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  1. Buddhaland Forum
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Fühlende Wesen

  • Noreply
  • 5. Juli 2020 um 10:40
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    • 12. Juli 2020 um 09:06
    • #101
    Zitat

    Du hast von ‚'nicht-fühlenden Wesen' gesprochen. Was ist ein '‚nicht-fühlendes Wesen'?

    Traditionell unterscheidet man fühlende Wesen, d.h. Wesen die Wahrnehmungen und Empfindungen haben, die Fähigkeit haben, etwas auswählen oder abweisen zu können, und nicht-fühlende Wesen. In der Regel sind die fühlenden Wesen Menschen und Tiere. Man kann entsprechend der buddhistischen Kosmologie noch Wesen hinzufügen, wie z.B. die Gaki. Aber auch Wesen, die in der Hölle oder im Paradies wohnen, sind fühlende Wesen. Letztlich alle Wesen, die ein Karma haben, die also im Samsara transmigrieren. Das Samsara ist die Welt der fühlenden Wesen. Im Unterschied dazu ist das Nirvana die Welt der Buddhas. Das ist die traditionelle Sichtweise. Nicht-fühlende Wesen sind z.B. Berge, Flüsse, Sterne, … Sie haben kein Karma, keine Empfindungen, keine Möglichkeiten etwas auszuwählen oder abzulehnen.

    Durch seine Zazen-Praxis, durch das Verständnis seiner Buddha-Natur, ist Meister Dogen dazu gekommen zu sagen, dass alle Wesen die Buddha-Natur haben, dass es tief gesehen keinen Unterschied gibt, weil es eine tiefere Wirklichkeit gibt als das Karma und die Empfindsamkeit, die Auswahl oder Ablehnung erzeugen. Diese tiefere Wirklichkeit ist die Existenz in völliger Wechselbeziehung. Das ist der grundlegendste Punkt, in dem alle Wesen sich ähneln, der Punkt, den alle Wesen gemeinsam haben. Das ist die Essenz selbst der Existenz: die Tatsache in Beziehung zu existieren. Diese Wirklichkeit ist tiefer als Wirklichkeit der fühlenden Wesen mit ihrem Karma und ihrem Bewusstsein. Das ist der Punkt, wo die fühlenden und nicht-fühlenden Wesen sich ähneln und eine Einheit bilden. Das bewirkt, dass – im Geist von Zazen – man selbst und ein Baum, man selbst und ein Berg nicht getrennt, nicht unterschieden sind.

    Zen-Mönche haben durch ihre intensive Praxis diesen Sinn für die Nicht-Getrenntheit mit Wesen entwickelt, die man nicht-sensibel nennt, die aber selbst auch das Dharma ausdrücken. Deshalb sind Mönche oder Praktizierende auch erwacht, als sie eine Blume gesehen, einen Kieselstein oder einen Bergbach gehört haben. Eine Blume oder das Geräusch eines Bergbachs in einem Tal sind traditionellerweise nicht-fühlende Wesen. Aber in ihrer Wirklichkeit bringen sie völlig das zum Ausdruck, was wir mit ihnen gemeinsam haben, die völlige Wechselbeziehung, die Existenz ohne Substanz.

    Vielleicht zeigen sie es uns sogar besser als fühlende Wesen: Fühlende Wesen sind kompliziert. Sie vernebeln unsern Geist mit Wörtern. Aber eine Blume und ein Bergbach drücken direkt das Wesentliche aus, - wenn man es zu sehen versteht. Das ist jenseits des Unterschiedes zwischen fühlenden und nicht-fühlenden Wesen. Dies zu spüren ist sehr wichtig für unsere Beziehung zu der Welt, in der wir leben. Das bedeutet, dass alle Dinge der Natur uns erwecken können. Sie manifestieren dieselbe Essenz der Existenz wie wir, aber vielleicht noch auf eine direktere Art und Weise. Darum seid ihr eingeladen, die Natur zu kontemplieren. Oft ist das eine größere Unterweisung als die Sutren.

    Es gibt Leute, die nicht gerne Sutren lesen. Sie finden sie kompliziert. Dann geht in den Wald! Das ist eine sehr schöne Unterweisung. Er ist voll mit fühlenden und nicht-fühlenden Wesen, die hervorragend miteinander funktionieren. Bäume, Vögel, … sie funktionieren zusammen.

