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Wissenschaftliche Argumente gegen Shunyata?

  • Neynia
  • 18. Juli 2023 um 13:21
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  • Sandaju
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    • 21. Juli 2023 um 23:38
    • #51

    Ich glaube mich zu erinnern das Gautama bei einer seiner Belehrungen gefragt haben soll in welchen Dingen denn der Mönch Gautama selbst in Bezug auf das Entstehen in Abhängigkeit nicht gefunden werden kann und es lief dann darauf hinaus das er in allem enthalten ist und alle anderen Faktoren ebenfalls in allen anderen Faktoren enthalten sind im Sinn eines radikalen Pluralismus und diese Erkenntnis soll dazu dienen die Unzulänglichkeit einseitiger Sichtweisen darzulegen welche er das Netz der Theorien nannte in welchem man sich unweigerlich verfängt ich glaube weiters das diese Belehrung dazu dienen soll von Konzepten zu befreien anstatt ein neues hinzuzufügen also Shunyata bedeutet denke ich auch das alles in allem enthalten ist

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 21. Juli 2023 um 23:46
    • #52
    Ellviral:

    Skandha hat Buddha dafür geprägt.

    Die Teile sind Körper, Gefühl, Wahrnehmung, Antrieb zu einer Absicht, Bewusstsein. Die ganzen Skandha nennt Buddha: Das Selbst.

    Nein er nennt es nicht das selbst.

    Aber unabhängig davon hatte ich ja um die Äusserung eigener Beobachtungen gebeten. Meine sind so dass es demgemäss nicht passt , mein Dasein/mich als als aus Teilen bestehend zu denken. Wozu sollte ich das tun. Ich würde es mehr in Prozessen / Abläufen erklären.

    Weil ich allgemein gemeinten Theorien über eine Seele oder ein Selbst abgeneigt bin, fühle ich mich wichtigen Teilen des buddhistischen Denkens nahe und schreibe ja auch dswg hier.

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    • 21. Juli 2023 um 23:58
    • #53

    Das "Anhaften an einem Selbst"ist ein Aneignungs-Prozess in dem eben bestimmte Sachen als Teil des selbstes gesehen und erlebt werden. Dieses Aneignen bedeutet aber ja gerade, sie nicht als getrennt und disseparat und beliebig zu sehen sondern als Teil von einem Selbst.

    Man erlebt sich selber also als Ganzheit und dort wo man das nicht tut, kann man das sogar als traumatisch erleben. Zum Beispiel beim Süchtigen der Dinge tut die er nicht will. Das Erleben eines Selbst ist als zunächst mal das subjektive Erleben einer Einheit.

    Dass dieser Eindruck falsch ist, sieht man meistens nicht bei sich selber sondern bei anderen. Da kann es ja mitunter reichlich beliebig erscheinen, welche Vorstellungen jemand in sein Ich-Vorstellung integriert.

    Weil Wissenschaftlichkeit oft versucht das Objektive zu betonen und den Subjektiven Aspekt zu minimieren, ergibt sich eine Nähe zum Buddhismus.

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 22. Juli 2023 um 00:13
    • #54
    void:

    Das "Anhaften an einem Selbst"ist ein Aneignungs-Prozess in dem eben bestimmte Sachen als Teil des selbstes gesehen und erlebt werden. Dieses Aneignen bedeutet aber ja gerade, sie nicht als getrennt und disseparat und beliebig zu sehen sondern als Teil von einem Selbst.

    Was ist das was du Selbst nennst an dem (es muss dann ja ein Objekt sein) angehaftet wird bzw wer spricht ausser Buddhisten so: diese Charaktereigenschaft etc ist ein Teil meines Selbstes. Meinst du die Vorstellungen von Identität? Charakterbildung und Eigenschaften, Gewöhnungen?

    Macht dich der Name 'Selbst' und die ganzen Erklärungen mittlerweile mit Hilfe von diesem Wort nicht auch ein wenig kirre?

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    • 22. Juli 2023 um 00:33
    • #55
    eitelpfuetze:

    Was ist das was du Selbst nennst an dem (es muss dann ja ein Objekt sein) angehaftet wird bzw wer spricht ausser Buddhisten so: diese Charaktereigenschaft etc ist ein Teil meines Selbstes. Meinst du die Vorstellungen von Identität? Charakterbildung und Eigenschaften, Gewöhnungen?

    Macht dich der Name 'Selbst' und die ganzen Erklärungen mittlerweile mit Hilfe von diesem Wort nicht auch ein wenig kirre?

    Für Jahrtausende fanden es die Leute sehr normal und einleuchtend, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Es ist eine befriedigende Erklärung, weil sie der eigene Erfahrung und Intuition entspringt. Während die Idee dass es umgekehrt ist, und etliche Leute auf dem Kopf stehen ohne es zu merken, eher dazu angetan ist einen"kirre" zu machen.

    Und so ist das mit dem Selbst. Die Intuitionen von einem Wesenskern ( Descartes "Cogito Ergo sum" ) wirkt nachvollziehbar und schlicht, während es ungewohnt und kontraintuitiv und ärgerlich ist anders zu denken.

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 22. Juli 2023 um 01:44
    • #56
    void:
    eitelpfuetze:

    Was ist das was du Selbst nennst an dem (es muss dann ja ein Objekt sein) angehaftet wird bzw wer spricht ausser Buddhisten so: diese Charaktereigenschaft etc ist ein Teil meines Selbstes. Meinst du die Vorstellungen von Identität? Charakterbildung und Eigenschaften, Gewöhnungen?

    Macht dich der Name 'Selbst' und die ganzen Erklärungen mittlerweile mit Hilfe von diesem Wort nicht auch ein wenig kirre?

    Für Jahrtausende fanden es die Leute sehr normal und einleuchtend, dass sich die Sonne um die Erde dreht. Es ist eine befriedigende Erklärung, weil sie der eigene Erfahrung und Intuition entspringt. Während die Idee dass es umgekehrt ist, und etliche Leute auf dem Kopf stehen ohne es zu merken, eher dazu angetan ist einen"kirre" zu machen.

    Deine Aussage über Kulturen in denen gewisse Eliten glaubten, dass sich die Sonne um die Erde dreht und dazu die Musse hatten solchen Gedanken nachzugehen, bekomme ich in keinen rechten Zusammenhang.

    Ich entnehme dem dass es ein Antwortversuch auf meine Frage ist: Es macht dich (noch) nicht kirre ok. Es ist intuitiv.

    Mich macht es schon ein wenig kirre. Ich bin mir im Gegensatz zu deiner Einschätzung sicher: deine oder andere Aussagen hier unter der Zuhilfenahme des Begriffes 'Selbst' kämen den meisten Menschen in Deutschland gar nicht intuitiv sondern abwegig/unbefriedigend vor.

