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Fleischkonsum und Buddhismus

  • CobraCain
  • 9. Mai 2023 um 22:58
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  • Bernhard_Shaolin
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    • 23. Mai 2023 um 21:20
    • #151
    Bernd:

    Bernhard, ab und an sitze ich auf der Terasse und leere am Abend eine Flasche Wein.

    Oder denke, rede ich schlecht über Menschen.

    Vergesse, wichtige Sachen zu machen.

    Gründe könnten viele sein.

    Wenn ich mich selber dann auseinander nehme bleibt folgendes über:

    Faulheit, Trägheit.

    Und wenn ich dann klar sehe, kann ich die eigene Faulheit und Trägheit überwinden.

    Verzeih, wenn ich zu forsch war.

    Liebe Grüße an die andere Seite des Internets, des Denkens.

    Bernd

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    Danke für die lieben Grüße :) dir natürlich auch Grüße zurück

    Ich muss aber auch sagen ich seh auch nicht immer alles klar. Ich verdrehte da etwas statt es "normal" zu sehen.

  • Qualia
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    • 18. November 2023 um 20:44
    • #152

    Danke dafür. Es ist mir klar geworden, dass das im Judentum gleich war. Fleisch wurde nur auf dem Heiligen Grund, der Ort auf dem der Altar stand, das ihn umgebende Gebiet, gegessen, doch nie im Gotteshauses. Das Tier wurde nicht für Menschen getötet, sondern Gott geopfert und Gott erlaubte, das dieses Fleisch Menschen, auch mit Fleisch ernährt. Selbst wenn in der Bibel vom Schlachten eines Schafs usw. berichtet wird, für ein privates Fest, wird die Tötung als Opfer an Gott an einem Altar vollzogen, es ist ein heiliger Akt. Fleischverzehr ist im eigenen Haus nur möglich, wenn es entweder aus einem Opfer stammt oder von einem Priester am Ortsaltar geopfert wurde. Ohne Opfer durch einen Priester kein Fest mit Fleisch.

    Heute braucht der Verkäufer nur sagen, dass das Fleisch koscher ist, von einem Priester rein gemacht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Shivana
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    • 18. Dezember 2023 um 13:46
    • #153

    Ich verzichte auf Fleisch, da ich denke, dass der egoistische Konsum in unserer von Überfluss geprägten Welt nicht vertretbar ist. Anderen Menschen gestehe ich ihr eigenes Urteil zu, aber für mich persönlich fühlt sich die vegetarische bis vegane Lebensweise am besten an. So kann ich meinen Glauben am besten leben und in die Welt tragen. Gleichzeitig erkenne ich an, dass unser Körper ohne Fleischkonsum bestimmte Nährstoffe wie Vitamin B-12 oder Cholin vermissen könnte. Daher ist es wichtig, regelmäßig das Blutbild zu überprüfen und sicherzustellen, dass alle notwendigen Nährstoffe vorhanden sind. Wenn das der Fall ist, steht meiner Meinung nach dieser Lebensweise nichts im Wege.

  • Bebop
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    • 27. Dezember 2023 um 15:12
    • #154
    Shivana:

    Ich verzichte auf Fleisch, da ich denke, dass der egoistische Konsum in unserer von Überfluss geprägten Welt nicht vertretbar ist.

    Was ist am Konsum von Salat nicht egoistisch?

  • GKH
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    • 27. Dezember 2023 um 15:13
    • #155
    Bebop:
    Shivana:

    Ich verzichte auf Fleisch, da ich denke, dass der egoistische Konsum in unserer von Überfluss geprägten Welt nicht vertretbar ist.

    Was ist am Konsum von Salat nicht egoistisch?

    Richtet zumindest weniger Schaden an.

    Und das zum Nutzen anderer Wirken setzt irgendwas essen voraus.

  • Monikamarie
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    • 27. Dezember 2023 um 15:30
    • #156

    Allein die Mengen an Wasser, die 1 kg Rindfleisch "verschlingt" ...

