1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Reiki - k/eine Spinnerei?

  • Mentus
  • 30. März 2024 um 14:08
  • Zum letzten Beitrag
  • peterZen
    Reaktionen
    7
    Punkte
    37
    Beiträge
    6
    Mitglied seit
    11. November 2024
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 15. November 2024 um 08:40
    • #51
    fotost:

    Reiki ist wissenschaftlich etwa auf dem gleichen Level wie Homöopathie oder Gesundbeten - es gibt weder sinnvolle Erklärungsmodelle noch unabhängige Meta-Studien für irgendwelche Wirkungen.

    Das stimmt so nicht ganz. Es gibt hier zum Beispiel eine Metastudie, wo 13 Studien einbezogen wurden: https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5871310/

    8 dieser Studien zeigten eine positiven Effekt gegenüber Placebo, 4 Studien zeigten keinen Effekt (aber davon waren 3 statistisch nicht aussagekräftig). Einige der Studien wurden sogar an Ratten durchgeführt und funktionierten auch da.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 15. November 2024 um 09:21
    • #52
    peterZen:

    Bei der Zen-Meditation stelle ich mir manchmal am Anfang vor, dass die Energie von oben in mich hineinströmt (entweder direkt in den Bauch oder über meine Hände, die ja am Bauch liegen) und mich auflädt und heilt. Häufig fällt mir danach die Meditation leichter (weniger Schmerzen, mehr Fokus). Und ich habe danach das Gefühl, mir etwas Gutes getan zu haben.

    Das geschieht eigentlich schon durch das Atmen in den Bauch an sich. Mit der Zeit verlagert sich der „Schwerpunkt“ gefühlt vom Kopf mehr in den Bauch. Damit von „oben bis unten und zurück“ alles (Ki die Lebensenergie) gut fließen kann ist eine gerade Haltung auch wichtig.

    Bei mir selbst habe ich auch festgestellt, das es für mich einen Unterschied macht, ob die Hände kurz unter dem Bauchnabel als kosmisches Mudra geformt liegen, oder tiefer. Kurz unter dem Bauchnabel, wie es eigentlich sein sollte, fühlt sich für mich harmonischer an. Es kommt mir dann vor das mein Bauch „durch das Mudra ein und ausatmet“.

    Weiss nicht warum das so ist. Es scheint dabei aber auch einen Zusammenhang zur Körperhaltung insgesamt zu geben. Sonst könnte man das Mudra und die Position ja auch weg lassen.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 15. November 2024 um 09:35
    • #53

    Die Reiki-Familie die meinen Vater damals behandelt hat, sagte, die Begabung läge in der Familie. So als könne das nicht jeder, oder man müsste dafür eine besondere Begabung haben, oder offen genug dafür werden, Energien bei jemand anderem zum fließen zu bringen.

    Da wir alle an sich auch schon Energiefelder sind, kann ich mir das theoretisch auch vorstellen. Das das eigene Energiefeld ein anderes „anstößt“.

    Das über weite Strecken Energie an jemand gerichtet werden kann? Ich weiß es nicht. Ich kenne aber Momente wo der eine gleichzeitig an den anderen gedacht hat.

    Oder wenn der Mond und die Sterne mich sehr tief berühren, so vertraut sind wie meine besten Freunde, wenn ich selbst ganz offen für das Universum geworden bin.

    Wir sind ja alle irgendwie miteinander immer miteinander verbunden. Alles ist immer miteinander verbunden.

    Und von daher mag es auch „unsichtbare Wege oder Kanäle“ untereinander geben.

  • peterZen
    Reaktionen
    7
    Punkte
    37
    Beiträge
    6
    Mitglied seit
    11. November 2024
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 15. November 2024 um 09:36
    • #54
    Samadhi1876:

    Das geschieht eigentlich schon durch das Atmen in den Bauch an sich. Mit der Zeit verlagert sich der „Schwerpunkt“ gefühlt vom Kopf mehr in den Bauch. Damit von „oben bis unten und zurück“ alles (Ki die Lebensenergie) gut fließen kann ist eine gerade Haltung auch wichtig.

