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Fleischkonsum und Buddhismus

  • CobraCain
  • 9. Mai 2023 um 22:58
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    • 17. Mai 2023 um 23:14
    • #101

    Meine Meinung war oft und ist es immer noch manchmal, dass wenn alle nicht in so kalten Gefilden leben würden, so hätten sie immer genug Früchte, Gemüse zu futtern und müssten keine Tiere töten zum essen. Hier wächst im Winter noch manches Kraut und man kann auch Vorräte anlegen, aber dadurch dass es so kalt wird ( relativ kalt im Gegensatz zB zu Arktis ), braucht man mehr Energie und Fett, würde ich sagen und braucht daher das Fleisch. Es kann auch sein, dass man nur von Nüssen, Getreide, ein paar Äpfeln, Kartoffeln und eingemachten Gemüse leben kann im Winter. Hm ja, eigentlich wenn ich mir das so überlege, ist auch das kein Problem, man kann Vorräte anlegen für den Winter.

    Doch es ist möglich. Aber vegan, das ist schon schwer, aber sicherlich auch möglich. Wo ein Wille ist, ist ein Weg. Es ist eine Übungssache würde ich sagen, so eine Ernährungsumstellung.

    Wie Sudhana schon sagte hier, man sollte sich zu Anfang kleinere Ziele stecken.

    Vegan im Winter ist sicher auch möglich. Hauptsache man kommt an Fett, da gäbe es die Pflanzenöle. Mehl kann man lagern, Gemüse einlegen, Obst einlegen und ein paar Kräuter wachsen selbst im Winter ( hier in DE ).

    Nicht so schön, dass das Thema etwas abkam und mehr in Denken von Gesundheit ging.

    Aber so ein Geschwafel und Gelabber habe ich jetzt auch mal da gelassen.

    Es ist wohl schon möglich sich vegan oder vegetarisch auch in kalten Gefilden zu ernähren.

    Dann müssen sich die Menschen Öle pressen aus Pflanzen, zB aus Getreide.

    LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    Einmal editiert, zuletzt von Hingabe (17. Mai 2023 um 23:30)

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    • 18. Mai 2023 um 03:41
    • #102

    Vegane Ernährung scheint etwas für Leute zu sein, die etliche Zeit und Mühe in Närstoffkunde, Kochrezepte und solche Dinge investieren. Ich kann es krankheitsbedingt leider nicht. Trotzdem versuche ich mich aus ethischen Gründen seit kurzer Zeit in veganer Ernahrung. Ich esse jetzt nur noch das allgemeine Standardgemüse, das auch im Supermarkt um die Ecke in den Auslagen zu und als Tiefkühlkost zu haben ist auf. Zusammen mit Nüssen und Obst, Senf, Magarine, Vollkornbrot und pflanzlichem Speiseöl.. So, wie es mein Geldbeutel eben so her gibt. Mal sehen, ob das so auf Dauer funktioniert.

  • TinyNight13076
    Gast
    • 18. Mai 2023 um 05:27
    • #103

    Noch ein paar Erfahrungen und Gedanken von mir zu diesem Thema :

    Jedes Mal wenn ich mein schnitzel, oder meinen veganen Burger genieße, und vielleicht während dem Essen leckere zukünftige Mahlzeiten plane, kreiere ich gerade eine "Wiedergeburt",wo ich auch mit den Konsequenzen dieses "wiederwerdens" leben muss.

    Möge mir diese Nahrung Kraft geben für die Praxis.

    Möge diese Nahrung die heilsamen Qualitäten in mir nähren.

    Noch auf der Toilette kann man sich das Ergebnis dieser leckeren Speisen ansehen.

    Ist das in der Schüssel immer noch so verlockend, dass ich viel Geld, ein paar tote Tiere und Zeit dafür investieren möchte?

    Meiner Meinung nach ist der Buddha noch ein wenig weiter gegangen.

    Er hat mir gezeigt, dass das was während des Essens passiert, entweder neues Leiden, oder einen Weg in die Freiheit bieten kann.

    Auf der einen Seite wendet man sich der buddhistischen Lehre zu, weil etwas nicht passt und vielleicht sogar weh tut, und auf der anderen Seite, sieht, richt, fühlt man nicht die Gefahr von diesem vermeintlich leckerem Essen.

    Du kannst dich vegetarisch ernähren?

    Super!

    Vielleicht lebst du sogar Vegan.., gewaltig!

