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Das Unbewusste

  • Kaiman
  • 1. Mai 2025 um 20:25
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  • Kaiman
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    • 1. Mai 2025 um 20:25
    • #1

    Hi,

    mich interessiert momentan das Unbewusste und es würde mich interessieren wie ihr als Buddhisten das seht.

    Ist Meditation auch ein Weg um Zugang zu seinem Unbewussten zu bekommen ? Unbewusste Konflikte verstehen oder seine Kindheit aufarbeiten. Wie geht das ? Ist es nicht manchmal auch gut das Unbewusste unbewusst ?

    Was habt ihr für Erfahrungen gemacht ?

    Viele Grüße Kaiman

  • nuk
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    • 2. Mai 2025 um 09:34
    • #2

    Ich persoenlich habe leider nur davon gelesen, wie man seine 'traumata' aufarbeiten kann. Ich wollte es selbst bei mir machen. Aber soweit ich weiss, geht das nur mittels tiefenpsychologischer Mittel, Hypnosetechnik, praktiziert von einem kompetenten Psychotherapeuten.

    Leider ist es schwer, als Kassenpatient da Sitzungen zu bekommen. Aber ich habe mir vorgenommen, mal ein wenig zu sparen und mir auf privater Faust einen geeigneten Tiefenpsychologen zu suchen. Das wird wohl weit ueber tausen Euro kosten. Aber hey. Wer kein Auto hat, oder sein Geld nicht fuer Urlaub und materielles Geraffel rauswirft, der schafft es bestimmt, dafuer zu sparen. Mir waere es das wert.

    Das Stichwort, soweit ich mich dazu belesen habe, heisst:

    "Innere Blockaden aufloesen"

    Ein guter deutscher Autor waere:

    Maaz, Hans-Joachim

  • ABC250507
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    Buddh. Richtung
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    • 2. Mai 2025 um 10:07
    • #3

    Hallo,ich wurde Wg.viel Gewalt als ich klein war einmal diagnostiziert mit :traumatisiert.Ich hatte lange das was man Auslöser nennt (gibt es noch immer) und verstand nicht weshalb ich offenbar voellig unangemessen (sogar panisch) auf eben diese Auslöser reagierte,die ich als solche garnicht erkennen konnte.Erst durch eine langeTherapie. Ich hatte als Erwachsene brutale Angstzustände in der Nacht -erst als ich wusste was mit mir los (geschehen ist) ging es mir besser und ich konnte alten Schmerz aushalten und durch mich hindurchgehen lassen.Und da half mir der mittlerweile inflationäre Begriff:Achtsamkeit.

    Ursula-rinzai14

  • mukti
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    • 2. Mai 2025 um 11:44
    • #4

    Durch das Beobachten des Geistes entsteht eine Distanz, man ist weniger in Gedanken und Gefühle involviert und kann daher klarer sehen wie der Geist arbeitet. Da kommt auch so manches prägende Ereignis der Vergangenheit aus dem Unbewussten ans Licht, so dass man sich selber besser verstehen lernt, etwa warum man etwas auf eine bestimmte Weise empfindet, irrationale Ängste, Begierden, Aggressionen usw. Und wenn man sehr viel übt und sich sehr bemüht, Weisheit, Sittlichkeit und Sammlung zu entwickeln, erreicht man irgendwann die Ursache aller Konflikte, Unwissenheit und Begehren, die tief im Unbewussten wurzeln.

    Mit Metta, mukti.


  • Kaiman
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    • 3. Mai 2025 um 17:14
    • #5

    Ist das ICH vielleicht mittler des bewussten zum unbewussten ? Wenn das Ich wegfällt fallen unbewusstes und bewusstes zusammen ?

  • nuk
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    • 4. Mai 2025 um 05:55
    • #6
    Kaiman:

    Ist das ICH vielleicht mittler des bewussten zum unbewussten ? Wenn das Ich wegfällt fallen unbewusstes und bewusstes zusammen ?