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    • 27. Dezember 2023 um 15:35
    • #157
    Zitat

    Richtet zumindest weniger Schaden an.

    Ich kenne einen Youtuber, der ständig auf ein Schlachthofvideo verweist und wie er sich darum bemüht, auf Fleisch zu verzichten, wobei er auf seinen Dauerreisen permanent scheitert. Irgendwann in einem Live-Stream warf ihm jemand vor, durch seine ganzen Flüge mehr Schaden anzrichten. Aber das wird er sich nicht nehmen lassen.

    Diese Schadhaftigkeit ist also sehr relativ. Der Salat wurde wahrscheinlich für den Verzehr angebaut, und das Tier dafür geboren. Beide sind nicht mit der Absicht entstanden, Schaden anzurichten, sondern Nutzen. Der Nährwert des individuellen Tieres überwiegt den der individuellen Pflanze meist um ein Vielfaches. Darum sollte der Schaden in Bezug zu seinem Nutzen gestellt werden. Sowohl das individuelle pflanzliche als auch das tierische Leben sind am Ende vernichtet.

  • GKH
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    • 27. Dezember 2023 um 20:16
    • #158
    Bebop:

    Diese Schadhaftigkeit ist also sehr relativ. Der Salat wurde wahrscheinlich für den Verzehr angebaut, und das Tier dafür geboren. Beide sind nicht mit der Absicht entstanden, Schaden anzurichten, sondern Nutzen. Der Nährwert des individuellen Tieres überwiegt den der individuellen Pflanze meist um ein Vielfaches. Darum sollte der Schaden in Bezug zu seinem Nutzen gestellt werden. Sowohl das individuelle pflanzliche als auch das tierische Leben sind am Ende vernichtet.

    Klar kann man den Schaden in Relation zum Nutzen rechnen. Gut wird es dadurch nicht, wenn man alles mitdenkt, was das Tier vorher gegessen hat.

  • Bebop
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    • 27. Dezember 2023 um 22:14
    • #159

    Genau, so ist Natur. Hühner und Schweine sind Allesfresser, letztere kann man von Abfällen ernähren, Kühe essen Gräser.

  • void
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    • 27. Dezember 2023 um 22:49
    • #160
    Bebop:

    Genau, so ist Natur. Hühner und Schweine sind Allesfresser, letztere kann man von Abfällen ernähren, Kühe essen Gräser.

    Die Idee ist ja einerseits die, dass die Welt voll von Gewalt ist, man aber eben - dem Ideal der Gewaltlosigkeit (ahimsa) folgend, möglichst wenig mitmacht. Stärker noch als bei den Buddhisten, ist ahimsa ja bei den Jain ein zentrales Element. sie leben vegetarisch, essen keinen Honig und achten darauf Insekten und Pflanzen nicht zu schaden.

    Es erwächst glaube ich weniger aus einer Idee des Schutzes von Natur und Umwelt, sondern als eine Distanzierung von einer von Gewalt und Dumpfheit durchzugeben Welt. ( "red in tooth and claw" wie Tennyson sagte) aus der man sich herauszieht. Man möchte an der Gewalt an dem Schaden nicht teilhaben um sich nicht drin zu verstricken.

    Viele prominente Bänkerfamilien waren Jain. Während man als Bauer dauernd Würmer tötet und als Handwerker über die Rohstoffe sündigt, scheint Geld herrlich abstrakt.

  • GKH
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    • 28. Dezember 2023 um 09:10
    • #161
    Bebop:

    Genau, so ist Natur. Hühner und Schweine sind Allesfresser, letztere kann man von Abfällen ernähren, Kühe essen Gräser.

    Wenn Kühe nur Gräser essen würden, statt mit Soja und anderem gefüttert zu werden, hätte ich weniger Einwände. Aber der Anbau der Futtermittel braucht viel Platz, womit Flächen belegt werden, die nicht mehr der Natur nützlich sind oder dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln dienen können, um den Hunger in der Welt zu verringern. Sie verbrauchen Wasser im Anbau. Transportiert werden, müssen die Futtermittel auch noch.