    Jedes Wesen kann uns erwecken oder zumindest dazu beitragen, sofern man empfänglich ist. Zazen entwickelt diese Empfänglichkeit. Umgekehrt gibt es uns ein Gefühl von Dankbarkeit, von Wohlwollen allen Wesen gegenüber – nicht nur den fühlenden Wesen. Das ist die wahre spirituelle Grundlage der Ökologie.

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    Unbenanntes Dokument


    Das spiegelt wider, wie ich es sehe.

    „Meines Wissens sind Pflanzen vom Kreislauf der Wiedergeburt ausgeschlossen.

    Weder wird eine Pflanze als Mensch o. Tier wiedergeboren, noch wird ein Tier oder Mensch als Pflanze wiedergeboren - was ein Hinweis darauf wäre, dass Pflanzen kein Leid empfinden können.„ (Beitrag 4).

    „Mal davon ausgehend, dass Pflanzen Schmerz/Leid nicht empfinden können:

    Bäume (z.B.) tragen dazu bei, dass Mensch und Tier leben kann. Insofern macht es schon aus der Perspektive Sinn, achtsam mit ihnen umzugehen.

    Nehmen wir ihnen die Grundlage, nehmen wir sie auch uns und tragen somit dazu bei, dass Schmerz/Leid ausgelöst wird.„ (Beitrag 15)


    „Wobei ich die Verhältnismäßigkeit im Auge habe. Es spielt eine bedeutsame Rolle, weshalb eine Pflanze zerstört wird. Welche Motivation dahintersteht. Macht man es, um sie zu essen ~> um leben zu können oder aus Wut, Hass, Gier...“ (Beitrag 29)


    Ich erlebe u.a. d. Pflanzen gegenüber Dankbarkeit und achte darauf, meinen ökologischen Fußabdruck so klein wie mir möglich zu halten.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

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    • 12. Juli 2020 um 09:39
    • #102

    Ich weiß ich bin einfach penetrant. Das spielt für mich alles keine Rolle, das ist sich Gedanken machen.

    Mein Erkennen ist, das es ein Lebewesen ist, wenn es eine DNA hat die ihm ermöglicht sich zu vermehren, sich zu ernähren, aktiv zu sein.

    Weil alles der eine Geist ist, hab ich nicht das Recht irgend einem lebenden Wesen Bewusstsein abzusprechen.

    Alles andere ist glauben oder eben nicht wissen. Selbst die Wissenschaften haben unendlich viele Schlupflöcher damit sie immer beweisen können was sie nicht wissen und verwirren damit das was sicher gewusst ist.

    Eine Zelle mit DNA ist ein Lebewesen.

    Alles ist der eine Geist.

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 09:47
    • #103
    Ellviral:

    Mein Erkennen ist, das es ein Lebewesen ist, wenn es eine DNA hat die ihm ermöglicht sich zu vermehren, sich zu ernähren, aktiv zu sein.

    Das ist Deine Erkennen bzw. Schlussfolgern, das Du vor dem Hintergrund Deiner Bewusstseinsebene gemacht hast.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

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    • 12. Juli 2020 um 10:10
    • #104
    Deepa:
    Ellviral:

    Mein Erkennen ist, das es ein Lebewesen ist, wenn es eine DNA hat die ihm ermöglicht sich zu vermehren, sich zu ernähren, aktiv zu sein.

    Das ist Deine Erkennen bzw. Schlussfolgern, das Du vor dem Hintergrund Deiner Bewusstseinsebene gemacht hast.

    Wird es nicht Zeit Deine zu wechseln damit Du wirklich mitfühlend werden kannst mit allen Lebewesen, nicht nur mit denen die Du für fühlend hältst?

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 10:23
    • #105
    Ellviral:
    Deepa:
    Ellviral:

    Mein Erkennen ist, das es ein Lebewesen ist, wenn es eine DNA hat die ihm ermöglicht sich zu vermehren, sich zu ernähren, aktiv zu sein.

    Das ist Deine Erkennen bzw. Schlussfolgern, das Du vor dem Hintergrund Deiner Bewusstseinsebene gemacht hast.

    Wird es nicht Zeit Deine zu wechseln damit Du wirklich mitfühlend werden kannst mit allen Lebewesen, nicht nur mit denen die Du für fühlend hältst?

    Wer sagt, dass dem nicht so ist. ^^

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

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    • 12. Juli 2020 um 10:52
    • #106

    Diese Debatte ist in Bezug auf Vegetarismus interessant und daher wohl auch emotional besetzt.

