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  1. Buddhaland Forum
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Überdrüssig

  • Netsrot
  • 2. Februar 2023 um 08:33
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  • Netsrot
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    • 2. Februar 2023 um 08:33
    • #1

    Ich beschäftige mich seit etwa 20 Jahren mit Buddhismus . Ich habe 2003 in Hamburg am "Systematischen Studium des Buddhismus "

    teilgenommen. So konnte ich einen gewissen Einblick in die Lehre bekommen und bin sehr dankbar für diese große Bereicherung. Es wurde mehr als nur ein Wegweiser, obwohl ich nie für mich sagen konnte das ich ein beständig intensiv Lernender gewesen bin. Trotzdem machte ich das Streben nach dem Endgültigen zu meiner Hauptaufgabe. Ich durfte in meinen Meditationen viel erfahren.

    Seit einiger Zeit jedoch fällt mir die Beschäftigung mit den Sutras und den kommentierenden Schriften sehr schwer. Ich habe einfach keinen " Bock" darauf, mich langweilt es einfach. Ich muss mich dazu zwingen. Wie geht es euch damit ? Geht es da bei mir um Beschäftigung , Langeweile, nicht die nötige anregende Ablenkung, Überdruss usw ? Hätte man viel Geld und alle Möglichkeiten der angenehmen schönen Sinnesablenkung , hätte man dann überhaupt damit angefangen sich mit Buddhismus zu beschäftigen ? Wie geht es euch damit so ?

    Lieb Grüße Torsten

  • KarmaHausmeister 2. Februar 2023 um 10:05

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • jo555555
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    Buddh. Richtung
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    • 2. Februar 2023 um 10:39
    • #2

    Corona impact????

    es geht vielen in der Truther Szene so.

    Der Funken lodert nicht mehr so stark.

    OSHO film wild wild country

    man sieht wie ein loderndes Feuer kaputt gemacht wird.

  • Noreply
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    • 2. Februar 2023 um 10:48
    • #3

    Langeweile ist mir ein Zeichen, das mein Geist keinen Bock mehr hat sich vor sich selbst auszuziehen, sich von den Gewohnheiten, die so angenehm erscheinen, zu befreien.

    Lass mich schlafen!

  • SteFo
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    • 2. Februar 2023 um 11:36
    • #4
    Netsrot:

    Seit einiger Zeit jedoch fällt mir die Beschäftigung mit den Sutras und den kommentierenden Schriften sehr schwer. Ich habe einfach keinen " Bock" darauf, mich langweilt es einfach. Ich muss mich dazu zwingen. Wie geht es euch damit ? Geht es da bei mir um Beschäftigung , Langeweile, nicht die nötige anregende Ablenkung, Überdruss usw ? Hätte man viel Geld und alle Möglichkeiten der angenehmen schönen Sinnesablenkung , hätte man dann überhaupt damit angefangen sich mit Buddhismus zu beschäftigen ? Wie geht es euch damit so ?

    Lieb Grüße Torsten

    Hallo Torsten,

    als ich noch Buddhist war haben mich Sutras meist gelangweilt (wegen ihrer verschwurbelnden Sprache), Kommentare dazu waren mir wichtiger. Lediglich die Suttas des Samyutta Nikaya haben mich aufgrund ihres analytischen Inhaltes längere Zeit beschäftigt.

    Es ist aber eine ganz normale Entwicklung, dass man der Schriften irgendwann überdrüssig wird. Spätestens das sollte dann der Anlass sein, der kontinuierlichen Kontemplation mehr Raum zu geben.

    Über das "warum" (warum man überhaupt angefangen hat) kann man viel spekulieren, der Buddhismus würde wohl sagen "Wegen dukkha".

    Während ich Überdruss als normal ansehe (irgendwann weiß man doch Bescheid, wozu also immer wieder das gleiche lesen?), ist für mich "Langeweile" aber kein gutes Zeichen.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

  • Monikamarie
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    • 2. Februar 2023 um 12:03
    • #5

    Genauso sehe ich das auch.

