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Das Unbewusste

  • Kaiman
  • 1. Mai 2025 um 20:25
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    • 14. Mai 2025 um 11:56
    • #51

    Erstes Halbhundert - Múlapannāsa

    Ganz ohne anödende Wiederholungen. Auf das Wesentliche beschränkt in Deutsch.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

  • jo555555
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    • 14. Mai 2025 um 18:10
    • #52

    nettes Video zu Bewusstsein

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    huija sogar Fraktale von Steinen haben ein Bewusstsein.

    sind sie doch erst kürzlich kreiert worden um fest zu bleiben. und sie tuns..........

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    • 16. Mai 2025 um 07:34
    • #53
    Qualia:

    Um die Ursache der Wurzel aller Dinge zu verwirklichen, ist das Erfahren von Qualia die Not-Wende.

    Dan Siegel ist ein Neuropsychiater an der Universität von Kalifornien und hat ein Akronym für die Qualia, die vier "chemischen Elemente" des mind, geschaffen: SIFT (Sensation, Image, Feeling, Thought). Immer, wenn wir, unser mind eine Erfahrung macht, ist es entweder eine körperliche Sinnesempfindung (sensation), ein inneres oder äußeres Bild (image), ein Gefühl (feeling) oder ein Gedanke (thought).

    Klingt irgendwie stimmig und einleuchtend.

    Gibt es eine Brücke zu den fünf skandhas ?

    :?

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    Qualia
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    • 16. Mai 2025 um 09:17
    • #54
    JoJu91:

    Immer, wenn wir, unser mind eine Erfahrung macht, ist es entweder eine körperliche Sinnesempfindung (sensation), ein inneres oder äußeres Bild (image), ein Gefühl (feeling) oder ein Gedanke (thought).


    Es fehlt intended aktion. :grinsen:

    Immer wenn unser bewusster Geist eine Erfahrung macht, ist es nur scheinbar eine Sinnesempfindung

    1 der Körperlichkeit (sensation), die allein durch den Tastsinn erscheint,

    2 Wahrnehmung eines inneren Bildes des Äußeren oder Träume/Visualisierung (image),

    3 Gefühlsempfinden, das als wohl, unwohl oder weder wohl noch unwohl erscheint (feeling),

    4 Handlungsabsicht (intended action) wird durch das Vermindern MÜSSEN des Unwohlgefühls ausgelöst, der spontane Impuls aus Instinkt, der durch die DNA vererbt wird, also Aktion, die nicht eingeübt wurde, sondern ohne bewussten Geist ausgeführt wird,

    5 Gedanken (thought) die aus gespeicherten erinnerten Erfahrungen entstehen, die ermöglichen, den instinktiven Impuls an der Realität der jetzt erfahrbaren Situation zu prüfen und angemessen zu handeln. Bewusste Aktionen sind möglich: Angriff, Verteidigung, Ausweichen, Verstecken/Todstellen.

    Das Unterstrichene sind die fünf Anhäufungen, Skandha (Skandha ist immer Plural).

    nur scheinbar, weil bei allen fühlenden Wesen die Fünf ohne Nachdenken ablaufen, also schnell und effizient.

    Auch beim Menschen, doch im Gegensatz zu allen anderen fühlenden Wesen hat er die intellektuelle Fähigkeit, die fünf Faktoren/Anhäufungen/Skandha so zu erkennen und wahrzunehmen.

    Er verwendet Begriffe, mit denen er anderen Menschen Erfahrungen vermitteln kann, die der andere nicht gemacht hat, damit der andere sie anwenden kann. So kann der Mensch sein Überleben als Art durch Nachdenken und Vermitteln der Ergebnisse seines Nachdenkens sichern. Das geschieht durch Geschichten/Tratsch und Historien erzählen und dann durch Schrift, Zeichnungen, Zählsymbole.

    Buddha hat erkannt, dass der Mensch immer dann in Leiden/Verzweifeln kommt, wenn er die Skandha als Ganzes oder Teile als sein Sosein bestimmt und sich damit, als „Ich bin dies“ identifiziert.

    Dies ist mein Körperliches, mein Gefühl, meine Handlungsabsicht, meine Meinungen/Erinnerungen/Erfahrungen. Aus dem „dies ist Mein“ erscheint das „Ich bin dies“ Ego/Person.

    „Dies ist Mein“ ist einerseits das Überlebensprinzip, das den Menschen zum Lebewesen, das überall überleben kann und zum Herren über alle anderen Lebewesen gemacht hat.