    Außer du achtest drauf, nur Fleisch von Kühen zu essen, die ausschließlich Gräser von Berghängen gefuttert haben. Dann stimmt mein Vorgerede natürlich nicht.

  • Monikamarie
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    • 28. Dezember 2023 um 09:22
    • #162

    Egal, ob Bio oder nicht.

    Ich esse nicht viel, aber immerhin nur Biofleisch, aber ich habe immer weniger Appetit darauf.

    Angesichts der Massen an Rindern, z.B. in Brasilien, die durch ihre Aufzucht, dem Wasser- und Landverbrauch sowie ihren Ausdünstungen der Umwelt erheblich schaden, bin ich allmählich bereit, mich vegetarisch zu ernähren.

    Denn auch gerade die letzten Tage haben mir gezeigt, wie mein Körper darauf reagiert. Ich weiß das schon lange, war aber immer noch zu gierig.

    Zu guterletzt hilft es mir, dass ich jetzt auf niemanden mehr Rücksicht nehmen muss.

    Und ich spare viel Geld.

    Mal ganz abgesehen davon, dass ich wieder eine mehr der Silas befolge. :erleichtert:

    _()_

  • Sotapannabumm
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    • 28. Dezember 2023 um 11:44
    • #163
    Bebop:

    Beide sind nicht mit der Absicht entstanden, Schaden anzurichten, sondern Nutzen

    erkennst du dieses Märchen wirklich nicht kann es wirklich sein ...

  • mukti
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    • 28. Dezember 2023 um 11:49
    • #164
    void:

    Es erwächst glaube ich weniger aus einer Idee des Schutzes von Natur und Umwelt, sondern als eine Distanzierung von einer von Gewalt und Dumpfheit durchzugeben Welt. ( "red in tooth and claw" wie Tennyson sagte) aus der man sich herauszieht. Man möchte an der Gewalt an dem Schaden nicht teilhaben um sich nicht drin zu verstricken.

    Ja es ist doch vor allem eine Frage der Ethik. Mir fällt da immer ein Spruch ein den ich von einem Hinduisten gehört habe: "Es ist nicht menschlich, zur Befriedigung des Gaumens riesige Schlachthäuser zu unterhalten". Es ist auch schlecht mit der buddhistischen Gesinnung "Mögen alle Wesen glücklich sein" vereinbar. Tiere umbringen und allen Wesen Wohlwollen und Mitgefühl entgegenbringen passt nicht zusammen.

    Ich bin froh dass ich seit 46 Jahren kein Fleisch esse. Zum Glück schmeckt es mir gar nicht und es hat mir schon in der Kindheit davor gegraust. Hirn mit Ei, Leber, gefüllte Gedärme, Blut, einfach nur ekelhaft.

    Die Tiere tun mir unendlich leid, ein Schlachthof ist die Hölle und die Menschen sind die Teufel darin. Und die Abgründe des Jadgsports, aus dem Hinterhalt unschuldige und wehrlose Tiere erschießen, wie kann man nur daran eine Freude haben - "gar lustig ist die Jägerei". Wie verhärtet und eiskalt kann doch das Herz des Menschen sein wenn er seinen Genuss über alles stellt und andere Wesen vor allem deshalb schätzt weil sie ihm ein Wohlgefühl verschaffen, und wenn er dafür ihr Leben nehmen muss.

    Mit Metta, mukti.


  • GKH
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    • 28. Dezember 2023 um 11:56
    • #165
    void:

    Viele prominente Bänkerfamilien waren Jain. Während man als Bauer dauernd Würmer tötet und als Handwerker über die Rohstoffe sündigt, scheint Geld herrlich abstrakt.

    Danke, dass du „scheint“ geschrieben hast. Da hängt so viel Macht dran, Entscheidungen zu den eigenen Gunsten oder Vorstellungen zu treffen.