    Lieber Netsrot,

    es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, da habe ich alles verschlungen, um nicht vom Wege abzukommen. Aber es ist wie mit allen Wegen, wenn man sie oft genug gegangen ist, braucht man weder einen Kompass (s. die Wüstenvölker) noch eine Landkarte und Beschreibung. Dann ist die Zeit gekommen, das Gelesene und Gelernte endlich umzusetzen oder soviel Vertrauen zu haben, dass man von seinem "Un"-Wissen getragen wird.

    Mir ist sie in Fleisch und Blut übergegangen. Und wenn ich dann doch wieder das Bedürfnis habe, dann gebe ich dem nach. Es ist ja nichts für immer.

    Die Mönche und Nonnen einschließlich Buddha hatten nichts zum Lesen. Und da waren sowohl Anfänger als auch Stromeingetretene zusammen, Menschen mit großen und kleinen Fehlern.

    So wie beim Laufenlernen, schaun wir den Kleinen zu, wie sie sich immer wieder bemühen, Laufen oder sonstwas zu können.

    Lass die Sorge/Angst los, Fehler zu machen - falls das dahintersteckt.

    _()_Monika

  • Numisatojama
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    • 2. Februar 2023 um 12:07
    • #6

    Lieber Netsrot

    gerade wenn sehr viel Geld zur Verfügung steht kann die Lehre des Buddhas Früchte zeigen.

    Dhukka, Vergänglichkeit und Nicht-Selbst erkannt, bedeuten,

    das es nichts zu erreichen gibt was Heilung und Frieden gibt außer dem achtfachen Pfad zu folgen.

    Ob Überdruss, Trägheit, auch Mattheit sind dabei als das zu nehmen was sie sind ,Unheilsame Geistzustände.

    So gibt es immer wieder die unheilsamen oder eben die heilsamen

    Geistzustände.

    Solange sich Geist in der Dualität befindet.

    Der erleuchtet Buddha erlebt, wie ja auch viele seiner Anhänger, keine Dualität mehr.

    Eine universelle Bewusstseinsebene als Gemütszustand zu erreichen ist also jedem möglich und völlig frei als Wahl des inneren Friedens auch zu erreichen.

    Ein getreuer Mönch beschrieb einst;

    So wie die Flamme einer Oellampe vom Feuer bedingt brennt,

    so bedingt Wille Feuer.

    Mögen wir alle glücklich sein

    In Metta🙏

  • Netsrot
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    • 2. Februar 2023 um 13:04
    • #7
    Numi:

    Ob Überdruss, Trägheit, auch Mattheit sind dabei als das zu nehmen was sie sind ,Unheilsame Geistzustände.

    Hallo Numi,

    ja das alles sind Geisteszustände oder Faktoren ob diese nun heilsam ,unheilbar oder neutral sind ist egal, sie sind ja da . Darum geht es mir nicht . Mir geht es um den Alltag, denn der holt dich auf jeden Fall ein. "Ich“ (ich hoffe hier nicht hochmütig zu werden ) kann die wirkliche Zusammensetzung der oder dieser Welt in der Meditation sehen und doch bin ich gefangen . Hier gibt es dieses erdachte Konzept Ich. Ich komme immer mehr zur Überzeugung - lebe dein Leben wie es Ebene jetzt ist ,mach aus der momentanen Situation das beste was dir möglich ist, vergiss alle Lehren und behalte das tiefe Vertrauen in Gott welches dich sehen lässt -.Ein schönes Buch über dieses Thema welches mich hier umtreibt ist geschrieben von Kornfield Jack „ Nach der Erleuchtung Wäsche waschen“. Monikadie4 hat es schön gesagt mit_ „es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, da habe ich alles verschlungen, um nicht vom Wege abzukommen. Aber es ist wie mit allen Wegen, wenn man sie oft genug gegangen ist, braucht man weder einen Kompass (s. die Wüstenvölker) noch eine Landkarte und Beschreibung. Dann ist die Zeit gekommen, das Gelesene und Gelernte endlich umzusetzen oder soviel Vertrauen zu haben, dass man von seinem "Un"-Wissen getragen wird.„An der Stelle danke Monikadie4.

    Liebe Grüße Torsten

  • Numisatojama
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    • 2. Februar 2023 um 16:01
    • #8

    Na dann ist es ja ganz leicht

    lieber Thorsten, nicht wahr.

