sicher datt ))
ist etwas ähnlich zum Pott und auch zu Berlin hier ... und bei dir so?
Ich sach ma so: Is mir nich fremd. Daher: Komma bei mich bei
sicher datt ))
ist etwas ähnlich zum Pott und auch zu Berlin hier ... und bei dir so?
Ich sach ma so: Is mir nich fremd. Daher: Komma bei mich bei
Derweil übe ich mich in "Mettakognition" und versuche meinen argen Gedanken mit besonders viel liebender Güte gegenüber zu stehen.
(Klingt erstmal lustig, aber ich habe es schon öfters probiert, und es funktioniert bei mir tatsächlich, das Denken damit zu besänftigen, wenn es mich bedrängt. )
Kannst jemand Sutren nennen, die dieses Thema aus Sicht des Buddha beleuchten?
Ich habe Skepsis - ich folge seit 20 Jahren der Annahme, dass das, was ich sehe, leere Erscheinungen sind, frei von jeglichem ich, vergänglich, in Erscheinung nur aufgrund einer ungünstigen Verkettung von Umständen - und dass jegliche freiwillige Interaktion damit nur weitere starke Bedingungen schafft, die diesen unpersönlichen Prozess aufrecht halten und immer mächtiger machen können. Ich lebe und versuche mich dabei, soweit mir möglich, in keinerlei Weise von solchen Wahrnehmungen beeinflussen zu lassen, ausser es zwingt mich dazu, dann vergesse ich halt hinterher was da wahr und nehme nur die Erfahrung mit. Ich weiss auch aus eigener Erfahrung, dass es sich immer wieder logisch widersprochen hat, und mir deswegen höchstwahrscheinlich kein verlässliches Spiegelbild einer Realität zeigt, sondern eben leere Erscheinungen, Lügengebilde, Seifenblasen. Ich kann nicht glauben, was so widersprüchlich ist und was ich nicht eindeutig und fehlerfrei wahrnehmen kann.
Ich weiss, dass ich nun einmal Bedingungen in meinem Leben hatte, die es irgendwie erzeugt haben müssen, und lebe eben die Vermutung, dass es durch äusserste Enthaltsamkeit (meiden jeglicher freiwilliger Interaktion damit) irgendwann versanden und zum Erliegen kommen kann - so dass der Geist dann nur mehr wieder aus hauptsächlich körperlich bedingten Faktoren bestehen kann, ungetrübt, wahnlos, keiner Illusion mehr verfallen, ausser dem Spiegelbild der Realität des Körpers und der direkt mit ihm und der fleischlichen Geburt auf der Erde verbundenen geistigen Faktoren. Das ist die wahnlose Befreiung in meinen Augen, die ich suche. Ich habe das in der Vergangenheit schon erlebt, dass die störenden Gedanken, wenn ich mich einfach von ihnen abgewendet habe und sie habe ihr eigenes Ding machen lassen, nach etlichen Monaten/Jahren einfach nach und nach zum Erliegen kommen konnten, bis sie irgendwann vielleicht durch ungünstige Bedingungen in der Welt neu entfacht wurden.
Freilich ist das keine angenehme Reise, aber so bin ich nun einmal. Ich gehe lieber durch's Feuer, als mich vor mir selbst zum Horst zu machen. Macht ihr bitte damit, was ihr gewohnt seid, oder was euch jemand sagt, der weiss wie man damit glücklich wird. Vielleicht habe ich irgendwann eine Geschichte zu erzählen, was passiert wenn man das macht wie ich, bis jetzt war es eine teils unmenschlich harte, aber auch sehr lehrreiche Reise.
Irgendwelche Einwände dagegen aus buddhistischer Sicht? Wenn ja, aus welcher Richtung/Schule?
Kannst jemand Sutren nennen, die dieses Thema aus Sicht des Buddha beleuchten?
