1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

Maßnahmen aus dem traditionellen Buddhismus gegen die 5 Hindernisse gesucht

  • Schneelöwin
  • 27. Mai 2018 um 11:11
  • Zum letzten Beitrag
  • Max Schenzle
    Reaktionen
    61
    Punkte
    7.281
    Beiträge
    1.427
    Mitglied seit
    4. Dezember 2020
    • 1. Juli 2018 um 19:32
    • #26

    Hi,

    diese fünf Hindernise, kenne ich leider ganz anders: Wunscheswille, Hassensgroll, stolzer Unmut, matte Müde und Schwanken.

    Diese Hindernisse sind durch die Vertiefung in den Achtfachen Weges zu beseitigen.

  • Schneelöwin
    Themenautor
    Reaktionen
    1.112
    Punkte
    9.937
    Beiträge
    1.746
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 1. Juli 2018 um 20:40
    • #27
    kesakambalo:

    Hi,

    diese fünf Hindernise, kenne ich leider ganz anders: Wunscheswille, Hassensgroll, stolzer Unmut, matte Müde und Schwanken.

    Diese Hindernisse sind durch die Vertiefung in den Achtfachen Weges zu beseitigen.

    (: Macht nix, kesakambalo, ich habe heute auch Tomaten auf den Augen:nosee:

    Lieben Dank, liebe mkha für diese Gegenüberstellung :rose:

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • jianwang
    Reaktionen
    706
    Punkte
    10.636
    Beiträge
    1.967
    Mitglied seit
    5. Mai 2017
    • 2. Juli 2018 um 07:29
    • #28

    Es gibt eine Geschichte aus dem alten Thailand

    Ein König besass eine wunderwirkende Trommel. Diese wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

    Und immer mal wurden Teile, die als alt angesehen wurden, durch neue Teile ersetzt. So sah die Trommel immer modern aus und konnte über Jahrhunderte benutzt werden.

    Doch irgendwann stellte man fest, das die alte Trommel nicht mehr vorhanden war ... nur noch das neuen Teile

    und die Wirksamkeit der Trommel war dahin.

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2018 um 11:34
    • #29
    jianwang:

    Es gibt eine Geschichte aus dem alten Thailand

    Ein König besass eine wunderwirkende Trommel. Diese wurde von Generation zu Generation weitergegeben.

    Und immer mal wurden Teile, die als alt angesehen wurden, durch neue Teile ersetzt. So sah die Trommel immer modern aus und konnte über Jahrhunderte benutzt werden.

    Doch irgendwann stellte man fest, das die alte Trommel nicht mehr vorhanden war ... nur noch das neuen Teile

    und die Wirksamkeit der Trommel war dahin.

    _()_

    Alles anzeigen

    Heißt also das die Lehre Buddha immer wieder von dem scheinbar Neuen und besseren befreit werden muss. Doch das ist schwierig das Wasser aus der Mayonnaise raus zu bekommen damit wieder die Bestandteile zu sehen sind. Das ist auch deshalb schwer weil da immer wieder jemand kommt und Wasser einrührt und glaubt so ist sie besser. Die Mayo wohl doch die Lehre?

    Um die Lehre anwenden zu können muss ich wider Willen alle Bestandteile vom Wasser der Meinungen befreien um sie anwenden zu können, wenn ich sie anwende ist es mir egal ob andere Mayo sehen ich weiß was ich zeige.

    2 Mal editiert, zuletzt von Noreply (2. Juli 2018 um 11:41)

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2018 um 11:43
    • #30

    Die fünf Hindernisse sind darum Hindernisse weil sie das ergreifen der fünf Faktoren als ganz normal erscheinen lassen. Das ist Mein, Das bin Ich, das ist man Selber sein.

    Gegenmaßnahme ist das Erkennen wenn ich glaube das ist mein, das bin ich, das ist man selber. Hat Buddha tausende von Reden drüber gehalten. Könnte man nicht nur lesen sondern auch anwenden im Alltag den es auch nicht gibt. Könnte man, aber warum? Es ist viel schöner mir Wasser zu spielen bis man ertrinkt.

    Bei den Stoikern kann man hören wie Buddha Lehre angewendet wird ohne das die Lehre Buddha erscheint.

    Einmal editiert, zuletzt von Noreply (2. Juli 2018 um 11:50)

  • jianwang
    Reaktionen
    706
    Punkte
    10.636
    Beiträge
    1.967
    Mitglied seit
    5. Mai 2017
    • 2. Juli 2018 um 14:21
    • #31

    Noreply .... ich habe nur eine Geschichte erzählt ... mehr nicht ... die ich hörte hier in der Taiga

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 2. Juli 2018 um 14:42
    • #32
    jianwang:

    Noreply .... ich habe nur eine Geschichte erzählt ... mehr nicht ... die ich hörte hier in der Taiga

    Na und das kann doch nur dir so gehen das das nur eine Geschichte ist. Warum stellst Du sie ein wenn es nur eine, deine Geschichte beleiben soll? Sie einfach wieder und wieder erzählen ist da doch hilfreicher für dein Ego. Aufschreiben und zugänglich machen schafft eben andere Ego die darauf reagieren. Was ist den "schöne" Taiga? Da kann man drin sein? Auch tausend gefällt mir machen mir nicht aus, ich bin arrogant und besserwisserisch, aber das ist ja sowieso deine Überzeugung.

  • 1singledrop
    Reaktionen
    28
    Punkte
    243
    Beiträge
    38
    Mitglied seit
    18. Juni 2018
    • 2. Juli 2018 um 20:47
    • #33

    Hallo Schneelöwin,

    in dem Buch von Mingyur Rinpoche ist die Rede von den 5 Blockierern der Buddha Natur. Das ist zwar tibetischer Buddhismus, aber es hört sich für mich ähnlich an.

    Der erste Blockierer ist als Zaghaftigkeit oder Ängstlichkeit bekannt. Selbstverurteilung und Selbstkritik. Wir halten uns für inkompetent, unzulänglich oder "schlecht". Selbsthass ist ein Extrembeispiel.