    Buddha mahnt den Menschen, der zu einem gierigen oder hassenden oder geistesmächtigen

    Überlebewesen glaubt geworden zu sein, indem er immer wieder auf Skandha hinweist, die alle Lebewesen sind und nur der Mensch glaubt dass er Skandha ist. (Der Übermensch bei Nietzsche ist der Mensch, der sein Menschsein lebt, ohne jede besondere Persönlichkeit. Zarathustra ist sein Versuch, so einen zu beschreiben.)

    Kein Lebewesen weiß, dass es einen Körper hat, es weiß nur, dass es ein Wesen ist und das weckt nicht sein Interesse daran, was dieses Wesen sein könnte. Als Wesen leben hat kein Nachdenken, nur Skandha von denen es noch nicht einmal weiß, weil es immer ein Wesen ist.

    Der Mensch wird mächtig, weil er weiß, dass er einen Körper hat und sogar ist, das macht ihn zum hilfreichsten und gefährlichsten Lebewesen. Eine Person sein ist das Mittel das Menschen sozial macht, wenn er aber sicher überzeugt ist und sich daran festhält, dass er auch eine besondere Persönlichkeit ist, erzeugt er alle seine Leiden. Eine Person ist jederzeit in der Lage, Anhaftungen an sein geglaubtes oder zugewiesenes Besonderes aufzugeben, das berühmt-berüchtigte Loslassen von Ignoranz und Arroganz.

    Inhalt anzeigen

    Weil Quellenangabe hier enorm wichtig zu sein scheint: Qualia und die 4000 Bücher und den Palikanon, die Tausende von Menschen, die ich in 55 Jahren als Quellen verwendet habe.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

    Ich ist nicht leer oder tot.

    Ich ist offen und frei,

    für sein ergreifen, festhalten, loslassen,

    für das ergriffen, festgehalten, verlassen werden.

    2 Mal editiert, zuletzt von Qualia (16. Mai 2025 um 09:26)

  • Egoillusion
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    • 25. Mai 2025 um 19:17
    • #55
    jo555555:

    nettes Video zu Bewusstsein

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    huija sogar Fraktale von Steinen haben ein Bewusstsein.

    sind sie doch erst kürzlich kreiert worden um fest zu bleiben. und sie tuns..........

    Erinnert mich an die Shinto Naturreligion in Japan. Dort sagt man, das auch jedem unbelebten Ding eine belebte Seele innewohnt...

    Einmal editiert, zuletzt von Egoillusion (25. Mai 2025 um 19:23)

  • Jens
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    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 27. Juni 2025 um 18:34
    • #56

    Hallo,

    Wir haben ein vorgeburtliches Leben,und ein nachgeburtliches Leben,das letztere wird "erlebt",in einem,wie man sagt,Zustand des "Bewusstseins".

    Das erste,vorgeburtliche Leben,wurde von jedem durchlaufen,ist nicht erinnerlich,und steht im Schatten des Ereignisses,das man Geburt nennt,und das den Menschen sichtbar macht,verfügbar macht und ihm

    die Welt zur Verfügung stellt.

    Diese vorgeburtliche Lebensphase gilt

    als Vorstufe,als Entwicklungsschritt hin zum eigenständigen,von der Mutter getrennten Lebewesen,das sich auf die Welt anwendet,und auf das sich die Welt

    anwendet.Ich habe mir oft überlegt,

    ob es nicht sein könnte,daß diese vorgeburtliche Phase viel mehr ist,als nur

    eine Vorstufe.

    Das im Moment der Geburt nur ein Teil

    sichtbar wird,ein anderer Teil aber zurückbleibt,daß nicht alles "geboren" wird.Das es sich bei dem "bewussten",

    geborenen Menschen um eine geänderte

    Ausführung der vorgeburtlichen Lebensform handelt,die keine Vorstufe ist,

    sondern schon Perfektion erreicht hat.

    Der geborene Mensch wäre eine Art "Wirkungskörper" im laufenden Prozess "Welt".

  • Online
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    • 27. Juni 2025 um 19:13
    • #57

    Jens herzlich willkommen im Forum. Lese ich aus deinem Text richtig heraus dass du dich viel mit Anthroposophie beschäftigt hast? Was führt dich zum Buddhismus?

  • mukti
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    • 27. Juni 2025 um 19:25
    • #58

    Hallo Jens,

    Mit diesem vorgeburtlichen Leben ist wohl nicht der Fötus im Mutterleib gemeint, denn da bleibt ja nach der Geburt nichts zurück, oder? Was für ein Leben wäre das dann?