    Bei mir selbst habe ich auch festgestellt, das es für mich einen Unterschied macht, ob die Hände kurz unter dem Bauchnabel als kosmisches Mudra geformt liegen, oder tiefer. Kurz unter dem Bauchnabel, wie es eigentlich sein sollte, fühlt sich für mich harmonischer an. Es kommt mir dann vor das mein Bauch „durch das Mudra ein und ausatmet“.

    Weiss nicht warum das so ist. Es scheint dabei aber auch einen Zusammenhang zur Körperhaltung insgesamt zu geben. Sonst könnte man das Mudra und die Position ja auch weg lassen.

    Bei mir passiert der Energiefluss in den Bauch leider nicht allein durch die Atmung und ich brauche anscheinend noch etwas “Hilfe” dabei, aus meinem Kopf in meinen Körper zu “steigen”. Meine Haltung ist eigentlich ganz gut, daran liegt es vermutlich nicht. Mit Handhaltungen experimentiere ich noch, aber bei mir haben verschiedene Handhaltungen auch einen Effekt.

    Ich bin sehr lange ganz klassisch den Anweisungen meines Zenlehrers gefolgt, merke aber jetzt, dass es Zeit für mich ist zu experimentieren mit anderen Zenpraktiken oder sogar meinen eigenen “Abwandlungen” auszuprobieren (wie die Integration von autogenem Training oder Reiki). Ich weiß noch nicht mal, was mein Ziel dabei ist :) es ist nur einfach spannend.

    Ich denke, dass jeder eben unterscheidlich ist und das die klassischen Zenregeln ja auch nur durch Ausprobieren vor langer langer Zeit zu Stande kamen. Sie bilden eine sehr gute Grundlage, die man auch kennen sollte (so, wie wenn mein ein Instrument lernt) aber im Endeffekt muss man seinen eigenen Weg gehen (also vielleicht auch mal mit dem Gelernten anfangen zu improvisieren).

  • Online
    Qualia
    Reaktionen
    2.773
    Punkte
    19.443
    Beiträge
    3.290
    Blog-Artikel
    8
    Mitglied seit
    24. Oktober 2023
    Wohnort
    Essen Dellwig
    Buddh. Richtung
    Lehre Buddha, Chan
    Geburtstag
    21. Mai 1954 (71)
    • 15. November 2024 um 10:41
    • #55

    Wirklich „Reiki geben“ kann nur funktionieren, wenn das eigene Atmen durchschaut, bewusst und freigelassen ist, von allen bewussten Lenkungen. Dann verlieren alle Geistesgifte ihre Wirkung und dann gibt es nur noch das andere fühlende Wesen, das nicht so sein muss wie ich.


    Wenn ich mir vorstelle, dass Energie in mich einströmt, dann muss ich üben, dass sie von allen Seiten meines Körpers kommt, einen Eingang konzentrieren ist Anstrengung und Konzentration auf Überweltliches.

    Energie verlässt mich durch jede Form von Körperhandlung, auch beim Atmen, weil wir immer mehr Energie verlieren, als wir herstellen können, sterben wir eines Tages. (Thermodynamik)

    Als wichtigste Körperaktivität gilt Buddha das Ein- und Ausatmen. Die Luft umgibt mich überall, tut sie das nicht, sterbe ich. Da kann ich noch so viel Energie glauben, ich sterbe. Buddha hat es versucht und wäre beinahe gestorben.

    Die vier Unermesslichen atme ich ein und aus, immer mehr aus als ein, wenn das Atmen befreit ist. Luft ist nicht als Energie zu sehen, sondern als das Materielle, durch das die Mitochondrien meine Energie erzeugen.

    Alle Energie, die mich von Außen trifft, kann ich nicht lenken, aber ohne diese werde ich sterben, wenn auch sehr viel später als ohne Luft. Luftiges. (Das Wasser des Lebens, nicht mehr frei von Gedanken-machen atmen können, Sorge raubt die Luft.)

    Später ist das Sterben durch Verdursten, ohne Wasser. Flüssiges. (Empfinden, Fühlen, Empathie)

    Ohne Nahrung benötigt das Sterben noch länger. Festes. Jede Art Nahrung, die verdaut werden muss. (Verachtung und Drangsalierung des eigenen Körpers.)