Sicher, @Lucy hat ja schon geschrieben, dass das nicht so geheimnisvoll ist:
das Anapanasati-Sutra
[lz]
"[1] Lang einatmend erkennt er: 'Ich atme lang ein'; oder lang ausatmend erkennt er: 'Ich atme lang aus.' [2] Oder kurz einatmend erkennt er: 'Ich atme kurz ein'; oder kurz ausatmend erkennt er: 'Ich atme kurz aus.' [3] Er trainiert sich selbst: 'Ich werde empfindsam für den gesamten Körper einatmen.'[2] Er trainiert sich selbst: 'Ich werde empfindsam für den gesamten Körper ausatmen.' [4] Er trainiert sich selbst: 'Ich werde körperliche Gestaltung beruhigend einatmen.'[3] Er trainiert sich selbst: 'Ich werde körperliche Gestaltung beruhigend ausatmen.'[/lz]
und das Satipatthana-Sutta[lz]
Wenn da, o Mönche, der Mönch ein freudiges Gefühl empfindet, so weiß er: <Ein freudiges Gefühl empfinde ich>; wenn er ein leidiges Gefühl empfindet, so weiß er: <Ein leidiges Gefühl empfinde ich>; wenn er ein weder freudiges noch leidiges Gefühl empfindet, so weiß er: <Ein weder freudiges noch leidiges Gefühl empfinde ich>.[/lz]
[hr][/hr]
ich folge seit 20 Jahren der Annahme, dass das, was ich sehe, leere Erscheinungen sind, frei von jeglichem ich, vergänglich, in Erscheinung nur aufgrund einer ungünstigen Verkettung von Umständen -
Genau, nur ohne das "ungünstig". Die Umstände sind einfach, und die Gegenwart ist einfach, beide bedingt. Die Übung der achtsamen Betrachtung ist dazu da, genau das ("leere Erscheinungen", ...) nicht nur zu wissen, sondern unmittelbar zu erkennen und zu verinnerlichen.
Zu der Relation zu Metta hat mein Lehrer gerade gestern gepostet:
[lz]
It is true that if you want to be free you have to cultivate awareness, but for full liberation, you have to be at peace with what this awareness shows to you.
This is why authentic Vipassana practice cannot be separated from loving kindness. One without the other is ultimately ineffective.
Live with love and be aware, this is the whole of Dhamma. It is both the path and the goal.
[/lz]
[lz]
Es stimmt, dass Du Achtsamkeit üben musst, wenn Du frei sein willst; aber für die volle Befreiung musst Du Deinen Frieden mit dem schließen, das Dir diese Achtsamkeit offenbart.
Aus diesem Grund kann authentische Vipassana-Praxis nicht von Liebender Güte getrennt werden. Das eine ohne das andere ist am Ende uneffektiv.
"Live with love and be aware", das ist der ganze Dhamma. Es ist der Pfad und das Ziel.[/lz]
Das passt nach meiner Erfahrung gut. Sehen ist super, aber man muss auch mit dem "zurecht" kommen, was man sieht, und was dann hoch kocht. So wie Lucy schreibt:
insgesamt ist es eben ein Akt der Güte, einem Teil von sich, der ‚schräg ist und sich nicht gut fühlt’, zu geben was er braucht.
Liebe Grüße,
Aravind.
Hallo Bhavanga,
@Lucy beschreibt uns ganz wunderbar aus ihrer Sicht eine ähnliche Erfahrung , einer Situation die vor langer Zeit von einer Nonne an einem See/Tümpel erlebt wurde und für uns noch heute sehr hilfreich zur Verfügung stehen kann.
Die Erfahrung aus der Überlieferung dieser sehr alten Geschichte und ihrer Praxis wurden von der amerikanischen Nonne
Tsültrim Allione in den Westen übermittelt.
Wenn Du Dich weiter
für diese alte Technik und ihre überlieferten Erfahrungen interessierst kannst Du diese in dem Buch von Tsültrim Allione
"Dem Dämonen Nahrung geben" nachlesen.
Hier eine kleine Leseprobe
Der Buddha hat wie Aravind ja auch schon schrieb in verschiedenen Sutta zB auch aus der Mittleren Sammlung
seinen Umgang mit Negativität und störenden Gedanken genau zum analysieren beschrieben.