    Auch dswg frage ich nach. Für das was im besten Fall gemeint ist, scheinen mir die kulturgegebenen Begriffe Seele Psyche Charakter Persönlichkeit Person wesentlich zugänglicher.

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    • 22. Juli 2023 um 08:30
    • #57
    eitelpfuetze:

    Deine Aussage über Kulturen in denen gewisse Eliten glaubten, dass sich die Sonne um die Erde dreht und dazu die Musse hatten solchen Gedanken nachzugehen, bekomme ich in keinen rechten Zusammenhang.

    Ich entnehme dem dass es ein Antwortversuch auf meine Frage ist: Es macht dich (noch) nicht kirre ok. Es ist intuitiv.

    Mich macht es schon ein wenig kirre. Ich bin mir im Gegensatz zu deiner Einschätzung sicher: deine oder andere Aussagen hier unter der Zuhilfenahme des Begriffes 'Selbst' kämen den meisten Menschen in Deutschland gar nicht intuitiv sondern abwegig/unbefriedigend vor.

    Auch dswg frage ich nach. Für das was im besten Fall gemeint ist, scheinen mir die kulturgegebenen Begriffe Seele Psyche Charakter Persönlichkeit Person wesentlich zugänglicher.

    Dies ist aber einfach nicht gemeint. Buddha war eine Person, er hatte Persönlichkeit und Charakter aber das was mit der Befreiung zum Erliegen kam war der "Egoismus" - die Ausrichtung an einem selbst.

  • Igor07
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    • 22. Juli 2023 um 09:40
    • #58
    void:

    Dies ist aber einfach nicht gemeint. Buddha war eine Person, er hatte Persönlichkeit und Charakter aber das was mit der Befreiung zum Erliegen kam war der "Egoismus" - die Ausrichtung an einem selbst.

    Klar, es war sehr starke Persönlichkeit. Aber mit dem Nicht-Ich das hat nichts zu tun. Wenn Leonie Nyanatoloka zitiert, also die beste Quelle, die überhaupt noch gibt, aber man hier entweder das ganze ingnoriert, oder er schafft die eigene Vision von Buddhismus, dann ich frage mich , warum wir alle hier brauchen die Quellen?

    Der Buddha hatte mit der Indentifikation von Khandha aufgehört, er hattte keine Herzen-Befleckungen mehr, deswegen er schaffte das.

    So Frau Anders-Debes sagte mit per Telefon... Alles ist Wandel, alles fliesst, es gibt keinen Kern in uns, auch die moderne Wussnschaft sagt dasselbe eins zu eins. Das ist die Unwissenheit ( via Verblendung), so schaffen wir das Leid selsbt ( Schaff-Sal).

    Es steht sogar in Wikipedia, und die Quellen dort sagen dasselbe:

    Die buddhistische Lehre erklärt, dass alles im Leben einer kontinuierlichen Veränderung unterworfen sei und dass alles, was existiert, in Abhängigkeit von Bedingungen existiere (Bedingtes Entstehen, Pali Pratītyasamutpāda). Diese sind nicht dauerhaft. Daher gilt die Vorstellung als unwissend und illusioniert, dass irgendetwas ein dauerhaftes Selbst[10][11] oder eine Seele habe.

    Die Annahme eines dauerhaften und festen Selbsts ist aus buddhistischer Sicht eine der Hauptursachen für das menschliche Leid. Buddha lehrte, dass wir durch das Erkennen der Bedingten Entstehung zur Wahrnehmung der bedingten Existenz des Ichs kommen. Dies geschieht, da die einzeln entstehenden und vergehenden Ereignisse geschaut werden und erkannt wird, dass da kein Selbst vorhanden ist. So können wir unsere weltlichen Begierden loslassen und über das Leid hinauswachsen. Buddha hat oft betont, dass alles Anhaften an die Vorstellung eines festen Selbsts auf der Unwissenheit über die vier Edlen Wahrheiten mit ihren drei Daseinsmerkmalen und zwölf Bestandteilen beruht.

    Die Lehren des Buddha beruhen auf der direkten Erkenntnis der Wahrheit und sie beinhalten daher kein Konzept von einem Selbst, welches erschaffen sein könnte durch Geburt, Imagination, Spekulation, metaphysische Studien oder durch eine Selbst-Identifikation. Die fünf Skandhas (Körper, Empfindungen, Wahrnehmungen, Geistesformationen, Bewusstsein) sind in diesem Zusammenhang sehr wichtig, weil ein Individuum ein Begehren, Anhaften, Upadana (Sanskrit उपादान IAST upādāna) an diese Skandhas formt und sich damit identifiziert. Wenn ein Praktizierender sein Begehren nach allen fünf Skandhas durch meditative Einsicht überwunden hat, erlebt er die Freude des Nicht-Anhaftens und verweilt in Weisheit. Buddha hat deutlich erklärt, dass alle fünf Skandhas unbeständig seien, genauso wie eine brennende Flamme unbeständig und dem ständigen Wechsel unterworfen sei.

    Was ist hier, bitte, schwer zu verstehen, es ist mir das Rätsel. :shrug:

    Ergreifen von 5 Skandhas ..das "erzeugt" doch diese alle Geist-en-Gifte ( eher rezipok, scheint mir), deswegen die innere Reinigung vom "Herz-Geist" wäre dann der weg zu Befreiung. Also die Ent-reiz-ung, oder die Ver-sieg-ung der Trieben. Und wenn man mit dem Verblendten "Ich-Wahn" sich identifiziert, das hat mit dem Pfad nichts zu tun. Tja.. (:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

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    • 22. Juli 2023 um 10:08
    • #59
    Igor07:

    Klar, es war sehr starke Persönlichkeit. Aber mit dem Nicht-Ich das hat nichts zu tun.

    Ja eben. @eitelpfuetze meinte, dass der Begriff "Selbst" nicht sinnvoll wäre und man im buddhistischen Kontext auch Worte wie "Person", "Persönlichkeit" ,"Charakter" verwendet könnte um Atta zu beschreiben. Dies ist aber nicht zielführend.

    Ursprünglich ging diese Diskussion ja von einer Frage von @eitelpfuetze aus in der dieser sinngemäß gefragt hatte, wie sich ein "zusammengesetztes Selbst" anfühlt.

  • Noreply
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    • 22. Juli 2023 um 10:45
    • #60

    Wer spricht denn so: Hab gerade "Einführung in die Philosophie" Karl Jaspers im Ohr.

    Objekt Subjekt Trennung.

    Um überhaupt denken zu können, muss es ein Objekt geben, auf das sich das Denken, Subjekt richten kann.

    Ein Objekt kann und ist meistens kein Objekt im Sinn von Ding, es ist Begriff, auch wenn er sich auf ein Objekt richtet, ist eigentlich der Begriff das Objekt.

    Hier ist das Selbst das Subjekt, das sein Denken an … > ausrichtet.

    So findet das Denken statt, wenn es nicht Kommunikation mit einem Gegenüber wirkt.