    Durch das nicht mehr Handeln, auch das Geistige, mit den Objekten/Dingen/Wesen der Umwelt. Kraft, Stärke, Wärme (Desozialisierung/Vereinsamung/Abwenden, dauert es mit dem Sterben lange. Das Handeln kommt zum Er-Liegen)

    Der Sterbeprozess wird eingeleitet erstens durch nicht mehr kommunizieren wollen, zweitens nicht mehr essen wollen, drittens nicht mehr trinken wollen, viertens nicht mehr atmen können.

    Weil Buddha erkannte, dass er mit Verweigerung von Atmen (nicht mehr atmen wollen) fast zum nicht mehr atmen können kam, hat er alle Askese-Techniken verworfen.

    Inhalt anzeigen

    Drangsalieren des Körpers mit „Diäten“ führt immer in eines der Extreme, Magersucht oder Fettleibigkeit. Das bewirkt der Gedanke, Nahrung (seinen Körper zu hassen) zu hassen. Der Körper wehrt sich so lange, bis er entweder stirbt oder das Ich-Wesen sich von seiner eingebildeten Herrschaft über den Körper befreit.

    Das Sterben auf dem Kissen:

    Bewusste Desozialisierung, in einer Gruppe, ein Individuum werden unter Individuen. Kraft/Stärke/Wärme. Energie

    Alle Bewegungen vergehen lassen, die nicht mit dem, sich hinsetzen wollen, verbunden sind. Den Körper auf das Kissen bringen und nur sitzen ohne Schmerzen, ohne Zwang zu einer Haltung: in seiner eigenen aufrechten, angenehmen Haltung. Der Körper sitzt! Nicht ich! Nicht der Lehrer! Feste Nahrung. Erde

    Jede Bewegung einstellen, die durch Empfinden, Fühlen, Empathie angeregt wird, nur der Natur des Fühlens der Bewegungen im Körper folgen, Atem, Herzschlag, Blutstrom. Wasser

    Das Gedanke ergreifen, um sich Gedanken zu machen, vermindern und einstellen, die Konzentration auf ein Meditationsobjekt vergehen lassen. Luft

    Dann erscheint das Wahrnehmen, dass nichts da ist, das ich wahrnehmen will oder muss. Dann kommt das Sterben auf dem Kissen. Jede Form eines Ich-Seins ist in Wahrheit tot.


    Ich weiß nicht, ob das auch bei anderen so ist: Ich habe des Öfteren den Gedanken: Ich bin tot. Vor allem, wenn ich bei Tätigkeiten bin, für die ich kein Ich-sein benötige. Erkenne ich dann, dass ich in Wahrheit nur Sitze, gibt es keine weiteren Gedanken, egal wie konzentriert dieses Wesen der Tätigkeit nachgeht.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    Einmal editiert, zuletzt von Qualia (15. November 2024 um 10:48)

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 15. November 2024 um 20:27
    • #56
    peterZen:

    Ich denke, dass jeder eben unterscheidlich ist und das die klassischen Zenregeln ja auch nur durch Ausprobieren vor langer langer Zeit zu Stande kamen. Sie bilden eine sehr gute Grundlage, die man auch kennen sollte (so, wie wenn mein ein Instrument lernt) aber im Endeffekt muss man seinen eigenen Weg gehen (also vielleicht auch mal mit dem Gelernten anfangen zu improvisieren).

    Ja, man spürt das selbst am Besten…

    Ich weiß nicht ob Du allein oder in einer Gruppe meditierst:

    Ich meditiere und lebe allein, war nur ab und zu mal in einer Gruppe, und dabei habe ich festgestellt, das ich dann auch zusätzlich viel mehr mit der Gruppe zusätzlich abgelenkt bin, als ganz allein. Oder Partner und Familie. Man spürt ja auch die anderen Menschen im Raum. Oder wenn man aufhört zu meditieren ist man sofort wieder mit anderen Menschen zusammen.

    Das mag aber von Mensch zu Mensch auch anders sein, da ich an sich schon mehr „hochsensibel“ veranlagt bin.

    Bei mir hat es auch länger gedauert, bis ich allmählich „den Bogen besser raus hatte“. Die größten Probleme hatte ich anfangs mit den Augen. Anfangs begann ich zu schielen. Da es mir schwer fiel die Augen auf unscharf zu stellen.

    Oder wenn ich vor einer weißen Wand saß oder nicht. Machte das einen Unterschied.