Alles Gute für einen Umgang
[lz]
Es stimmt, dass Du Achtsamkeit üben musst, wenn Du frei sein willst; aber für die volle Befreiung musst Du Deinen Frieden mit dem schließen, das Dir diese Achtsamkeit offenbart. Aus diesem Grund kann authentische Vipassana-Praxis nicht von Liebender Güte getrennt werden. Das eine ohne das andere ist am Ende uneffektiv. "Live with love and be aware", das ist der ganze Dhamma. Es ist der Pfad und das Ziel.[/lz]
Es ist wahr, dass du Bewusstwerden (Achtsamkeit) kultivieren musst, wenn du frei sein willst, aber für volle Befreiung, musst du Frieden machen, mit dem was dir dies Bewusst-werden zeigt. Deshalb kann authentische Vipassana-Praxis nicht von liebevoller Güte getrennt werden. Das eine ohne das andere ist letztlich unwirksam. Lebe mit Liebe und Wachsein, das ist das ganze Dhamma. Es ist sowohl der Weg als auch das Ziel.[lz]
Zitat
It is true that if you want to be free you have to cultivate awareness, but for full liberation, you have to be at peace with what this awareness shows to you. This is why authentic Vipassana practice cannot be separated from loving kindness. One without the other is ultimately ineffective.
Live with love and be aware, this is the whole of Dhamma. It is both the path and the goal.[/lz]
Nur mal so. Hat mich gereizt Englisch denken, in Deutsch denken zu übertragen.
Kannst jemand Sutren nennen, die dieses Thema aus Sicht des Buddha beleuchten?
Ich habe Skepsis - ich folge seit 20 Jahren der Annahme, dass das, was ich sehe, leere Erscheinungen sind, frei von jeglichem ich, vergänglich, in Erscheinung nur aufgrund einer ungünstigen Verkettung von Umständen - und dass jegliche freiwillige Interaktion damit nur weitere starke Bedingungen schafft, die diesen unpersönlichen Prozess aufrecht halten und immer mächtiger machen können. Ich lebe und versuche mich dabei, soweit mir möglich, in keinerlei Weise von solchen Wahrnehmungen beeinflussen zu lassen, ausser es zwingt mich dazu, dann vergesse ich halt hinterher was da wahr und nehme nur die Erfahrung mit. Ich weiss auch aus eigener Erfahrung, dass es sich immer wieder logisch widersprochen hat, und mir deswegen höchstwahrscheinlich kein verlässliches Spiegelbild einer Realität zeigt, sondern eben leere Erscheinungen, Lügengebilde, Seifenblasen. Ich kann nicht glauben, was so widersprüchlich ist und was ich nicht eindeutig und fehlerfrei wahrnehmen kann.
Ich denke du machst alles richtig.
Es ist wichtig, dass Metta einfach eine Haltung der Freundlichkeit ist . Und eine Haltung der Freundlichkeit bedeutet nicht, sich in etwas zu verstricken oder sich drauf einzulassen. Und es bedeutet auch nicht, etwas als Außerhalb von einem Selbst anzuerkennen.
Es gibt ja die klassische Darstellung von Buddha Umgang mit den Maras. ich habe jetzt die Stelle im Palikanon dazu nicht gefunden, aber hier kommt das auch gut rüber:
Der Feiertag für den Buddha ist nicht nur als vesakh (oder vaischakha) bekannt, sondern – in Indien – auch als Buddha-jayanti. Jayanti geht auf das Wort jaya zurück, was ‚Sieg‘ heißt. Buddha-jayanti bedeutet deshalb, den ‚Sieg des Buddha‘ zu feiern. Nur – inwiefern ist die Erleuchtung des Buddha ein Sieg? Das Wort ‚siegen‘ legt gewöhnlich nahe, dass man über jemanden oder über etwas siegt. Wer oder was könnte das im Fall des Buddha gewesen sein? Die Antwort ist einfach: Der Buddha überwand Mara, den ‚Bösen‘, und nachdem er Mara besiegt hatte, erlangte er Erleuchtung. In gewisser Hinsicht war sein Sieg über Mara, der sogenannte Mara-vijaya, zugleich sein Durchbruch zur Erleuchtung.