    Die Aburteilung anderer wird als zweiter Blockierer der Buddha Natur benannt. Der kritische Blick auf andere. Verächtliches Herabsehen auf unterlegene Wesen. Alle anderen sind weniger wichtig, weniger kompetent, oder weniger verdienstvoll als wir selbst.

    Der erste und zweite Blockierer stehen für Extreme auf der Ebene des Urteilens. Der dritte und vierte Blockierer stehen für gegensätzliche Auffassungen von der Natur des Erlebens.

    Der dritte Blockierer "das Unwahre als wahr ansehen, das Unauthentische für authentisch halten, Ein Haften an der Überzeugung, dass die Eigenschaften und Beschaffenheiten, die wir in uns, in anderen oder in Umständen und Bedingungen wahrnehmen, wahr, von Dauer oder aus sich selbst heraus existent sind.

    Der vierte Blockierer, das Wahre als unwahr ansehen, ist ein Leugnen oder vielleicht noch stärker ein gänzliches Ablehnen der Buddha Natur. Diese Sichtweise wird oft als Nihilismus bezeichnet. eine Verzweiflung die die Möglichkeit von Freiheit, Weisheit, Befähigungen oder Potenzial nicht zulassen kann.

    Der fünfte und letzte Blockierer der Buddha Natur ist die Grundlage der anderen Blockierern. Traditionellerweise wird er mit "Ichbesessenheit" übersetzt. Eine verzweifelte Sehnsucht nach Stabilität in Bezug auf "mich" und das "Meine".

    Diese 5 arbeiten zusammen. Auf den nächsten Seiten schreibt Rinpoche, Die Blockierer der Buddha-Natur können zu "Durchbrüchen" der Buddha Natur werden.


    Wie?

    Indem wir das Verständnis unserer grundlegenden Situation im Verein mit der Praxis von Achtsamkeit, Einsicht und Einfühlung zur Anwendung bringen.

    Also ich versuche es so zu machen, ich erzähle mir meine Geschichte. Habe ich gerade Dukkha in meinem Leben, Leiden? Ich mache mir bewusst welche Gefühle ich häufig habe. Das ist wichtig um sich für eine Meditation zu entscheiden.

    Dann beobachte ich meine Geschichte, meine Probleme bewertungsfrei und ohne Urteil, das verlangt die Meditation.

    Tja und dann gibt es viele mögliche Resultate die in dem Buch weiter ausführlich behandelt werden. Ist das mit den Hemmnissen gemeint?


    An einer anderen Stelle im Forum habe ich das mit dem Pferd und dem Reiter geschrieben. Mein Problem bei der Praxis ist gerade das mein Reiter, mein Geist unruhig ist. Ich muss nach längerer Pause von Meditation erst wieder eine gewisse Stabilität des Geistes erreichen. Mit Musik ist es kein Problem. Aber ohne geht es momentan nur kurz. Das war schon mal anders...

    Und das mit den 5 Blockierern ist hoffentlich verständlich. Ich habe das schon mal besser zusammen gefasst. Finde allerdings die Zusammenfassung nicht mehr. Ja ich schreibe mir vieles auf um ein Meditationsprogramm zu haben. :)

    Freundliche Grüße

    1Singledrop

  • jianwang
    Reaktionen
    706
    Punkte
    10.636
    Beiträge
    1.967
    Mitglied seit
    5. Mai 2017
    • 3. Juli 2018 um 05:48
    • #34
    Ellviral:

    .... aber das ist ja sowieso deine Überzeugung.

    Schön, das Du so genau meine "Überzeugung" kennst ... ich kenne sie nicht ...

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 3. Juli 2018 um 07:58
    • #35
    1singledrop:

    Ist das mit den Hemmnissen gemeint?

    Nein, denn selbst wenn die von dir aufgezählten "Blockierer" nicht

    vorhanden wären würde das alleine nicht ausreichen die "Hindernisse"

    für die vier Vertiefungen aufzuheben.

  • Schneelöwin
    Themenautor
    Reaktionen
    1.112
    Punkte
    9.937
    Beiträge
    1.746
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 3. Juli 2018 um 10:23
    • #36

    Hallo 1Singledrop,

    danke für Deine Darstellung.

    Nun weiß ich, dass es neben den Hemmnissen auch noch Blockierer gibt.:grinsen:

    Ich habe auch schon versucht, nach Büchern ,"Pläne" zu schmieden; auch bezüglich Meditation; merke aber jedes mal, dass

    dabei immer ein gedanklicher Ablaufplan in mir für leichte bis mittlere Unruhe sorgt; und wenn ich diesen Ablaufplan loslasse

    und einfach nur meditiere, ohne mir vorher Gedanken zu machen: "welche Meditation mache ich nun heute", das es so am Besten für mich ist.

    Ansonsten verstricke ich mich noch leichter in Gedanken.

    Nichts desto trotz ist es wichtig für mich gewesen, die Bücher zu lesen; da ich so Aufmerksamkeitspunkte habe; um leichter im Hier- und Jetzt während der Meditation zu sein.

    Bezüglich der Hemmnisse/Hindernisse schaue Dir auch gerne bei mir Beitrag Nr. 26 an.

    Die liebe mkha hat dort ein hilfreiches Zettelchen gemailt; wenn man dort Punkt für Punkt durchgeht und dann auch noch zu gewissen Punkten Links öffnet; ist das schon ein kleines Büchlein für sich und erklärt für mich vieles. Vielleicht magst Du es Dir auch mal anschauen.

    Deine Art der Meditation erinnert mich ein wenig an Naikan; wo Gefühle und gestellte Fragen eine Rolle spielen.

    Beim Zazen sitzt man eigentlich nur und lässt das kommen was kommt und lässt das Gekommene (Gedanken) dann wieder vorüberziehen,

    Diese Übung finde ich so wichtig für den Alltag und auch für aufkommende Ärgernisse/Leid.

