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Erleuchtung

  • jwh
  • 21. März 2023 um 14:30
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  • Aravind
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    • 20. April 2023 um 19:06
    • #101
    SpektrumRot:
    Ellviral:

    Das Erste ist, dass er selbst sich nie Buddha nennt und sich nicht darüber aufregt oder ärgert, wenn er Buddha genannt oder nicht so genannt wird.

    Das passt ja zu 99,99 % der Menschen :lol: :lol:

    Das hier ist Post 43. ??

    Gerne eine aktuelle Quelle von mir:

    Breathing is coupled with voluntary action and the cortical readiness potential - Nature Communications
    Voluntary action and free will have been associated with cortical activity, referred to as “the readiness potential” that precedes self-initiated actions by…
    www.nature.com

    Liebe Grüße, Aravind.

  • SpektrumRot
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    • 20. April 2023 um 19:09
    • #102

    Das sind doch genau diese Fragen, die man mit dem Alltagsbewusstsein, der Wahrnehmung unseren Vorstellungen usw. nicht genau beantworten kann ^^ :lol:

  • Igor07
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    • 20. April 2023 um 19:09
    • #103
    explorer19:

    Vielleicht schaust du dir mal den Thread zu "Relative und Absolute Wahrheit" an, dann verstehst du vielleicht, wie ich das mein.

    Die "relative" Wahrheit , aber,bleibt trotzdem bestehen. Wenn meine katze "absolut " .."leer " ist, also inhärent, innwohnend man kann die nichts vor-finden, nichts ver-orten, dann die frisst Mäuse sowieso, und das ist auch real, im Sinne, es wirkt.

    Wenn du aber versucht die eine "Wahrheit " gegen die andere auszuspielen, dann es heisst, du fasst die giftige Schlange nichts richtig, und die kann beissen, und zwar sogar töten. Das ist zu beiden wahrheiten ( zu be-acht-en). lieber explorer19 . :)

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • explorer19
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    • 20. April 2023 um 19:12
    • #104

    Aravind sorry, ich hatte mich schon gewundert "Postnummer" ich dachte Post, wie die Post die Briefe verteilt. Auf Seite 4 dieses Threads nach oben scrollen haha

  • explorer19
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    • 20. April 2023 um 19:26
    • #105
    Aravind:
    SpektrumRot:
    Ellviral:

    Das Erste ist, dass er selbst sich nie Buddha nennt und sich nicht darüber aufregt oder ärgert, wenn er Buddha genannt oder nicht so genannt wird.

    Das passt ja zu 99,99 % der Menschen :lol: :lol:

    Das hier ist Post 43. ??

    Gerne eine aktuelle Quelle von mir:

    https://www.nature.com/articles/s41467-019-13967-9

    Liebe Grüße, Aravind.

    Alles anzeigen

    Wieso die Quelle den freien Willen erklärt musst du erklären.

  • explorer19
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    • 20. April 2023 um 19:29
    • #106
    Igor07:
    explorer19:

    Vielleicht schaust du dir mal den Thread zu "Relative und Absolute Wahrheit" an, dann verstehst du vielleicht, wie ich das mein.

    Die "relative" Wahrheit , aber,bleibt trotzdem bestehen. Wenn meine katze "absolut " .."leer " ist, also inhärent, innwohnend man kann die nichts vor-finden, nichts ver-orten, dann die frisst Mäuse sowieso, und das ist auch real, im Sinne, es wirkt.

    Wenn du aber versucht die eine "Wahrheit " gegen die andere auszuspielen, dann es heisst, du fasst die giftige Schlange nichts richtig, und die kann beissen, und zwar sogar töten. Das ist zu beiden wahrheiten ( zu be-acht-en). lieber explorer19 . :)

    Es ist gefährlich so zu denken, da du damit irgendwie implizierst, dass man den Umständen nicht zu Grunde liegt und immer frei entscheiden kann, das als einzige Wahrheit anzunehmen, wäre ein großer Fehler. Anders herum wäre es aber auch ein Fehler, zu denken, man könnte gar nicht frei handeln und wäre nur den Umständen unterlegen. Man muss die relative und die absolute beide, in die eine Wahrheit mit einbeziehen.