    Aber wenn dir klar wird, was Essen auch bedeuten kann (Krankheit, Alter, Tod, Trennung von allem was dir lieb ist usw) dann kannst du diese Speisen in Dankbarkeit und in Freiheit einnehmen.

    Es riecht nicht gut und schlecht, es schmeckt nicht gut und schlecht, es sieht nicht gut oder schlecht aus.

    Wenn da keine Abneigung und Zuneigung mehr ist, die dein Herz fesselt, dann isst man wie ein Buddha, dann isst man zum ersten mal als ein freier Mensch.

    Auch wenn es komisch klingt, aber wenn man das gesehen und geschafft hat, dann hat man wirkliches Mitgefühl entwickelt.

    Guten Morgen!

    Mögen wir alle Frieden finden!

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    Thorsten Hallscheidt
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    • 18. Mai 2023 um 08:36
    • #104

    Wenn alle Menschen in den Industrienationen (vor allem die mit unterem-mittlerem bis hin zu gutem und sehr gutem Einkommen) von dem schädlichen, was sie tun und verursachen (Fleisch essen, Flugreisen, Autofahren, Konsum von Billig- und Wegwerfwaren, u.s.w.) nur noch die Hälfte täten, wäre das ein gewaltiger Fortschritt für Natur und Artenschutz.

    Man muss nicht unbedingt auf alles verzichten. Es bringt schon viel, alles maßvoller zu tun, mit mehr Achtung vor den Produkten, mit mehr Bewusstsein für ihre Herkunft, für die Menschen, die sie herstellen, für die Bedingungen, unter denen sie erzeugt werden, und für die Folgen für Umwelt, die Produktion, Nutzung und Verbrauch hervorrufen.

    In den 70er Jahren lag das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) in Deutschland bei der Hälfte des derzeitigen BIP. Er ging den meisten Menschen damals nicht besser und nicht schlechter als heute:

    Zitat
    Kein Zurück in die Steinzeit
    Diese klimaneutrale Konsumwelt klingt vielleicht romantisch und nach alten Zeiten, aber eine Rückkehr in die Vormoderne ist nicht gemeint. Auch die Degrowth-Bewegung schätzt die Maschinen, die der Kapitalismus entwickelt hat und die das Leben so bequem machen. Waschmaschinen, Computer und Internet sollen bleiben. Niemand muss fürchten, dass wir „wieder in der Steinzeit landen“ und „in Höhlen wohnen“, wenn der Kapitalismus endet.

    Dies zeigt bereits eine kleine Rechnung: Würden wir auf die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung verzichten, wären wir immer noch so reich wie 1978. Auch damals ließ es sich gut leben. Es war das Jahr, als Argentinien Fußballweltmeister wurde und der erste Teil von „Star Wars“ in den Kinos lief. Es gab zwar keine „Flugmangos“ aus Peru, aber wir waren so zufrieden wie heute.

    Es fehlt die Brücke aus der dynamischen Gegenwart in eine statische Zukunft

    Eine ökologische Kreislaufwirtschaft wäre also möglich. Doch wird diese Vision meist mit dem Weg verwechselt. Das Ziel soll zugleich der Übergang sein. Nur selten wird gefragt, wie man eigentlich aus einem wachsenden Kapitalismus aussteigen soll, ohne eine schwere Wirtschaftskrise zu erzeugen und Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Es fehlt die Brücke aus der dynamischen Gegenwart in eine statische Zukunft.

    Quelle

    Es muss die Einsicht entstehen, dass dieses "zu-Viel" des zeitgenössischen Lebens kein "Mehr" an Glück oder Zufriedenheit bringt. Weniger Raum, weniger Konsum, weniger Reisen, weniger Mobilität, weniger Fleisch, etc... wird anfangs weh tun. Dafür werden wir aber wieder eine freundlichere Perspektive für uns und unsere Nachkommen auf diesem Planeten bekommen.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (18. Mai 2023 um 08:42)

  • Noreply
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    • 18. Mai 2023 um 08:51
    • #105
    Bernd:

    Es gibt ein paar Gründe, Fleisch zu essen:

    Kultur: Das Wiener Schnitzel. Das Gulasch.

    Bequemlichkeit: Ich hab es immer so gemacht.

    Ausreden: Bio Tiere. Denen geht es eh so gut.

    Herausreden: Die Pflanzen haben auch Gefühle.

    Fazit: Schlussendlich gibt es keinen Grund, nicht vegan zu leben. Ausser die eigene Bequemlichkeit.