    Wenn ich heute „richtig sitze und atme“, dann bemerke ich auch, das sich mein Körper mit der Zeit von selbst aufrichtet. Und die Kraft dafür scheint irgendwie mehr aus meiner Mitte, Hara, zu kommen und hochzusteigen. Als aus dem Kopf anfangs, wenn man beginnt zu sitzen, und der Kopf sagt: mach jetzt den Rücken gerade.

    Ich habe das versucht später besser zu „verstehen“. Und habe in ARTE auch mal eine Doku über den Bauch, „das zweite Gehirn“ gesehen. Viele Entscheidungen können wir ja auch intuitiv, oder aus dem Bauch heraus treffen, und wenn wir Entscheidungen allein nur aus dem Kopf treffen, sind diese oft mehr „rational“.

    Ich war früher auch mehr ein rationaler Mensch. Und je mehr ich in meinem Bauch wieder war, begann ich auch nicht mehr so viel zu überlegen, ob, was oder wie ich etwas im Leben tun sollte. Ich begann gefühlt auch mehr dem Leben an sich zu vertrauen.

    So ähnlich wie in dem Büchlein „Mojud“ beschrieben.

  • Hingabe
    Reaktionen
    849
    Punkte
    8.709
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 17. November 2024 um 11:09
    • #57

    Das ist sehr spanned das Thema mit der Energie- Arbeit. Ich hoffe ich darf meine Frage auch hier rein packen.

    Mit Hara zu arbeiten ist ja auch Energie- Arbeit. Und ich meinte eben woanders, dass es auch gefahren birgt.


    Wenn man zB das Hara konzentriert ( aufbaut ), aber die Bahnen vorher nicht geodnet hat, oder ?

    Wäre meine Vermutung, dass es dann zu nicht so guten Zuständen führen kann, zu einer überhöhten Energie, wo man sich selbst überschätzt und das Selbstbild zu erhöht ist, denn das Herz wurde nicht mitgenommen. Das untere Tandiem schon, aber das Mittlere nicht.

    Oder wenn man es mit anderen Übungen vermischt, dass man dann verwirtt werden kann. Wobei mir das noch nicht passiert ist. Nur mit einer bestimmten Yoga- Asana während Samatha zu üben, das führte schon zweimal in einen verwirtten Zustand ( so als wär die Erdung weg also die Selbstsicherheit ).

    Danke für das Thema. :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • peterZen
    Reaktionen
    7
    Punkte
    37
    Beiträge
    6
    Mitglied seit
    11. November 2024
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. November 2024 um 11:59
    • #58
    Samadhi1876:

    Ja, man spürt das selbst am Besten…

    Ich weiß nicht ob Du allein oder in einer Gruppe meditierst:

    Ich meditiere und lebe allein, war nur ab und zu mal in einer Gruppe, und dabei habe ich festgestellt, das ich dann auch zusätzlich viel mehr mit der Gruppe zusätzlich abgelenkt bin, als ganz allein. Oder Partner und Familie. Man spürt ja auch die anderen Menschen im Raum. Oder wenn man aufhört zu meditieren ist man sofort wieder mit anderen Menschen zusammen.

    Das mag aber von Mensch zu Mensch auch anders sein, da ich an sich schon mehr „hochsensibel“ veranlagt bin.

    Ich sitze manchmal in einer Zen-Gruppe und es fällt mir da oft leichter “durchzuhalten” und tiefer reinzukommen und war auch schon auf einigen Sesshins und Zazenkais. Bei mir helfen die anderen um mich herum, aber ich mag auch meine Mitmeditierer auch alle sehr gern und Ablenkungen versuche ich als Übung zu sehen.

    Samadhi1876:

    Ich war früher auch mehr ein rationaler Mensch. Und je mehr ich in meinem Bauch wieder war, begann ich auch nicht mehr so viel zu überlegen, ob, was oder wie ich etwas im Leben tun sollte. Ich begann gefühlt auch mehr dem Leben an sich zu vertrauen.

    Ja, so geht es mir mittlerweile auch. Für mich sind Meditation und Hara usw. keine Wissenschaft (obwohl es dazu durchaus ein paar Studien gibt), sondern eher etwas, was man erfahren muss, damit man wirklich etwas davon lernen kann bzw. damit es für einen selbst “real” wird. Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, das der innere Kompass langsam kräftiger wird und ich jetzt besser weiß, was “rechtes Handeln” ist - und auch mehr Mut aufbringe, das Richtige wirklich auch durchzuziehen.