    Bei Kommunikation wird das Selbst zu einem Ich, das sich als Name, Person, Persönlichkeit Status äußert.

    Hier findet das Ergreifen der Skandha als ich, mein, Selbst statt, das die Leiden verursacht.

    Alle Formen dieses Selbst sind Illusionen, besser nicht erkannter Selbstbetrug.

    Buddha nimmt genau das aufs Korn. Den Glauben, dass dieser Körper, dies Gefühl, diese Wahrnehmung, dieser Absichtstrieb, dies Bewusstsein mein ist, Ich bin, mein Selbst ist. Buddha erkennt klar, dass diese Skandha universell in jedem fühlenden Wesen natürlich vorhanden sind (Buddhanatur).

    Das ist das eine für dieses individuelles Wesen universelle Selbst.

    Nur beim Menschen findet Kommunikation in Begriffen statt und diese Art benötigt unbedingt ein Ich sage, meine, glaube. Das muss so sein, weil es sonst keine Übereinstimmung im Bewerten, der verwendeten Begriffe geben kann.

    Ein Mensch kann mit jedem fühlenden Wesen kommunizieren.

    Doch nur mit Gleich-ge-Sinn-ten in Begriffen.

    Aber die Schwierigkeit ist, besonders im philosophischen Diskurs, dass es sehr mühsam ist, sich wirklich auf Bedeutung eines Begriffes zu einigen. Es sind schon Bibliotheken geschaffen, um den Begriff: Selbst zu bewerten.

    Die Forderung das man seinen Standpunkt festlegen soll, was man für Selbst hält, kann also die Bereitstellung einer Jauchegrube sein um den, der darauf reinfällt, noch untertauchen zu können oder jemanden bedrängen auf seine Antwort, die immer wieder negiert werden kann.

    Bei dir @eitelpfuetze weiß ich nicht, wie die Forderung gemeint ist. Die einzige Antwort, die du bekommen kannst, ist die, die du findest oder gefunden hast, wenn du bereit bist, das Selbst zu bereinigen von allen Begrifflichkeiten, selbst von Selbst.

    Ich kann dir diese Antwort bestätigen, aber nicht beweisen, dass ich es weiß, liegt einfach daran das selbst Selbst oder Ich verloren ist.

    Aber bemerken kann man das in Schriften, wenn sie mir doppeldeutig erscheinen. Ich schreibe seltenst doppeldeutig. Aber nur so, wie ich schreibe kann jemand Eindeutigkeit bei sich finden, wenn er seine Bedeutungen von meinen Begriffen nimmt. Heißt, überhaupt seine Interpretationen erkennt.

    Objekt Subjekt Trennung. Diese Trennung ist unüberwindbar. Es gibt aber einen Standpunkt, eines Ich das Nicht-Ich ist, einnimmt, zwischen Objekt und Subjekt, ohne sich für eines zu entscheiden. Also so bleibt, wie es ist. Dann erkennt ... Objekt und Subjekt und gleichzeitig, dass sie nur begriffliche Kontrahenten sind.

    Das Selbst sein als Ich bin, Mein haben als Erscheinung dieses Augenblickes erkennen. Die Leiden am Ich bin sein, an Mein haben, als ich bin aber ein Status/Selbst verliert sofort ihre Kraft, mich leiden zu lassen.

    Ich weiß was Selbst ist, doch das kann ich keinem zeigen. Der andere erkennt immer ein Ich, Ego, das ist die Folge von Begriffsverwendung. Schweige ich ist alles klar, ein Wort ist Vertrauen, ein Satz von mir Verwirrung.

  • Igor07
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    • 22. Juli 2023 um 13:34
    • #61

    Sehr guter Artikel zum Thema:

    Das Selbst ist kein Sein und kein Nichts, sondern endloser Wandel
    Karl-Heinz Brodbeck skizziert die unterschiedlichen Konzepte vom „Selbst“ in der Mahayana-Tradition und zeigt, wie uns abendländische Vorstellungen und die…
    buddhismus-aktuell.de

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • eitelpfuetze
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    • 22. Juli 2023 um 23:13
    • #62
    void:
    eitelpfuetze:

    Deine Aussage über Kulturen in denen gewisse Eliten glaubten, dass sich die Sonne um die Erde dreht und dazu die Musse hatten solchen Gedanken nachzugehen, bekomme ich in keinen rechten Zusammenhang.

    Ich entnehme dem dass es ein Antwortversuch auf meine Frage ist: Es macht dich (noch) nicht kirre ok. Es ist intuitiv.

    Mich macht es schon ein wenig kirre. Ich bin mir im Gegensatz zu deiner Einschätzung sicher: deine oder andere Aussagen hier unter der Zuhilfenahme des Begriffes 'Selbst' kämen den meisten Menschen in Deutschland gar nicht intuitiv sondern abwegig/unbefriedigend vor.

    Auch dswg frage ich nach. Für das was im besten Fall gemeint ist, scheinen mir die kulturgegebenen Begriffe Seele Psyche Charakter Persönlichkeit Person wesentlich zugänglicher.

    Dies ist aber einfach nicht gemeint. Buddha war eine Person, er hatte Persönlichkeit und Charakter aber das was mit der Befreiung zum Erliegen kam war der "Egoismus" - die Ausrichtung an einem selbst.


    was ich mit Zugänglichkeit meinte ist, dass hinter dem Begriff Psyche beispielsweise fundierte Forschung steht, die ja mentale Prozesse (und Vereinnahmungsprozesse) und das Eingenommensein von Gefühlen und die Folgen zum Gegenstand der Forschung hat. Das heisst in dieser Sprache: der menschliche Charakter ist der Gegenstand der Forschung.

    Zu dem zählt man ja zB auch Denkgewohnheiten (die abgelegt werden könnten) oder auch Wahrnehmungsbeschränkungen wie zum Beispiel gewisse Insensibilitäten / fehlendes Gespür für die Menschen in ihren diversen situativen und subjektiven/mentalbedingten Umgebungen.

    Wenn also mit dem Namen 'Selbst' das gemeint ist, dann erschliesst sich mir nicht ganz der Sinn, denn unter den kulturgegebenen Namen Charakter und Persönlichkeit findet sich ja pädagogische und psychologische Forschung und hieraus resultierende heiltherapeutische Ansätze zu dem allgemeinen Phänomen, dass man sich an Gefühle und Vorstellungen bindet, dass sich gesündere (gute) oder ungesündere (sog schlechte) Charaktereigenschaften herausbilden. Insofern erscheint mir die Formulierung 'ein Selbst haftet an x y z' an, oder 'ein Selbst besteht aus Teilen' stark vereinfacht oder wie eine schlechtere Wahl, wenn man doch Zugriff auf elaboriertere Erklärungen hätte und dazu tiefgehende Forschung. Jedenfalls spreche ich dann beispielsweise lieber von Charakterbildung/Identitätsbildung.