    Mit Metta, mukti.


  • Jens
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    • 27. Juni 2025 um 21:09
    • #59

    pano@mukti

    Vielen Dank für die Aufmerksamkeit!

    Mit Buddhismus verbinde ich den Respekt vor jeder Art von Leben ,die Frage nach dem" Leid" und,vielleicht,die Vorstellung des Lebens und der Welt als Prozess im Ganzen und im Augenblick,in diesem Text

    versuchen ich das zu beschreiben:

    Ich bin abwechselnd Akteur oder Statist,Täter oder Zeuge.Nehme immer wechselnd einen Platz ein ,der etwas bestimmt,der etwas ausdrückt und bedeutet in der jeweiligen Konstellation.Befinde mich in einem sich ständig wechselnden Bild,das ich in seiner Gesamtheit nicht überblicke.Ich spüre mich ,aber ich sehe mich nicht.Das Dasein ist ein sich ständig wechselndes und erneuerndes Bild indem ich mich Mal hier und Mal dort befinde,mal anstosse mal angestoßen werde.Gebe und Nehme.Ich bin Farbe,Form,Bewegung, Temperatur,Geruch und vieles mehr,ich bringe es durch mich ein in das Bild und ich nehme es rundherum wahr.Ich bin sowohl der Maler als auch die Farbe.Ich bin nicht nur jetzt,sondern denke an Gestern und Morgen.Das Gestern,das ich nicht mehr fassen kann,das aber immer noch Wirkung hat,und nicht nur für mich.Das, was kommen wird,schafft sich aus dem Gestern und Heute,es steht mir bevor,aber auch ich werde Anderem bevorstehen .Bis an das Ende und darüber hinaus.

  • mukti
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    • 28. Juni 2025 um 01:49
    • #60

    Also Auswirkungen in diesem Leben stammen von einem vorgeburtlichen Leben, an das du dich nicht mehr erinnerst, wenn ich dich recht verstehe?

    Mit Metta, mukti.


  • Igor07
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    • 28. Juni 2025 um 02:29
    • #61
    Jens:

    Ich bin sowohl der Maler als auch die Farbe.

    Ach, das ist sehr schön ausgedrückt. Du bist wie ein Darsteller, der seinen eigenen Film auf der Leinwand erschafft – Schöpfer und Schöpfung zugleich. Stimmt das, oder nicht? :?

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Jens
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    Buddh. Richtung
    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 28. Juni 2025 um 13:57
    • #62

    Seitdem ich das Licht der Welt erblickt habe,bin ich in der Wirkungs- und Verschleißphase,auf dem Weg der Rückführung.Aber davor bin ich ein Wunder gewesen,wie jeder und alles andere.