    Ich habe für mich immer das Bild “im Nebel langsam einen Fuß vor den anderen setzen und schauen, wo der Weg für einen weitergeht” oder “den endlosen Acker bestellen und dabei beobachten, ob und was darauf wächst”.

    Hingabe:

    Mit Hara zu arbeiten ist ja auch Energie- Arbeit. Und ich meinte eben woanders, dass es auch gefahren birgt.

    Wenn man zB das Hara konzentriert ( aufbaut ), aber die Bahnen vorher nicht geodnet hat, oder ?

    Wäre meine Vermutung, dass es dann zu nicht so guten Zuständen führen kann, zu einer überhöhten Energie, wo man sich selbst überschätzt und das Selbstbild zu erhöht ist, denn das Herz wurde nicht mitgenommen. Das untere Tandiem schon, aber das Mittlere nicht.


    Oder wenn man es mit anderen Übungen vermischt, dass man dann verwirtt werden kann. Wobei mir das noch nicht passiert ist. Nur mit einer bestimmten Yoga- Asana während Samatha zu üben, das führte schon zweimal in einen verwirtten Zustand ( so als wär die Erdung weg also die Selbstsicherheit ).

    Danke für das Thema. :)

    Hm, da habe ich keine Ahnung bzw. den Ansatz verfolge ich für mich nicht. Für mich ist “Hara” und “Energie” (im eher esoterisch gemeintem Sinne) jetzt auch nicht etwas physisch Existentes, wie es manchmal unterrichtet wird von verschiedenen Linien. Ich sehe “Hara” und “Energie” eher als Gleichnis. Beides ist für mich aber durchaus etwas, was ich spüren kann (ob eingebildet oder eine Folge von physischen Vorgängen, was mir mittlerweile egal ist).

    Wenn du aber Bedenken hast, verschiedene Übungen zu vermischen, weil es sich für dich nicht richtig anfühlt, dann solltest du es auch nicht machen. Ich experimentiere gerne mit Übungen, die bei mir etwas auflösen. Wenn ich merke, dass mir etwas nicht gut tut, lasse ich es sein. Einmal ist mir das schon mit einem Koan passiert, weil es für mich in dem Moment nicht gepasst hat.

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 17. November 2024 um 12:16
    • #59
    Hingabe:

    Oder wenn man es mit anderen Übungen vermischt, dass man dann verwirtt werden kann. Wobei mir das noch nicht passiert ist

    Das kann vielleicht geschehen.

    Ich weiß nicht ob das bei jedem so ist. Oder nur bei denen, wo Energie innerlich blockiert ist, und auf einmal beginnt zu fließen, vielleicht auch zu schnell zu fließen.

    Oder wenn man vorher Zuviel im Kopf war und auf einmal für Momente gar nicht mehr und vielleicht auch Schwindelgefühle bekommt.

    Oder die Erdung gefühlt weg fällt und man sich mehr im Himmel fühlt.

    Oder man spürt den Körper vielleicht noch weniger als zuvor.

    Da ist Begleitung sicherlich hilfreich, von jemand der sich da auskennt. Sowohl im spirituellen als auch psychotherapeutischen Bereich.

    Ich habe da im Grunde damals ganz allein auch „rum experimentiert“. Und auch „vermischt“:

    Mit verschiedenen Meditationen, Yoga, Lomi Lomi, „Neo-Tantra“, Kundalini erwecken wollen, Familienaufstellung. Fällt mir gerade so alles ein…

    Später erst fragte ich mal einen Zen Meister und der gab mir nur den Rat: Mach nicht Zuviel!

    Heute übe ich im Grunde auch nur noch Za Zen.

    Ab und Zu auch Yoga wenn mein Körper verspannt sein sollte.

    Das sind auch alles Übungen die man ohne Termin ganz allein machen kann und nichts kosten.

    Und das ist auch nicht einfach ganz ohne Begleitung und wenn man noch gar keine Erfahrungen gemacht hat:

    Wenn zB Chakren, bestimmte Körperstellen, auf einmal zu glühen beginnen, und man selbst nicht genau weiß warum.

    Oder wenn man merkt es kommen Angstzustände auf, wenn man weiter meditieren würde.