    Alles anzeigen

    Zum Thema Bequemlichkeit: Als Koch weiß ich, dass vegetarisch essen wesentlich weniger Arbeit erfordert. Darum habe ich als Koch vegetarisch gelebt, weil ich einfach zu faul war, mir auch noch ein Stück Fleisch zu machen. Dafür brauch ich einen zweiten Topf oder eine Pfanne.

    UND: Bei einem Teller Gemüse, Kartoffeln und Spiegelei hatte ich keine bösen Blicke eines Lokalbesitzers zu befürchten. Intervallfasten ist nichts Besonderes, wenn man einen Chef hat, der verbietet aus seiner Küche etwas zu essen. Leitungswasser wird zum Normalgetränk, wenn man Besonderes bezahlen muss.

    Nein, das ist nicht sich unterwerfen, das ist persönliches Leiden, Ärger, Hass, Verlangen vermindern. Denn um nur Koch sein können, gibt es kaum Kraft sich gegen die Vorstellungen der Mitmenschen zu wehren, sie wollen aber ernährt werden, womit sie ernährt werden wollen ist ihren Vorstellungen genug.

  • Noreply
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    • 18. Mai 2023 um 09:00
    • #106
    Rigpa:
    Igor07:

    Dieses Buch ist bestimmt hilfreich. Werde ich im Hinterkopf behalten. Danke.

    Wenn du es liest, egal welches, beachte dein Denken! Erkenne die esoterischen Vorstellungen des Autors, falle nicht auf Glauben herein, prüfe es mit der kalten Wissenschaft der Medizin. Vegetarisch leben ist einfach nur essen, was du ohne Gier zu dir nehmen kannst und du solltest alles das genießen. Da kann sogar Fleisch dabei sein, wenn du Bock drauf hast. Lese genau und du wirst es erkennen.

  • Monikamarie
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    • 18. Mai 2023 um 10:17
    • #107
    Thorsten Hallscheidt:

    Wenn alle Menschen in den Industrienationen (vor allem die mit unterem-mittlerem bis hin zu gutem und sehr gutem Einkommen) von dem schädlichen, was sie tun und verursachen (Fleisch essen, Flugreisen, Autofahren, Konsum von Billig- und Wegwerfwaren, u.s.w.) nur noch die Hälfte täten, wäre das ein gewaltiger Fortschritt für Natur und Artenschutz.

    Man muss nicht unbedingt auf alles verzichten. Es bringt schon viel, alles maßvoller zu tun, mit mehr Achtung vor den Produkten, mit mehr Bewusstsein für ihre Herkunft, für die Menschen, die sie herstellen, für die Bedingungen, unter denen sie erzeugt werden, und für die Folgen für Umwelt, die Produktion, Nutzung und Verbrauch hervorrufen.

    In den 70er Jahren lag das Brutto-Inlands-Produkt (BIP) in Deutschland bei der Hälfte des derzeitigen BIP. Er ging den meisten Menschen damals nicht besser und nicht schlechter als heute:

    Zitat
    Kein Zurück in die Steinzeit
    Diese klimaneutrale Konsumwelt klingt vielleicht romantisch und nach alten Zeiten, aber eine Rückkehr in die Vormoderne ist nicht gemeint. Auch die Degrowth-Bewegung schätzt die Maschinen, die der Kapitalismus entwickelt hat und die das Leben so bequem machen. Waschmaschinen, Computer und Internet sollen bleiben. Niemand muss fürchten, dass wir „wieder in der Steinzeit landen“ und „in Höhlen wohnen“, wenn der Kapitalismus endet.

    Dies zeigt bereits eine kleine Rechnung: Würden wir auf die Hälfte unserer Wirtschaftsleistung verzichten, wären wir immer noch so reich wie 1978. Auch damals ließ es sich gut leben. Es war das Jahr, als Argentinien Fußballweltmeister wurde und der erste Teil von „Star Wars“ in den Kinos lief. Es gab zwar keine „Flugmangos“ aus Peru, aber wir waren so zufrieden wie heute.

    Es fehlt die Brücke aus der dynamischen Gegenwart in eine statische Zukunft

    Eine ökologische Kreislaufwirtschaft wäre also möglich. Doch wird diese Vision meist mit dem Weg verwechselt. Das Ziel soll zugleich der Übergang sein. Nur selten wird gefragt, wie man eigentlich aus einem wachsenden Kapitalismus aussteigen soll, ohne eine schwere Wirtschaftskrise zu erzeugen und Millionen Menschen in die Arbeitslosigkeit zu schicken. Es fehlt die Brücke aus der dynamischen Gegenwart in eine statische Zukunft.