  • Noreply
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    • 20. April 2023 um 19:37
    • #107
    explorer19:
    Ellviral:
    explorer19:

    Okay. Aber wie bist du dann ganz ohne Anleitung dahin gekommen, diesen Weg zu gehen? Weil Anleitungen wären ja schon wieder eine intellektuelle Beschreibung.

    Sehr viele Anleitungen zu dem Weg habe ich gelesen. Von „Esoterik“ bis „Buddha“, in allen Anleitungen steht das Gleiche. Über einige Jahrzehnte. Wenn man den Kreis der Anleitungen nicht durchbricht, erkennt man nie den heißen Brei, um den sie sich schützend und ablenkend legen. Nicht der heiße Brei schützt sich selbst, das kann er nicht, aber alle Anleitungen schützen ihn. Beispiel alle Worte des Buddha im ganzen Palikanon, wohlgemerkt die Worte des Buddha, nicht irgendwelcher Interpreten oder Schriftgelehrte, sind Anleitungen. Mann nennt sie auch geschickte Mittel. Alle Meister verwenden sie, nie hat einer etwas Wirkliches über das, worum sich alles dreht gesagt, kann er nicht, weil es nicht geht, weil es keinen Gedanken und kein Wort dafür gibt.

    Unmittelbare Erfahrung ist wortlos, das zu erkennen, dass da "Leere" ist, das ist der Stolperstein, den das Bewusstwerden schnell mit „Wissen“ verblendet.

    Ich muss echt lachen, denn das ist sehr eng am heißen Brei, und doch ist es so weit davon entfernt wie die Sonne von der Erde. :lol: :rofl: :nosee: :nospeak: :nohear:

    Ja, aber das ist doch schon ziemlich nah dran, oder nicht?

    Natürlich kann Theorie, die unmittelbare Erfahrung nicht ersetzen. Aber es gibt eben Worte, die eben das beschreiben, und es gibt eben Worte, die das so überhaupt nicht tun. Zum Beispiel wenn du dir D.T. Suzuki anschaust, oder Urs App, dass sind Intellektuelle, die ziemlich genau beschreiben können worum es geht und das nur mit dem Studium der Texte. Die Wissen aber auch, dass die unmittelbare Erfahrung, erst wirklich, den "Aha"-Moment auslöst.

    Aber es ist schon wichtig, sich Anleitung zu holen und man sollte nicht denken, dass die Worte alle keinen Wert hätten. Worte können das Segel wieder richtig ausrichten.

    Alles anzeigen

    Das solltest du dir noch einmal durchlesen, es ist sehr kompakt und deine Fragen sind darin beantwortet. Ohne Anleitungen kein Vermuten von unsagbarem.

  • explorer19
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    • 20. April 2023 um 19:43
    • #108

    Es war auch mehr eine Ergänzung zu deinem Text. :)

  • SpektrumRot
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    • 20. April 2023 um 19:51
    • #109

    Ich gebe jetzt einfach mal meinen Senf dazu.

    Der freie Wille ist sehr begrenzt, bzw. es ist eher eine Sichtweise.

    Weil so wie wir uns entscheiden hat was mit allem zutun, unsere Genetik, vorkonditionierung, die Umwelt die uns formt und lenkt usw.

    Wir können zwar sagen wir entscheiden uns ganz rational, aber unsere Entscheidungen werden dann trotzdem von unbewussten Prozessen und äußern Umständen beeinflusst.

    Das ist vielleicht veraltete Neurologie, aber man hat ja festgestellt das man sich vorher entscheidet im Gehirn, bevor es einem bewusst wird.

    Man kann sich ein Ziel setzten und daran arbeiten, dass man „selbst“ und die äußeren Umstände dieses nicht zu sehr beeinflussen.

    Es gibt auch eine andere Sache die ich gerne erwähnen würde. Manche Dinge passieren, auch das der Wille davon beeinflusst wird, weil man nichts dagegen machen kann, weil die vorher verursachten Umstände, keine Wahl lassen das es in diese Richtung fließt.

    „Man macht viel Mist, irgendwann explodiert es und man kann das nicht mehr kontrollieren etc. in diese Richtung…“

    Aber man kann durchaus dafür sorgen das es nicht dazu kommt das es in die Richtung fließt, das es außer Kontrolle gerät. Bzw. man kann vll manche Dinge nicht ändern, aber man kann durchaus sich weise entscheiden das es später in die richtige Richtung fließt.

