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  1. Buddhaland Forum
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Altersgerechter Buddhismus

  • Kaiman
  • 2. Juli 2023 um 18:59
  • Zum letzten Beitrag
  • Kaiman
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    • 2. Juli 2023 um 18:59
    • #1

    Hi,

    ich frag mich in wie weit der Buddhismus Kindern und Jugendlichen näher gebracht werden kann.

    Aus meiner Sicht zielt der Buddhismus auf Entsagung und Weltabgewandtheit aus(sich von der Welt lösen).

    Ich denke aber auch das dies die letzten Züge sind die der Praktizierende verwirklicht, bzw. erkennt.

    Nun ist es so das alleine das Älterwerden schon ein Teil davon von Natur aus in sich trägt . Indem man sich irgendwann unweigerlich sich mit Krankheit , Alter und Tod auseinandersetzten muss.

    Als Jugendlicher oder Kind hat man noch das ganze leben vor sich . Da finde ich es schwierig gleich mit den Übungen (Kontemplation) auseinanderzusetzen die sich mit Tod und Alter, Krankheit auseinanderzusetzten. Oder gar wie es in den Sieben segensreichen Vorstellungen empfohlen wird sich der Vorstellung der Reizlosigkeit des ganzen Daseins sich zu widmen.

    Vielleicht ist am Anfang des Weges sinnvoll die Kultivierung von Mitgefühl zu fördern und lernen sich zu konzentrieren und Achtsam zu sein. Das muss nicht einmal gleich Meditation im sitzen gehen oder liegen sein , sondern lernen bei einer Sache bleiben und sich ganz auf diese zu konzentrieren . Sei es lesen , lernen, Arbeiten, spielen, was auch immer.

    Soweit ich das mal gelesen habe ist im Hinduismus sogar die Empfehlung sich intensiv der religiösen Praxis erst in der letzten Hälfte der vier Lebensalters zu kümmern und vorher ganz normal erstmal sich selbst in beruflich und sozial in Gesellschaftliche Stellung zu bringen, seine Kinder großzuziehen und dann erst ein Leben in Abgeschiedenheit zu führen mit entsprechender Praxis. So das wie ich oben schon geschrieben habe , das altern rund die natürlich Auseinandersetzung mit Alter , Krankheit und Tod schon eine gute Basis ist für die Praxis ist.

    Ich frag mich das weil mein Neffe 7 Jahre bald zu besuche kommt.

    Wie seht Ihr das ?

    Viele Grüße Kaiman

  • Monikamarie
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    • 2. Juli 2023 um 19:59
    • #2

    Hallo Kaiman,

    zuerst hab ich gedacht, oje warum Kinder dazu anleiten.

    Aber natürlich ist es sinnvoll, ein Kind zu Mitgefühl, Achtsamkeit... zu erziehen, aber dazu bedarf es keiner buddhistischen Praxis. Ich habe meine Tochter selbstverständlich in diesem Sinne erzogen, ohne was von Buddha zu wissen. Es muss aber natürlich authentisch sein.

    Du aber bist nur der Onkel, was willst Du "lehren"?

    Sei einfach Vorbild und antworte ehrlich auf Fragen.

    _()_ Viel Freude dabei :heart:

    PS: auf keinen Fall missionieren

  • mukti
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    • 2. Juli 2023 um 20:00
    • #3

    Es macht wohl Sinn vor allem die Sittlichkeit näher zu bringen, nicht lügen, nicht stehlen, Gewaltlosigkeit, Wohlwollen usw. Das ist auf jeden Fall ein gutes Fundament für's Leben, ob sich nun später ein Interesse für den Buddhismus entwickelt oder nicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Kaiman
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    • 2. Juli 2023 um 20:56
    • #4
    Monikadie4.:

    Du aber bist nur der Onkel, was willst Du "lehren"?