    Von der meine ich, dass sie im Kleinen betrachtet geschieht, indem man eben an einem Gefühl mit der verbundenen Vorstellung (oder sonstigen Aktivität) hängt, also dieses Gefühl auslebt. Die Folge davon sind Bewusstwerdungsprozesse die in (weiteren oder neuen) identititätsfeststellenden oder wiedersofeststellenden (verstärkenden) Gedanken münden: Ich selbst etc.

    Es handelt sich bei diesen Gedanken weniger um die Benennung einer tatsächlichen Voraussetzung, die man in kulturfremden (buddhistischen?) mir jedenfalls sehr grob und vereinfacht erscheinenden Worten so ausgeben möchte: Das Ich/das 'Selbst'? besteht aus Teilen' oder 'es haftet an'.

    Die identitätsfestellenden Gedanken sind mehr die Folge vorangegangener Anhaftungsprozesse, die in buddhistischen Quellen ja eigentlich als (mit besserem Verständnis betrachtet) persönlichkeitslos beschrieben werden, bzw ist in diesen Texten auch die wiederholte Rede von den drei Daseinsmerkmalen und zu denen gehört die Eigenschaft 'nicht selbst' (der Erscheinungen).

    Zu den Mitteln, die Selbstgedankenbildung abzumildern bzw eine ausgeprägtere Distanz zu ihnen zu erlangen lautet der buddhistische Vorschlag, die Phänomene nüchterner als vergänglich, leidhaft und nicht selbst zu erkennen. Auf diesem vorgeschlagenem ganzheitlichem Weg trocknen die Triebe und mit ihnen das entsprechende (gefühls- und wunschbezogene - egobezogene?) (Ich) Denken aus - jedenfalls ist mir das nachvollziehbar. Insofern und aufgrund und im Sinne meiner eigenen buddhistischen Praxis würde ich eher Erklärungen zuneigen, in der nicht eine Identität (ein Selbst?) in den Vordergrund gerückt wird, sondern die Bedingungen Prozesse, die dieses Denken und Handeln ermöglichen.

    Insofern interessieren mich natürlich die entsprechend gemeinten Verbindungsversuche von Repräsentationen buddhistischer Hellsichten (beispielsweise Texte über 'Leerheit') zu den (nüchtern bzw sachlich gemeinten) wissenschaftlichen Arbeiten auch aus den Forschungsgebieten Physik und Quantenphysik - soweit ich den entsprechenden Artikeln folgen kann. Das Geschehen nicht unter der Prämisse eines Subjektes/dem Wahrnehmer und eines objektiven Kosmos anschauen zu wollen, und wenn es 'nur in der Theorie' ist, finde ich nach wie vor reizvoll, faszinierend.

    Nicht besonders buddhistisch diese Anhaftung, andererseits aber erklärte Buddha ja auch das der Gedanke über ein Selbst in einer Welt nur eine Ansicht ist, vielleicht ist es in diesem Fall auch Anhaftung an Freude über eine tiefere Einsicht gewesen - jedenfalls: es war gerade das was man Kontakt und Erfassen des Gefühles meint gegenwärtig/klar beobachtbar und an dieser passenden Stelle ist mein Bedürfnis nach Ausführen wollen in dieser Hinsicht befriedigt. Es war etwas ausgeprägter :grinsen:

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    • 22. Juli 2023 um 23:28
    • #63

    Der Buddhismus eben ein "atta" (Selbst)leugnet wird weder gesagt, dass dieses atra aus Teilen besteht noch dass es an irgendetwas anhaftet.

    Im Gegenteil: Es gibt Prozesse des Anhaftens an einem Selbst und diese Prozesse beinhalten und erzeugen die Illusion eines Selbsts. Aber diese Prozesse sind vielfältig. Ein Sehprozess erzeugt als geistige Hervorbringungen ein "gesehenes Objekt" aber ebenso ein "Sehsubjekt" so wie der Akt des Höhrens ein Höhesubjekt hervorbringt. Indem das was man als sein Selbst betrachtete als etwas entdeckt, das jeden Moment erzeugt wird und wo Teile zusammenfindet, wird es als Illusion sichtbar.

  • eitelpfuetze
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    • 22. Juli 2023 um 23:38
    • #64
    void:

    . Indem das was man als sein Selbst betrachtete als etwas entdeckt, das jeden Moment erzeugt wird und wo Teile zusammenfindet, wird es als Illusion sichtbar.

    Ich kann deinem vorgeschlagen Beobachtungsvorgang nicht folgen.

    Welche Teile finden beispielsweise bei einem angenehmen Gefühl was man als was eigenes sieht zusammen? Was wird dann als Illusion sichtbar?

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    • 23. Juli 2023 um 00:02
    • #65
    eitelpfuetze:
    void:

    . Indem das was man als sein Selbst betrachtete als etwas entdeckt, das jeden Moment erzeugt wird und wo Teile zusammenfindet, wird es als Illusion sichtbar.

    Ich kann deinem vorgeschlagen Beobachtungsvorgang nicht folgen.

    Welche Teile finden beispielsweise bei einem angenehmen Gefühl was man als was eigenes sieht zusammen? Was wird dann als Illusion sichtbar?

    Eben das "etwas als etwas eigenes sehen" ist ja dass, was das angenehme Gefühl zu einem Teil des Selbstes macht.

    Ich hoffe ich verwirre dich jetzt mit meinen seltsamen Beispielen nicht;

    Stell dir vor ein asketischer Wüstenmönch fühlt in sich zum Beispiel ein angenehmes erotisches Gefühl beim Betrachten einer Wäscherin aufsteigen. Der denkt da vielleicht in sich "Oh hinweg mit dir sündiger Gedanken von Dämonen eingegeben" Er distanziert sich von dem angehmen Gefühl und akzeptiert es nicht als Teil seines Selbstes. Während vielleicht der ägyptische Bauer daneben "Geile Figur" denkt und sich überlegt wie er mit ihr anbandeln könnte.

    Wir haben einmal eine Distanzierung bei dem die Lust wahrgenommen aber angestoßen wird und einmal wird sie integriert. Natürlich ist das noch viel zu einfach. Auch das Abstoßen kann ja selber wieder eine Selbstsich befeuern, die z.B von Frauenfeindlichkeit und Aketenstolz als Denkgewohnheiten einlädt.

    Auf jeden Fall macht es Sinn ein "Selbst" eher als ein Produkt und einen Referenzpunkt zu sehen und nicht als etwas Handelndes. Da das Handeln aber im Allgemeinen genau so eine Selbstillusion als Referenz heranzieht ist das zwar ein wichtiger Unterschied aber einer den man beim Sprechen ignorieren kann.