    2 Mal editiert, zuletzt von SpektrumRot (20. April 2023 um 19:59)

  • Aravind
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    • 21. April 2023 um 19:58
    • #110
    explorer19:

    Wieso die Quelle den freien Willen erklärt musst du erklären.

    Hab ich nie behauptet. Es ging um Deine Behauptung, dass es wissenschaftlicher Konsens wäre, es gäbe keinen freien Willen, und das ist nicht richtig. Die ursprüngliche Deutung der Libet-Experimente ist schon seit Jahren kein wissenschaftlicher Konsens mehr.

    Aus buddhistischer Sicht finde ich das einfacher: Ohne freien Willen ist alles von Karma bestimmt, und somit gäbe es auch keine Überwindung von "altem" Karma und kein Erwachen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • explorer19
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    • 21. April 2023 um 20:20
    • #111
    Aravind:
    explorer19:

    Wieso die Quelle den freien Willen erklärt musst du erklären.

    Hab ich nie behauptet. Es ging um Deine Behauptung, dass es wissenschaftlicher Konsens wäre, es gäbe keinen freien Willen, und das ist nicht richtig. Die ursprüngliche Deutung der Libet-Experimente ist schon seit Jahren kein wissenschaftlicher Konsens mehr.

    Aus buddhistischer Sicht finde ich das einfacher: Ohne freien Willen ist alles von Karma bestimmt, und somit gäbe es auch keine Überwindung von "altem" Karma und kein Erwachen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Also deine Quelle ist mir sehr fraglich. Bestätigt sie nicht eher, dass es keinen freien Willen gibt? Wissenschaftlicher Konsens ist es zumindest für viele Wissenschaftler. Für alle anscheinend nicht. Wenn einem die wissenschaftliche Seite interessiert, findet man da im Internet genug zu, auch unabhängig vom Libet-Experiment. Die SRF-Sternstunde hatte z.B. einige Physikalisten da, sehr interessant.

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    • 17. Mai 2023 um 23:22
    • #112

    Heute haben mich zwei Bekannte die ich gelesen habe, daran erinnert worum es eigentlich geht bei der Geist- Schulung. Es ist das Ziel innerlich im Frieden sein zu können unabhängig von den äußeren Umständen.

    Obwohl ich viele Vorträge angehört habe, haben mich fast alle nicht daran erinnert, dass es darum geht. Es wurde viel geredet, aber man könnte das auch einfach so erklären : Es geht darum innerlich friedlich zu bleiben, gelassen zu bleiben, egal was um einen herum passiert.

    Innerlich leicht zu sein, innerlich immer zu lächeln. Würdet ihr das auch so erklären ?

    Man wäre aber nicht gleichgültig Leiden gegenüber dennoch im Frieden damit, könnte man das so nennen ?

    LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • mukti
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    • 18. Mai 2023 um 00:11
    • #113
    Rigpa:

    Es geht darum innerlich friedlich zu bleiben, gelassen zu bleiben, egal was um einen herum passiert.

    Innerlich leicht zu sein, innerlich immer zu lächeln. Würdet ihr das auch so erklären ?

    Man wäre aber nicht gleichgültig Leiden gegenüber dennoch im Frieden damit, könnte man das so nennen ?

    Das könnte man schon so nennen finde ich. Wenn man nichts von dem was entsteht und vergeht als Ich oder mein betrachtet, kann man wohl bei allem was passiert friedlich und gelassen bleiben.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 18. Mai 2023 um 03:04
    • #114
    Rigpa:

    Es geht darum innerlich friedlich zu bleiben, gelassen zu bleiben, egal was um einen herum passiert.

    Innerlich leicht zu sein, innerlich immer zu lächeln. Würdet ihr das auch so erklären ?

    Ja und nein. Gleichmütig und liebevoll. Egal, was um einem herum *und was in Deinem Inneren* passiert.

    Aber inneren Frieden muss man nicht üben. Er ist der Zustand, der da ist, wenn Du Deine Anhaftungen los lässt.