    Schmerz- Fühl oder Leid-empfindungen sind in erster Linie einfach Impulse/Signale die dazu da sind, um Schutzvorkehrungen zu treffen, welche ich bei Pflanzen nun mal beobachten kann.

    Ich verstehe, falls man sich wirklich mal mit Pflanzen beschäftigt, wiederum nicht, dass soetwas nicht gesehen werden will bzw. abgestritten, die Erklärung liegt bei mir einfach dann im emotionalen.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 11:07
    • #107
    Schneelöwin:

    Diese Debatte ist in Bezug auf Vegetarismus interessant und daher wohl auch emotional besetzt.

    Schmerz- Fühl oder Leid-empfindungen sind in erster Linie einfach Impulse/Signale die dazu da sind, um Schutzvorkehrungen zu treffen, welche ich bei Pflanzen nun mal beobachten kann.

    Ich verstehe, falls man sich wirklich mal mit Pflanzen beschäftigt, wiederum nicht, dass soetwas nicht gesehen werden will bzw. abgestritten, die Erklärung liegt bei mir einfach dann im emotionalen.

    Dass manches dem Schutz dient, sehe ich ebenfalls. Ich sehe nicht, dass sie leiden.

    Was Vegetarismus und Veganismus betrifft ist es so, dass es zu emotionaler Verschleierung kommen kann, wenn der Mensch sich vom Ego steuern lässt - sich mit der Lebensart identifiziert - seinen Wert davon ableitet.

    Ansonsten ist es eine einfache Rechnung, dass man mehr Leid auslöst (wenn man denn so argumentiert, dass Pflanzen auch leiden können), wenn man z.B. Kühe verzehrt, die ihrerseits bereits Pflanzen verzehrt haben, statt Pflanzen direkt zu verspeisen. Selbstverständlich immer unter der Voraussetzung, dass der Mensch nicht von Gier und anderen Giften geleitet ist.

    Hier sind andere Faktoren, wie der Wasserverbrauch,...und der CO2-Austoß von Kühen noch nicht inbegriffen.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

  • Noreply
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    • 12. Juli 2020 um 12:00
    • #108

    Ihr seht das vom Leiden aus? Das geht doch nur beim Menschen, nur der kann durch Ergreifen der Skandha und den Geistesgiften leiden.

    Mein ausgangs Punkt ist lebend sein.

  • Schneelöwin
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    • 12. Juli 2020 um 13:13
    • #109

    Wenn die Pflanzen keine Impulse / Signale empfangen könnten, würden sie nicht reagieren.

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 13:20
    • #110
    Schneelöwin:

    Wenn die Pflanzen keine Impulse / Signale empfangen könnten, würden sie nicht reagieren.

    Feuer regaiert auch auf Wind, Schallwellen - das ist kein Zeichen von Empfindungsfähigkeit/Fähigkeit, leiden zu können. Es sei denn, dass Du meinst, dass auch Feuer leiden kann. Dann wäre Deine Definition von Leiden hilfreich. :)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

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    Deepa

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    • 12. Juli 2020 um 13:33
    • #111
    Deepa:
    Schneelöwin:

    Wenn die Pflanzen keine Impulse / Signale empfangen könnten, würden sie nicht reagieren.

    Feuer regaiert auch auf Wind, Schallwellen - das ist kein Zeichen von Empfindungsfähigkeit/Fähigkeit, leiden zu können. Es sei denn, dass Du meinst, dass auch Feuer leiden kann. Dann wäre Deine Definition von Leiden hilfreich. :)

    Hat Feuer eine DNA? Ist Feuer eine Zelle?

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    • 12. Juli 2020 um 13:47
    • #112
    Ellviral:
    Deepa:
    Schneelöwin:

    Wenn die Pflanzen keine Impulse / Signale empfangen könnten, würden sie nicht reagieren.

    Feuer regaiert auch auf Wind, Schallwellen - das ist kein Zeichen von Empfindungsfähigkeit/Fähigkeit, leiden zu können. Es sei denn, dass Du meinst, dass auch Feuer leiden kann. Dann wäre Deine Definition von Leiden hilfreich. :)

    Hat Feuer eine DNA? Ist Feuer eine Zelle?