    So wie man ja auch sagt "Die Bank überweist das Geld" obwohl ja auch so eine Bank eher was schwammiges ist - ein Konzert aus Gebäuden , juristischen Fiktionen und legitimierten Personen, Servern und Putzkräften. Aber durch das reibungslose Zusammenspiel der Kräfte - wenn die Putzkraft nicht den Stecker vom Server zieht um besser Wuschen zu können , wird so erfolgreich Wirkung erzielt ( Das Geld kommt an) dass man diese Wirkung der Bank als Handelnder Instanz zurechnen kann. Bei einem Börsencrash und Bankenpleiten kann diese Instanz schlagartig wirkungslos werden. Es sieht so aus als zerfällt sie - in arbeitslose Exmitarbeiter, Gebäude, Erinnerungen, Tische, aber dass es nicht mehr gelingt als handelnde Einheit zu erscheinen bedeutet nicht, dass diese existiert hätte oder in ihren Teilen auffindbar wäre.

    Denkprozesse vereinfachen die Welt und erzeugen dabei Instanzen die sich vor die Welt stellen und deren Realität für sich beanspruchen.

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 23. Juli 2023 um 00:38
    • #66
    void:
    eitelpfuetze:
    void:

    . Indem das was man als sein Selbst betrachtete als etwas entdeckt, das jeden Moment erzeugt wird und wo Teile zusammenfindet, wird es als Illusion sichtbar.

    Ich kann deinem vorgeschlagen Beobachtungsvorgang nicht folgen.

    Welche Teile finden beispielsweise bei einem angenehmen Gefühl was man als was eigenes sieht zusammen? Was wird dann als Illusion sichtbar?

    Stell dir vor ein asketischer Wüstenmönch fühlt in sich zum Beispiel ein angenehmes erotisches Gefühl beim Betrachten einer Wäscherin aufsteigen. Der denkt da vielleicht in sich "Oh hinweg mit dir sündiger Gedanken von Dämonen eingegeben" Er distanziert sich von dem angehmen Gefühl und akzeptiert es nicht als Teil seines Selbstes.

    Schau void. Ich bin an buddhistischen Erklärungen interessiert, weil hier erklärt wird, dass es nur identitäre Ansichten und in einem gewissen Rahmen beliebige Ansichten nur sind. Insofern kann ich dir bzw will ich dem Diskursvorschlag nicht folgen. Ich kann kein Selbst erkennen zu dem etwas gehören kann oder nicht. Auf dieser Ebene äussere ich mich. Ich kann beispielsweise Neigungen nennen, projezierende Wünsche, Menschen die handeln und Gefühle haben.

    Ein diskursieren mit Hilfe der Idee über eine eigene Seele zu der bestimmte Wünsche gehören, ist mir eher fremd. Wozu sollte ich es mir so vorstellen noch dazu wenn buddhistische Quellen in sich den Ratschlag bergen so nicht zu denken?


    void:

    Eben das "etwas als etwas eigenes sehen" ist ja dass, was das angenehme Gefühl zu einem Teil des Selbstes macht.

    Ich würde sagen: der zumeist unbewusst ablaufende Prozess von Kontakt und Anhaftung an Gefühl führt zu dem Gedanken: das ist mein. Das wiederum führt zu identitätsfeststellenden Gedanken.

    Das schrieb ich bereits - es entspricht meinen meditativ nennbaren Beobachtungen. Deswegen fragte ich nach deinen entsprechenden Beobachtungen - aus welchen Teilen das Gefühl was man als 'mein begreift' besteht und welche Illusion dann sichtbar wird, wenn man die Teile erkennt. Ich bezog mich damit nicht auf die Dekonstruktion von Namen oder die Fähigkeit dazu.

    void:

    So wie man ja auch sagt "Die Bank überweist das Geld" obwohl ja auch so eine Bank eher was schwammiges ist - ein Konzert aus Gebäuden , juristischen Fiktionen und legitimierten Personen, Servern und Putzkräften. Aber durch das reibungslose Zusammenspiel der Kräfte - wenn die Putzkraft nicht den Stecker vom Server zieht um besser Wuschen zu können , wird so erfolgreich Wirkung erzielt ( Das Geld kommt an) dass man diese Wirkung der Bank als Handelnder Instanz zurechnen kann. Bei einem Börsencrash und Bankenpleiten kann diese Instanz schlagartig wirkungslos werden. Es sieht so aus als zerfällt sie - in arbeitslose Exmitarbeiter, Gebäude, Erinnerungen, Tische, aber dass es nicht mehr gelingt als handelnde Einheit zu erscheinen bedeutet nicht, dass diese existiert hätte oder in ihren Teilen auffindbar wäre.

    Denkprozesse vereinfachen die Welt und erzeugen dabei Instanzen die sich vor die Welt stellen und deren Realität für sich beanspruchen.


    void:

    Auf jeden Fall macht es Sinn ein "Selbst" eher als ein Produkt und einen Referenzpunkt zu sehen und nicht als etwas Handelndes.

    Ja es gibt diese grundsätzliche kognitive Prägung. Ich will sie wie gesagt nicht so nennen. Eher die Ursachen davon.

    Einen Akteur klar zu benennen oder meine handelnde Person - damit habe ich keine Schwierigkeiten im Gegenteil ist es ja unabddingbar in der Gesellschaft. Und auch ohne Gesellschaft sind Gedanken um das eigene künftige Wohl (um die möglichen Gefühle und Bedürfnisse und kommenden Situationen) nur natürlich.

  • Igor07
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    • 23. Juli 2023 um 01:03
    • #67
    void:

    Der Buddhismus eben ein "atta" (Selbst)leugnet wird weder gesagt, dass dieses atra aus Teilen besteht noch dass es an irgendetwas anhaftet.


    Im Gegenteil: Es gibt Prozesse des Anhaftens an einem Selbst und diese Prozesse beinhalten und erzeugen die Illusion eines Selbsts. Aber diese Prozesse sind vielfältig. Ein Sehprozess erzeugt als geistige Hervorbringungen ein "gesehenes Objekt" aber ebenso ein "Sehsubjekt" so wie der Akt des Höhrens ein Höhesubjekt hervorbringt. Indem das was man als sein Selbst betrachtete als etwas entdeckt, das jeden Moment erzeugt wird und wo Teile zusammenfindet, wird es als Illusion sichtbar.