    Ich glaube nicht, dass es so eine harte Trennung zwischen Bewusstem und Unbewusstem gibt. An mir selbst konnte ich die Erfahrung machen, dass das Unbewusste ohne das Bewusste so etwas wie 'gedanklicher Salat' ist. Das ist dann etwa mit 'Drogenrausch' vergleichbar - oder bei mir, wegen einem psychotischen Schub, meiner Krankheit geschuldet.

    Ich denke es ist so:

    Das Unbewusste ist das, was im Gehirn grundsaetzlich verarbeitet wird. Quasi der 'Motor', die 'Engine' des subjektiven empfinden. Und das, was das Unbewusste so fabriziert, wird wohl dann noch geordnet, also in Struktur und Zusammenhang gebracht. Dadurch entsteht wohl das Gefuehl des 'Ich'

    Um deine zwei Fragen versuchen zu beantworten:

    Das ICH-Gefuehl ist nicht Mittler zwischen Bewusstem und Unbewusstem, sondern das Ergebnis. Also ohne Unbewusstes kein Bewusstes, und ohne Bewusstes kein Ich-Gefuehl.

    Zur Zweiten Frage:

    Ich denke, schon, dass sie zusammenruecken. Zusammenfallen? - mh...

  • JoJu91
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    • 5. Mai 2025 um 08:25
    • #7
    Kaiman:

    mich interessiert momentan das Unbewusste und es würde mich interessieren wie ihr als Buddhisten das seht.

    Meinst Du das Unterbewusste oder das Unbewusste, also das, was C.G. Jung den Schatten nennt ?

    Symbolisch betrachtet packt der Teufel den spirituell Übenden nicht mehr so sehr bei den Lastern, sondern bei einer oder mehreren Tugenden, die der Übende übertreibt und ihn deshalb ins Verderben führen. Klassische Beispiele der Tugendmörder Robespierre oder der Heilige Groß-Inquisitor Bernardo Gui.

    Sehr überspitzt gesagt, steckt demzufolge ganz tief unbewusst im Innersten in jedem Moralisten ein Wüstling, in jedem Sozialisten ein machtgeiler Ausbeuter, in jedem rechten Law-and-Order-Man ein verantwortungsloser Asozialer, in jedem Prediger ein Ungläubiger u.s.w.

    Das gilt nur in einer Richtung und nicht auch umgekehrt, denn der Schatten betrifft die Eigenschaften, die man bei anderen am meisten hasst und bei sich selbst am meisten verneint.

    Den Schatten bei sich selbst zu erkennen, ist aus meiner Sicht einer der Hauptaufgaben des spirituellen Pfades, vielleicht der Schwierigste. Es heisst, willst Du Deinen wahren Charakter erkennen, dann frage Deine grössten Feinde.

    :?

  • Leonie
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    • 5. Mai 2025 um 10:44
    • #8
    "Es gibt keinen Hinweis, dass ein Unterbewusstsein existiert"
    Der Neurowissenschaftler Nick Chater hält den menschlichen Geist für überbewertet - und sagt: "Wir können uns nicht finden. Weil in uns kein Selbst ist, d...
    www.geo.de

    :zen:

  • Kaiman
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    • 5. Mai 2025 um 11:31
    • #9
    Leonie:

    "Es gibt keinen Hinweis, dass ein Unterbewusstsein existiert" Der Neurowissenschaftler Nick Chater hält den menschlichen Geist für überbewertet - und sagt: "Wir können uns nicht finden. Weil in uns kein Selbst ist, d... http://www.geo.de

    Kommt darauf an wie man das unbewusste auffasst. Die ganzen Körperfunktionen wie Herzschlag Verdauung Blutdruck ist alles unbewusst. Zudem könnte man glatt Schopenhauers Philosophie und Freuds Arbeit getrost in die Tonne werfen . Ich glaube nicht das Sie falsch lagen.

