Teure Seminare

  • Ich habe eine Frage, warum die Seminare so teuer sind. Wird mit Buddhismus Geld verdienen, den so sieht’s für mich aus. Nach Außen Leiden usw. verbreiten und nach innen schön abkassieren.

    Es gibt Lehrhänge von 300-700 Euro für 5 Tage manchmal sogar fürs Wochenende.

  • Ich habe eine Frage, warum die Seminare so teuer sind. Wird mit Buddhismus Geld verdienen, den so sieht’s für mich aus. Nach Außen Leiden usw. verbreiten und nach innen schön abkassieren.

    Es gibt Lehrhänge von 300-700 Euro für 5 Tage manchmal sogar fürs Wochenende.

    Was glaubst du wer das Leben ohne Arbeit bezahlt? Das Gejammer von Kosten, der Seminarveranstalter ist eine immer wirksame Lüge. Vergiss nicht, dass deine Spenden, neben den Seminarkosten, auch noch dazukommt, das ist für die am Hungertuch nagenden.

  • Um welche Kurse handelt es sich da und was ist inkludiert, Essen, Unterkunft?

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna

  • Wenn 20 Personen kommen bei 700 Euro, na ja schönes Verdienst…und das für paar Tage oder Wochenende

    Dalai Lama oder Buddhismus denkt anders darüber von den was ich gelesen. Bereicherung usw.

  • Ich habe eine Frage, warum die Seminare so teuer sind. Wird mit Buddhismus Geld verdienen, den so sieht’s für mich aus. Nach Außen Leiden usw. verbreiten und nach innen schön abkassieren.

    Es gibt Lehrhänge von 300-700 Euro für 5 Tage manchmal sogar fürs Wochenende.

    Angenommen ich will ein Zen Retreat mit Roshi X veranstalten. Dann muß ich nach einem Seminarhaus suchen und das verlangt dann vielleicht mit Verpflegung 60€-80€ im Schlafsaal. Dazu kommen dann noch die Anfahrtskosten. Da bin ich doch schnell bei 450 € pro Person, oder?

  • Und dann im Gruppenraum übernachten?

    Sorry jedes Kloster, Jugendherberge ist günstiger, erzählt was von Spenden möchten und nicht bereichern schlechte Karma usw. Ich sehe es anders.

    Ist die Ausübung des Buddhismus nur für Reiche? Sonst kannst nur alleine zu Hause es ausüben der es dich nicht leisten kann oder?

    Ich meine die die sich melden hier sind ausübende und haben durch Buddhismus eine Einnahmequelle gefunden. Ist ja zur Zeit modern und dann kann man abkassieren.

  • 300€ in 5Tagen, das sind 60€ am Tag. Finde ich jetzt nicht schlimm. Natürlich kommt es auch immer darauf an , was es dir Wert ist und was dafür geboten wird.

  • Ich suche Seminare und habe öfters übertriebene Preise für WE gesehen.

    Sorry es passt nicht zu dem was man machen möchte. Fühlt sich wie ne Abzocke.

    Ich mache einen auf „lasse mein altes Leben hinter mir, Geld ist nicht wichtig usw.“ - wird einen Vermittelt und dann überteuerte Preise.

    Aber wenn es keiner erwähnt, traut sich nicht dazu, dann läufts halt weiter.

    Bei WE für fast 300-500 Euro im Gruppenraum schlafen. Braucht mir keiner erzählen, das das Essen so teuer ist.

    - Ich konnte für 1800 Euro für 2 Wochen nach Indien fliegen. Dort im Hochgebirge im ZEN Kloster leben. Hatten jeden Tag Karate Training.

    Dort wollte keiner von den Mönchen von mir solche Beträge. Sondern Spenden


  • Möchtest Du bitte an dieser Stelle konkret werden und bud. Seminare nennen, die Deiner Ansicht nach überteuert sind, statt einfach nur pauschal rumzuschimpfen? Danke!

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna

  • Ich möchte niemanden direkt aufzählen oder nennen, da es diese Personen verletzen könnte.

    Ich wollte es einfach zum Thema machen, zum nachdenken anregen ob es so sein muss.

  • Ist die Ausübung des Buddhismus nur für Reiche? Sonst kannst nur alleine zu Hause es ausüben der es dich nicht leisten kann oder?

    Ich kann deine Empörung ein Stück weit nachvollziehen, weil ich auch der Meinung bin, dass die Vermittlung des Dharmas JEDEM zugänglich sein sollte, also auch Geringverdienern, Arbeitslosen, Rentnern usw. . Daher sollte die Unterbringung/Verpflegung nicht mehr kosten, als in einer Jugendherberge oder einer preiswerten Pension.