    Die Freunden behalte ich erst einmal länger:grinsen:

    Ab und an mache ich jedoch auch eine Metta Meditation und Naikan werde ich auch 1 Woche einbinden.

    Aber grundsätzlich ist für mich Zazen das Wichtigste.

    Soweit erst einmal.

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


    Einmal editiert, zuletzt von Schneelöwin (3. Juli 2018 um 10:46)

  • Schneelöwin
    Themenautor
    Reaktionen
    1.112
    Punkte
    9.937
    Beiträge
    1.746
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 3. Juli 2018 um 10:38
    • #37

    :) Ich mag Geschichten.

    Gäbe es keine Geschichten, Erzählungen, Weitergaben dann hätten wir wahrscheinlich auch keinen Buddha und auch keine Märchen, die ich sehr liebe mit dem meist wahren Kern ähnlich einem Koan.

    Grüße aus der Taiga, freuen mich ganz besonders. Lässt Sehnsüchte aufkommen, bald mal aus der Großstadt auszubrechen und dann lassen sich vielleicht die Blockierer und Hemmnisse in Richtung heilsam locken.

    Liebe Grüße an die Taiga von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 3. Juli 2018 um 11:13
    • #38

    1singledrop

    Das Pferd und Reiter Problem.

    Das Sitzen oder welche Haltung auch immer um zu Meditieren ist eigentlich unwichtig. Es geht darum den Körper in eine ruhige Gelassenheit bringen. Wach sein, kein Hunger, kein Durst und ein Ruheplatz in dem er sicher ist. Ich setze mich hin wenn ich keine Bedürfnisse habe die mein Lebend sein betreffen. Da ist kein Reiter und kein Pferd. Das ist der vordringlichste Job meines Bewusstseins und meines Geistes. Diesen Körper lebend zu erhalten, alles muss vom Geist her diesem untergeordnet werden. Dieser Körper ist weder gierig, noch hassend noch Verblendet. Dieser Körper ist das was wirklich unzweifelhaft da ist wie es jetzt ist.

    Das Pferd erscheint mit dem Gedanken das es mein Körper ist, das ich dieser Körper bin, das mein Körper mein Selbstbild ist. Das Pferd auf dem der Geist reitet erscheint wenn der Körper als etwas gesehen wird das nicht Geist ist aber vom Geist in Besitz genommen wird. Das Pferd bockt rum weil der Geist glaubt zu wissen was dieser Körper tun muss. Der Körper wird als eine Form betrachtet die sich dem Geist zu fügen hat weil dieser Geist diesen Körper besitzt.

    Die Techniken die eine Haltung vorschreiben um richtig zu sitzen oder was auch immer sind gegen den Körper gerichtet und für das Pferd. Der Geist muss seine Vorstellungen so lange verändern bis er die Haltung die der Körper als nicht störend gefunden hat, nicht der Geist bestimmt die Haltung sondern die Haltung den Geist. Es gibt keinen einzigen Menschen der mir sagen kann wie dieser Körper sitzen kann. Er kann mich nur beraten wie es bei ihm gut gehen könnte.

    Das was Du als die Blockierer der Buddhanatur gelesen hast ist vollkommen richtig. Nur ist das nicht die ganze Lehre. Die Blockierer sind schon komplexe Gedankengebäude, sind schon fester Glauben. Die 5 Hemmnisse sind einzig das ergreifen des Körpers der ist wie er jetzt ist, immer. Die Hemmnisse für einen reitenden Geist sind nicht der fügsame oder bockende Körper sondern das ergreifen des Körpers um auf diesem so zu reiten wie ich mir das vorstelle oder glaube wie das richtig ist. Der Geist weitet sich auf den Körper aus nimmt ihn in Besitzt und will das sich sein Besitzt so verhält wie er glaubt das er sich so verhalten muss. Damit kommt es zu Widrigkeitsäusserungen (Krankheit, Schmerz) es Körper und der Geist wird zum Herrscher über den Körper der sich um so mehr wehrt.

    Die fünf Hemmnisse erscheinen wenn ich nach etwas greife über das ich keinerlei Macht habe, aber glaube das ich die Macht darüber haben sollte. Das zu erkennen ist ganz einfach. Die einzige Macht die ich habe ist die über meinen Geist, das was ich denke und das was ich in Handlung überführe. Doch ich habe weder die Macht wie dieser Körper das auszuführen hat noch habe ich Macht über die Dinge die mein Handeln Verändert. Buddha hat sich das ganz präzise drüber ausgelassen.

    Noch ein Hinweis. Die Leichenbetrachtung, das Betrachten von Vergänglichkeit, hab ich einige Zeit mit jeweils einem Apfel gemacht. Nicht irgendein toter Gegenstand war mein Meditationsobjekt sondern ein lebender. Das Sterben eines Apfels. Es ist eine echte Andacht wenn er Zerfällt. Im Augenblick des Todes ist der ganze Raum mit herrlichem Apfelduft erfüllt.

    Warum lässt sich Buddha so ekelhaft genau darüber aus? Nicht um Ekel und Abscheu gegenüber dem Körper auszulösen sonder um die 5 Hemmnisse des Ergreifens zu zeigen. Die vollkommene Unpersönlichkeit des Körpers zu begreifen. Zu erkennen das in einer Leiche keine Person ist. Doch diese Leiche ist ein Mensch gewesen, sogar eine Wichtige Persönlichkeit als sie noch lebte. Ein Mensch der fest davon überzeugt war das er als Körper mit seinem Geist genau ganz diese Persönlichkeit ist. Bei der Leichenbetrachtung wird klar das der Geist eben nicht auch sein Körper ist. Das Der Körper nur so lange Körper ist wie ein Geist da ist der für die Bedürfnisse des Körpers sorgt die ihn lebend lassen.