    Quelle

    Es muss die Einsicht entstehen, dass dieses "zu-Viel" des zeitgenössischen Lebens kein "Mehr" an Glück oder Zufriedenheit bringt. Weniger Raum, weniger Konsum, weniger Reisen, weniger Mobilität, weniger Fleisch, etc... wird anfangs weh tun. Dafür werden wir aber wieder eine freundlichere Perspektive für uns und unsere Nachkommen auf diesem Planeten bekommen.

    Alles anzeigen

    Dem kann ich nur zustimmen. Ganz im Gegenteil. Denn als alleinerziehende Mutter kam ich sehr gut zurecht, konnte verreisen und gesund leben. Meine Tochter war mit 3 im Turn- und mit 8 im Schwimmverein ...

    Ich habe immer wieder, auch damals, den Eindruck, dass die Wahrnehmung nicht stimmt und die Dankbarkeit fehlt.

    _()_

  • Igor07
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    • 18. Mai 2023 um 12:14
    • #108

    So meinte ich, eigentlich, egal wo es war:

    Facebook

    Das Link sollte finktionieren:" Hinrichtung durch gekochtes Fleisch".

    Ob es im alten Rom gab oder in China, es mir echt egal.

    Auch dieser Beitrag ist mir egal.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 18. Mai 2023 um 12:16
    • #109
    Thorsten Hallscheidt:

    Es muss die Einsicht entstehen, dass dieses "zu-Viel" des zeitgenössischen Lebens kein "Mehr" an Glück oder Zufriedenheit bringt. Weniger Raum, weniger Konsum, weniger Reisen, weniger Mobilität, weniger Fleisch, etc... wird anfangs weh tun. Dafür werden wir aber wieder eine freundlichere Perspektive für uns und unsere Nachkommen auf diesem Planeten bekommen.

    Soweit ich das sehe, ist das alles schon im vollen Gange, wird die Welt ( genauer der Mensch ) darauf vorbereitet, dahingeschubst.

    Ok, die Einsicht oder Verzichten wollen ist bei manchen nicht da, sie werden nun dahin geschubst.

    ( Von der Politik )

    Elektroautos gefördert, überall fahren sie jetzt mit E- Scootern, wahrscheinlich darum weniger mit dem Auto ??? Wobei Strom herzustellen eben auch auf die Natur geht, auf die Ressourcen.

    Dadurch das ja nun die Lebensmittel teurer sind, kaufen die Menschen ( ich auch ) auch nicht mehr zu viel, sie kaufen nun bewusster, nicht so wie das früher oft war, dass viele Lebensmittel zu Hause verrotteten und weg geschmissen wurden.

    Also das ist doch eine gute Entwicklung. :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



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    • 18. Mai 2023 um 12:29
    • #110
    Igor07:

    So meinte ich, eigentlich, egal wo es war:

    https://m.facebook.com/A.V.Trehlebov1…=3&locale=de_DE

    Das Link sollte finktionieren:" Hinrichtung durch gekochtes Fleisch".

    Ob es im alten Rom gab oder in China, es mir echt egal.

    Auch dieser Beitrag ist mir egal.

    Ich sehe es als Teil von rechter Rede an, dass man nicht einfach daherreden, sondern dass das was man sagt "Hand und Fuß" hat und begründbar ist. Es ist wichtig dass wir keinen Unsinn reden. Unsere Falschaussagen richtig zu stellen sollte uns wichtig sein. Immer wenn ich was sage, was sich dann als unsinnig herausstellt, ist es mir peinlich.

    Dein Argument war das Fleisch so schädlich ist, dass es als Hinrichtungsmethode genutzt wurde aber die Begründung dafür war nicht stichhaltig und du hast die Orte (Rom/China) verwechselt was eben angesichts der in dem von dir zitierten Artikel - dass gesundheitliche Problem bei Leuten auftreten die fast nur Reis essen, nicht vernachlässigbar ist.

    Ich denke, dass für Buddha Gesundheitsfragen nicht wichtig sind und für ihn nur die ethische Frage im Vordergrund steht. Das Argument "Fleisch ist schlecht, weil es ungesund ist" klingt so, als wäre es gut wenn jemand nachweist, dass es total gesund ist. Von daher führt das die Diskussion doch aufs falsche Gleis.