    Oder Schwindelgefühle.

    Das hatte ich Alles.

    Ich möchte damit aber auch niemanden Angst machen.

    Es war halt bei mir so.

    Und muss nicht auch bei anderen so sein.

    Zu dem war ich damals auch in einer extrem schwierigen Lebenssituation an sich und ganz allein.

    Das kam noch hinzu.

    Es ist immer gut „wenn jemand dabei ist“.

    Oder wenn man jemand weiß den man fragen kann.

    Bei mir kamen dabei auch alte Kindheitserinnungen hoch.

    Die ich nebenbei psychotherapeutisch aufarbeiten musste.

    Aber das war auch rückblickend gut so:

    Da ich lange Zeit selbst etwas psychisch verdrängt hatte das gerne endlich geheilt werden wollte.

    Letztendlich war aber alles „halb so wild“.

    Auch sehr befreiend.

    Und „ich lebe auch noch“.

    🙂

  • Hingabe
    Reaktionen
    849
    Punkte
    8.709
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 17. November 2024 um 12:45
    • #60
    Samadhi1876:

    Das kann vielleicht geschehen.

    Ich weiß nicht ob das bei jedem so ist. Oder nur bei denen, wo Energie innerlich blockiert ist, und auf einmal beginnt zu fließen, vielleicht auch zu schnell zu fließen.


    Oder wenn man vorher Zuviel im Kopf war und auf einmal für Momente gar nicht mehr und vielleicht auch Schwindelgefühle bekommt.


    Oder die Erdung gefühlt weg fällt und man sich mehr im Himmel fühlt.

    Danke für Deinen Bericht. :heart: Das was du da schreibst, ist alles möglich.

    Ich habe noch mal überlegt, doch, ich habe auch schon mal Hara- Aufbauen mit Samatha vermischt und dazu noch eine bestimmte Yoga Asana. Danach war ich etwas verwirrt .

    Es fühlte sich so an, als ob die eine Energie nach rechts raus will, die andere links raus. So in etwa. :grinsen:

    Als ich es bemerkt habe, habe ich nur noch auf den Unterbauch konzentrieren beim Ausatmen gemacht und gleichzeitig das Anspannen des Bauches, sowie Zischendurch die Atmung anzuhalten.

    Dies brachte mich wieder runter, so dass die Energien nicht links und rechts raus wollten oder gingen, sondern wieder natürlich waren, von unten nach oben oder wie auch immer, jedenfalls fühlte ich mich dann wieder sicherer, in mir geankert. Das war zwar auch ein Mischen, doch es ging gut. Da habe ich zum Glück ein Gespür für gehabt, wie ich mir helfen kann.

    Alleine schon Hara aufzubauen kann ja schon schief gehen, so etwas wie du da oben schriebst kann der Grund sein, zB zu viel dabei im Kopf sein.

    Asanas, Hara aufbauen und dazu Samatha üben, das ist nicht so gut. Es sei denn man wäre ein Experte und wüsste für was bestimmte Asanas sind. :)

    Es gibt welche, da kann nicht viel schief gehen, sie sind auch mehr zum ruhiger werden alleine, sich in sich verankern können. Andere sind eher für Geübtere, und so eine hatte ich gemacht.

    Aber wofür sie genau ist, weiß ich nicht. Da sie so gut wie nie in Videos gezeigt wird, nehme ich an, sie ist nur für die weiter Geübten, also Solche, die schon die anderen lange machen oder noch was anderes dazu machen ? Oder jeder darf diese machen, aber nur nach einer bestimmten Reihenfolge.

    Naja, ich sollte daraus lernen, zumindest diese eine Asana nicht mehr mit Hara aufbauen aber auch nicht mit Samatha üben, zu vermischen. Sie nur machen nach Anleitung ( mit Video ) eines YogaLehrers/ Lehrerin, mit den dazu gehörenden Aufbau- Asanas. Und beim Hara Aufbauen aufpassen.

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    2 Mal editiert, zuletzt von Hingabe (17. November 2024 um 13:02)

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 18. November 2024 um 14:37
    • #61
    Hingabe:

    Ich habe noch mal überlegt, doch, ich habe auch schon mal Hara- Aufbauen mit Samatha vermischt und dazu noch eine bestimmte Yoga Asana. Danach war ich etwas verwirrt .