    Ichbin/Ego ist die Instanz die nur durch die fünf Hemmnisse erscheinen kann. Das ist Mein, Das bin Ich, So ist mein Selbst sein, ist immer Ichbin/Ego. Und das ist genau das was Menschen ausmacht. Buddha geht es nie darum dieses auch nur irgendwo in Frage zu stellen. Buddha erkennt das das gierig sein, das verweigernd sein, das will ich aber glauben sein, alle Leiden des Menschen auslösen. Nicht Ichbin/Ego ist das Problem sonder das ergreifen des durch Geistesgifte verseuchte Ichbin/Ego, das will ich haben, will ich nicht, das ist so wie ich es sage. Das Durch Geistesgifte verseuchte Ichbin/Ego ist das was Buddha identifiziert. IchbinEgo muss diesen Körper als seinen Körper erkennen doch niemals als echten Besitz den ich habe, nicht als das was Cola will, sondern als das dem Wasser aus einem Fluss reicht. Er hat Durst und will keine Cola die will der der dem Persönlichkeitsglauben verfallen ist. Der vergessen, erster Punkt der Kette: Unwissenheit, hat das die fünf Hemmnisse schon Gedankengebäude geworden sind die scheinbar Bestand sichern.

    Somit komm ich zu deinem Gelesenen zurück, ergreife es nicht weil Du glauben willst das es genau so auf dich zutrifft. Prüfe es an deinem Leben denn nur das ist wirklich dein Ichbin /Ego. Lese Buddhaworte nicht wie sie geschrieben stehen, gerichtet einen ihm gegenüber sitzenden Menschen sondern so das Du es bist der den Buddha fragt und Buddha antwortet dir, nicht irgendeinem schon lange Zerfallenen.

    Guck nicht so blöd! Es geht um DICH!!!

    2 Mal editiert, zuletzt von Noreply (3. Juli 2018 um 11:22)

  • 1singledrop
    Reaktionen
    28
    Punkte
    243
    Beiträge
    38
    Mitglied seit
    18. Juni 2018
    • 3. Juli 2018 um 17:43
    • #39

    [lz]

    Nein, denn selbst wenn die von dir aufgezählten "Blockierer" nicht

    vorhanden wären würde das alleine nicht ausreichen die "Hindernisse"

    für die vier Vertiefungen aufzuheben.[/lz]

    Ach so, danke accinca.


    [lz]

    Ich habe auch schon versucht, nach Büchern ,"Pläne" zu schmieden; auch bezüglich Meditation; merke aber jedes mal, dass

    dabei immer ein gedanklicher Ablaufplan in mir für leichte bis mittlere Unruhe sorgt; und wenn ich diesen Ablaufplan loslasse

    und einfach nur meditiere, ohne mir vorher Gedanken zu machen: "welche Meditation mache ich nun heute", das es so am Besten für mich ist.

    Ansonsten verstricke ich mich noch leichter in Gedanken.[/lz]


    Das ist doch gut, dass Du merkst was Dir gut tut. Ich merke dagegen, wenn ich einen Plan habe, dann hilft mir das. So gibt es Menschen die brauchen halt einen Plan und Menschen die brauchen keinen.

    Das mit den Aufmerksamkeitspunkten kann ich verstehen. Auch mir geht es so, das mich Texte sehr ins hier und jetzt holen können.

    Naikan kenne ich noch gar nicht.

    Es ist schön das Du Zazen gerne praktizierst. Ich mochte das früher auch gerne, allerdings habe ich dann einen anderen Weg finden wollen der mich vielleicht an selbiges Ziel führt. Den Zen Weg habe ich als sehr starr und als nicht so reichhaltig erlebt. Andere sehen das anders und das ist auch gut so. Nur ich werde wohl besser vom tibetischen Buddhismus abgeholt.

    Liebe Grüße 1SingleDrop

  • 1singledrop
    Reaktionen
    28
    Punkte
    243
    Beiträge
    38
    Mitglied seit
    18. Juni 2018
    • 3. Juli 2018 um 18:27
    • #40

    Hallo Ellviral,


    [lz]

    Das Pferd und Reiter Problem.

    Das Sitzen oder welche Haltung auch immer um zu Meditieren ist eigentlich unwichtig. Es geht darum den Körper in eine ruhige Gelassenheit bringen. Wach sein, kein Hunger, kein Durst und ein Ruheplatz in dem er sicher ist. Ich setze mich hin wenn ich keine Bedürfnisse habe die mein Lebend sein betreffen. Da ist kein Reiter und kein Pferd. Das ist der vordringlichste Job meines Bewusstseins und meines Geistes. Diesen Körper lebend zu erhalten, alles muss vom Geist her diesem untergeordnet werden. Dieser Körper ist weder gierig, noch hassend noch Verblendet. Dieser Körper ist das was wirklich unzweifelhaft da ist wie es jetzt ist.[/lz]

    Sprichst Du von dem Goldklumpen der verschmutzt ist und gesäubert werden kann, damit der Buddha, der schon vorhanden ist, in mir erwacht?


    [lz]

    Die Techniken die eine Haltung vorschreiben um richtig zu sitzen oder was auch immer sind gegen den Körper gerichtet und für das Pferd. Der Geist muss seine Vorstellungen so lange verändern bis er die Haltung die der Körper als nicht störend gefunden hat, nicht der Geist bestimmt die Haltung sondern die Haltung den Geist. Es gibt keinen einzigen Menschen der mir sagen kann wie dieser Körper sitzen kann. Er kann mich nur beraten wie es bei ihm gut gehen könnte.[/lz]

    Das ist verständlich. Wenn ich stark übergewichtig wäre, dann würde es mir sehr schwer fallen wie angegeben zu sitzen. Darum gibt es außer der 7 Punkte Haltung noch die 2 Punkte Haltung.


    [lz]

    Somit komm ich zu deinem Gelesenen zurück, ergreife es nicht weil Du glauben willst das es genau so auf dich zutrifft. Prüfe es an deinem Leben denn nur das ist wirklich dein Ichbin /Ego. Lese Buddhaworte nicht wie sie geschrieben stehen, gerichtet einen ihm gegenüber sitzenden Menschen sondern so das Du es bist der den Buddha fragt und Buddha antwortet dir, nicht irgendeinem schon lange Zerfallenen.