    Denn der Alltag dient allein dem Spirituellem Wachstum, als Umsetzung des Gelernten.

    In Metta🙏

  • Ratio
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    Buddh. Richtung
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    • 2. Februar 2023 um 17:05
    • #9

    Einfach mal Pause machen vom Buddhismus. Oder neues innerhalb des Buddhismus entdecken. Palikanon ist oft straubtrocken, da können Mahayana Sutren Abhilfe schaffen.

    Praxis auch mal verändern - statt "Leerheit" auch mal Mitgefühl kontemplieren oder mit Mantras arbeiten. Lebensgeschichten von Gurus/Lamas verfolgen - das bringt einem wieder Fokus und zeigt den Wert der buddh. Praxis. Das wären mal so paar Inspirationen, die mir geholfen haben.

  • mukti
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    • 2. Februar 2023 um 17:09
    • #10

    Viel Geld besiegt nicht alle Leiden, das hätte mich also nicht vom Buddhismus abhalten können. Manchmal fehlt mir auch der Antrieb, dann zwinge ich mich eben, weil ja schon klar ist dass es auf lange Sicht wirklich heilsam ist, einfach irgendwie dranzubleiben.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 2. Februar 2023 um 17:16
    • #11

    Hallo Netsrot , Torsten, schön von Dir zu hören!

    Meine Antwort kennst Du ja wahrscheinlich: Dann lass es halt und übe "nur" Bhavana.

    Dabei wirst Du vielleicht auch nebenbei herausfinden, ob Dich die Sutren wirklich langweilen, oder ob es sich um Widerstand handelt, im Sinne, wie Noreply geschrieben hat.

    Gutes gelingen!

    Aravind.

  • Numisatojama
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    • 3. Februar 2023 um 03:59
    • #12

    Im Refugium gibt es einen wunderschönen alten sehr großen Kamin.

    Wenn das Brenngut soweit heruntergebrannt ist das die Flammen vor lauter Verschlackung nicht mehr zu sehen sind, die Glut nur noch vor sich hin glimmert und kaum Hitze verbreitet dann gibt es nur eine Möglichkeit die Flammen erneut zu entfachen.

    Es muss die Luftklappe geöffnet werden.

    Dann, erst dann werden die Flammen durch den frischen Sauerstoff neu entzündet und können für weitere Wärme sorgen.

    In Metta🙏

  • SteFo
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    • 3. Februar 2023 um 09:49
    • #13
    Netsrot:
    Numi:

    Ob Überdruss, Trägheit, auch Mattheit sind dabei als das zu nehmen was sie sind ,Unheilsame Geistzustände.

    Hallo Numi,

    ja das alles sind Geisteszustände oder Faktoren ob diese nun heilsam ,unheilbar oder neutral sind ist egal, sie sind ja da . Darum geht es mir nicht . Mir geht es um den Alltag, denn der holt dich auf jeden Fall ein. "Ich“ (ich hoffe hier nicht hochmütig zu werden ) kann die wirkliche Zusammensetzung der oder dieser Welt in der Meditation sehen und doch bin ich gefangen . Hier gibt es dieses erdachte Konzept Ich. Ich komme immer mehr zur Überzeugung - lebe dein Leben wie es Ebene jetzt ist ,mach aus der momentanen Situation das beste was dir möglich ist, vergiss alle Lehren und behalte das tiefe Vertrauen in Gott welches dich sehen lässt -.Ein schönes Buch über dieses Thema welches mich hier umtreibt ist geschrieben von Kornfield Jack „ Nach der Erleuchtung Wäsche waschen“. Monikadie4 hat es schön gesagt mit_ „es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, da habe ich alles verschlungen, um nicht vom Wege abzukommen. Aber es ist wie mit allen Wegen, wenn man sie oft genug gegangen ist, braucht man weder einen Kompass (s. die Wüstenvölker) noch eine Landkarte und Beschreibung. Dann ist die Zeit gekommen, das Gelesene und Gelernte endlich umzusetzen oder soviel Vertrauen zu haben, dass man von seinem "Un"-Wissen getragen wird.„An der Stelle danke Monikadie4.