    Ich möchte erst das Thema „Gefühl, Empfinden, Leid“ in d. Zusammenhang beantwortet wissen. Es bringt nichts, das zu mischen.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • Noreply
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    • 12. Juli 2020 um 13:52
    • #113
    Deepa:
    Ellviral:
    Deepa:

    Feuer regaiert auch auf Wind, Schallwellen - das ist kein Zeichen von Empfindungsfähigkeit/Fähigkeit, leiden zu können. Es sei denn, dass Du meinst, dass auch Feuer leiden kann. Dann wäre Deine Definition von Leiden hilfreich. :)

    Hat Feuer eine DNA? Ist Feuer eine Zelle?

    Ich möchte erst das Thema „Gefühl, Empfinden, Leid“ in d. Zusammenhang beantwortet wissen. Es bringt nichts, das zu mischen.

    Ich will wissen was ein fühlendes Wesen ist. Siehe Threadthema. Also ist das Feuer ein fühlendes Wesen oder ist es keines?

    Buddha hat sich lang und breit dazu geäußert das die vier "Elemente" keine Lebewesen sind. Vielleicht weißt Du ja mehr?

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 14:03
    • #114

    Mir geht es um die Fragestellung, ob etwas Leid empfinden kann oder nicht. Und woran man (Buddha?) das festmacht.

    Was impliziert die Aussage „Wenn die Pflanzen keine Impulse / Signale empfangen könnten, würden sie nicht reagieren.“

    Soll das Reagieren ein Argument für Leidfähigkeit sein?

    Dann wäre ein Merkmal für Leidfähigkeit:

    Ist zu Reaktionen fähig.

    Feuer kann reagieren.

    Auch ein Kieselstein kann reagieren. Er reagiert auf äußere Einflüsse. Man kann ihn zerschlagen. Er reagiert, wenn man ihn mit Salzsäure beträufelt u.s.w.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • fck.you
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    • 12. Juli 2020 um 14:12
    • #115

    Ich werfe mal den Punkt "Selbstwahrnehmung" in den Raum.

    Bist du dir selbst bewusst, dann kannst du dich auch in eine relative Beziehung sehen, letztendlich auch Voraussetzung für einen großen Teil des Leids. Ist sich eine Pflanze selbst bewusst?

    Also benutzen wir unseren Verstand.

    Wenn du also entscheidest, ob du ein fühlendes Wesen bist, bleibt der Verstand.

    Hier ist die eigene Ableitung die Grenze - also das Erkennen deiner Relativität gepaart mit all den Fähigkeiten des Verstands. Regeln und Gesetze für fühlende Wesen aufzustellen, macht jetzt aus mehreren Gründen eigentlich keinen Sinn - es erzeugt wiederum Leid wie auch die Unfähigkeit hier auf einen Nenner zu kommen.

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 14:21
    • #116
    qwertz:

    Regeln und Gesetze für fühlende Wesen aufzustellen, macht jetzt aus mehreren Gründen eigentlich keinen Sinn - es erzeugt wiederum Leid wie auch die Unfähigkeit hier auf einen Nenner zu kommen.

    Bei den Menschen, die verblendet sind :)

    Wer sagt denn, dass ein (gemeinsamer) Nenner sein muss, um...?

    Das ist Deine Vermutung, vor dem Hintergrund Deines Bewusstseins.

    Schau mal, ob da nicht eine Projektion stattfindet. Was in Dir einen gemeinsamen Nenner benötigt, um nicht leiden zu müssen :)

    Wer ist nicht in der Lage, zu akzeptieren, dass sich (je nach Bewusstsein) unterschiedliche Ansichten zeigen?

    Wer kann sie nicht annehmen - in einem Zustand von Gleichmut, Gelassenheit?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    2 Mal editiert, zuletzt von Deepa (12. Juli 2020 um 14:30)

  • Schneelöwin
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    • 12. Juli 2020 um 15:16
    • #117

    [lz]

    Zusammenfassung: Von wegen „strohdummes Grünzeug“ - Pflanzen erbringen erstaunliche Sinnesleistungen. Zwar besitzen Bäume und Pflanzen keine Nervenzellen. Aber sie produzieren Hormone, mit denen sie Sinnesreize durch ein feines Adergeflecht zu ihren eigenen Organen übermitteln – auf diese Weise fühlen, sehen, hören und kommunizieren sie. [/lz]


    [lz]

    „Die Biologie steht vor einer kopernikani­schen Wende“, prophezeit der italienische Bo­taniker Stefano Mancuso, der an der Universität Florenz das „Labor für Neurobiologie der Pflan­zen“ betreibt.

