. August 2022 um 09:16
    • #48
    Sven:
    Railex:

    Dann empfehle ich nochmals den Interessierten das Buch "Buddhistische Psychotherapie-Ein Leitfaden für heilsame Veränderungen " von M.Ennenbach zum Thema und alles Gute _()_

    Was es alles gibt!

    Gut, der Name Buddhismus ist nicht geschützt, so kann sich jeder etwas zusammenreimen und es so nennen. Zum Beispiel bezieht sich Scientology auf den Buddha. Dort versucht man mittels nicht anerkannter "psychotherapeutischer Methoden" geistige Störungen zu beseitigen.

    Überblick:

    Psychotherapie benutzt Methoden, die Versprechen geistige Störungen zu beseitigen.
    Buddhismus sind meist Religionen, die geistige Übungen verwenden, deren Nebenwirkungen auch positive Einflüsse auf den Geist haben können, aber bei empfindlichen Personen auch Psychosen auslösen. Das Ziel ist aber im Allgemeinen ein ganz anderes.

    Grundsätzlich denke ich aber, dass es keinerlei Gemeinsamkeiten gibt. Psychotherapie braucht auch keinen Buddhismus um hilfreich sein zu können.

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    Guten Morgen :sunny:

    Auch der Begriff "Psychotherapie" ist nicht geschützt, sondern nur die Berufsbezeichnung "Psychotherapeut".

    Meines Wissens nach ist die Zusatzausbildung zum "buddhistischen Psychotherapeuten" inzwischen schon standartisiert und über den Status des " zusammenreimens" längst hinaus.

    "Psychotherapie benutzt Methoden, um geistige Störungen zu beseitigen" und "Buddhismus geistige Übungen, deren Nebenwirkungen auch positive Eigenschaften auf den Geist haben können", das Ziel sei aber im Allgemeinen etwas anderes, schreibst du Sven.

    Aber geistige Übungen sind doch Methoden und die Beseitigung geistiger Störungen sind ebenfalls positive Eigenschaften für den Geist.

    Geht man zu weit,wenn man sagt, dass Unwissenheit, Verblendung und Ich-Wahn von Buddhisten als "geistige Störungen" bezeichnet werden könnte? Was soll es sonst sein?

    "Das Ziel die 4 edlen Wahrheiten zu erkennen" und zu verwirklichen ist doch vornehmlich ein geistiger Prozess.

    Also ich sehe da mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede.

    Dass Psychotherapie keinen Buddhismus braucht ist klar, aber Buddhismus ist eine Form der Psychotherapie (Behandlung des Geistes") mMn.

    Keine Ahnung:

    Die Gefahr, die ich bei der Psychotherapie sehe, ist, dass man sich viel zu wichtig nimmt.
    Die Gefahr, die ich beim Buddhismus sehe, ist, dass man das Erwachen viel zu wichtig nimmt. Damit auch oft sich und eine Praxis viel zu wichtig nimmt. Anstatt sich selbst in Frieden zu lassen.

    Ich sehe hier die Gefahr von Untätigkeit: ist ja alles nicht so wichtig, lass dich mal selbst in Frieden. Das hört sich gut an, hilft den Leidenden in der Praxis aber gar nicht und außerdem werden die Betroffenen oftmals von ihren quälenden Symptomen nicht in "Frieden gelassen", so dass sie handeln müssen, um etwas zu verändern.

    Keine Ahnung:
    [lz]

    Ich habe mal einen Psychoanalytiker im Ruhestand gefragt, was seiner Meinung nach der wichtigste Faktor bei einer erfolgreichen Behandlung sei. Er sagte, während der ersten Hälfte seiner Laufbahn habe er gemeint,eine ordentliche Ausbildung sei die entscheidende Voraussetzung. Seine Erfolge mit seinen Patienten hatte er immer dem Umstand zugeschrieben, das er über lange Zeit bei so vielen begnadeten Analytikern studiert hatte.

    „Und wie sehen Sie es jetzt?“, fragte ich.