    Deshalb ist es kein Wunder, dass er nicht so oft explizit in

    Anleitungen vor kommt. Man setzt sich nicht hin und kultiviert inneren Frieden. Sondern man beobachtet, nimmt and und lässt los.

    Trotzdem gut, sich ab und zu sich daran zu erinnern.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • mukti
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    • 18. Mai 2023 um 09:14
    • #115
    Aravind:

    Man setzt sich nicht hin und kultiviert inneren Frieden. Sondern man beobachtet, nimmt and und lässt los.

    Wie meinst du das, "man nimmt an"? Wird man durch annehmen oder ablehnen nicht in das Beobachtete involviert?

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
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    • 18. Mai 2023 um 09:48
    • #116
    Rigpa:

    Heute haben mich zwei Bekannte die ich gelesen habe, daran erinnert worum es eigentlich geht bei der Geist- Schulung. Es ist das Ziel innerlich im Frieden sein zu können unabhängig von den äußeren Umständen.

    Obwohl ich viele Vorträge angehört habe, haben mich fast alle nicht daran erinnert, dass es darum geht. Es wurde viel geredet, aber man könnte das auch einfach so erklären : Es geht darum innerlich friedlich zu bleiben, gelassen zu bleiben, egal was um einen herum passiert.

    Innerlich leicht zu sein, innerlich immer zu lächeln. Würdet ihr das auch so erklären ?

    Man wäre aber nicht gleichgültig Leiden gegenüber dennoch im Frieden damit, könnte man das so nennen ?

    LG

    Ich bin nur Ich und jeder Geist ist flach wie die Oberfläche des Ozeans, jeder Welle auf dieser Fläche ist entweder durch den Wind der GedankenStürme von außen und innen oder durch Erdbeben verursacht.

    Die Oberfläche, Meine Gedanken, mein Ich sein, müssen lernen, was die Ursache dieser Störung der Glattheit der Oberfläche verursacht und sie vermindern, bis der Geist wieder flach ist.

    Gegen Erdbeben, Erschütterungen des Körperlichen, Geburt, Krankheit, Altern, Sterben kann nichts als Heilung getan werden, die des GedankenSturms können sehr wohl beendet werden.

    Die Übung der Heilung der Erschütterungen durch Erdbeben heilt ist die Versenkung im Zazen/, nur sitzen, nur liegen, nur stehen, nur gehen.

    Die Übung der Heilung der GedankenStürme ist die Achtsamkeit auf die eigene Aufmerksamkeit, die Kontemplation. Sitzen ist hier nicht notwendig, kann aber hilfreich sein, wenn die Emotionalität körperliche Unruhe erzeugt.

  • Monikamarie
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    • 18. Mai 2023 um 10:32
    • #117

    Guten Morgen Rigpa,

    der innere Frieden, die Fähigkeit, sich von Aussen nicht reizen zu lassen, sind die Früchte der Geistesschulung. Deshalb sprach der Buddha auch von Entreizung.

    Die Achtsamkeit, die Aufmerksamkeit auf unsere Gedanken, Gefühle und folgende Handlungen bzw. die Konsequenzen durch wachsendes Begreifen der Lehre, ist diese Schulung - egal wo, ob auf dem Kissen oder mitten im Alltagsgeschehen.

    Ist jetzt mein Ego im Vordergrund, was will ich ???

    Oder kann ich mich davon lösen ... zum Beispiel.

    _()_ :heart:

  • Hingabe
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    • 18. Mai 2023 um 12:11
    • #118
    Aravind:

    Aber inneren Frieden muss man nicht üben. Er ist der Zustand, der da ist, wenn Du Deine Anhaftungen los lässt.

    Danke. Das meine ich mit Ziel. Monika nennt es die Frucht. Die Frucht der Geistes- Schulung.

    Du hast es gut erklärt wie er entsteht.

    Aravind:

    Man setzt sich nicht hin und kultiviert inneren Frieden. Sondern man beobachtet, nimmt and und lässt los.

    Danke. Es ist das Ziel, es ist nicht eine Übung, so kann man das erklären, das meinst du ?

    Man wird leer, man lässt los... andere konnten das besser erklären, was dann geschieht. Das ist Meditation, das nicht mehr anhaften würde ich sagen.

    Monikadie4.:

    der innere Frieden, die Fähigkeit, sich von Aussen nicht reizen zu lassen, sind die Früchte der Geistesschulung.

