Sati

  • sati "Wiedererkennen, Bewusstheit, Absicht des Geistes, Wachheit des Geistes, Achtsamkeit, Klarheit des Geistes, Besinnung, Selbstbewußtheit, Gegenwärtigsein". Sati ist ein Teil des achtfachen Wegs und als solches notwendig für die Befreiung von Dukkha.

    sati "Wiedererkennen, Bewusstheit, Absicht des Geistes, Wachheit des Geistes, Achtsamkeit, Klarheit des Geistes, Besinnung, Selbstbewußtheit, Gegenwärtigsein". Sati ist ein Teil des achtfachen Wegs und als solches notwendig für die Befreiung von Dukkha, darum findet sich sati auch unter den Aufzählungen der Erleuchtungsglieder (bojjhanga), Fähigkeiten (indriya) und der fünf Kräfte (bala) wieder. Sati wird auch in Kombination mit sampajanna (Wissensklarheit, sh. Eintrag) genannt.


    Während der Ruhmeditation (samādhi) ist sati eher gerichtet, ohne Fokussierung ist es eher "weitwinkelig" in seiner Funktion. Das Gegenwärtigsein macht es auch schwerer von unheilsamen Geisteszuständen (Gier, Hass, Verblendung) überrascht zu werden. Einmal aufgrund der Achtsamkeit selbst, aber auch wegen dem Wiedererkennen dessen was heilsam und unheilsam ist. Darum hat sati auch eine Schutzfunktion. Bei regelmässiger Übung "verankert" sich die Achtsamkeit auf den Körper (usw.), darum wird es auch als "Torwächter" (dvāra "Sinnestore") bezeichnet. Als eines der zentralen geistigen Eigenschaften (cetasika) ist es mit dem Bewusstsein direkt verbunden und insofern auch Teil der Entwicklung des Heilsamen und der Befreiung.


    Als eines der fünf Kräfte hat es eine Art Lenkerfunktion, wie bei einem Streitwagen und kann die Ausgeglichenheit der anderen Kräfte (Weisheit und Vertrauen, Tatkraft und Sammlung) kontrollieren. Wenn zB. die Tatkraft überwiegt und man unruhig ist und zu viel nachdenkt, dann kann man die Konzentration erhöhen und eine Gehmeditation machen bei der man versucht jeden einzelnen Moment genau zu beobachten (aufsetzen der Ferse, abrollen, usw.) und somit die beiden wieder in ein Gleichgewicht bringen.

    Zitat


    4. sati als Grundlage für die Entwicklung von Weisheit

    sati hat aber nicht nur eine schützende Funktion, sondern bildet auch die Grundlage für die Entwicklung von Weisheit (paññā). Hier ist insbesondere die meditative Entwicklung von sati durch sātipaṭṭhāna von Bedeutung, in der die Aufmerksamkeit systematisch verschiedene Aspekte des Körperlichen, der Gefühle und des Geistes erfasst, sowie zentrale Aspekte des Dhamma in der direkten eigenen Erfahrung anwendet.

    Venerable Analayo. Was ist sāti?

    sh. auch Satipatthana


    Vollständig überarbeitet von Spock am 12.07.2018