    Guck nicht so blöd! Es geht um DICH!!![/lz]


    Dabei fällt mir gerade etwas ein. Einmal saß ich sehr lange. Ich hatte Kummer, ich hatte Leid. Ich war sehr, sehr traurig. Ich meditierte einfach so. Und fast am Ende der Meditation sah ich vor dem inneren Auge einen Buddha. Er war plötzlich einfach da und lächelte mir zu. Und das Lächeln kam mir so unendlich groß vor. Da ist etwas gewesen, was mit Worten nicht mehr zu beschreiben ist. Zu den Problem sagte er mir etwas. Er sagte es ohne Worte. Nur durch sein Lächeln. Das war der zündende Moment, wo ich mich dafür begeisterte. Ich fühlte mich getröstet, mehr noch war es eine spirituelle Erfahrung. Ich hafte nicht an dieser Erfahrung an. Aber dieses innere Bild ist mir ein Vorbild.

    Buddha hat doch auch gesagt, das man ihm nicht glauben soll, sondern selbst prüfen soll. Und da lese ich gerade in einem Buch wie man selbst Prüfen kann.

    Liebe Grüße 1SingleDrop

  • jianwang
    Reaktionen
    706
    Punkte
    10.636
    Beiträge
    1.967
    Mitglied seit
    5. Mai 2017
    • 4. Juli 2018 um 05:47
    • #41
    1singledrop:

    Dabei fällt mir gerade etwas ein. Einmal saß ich sehr lange. Ich hatte Kummer, ich hatte Leid. Ich war sehr, sehr traurig. Ich meditierte einfach so.

    Oh ha ... Bist Du Dir sicher, das dies die rechte Einstellung ist ?

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. Juli 2018 um 10:33
    • #42
    jianwang:
    1singledrop:

    Dabei fällt mir gerade etwas ein. Einmal saß ich sehr lange. Ich hatte Kummer, ich hatte Leid. Ich war sehr, sehr traurig. Ich meditierte einfach so.

    Oh ha ... Bist Du Dir sicher, das dies die rechte Einstellung ist ?

    _()_

    JA DAS ist die richtige Einstellung!!! Einfach hinsetzten und Meditieren und sich solange selber zuhören bis ich mir nichts mehr zu sagen habe, bis ich nur noch sitze. Endlich mal still sein, sich hinsetzen und die Klappe halten ermöglichen. Solltest Du auch mal machen. Hast Du wohl noch nicht woher sonst das OH ha....

    Ich brauch nur noch Sekunden um Nibbana zu sein wie lange brauchst Du. Ich brauch die Sehnsucht nach Nibbana nicht mehr ich bin das was ich bin wenn ich es bin. Seit vielen Jahren nenn ich das schon Reset meines Gedankenmachens. Alles leeren wird von alleine wieder voll. Aber dann kann ich die Geistesgifte erkennen die sich einschleichen wollen und stoppen.

  • Schneelöwin
    Themenautor
    Reaktionen
    1.112
    Punkte
    9.937
    Beiträge
    1.746
    Mitglied seit
    1. Februar 2018
    • 4. Juli 2018 um 12:05
    • #43
    Ellviral:

    JA DAS ist die richtige Einstellung!!! Einfach hinsetzten und Meditieren und sich solange selber zuhören bis ich mir nichts mehr zu sagen habe, bis ich nur noch sitze. Endlich mal still sein, sich hinsetzen und die Klappe halten ermöglichen. Solltest Du auch mal machen.

    Bezüglich "der richtigen Einstellung" habe ich mal einen für mich entscheidenden Hinweis aus dem Forum bekommen, und zwar:

    Vertrauen in die Lehre haben

    Seit ca. 10 Jahren brabbel ich mir während der Meditation die Ohren voll, Du glaubst ja nicht, lieber Helmut, wieviel es zu sagen gibt; vor allem wenn in einem "Selbst" der Skeptizismus aufgrund vieler gemachter Erfahrungen vorherrschend ist.

    Insofern sage ich mal jein; bei dem Einen könnte es klappen, dass es irgendwann nichts mehr zu sagen gibt; der Nächste sitzt nach vielleicht 20 Jahren immer noch und brabbelt sich die Ohren bzw. den Kopf voll.

    Wie man seine Skepsis so richtig wieder los wird, dafür habe ich allerdings noch kein Rezept gefunden.

    Die andere Seite ist, Buddha befürwortet alles genauestens zu untersuchen bis man etwas für "wahr" anerkennt und das wiederum braucht dann auch eine gewisse Skepsis.

    Und bei 1Singledrop sieht es momentan so aus, dass er sich im Zen nicht gut aufgehoben fühlt und nun wartet, bis ihn die "Tibeter abholen".

    Persönlich weiß ich, egal wer mich wohin abholt, wenn sich das totale Vertrauen nicht einstellt, dann wird das nicht so richtig was; jedenfalls nicht bei mir.

    Soweit erst einmal . . .

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. Juli 2018 um 12:45
    • #44
    Schneelöwin:
    Ellviral:

    JA DAS ist die richtige Einstellung!!! Einfach hinsetzten und Meditieren und sich solange selber zuhören bis ich mir nichts mehr zu sagen habe, bis ich nur noch sitze. Endlich mal still sein, sich hinsetzen und die Klappe halten ermöglichen. Solltest Du auch mal machen.

    Bezüglich "der richtigen Einstellung" habe ich mal einen für mich entscheidenden Hinweis aus dem Forum bekommen, und zwar:

    Vertrauen in die Lehre haben

    Seit ca. 10 Jahren brabbel ich mir während der Meditation die Ohren voll, Du glaubst ja nicht, lieber Helmut, wieviel es zu sagen gibt; vor allem wenn in einem "Selbst" der Skeptizismus aufgrund vieler gemachter Erfahrungen vorherrschend ist.