  • CCC
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    • 28. Dezember 2023 um 11:58
    • #166
    mukti:
    void:

    Es erwächst glaube ich weniger aus einer Idee des Schutzes von Natur und Umwelt, sondern als eine Distanzierung von einer von Gewalt und Dumpfheit durchzugeben Welt. ( "red in tooth and claw" wie Tennyson sagte) aus der man sich herauszieht. Man möchte an der Gewalt an dem Schaden nicht teilhaben um sich nicht drin zu verstricken.

    Ja es ist doch vor allem eine Frage der Ethik. Mir fällt da immer ein Spruch ein den ich von einem Hinduisten gehört habe: "Es ist nicht menschlich, zur Befriedigung des Gaumens riesige Schlachthäuser zu unterhalten". Es ist auch schlecht mit der buddhistischen Gesinnung "Mögen alle Wesen glücklich sein" vereinbar. Tiere umbringen und allen Wesen Wohlwollen und Mitgefühl entgegenbringen passt nicht zusammen.

    Ich bin froh dass ich seit 46 Jahren kein Fleisch esse. Zum Glück schmeckt es mir gar nicht und es hat mir schon in der Kindheit davor gegraust. Hirn mit Ei, Leber, gefüllte Gedärme, Blut, einfach nur ekelhaft.

    Die Tiere tun mir unendlich leid, ein Schlachthof ist die Hölle und die Menschen sind die Teufel darin. Und die Abgründe des Jadgsports, aus dem Hinterhalt unschuldige und wehrlose Tiere erschießen, wie kann man nur daran eine Freude haben - "gar lustig ist die Jägerei". Wie verhärtet und eiskalt kann doch das Herz des Menschen sein wenn er seinen Genuss über alles stellt und andere Wesen vor allem deshalb schätzt weil sie ihm ein Wohlgefühl verschaffen, und wenn er dafür ihr Leben nehmen muss.

    Du sprichst mir aus der Seele :heart:

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    • 28. Dezember 2023 um 12:13
    • #167

    Zumal wir in unseren Breitengraden nicht mehr Tiere erlegen müssen.

    Etwas anderes ist es im Urwald oder in der Arktis.

    Aber andererseits haben wir kein Recht, uns über die Allgemeinheit zu erheben. Jedenfalls ich nicht.

    _()_

  • Bebop
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    • 28. Dezember 2023 um 12:34
    • #168
    Sotapannabumm:
    Bebop:

    Beide sind nicht mit der Absicht entstanden, Schaden anzurichten, sondern Nutzen

    erkennst du dieses Märchen wirklich nicht kann es wirklich sein ...

    Ich wurde auf einem Bauernhof groß. Ich denke, dass Bauern, wie ich sie kennenlernte, Tiere im Vergleich zum Normalbürger überdurchschnittlich gut behandeln. Das hat sich mit der Massentierhaltung auf beengtem Raum etc. sicher geändert und gilt womöglich nicht mehr für die Mehrheit.

  • Monikamarie
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    • 28. Dezember 2023 um 12:36
    • #169

    Du bist offenbar nicht auf dem laufenden. Schließlich hat sich seit 1970 in der Hinsicht viel positiv verändert.

  • Sotapannabumm
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    • 28. Dezember 2023 um 13:30
    • #170
    Bebop:
    Sotapannabumm:
    Bebop:

    Beide sind nicht mit der Absicht entstanden, Schaden anzurichten, sondern Nutzen

    erkennst du dieses Märchen wirklich nicht kann es wirklich sein ...

    Ich wurde auf einem Bauernhof groß. Ich denke, dass Bauern, wie ich sie kennenlernte, Tiere im Vergleich zum Normalbürger überdurchschnittlich gut behandeln. Das hat sich mit der Massentierhaltung auf beengtem Raum etc. sicher geändert und gilt womöglich nicht mehr für die Mehrheit.

    Das meinte ich nicht. Ich meine die Art wie du schreibst, in welchen Vorstellungen du lebst. Waerest du gestern hier nicht so grossspurig aufgetreten, hätte ich das gar nicht bemerken wollen. Es ist Normalzustand dass die Menschen träumen.

    Nichts und niemand ist mit der Absicht entstanden jemanden zu nutzen, verstehst du. Es ist anders.