Möglicherweise sind Ihnen schon Beschreibungen von diesem Sieg über Mara untergekommen. Vielleicht haben Sie auch ein Bild der Szene gesehen. Die buddhistische Kunst zeigt den Noch-nicht-Buddha, wie er auf einer Streu kusa-Gras unter den ausladenden Ästen des ficus religiosus oder heiligen Feigenbaums sitzt – unter jenem Baum, den man zu seinen Ehren später bodhi-Baum oder ‚Baum der Erleuchtung‘ nannte. Tausende Furcht erregender Wesen, die allesamt grässlich missgestaltet und entstellt sind, umringen ihn von allen Seiten. Einige schwingen riesige Knüppel über dem Kopf, andere speien Feuer, und wieder andere sind gerade dabei, mächtige Felsbrocken, ja sogar ganze Berge auf ihn zu schleudern, die sie aus der Erdtiefe herausgerissen haben; noch andere schießen Pfeile auf ihn ab. Das sind Maras Heerscharen. Mara selbst steht ein wenig abseits und befehligt den Angriff seiner schrecklichen Streitmacht. Der Buddha aber nimmt von all dem überhaupt keine Notiz. Eine Aura warmen, goldenen Lichts umgibt ihn, und alle Geschosse, die diese Aura berühren, verwandeln sich in Blumen und fallen dem Buddha zu Füßen, so als würden sie ihn unwillentlich verehren. Der Buddha verweilt ganz ungerührt in seiner Meditation. Er lässt sich nicht einmal dadurch ablenken, dass Mara seine drei Töchter herbeiruft und auffordert, sehr verführerische Tänze aufzuführen. Schließlich muss Mara sich geschlagen geben. Sein Heer rückt ab, und seine Töchter ziehen sich verstört zurück. Der Buddha sitzt wieder allein unter dem Bodhibaum auf dem Kissen aus kusa-Gras und meditiert. Und indem er so dort sitzt, erlangt er Erleuchtung.
Buddha besiegt die Maras nicht indem er auf sie eingeht und mit ihnen interagiert. Es ist nicht so dass die Armme der Maras angreift und Buddha das "erst nimmt" und zum Gegenangriff übergeht. Und er diskutiert auch nicht mit den Maras. Das einzige was von ihm ausgeht ist eine "Aura des warmen goldenen Lichts". Und es ist diese Aura die ich eben mit Metta assoziieren würde- mit einer grundsätzlich mal freundlichen, offenen Haltung, Eine Haltung die sich eben nicht auf die Stimmung von Krieg und Konflikt die von Mara verbreitet wird einläßt. Hier eine bildliche Darstellung.
Wenn ich das Bild so sehe, hab ich etwas falsch gemacht. Ich verblende die Mara und schaffe einen leeren Raum. Indem ist aber eben nichts, auch keine goldene Aura. Das ist mein Fehler. Ich blende sie aus und glaube sie sind nicht da, weil da ein leerer Raum ist. Das ich den erschaffe wie eine Mauer war mir nicht klar.
Buddha erkennt Mara an beschäftigt sich aber nicht mit ihm. Müsste Mara sich nicht wie in einer Hölle der Gleichgültigkeit fühlen? Keine Aufmerksamkeit von Buddha nur "warmes goldenes Licht" zeigt dieser. Mara erschafft seine Welt wie Buddha seine. Nur Zeigen von Beiden, beide kommen und sehen und was sie sehen ist ihres, wenn sie sich damit identifizieren.
Ich verstehe deine Praxis nicht, weil ich nicht weiß was deine Praxis ist.
Aber im "Allgemeines zum Buddhismus" bin ich mir keiner Schuld bewusst.
Danke für eure Anregungen. Ich lasse sie in die Praxis einfliessen, und werde mich in Ruhe mit den Konzepten des "Nährens" bzw Besänftigens mal näher beschäftigen. Ich versuche schon im alltäglichen, und teils auch im Umgang mit meinen Illusionen, Konzepte wie Metta einfliessen zu lassen. Ich glaube, dies kann grosser Schutz sein, gerade auch in meiner Lage, da man aus zum Wohlwollen trainiertem Geist selbst unter starker Verblendung scheinbar Unheil gut vermeiden kann. Viel interessanter finde ich im Umgang mit meinem "Mara" und seinen Illusionen aber die Geschichte vom Buddha, und Maras "Heer", das ihn von der Sammlung abhalten soll. Ich nehme das jetzt in meine Meditation mit, und erreiche endlich konsequentere Sammlung, indem ich mich mit all den Erscheinungen einfach nicht mehr beschäftige und nur noch atme...