    Insofern sage ich mal jein; bei dem Einen könnte es klappen, dass es irgendwann nichts mehr zu sagen gibt; der Nächste sitzt nach vielleicht 20 Jahren immer noch und brabbelt sich die Ohren bzw. den Kopf voll.

    Wie man seine Skepsis so richtig wieder los wird, dafür habe ich allerdings noch kein Rezept gefunden.

    Die andere Seite ist, Buddha befürwortet alles genauestens zu untersuchen bis man etwas für "wahr" anerkennt und das wiederum braucht dann auch eine gewisse Skepsis.

    Und bei 1Singledrop sieht es momentan so aus, dass er sich im Zen nicht gut aufgehoben fühlt und nun wartet, bis ihn die "Tibeter abholen".

    Persönlich weiß ich, egal wer mich wohin abholt, wenn sich das totale Vertrauen nicht einstellt, dann wird das nicht so richtig was; jedenfalls nicht bei mir.

    Soweit erst einmal . . .

    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Alles anzeigen

    Mir ging es genau so und ich ging mir auf gehörig, bis zur Wut, auf die Nerven. Dann hab ich mich gefragt was ich eigentlich will wenn ich Meditiere?

    Da war dann eine ganz klare Antwort: Ich will sitzen wie der Buddha!

    Ab da hab ich immer wieder die Frage an mich als Nerver gerichtet: Sitz ich jetzt oder was mach ich? Das hatte die Gesprächsthemen sehr schnell sehr rasch bis zum: Es gibt nichts zu sagen, wenn ich sitze, geführt. Es gibt nichts zu sagen wenn ich mich in sehr kurzer Zeit Resete. Dann schalte ich alles Gedankenmachen aus und schweige. Doch das geht! Frage Dich immer wieder: Tu ich jetzt das was ich tun wollte oder was mache ich?

  • jianwang
    Reaktionen
    706
    Punkte
    10.636
    Beiträge
    1.967
    Mitglied seit
    5. Mai 2017
    • 4. Juli 2018 um 14:28
    • #45

    Es gibt kein " ich habe Kummer"; es gibt kein " Ich leide " ...

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Festus
    Reaktionen
    604
    Punkte
    5.919
    Beiträge
    1.008
    Mitglied seit
    11. Juli 2016
    • 4. Juli 2018 um 16:37
    • #46
    jianwang:

    Es gibt kein " ich habe Kummer"; es gibt kein " Ich leide " ...

    Blödsinn

    Ohne eine lange Zeit grimmiger Kälte,
    die Dir in die Knochen fährt –

    wie könnten die Pflaumenblüten

    dich erfüllen mit ihrem durchdringenden Duft?
    (Obaku)

  • 1singledrop
    Reaktionen
    28
    Punkte
    243
    Beiträge
    38
    Mitglied seit
    18. Juni 2018
    • 4. Juli 2018 um 22:03
    • #47

    [lz]

    Oh ha ... Bist Du Dir sicher, das dies die rechte Einstellung ist ?[/lz]

    Hallo jianwang,

    zu nächst einmal muss ich sagen, dass das 10 Jahre her ist. Heute habe ich eine andere Einstellung.

    Dann weiß ich nicht ob Du mich richtig verstanden hast. Damals war ich so achtsam, das die, wie soll ich sagen, Vorstellung vom Buddha welche von alleine kam, diese Achtsamkeit projiziert hat oder wurde. Auf dem Gesicht des Buddha. Ich habe da Zuflucht zum Buddha genommen. Aber nicht formell sondern mehr ausversehen. Man kann ja auch Zuflucht suchen wenn man es gerade benötigt. Und das tat mir sehr gut damals. Im Ngöndro macht man ja auch Zuflucht, zu dem Buddha und zu den ganzen Vorstellungen bei den Verbeugungen.


    Ich machte auch einmal die Erfahrung, das war nachdem ich Thich Nhat Hanh gelesen habe, das ich im Garten saß und mir bewusst wurde, wie schön der Garten ist. Weil ich nichts negatives dazu packte, wie ich es normalerweise tue. Sondern so sehr im Hier und Jetzt war, dass das Schöne, das Paradisische bewusst wurde. Da flogen Schmetterlinge, die Bäume waren schön, die Sonne strahlte. Thich Nhat Hanh sagte in einem Video zum Treten in dem Moment, das wir damit schon ins Nirvana treten können. Nirvana ist uns nicht nur nach dem Tod vorbehalten sagte er. Es ist hier und jetzt möglich. Aber diese Erfahrungen sind nur das Beiwerk zur Buddhaschaft, habe ich mal gelesen. Wenn man daran haftet, will man das wieder erleben und das funktioniert nicht gut. Ich habe es selbst probiert.

    Auch kenne ich den Spruch: "Der Berg lacht nicht über den Fluss, weil er größer als der Fluss ist. Und der Fluss lacht nicht über den Berg, weil er schneller ist." Und so möchte ich auf keinen Fall sagen, das meine sei der richtige Weg. Es gibt viele Wege zur Buddhaschaft. Oder zur Buddha Natur. Und ich will mich entschuldigen für den Fall das ich so verstanden werde kein Mitgefühl zu haben. Das ist mir schon wichtig. Aber ich bin noch kein Buddha. Ich bin auf dem Weg und das noch ziemlich am Anfang. Ich denke, dass ein Buddha voller tiefer Mitgefühl ist für seine Mitmenschen. Aber vielleicht erreiche ich die Buddhaschaft erst in mehreren vielen Leben später.


    [lz]

    JA DAS ist die richtige Einstellung!!! Einfach hinsetzten und Meditieren und sich solange selber zuhören bis ich mir nichts mehr zu sagen habe, bis ich nur noch sitze. Endlich mal still sein, sich hinsetzen und die Klappe halten ermöglichen. Solltest Du auch mal machen. Hast Du wohl noch nicht woher sonst das OH ha....