    Liebe Grüße Torsten

    Zunächst mal "Überdruss" kann auch als eine Form von nibbida (Abneigung und Ekel vor nama-rupa) gesehen werden. Denn das, wovon du überdrüssig bist, ist ja deine eigene Wahrnehmung (nama) von Geschriebenem (rupa). So gesehen wäre also der Überdruss eine wichtige Station auf dem Weg zu nibbana. Aber dies lässt sich natürlich im Hier und Jetzt nur so sehen, wenn man bereits eine Verbindung zu nibbana aufgenommen hat, es also stets kontempliert, bei allem was man wahrnimmt und empfindet (der Geist verweilt stets auf dem Ziel).

    Aus der Perspektive der Doktrin handelt es sich jedoch um falschen und also ignoranten Überdruss, wenn er dazu führt, dass man sich von der Doktrin ("Lehre Buddhas") abwendet. Rechter Überdruss (nibbida) hingegen führt zu einer Bestätigung der Doktrin und verleiht Energie auf dem Pfad in Richtung Ziel, welches über allem steht.

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

  • Metta
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    • 3. Februar 2023 um 11:13
    • #14

    Vielleicht bist du auch einfach mit dem Thema "Buddhismus" durch :)
    Es ist völlig richtig, du hättest dich nie damit beschäftigst, wenn da nicht ein gewisser Leidensdruck gewesen wäre. Die Stärke dieses Drucks wird u.a. dadurch bestimmt, was die Ausgangsfrage war. Manche müssen schwere Kindheitstraumata verarbeiten, andere hatten einfach Liebeskummer oder wiederholte Enttäuschungen zu bewältigen.
    Mein frühere Abt meinte: wenn die Leute dann eine Religion annehmen, halsen sie sich erstmal ein zusätzliches Problem auf. Und: Manche haben "es" hier nach 2-3, spätestens nach 7 Jahren begriffen, und manche begreifen es nie, die müssen hier dann aber auch raus. Bleibt noch der Abt, hahahaha.
    Also, es ist überhaupt nichts dabei, wenn du den religiösen Kram als gerade langweilig empfindest. Denk einfach mal darüber nach, ob du das Problem, das du ursprünglich hattest, jetzt noch hast und was übrig geblieben ist.
    Wenn du inzwischen gelernt hast, dass die Verinnerlichung der Silas die allermeisten Probleme eh aus der Welt schafft, dann hast du mehr begriffen als diejenigen, die ihr Leben lang auf "Erleuchtung" hoffen, oder es auf das "nächste" verschieben.

  • Noreply
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    • 3. Februar 2023 um 11:26
    • #15
    Metta:

    Also, es ist überhaupt nichts dabei, wenn du den religiösen Kram als gerade langweilig empfindest. Denk einfach mal darüber nach, ob du das Problem, das du ursprünglich hattest, jetzt noch hast und was übrig geblieben ist.

    Danke. Als der „religiöse Kram“ bei mir erledigt war, hab ich auch keine Lust mehr gehabt. Dann bin ich angefangen die Worte des Buddha selbst zu verstehen.

  • jo555555
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    Buddh. Richtung
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    • 3. Februar 2023 um 12:37
    • #16
    Ellviral:

    die Worte des Buddha selbst zu verstehen

    Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha

  • Noreply
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    • 3. Februar 2023 um 12:44
    • #17
    jo555555:
    Ellviral:

    die Worte des Buddha selbst zu verstehen

    Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha

    Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha

    Schlangenatem, Zauber des Todes und des Lebens, dein Omen des Machens.

    Wenn ich weiß, dass ich atme, lebe ich.

    Nicht die Skandha sind Kopflos, Ich bin Kopflos.

  • Noreply
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    • 3. Februar 2023 um 14:10
    • #18
    Ellviral:
    jo555555:
    Ellviral:

    die Worte des Buddha selbst zu verstehen

    Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha

    Anál nathrach, orth’ bháis’s bethad, do chél dénmha

    Schlangenatem, Zauber des Todes und des Lebens, dein Omen des Machens.

    Wenn ich weiß, dass ich atme, lebe ich.

    Nicht die Skandha sind Kopflos, Ich bin Kopflos.