    Viele Grüße Kaiman

  • Leonie
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    • 5. Mai 2025 um 11:50
    • #10
    Kaiman:

    Kommt darauf an wie man das unbewusste auffasst. Die ganzen Körperfunktionen wie Herzschlag Verdauung Blutdruck ist alles unbewusst. Zudem könnte man glatt Schopenhauers Philosophie und Freuds Arbeit getrost in die Tonne werfen . Ich glaube nicht das Sie falsch lagen.

    Es kommt immer darauf an, was der Begriff oder das Konzept erfassen und leisten soll. Aber dabei sollte man auch nicht Willkürlichkeit und Unwillkürlichkeit mit bewusst und unbewusst verwechseln. Es soll ja Yogis geben, die Herzschlag, Blutdruck und den ganzen vegetativen Prozess willentlich beeinflussen können.

    Die lebensnotwendigen Körperfunktionen sind eben nicht vom neuronalen Cortex bzw. Willen gesteuert. Daneben gilt das auch für die Wahrnehmung - was Bewusstsein ist, ist noch immer ein Rätsel. Und was dann noch das Unbewusste oder Unterbewusstsein sein soll - who knows. Für mich sind das empirisch nicht belegbare Konzepte der Philosophie und Psychologie - damit lässt sich Denken und Therapieren - aber mehr auch nicht. Wenn es den Patienten besser geht, dann ist doch schon was Gutes gelungen - ob das an den Konzepten liegt oder doch an der persönlichen Beziehung, wie die Forschung das bezüglich unterschiedlicher Wirksamkeiten von Therapien gezeigt hat, ist letztlich für die Krankenkassen relevant. Und natürlich kann man Schopenhauer und Freud auch in die Papiertonne werfen. Sind zwar lesenswert, aber auch nicht der Hit.

    :zen:

  • ABC250507
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    • 5. Mai 2025 um 14:29
    • #11

    Hallo Existiert Unterbewusstsein ja oder nein?Mmhh was ist dann mit der Intuition.Woher kommen dann diese Momente bar des Verstandesdenkens?

    Und woher kramen all die sog.Reinkarnationspraktiker die Botschaften der Leute.Nicht,dass ich einen kennen würde 😱😱😱

    …..nur mal so gefragt.

    Ursula-rinzai14

  • Leonie
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    • 5. Mai 2025 um 16:00
    • #12

    Nur mal so :

    Woher kommen die Löcher im Käse?

    Wieso gibt es Etwas und nicht Nichts?

    Hat der Hund Buddhanatur?

    Es gibt unendlich viele Fragen. Und die müssen eine nach der anderen sorgfältig beantwortet werden. Fang' schon mal an.

    :zen:

  • ABC250507
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    • 5. Mai 2025 um 17:28
    • #13

    Hallo Leonie,die Löcher im Käse kommen glaub ich durch Bakterien während der Reifung

    Das Nichts muss ja auch für was gut sein vlt.um das Etwas zu beherbergen.

    Ich weiß nur das “mein” Kater Buddhanatur hat.

    Da staunst Du oder?

    Ursula-runzai14

  • Aravind
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    • 5. Mai 2025 um 19:30
    • #14
    rinzai14:

    Hallo Existiert Unterbewusstsein ja oder nein?Mmhh was ist dann mit der Intuition.Woher kommen dann diese Momente bar des Verstandesdenkens?

    Wie kommst Du darauf, dass der Verstand das Primäre ist? (ernstgemeinte Frage!)

    rinzai14:

    Und woher kramen all die sog.Reinkarnationspraktiker die Botschaften der Leute.Nicht,dass ich einen kennen würde 😱😱😱

    Wenn man mal im Bild bleibt: Aus ihrem Unbewussten, oder ihrer Fantasie. Schwer zu unterscheiden.

    Ich würde das, was Leonie geschrieben hat, noch mal genau lesen. Ideen wie "das Unterbewusste", "das Unbewusste" kommen aus Zeiten, in denen man die Welt absolut erklären wollte. Ohne zu erkennen (oder erkennen zu wollen), dass Psycholgie auch eine empirische Wissenschaft ist wie Physik und Chemie.