    Mir fällt noch unangenehm auf, dass es "Dana-Empfehlungen" bei Meditationskursen (Theravada) gibt, deren Höhe mich auch nachdenklich macht: 30 - 40 Euro pro Kursteilnehmer und Tag! (Selbstredend ZUSÄTZLICH zum Zimmer- und Verpflegungspreis. Gerne darf auch dem Seminarhaus noch gespendet werden und das Personal freut sich über Trinkgeld...)


    Diese freiwillige "Herzensgabe" setzt weniger Betuchte unter Druck: Gibt man weniger, fühlt man sich ev. beschämt/ bedrückt, hält man sich an die Empfehlung, übersteigt es u.U. die finanziellen Möglichkeiten.

    Viele werden dann wohl Abstand von der Buchung eines Kurses nehmen, was schade für alle Beteiligten ist...

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "Vergänglich sind alle Gebilde, strebet ohne Unterlass."

    (Buddha Shakyamuni, "letzte Worte")


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

  • ch möchte niemanden direkt aufzählen oder nennen, da es diese Personen verletzen könnte.

    Ich wollte es einfach zum Thema machen, zum nachdenken anregen ob es so sein muss.

    kann ich nachvollziehen, Manchmal ist es aber auch so, dass man anfragen kann ob es billiger geht, weil man nicht viel Geld hat. Und andere Seminarhäuser bieten unterschiedliche Preise an für untershciedlich eAngebote: Einzelzimmer, Doppelzimmer, Mehrbettzimmer, Schlafen im Zendo usw. --------Veganes Essen oder nicht, Allergie oder nicht, glutenfrei, laktosefrei usw.

    Das ist halt auch alles ein ziemlicher Aufwand und kostet Geld.

  • Seriöse Angebote bieten immer die Möglichkeit, dass Geringverdiener weniger oder manchmal auch nicht zahlen. Einfach nachfragen.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna

  • Seriöse Angebote bieten immer die Möglichkeit, dass Geringverdiener weniger oder manchmal auch nicht zahlen. Einfach nachfragen.

    Oder sich durch Arbeit zu beteiligen. Bei einem Retreat gibt es im Vorfeld genug zu tun, ein wenig auch während der Durchführung.


    Zum Thema Jugendherberge, ich habe hier gerade typische Preise von 50 bis 60 Euro pro Tag bei Vollpension gefunden, also das, was Du ( Bassaidai ) als Wucher empfindest. Ein großer Teil hierfür ist Verpflegung.


    Bei den Retreats, die ich besuche, gibt es immer Leute, die nicht viel Geld zu Verfügung habe. Dann wird eine Lösung gesucht.


    Liebe Grüße, Aravind.

    PS Herzlich willkommen, übrigens!

  • Ich habe eine Frage, warum die Seminare so teuer sind. Wird mit Buddhismus Geld verdienen, den so sieht’s für mich aus. Nach Außen Leiden usw. verbreiten und nach innen schön abkassieren.

    Es gibt Lehrhänge von 300-700 Euro für 5 Tage manchmal sogar fürs Wochenende.

    Buddhismus ist eine Religion und wurde in dieser Form vom Buddha nicht eingeführt, in jeder Religion ist Konsum kostenpflichtig. Dhamma des Erhabenen, Heiligen, vollkommen Erwachten dagegen ist absolut kostenfrei und wurde in alle moderne Sprachen übersetzt >>> suttacentral.net

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    ...seid euch selbst die Zuflucht ... die Lehre sei euch Zuflucht, habt keine andere Zuflucht (DN16)

  • Vermutlich weist du nicht, wie teuer der Unterhalt eines Seminarhauses ist. Bürokosten, Steuern, Unterhalt Umschwung, Personalkosten etc. Viele der Seminarhäuser kommen gerade mal so durch und sind auf zusätzliche Spenden angewiesen.

  • Vermutlich weist du nicht, wie teuer der Unterhalt eines Seminarhauses ist. Bürokosten, Steuern, Unterhalt Umschwung, Personalkosten etc. Viele der Seminarhäuser kommen gerade mal so durch und sind auf zusätzliche Spenden angewiesen.

    Sag ich doch: Religion ist teuer. Ich brauche den Kram nicht. Ich gehe am Kanal spazieren und schon ist "Gott" da.

    "Dreh einen Stein um und du findest mich."

    Wenn andere ein Haus Gottes benötigen, sollen sie es auch unterhalten.

  • Vermutlich weist du nicht, wie teuer der Unterhalt eines Seminarhauses ist. Bürokosten, Steuern, Unterhalt Umschwung, Personalkosten etc. Viele der Seminarhäuser kommen gerade mal so durch und sind auf zusätzliche Spenden angewiesen.

    Sag ich doch: Religion ist teuer. Ich brauche den Kram nicht. Ich gehe am Kanal spazieren und schon ist "Gott" da.

    "Dreh einen Stein um und du findest mich."