    Der Astronom Nikolaus Koper­nikus entdeckte im ausgehenden Mittelalter, dass die Erde um die Sonne kreist, und löste damit die Vorstellung des griechischen Gelehr­ten Ptolemäus ab, die Erde stehe im Mittel­punkt des Universums. Auf ähnliche Weise wird derzeit die lang­jährige Annahme vieler Biologen, Pflanzen seien im Grunde besinnungslose Maschinen, durch neue Entdeckungen ihrer Erfahrungs­- und Empfindungsfähigkeit revidiert.

    Mancuso ist überzeugt: Gewächse seien nicht nur im Voll­besitz aller fünf Sinne, die wir Menschen haben, sie hätten darüber noch eine ganze Menge mehr, von denen wir bisher nicht einmal zu träumen wagten. Für Magnetfelder zum Bei-spiel oder für Chemikalien.

    „Heute wissen wir: Pflanzen sprechen miteinander, erkennen ihre Verwandten und zeigen ganz unterschiedliche, individuelle Charaktere“, sagt Mancuso. Der Mittfünfziger sitzt in seinem Labor vor einer Pinnwand, die mit Ausdrucken von Schönheiten aus dem botanischen Reich zugehängt ist: Orchideenblüten, alte Bäume, Landschaften. Daneben breitet sich eine Weltkarte aus.

    Der Forscher – schütterer grauer Vollbart, flinke Augen hinter modischer Brille – könnte Geisteswissenschaftler sein anstatt Laborpraktiker. Und tatsächlich geht es Mancuso nicht nur um Routineforschung, sondern um die großen ungelösten Fragen: „Ich beschäftige mich mit Pflanzen, weil ich wissen will, was Leben ist. Das ist nämlich überhaupt noch nicht klar. Bloß geben die meisten Forscher das nicht zu.“ Für Mancuso verhindert gerade in der Wissenschaft ein allzu menschenfixierter Standpunkt, dass wir andere Wesen so wahrnehmen, wie sie sind. Wir können ihre Fähigkeiten nicht erkennen – und erst recht nicht anerkennen.

    Sehen, hören, tasten, riechen, schmecken – ist es wirklich möglich, dass die starren Gewächse in Wahrheit nicht nur in manchen Körperpartien so beweglich sind wie kleine Tiere, sondern dass sie eine ebenso differenzierte Wahrnehmung der Welt haben? Um seinem Zuhörer auf die Sprünge zu helfen, erinnert Mancuso daran, dass es wenig nutzt, wenn wir unsere eigenen Fähigkeiten eins zu eins mit denen der Pflanzen vergleichen. Wir müssen vielmehr den Standpunkt der Gewächse einnehmen – sozusagen die Welt aus den Augen sesshafter Lebewesen betrachten, die Licht essen.

    Mit den Augen fängt es an. Pflanzen sind blind, oder? Denn sie besitzen im Gegensatz zu fast allen Tiere keine Sehzellen. Mancuso hilft sanft nach: Wenn wir Sehen als die Fähigkeit beschreiben, auf Lichtunterschiede sinnvoll zu reagieren, dann können Pflanzen nicht nur sehen, sondern sind geradezu Meisterinnen darin. Denn Licht ist ihr eigentliches Lebensmittel. Um zu gedeihen, müssen Pflanzen das Licht erfassen und ihm optimal entgegenwachsen. „Wir können uns vorstellen, dass im Grunde der ganze Körper der Pflanze mit Augen bedeckt ist“, sagt Mancuso. Oder vielmehr: Die Pflanze ist ein einziges Auge. Nicht nur die Blätter, alle Oberflächen des Pflanzenkörpers enthalten Rezeptoren für Helligkeit – damit dort im Notfall schnell Grün austreiben kann.

    Pflanzen haben elf verschiedene Lichtsensoren, und damit sieben mehr als der Mensch in seinen Augen. Der US-Botaniker David Chamovitz fand in den vergangenen Jahren heraus, dass gleiche Gene in Pflanzen, Tieren und Menschen für die Lichtregulation zuständig sind. Chamovitz ist sich sicher: „Pflanzen sehen Sie, wenn Sie sich ihnen nähern und wenn Sie sich über sie beugen.“[/lz]

    . . . und noch einiges mehr hier:

    Die Sinne der Pflanzen | National Geographic

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • fck.you
    Gast
    • 12. Juli 2020 um 15:25
    • #118

    Schade, dass man zwischen verblendeten und unverblendeten Menschen unterscheidet.