    Ich brauch nur noch Sekunden um Nibbana zu sein wie lange brauchst Du. Ich brauch die Sehnsucht nach Nibbana nicht mehr ich bin das was ich bin wenn ich es bin. Seit vielen Jahren nenn ich das schon Reset meines Gedankenmachens. Alles leeren wird von alleine wieder voll. Aber dann kann ich die Geistesgifte erkennen die sich einschleichen wollen und stoppen.


    [/lz]

    Hallo Ellviral,

    Ich denke, dass ist das was ich meine, wenn ich sage, wir können hier und jetzt ins Nirvana treten. Einige beschreiben das sie dazu Klangschalen und den Atem benötigen. So eine Nonne in Plum Village. Übrigens sah ich mir früher sehr gerne das Video von ihr an. Es hat mich sehr geerdet, sehr beruhigt. Als käme ich nach Hause. Aber man kann alles zur Meditation benutzen. Selbst ohne Objekt.

    Hallo Schneelöwin,

    Vertrauen in die Leere haben.

    Ich hörte mal, im Buddhismus glaubt man nicht, sondern vertraut auf die Meister. Allerdings auch nicht blind, sondern mit Prüfung. So habe ich schon von Missbrauch durch die Meister gegenüber der Schüler gehört. Dabei haben sich die Schüler das selbst eingebrockt, weil sie blind vertraut haben.


    [lz]

    Seit ca. 10 Jahren brabbel ich mir während der Meditation die Ohren voll, Du glaubst ja nicht, lieber Helmut, wieviel es zu sagen gibt; vor allem wenn in einem "Selbst" der Skeptizismus aufgrund vieler gemachter Erfahrungen vorherrschend ist.

    Insofern sage ich mal jein; bei dem Einen könnte es klappen, dass es irgendwann nichts mehr zu sagen gibt; der Nächste sitzt nach vielleicht 20 Jahren immer noch und brabbelt sich die Ohren bzw. den Kopf voll.

    Wie man seine Skepsis so richtig wieder los wird, dafür habe ich allerdings noch kein Rezept gefunden.

    Die andere Seite ist, Buddha befürwortet alles genauestens zu untersuchen bis man etwas für "wahr" anerkennt und das wiederum braucht dann auch eine gewisse Skepsis.


    [/lz]


    Meinst Du die Gedanken, die Du Dir in der Meditation machst, sind schlecht und müssen weg gestoßen werden? Das Wort brabbeln irritiert mich ein wenig, weil es abwertend klingt. An einer anderen Stelle im Forum schriebst Du, Gedanken sind Wolken die vorbeiziehen. Das gefiel mir besser. Wenn Gedanken weg gestoßen werden, dann macht man sie doch zum Feind. Wenn man sie akzeptiert werden sie zum Boss. Also nach dem Motto, ich bin meinen Gedanken ausgeliefert. Aber man kann auch Freundschaft mit den Gedanken schließen. Jeder Gedanke ist eine Möglichkeit, ist wie der Klang der Klangschale, der Dich wieder zurück holt. Ist immer wieder eine neue Chance loszulassen. Und wenn es mal schwere Gedanken gibt, dann kann man immer noch an leichteren üben und da gibt es noch so viele Wege mit Gedanken umzugehen, das ich ein Roman schreiben müsste.


    [lz]

    Mir ging es genau so und ich ging mir auf gehörig, bis zur Wut, auf die Nerven. Dann hab ich mich gefragt was ich eigentlich will wenn ich Meditiere?

    Da war dann eine ganz klare Antwort: Ich will sitzen wie der Buddha!

    Ab da hab ich immer wieder die Frage an mich als Nerver gerichtet: Sitz ich jetzt oder was mach ich? Das hatte die Gesprächsthemen sehr schnell sehr rasch bis zum: Es gibt nichts zu sagen, wenn ich sitze, geführt. Es gibt nichts zu sagen wenn ich mich in sehr kurzer Zeit Resete. Dann schalte ich alles Gedankenmachen aus und schweige. Doch das geht! Frage Dich immer wieder: Tu ich jetzt das was ich tun wollte oder was mache ich?


    [/lz]


    Hallo nochmal ellviral,

    ist das wortwörtlich zu nehmen? Geht es Dir nur um das Sitzen? Oder meinst Du das so, das es ein Weg von der Welt zum Dharma gibt und einen Weg vom Dharma zur Welt? Das habe ich nämlich vor. Ich würde sehr gerne im Alltag das Dharma integrieren. Das ist gar nicht so einfach. Natürlich nachdem ich nochmals ausführlich den Buddhismus für mich geprüft habe.

    Beim Zen habe ich mal gehört, wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich gehe dann gehe ich. Aber ich schwanke nicht.

    Hallo Jianwang,

    Mingyur Rinpoche sagt auch das er früher gelitten hat. Und das wohl sehr heftig. Er hatte große Probleme bei seinem ersten Retreat. Er musste sich 3 Tage zurück ziehen um eine Lösung zu finden. Das ist Samsara, denke ich, wenn man darin fest sitzt. Und so spreche ich wohl auch aus Samsara wenn ich sage, ich habe Leid, ich habe Kummer. Und das war damals sehr real für mich.

    Auch passierte es mir schon, dass ich durch Meditation in einem völlig anderen Space gelangt bin. Ich hob schon mal ziemlich ab und war überzeugt davon, das ich alleine Recht habe. Da sagte ich schon Sachen... Lach. Heute lache ich darüber. Das ist so ähnlich wie die Geschichte von dem Mann der nie mehr Ich sagen wollte, weil er dachte das Ich wäre sein Problem, wäre das Problem was der Buddhismus zu lösen hätte. Nach einem Jahr wurde der Mann verrückt. Somit hoffe ich, dass ich immer wieder zurück zum Boden finde, oder gleich da bleibe. Mein Onkel sagte mir dazu braucht man die richtigen Leute, die einen am Boden halten. Zum Beispiel Freunde.

    Ich hoffe es fühlt sich niemand angegriffen oder ist wütend. Mein Ziel ist wie gesagt ein anderes. Es ist nur schwer und es ist eine gute Übung hier.