  • eitelpfuetze
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    • 18. Mai 2023 um 12:30
    • #111
    Rigpa:
    Thorsten Hallscheidt:

    Es muss die Einsicht entstehen, dass dieses "zu-Viel" des zeitgenössischen Lebens kein "Mehr" an Glück oder Zufriedenheit bringt. Weniger Raum, weniger Konsum, weniger Reisen, weniger Mobilität, weniger Fleisch, etc... wird anfangs weh tun. Dafür werden wir aber wieder eine freundlichere Perspektive für uns und unsere Nachkommen auf diesem Planeten bekommen.

    Soweit ich das sehe, ist das alles schon im vollen Gange, wird die Welt ( genauer der Mensch ) darauf vorbereitet, dahingeschubst.

    Ok, die Einsicht oder Verzichten wollen ist bei manchen nicht da, sie werden nun dahin geschubst.

    ( Von der Politik )

    Elektroautos gefördert, überall fahren sie jetzt mit E- Scootern, wahrscheinlich darum weniger mit dem Auto ??? Wobei Strom herzustellen eben auch auf die Natur geht, auf die Ressourcen.

    Dadurch das ja nun die Lebensmittel teurer sind, kaufen die Menschen ( ich auch ) auch nicht mehr zu viel, sie kaufen nun bewusster, nicht so wie das früher oft war, dass viele Lebensmittel zu Hause verrotteten und weg geschmissen wurden.

    Also das ist doch eine gute Entwicklung. :)

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    Und ausserdem kann man sich ja auch dazu entscheiden, keine Kinder in diese Welt zu setzen. Könnten viele so entscheiden. Dann kämen die Wesen aus früheren Leben, die es karmisch gesehen auf einen Flecken in diese Welt verschlagen würde auf einer anderen Welt zur Geburt.

    Ich finde 'es muss eine Einsicht entstehen' ist die Sache des Einzelnen, da kann man von aussen niemanden hinzwingen zu der eigenen Einsicht die alle entwickeln müssen.

  • Online
    Thorsten Hallscheidt
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    • 18. Mai 2023 um 12:40
    • #112
    eitelpfuetze:

    Ich finde 'es muss eine Einsicht entstehen' ist die Sache des Einzelnen, da kann man von aussen niemanden hinzwingen zu der eigenen Einsicht die alle entwickeln müssen.

    Darauf können wir leider nicht warten. Darum müssen Gesetze verfasst, Verbote erlassen und Einschränkungen gefunden werden!

    Solange es erlaubt war, Abwässer in die Flüsse zu leiten, gab es immer wieder Menschen, die das getan haben. Zudem erleichtern Gesetze das Richtige zu tun. Viele Denken ja, wenn und weil es nicht verboten ist, mache ich es eben, egal, ob es richtig oder falsch ist. Oder glaubst Du, dass Menschen jemals freiwillig nicht schneller als 120 auf der Autobahn fahren werden?

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 18. Mai 2023 um 12:45
    • #113
    Thorsten Hallscheidt:
    eitelpfuetze:

    Ich finde 'es muss eine Einsicht entstehen' ist die Sache des Einzelnen, da kann man von aussen niemanden hinzwingen zu der eigenen Einsicht die alle entwickeln müssen.

    Darauf können wir leider nicht warten. Darum müssen Gesetze verfasst, Verbote erlassen und Einschränkungen gefunden werden!

    Solange es erlaubt war, Abwässer in die Flüsse zu leiten, gab es immer wieder Menschen, die das getan haben. Zudem erleichtern Gesetze das Richtige zu tun. Viele Denken ja, wenn und weil es nicht verboten ist, mache ich es eben, egal, ob es richtig oder falsch ist. Oder glaubst Du, dass Menschen jemals freiwillig nicht schneller als 120 auf der Autobahn fahren werden?

    Ich persönlich möchte nicht politisch denken, und auch nicht diese Art von Gedanken denken: was andere Menschen sollen. Samsara ist Leiden. Buddha hat das ja gut erklärt und auch auf welche Weisen man das Leiden überwindet. Politische Gedanken und Werk hat er nicht erklärt. Eher das Gegenteil davon, insofern man das schützen und bewahren oder verbessern will, was man zu mein macht.

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 18. Mai 2023 um 12:47
    • #114

    aber gesellschaftliches Engagement ist natürlich wichtig und es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die klar gute Ideen für bessere Lebensbedingungen anderer vorbringen und gewillt sind dazu auch anzupacken.

    Ich esse sehr wenig Fleisch.

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    • 18. Mai 2023 um 12:52
    • #115
    void:

    Ich denke, dass für Buddha Gesundheitsfragen nicht wichtig sind und für ihn nur die ethische Frage im Vordergrund steht. Das Argument "Fleisch ist schlecht, weil es ungesund ist" klingt so, als wäre es gut wenn jemand nachweist, dass es total gesund ist. Von daher führt das die Diskussion doch aufs falsche Gleis.