    ..Zum besseren Verständnis von Mensch und Welt sollte man,so glaube ich,so weit wie möglich zurück gehen,an den Ort und an die Situation,an dem der ganz individuelle Mensch entstanden ist.Einmal versuchen, den Weg nach zu zeichnen, vom Anfang,bis zum Ende.
    Den Weg,die Entwicklung,die man selbst durchlaufen hat.
    Versuchen,die Welt zu beschreiben,an die man sich nicht erinnern kann,und auch keinen Anlass dazu sieht ,das zu tun,denn die vorgeburtlichen Entwicklungsstadien,befruchtete Eizelle,embryonale Entwicklung etc., sind eigentlich nur für die wissenschaftlichen Strukturen,Justiz,Natur-und Humanwissenschaften,von Interesse und Belang,
    ein Fachgebiet unter anderen.
    Für das Empfinden des Alltagsmenschen beginnt sein Leben,und das der Anderen,nicht mit der Empfängnis,sondern mit dem Ereignis,das die bloße Vorstellung “Mensch”konkret werden lässt,
    und ihn anhand des Ortes und des Zeitpunkts
    seines ersten Erscheinens,fassbar und erfassbar macht,dem Tag seiner Geburt.
    Die Geburt ist der Zeitpunkt und Ort,an dem das Lebewesen Mensch zum ersten Mal vor menschliche Wahrnehmung tritt,die Sphäre der Vorstellung verlässt,nicht mehr nur fühlbar für seine Mutter,und sichtbar für bildgebende Verfahren der Apparatemedizin ist,sondern sich selbst zum ersten Mal zeigt.Sich von dem trennt,was ihm 9
    Monate lang Raum,Schutz,Ruhe und Nahrung gab,um zu wachsen und zu werden.
    Dem ging die Zeugung voraus,eine Vereinigung
    zweier vollständig entwickelter Individuen,die,
    jeder einen kleinen Teil von sich gebend,eine Möglichkeit schaffen,diese Möglichkeit wollend,in Kauf nehmend,oder einfach ausblendend.Ein rauschhafter,willenloser,unbewusster Akt des Kontrollverlustes ,um eines Zieles Willen,um einer Gesetzmäßigkeit genüge zu tun,die eine Entscheidung ,für oder wider,nicht vorsieht.
    Der Moment,in dem Spermium und Eizelle verschmelzen,ist der Beginn jenes Prozesses,
    der mit dem ersten Schrei beginnt,und mit dem letzten Atemzug endet.Im Moment der Geburt zerreißt die Verbindung an eine geheimnisvolle
    Welt,unumkehrbar und für immer.
    Was anfangs Möglichkeit war,wurde Gewissheit und Geschehen,aus dem Teil wird ein Eigenes,ein Ganzes.
    Dieser Vorgang des Werdens ist darstellbar,ein Gegenstand der Wissenschaft,ein Thema,Objekt der Neugier und nicht mehr sicher vor Versuchen der Beeinflussung,der Negation oder der Nutzbarmachung.
    Darunter leidet das Faktum,daß es sich um ein Wunder handelt.
    In dieser dunklen,vorgeburtlichen Welt liegen die
    wahren Wurzeln des Menschen.
    Mit der Geburt wechselt er die Umgebung,taucht auf aus dem Fluidum des Fruchtwassers in den
    Äther aus Luft,Licht,Geräusch,ihm nicht völlig unbekannt,vormals gedämmt durch den Körper der Mutter,aber nun mit voller Intensität.
    Der Zustand völliger Zurückgezogenheit auf sich
    selbst endet nun,und erst im Moment seines Todes wird sich diese Zurückgezogenheit wieder einstellen.
    Die Akzentverschiebung auf die Geburt,geht einher mit einer Verschleierung der davor liegenden Geschehnisse.Der Mythos des Menschen bleibt im Mutterleib zurück,das
    Sichtbare und Erfassbare des Menschen,das Wiedererkennbare,tritt in das Licht der Welt.
    Das Kind wird erkannt,und wird bald selbst erkennen.Schon vor der Geburt ist das Kind Thema,wird als Möglichkeit gesehen,es existieren
    Pläne,schon im Kreissaal wird es Staatsbürger.
    Seine Gesundheit,seine Beschaffenheit ermöglicht Außenstehende,ihre Möglichkeiten auf das Kind anzuwenden.
    Das Fluidum des Fruchtwassers wird ersetzt durch das Fluidum der kulturellen,sozialen,familiären Kontexte,die schon warten,denen es nicht entgehen wird.
    Die Vernachlässigung der vorgeburtlichen Welt
    durch die Akzentuierung auf den Moment der Geburt,verstellt dem Menschen den Blick in die Tiefe seines Ursprungs.
    Der Subkontext dieser Betrachtungsweise lautet,
    daß nur das,was wie ein Mensch aussieht,Vorrechte und Ansprüche hat,Schutz genießt.
    Man könnte sagen,daß der Mensch sich mit der Geburt vor der Nachstellung durch seinesgleichen
    in Sicherheit bringt, fürs erste zumindest.

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    • #63

    Ich bin, wurde ich etwa mit 3 Jahren. Vorher war da ein sein, als fühlendes Wesen mit fühlenden Wesen. Da begann mein Mensch sein als Individuum Mensch, der sich weiter bis zur Persönlichkeit entwickelte. Ich bin Ich begann mit dem Erkennen, dass ich nicht meine Persönlichkeit bin. Ab dem Ort des Vergehens des Unbewussten, an dem ich anfing, zu lernen, eine Persönlichkeit nur darzustellen. Ab dem 12. Lebensjahr bei mir. Heute Ich bin Ich allein, doch nicht einsam. Unbewusstes gibt es nicht nur noch das Unwissen der Zukunft.

    Wenn es eine Quelle gibt, ist es Ich.

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  • Jens
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    • 28. Juni 2025 um 20:56
    • #64

    Ja,das kommt mir bekannt vor.Irgendwann will man die Deutungshoheit über seine eigene kleine Vorstellung der Welt wieder in die Hand bekommen,dann wird manches anders.