Ja, Metta ist ein Verweilzustand, Gleichmut ein anderer, jeder ist in verschiedenen Situationen angemessen. Ich meine, ich merke ja, dass mich etwas an der Nase herumführt, und mit Liebe begegnen kann ich nur, was ich sehe und was mich auch respektiert und mir überhaupt erst eine Chance dazu gibt. Ich habe jetzt einen langen Weg des Umgangs mit den Erscheinungen hinter mir, und sich irgendwann einfach nicht mehr von ihnen ritzen zu lassen scheint wirklich das beste zu sein. Ich stecke da aber auch ein, so einem "Angriff" auf die "Seele" gleichgültig gegenüberzustehen braucht schon Mut, und es erscheinen mir auch schlimme Wunden und Verletzungen, die bei mir scheinbar aber auch nur der gleichen illusorischen Natur sind wie die Angriffe.
Ich sage mal, wenn man denkt, es ist ein Bein ab, und man sieht es nicht mehr, kann aber trotzdem noch normal gehen... Und dann geht man eine Zeit lang damit, und merkt es war nie weg, es erschien einem nur so, und dann sieht man es plötzlich wieder. Weil man ahnt, das hat nur ein Mara durchsichtig angemalt, um einen zu erschrecken, in der Hoffnung die Angst treibt einen in seine Arme. Dann sieht man auch irgendwann wenig Gründe, den Gleichmut in Angesicht solcher Erscheinungen verlassen zu wollen. Aber es schmerzt schon noch, anfangs zu glauben bzw zu sehen, dass das Bein ab wäre...
Bevor ich so sehen konnte, hatte ich aber einen langen Weg hinter mir, der all das mühselig vorbereitet hat. Ich war anfangs auch so panne, und liess mich zu allerlei Dingen verleiten, nur um dann die verdrehtesten Früchte von ihnen ernten zu müssen. Auch das Ablassen bedeutet Anstrengung, auch wirklich abzulassen und sich nicht mehr zu Unsinn treiben zu lassen. Vorher muss man halt auch erkennen lernen, wovon man da eigentlich ablassen muss. Das gelang mir unter anderem durch...Metakognition!
Alles anzeigen Alles anzeigenIch denke du machst alles richtig.
Lehnst du dich hier nicht ein bisschen weit aus dem Fenster, lieber void, die Praxis eines anderen als richtig oder falsch zu beurteilen?Es ist wichtig, dass Metta einfach eine Haltung der Freundlichkeit ist . Und eine Haltung der Freundlichkeit bedeutet nicht, sich in etwas zu verstricken oder sich drauf einzulassen. Und es bedeutet auch nicht, etwas als Außerhalb von einem Selbst anzuerkennen.
Vorübergehende externatilsierung eines Problems ist in der systemischen Beratung ein probates Mittel.Es gibt ja die klassische Darstellung von Buddha Umgang mit den Maras. ich habe jetzt die Stelle im Palikanon dazu nicht gefunden, aber hier kommt das auch gut rüber:
Buddha besiegt die Maras nicht indem er auf sie eingeht und mit ihnen interagiert.
Es ist nicht so dass die Armme der Maras angreift und Buddha das "erst nimmt" und zum Gegenangriff übergeht.
Erst nimmt?? Gegenangriff?Sei doch bitte so fair, etwas das du nicht praktizierst und nicht verstehst einfach stehen zu lassen.
Und er diskutiert auch nicht mit den Maras. Das einzige was von ihm ausgeht ist eine "Aura des warmen goldenen Lichts". Und es ist diese Aura die ich eben mit Metta assoziieren würde- mit einer grundsätzlich mal freundlichen, offenen Haltung, Eine Haltung die sich eben nicht auf die Stimmung von Krieg und Konflikt die von Mara verbreitet wird einläßt. Hier eine bildliche Darstellung.
falls du fragen hast, gerne. Aus Deinem Post lese ich kein verstehen der Praxis. Falls du vom fach sein solltest kann ich dir nur versichern, dass die Praxis im Einklang mit moderner Psychotraumatologie ist, über die ich eine Weile ziemlich viel bei seriösen Wissenschaftlern gelernt habe.
es wird natürlich nicht diskutiert und auch nicht gekämpft (woher hast du das?), der schwierige Teil wird besser verstanden und bekommt, was er braucht.
jeder soll das bitte machen, wie er möchte, aber stelle nicht diese Praxis in ein falsches Licht!!