    Wenn andere ein Haus Gottes benötigen, sollen sie es auch unterhalten.


    Es gibt durchaus gute Gründe für eine intensive Zeit des Übens mit anderen. Für so einen zeitweiligen Rückzug bedarf es nunmal eine gewisse Infrastruktur, die auch Geld kostet.

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna

  • Das bezweifel ich nicht und bestätige dich sogar.

    Was glaubst du wie viel Geld und Arbeitszeit ich aufgewendet habe?

    Noch immer aufwende. Denn je weiter man kommt, je dünner und teurer werden die Schriften.

    Beispiel für die Beendung das Suchen im Judentum: Das letzte Büchlein über die Buchstaben kostete damals 50 DM für 6o Seiten, in sehr großer Schrift, hätte auch auf 4 DinA4 Seiten gepasst. Aber das war es. Hätte ich das vorher erwischt, wäre ich heute noch darin in der Kabbala.

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  • Der Aufwand an Unterkunft, Essen usw. muss halt bezahlt werden, für die Lehrer gibt man eine freiwillige Spende (dana). So wird das im Theravada gemacht und die Lehrer kommen nicht zu kurz. Es geht ja kaum jemand zu einer buddhistischen Veranstaltung um eine Haltung der Undankbarkeit zu kultivieren.

  • Hier mal ein Beispiel:

    Kamalashila Institut für buddhistische Studien und Meditation – Fünftägiges Mahamudra-Retreat – Shamatha 2, Viphashana 1 - Kamalashila Institut für buddhistische Studien und Meditation


    Wählt man ein Zimmer mit Dusche (30 € pro Nacht) und normale vegetarische Vollverpflegung (ohne glutenfrei u. ä.), so kommt man hier auf 518 €. Hierauf bekommt man eine Ermäßigung, so man Mitglied ist mit festem vierteljährlichem Beitrag (Mitgliedschaft gibt es in unterschiedlichen Stufen). Leidet man unter Geldknappheit, kann man das dezent besprechen und dann kriegt man auch eine Ermäßigung.


    Die Vollverpflegung ist dort sehr teuer geworden. Die haben da zwar einen super Koch, aber wenn man wie ich schon älter ist, dann isst man ja auch nicht mehr so viel, man müsste also der Völlerei frönen, um die teure Vollverpflegung ausnutzen zu können, aber dann fühlt man sich ja auch nicht mehr wohl.

    Daher (und noch aus einem anderen Grund, dem Hauptgrund*)) werde ich dort nicht mehr übernachten. Es gibt sehr nahebei im Dorf schöne Ferienwohnungen, durchaus auch zum gleichen Preis wie im Kamalashila-Institut, wo man nur ein Zimmer mit Dusche und Etagenklo hat für 30 € (und knarzenden Fußboden: toll, wenn die Mitbewohner nachts zum Klo müssen); also wenn man da mit dem Auto anreist und seine Vollverpflegung in die FeWo gleich mitbringt, dann ist das ideal und obendrein hat man seine Ruhe. Die Dorfbewohner freuen sich sehr, wenn sie vermieten können, denn ansonsten ist im Dorf nichts los.


    Was zusätzliche Spenden betrifft: Ich habe früher meistens "Spende allgemein" auf meine Überweisung geschrieben, aber das mache ich heute nicht mehr, heute schreibe ich z. B. drauf: "für neues Dach" oder "für neue Heizung" o. ä., da ich sonst Angst habe, dass das Geld für einen Zweck verbraucht wird, den ich nicht unterstützen will.


    *) Schaut bitte hier, unter "Rezensionen": kamalashila-institut rezension - Google Suche ich schreibe da meine Erfahrung unter dem Synonym "röhrling pilz".

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Ich vergaß noch hinzuzufügen, dass, wenn man ohne Kursus zum Übernachten kommt, es keinen Koch gibt. Daher haben sie dort für kurslose oder Langzeit-Gäste eine Selbstkocher-Küche eingerichtet.

    (Sonst versteht Ihr meine Rezension bei Google nicht)

    Verlange nicht, dass alles so geschieht, wie du es wünschest,
    sondern wolle, dass alles so geschieht, wie es geschieht,
    und es wird dir gut gehen.
    Epiktet

  • Ich vergaß noch hinzuzufügen, dass, wenn man ohne Kursus zum Übernachten kommt, es keinen Koch gibt. Daher haben sie dort für kurslose oder Langzeit-Gäste eine Selbstkocher-Küche eingerichtet.

    (Sonst versteht Ihr meine Rezension bei Google nicht)

    Nur damit ich das nicht falsch verstehe: Du bewertest ein buddhistisches Zentrum, dass Du in Anspruch nimmst, mit einem Stern bei Google, weil Dir die Küchenbenutzung nicht gepasst hat?


    Liebe Grüße, Aravind.