    Danke. Ich sagte dazu Ziel, aber Frucht ist dasselbe, finde ich. Eine Pflanze hat als Ziel Früchte zu bilden. :)

    LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • Aravind
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    • 18. Mai 2023 um 13:07
    • #119
    mukti:
    Aravind:

    Man setzt sich nicht hin und kultiviert inneren Frieden. Sondern man beobachtet, nimmt and und lässt los.

    Wie meinst du das, "man nimmt an"? Wird man durch annehmen oder ablehnen nicht in das Beobachtete involviert?

    Tippfehler mitten in der Nacht. :) Danke für den Hinweis!

    "Sondern man beobachtet, nimmt an, was man sieht, und lässt los."

    Zitat

    Wird man durch annehmen oder ablehnen nicht in das Beobachtete involviert?

    Ja, wenn man nicht bedingungslos annimmt, egal, ob es einem passt, oder nicht.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • Aravind
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    • 18. Mai 2023 um 13:09
    • #120
    Rigpa:

    Es ist das Ziel, es ist nicht eine Übung, so kann man das erklären, das meinst du ?

    Ja, wobei mir @Monikadie4.'s Frucht auch viel besser gefällt als Ziel.

  • Noreply
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    • 18. Mai 2023 um 13:41
    • #121

    Das Problem ist, das man die Frucht erreichen kann, ohne einen Finger zu rühren, heißt auch nur zuhören.

    Doch weiß man noch nicht, wie man diese Frucht nutzen kann.

    Man glaubt sich ernährt, im Frieden, aber er vergeht.

    Was ist die Frucht und warum vergeht ihr ernähren? Unwichtig!

    Wie kann ich mich wieder in Frieden bringen?

    Nimm Wirkliches in deine Hand und betrachte es ohne irgendeinen Gedanken an Frucht.

  • Monikamarie
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    • 18. Mai 2023 um 15:21
    • #122

    Wenn die Frucht tatsächlich das Ergebnis von Geistesschulung ist, dann hört diese natürlich nicht auf, nur weil der Frieden mal gestört wurde.

    So jemand lehnt sich nicht mehr zurück und denkt "geschafft".

    Ja, es ist gut, ohne einen Gedanken daran weiterzumachen. Aber das sind Anfängerprobleme. Wer genug Erfahrungen damit hat, wird sich weiterschulen, denn er/sie weiss ja, dass "das Haus brennt".

    _()_

  • mukti
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    • 18. Mai 2023 um 16:08
    • #123
    Aravind:
    Zitat

    Wird man durch annehmen oder ablehnen nicht in das Beobachtete involviert?

    Ja, wenn man nicht bedingungslos annimmt, egal, ob es einem passt, oder nicht.

    Liebe Grüße, Aravind.

    Alles klar, so sehe ich das auch.

    Mit Metta, mukti.


  • Aravind
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    • 18. Mai 2023 um 17:43
    • #124
    mukti:
    Aravind:

    Ja, wenn man nicht bedingungslos annimmt, egal, ob es einem passt, oder nicht.

    Liebe Grüße, Aravind.

    Alles klar, so sehe ich das auch.

    Dummerweise ist das der schwierige Part... :) (:

  • Igor07
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    • 18. Mai 2023 um 18:17
    • #125
    Aravind:

    Ja, wenn man nicht bedingungslos annimmt, egal, ob es einem passt, oder nicht.

    Hi, Aravind .

    Ich gehe noch tiefer. Wie kann ich etwas "bedinungslos" akzeptieren ( via "annehmen"), was ich nichts sehen ( wahr-nehmen) kann? Die sehr tief sítzende "Anusaya" ("Asava"), die sich nur später als Kilesa manifestieren, man kann nur durch sehr intensives Geistige Training durchzuschauen, bestimmt nichts rein intellektuell, oder rational, wenn man sogar Bescheid darüber weiss. Hier die Priorität der Praxis ist unverzichtbar. Ansonsten wir zerreden den Buddhismus in die reine und trockende Philosophie.

    Was meinen "Ego" nichts passt, das entweder ich verdränge oder rationalisiere, aber direkt die Wurzeln zu sehen, das ist das schwierigste.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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