Ich verstehe jetzt leider nicht, von wem der blaue Text ist. Ist er von dir Lucy? I
Ich bin Laie, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es in der Psychotraumatologie eine wirksame Methode ist, sich die unterbewußten Kräfte und Persönlichkeitsanteile in externe Wesen zu projezieren und mit diesen zu interagieren und Frieden zu schließen. Ich kenne einige Leute mit einen grauenhaften Kindheit, denen eine "systemische Beratung" geholfen hat. So jemand leidet ja vielleicht daran, das ein Teil von ihm diffus und bedrohlich ist, und empfindet es als große Erleichterung dem einen Namen geben und mit ihm in Interaktion treten zu können. Das von mir gesagt ist auch keinesfalls irgendwie gegen eine "systemische Beratung" oder Psychotraumatologie gerichtet.
In dem Text Dem Dämonen Nahrung geben kommen Dämonen in einem Sinn vor, der das gut ergänzt. Unter Dämonentypen werden "Angstdämon", "Suchtdämon", "Dämon der Selbstbezogenheit" gennant. Ich kann mir vorstellen, dass es auch da sehr heilsam sein kann, sich die in sich wirkenden Kräfte symbolisch zu vergenwärtigen.
Hier geht es ja aber eben nicht um Traumatsierung sondern um Psychosen. Wenn man wie Bhavanga schizophren ist steht man ja vor dem Problem, dass die Psychosen einem den Unterschied zwischen dem Realen und den Vorgestellten verschleiern. Es handelt sich nicht um Visualiserungen oder Symbolisierungen, die man unter Kontrolle hat, sondern um ganz basale und unmittelbare Kräfte. Von daher finde ich es eine gute und unterstützenswerte Wahl von ihm eine Distanz zwischen sich und den Wahnbildern aufzubauen.
Ich stelle es mir schlimm vor, so den eigenen Phantasien ausgliefert zu sein. Ein Freund von mir hat mal LSD genommen und mir erzählt, dass er da voll die Horrortrips hatte. Als er eine Treppe runtergehen wollte, tat sich vor ihm aufeninmal ein altraumhaftes Stiegengeländer bis ins innere der Erde auf. Er hat sich so erschreckt, dass er fast hinuntergefallen ist. Wenn man Psychosen hat, dann kann der Grat zwischen Traum und Wirklichkeit ähnlich dünn sein. Und es macht Sinn, alles zu fördern, was die Barriere zwischen Wahn und Wirklichkeit aufrecht erhält. So wie man es wohl nicht gut sich auf einem LSD Trip ein Mandala mit zonervollen Gottheiten anzuschauen, ist es jemanden derer von seiner Vorstellungskraft überrrolt zu werden droht, viellecht besser sich von Visualiserungpraxis fern zu ahlten und eine der anderen Dharmatore zu druchschreiten. Während so eine Visualiserungspraxis für jemand anderen sehr zielführend sein kann und nicht geschmählert werden sollte.
An Bhavanga beeindruckt mich, wie er mit seinen Techniken mit dieser schwierigen psychischen Situation umgeht , und sein Erfolg darin zeigt für , dass er auf dem richtigen Weg ist. Auf dem Bild mit Mara sieht man ja, wie Buddha es schafft inmitten, eines Horrorsezenarios voll von Krieg und Hass und Tod gleichmütig und freundlich zu sitzen und ich dachte mir, dass es ein schönes Bild für Bhavanga ist.
All dies soll in keinster Weise die Psychotraumatologie schälern. Warum sollte es nicht so sein, dass sich jemand mit Psychosen eine Distanz zu seinem Wahn schaffen sollte, während jemand der Schreckliches verdrängt nicht lernen, den Kontakt dazu zu suchen? Das widerspricht sich doch garnicht.