  • Online
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    • 28. Dezember 2023 um 13:59
    • #171
    mukti:

    Es ist auch schlecht mit der buddhistischen Gesinnung "Mögen alle Wesen glücklich sein" vereinbar. Tiere umbringen und allen Wesen Wohlwollen und Mitgefühl entgegenbringen passt nicht zusammen.

    Das sehe ich auch so, aber leider fristet die Ethik m.E. vielfach eher ein Schattendasein bei Buddhisten, welche den Fokus mehr auf die zwei anderen Glieder des edlen achtfachen Pfades - Weisheit und Sammlung/Versenkung - richten, vermutlich, weil diese näher mit "Erleuchtung" in Verbindung gebracht werden.

    Aber was wäre ein Erleuchteter, ein "Buddha", ohne Liebende Güte (Metta) und Mitgefühl (Karuna)? Ein zwar friedlich in sich ruhender, aber kalter Mensch, ohne Ausstrahlung?

    mukti:

    Und die Abgründe des Jadgsports, aus dem Hinterhalt unschuldige und wehrlose Tiere erschießen, wie kann man nur daran eine Freude haben - "gar lustig ist die Jägerei"

    Jagd ist ein Thema, was mich sehr beschäftigt, weil ich mehrere Jäger persönlich kenne, u.a. einen meiner ehemaligen Ärzte. Er hat sogar eine Jagdtrophäe (Hirschgeweih) an der Wand des Sprechzimmers angebracht, offenbar aus Stolz über den Jagderfolg. Mit Menschen geht er auffallend ruhig und sachlich um, wirkt stets (selbst)beherrscht. Mutmaßlich, weil er seine "Leidenschaften" draußen an den wehrlosen Tieren auslebt - die Jagd als "Aggressions-Ventil"- gruselig....

    Ich befragte ihn mal zu dem Hirsch an der Wand, worauf sich sein Gesicht auffallend veränderte (die gelassene "Maske" fiel) und er mit leuchtenden Augen berichtete, wo und wie er ihn erlegte. Ich empfand sein "Jagdfieber", dieses "triebische Element" quasi mit und dachte nur, wie animalisch der Mensch doch sein kann, das Tier wird nur noch als "Beute" gesehen, nicht mehr als fühlendes Wesen, das auch gerne leben möchte....

    Liebe Grüße _()_ :heart:

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

  • mukti
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    • 28. Dezember 2023 um 14:27
    • #172
    Anna Panna-Sati:

    Das sehe ich auch so, aber leider fristet die Ethik m.E. vielfach eher ein Schattendasein bei Buddhisten, welche den Fokus mehr auf die zwei anderen Glieder des edlen achtfachen Pfades - Weisheit und Sammlung/Versenkung - richten, vermutlich, weil diese näher mit "Erleuchtung" in Verbindung gebracht werden.

    Aber was wäre ein Erleuchteter, ein "Buddha", ohne Liebene Güte (Metta) und Mitgefühl (Karuna)? Ein zwar friedlich in sich ruhender, aber kalter Mensch, ohne Ausstrahlung?

    Jagd ist ein Thema, was mich sehr beschäftigt, weil ich mehrere Jäger persönlich kenne, u.a. einen meiner ehemaligen Ärzte. Er hat sogar eine Jagdtrophäe (Hirschgeweih) an der Wand des Sprechzimmers angebracht, offenbar aus Stolz über den Jagderfolg. ...

    Mein Großvater war Jäger und da hingen mehrere Geweihe an der Wand, er hatte auch einen Fischteich und sein Kumpel wollte mir das Fischen beibringen als ich ein Kind war. Ich erinnere mich noch wie er mich verächtlich ansah als ich es nicht fertigbrachte Würmer auf Angelhaken aufzuspießen.

    Mittlerweile habe ich gelernt dass es rechte Gesinnung ist auch gegen Täter aller Art keinen Hass zu entwickeln sondern sie in das Wohlwollen und Mitgefühl für alle Wesen bedingungslos mit einzuschließen. Mir erscheint das ebenfalls ein wesentlicher Aspekt in der Lehre des Buddha und der Praxis des achtfachen Pfades zu sein.