    Lehren will ich nichts. Wie du gesagt hast vielleicht kann ich Vorbild sein. Ich würde nur was sagen oder mich mitteilen wenn er fragt und das dauert glaub ich noch bis eventuell Interesse an solchen Themen aufkommt. Wobei man schon ganz deutlich merkt,das auch er schon in seinem Alter verstehen will wie so manches funktioniert.er fragt manchmal woher der Bär kommt oder wo man hingeht wenn man tot ist.Ich könnt mir schon vorstellen, dass diese Fragen später für ihn noch dringlicher werden und die wissbegier geweckt wird.

  • KarmaHausmeister
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    • 2. Juli 2023 um 21:22
    • #5
    Kaiman:

    Aus meiner Sicht zielt der Buddhismus auf Entsagung und Weltabgewandtheit aus(sich von der Welt lösen).

    Das, meine ich, ist eine falsche Sicht auf den Buddhismus. Die ist für Kinder auch sicher nicht geeignet (…nicht mal für Erwachsene).

    "Es gibt nur eine falsche Sicht: Der Glaube, meine Sicht ist die einzig richtige."

    Nagarjuna / 塞翁失馬 – 焉知非福

  • Aileen
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    • 2. Juli 2023 um 22:58
    • #6

    Vielleicht ist diese Seite eine Inspiration für dich:

    Aktuelle Blog-Beiträge | Mit Kindern wachsen

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. Juli 2023 um 08:00
    • #7

    Wenn aus Kindern irgendwann verantwortungsvolle Erwachsene werden sollen, ist die Fähigkeit der Impulskontrolle wesentlich. Nicht mehr jedem Bedürfnis sofort folgen müssen, nicht mehr jedem Gewaltimpuls nachgeben. Warum? Weil daraus Leid und Frustration entstehen. Das ist eine Kernlehre des Buddhismus.

    Allerdings ist diese Bedürfniskontrolle nicht gerne gesehen im Kontext der kapitalistischen Marktwirtschaft, die darauf basiert, dass künstlich erzeugte Bedürfnisse immer schneller erfüllt werden, so schnell, dass man erst gar nicht darüber nachdenken kann, dass man das zehntausendste, völlig sinnlose Bullshit-Teil gekauft hat. Populistische Politik andererseits braucht die aufschäumende, unreflektierte Wut auf "die da Oben", um ihre Ausgeburten an Dummheit in Land- und Bundestag zu tragen.

    Das Ergebnis ist eine infantile Gesellschaft.

    Darum ist es für diese wie jene nützlich, dass Impulskontrolle immer mehr zu einer exotischen Randerscheinung wird, womit man Kinder als künftige Wähler und Konsumenten nicht belästigen sollte. Aus diesem Grunde ist die buddhistische Lehre für Kinder und Jugendliche natürlich völlig ungeeignet.

    ;)

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    3 Mal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (3. Juli 2023 um 08:17)

  • Thorsten Hallscheidt
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    • 3. Juli 2023 um 08:24
    • #8
    Kaiman:

    Oder gar wie es in den Sieben segensreichen Vorstellungen empfohlen wird sich der Vorstellung der Reizlosigkeit des ganzen Daseins sich zu widmen.

    Die Frage ist doch hier: Warum wird das empfohlen? Weil Buddhisten schlecht gelaunte, graue Miesmacher sind, die nur das Leid im Dasein sehen und völlig spaßbefreit sind?

    Der Buddha hat etwas gefunden, das die Lust an Sinnesvergnügen komplett in den Schatten stellt, das weit über die schlichte Befriedigung von Bedürfnissen hinausgeht, und was den Menschen zugleich frei, mündig und unabhängig machen kann. Aber dazu bedarf es erst einmal der Erkenntnis, dass die ständige Befriedigung von Bedürfnissen und Wünschen den Durst nicht zu löschen imstande ist, ja zu noch mehr Durst führt, als tränke man Salzwasser. Dazu bedarf es der inneren Erkenntnis all der Abhängigkeiten und Süchte, die im Laufe des Lebens zu einem einzigen Gefängnis werden können, sodass von der ersten, kindlichen Freude an den Dingen der Welt nicht viel übrig bleibt.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    2 Mal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (3. Juli 2023 um 08:30)

  • void
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    Zen
    • 3. Juli 2023 um 10:30
    • #9
    Kaiman:

    Ich frag mich das weil mein Neffe 7 Jahre bald zu besuche kommt.