  • MaKaZen
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    • 28. Juni 2025 um 21:08
    • #65

    Traumata werden im Unbewussten gespeichert (Limbisches System) und gelangen gar nicht erst in das Bewusstsein, weil das System uns schützen möchte. Ich Alltag erlebt der Mensch immer mal wieder, dass er in einer Situation drin getriggert wird. Er ist plötzlich in einem anderen und belastenden Zustand und kann es sich nicht erklären. Traumata auflösen braucht gezielte Therapie oder ein entsprechendes Coaching. Für mich ist die Transformation von belastenden Zuständen bzw. das auflösen von Traumata die Eintrittskarte für echte Spiritualität. Viel zu oft passiert es nämlich, dass Spiritualität so eine Art Zufluchtsort wird, um vor den belastenden Emotionen zu flüchten und ohne dass das bewusst wahrgenommen wird.

    Nichts muss, alles darf (:

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    • 28. Juni 2025 um 22:07
    • #66

    Es gibt aber auch gegenteilige Situationen dass allerlei psychologische Reaktionen als Trauma bzw Trauma Folge pathologisiert wird, wenn es einfach um internalisierte Verhaltensmuster geht und um einen Mangel an Einsicht oder Praxis.

    Spiritualität ist als Begriff noch wässriger als Achtsamkeit. Was ist das überhaupt?

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    • 28. Juni 2025 um 22:20
    • #67
    pano:

    Es gibt aber auch gegenteilige Situationen dass allerlei psychologische Reaktionen als Trauma bzw Trauma Folge pathologisiert wird, wenn es einfach um internalisierte Verhaltensmuster geht und um einen Mangel an Einsicht oder Praxis.

    Spiritualität ist als Begriff noch wässriger als Achtsamkeit. Was ist das überhaupt?

    Sorry, du scheinst wenig Erfahrung mit deinen eigenen Traumata zu haben. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Überlegenheit. 😄

    Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch seine eigene Art von Spiritualität lebt. Für mich ist es verbunden zu sein mit dem Leben, mit allen Menschen, mit mir selbst und mit dem Grossen ganzen. Sag du, was es für dich ist?

    Nichts muss, alles darf (:

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    • 28. Juni 2025 um 22:32
    • #68
    MaKaZen:
    pano:

    Es gibt aber auch gegenteilige Situationen dass allerlei psychologische Reaktionen als Trauma bzw Trauma Folge pathologisiert wird, wenn es einfach um internalisierte Verhaltensmuster geht und um einen Mangel an Einsicht oder Praxis.

    Spiritualität ist als Begriff noch wässriger als Achtsamkeit. Was ist das überhaupt?

    Sorry, du scheinst wenig Erfahrung mit deinen eigenen Traumata zu haben. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Überlegenheit. 😄

    dafür dass wir uns nicht kennen ist das eine stramme aussage.

  • MaKaZen
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    • 28. Juni 2025 um 22:34
    • #69
    pano:
    MaKaZen:
    pano:

    Es gibt aber auch gegenteilige Situationen dass allerlei psychologische Reaktionen als Trauma bzw Trauma Folge pathologisiert wird, wenn es einfach um internalisierte Verhaltensmuster geht und um einen Mangel an Einsicht oder Praxis.

    Spiritualität ist als Begriff noch wässriger als Achtsamkeit. Was ist das überhaupt?

    Sorry, du scheinst wenig Erfahrung mit deinen eigenen Traumata zu haben. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Überlegenheit. 😄

    dafür dass wir uns nicht kennen ist das eine stramme aussage.

    Du hast auch eine stramme Aussage gewagt, ohne mich zu kenne. :)

    Nichts muss, alles darf (:

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    • 28. Juni 2025 um 22:44
    • #70
    MaKaZen:
    pano:
    MaKaZen:

    Sorry, du scheinst wenig Erfahrung mit deinen eigenen Traumata zu haben. Herzlichen Glückwunsch zu deiner Überlegenheit. 😄

    dafür dass wir uns nicht kennen ist das eine stramme aussage.

    Du hast auch eine stramme Aussage gewagt, ohne mich zu kenne. :)

    Ich habe aber keine Aussage über dich getätigt, sondern lediglich auf die Gefahr einer Fehlattribution hingewiesen. Traumata sind Pauschalerklärung eher ungeeignet (auch wenn zahlreiche Instagram-Influencer unter dem Label gerne ihre Coaching-Kurse und Apps verkaufen wollen).