    Mit Metta, mukti.


  • Monikamarie
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    • 28. Dezember 2023 um 14:43
    • #173

    Im übrigen ist die Entfaltung der Lehre ein weites Feld.

    Zunächst ist da Unwissenheit. Die können wir nicht ausreissen, sondern nur mit allmählicher Einsicht verkleinern. So wie Dunkelheit durch Licht verschwindet. Da kommt es ja auch auf die Stärke des Lichts an, vertreiben können wir sie nicht.

    Erst dann können wir begreifen, was Gier und Hass wirklich bedeuten.

    Mit Hass auf Unwissenheit fügen wir dieser Welt nur noch mehr Dunkelheit hinzu.

    Ich spreche auch hier aus eigener Erfahrung, und ich übe mich darin ...

    _()_ :heart:

  • Online
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    • 28. Dezember 2023 um 14:54
    • #174
    mukti:

    Mittlerweile habe ich gelernt dass es rechte Gesinnung ist auch gegen Täter aller Art keinen Hass zu entwickeln sondern sie in das Wohlwollen und Mitgefühl für alle Wesen bedingungslos mit einzuschließen.

    Ja, absolut richtig, auch Jäger sind ja "fühlende Wesen" und Hass ist eh immer schlecht (vor allem für einen selbst.... ;) ).

    Ich war sehr lange im Tierschutzverein engagiert (schon als Jugendliche) und wurde unmerklich immer mehr zum Misanthropen, weil ich die Opfer der Tierquäler vor Augen hatte und die leidvollen Folgen zuhauf miterleben musste.

    Irgendwann kam ich zur Besinnung und machte mir klar, dass ja Menschen auch Tiere (und Tiere nicht unbedingt die "besseren Menschen") sind, da änderte sich meine Einstellung, allerdings musste ich mich auch von der "Szene" zurückziehen, weil ich das Leid der misshandelten Tiere und die Wut der Helfer nicht mehr ertragen konnte...

    U.a. durch die Suche nach einer Religion/Philosophie, die auch das Leid der Tiere sieht, kam ich später zum Buddhismus. :)

    Liebe Grüße :heart: _()_

    "...Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..." (AN.VI.63)

    "In dieser Stunde hörte Siddhartha auf, mit dem Schicksal zu kämpfen, hörte auf zu leiden. Auf seinem Gesicht blühte die Heiterkeit des Wissens, dem kein Wille mehr entgegensteht, das die Vollendung kennt, das einverstanden ist, mit dem Fluss des Geschehens, mit dem Strom des Lebens, voll Mitleid, voll Mitlust, dem Strömen hingegeben, der Einheit zugehörig." (H.Hesse)

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    • 28. Dezember 2023 um 14:57
    • #175
    Zitat

    "Mögen alle Wesen glücklich sein" vereinbar. Tiere umbringen und allen Wesen Wohlwollen und Mitgefühl entgegenbringen passt nicht zusammen.

    Pflanzen SIND Wesen. Es ist unmöglich, keinen Schaden anzurichten. Buddhistische Praxis sollte Illusionen (auch darüber) auflösen, indem sie zur Erkenntnis dessen führt, was wir Wesen gemeinsam haben (zu denen Dogen sogar in gewissem Sinne noch Steine usf. zählt, wo ich nicht mehr mitgehe).

    Ich kann also gerne bewusst Wohlwollen ausdrücken, indem ich an der Fleischtheke vorbeigehe. Aber wenn ich dann abends meine Tomaten esse, verspeise ich bloß eine andere Art von Wesen.

    Was ist eigentlich so schwer daran zu verstehen, dass es unmöglich ist, trotz einer mitfühlenden Haltung Schaden anzurichten? Schon in der Bibel wurde das klargemacht, dort heißt es Sündenfall. Es ist eine Metapher dafür, dass ein Paradies nicht existiert auf Erden.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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