    Ich betrachte und was ich da sehe ist mich selbst als abgeleitete Form der Einheit. Ich bin niemand der dagegen vorgeht und so tut als sei keine Ableitung vorhanden. Das ist was ich betrachte, auch wenn die erwachte Form davon wieder nicht-dual ist.

    Hier im Forum und in der Form wie ich reagiere, verwende ich diese Ableitung.

    Ich brauch nicht so tun, als sei ich in der Form etwas ganz anderes (um wieder dahin zurückzufinden).

    Mitgefühl ist immer möglich.

    Potential.

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 15:26
    • #119
    qwertz:

    Schade, dass man zwischen verblendeten und unverblendeten Menschen unterscheidet.

    Weshalb?

    Interpretierst Du das als Abwertung?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

  • fck.you
    Gast
    • 12. Juli 2020 um 15:31
    • #120

    Beides ist möglich.

    Und deshalb geht es nicht um mich und meine Interpretation.

    Ich werde lieber schweigen, fühlen, mit dem Herzen.

    Das hat am wenigsten mit mir zu tun.

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 15:33
    • #121
    Zitat

    Wenn wir Sehen als die Fähigkeit beschreiben, auf Lichtunterschiede sinnvoll zu reagieren, dann können Pflanzen nicht nur sehen, sondern sind geradezu Meisterinnen darin. Denn Licht ist ihr eigentliches Lebensmittel.

    Die Sinne der Pflanzen | National Geographic

    Wenn wir...zu reagieren...

    Ist das in dem Buddhismus der Fall? Ist das etwas, was fühlende Lebewesen ausmacht? Sind Pflanzen von Wiedergeburt betroffen,....? Können Karma ansammeln,...?


    Wie wird da differenziert?

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (12. Juli 2020 um 15:43)

  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 15:41
    • #122
    qwertz:

    Beides ist möglich.

    Und deshalb geht es nicht um mich und meine Interpretation.

    Ich werde lieber schweigen, fühlen, mit dem Herzen.

    Das hat am wenigsten mit mir zu tun.

    Im Buddhismus wird, m.W., eine solche Unterscheidung getroffen.

    Darauf basiert eine Art (m.W. gibt es 3) Leiden - auf Unwissenheit, Verblendung.

    Wenn das jemand als Abwertung interpretiert und leidet, ist er in die Falle der Illusion getappt: Da ist ein Ich, das abgewertet werden kann.

    Das Ich muss sich verteidigen - es ist empört, verärgert - leidet.

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (12. Juli 2020 um 16:12)

  • Schneelöwin
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    • 12. Juli 2020 um 17:09
    • #123
    qwertz:

    Ich werde lieber schweigen, fühlen, mit dem Herzen.

    Das hat am wenigsten mit mir zu tun.

    :like::luftkuss:

    Liebe Grüße Schneelöwin

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  • Schneelöwin
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    • 12. Juli 2020 um 17:27
    • #124
    Lucy:

    da selbst in der Ausgangsfrage nach fühlenden Wesen im Sinne der Lehre gefragt wird, wundert es mich, dass Deepa immer wieder nachfragen muss.


    ist denn das Kriterium ‚Wiedergeburt‘ oder ‚sammeln Pflanzen Karma‘ so schlecht?


    warum?

    Du kannst sie ja mal selbst fragen8)

    Liebe Grüße Schneelöwin

    "All is always now"


  • Deepa
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    • 12. Juli 2020 um 17:32
    • #125
    Schneelöwin:
    Lucy:

    da selbst in der Ausgangsfrage nach fühlenden Wesen im Sinne der Lehre gefragt wird, wundert es mich, dass Deepa immer wieder nachfragen muss.


    ist denn das Kriterium ‚Wiedergeburt‘ oder ‚sammeln Pflanzen Karma‘ so schlecht?


    warum?

    Du kannst sie ja mal selbst fragen8)

    Weshalb mich?


    Die Frage stelle ich euch - ich bin doch ein Frischling auf dem Gebiet „Buddhismus“ und möchte von euch erfahren, was ihr „alten Hasen“ zu dem Thema gelesen, gehört,... - und erlebt habt. :)

    Zu meinen Beiträgen: So sehe ich es.

    Viele Wege führen ins Nirvana.

    Deepa

    Einmal editiert, zuletzt von Deepa (12. Juli 2020 um 17:43)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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