    So wie Leonie schreibt:

    Leonie:

    Und was dann noch das Unbewusste oder Unterbewusstsein sein soll - who knows. Für mich sind das empirisch nicht belegbare Konzepte der Philosophie und Psychologie - damit lässt sich Denken und Therapieren - aber mehr auch nicht.

    Beides sind Konzepte, die als Modelle in bestimmten Situationen tragen können, oder auch nicht. Freud und Co hatten den Anspruch, Dinge mit solchen Konzepten eindeutig zu erklären. Das ist nicht nur etwas vermessen, sondern auch zum Scheitern verurteilt.

    Auch in der therapeutischen Psychologie ist ein Modell etwas, das in bestimmten Situationen Dinge erklären kann. Oder, genauer: Den Weg zu einer Erklärung leuchten kann. Wenn der Mensch nicht zum Modell passt, liegt das nicht am Menschen. Und das Modell selbst zieht seinen Wert ausschließlich aus diesem konkreten Nutzen. Den metaphysischen Aspekt kann man weglassen, ohne etwas wertvolles zu verlieren. (Außer Scheinerklärungen)

    Um zu Deiner Ursprungsfrage zurück zu kommen:

    Kaiman:

    Ist Meditation auch ein Weg um Zugang zu seinem Unbewussten zu bekommen ? Unbewusste Konflikte verstehen oder seine Kindheit aufarbeiten. Wie geht das ? Ist es nicht manchmal auch gut das Unbewusste unbewusst ?

    Ja, es gibt Situationen, das ist es gut, dass das Unbewusste unbewusst ist. Nicht dass man noch anfängt zu denken oder Erinnerungen rauszukramen, wenn man sehr schnell einem Auto ausweichen muss.

    Das kann auch für intensive Meditation gelten. Deshalb haben die meisten seriösen Anbieter einen Hinweis in ihren Veranstaltungsankündigungen, dass die Veranstaltungen nicht oder nur mit Einschränkungen geeignet sind, wenn man unter bedeutenden psychischen Schwierigkeiten leidet.

    Selbstverständlich bringt Meditation auch Unbewusstes an die Oberfläche. Schon alleine deshalb, weil dem Gehirn relativ schnell langweilig wird, wenn es nicht von außen stimuliert wird. Und weil buddhistische Praxis durchlässig macht für das, was aus bestimmten Gründen nicht gesehen werden soll.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

    PS: Weil Du "neu" bist: Ich schreibe es mittlerweile nicht mehr jedes mal dazu, aber alles, was ich in diesem Forum schreibe, beruht auf meiner eigenen Erfahrung, nicht auf "ich hab mal gelesen".

  • JoJu91
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    • 6. Mai 2025 um 07:51
    • #15

    Die für mich entscheidende Passage aus dem von Leonie verlinkten Artikel von Nick Chater:

    "

    'Das führt Sie am Ende zu einer Verteidigung der liberalen Gesellschaft.'

    'Wir sollten toleranter sein für die eigenen Inkonsistenzen – und auch für die der anderen. Und verstehen, dass wir die anderen notwendig brauchen, um unsere eigenen Widersprüche aufzudecken. Die einzige Korrekturmöglichkeit, die uns zur Verfügung steht für unsere eigenen Verwirrtheiten, sind die verwirrten Gedanken der anderen. Wir sollten sie nicht geißeln, sondern ihnen dankbar sein.'

    "

    _()_

    Und die Löcher im Käse könnte der Grosse Verführer geschaffen haben, der den Traum von Löchern im Käse träumt.

  • Leonie
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    • 6. Mai 2025 um 11:06
    • #16

    JoJu91

    auf Nick Carter bin ich durch einen Beitrag von Qualia gekommen. Er erwähnte hier dessen Buch "The Mind is Flat" - was ich als einen sehr plausiblen Gedanken empfand.