    Es fühlte sich so an, als ob die eine Energie nach rechts raus will, die andere links raus. So in etwa. :grinsen:

    🙏 für deinen Bericht…

    Ich kenne mich mit vielem leider nicht aus, weiß auch nicht was Samatha ist. Habe auch keinen Buddhismus „studiert“.

    Interessant auch das Du Energie links oder rechts nur spüren konntest…

    Ich hab das an anderer Stelle hier irgendwo schon einmal erzählt:

    Ich fand die visuellen Erfahrungen auch sehr interessant:

    Ich meditiere mit offenen Augen, Blick nach unten gerichtet. Damals vor einer weißen Wand. Auf einmal fing auf der Wand eine Fahne kurz an zu wehen. Später sagte mir ein Zen Meister das wären Makyos. Konnte selbst kaum etwas darüber finden.

    Und ich dachte mir, vielleicht hat einer meiner Ahnen diese Fahne mal gesehen: vieles UrAltes ist ja auch in uns gespeichert.

    Ein ander Mal wurde mir komplett schwarz vor den Augen und nur noch ein heller Kreis war „zu sehen“.

    Eine schamanische Reise habe ich auch mal mit gemacht. Und mich darüber gewundert, das das überhaupt funktioniert und wie das sein kann. Das ich auch zwei unterschiedliche Tiere gesehen habe. Wovon nur eins sich drehte. Das war mein Krafttier.

    Wie kann das sein? Habe ich mich anfangs gefragt. Versucht zu „erklären“. Aber ich hab das erklären wollen schnell sein gelassen und mehr dem vertraut, das sich mir gezeigt hat. Warum auch immer. Und damit mir selbst mehr vertraut als meinen Gedanken.

    Vielleicht hat der moderne Mensch das einfach nur vergessen.

    Als Kind wird man sehr schnell groß in einer mehr modernen Welt, als in der Natur.

    Auch das mit den bunten Farben sehen bei geschlossenen Augen, die irgendwie mit den Chakren zusammen zu hängen scheinen finde ich sehr interessant.

  • Hingabe
    Reaktionen
    849
    Punkte
    8.709
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 18. November 2024 um 15:52
    • #62
    Samadhi1876:

    🙏 für deinen Bericht…

    Hallo, mir fiel eben auf,

    das Hara nach unten leiten ( zuerst ) das macht man so oder so, auch wenn man sich nicht darauf fokusiert ( nicht auf den Unterbauch achtet während des Übens der Ruhemeditation ).

    Hara aufbauen, wenn man zu sehr im Kopf ist kann einen eher negativen Aspekt haben, das muss nicht bei jedem so sein, aber bei Manchen.

    ZB zu einem zu hohem Selbstbild oder zu Verwirrung.

    Ich habe auch schon mal versucht zu meditieren und mich hinterher schwach gefühlt ( erschöpft ). Und auch einmal ein wenig verwirrt, das war eine falsche Sammlung würde ich sagen, zwar eine Sammlung, jedoch es fehlte irgendwas.

    Also darum soll man ja erst die Geistesgifte loslassen oder die Einstellung muss stimmen. Also die fünf geistigen Kräfte dabei sein, die für die die Sammlung notwenig sind. Erinnerung an mich: Darüber gleich ein Video anhören.


    Samadhi1876:

    Eine schamanische Reise habe ich auch mal mit gemacht. Und mich darüber gewundert, das das überhaupt funktioniert und wie das sein kann. Das ich auch zwei unterschiedliche Tiere gesehen habe. Wovon nur eins sich drehte. Das war mein Krafttier.

    So etwas habe ich noch nicht gemacht. Ich glaube allerdings auch an Krafttiere. In der Form, dass Tiere eine Botschaft für einen haben können. Doch diese zu lesen, das kann ich nicht so gut. Da habe ich damals immer nachgekuckt. Mit einem persönlichen Krafttier, was man immer hat, falls es das geben soll, kenne ich mich nicht aus.

    Deine Erzählung mag stimmen, kann stimmen. Es gibt Erfahrungen, die man nur bei bestimmter Energieverfassung / Schwingung haben kann. Anscheinend sind sie aber immer anders je nach Mensch.

    Samadhi1876:

    Vielleicht hat der moderne Mensch das einfach nur vergessen.