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    Helmut ist sich sicher der Kopf zu sein. :party:

  • Sudhana
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    • 3. Februar 2023 um 14:53
    • #19
    Beitrag

    RE: Überlieferung

    […]

    Sehe ich auch so. Auf der anderen Seite, wenn der Dharma übend verifiziert wird, reduziert sich auch die Bedeutung der schriftlichen Tradition. Da kann dann nach 20 Jahren Praxis schon mal so was vorkommen:

    […]

    Kann ich verstehen. Um auf Dein Zitat von mir zu kommen und dies mit einem anderen etwas zu erläutern: "The map is not the territory" (Alfred Korzybski). Und die Sutras sind etwas großmaßstäblich. Ich habe mein Futter als Geodät verdient, da hat man die Übersichtskarte im…
    Sudhana
    3. Februar 2023 um 14:51

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Hajobo
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    • 3. Februar 2023 um 14:54
    • #20
    Netsrot:

    Ich habe einfach keinen " Bock" darauf, mich langweilt es einfach. [...] Hätte man viel Geld und alle Möglichkeiten der angenehmen schönen Sinnesablenkung , hätte man dann überhaupt damit angefangen sich mit Buddhismus zu beschäftigen ? Wie geht es euch damit so ?

    Lieb Grüße Torsten

    Null Bock kommt mir irgendwie bekannt vor. :)

    Viel Geld zu haben ist sicher kein wirklicher Anreiz, sich mit der Lehre des Buddha zu beschäftigen, es sei denn, daß sich Unzufriedenheit mit diesem Zustand einstellt, weil man merkt, daß es vielleicht doch einen Sinn im Leben gibt, den man mit Geld nicht finden kann.

    Vertraue einfach Dir selbst. Ich habe in meinem Leben immer wieder erfahren, daß die Türen, durch die ich gehen sollte, sich fast von selbst auftaten. Die verschlossenen, durch die ich unbedingt gehen wollte, führten meistens in die Irre. Mit anderen Worten: Wenn Buddhas Lehre für Dich richtig ist, führt Dich der Weg sowieso wieder dahin zurück, egal wie lange die Unterbrechung dauerte.

    Einer hat mal geschrieben: "Der Wahrheit treu sein heißt, nicht stehenbleiben wo man sie fand, sondern ihr mit festen Schritten folgen, wohin sie führt."

    Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß: Ein Ding und doch kein Ding, ein Pünktchen und ein Kreis. (Angelus Silesius)

  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 3. Februar 2023 um 16:08
    • #21

    Ich schätzte, man könnte Dukkha auch mit "Verdruss" übersetzten. Die Dinge sind verdriesslich - man kann letztendlich keine Befriedigung aus ihnen ziehen.

    Und da ist es ja leider so, dass buddhistische Sachen keine Ausnahmen bilden - auch sie sind verdrießlich. Nur die Praxis selber hilft. Nicht die Beschäftigung mit buddhistischen Dingen. Das ist frustrierend. Es wäre ja toll wenn es anders wäre; Wenn Sutren oder Belehrungen selber einfach einsickern würden und man, wenn da ein bestimmter Sättigungspunkt erreicht ist, passiert was. Aber das geht nicht

    Aber es bedeutet auch, dass es nichts hilft die buddhistischen Dingen sein zu lassen. Wenn man sich dann .ist andere. Dingen beschäftigen sind die genauso verdrießlich.

    Gerade Meditation bedeutet ja, dass man es sich so langweilig macht, wie es nur geht. Alles interessant bleibt außer Reichweite und nicht mal nachdenken darf man. Man öder sich selber so stark an, bis der Geist dazu übergeht sich selber zu überlisten.

    Von daher könnte der Verdruss mit buddhistischen Texten ja im besten Fall ein Ansporn hin zur Praxis sein.

  • Bernd
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    Vipassana
    • 4. Februar 2023 um 07:32
    • #22
    Hajobo:

    Vertraue einfach Dir selbst. Ich habe in meinem Leben immer wieder erfahren, daß die Türen, durch die ich gehen sollte, sich fast von selbst auftaten. Die verschlossenen, durch die ich unbedingt gehen wollte, führten meistens in die Irre.