    Im wesentlichen finden sich ähnliche Aussagen bei Chris Frith "Wie unser Gehirn die Welt erschafft".

    :zen:

  • Kaiman
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    • 6. Mai 2025 um 11:13
    • #17
    Leonie:

    "The Mind is Flat" - was ich als einen sehr plausiblen Gedanken empfand.

    Was soll das heißen ?

  • Qualia
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    • 6. Mai 2025 um 11:28
    • #18

    Heißt, dass der Geist flach ist, die Landschaft erschafft das Nachdenken über die Gedanken des Geistes. Das Interpretieren und Bewerten durch Gedanken machen, die schon lange aus dem flachen Geist weg sind. Der Geist bleibt flach, die Wellen sind Illusionen, die durch nicht Erkennen des „The Mind is Flat“ angebliche Wichtigkeit bekommen.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Kaiman
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    • 6. Mai 2025 um 12:38
    • #19
    Qualia:

    Heißt, dass der Geist flach ist, die Landschaft erschafft das Nachdenken

    Okay verstehe zwar nur Bahnhof. Natürlich ist der Geist nicht nur unbewusst,sonst hätten wir wohl ein planetenartiges Bewusstsein.

  • JoJu91
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    • 7. Mai 2025 um 08:32
    • #20
    Leonie:

    Daneben gilt das auch für die Wahrnehmung - was Bewusstsein ist, ist noch immer ein Rätsel.

    "Das, was alles erkennt - und von keinem erkannt wird"

    Mit diesem Satz könnte Schopenhauer dem Phänomen sehr nahe gekommen sein.

    Und wenn Bewusstsein sich selbst in seiner wahren Natur erkennt ...

    :zen:

  • Leonie
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    • 7. Mai 2025 um 13:03
    • #21
    JoJu91:
    Leonie:

    Daneben gilt das auch für die Wahrnehmung - was Bewusstsein ist, ist noch immer ein Rätsel.

    "Das, was alles erkennt - und von keinem erkannt wird"

    Mit diesem Satz könnte Schopenhauer dem Phänomen sehr nahe gekommen sein.

    Und wenn Bewusstsein sich selbst in seiner wahren Natur erkennt ...

    :zen:

    Husserl hat in seinen Logischen Untersuchungen zwei wesentliche Aspekte des Bewusstseins notiert:

    1. es ist intentional - also immer auf ein Objektives gerichtet - es sind also intentionale Akte, die Bewusstsein kennzeichnen. Das ist das, was Buddha als "Es erfährt" gesagt hatte, auf die Frage, was Bewusstsein sei.

    2. Bewusstsein ist von den Sinnen getrennt. bzw. das sinnliche Erleben ist etwas anderes als das Erleben im Bewusstsein.

    Und dann kann man heute noch, nach all den Jahren der Forschung sagen:

    3. Bewusstsein kann sich nicht selbst erleben. Hier irrte Schopenhauer, falls er das auch so gesagt hatte - da ist immer so ein Atman im Hinterkopf - :)

    :zen:

  • JoJu91
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    • 8. Mai 2025 um 08:59
    • #22
    Leonie:

    Husserl hat in seinen Logischen Untersuchungen zwei wesentliche Aspekte des Bewusstseins notiert:

    1. es ist intentional - also immer auf ein Objektives gerichtet - es sind also intentionale Akte, die Bewusstsein kennzeichnen. Das ist das, was Buddha als "Es erfährt" gesagt hatte, auf die Frage, was Bewusstsein sei.

    2. Bewusstsein ist von den Sinnen getrennt. bzw. das sinnliche Erleben ist etwas anderes als das Erleben im Bewusstsein.

    Husserl ist brilliant und spielt in der Liga wie Schopenhauer, in der Tabelle steht er vielleicht sogar auf einem Platz über ihm, muss mir Husserl wieder mal "reinziehen", für das Leben "in der Welt", in Samsara, sind seine Erkenntnisse wertvoll oder zumindest inspirierend.

    Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen mind und consciousness.

    Der mind lässt sich wohl mit den klassischen wissenschaftlichen Methoden untersuchen, consciousness nicht. Der mind hat Eigenschaften und Funktionen, lässt sich theoretisch als Software-KI-Modell modellieren und irgendwann gibt es kleine intelligente Roboter, die sich als wandelnde minds bewegen, mit Blech und Kabel statt Fleisch und Blut als Körper.

    Mein mind, vielleicht sogar mein Atman, lässt sich eines Tages auf einem Datenträger speichern, aber consciousness nicht.

    Consciousness (aber nicht "mein" consciousness) lässt sich "in der Meditation" unmittelbar erfahren, wenn alle Begrenzugen losgelassen sind ("Körper und Geist abgefallen").

    Wenn consciousness sich selbst erkennt, kann man das Verwirklichung, Stromeintritt oder ... nennen.

    Das Resultat ist ein erschütternder, fundamentaler Wandel in der Persönlichkeit und ihrer Weltsicht.

    Leider (?) ist es noch kein happy end im weltlichen Sinne, zum Beispiel bricht man sich aus Dummheit den Oberarm, lässt sich auf zweifelhafte Frauen ein und erkennt die Eine-Million-Euro-Chance nicht, die direkt vor der Nase liegt ...

    :klee:

  • Qualia
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    • 8. Mai 2025 um 09:35
    • #23
    JoJu91:

    Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen mind und consciousness.

    Mir ist aufgefallen, dass die meisten Übersetzer zum Deutschen hin diesen Unterschied nicht kennen. Die Übersetzer benutzen beide Begriffe als Synonyme, um den Text lebhafter zu gestalten. Mir waren die deutschen Texte sehr oft unverständlich, darum bin ich auf die Originale umgestiegen, bei der Übersetzung durch Maschinen wird der Text realer. Maschinen übersetzen und wollen keinen „schönen“ Text.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • Leonie
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    • 8. Mai 2025 um 12:33
    • #24
    JoJu91:

    Im Englischen gibt es die Unterscheidung zwischen mind und consciousness.

    im Deutschen ist das ebenso, nennt sich Geist und Bewusstsein.

    Bruno Snell, den wahrscheinlich nur Insider kennen, hat eine Studie zur Entstehung des europäischen Denkens bei den Griechen verfasst: "Die Entdeckung des Geistes".

    :zen:

  • JoJu91
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    • 9. Mai 2025 um 08:09
    • #25
    Qualia:

    Mir ist aufgefallen, dass die meisten Übersetzer zum Deutschen hin diesen Unterschied nicht kennen.

    Zum Thema mind und consciousness einige Zitate aus der KI-Bibel "Artificial Intelligence (AI)" von Norvig/Russell, 4. Auflage (*):

    "

    To say a program thinks like a human, we must know how humans think.

    We can learn about human thought in three ways:

    1) Introspection - trying to catch our own thoughts as they go by;

    2) psychological experiments - observing a person in action;

    3) brain imaging - observing the brain in action

    Once we have a sufficient precise theory of the MIND,

    it becomes possible to express the theory as a computer program.

    "

    "

    How does the MIND arise from a physical brain ?

    ...

    Materialism holds that the brain's operation according to the laws of physics constitutes the MIND.

    Free will is simply the way that the perception of available choices appears to the choosing entity.

    "

    "

    Philosophers use the term weak AI for the hypothesis that machines could possibly behave intelligently, and strong AI for the hypothesis that such machines would count as having actual minds (as opposed to simulated minds)

    "

    "CONSCIOUSNESS (awareness of the outside world, and of the self, and the subjective experience of living) remains a mystery"

    Consciousness entspricht vielleicht dem Atman ?

    (*) Warnung: Ein Buch für Masochisten oder Leute, die schon als Babies mit Mathematik als Muttersprache aufgewachsen sind.

    :?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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