    In der Einzelfallbetrachtung wiederum kann man sicher einiges durch Traumata erklären. Das ist natürlich sehr abhängig von der individuellen Biographie.

    Ob du nun unter Traumata leidest oder nicht, das überlasse ich ganz dir.

  • MaKaZen
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    • 28. Juni 2025 um 22:55
    • #71
    pano:
    MaKaZen:
    pano:

    dafür dass wir uns nicht kennen ist das eine stramme aussage.

    Du hast auch eine stramme Aussage gewagt, ohne mich zu kenne. :)

    Ich habe aber keine Aussage über dich getätigt, sondern lediglich auf die Gefahr einer Fehlattribution hingewiesen. Traumata sind Pauschalerklärung eher ungeeignet (auch wenn zahlreiche Instagram-Influencer unter dem Label gerne ihre Coaching-Kurse und Apps verkaufen wollen).

    In der Einzelfallbetrachtung wiederum kann man sicher einiges durch Traumata erklären. Das ist natürlich sehr abhängig von der individuellen Biographie.

    Ob du nun unter Traumata leidest oder nicht, das überlasse ich ganz dir.

    Ich kann mir nun vorstellen, was du meinst. Ein Pauschalisieren von Traumata klingt genauso verkehrt wie ein Pauschalisieren eines glücksbringenden spirituellen Wegs.

    Ich selbst hab viele Traumata verarbeitet in meinem Leben, Therapien gemacht. Glaub mir, ich weiss was Traumata für einen belastenden und ausbremsenden Einfluss haben können. Wer noch nie in der Scheisse gefressen hat und noch nie ganz unten angekommen ist, weiss nicht was Traumata sind. :cry:

    Nichts muss, alles darf (:

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    pano
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    • 28. Juni 2025 um 22:59
    • #72
    MaKaZen:

    Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch seine eigene Art von Spiritualität lebt. Für mich ist es verbunden zu sein mit dem Leben, mit allen Menschen, mit mir selbst und mit dem Grossen ganzen. Sag du, was es für dich ist?

    Ich finde den Begriff auch deswegen nicht nützlich weil er einen Dualismus einführt, wenn es Spiritualität gibt, gibts nicht-Spiritualität. Das läuft aber genau dem entgegen was du für dich als Spiritualität definierst: das Verbundenheitsgefühl mit dem Leben und allen Menschen, die selbst und dem großen ganzen.

    Entsprechend gibt es für mich Lebensführung, in der ich versuche Weisheit (Prajñā), Ethik (Śīla), und Sammlung (Samādhi) zu üben.

  • MaKaZen
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    12. Juni 1960 (65)
    • 28. Juni 2025 um 23:08
    • #73
    pano:
    MaKaZen:

    Ich gehe mal davon aus, dass jeder Mensch seine eigene Art von Spiritualität lebt. Für mich ist es verbunden zu sein mit dem Leben, mit allen Menschen, mit mir selbst und mit dem Grossen ganzen. Sag du, was es für dich ist?

    Ich finde den Begriff auch deswegen nicht nützlich weil er einen Dualismus einführt, wenn es Spiritualität gibt, gibts nicht-Spiritualität. Das läuft aber genau dem entgegen was du für dich als Spiritualität definierst: das Verbundenheitsgefühl mit dem Leben und allen Menschen, die selbst und dem großen ganzen.

    Entsprechend gibt es für mich Lebensführung, in der ich versuche Weisheit (Prajñā), Ethik (Śīla), und Sammlung (Samādhi) zu üben.

    Ja, definitiv gibt es Nicht-Spiritualität, der normale Wahnsinn des Alltags. Trotzdem fühle ich mich im Alltag verbunden mit mir und den Menschen.

    Schön, dass du nach Höherem strebst. Eines Tages wirst du erkennen, dass es keine Trennung gibt zwischen den hehren Absichten und den niederen Beweggründen. 😄

    Nichts muss, alles darf (:

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    • 28. Juni 2025 um 23:12
    • #74
    MaKaZen:

    Ja, definitiv gibt es Nicht-Spiritualität, der normale Wahnsinn des Alltags. Trotzdem fühle ich mich im Alltag verbunden mit mir und den Menschen.

    Samsara ist Nirvana, Nirvana ist Samsara.

  • Jens
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    Ich kenne noch nichts,möchte erst sehen.
    • 28. Juni 2025 um 23:14
    • #75

    Nicht-Spiritualität ist beinahe das Leitmotiv,oder,besser, Leidmotiv der Moderne.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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