    „Tja“, sagte er, „jetzt wird mir klar, dass die Fähigkeit, in Augenblicken des Schweigens offen zu bleiben, über Erfolg und Misserfolg entscheidet. In der Rückschau waren das die Augenblicke, das Wichtige geschah – Augenblicke, in denen man den Eindruck hat, dass sich gar nichts tut.

    Ich habe dreißig Jahre gebraucht, um dieses Geschehenlassen zu lernen.“

    „Was meinen Sie“ forschte ich weiter, „gibt es wohl noch viele andere Analytiker, die um dieses Geheimnis wissen?“

    „Wenn sie bei der Behandlung ihrer Klienten erfolgreich sind, wissen sie“,,erwiderte er. „Aber in den meisten Fällen wissen sie nicht, dass sie wissen.“

    Nach kurzem Nachdenken fügte er hinzu: „Wissen Sie, das ist das Knifflige daran. Es ist so einfach.“

    [/lz]



    Aus: Clark Strand - Einfach meditieren

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    "in Augenblicken des Schweigens offen zu bleiben", wieder etwas, was sich gut anhört, aber praktisch alles mögliche bedeuten kann.

    "Es ist so einfach", stellt sich ebenfalls in der Praxis weder für Therapeuten noch Patienten so dar und auch ich habe es leider nicht so erlebt, weder bei mir selbst, noch in der klinischen Arbeit.

    Ich weiß, dass ich durch meine Vita und Beruf als psychiatrischer Krankenpfleger vorbelastet bin und möchte hier nicht Buddhisten oder dir Keine Ahnung meine Sicht-und Arbeitsweise überstülpen, aber ich bin der Meinung, dass westliche Psychologie und Buddhismus voneinander lernen können, dies bereits tun und auch mit Erfolg.

    Ich freue mich aber ehrlich für dich, wenn du dich "so lassen kannst" Keine Ahnung , das ist doch sicher angenehm, aber tatsächlich ist dies den meisten Menschen so nicht "geschenkt" worden, wie GKH gut beobachtet hat.

  • Noreply
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    • 18. August 2022 um 10:37
    • #49

    Bei mir kam der Begriff für Meditation: „Ruhe vor mir selbst haben“, erst als ich sie so ausführte das alle Erscheinungen meines Geistigen als Störungen der Meditation zu erkennen. Dann hatte ich Ruhe, mein Sitzen ist selten länger als 30 Minuten, eher viel kürzer.

    Aber der Irre von früher hat da keine Chance mehr.

    Alles außerhalb dieser Zeiten ist entspannter, aber nicht ruhig.

    Seit ich mein Sitzen sehe, als ob ich im Waldrand sitze ist alles noch viel wacher geworden. Denn dann muss ich vollkommen wach bleiben, es könnte ja eine Gefahr erscheinen. Damit hab ich auch Ruhe vor mir selbst gelernt im normalen Lebenslauf.

    Einer meiner wichtigsten Psychotherapeuten, der wichtigste geworden, weil er schon alles gesagt hat. Dem sich die Psychotherapie erst in modernen Zeiten zuwendet und kopiert. Ist Buddha, denn der zeigt auf Dinge, die er wahrnimmt und ich habe die Wahl, ihm, seinem Zeigen zu folgen. Bei realen Therapeuten kann ich mich nicht vor dem Gefühl retten, dass ich machen muss, um "gesund" zu werden. Was ist ein vollkommen gesundes System?

    Ein Mediziner oder Geisteswissenschaftler, jeder Art hat keine Ahnung davon, er kennt nur kranke Systeme.

  • SteFo
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    • 18. August 2022 um 19:06
    • #50
    Railex:

    Wofür sollte es dienlich sein,in Buddhisten Vertrauen zu erwecken SteFo?

    Naja, die Buddhisten, die was von Psychotherapie halten, fassen so vielleicht mehr Vertrauen in Buddhismus und die Buddhisten, die was von Buddhismus halten, fassen so vielleicht mehr Vertrauen in Psychotherapie. Verstehst du? Buddhisten können Problem haben, für die Psychotherapie angemessener ist als Buddhismus, und Buddhisten können Problem haben, die ohne Psychotherapie aber mit der Selbst-Psychotherapie des Buddhuismus zu lösen sind.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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