    Danke für diese Worte

  • SteFo
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    • 4. Februar 2023 um 13:33
    • #23
    Metta:

    Wenn du inzwischen gelernt hast, dass die Verinnerlichung der Silas die allermeisten Probleme eh aus der Welt schafft, dann hast du mehr begriffen als diejenigen, die ihr Leben lang auf "Erleuchtung" hoffen, oder es auf das "nächste" verschieben.

    sila gemäß Buddhistischem Wörterbuch von NYANATILOKA:

    Zitat

    sīla

    'Sittlichkeit', ist die in Worten oder Werken sich äußernde edle Geistes-(cetasika) und Willensverfassung (cetanā). Sie bildet die Grundlage der ganzen buddhistischen Praxis und die erste von den 3 Schulungen (siehe sikkhā) oder den den achtfachen Pfad bildenden 3 Gebieten (siehe magga), nämlich Sittlichkeit, Sammlung, Wissen.

    Sīla ist nicht, wie es nach der negativen Ausdrucksweise der Suttentexte (,Abstehen' von verkehrten Worten und Werken usw.) erscheinen mag, etwa Negatives und besteht nicht in dem bloßen Nichtstattfinden von üblen Werken und Worten, sondern es ist das jedesmal klar bewußte und gewollte Sichzurückhalten davon aufgrund der gleichzeitig aufsteigenden edlen Willens- und Geistesverfassung.

    Die Sittlichkeit des Achtfachen Pfades gilt als die eigentliche oder 'natürliche' (pakati) Sittlichkeit, im Gegensatz zu der in äußeren Ordensvorschriften bestehenden sog. 'vorgeschriebenen' (pannatti) Sittlichkeit.

    »Was aber ist die karmisch heilsame Sittlichkeit (kusala-sīla)? Es ist heilsames körperliches Wirken (kāya-kamma), heilsames sprachliches Wirken (vacī-kamma), und auch die Reinheit hinsichtlich des Lebenserwerbes (ājīva) nenne ich Sittlichkeit.« (M.78).

    Vgl. magga (rechte Rede, rechte Tat, rechter Lebenserwerb). -

    Über die, 5, 8 und 10 Sittenregeln (sīla) siehe sikkhā-pada. Vgl. ferner cāritta- und vāritta-sīla.

    Die in Reinheit bestehenden und für den Mönch geltenden 4 Arten der Sittlichkeit (catu-pārisuddhi-sīla) sind:

    1. Zügelung gemäß der Ordenszucht,

    2. Sinnenzügelung,

    3. Reinheit hinsichtlich des Lebenserwerbs,

    4. die auf die Bedarfsgegenstände sich beziehende Sittlichkeit.

    1. Zügelung gemäß der Ordenszucht (pātimokkha-samvara-sīla; (siehe pātimokkha). »Da, ihr Mönche, verharrt der Mönch gezügelt hinsichtlich der Ordenszucht, ist vollkommen im Wandel und Umgang, und in den kleinsten Vergehen Gefahr erblickend, übt er sich in den auf sich genommenen Sittenregeln.«

    (A.V.87, A.V.109, A.V.114, usw.).

    2. Sinnenzügelung (indriya-samvara-sīla). »Erblickt da der Mönch mit dem Auge eine Form - vernimmt er mit dem Ohre einen Ton - riecht er mit der Nase einen Duft - schmeckt er mit der Zunge einen Saft - erkennt er im Geiste ein Objekt, so haftet er nicht an der Gesamterscheinung, nicht an den Einzelheiten. Und sofern in ihn, bei unbewachten Sinnen, Begehren und Kummer, üble, unheilsame Dinge eindringen möchten, so bemüht er sich die Sinne zu zügeln, hütet sie und gewinnt Herrschaft darüber.« (A.III.16; A.V.140 usw.)

    3. Reinheit hinsichtlich des Lebenserwerbs (ājīva-pārisuddhi-sīla). Für den Mönch besteht diese darin, daß er sich seinen Unterhalt nicht auf unvorschriftsmäßige Weise erwirbt. Vgl. magga (5).