    Dann an alle Freundliche Grüße

    1SingleDrop

  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 4. Juli 2018 um 23:32
    • #48

    Mein Zweifel war wie deiner. Alles wegeräumt wurde durch den Willen nur zu sitzen nur sitzen will ich kein Denken kein Gedanken machen kein Beurteilen kein Nachdenken, sitzen. Dann geschah genau das was ich nicht erwartet habe anstatt in die Szenerie der Stille zu kommen bin ich in die des hören was zu hören ist, sehen was zu sehen ist usw. Alle Sinne auch das nur Bewusstsein der Sinneseindrücke war da und natürlich das Bewusstsein das ich nur sitze mit allen Sinnen offen und die Sinnestore bewachend damit sich kein Gedanke zeigen kann der ergriffen wird um mich aus dem nur sitzen zu holen. Dann bin ich aufgestanden und hab mich den Dingen gewidmet die nicht nur sitzen sind.

    Das da ein Weg zum Dhamma oder vom Dhamma zur Welt ist hab ich nicht bemerkt. Wie sollte ich auch, wenn der Weg genau unter meinen Füßen oder genau und nur unter meinem Körper ist? Wie soll da ein Weg erscheinen wenn ich nicht mehr weiß was Der Weg bedeutet? Nur Sitzen ist das empfinden und nur das Empfinden ohne Gefühle dessen was unzureichend Welt, Dhamma genannt wird.

  • Online
    mukti
    Reaktionen
    6.806
    Punkte
    72.606
    Beiträge
    12.960
    Blog-Artikel
    34
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 5. Juli 2018 um 09:04
    • #49

    Vielleicht habe ich was übersehen und es ist schon auf D.22 hingewiesen worden, kann aber nicht schaden:

    Zitat

    Da wacht, ihr Mönche, der Mönch bei den Geistobjekten über das Erscheinen der fünf Hemmungen (nivarana). Wie aber, ihr Mönche, wacht der Mönch bei den Geistobjekten über das Erscheinen der fünf Hemmungen?

    Da merkt, ihr Mönche, der Mönch wenn Wunscheswille (kāma-cchanda) in ihm ist <In mir ist Wunscheswille>, merkt wenn kein Wunscheswille in ihm ist <In mir ist kein Wunscheswille>. Er merkt es wenn Wunscheswille sich eben erst entwickelt, merkt es wenn der deutlich gewordene Wunscheswille aufgehoben wird, und merkt es wenn der aufgehobene Wunscheswille künftig nicht mehr erscheint.

    Er merkt wenn Hassensgroll (vyāpāda) in ihm ist <In mir ist Hassensgroll>, merkt wenn ein Hassensgroll in ihm ist <In mir ist kein Hassensgroll>. Er merkt es wenn Hassensgroll sich eben erst entwickelt, merkt es wenn der deutlich gewordene Hassensgroll aufgehoben wird, und merkt es wenn der aufgehobene Hassensgroll künftig nicht mehr erscheint.

    Er merkt wenn matte Müde (thīna-middha) in ihm ist <In mir ist matte Müde>, merkt wenn keine matte Müde in ihm ist <In mir ist keine matte Müde>. Er merkt es wenn matte Müde sich eben erst entwickelt, merkt es wenn die deutlich gewordene matte Müde aufgehoben wird, und merkt es wenn die aufgehobene matte Müde künftig nicht mehr erscheint.

    Er merkt wenn stolzer Unmut (uddhacca-kukkucca) in ihm ist <In mir ist stolzer Unmut>, merkt wenn kein stolzer Unmut in ihm ist <In mir ist kein stolzer Unmut>. Er merkt es wenn stolzer Unmut sich eben erst entwickelt, merkt es wenn der deutlich gewordene stolze Unmut aufgehoben wird, und merkt es wenn der aufgehobene stolze Unmut künftig nicht mehr erscheint.

    Er merkt wenn Schwanken (vicikicchā, Zweifel) in ihm ist <In mir ist Schwanken>, merkt wenn kein Schwanken in ihm ist <In mir ist kein Schwanken>. Er merkt es wenn Schwanken sich eben erst entwickelt, merkt es wenn das deutlich gewordene Schwanken aufgehoben wird, und merkt es wenn das aufgehobene Schwanken künftig nicht mehr erscheint.

    «So wacht er nach innen bei den Geistobjekten über die Geistobjekte, so wacht er nach außen bei den Geistobjekten über die Geistobjekte, nach innen und außen wacht er bei den Geistobjekten über die Geistobjekte. Er beobachtet wie die Geistobjekte entstehen, beobachtet wie die Geistobjekte vergehen, beobachtet wie die Geistobjekte entstehen und vergehen. <Die Geistobjekte sind da>: diese Einsicht ist ihm nun gegenwärtig, soweit sie eben zum Wissen taugt, zur Besinnung taugt; und uneingepflanzt verharrt er, und nirgends in der Welt ist er angehangen.

    So aber, ihr Mönche, wacht der Mönch bei den Geistobjekten über das Erscheinen der fünf Hemmungen. D.22

    Alles anzeigen

    Mit Metta, mukti.


  • Noreply
    Reaktionen
    5.400
    Punkte
    81.758
    Beiträge
    15.201
    Mitglied seit
    24. Juni 2011
    • 5. Juli 2018 um 11:19
    • #50

    mukti

    Wenn ich das Ganze D 22 lese und mich nicht durch mein Gedankenmachen ablenken lasse Versteh ich das sofort. Ich hab gelernt meine auftauchenden Fragen abzustellen: Mein Was bedeutet dieses Wort? Oder auch, habe ich das jetzt verstanden oder muss ich noch weiter nachdenken?

    Ich hab das Sutra schon vor einigen Jahren gelesen, wie heute auch wieder. Dabei hab ich gemerkt wie der Weg des Buddha mich geleitet hat. Was dabei rauskommt weiß ich noch nicht.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download