    Das klingt für mich absolut stimmig. Das Auto besteht aus vielen Teilen, aber man kann das "Ding" nur konventionell benennen. Und auch benutzen. Diese Teile zusammen man kann mit den Khandha vergleichen, die suggerieren durch die ihnen innewohnende Anhaftung ( Anklammerung) an die Welt die Illusion von Ich als etwas reales , etwas festes und beständiges. Ich denke , das ist der Grund von allem, was mit uns passiert, wir identifizeren uns mit dem , was nichts vorfindbar ist, ohne Diese grundegende Täushung man kann , scheint mir, nichts imstande zu überleben. Und das ist Samsara, oder Maya, die Show, die sich selsbt erträumt. Mit dem Solipsismus aber das hat nichts zu tun, so funktioniert unsere Wahrnehmung. Die verwechselt die Illusionäre Realtat der Dinge, mit d ihrer Leerheit... So man erzeugt und erschafft wie das eigene Karma , so wie das eigene Schicksal, denn man kann das ganze nichts adäquat sehen. Gefangen in den Film auf der Leinwand, der so verdammt real sich anfühlt. Aber wenn man nur das Licht im Saal anschaltet, man kann erkennen, dass der Film nichts ( als ob) real ist. ( So wie ca. der Ego-Tunnel, nach Metzinger)

    Ich denke aber nichts, das dieses Gefühl beänstigend wirkt. Eher es fühlt sich an wie die innere Befreiung, denn der Käfig war immer offen. Und wir selbst sperren uns ein in den Knast von den Konzepten, Schablonen , und Karten ( aber die alle sind keine Realität) . Klar, denn das Auto fährt, und ich ("") , wer noch? ...das schreibt.

    So es sich innerlich anfühlt, das ist sehr schwer zu vermitteln, und auch könnte wie die Depersonalisation oder Dissoziation missinterpretiert werden. Ich denke, nichts jeder braucht das. A. Watts vergleicht es richtig eher mit dem LSD-Trip, aber was ist die Realität, wir kennen keine andere, als die , welche uns die Khandha vermitteln, ihre traumhafte Eingenchaft man blendet aus, um besser in der welt der "Dinge" zurechtzukommen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • eitelpfuetze
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    • 23. Juli 2023 um 01:23
    • #68

    Der Vorschlag, die skandhas als Teile einer Summe 'Selbst' (die eigene Identität) oder 'Ich' anzusehen ist vor dem Hintergrund der Erfahrung ja nur natürlich. Die Kenntnis der eigenen aber potentiell und je nach dem auch nicht eigenen Person, das heisst die Kenntnis ihrer Anlagen und das Bewusstsein über die bei den Handlungen anwesenden Triebkräfte ist zugleich die Voraussetzung um eine unter anderen Umständen als ungute den Geist kurzweilig verstörende Aussicht wie zum Beispiel die folgende nüchterner zu erkennen.

    void:

    Stell dir vor ein asketischer Wüstenmönch fühlt in sich zum Beispiel ein angenehmes erotisches Gefühl beim Betrachten einer Wäscherin aufsteigen.


    Es wäre möglich, das als nicht mein zu erkennen, bzw klar und deutlich die Qualität des Willens hinter dem Befassungswunsch in Bezug auf diese Aufsteigung des sinnlichen Empfindens zu erkennen und insofern auch anatta: dieses Gefühl ist nicht Teil einer Seele, es ist bedingt entstanden und vergeht auch wieder.


    - Ich unterstelle diesem Mönchen mal einen erreichten Ruhepunkt, auf dem so ein Anblick normalerweise gar nicht bewegt. Also dass er dahingehend Ernüchterung gefunden hat. In diesem Fall war es halt ein außergewöhnlich friedlicher, die Sinne eh schon bewegender sommerlicher Tag und die Wäscherin war an dem Tag für diesen Mönch eher keine Wäscherin denn der erste Gedanke von ihm war nicht: ja schön, die kann dann auch mal meine ranzige Robe waschen.

  • Igor07
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    • 23. Juli 2023 um 07:14
    • #69
    eitelpfuetze:

    Der Vorschlag, die skandhas als Teile einer Summe 'Selbst' (die eigene Identität) oder 'Ich' anzusehen ist vor dem Hintergrund der Erfahrung ja nur natürlich.

    Sorry, das ist es nichts! Das suggeriert , als ob diese alle die "Sellsbt " ausmachen. Aber das ist die pure Illusion. Was void und früher Leonie hatten menr als genug demonstriert.

    So BW:

    Diese 5 Daseinsgruppen aber bilden, weder einzeln noch zusammengenommen, irgend eine in sich abgeschlossene wirkliche Ich-Einheit oder Persönlichkeit, und auch außerhalb derselben existiert nichts, was man als eine für sich unabhängig bestehende Ichheit bezeichnen könnte, sodaß eben der Glaube an eine im höchsten Sinne wirkliche Ichheit, Persönlichkeit usw. eine bloße Illusion ist.

    »Gleichwie bei Anhäufung der Teile
    Man da von einem Wagen spricht,
    Braucht man, sobald die Gruppen da sind,
    Den populären Namen 'Mensch'.«
    (S.5.10).

    khandha

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • eitelpfuetze
    Gast
    • 23. Juli 2023 um 09:49
    • #70
    Igor07:

    Diese 5 Daseinsgruppen aber bilden, weder einzeln noch zusammengenommen, irgend eine in sich abgeschlossene wirkliche Ich-Einheit oder Persönlichkeit, und auch außerhalb derselben existiert nichts, was man als eine für sich unabhängig bestehende Ichheit bezeichnen könnte, sodaß eben der Glaube an eine im höchsten Sinne wirkliche Ichheit, Persönlichkeit usw. eine bloße Illusion ist.

    »Gleichwie bei Anhäufung der Teile
    Man da von einem Wagen spricht,
    Braucht man, sobald die Gruppen da sind,
    Den populären Namen 'Mensch'.«
    (S.5.10).

    https://www.palikanon.com/wtb/khandha.html

    Oder zB auch den Namen der Person oder auch 'Person' oder auch 'ich' (der und der).

    Igor07:
    eitelpfuetze:

    Der Vorschlag, die skandhas als Teile einer Summe 'Selbst' (die eigene Identität) oder 'Ich' anzusehen ist vor dem Hintergrund der Erfahrung ja nur natürlich.

    Sorry, das ist es nichts! Das suggeriert , als ob diese alle die "Sellsbt " ausmachen.

    Es ist natürlich insofern die Menschen häufig so wahrnehmen - so meinte ich es. Und insofern dann eben identiäre Gedanken hergestellt werden bzw entstehen. --> Ich selbst, meine eigene Person etc

  • Noreply
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    • 23. Juli 2023 um 11:34
    • #71
    Neynia:

    Gibt es irgendwelche rationalen, wissenschaftlichen Argumente gegen die Shunyata-Lehre?

    Ich behaupte: Nein, es gibt keine.

    An sich findet sich das Prinzip überall und gerade die Teilchenphysik bestätigt es, so wie der Energieerhaltungssatz und die Relativitätstheorie.

    Um zu verstehen von was ich rede, definiere ich Shunyata wie folgt nach der Definition von Wikipedia:

    „Er bedeutet, sehr grob umrissen, dass alle Erscheinungen – da sie durch wechselseitige Bedingtheit verbunden sind – ohne dauerhaften Wesenskern sind bzw. ohne Substanz, Essenz oder „Eigenexistenz“. Man sagt also, sie seien „leer von Eigenexistenz“ „

    „Er verweist auf die Substanzlosigkeit aller Phänomene infolge ihrer Abhängigkeit von bedingenden Faktoren, ihrem bedingten Entstehen (Sanskrit: pratityasamutpada, Pali: paticca samuppada). „Leerheit“ ist eine Umschreibung für das Fehlen eines konstanten Seins, einer Eigennatur und eines beständigen Ich im steten Wandel der Existenz.