    Ja, scharfsinnig erkannt von dir. Ob das Essen von Fleisch wirklich den Geist trübt ( also nicht um körperliche Gesundheit wegen auch gut ist darauf zu verzichten, sondern der geistigen ) ist die andere Frage, und kann man nicht beweisen, das wäre wieder spekulativ. Soll jeder glauben wie er mag, aber es nicht als Wahrheit verkünden ( wozu ich neige ). LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

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    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    Einmal editiert, zuletzt von Hingabe (18. Mai 2023 um 13:02)

  • Sudhana
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    • 18. Mai 2023 um 13:04
    • #116
    Thorsten Hallscheidt:

    Es bringt schon viel, alles maßvoller zu tun, mit mehr Achtung vor den Produkten, mit mehr Bewusstsein für ihre Herkunft, für die Menschen, die sie herstellen, für die Bedingungen, unter denen sie erzeugt werden, und für die Folgen für Umwelt, die Produktion, Nutzung und Verbrauch hervorrufen.

    Insbesondere dafür meine Zustimmung. Wobei auch dies (wenn auch weniger offensichtlich als die Frage des Fleischkonsums) eher ein Luxusproblem ist. Ökonomisch geht es derzeit um eine Industrialisierung der Lebensmittelproduktion , um massentaugliche Produkte für einen mit dem Bevölkerungsanstieg und den gleichzeitig schwindenden Ressourcen für traditionelle landwirtschaftliche Produktion zuverlässig wachsenden Markt herzustellen. Und da ist Proteinproduktion mittels Viehzucht (zumal einer nicht übertrieben brutal ausbeuterischen) einfach keine Option, das können sich bald nur noch die 'Besserverdienenden' (FDP - Slang) leisten. Soylent Green lässt grüßen ...

    Anders wird es gar nicht gehen, will man keinen Zusammenbruch der Zivilisation erleben. Bio-Produkte, zumal wenn bei ihrer Produktion auch ethische Richtlinien befolgt wurden, sind Luxuswaren. Und bei ihrem Konsum darf man ruhig den einen oder anderen Gedanken Jenen widmen, die nicht "on the sunny side of the street" leben und vielleicht sogar ein wenig dankbar sein - auch wenn das vielleicht etwas zynisch klingen mag.

    Wobei ich mich nicht schäme, mir gelegentlich solchen Luxus zu gönnen, wie kürzlich eine Amalfi-Zitrone. Dünn geschält (die recht dicke weiße Unterschale dieser Sorte enthält keine Bitterstoffe), in dünne Scheiben geschnitten, die geachtelt und mit etwas Roh-Rohrzucker (von einer brasilianischen Kooperative, fair gehandelt :angel: ) anrühren und ein paar Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Wenn man hat, kann man die Optik noch mit etwas Zitronenminze aufhübschen und hat einen erfrischenden, süß-sauren Sommersalat - vielleicht mit einem Bällchen Vanilleeis ... he - meine Ärztin hat gesagt, ich soll darauf achten, dass ich nicht abnehme; da gebe ich mir halt Mühe ;). Die Zitrone hat 1,69 € für das (gar nicht mal so kleine) Stück gekostet und mir hat eine gereicht. Mit den Dingern einen Sirup für hausgemachte Limonade zu kochen, war mir dann nach kurzer Überlegung für meine ökonomischen Verhältnisse doch etwas zu luxuriös.

    Was ich halt übel finde - noch übler als Hedonisten wie mich - das sind hedonistische Heuchler. Hier aus gegebenem Anlass ein Kommentar zu einem der prominentesten unter ihnen von der bayerischen Schreckschraube und Verschwörungstheoretikerin Lisa Fitz:

    Lisa Fitz – King Charles & The Great Reset* - Wer braucht einen "König" im Spätkapitalismus?
    Mehr Infos: Lisa Fitz - "Aluhüte" zwischen (NATO-)Kriegen, Zentralbanken & Klassenkrieg* - Corona-Impfzwang als »Verschwörungstheorie« http://www.LisaFitz.de...
    www.youtube.com

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Bernd
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    Buddh. Richtung
    Vipassana
    • 18. Mai 2023 um 15:38
    • #117
    nuk:

    Vegane Ernährung scheint etwas für Leute zu sein, die etliche Zeit und Mühe in Närstoffkunde, Kochrezepte und solche Dinge investieren. Ich kann es krankheitsbedingt leider nicht. Trotzdem versuche ich mich aus ethischen Gründen seit kurzer Zeit in veganer Ernahrung. Ich esse jetzt nur noch das allgemeine Standardgemüse, das auch im Supermarkt um die Ecke in den Auslagen zu und als Tiefkühlkost zu haben ist auf. Zusammen mit Nüssen und Obst, Senf, Magarine, Vollkornbrot und pflanzlichem Speiseöl.. So, wie es mein Geldbeutel eben so her gibt. Mal sehen, ob das so auf Dauer funktioniert.