    Vielleicht ist es dir ein wenig zu flappsig und es wird der ehrwürdigen Tradition und dem Ernst des Buddhismus nicht gerecht, aber wenn ich mit Kindern rede, dann versuche ich an uhr Denken antuknüpfen..

    Mein Neffe ist ein großer Fan von Star Wars. Dies ist ein guter Anknüpfungspunkt, da ja viele Elemente von Star Wars sich an den Buddhismus anlehnen. Von daher würde ich ihm den Buddhismus anhand von Star Wars erklären:


    [lz]

    Bei den Jedis sieht man ja, , dass es nicht nur wichtig ist, den Körper zu trainieren , sondern auch den eigenen Geist zu zahmen. Weil ja das meiste Schlechte in der Welt daher kommt, weil Leute ihren Geist nicht unter Kontrolle haben und sich dann von Hier und Hass zu allem möglichen hinreißen lassen. Von daher macht es Sinn, bei dem was man macht den eigenen Geist zu beobachten. Weil man - wenn man das im Gehirn oder bei Radfahren macht, leicht zu Unfällen kommt, Nacht es Sinn sich dazu hinzusetzten, was man dann Meditation nennt. Aber es geht nicht nur um Kontrolle. Jemand kann seinen Geist ziemlich unter Kontrolle haben, aber dann - wie Darth Vader auf die dunkle Seite der Macht wechseln. Weil in ihm dann doch ganz viel Angst vor Verletzung war so dass er all die Kontrolle nur dazu benutzte, Nacht zu erlangen. Von daher ist es neben der Kontrolle des Geistes genauso wichtig Freundlichkeit in sich aufzubauen.

    Das ist alles keine bloße Theorie sondern man kann es konkret einsetzten. Dauernd passiert ja irgendein Zeug passiert, dass einen wütend oder angstlicht macht. Wenn man dann einfach handelt, schreit man Leute an, oder beleidigt sie oder haut sie sogar. Weswegen es dann toll ist, wenn man anders damit umgehen kann. Wenn man sich auf ein Kissen setzt, das Zeug das in einem passiert anschaut, das Problem angeht und dann friedlich damit umgeht.[/lz]

    Gerade wenn man klein ist, ist man von Dingen fasziniert die stark sind. Sei es ein Tyrannosaurus Rex oder eben ein Jedi-Meister. Und da ist es eben wichtig zu betonen, dass die Kontrolle über den eigenen Geist die größte Stärke ist die man haben kann

  • Noreply
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    • 3. Juli 2023 um 11:19
    • #10

    Kinder werden von mir immer als denkende, fühlende Wesen behandelt. Also nicht als "Kinder". Das wichtigste ist nicht der Geist von großer Stärke, den haben sie schon. Für mich war das Wichtigste, dass Körperverletzung in jeder Form nicht erlaubt ist,

    dass etwas nehmen, das nicht gegeben wurde, zu Körperverletzung oder Einschränkung der Freiheit des Wegnehmenden führt,

    jemanden durch Verleumdung, Unwahrheiten, Rachemotiven Probleme bringen, die zur Körperverletzung, Einschränkungen der Freiheit des Verleumdeten führen, werden sanktioniert.

    Natürlich wurde mir bei Anleitung von jungen Menschen schnell meine eigenen „Sünden“ klar, die ich mir jetzt bekennen musste. Das bewirkt Mitgefühl, vermeidet Mitleiden und beschränkt, Toleranz/Gleichmut anstatt Gleichgültigkeit, fördert Geduld bei mir.

    Egal wo Geist/Selbst erscheint, da braucht kein fremder Mensch dran herumfummeln, der ist immer perfekt. Die Wirkungen von Handlungen müssen klargemacht werden, dann ändert sich das Denkende Selbst von selbst.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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