    Als Kind wird man sehr schnell groß in einer mehr modernen Welt, als in der Natur

    Du meinst frühere Menschen konnten allerlei Anderes sehen als wir ? Das mag sein. Und wir können es nicht von Bioloie her schon nicht ? Oder ist es doch eher wegen der Art wie wir großgezogen werden ? Oft lieblos erzogen, der Fantasie beraubt, dem Mut. Es kann sein. Es gibt Kinder, die haben besondere Gaben. Ich glaube Viele dieser haben sie, weil sie eine sehr liebevolle Erziehung hatten, wo sie soweit es geht Mensch sein durften, sich ausprobieren durften, zu nicht viel gezwungen wurden ( wobei spätestens wenn sie in die Schule müssen, können manche Gaben langsam verschwinden ). Manche können mit Glück lange bleiben. ZB besonders gut malen können oder zu Musizieren.

    Samadhi1876:

    Auch das mit den bunten Farben sehen bei geschlossenen Augen, die irgendwie mit den Chakren zusammen zu hängen scheinen finde ich sehr interessant.

    Das kenne ich auch nicht. Aber anscheinend kann jeder was anderes Sehen.

    LG

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



    6 Mal editiert, zuletzt von Hingabe (18. November 2024 um 16:08)

  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 18. November 2024 um 15:56
    • #63
    Hingabe:

    Du meinst frühere Menschen konnten allerlei Anderes sehen als wir ?

    Nein, ich meinte, das es in der heutigen Umgebung nur schwieriger ist dafür wieder ausreichend Stille, Zeit und passende Umgebung (Raum) zu finden…

  • Hingabe
    Reaktionen
    849
    Punkte
    8.709
    Beiträge
    1.474
    Mitglied seit
    26. Januar 2022
    • 18. November 2024 um 16:15
    • #64
    Samadhi1876:

    Nein, ich meinte, das es in der heutigen Umgebung nur schwieriger ist dafür wieder ausreichend Stille, Zeit (..)

    Ach so. Kann sein. :? Doch du hast recht biologisch ist es nicht anders, jeder Mensch hat eine besondere Gabe oder mehrere, sie können aber verkümmern. Es kann sein, dass es wenn die Umgebung stimmen würde, sie, sie wieder hochholen können, aber dir ging es ja jetzt mehr um Krafttiere sehen oder ? Oder doch alles mögliche ? Auch die Gaben und Talente. Sie können auch wieder erweckt werden ? Mit ausreichend Zeit, Stille und wenn die Umgebung stimmen würde. :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.

    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).



  • Samadhi1876
    Reaktionen
    694
    Punkte
    4.549
    Beiträge
    760
    Mitglied seit
    29. Mai 2024
    Buddh. Richtung
    • 18. November 2024 um 16:57
    • #65
    Hingabe:

    Es kann sein, dass es wenn die Umgebung stimmen würde, sie, sie wieder hochholen können, aber dir ging es ja jetzt mehr um Krafttiere sehen oder ? Oder doch alles mögliche ? Auch die Gaben und Talente. Sie können auch wieder erweckt werden ?

    Nicht nur mit den Krafttieren. Als das mit den Krafttieren war, hatte ich allerdings auch schon meditiert. Kenne aber auch andere die nicht meditiert haben und auch Krafttiere „sehen konnten“.

    Ob das bei jedem so ist weiß ich auch. Ich selbst war früher jedenfalls mehr ein Kopfmensch. Hätte mir nie vorstellen können das ich so etwas erleben können. Oder ich dachte das ist nur „Spinnerei“.

    Ich glaube es hat an sich auch sehr viel damit zu tun, wie weit man sich selbst öffnen mag. Und halt wie die Umgebung ist. Genügend, Raum, Zeit, Stille, nicht Zuviel Ablenkung mit Anderem.

    Es gibt auch viele die Meditieren, und sagen, „ich habe überhaupt nichts gespürt und gesehen“. Aber die Anderen.

    Die Menschen sind auch an sich unterschiedlich.

    Nie ganz genau gleicht.

    Und manche mögen vielleicht auch an sich „andere Fähigkeiten“ haben als andere und umgekehrt.

    „Ich weiß es nicht“

    Einfach mal ausprobieren würde ich sagen..

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download