    Hallo Nuk,

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    liebe Grüße,

    Bernd

  • Hajobo
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    • 18. Mai 2023 um 17:01
    • #118
    Igor07:

    die entsprechende Stelle ich hatte auf meiner Muttter-Sprache gefunden, das ist die Übersetzung, nichts alles:

    Danke für den Link, lieber Igor _()_

    Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß: Ein Ding und doch kein Ding, ein Pünktchen und ein Kreis. (Angelus Silesius)

  • Igor07
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    • 18. Mai 2023 um 18:22
    • #119
    Hajobo:

    Danke für den Link, lieber Igor

    Danke dir, lieber Hajobo , für dein Verständnis und die Unterstützung. Ich rede nichts gerne über mich selbst, aber was soll es? Ich denke, das war der letzte mal.

    LG, Igor. :) :rose: :tee:

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    • 19. Mai 2023 um 00:57
    • #120

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt: Gemüse und Obst werden mit Schlachtabfällen gedüngt - auch Biogemüse. Das hatte ich bisher nicht gewusst.

    Diese Schlachtabfälle landen auch auf Bio-Äckern
    Schlachtabfälle aus konventioneller Massentierhaltung landen oft auf den Anbauflächen von Bio-Bauern. Welche Tierprodukte als Dünger genutzt werden - und…
    vegpool.de

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    • 19. Mai 2023 um 01:51
    • #121
    Hendrik:

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt: Gemüse und Obst werden mit Schlachtabfällen gedüngt - auch Biogemüse. Das hatte ich bisher nicht gewusst.

    https://vegpool.de/magazin/schlachtabfaelle-duenger-bio.html

    Du meine Güte, das ist ja genauso schrecklich wie Mistdüngung!

    Irgendwie wird es jetzt wohl doch ganz wahnsinnig.

  • Online
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    • 19. Mai 2023 um 07:23
    • #122
    Hendrik:

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt: Gemüse und Obst werden mit Schlachtabfällen gedüngt - auch Biogemüse. Das hatte ich bisher nicht gewusst.

    Je weniger Menschen Fleisch essen, desto weniger Schlachtabfälle landen auf den Feldern, und andere Formen der Düngung werden gefunden:

    Menschliche Fäkalien als Dünger: Scheiße auf den Acker bringen
    Die Firma Finizio darf als einzige in Deutschland menschlichen Kot auf Versuchsfeldern verarbeiten. Beim Scheiß-Kongress wird größer gedacht.
    taz.de
    Drohender Phosphormangel - Menschliche Fäkalien als Dünger
    Unser Kot und Urin auf dem Gemüseacker? Igitt, würden wohl die meisten sagen. Doch die Fäkalien enthalten wertvolle Nährstoffe und vor allem Phosphor – und der…
    www.deutschlandfunkkultur.de
    Neue Richtlinie: Bald kann menschlicher Kot vielleicht zu Dünger werden
    Dank einer neuen Richtlinie kann vielleicht bald Dünger aus menschlichen Exkrementen hergestellt werden, das wäre gut für's Klima.
    www.watson.de

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

  • Bernd
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    • 19. Mai 2023 um 07:40
    • #123
    Hendrik:

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt: Gemüse und Obst werden mit Schlachtabfällen gedüngt - auch Biogemüse. Das hatte ich bisher nicht gewusst.

    Hendrik,

    ich ernähre mich vegan. Seit 2019.

    Konsequent.

    Ausnahmen wird es immer geben.

    Im Klebstoff ist Fett von Tieren vorhanden.

    Und du hast von Dünger geschrieben.

    Die Ausnahmen sind mir aber relativ egal.

    Ein veganer Lebensstil mindert Co2, mindert Tier Leid, und ist gesund.

  • Anna Panna-Sati
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    • 19. Mai 2023 um 10:47
    • #124
    Hendrik:

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt: Gemüse und Obst werden mit Schlachtabfällen gedüngt - auch Biogemüse.