Es ist wirklich ein schönes Bild, und eine Vorstellung von grosser Gnade für mich, an einen friedvoll sitzenden Menschen inmitten des Chaos zu denken, unberührt davon, sehend aber vom Geschehen her völlig unbeteiligt. Manchmal erlebe ich so etwas ja schon ansatzweise. Ich werde versuchen, öfters vor/während der Meditation daran zu denken, um mich von diesem schönen Gedanken in die richtige Richtung leiten zu lassen. Auch um mit möglichst friedvollem Geist den Störungen entgegen zu treten, denn alles Abweichen vom Weg passiert glaube ich durch unfriedliche Tendenzen.
Dhammapada -173-
Wer alte Übeltat durch Guttat ausgeglichen,
Der leuchtet wie der Mond, wenn Wolken sind gewichen.
🌺🙏
wie gesagt - das möchte ich gar für niemanden entscheiden, es soll aber auch (schizophrene) Leute geben, die traumatische Kindheitserlebnisse haben, die als abgespaltene Anteile bedürftig sind und durchaus auch psychotisch entgleisen können. Man kann auch Läuse und Flöhe haben. Bhavanga (sorry, wenn ich hier so über dich rüber spreche) ist ja sehr erfahren mit seiner Praxis und seinem Innenleben. Lediglich wollte ich ihm diesen Ansatz nicht vorenthalten, was auch klar so geschrieben wurde.
Bestimmt gibt es das. Es gibt ja auch die Vulnerabilitsäs-Stress Hypothese. Jemand kann die Anlage zu Psychosen (also eine Vulnerbilität) haben, aber das braucht nicht, bedeuten, dass er welche bekommt. Während dann eine Lebenskrise oder eine traumatischen Situation den Druck liefern kann, so dass das dann ausbricht. Weil da zwei Sachen ( eine psychische Krise und die Veranlagung ) zusammen kommen, ist das besonders schwer und Psychiater und Therapeuten müssten sehr effektiv zusammenarbeiten. Bei einer Paranoia, kann es ja so sein, dass das "Gefühl der Paranoia" - die panische Angst vor Bedrohung aus der Psychose stammt - während dann der Inhalt der Bedrohunsangst - also ob man sich von einer Spinne, den Illuminaten, der eigenen Mutter, Krieg oder Bill Fates bedroht viel, etwas mit dem eigenen Leben und den konkreten Umständen zu tun hat. Allerdings find ich, wenn jetzt z.B wirklich ein ganz starkes Gefühl von Paranois aufkommt, schon eine ganz riesige Leistung da eine Distanz zu diesem Gefühl und den damit vebundenen Bildern aufzubauen ( das ist nur Phantasie nicht echt!) und es ist in so einer Situation zu viel verlangt, sich mit den biographischen Ursprüngen der konkreten Angst ausreinanderzusetzten. Wobei es schon toll wäre, wenn man da als Betroffener auch in einer Therapie so etwas nachgehen könnte. Für einen selber ist das bestimmt viel schwerer.
ZitatLucy schreibt: jaaaaa, ..... hat aber immer noch nicht viel mit meinem Post zu tun.
Damit sind wir wieder bei der Eingangsfrage:
"Metakognition? wo ist der Zusammenhang zur Meditation und was genau entsteht erst als Frucht der Meditation?"
Dies lässt sich am besten durch praktizierte Metakognition erfassen!
Z. B. in der Achtsamkeitsmeditation betrachte ich alle Aspekte eines Objekts von allen Seiten, Innen und Außen.
Die im Gedächtnis gespeicherten Aspekte können dann durch Metakognition zu neuen darüber liegenden, sinnvollen Ansichten / Erkenntnissen über das Objekt zusammengeführt werden.
Dies gilt eben als eine höhere Form von Bewusstsein, siehe: Metakognition – Wikipedia
Die neue geistige Ansicht / Erkenntnis kann wiederum erneut meditativ betrachtet und metakognitiv verarbeitet werden.
Je nach Art der Meditation kann diese also mehr oder weniger zu sinnvollen metakognitiven Erkenntnissen beitragen! Meditation ist also nur ein Teil des Prozesses!
Gruß
hobbybuddhist