    4. Auf die Bedarfsgegenstände sich beziehende Sittlichkeit (paccaya-sannissita-sīla). Diese besteht darin, daß der Mönch in der richtigen Gesinnung sich der vier Bedarfsgegenstände, wie Gewand, Almosenspeise, Lagerstatt und Arznei, bedient. Wie es heißt (z.B. M. 2): »

    • Gründlich erwägend bedient er sich des Gewandes, eben bloß zur Abwehr gegen Kälte und Hitze . . . -
    • Gründlich erwägend bedient er sich der Almosenspeise . . . eben bloß zur Stütze und Erhaltung dieses Körpers . . . -
    • Gründlich erwägend bedient er sich der Lagerstätte . . . eben bloß um die Wettergefahr fern zu halten und zum Zwecke, die Abgeschiedenheit zu genießen . . . -
    • Gründlich erwägend bedient er sich der Arzneimittel im Falle von Krankheiten, eben bloß um die aufgestiegenen, durch Krankheit bedingten Gefühle zu unterdrücken und um die vollkommene Leidlosigkeit zu erreichen.«

    Über die 4 Arten der Sittlichkeit s. ausführl. VisM.I ff.

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    Wobei ich den Wortlaut "die allermeisten Probleme eh aus der Welt schafft" von Metta als doch sehr "säkular inspiriert" auffasse und sich mir die Frage stellt, wo dabei die "gleichzeitig aufsteigende edle Willens- und Geistesverfassung" zu finden wäre. Sollte "Probleme aus der Welt schaffen" in diesem Leben denn der Endzweck sein von "Verinnerlichung der Silas"?

    mankind ... must act and reason and believe; though they are not able, by their most diligent enquiry, to satisfy themselves concerning the foundation of these operations, or to remove the objections, which may be raised against them [Hume]

    2 Mal editiert, zuletzt von SteFo (4. Februar 2023 um 13:43)

  • Netsrot
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    • 4. Februar 2023 um 21:05
    • #24
    Hajobo:
    Netsrot:

    Ich habe in meinem Leben immer wieder erfahren, daß die Türen, durch die ich gehen sollte, sich fast von selbst auftaten. Die verschlossenen, durch die ich unbedingt gehen wollte, führten meistens in die Irre. Mit anderen Worten: Wenn Buddhas Lehre für Dich richtig ist, führt Dich der Weg sowieso wieder dahin zurück, egal wie lange die Unterbrechung dauerte.

    Danke Hajobo für diese Worte . Ich glaube die sind sehr zutreffend. Ich habe mal versucht in meinem Beruf eine Führungsposition als Gruppenleiter zu übernehmen . Ich wurde vorsorglich abgelehnt ( vielleicht in kluger Voraussicht von Leuten die mich besser kannten als ich mich selber). Heute weis ich das sollte nicht sein . Ich bin gar nicht der Typ Mensch dafür, liegt mir einfach nicht anderen den Weg zu verordnen den sie zu gehen haben.

  • Metta
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    • 5. Februar 2023 um 03:40
    • #25
    Zitat

    SteFo: Wobei ich den Wortlaut "die allermeisten Probleme eh aus der Welt schafft" von Metta als doch sehr "säkular inspiriert" auffasse und sich mir die Frage stellt, wo dabei die "gleichzeitig aufsteigende edle Willens- und Geistesverfassung" zu finden wäre. Sollte "Probleme aus der Welt schaffen" in diesem Leben denn der Endzweck sein von "Verinnerlichung der Silas"?

    "Säkular inspiriert" mag auch sein, aber doch wohl eher durch meinen ersten Lehrer. Vielleicht hast du irgendwann mal "Dogen's Genjo Koan: Three Commentaries"" zur Hand, darin findet sich im Beitrag von Kosho Uchiyama sein Credo vom "ganz gewöhnlichem Mann (Frau)" 無名.

    Je länger ich "dabei" bin, desto klarer wird mir, dass dies schon alles ist. Wenn du so möchtest, hat sich darin dann auch die "edle Willens- und Geistesverfassung" manifestiert, ohne dass man sich dessen noch bewusstwerden muss (Genjokoan), das vergisst man einfach, damit vergisst man auch sich selbst.
    Jedes Pfadglied ist ja immer mit "sammā" (正) verknüpft, es wird zwar gemein mit "rechte/r" übersetzt, bedeutet aber gleichzeitig "vollkommene/r". Damit repräsentiert es gleichzeitig den ganzen Pfad.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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