    Danke, KarmaHausmeister , für die Information, die mir auch noch nicht bekannt war (oder ich hatte sie verdrängt, was durchaus denkbar ist, wenn der "Mist" - gefühlt - überhand nimmt... ;) )!

    Prinzipiell ist ja nichts dagegen einzuwenden, diese Abfälle, die nun mal anfallen, sinnvoll zu verwerten. Sie irgendwo (als Sondermüll) zu deponieren oder gar in Gewässer abzuführen, wäre wirklich kontraproduktiv und würde auch eine Verschwendung bedeuten.

    Das Problem stellen einzig etwaige Medikamentenrückstände und Chemikalien dar, die in der Biobranche höchst unwillkommen sind, während die Tatsache, dass veganes Gemüse/Obst mit "Fleischlichem" erzeugt wurde, lediglich ein Thema für "extreme" Veganer sein dürfte, die einen Ekel vor allem "Tierischen" entwickelt haben.
    Dies dürfte für diejenigen, die hauptsächlich aus ethischen Gründen fleischlos leben, nicht so eine große Rolle spielen, für jene, die es aus gesundheitlichen Erwägungen tun, naturgemäß eher....

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • Sudhana
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    • 19. Mai 2023 um 16:39
    • #125
    Hendrik:

    Ich bin heute auf eine Tatsache gestoßen, die wohl jede Bemühung, sich fleischlos zu ernähren, ad absurdum führt

    Werter KarmaHausmeister - bitte entschuldige, aber mE ist sollte man bei solch einer Argumentation nach dem Muster: 'das Ideal ist nicht zu 100% umsetzbar, also kann ich mir jede Bemühung darum auch gleich sparen' schon genau hinschauen, ob das nicht nur eine faule Ausrede ist.

    Das ethische Ideal, um das es hier geht, ist ahiṃsā, Nicht - Verletzen. Dieses Ideal teilen auch die Tīrthika / Jaina, jedoch mit einem bemerkenswerten Unterschied. Während sich fortgeschrittene Asketen, die dieser Lehre folgen, konsequenterweise zu Tode hungern - was nach Deiner Lesart die Bemühung, damit das Ideal ahiṃsā praktisch umzusetzen, "ad absurdum" führen würde - wird das im Buddhadharma etwas anders gesehen. Buddha lehnte solche Praktiken - die ja nun wirklich kein 'mittlerer Weg' sind - ab: es ist kein ahiṃsā, weil diese Praxis die fünf übenden Aggregate, den pudgala, verletzt. Aber man kann dabei durchaus im Hinterkopf behalten, dass ein paar Millionen Menschen (laut Wikipedia 4 - 5) das anders sehen, absurd oder nicht ...

    In der Ernährung den mittleren Weg zu gehen und sich dabei in ahiṃsā zu üben, kann sehr unterschiedliche Formen annehmen, da sich auch die Übenden in den Bedingungen ihrer Übung unterscheiden. Wenn man sich dies vor Augen hält, fällt man auch nicht moralischem Rigorismus zum Opfer.

    Entscheidend ist die Bemühung und ihr Ziel, nicht die Form der Bemühung. Rechte Einsicht, Rechte Absicht. Und Vīryapāramitā - kein verzagtes 'das schaffe ich nicht' (oder noch besser: 'das schafft niemand'). Na und? Wenn du den Ozean ausschöpfen musst und du nur einen Teelöffel hast, solltest du damit anfangen. Über das Werkzeug lamentieren und es womöglich wegschmeißen, hilft nicht. Du musst mit dem zurecht kommen, was du hast.

    Natürlich ist die Idee, den Ozean leer zu schöpfen absurd - selbst mit einer ziemlich großen Suppenkelle. Aber darum geht es ja auch gar nicht, sondern um die Übung des Leerschöpfens.


    [lz]

    alles zeigt der leuchtende spiegel des geistes

    sein gewaltiges glänzen durchdringt alle welten

    alles was ist, was je man empfunden

    ist dieses leuchten, weder innen noch aussen

    leere ergreifen heisst wirkung missachten

    solche verwirrung führt nur zu unheil

    an leere hängen, die dinge verwerfen:

    du entgehst dem ertrinken durch sprung ins feuer

    täuschung verwerfen und wahrheit ergreifen:

    so ist der geist, der liebt und hasst

    übst du den weg auf diese art

    ist's, als nenntest du einen dieb deinen sohn[/lz]

    OM MONEY PAYME HUNG

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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