    Die Erscheinungen sind in ihrer Leerheit ohne eigenes Kennzeichen, ohne inhärente Eigenschaften und damit nicht mehr als nominalistische Begriffe einer nicht wesenhaften Welt.

    Die Welt ist keine Welt des Seins, sondern des ständigen Werdens, in dem es keine festen Substanzen und keine unumstößlichen Realitäten gibt. „

    Alles anzeigen

    Shunyata ist ein Gegenstand/Objekt der Philosophie. Dieses Objekt kann zwar wissenschaftlichen Techniken der Überprüfung unterzogen werden, doch das Ergebnis ist, dass Shunyata weder eine wissenschaftliche Bestätigung noch Verneinung unterliegt.

    Es können Theorien gebildet werden, die immer weiter verfeinert werden, doch wird nie ein eindeutiges Ergebnis erzielt werden.

    Für die Physik des Gegenstandraumes gibt es Theorien, die zu Naturgesetzen geworden sind, die im gesamten sichtbaren, untersuchbaren Universum gelten und verifizierbar sind.

    Das Kleinste Sichtbare, auf den Naturgesetzen beruhende ist das mit extremen Geräten sichtbar gemachte Atom in seinem Verbund mit gleichen Atomen. Also nie nur ein einzelnes Atom und auch wenn man eines Tages ein Atom zeigen kann, wird es nie eine kleinere Ansicht geben, die das Innere des Atoms zeigt.

    Die Skandha jedes lebenden Wesens.

    Doch geht es um den subatomaren Raum, „Was die Welt im Innersten zusammenhält.“, gibt es das nicht mehr, dort gibt es keine Gesetze, es bleiben Theorien, weil es dort kein Ende des Kleinsten gibt. Die Quantenmechanik wird immer eine Mathematik und Philosophie bleiben, also rein geistig und kann somit nicht auf den Gegenstandraum angewendet werden und dieser nicht auf die Quantenmechanik, außer durch Geistiges:

    Mathematik und Philosophie nie gegenständliches Gesetz.

    Diese Versuche, diese beiden Welten gegeneinander, miteinander zu verbinden, führen zu esoterischen Gesetzen, die allesamt keine Gesetze sind. Das Anwenden der Gesetze führt zu unberechenbaren Wirkungen, weil sie Philosophien sind. Philosophie ist Gesetzlos.

    Hawking hat behauptet, dass die Philosophie tot ist, aber nicht erkannt, dass die gesamte Quantenmechanik Philosophie ist.

    Die Skandha des Selbst.

    Wie ein Atom zu einem Atom wird, kann nur mit der Mathematik/Philosophie ergründet werden, bildet so Theorien/Philosophien, die immer weiter verfeinert werden können, aber nie zu einem Naturgesetz werden. Es wird nie wissenschaftliche Beweise geben, nur das Durchprüfen von Theorien.

    Warum ist das so?

    Jedes Messinstrument, das wir entwickeln, kann nicht ohne Atome gebaut werden, wie sollte ein solches grobes Instrument in das schauen können, aus dem es gebaut ist?

    Wir können kein subatomares Messinstrument bauen. Selbst der größte Teilchenbeschleuniger ist nicht in der Lage, das zu zeigen, was die Welt zusammenhält, er zeigt im Nachhinein, was wohl geschehen ist, aber nicht das, was so ist, wie es ist. Im Nachdenken Nachsuchen erscheint eine gewesene Aktion, nie das Ereignis selbst.

    Physik wird in der Quantenmechanik Philosophie.

    Die Skandha der lebenden Wesen, Körperlichkeit, werden in den Skandha des Geistes Philosophie.

    Wir haben nur unser Selbst, das Nach-denken, Nach-schauen kann und dieses Selbst sieht immer nur bestenfalls Shunyata. Das bedeutet, dass das Selbst nur sich Selbst erkennen kann, aber nicht woraus es besteht. Das, was das Selbst im Innersten zusammenhält, verweigert sich jeder Aufklärung, ist Theorie und Philosophie, Shunyata.

    Wie in der Quantenmechanik müssen, wir uns damit abfinden, dass es kein Gesetz geben wird. Shunyata ist auch als Gedanken-/Begriff-/Wortlos definiert.

    Wie kann ich Shunyata ohne Worte genau erfassen, ohne dass mir Worte geliefert werden im Nach-hinein, Nach-denken?

    Buddha sagt, mit dem Gefühl, dem ersten „Geistigen“ der körperlichen Skandha, bevor wohl, unwohl, weder wohl noch unwohl erscheinen.

    Das ist der Zustand im darüber hinaus gehen der 8. Befreiung. Das ist das eigentliche Shunyata, nach dem 8. befreien, dem 8. Jhana. Die Befreiung selbst von dem Gefühl, das noch kein Gefühl ist. Shunyata ist Körper sein ohne jedes Gefühl. Um eine Metapher zu benutzen: Gestorben sein, ein Stein sein. Es bleibt nur Bewusstsein, doch ohne jeden Inhalt, dessen man sich bewusst sein könnte. Vollkommen irre.

    Noch ein Hinweis: Hat man das einmal erfahren bleibt Shunyata erhalten, keine Ahnung wie, das ist der Grund, das ist mein Grundstein. Das ist das Erfahren und Bleiben auf das ich mich in weniger, als eine Sekunde zurückbringen kann und es, in der Zeit davon wegbringen, um ganz Geistesgegenwärtig zu sein, kurzzeitig befreit sogar von allem Gefühl.

    In jeder Situation, die mich in ihre verhängnisvolle Emotionalität ziehen will. Der Anfang der Kette des bedingten Entstehens von Leid. Shunyata vor der Unwissenheit/Zweifel und das Ende der Kette, Altern, Krankheit, Tod, durch das Leiden, doch am Ende der Kette ist auch der Tod das Erreichen von Shunyata als Ergebnis der Befreiung. Die Überwindung des Todes, ohne dem Tod des Körpers entgehen zu können.

    Es kann keine geschlossene Kette gebildet werden, denn Shunyata ist niemals ein Kettenschloss. Shunyata ist das Ende und auch der Anfang, Was sollte wiedergeboren werden? Mit meinem Tod endet Shunyata, weil sowohl die Skandha des lebenden wie auch des Selbstwesens verwehen.

    Ich weiß, dass ich Tod sein werde, doch solange ich Shunyata habe, Bewusstsein ohne einen Inhalt, lebe ich.

    Ich denke, also bin ich, ist die Aussage der Skandha des lebenden Wesens. Physik.

    Bewusstsein ohne Inhalt ist die „?Aussage?“ der Skandha des Selbst. Quantenmechanik.

    Sie sind nicht in einer Formel, einem Gesetz vereinbar, sie bleiben auf immer eine Kette.

    Wenn man Gott/Shunyata/Brahma/Dao von allen Begriffen befreit hat, ist Gott/Shunyata/Brahma/Dao Anfang und Ende doch nie ein Kreis.

  • Sandaju
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    • 23. Juli 2023 um 13:09
    • #72

    Eine sehr interessante Sichtweise wie ich zugeben muss.

    Was die Quantentheorie betrifft kann gesagt werden das sie zweifellos sehr verwirrend erscheinen mag nichtsdestotrotz ist sie derzeit eine der besten Theorien wenn es um die Klärung bestimmter Fragestellungen welche die physikalischen Eigenschaften der elementaren Bausteine der Materie betreffen geht ganz besonders gut ist diese Theorie nicht etwa deshalb weil sich mit ihr bestimmte Vorhersagen machen lassen sondern weil mit eben dieser Theorie viel Geld verdient wird.

    Ohne die Quantenmechanik wären Erfindungen wie Laser Technologie, Smartphones, ect. gar nicht zu realisieren und wir profitieren alle davon und deshalb ist es auch eine der am besten überprüften Theorien.

    Die Wissenschaft arbeitet auch nicht vordergründig mit der Methode der Beweisführung sondern mit der der Falsifikation. Für die die diese Begriffe nicht kennen sei gesagt das die Wissenschaftler bemüht sind Erkenntnisse zu gewinnen und nicht ihre Theorien zu beweisen, erweist sich eine Theorie als unrichtig wird auf der Basis des vorherigen Irrtum eine neue und bessere Theorie entwickelt so hangelt man sich quasi von einer Theorie zur nächsten beständig nach neuen Erklärungen suchend.

    Die Wissenschaft beschäftigt sich mit den Dingen welche einer Untersuchung zugänglich sind zu anderen Themen trifft sie keine Aussagen was die Psychologie betrifft so würde heute wohl kein ernstzunehmender Wissenschaftler abstreiten des es sich bei unserer Psyche hauptsächlich um Neuronale Prozesse handelt (Das Gehirn ist ein Gegenstand) Der Buddhismus beschäftigt sich soweit mir bekannt ist nicht mit der Erklärung der Physikalischen Grundlagen unseres Weltalls sondern mit den Ursachen für Leidvolle Geisteszustände sowie deren Verbesserung er gehört also eher in das Reich der Verhaltensforschung und der Psychologie wie sollte also die Wissenschaft Argumente haben geschweige denn suchen welche ein Psychologisches Modell der Leidens Analyse widerlegen könnte denn sie gehört ohne Zweifel in ein ganz anderes Fachgebiet.

    Meiner Erfahrung nach hat psychisches Leid oft mit einem Mangel an Toleranz und Flexibilität zu tun ich denke dort sollten wir alle zuerst ansetzen. Ich finde es nicht zielführend über die Wissenschaft zu urteilen ohne selbst Wissenschaftler zu sein und nein die Wissenschaft hat bestimmt keine Argumente gegen die Shunyata Lehre im Gegenteil gewisse Erkenntnisse bestätigen sie sogar

  • eitelpfuetze
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    • 23. Juli 2023 um 13:29
    • #73
    Ellviral:

    Das bedeutet, dass das Selbst nur sich Selbst erkennen kann, aber nicht woraus es besteht. Das, was das Selbst im Innersten zusammenhält, verweigert sich jeder Aufklärung, ist Theorie und Philosophie, Shunyata.

    Ein starker Glaubenssatz der aufgrund seiner Konstruktion natürlich auch nicht widerlegt werden kann bzw vom Aufsteller nicht widerlegt werden will.

    Aber das lässt sich wenigstens dazu sagen:

    Ein Seele, die nicht aus (erkennbaren) vergänglichen Bestandteilen besteht ist der Logik zufolge unvergänglich. Kein neues Gedankewünschen insofern.

    2 Mal editiert, zuletzt von eitelpfuetze (23. Juli 2023 um 13:35)

  • Sandaju
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    • 23. Juli 2023 um 13:45
    • #74
    eitelpfuetze:
    Ellviral:

    Das bedeutet, dass das Selbst nur sich Selbst erkennen kann, aber nicht woraus es besteht. Das, was das Selbst im Innersten zusammenhält, verweigert sich jeder Aufklärung, ist Theorie und Philosophie, Shunyata.

    Ein starker Glaubenssatz der aufgrund seiner Konstruktion natürlich auch nicht widerlegt werden kann.

    Ein Seele, die nicht aus (erkennbaren) Bestandteilen besteht ist der Logik zufolge unvergänglich. Kein neues Gedankewünschen insofern.

    Eine wissenschaftliche und seriöse Analyse würde wohl zu dem Ergebnis kommen das derzeit alle verfügbaren Daten darauf hinweisen das das was sie als Selbst oder Seele bezeichnen aus lauter Einzelteilen zusammengesetzt ist welche man nicht als das Selbst bezeichnen würde nimmt man einen dieser Faktoren weg z. B. entfernt man das Gehirn wird das Selbst logischerweise verschwinden was es sodann auch tut also kann das Selbst faktisch nicht unabhängig von seinen es erschaffenden Aggregaten existieren dies wäre dann eine wissenschaftliche Theorie welche als solche eine Annahme aufgrund beobachtbarer Fakten darstellt

  • Noreply
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    • 23. Juli 2023 um 13:51
    • #75
    eitelpfuetze:
    Ellviral:

    Das bedeutet, dass das Selbst nur sich Selbst erkennen kann, aber nicht woraus es besteht. Das, was das Selbst im Innersten zusammenhält, verweigert sich jeder Aufklärung, ist Theorie und Philosophie, Shunyata.

    Ein starker Glaubenssatz der aufgrund seiner Konstruktion natürlich auch nicht widerlegt werden kann bzw vom Aufsteller nicht widerlegt werden will.

    Aber das lässt sich wenigstens dazu sagen:

    Ein Seele, die nicht aus (erkennbaren) vergänglichen Bestandteilen besteht ist der Logik zufolge unvergänglich. Kein neues Gedankewünschen insofern.

    Seele ist ein Begriff, der durch Selbst ersetzt werden kann, ein echtes Synonym.

    Natürlich ist das ein Glaubenssatz. Eine Theorie, die leider nicht weiter auszuarbeiten ist.

    Heißt, ich glaube, dass ich weiß, weiß aber auch, dass ich glaube.

    Ein krasser Gegensatz zu: Ich weiß, dass ich nicht weiß. Der bedeutet, dass ich meinen Glauben für Wissen halte und weil ich das so sehen nicht weiß, dass ich nicht weiß.

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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