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Befriedigende Vorstellung was ist das ?

  • Kaiman
  • 10. November 2020 um 14:48
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1. offizieller Beitrag
  • Kaiman
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    • 10. November 2020 um 14:48
    • #1

    Ich finde diesen Auszug ganz interessant

    Da wacht, Anando, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

    Während er aber so beim Körper über den Körper wacht, erscheint aufgrund des Körpers beim Körper Brennen oder Schlaffheit des Gemütes, oder das Bewusstsein wendet sich nach außen.

    Dieser Mönch, Anando, soll das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung richten.

    Hat er das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung gerichtet, dann entsteht Freude.

    Dem Freudigen entsteht Entzücken.

    Entzückt im Geiste, beruhigt sich der Körper.

    Beruhigten Körpers fühlt er sich wohl.

    Sich wohl fühlend, einigt sich das Bewusstsein.

    Samyutta Nikaya 47

    Könnte man das als Anleitung zum visualiseren deuten. Eine Befriedigende Vorstellung kann so ziemlich alles sein. Hat jmd von euch schonmal frei Visualisiert . Welche Objekte nehmt ihr dafür ? Ich persönlich finde Berge mit seen ganz hilfreich.

    Einmal editiert, zuletzt von kilaya (10. November 2020 um 17:29) aus folgendem Grund: Link hinzugefügt

  • Noreply
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    • 10. November 2020 um 14:56
    • #2

    Les das noch mal.

    Die befriedigende Vorstellung, (1) erzeugt Freude, die Freude Entzücken, Entzücken im Geist beruhigt den Körper, der beruhigte Körper fühlt sich wohl, sich wohlfühlen einigt das Bewusstsein.

    (1) ab da ist die Freude da und nicht der Hinweis, dass man an der Vorstellung festhalten soll. Man geht zur Freude die aufscheint, dann zu Entzücken.

    Das ist keine Anweisung zu visualisieren, sondern eine wozu Visualisieren dienen soll und nur dazu: Freude aufscheinen lassen.

    Danke für den Ausschnitt. Hat mir viel geholfen wieder eine Fessel zu erkennen.

  • Monikamarie
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    • 10. November 2020 um 15:18
    • #3
    Fred1234:

    Dieser Mönch, Anando, soll das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung richten.

    Hat er das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung gerichtet, dann entsteht Freude.

    Hallo Fred,

    ich kann diesen Text nur so verstehen, dass das Bewusstsein auf z.B. die Sinnhaftigkeit der Meditation gerichtet wird - also z.B. auf die Befreiung des Geistes.

    Aber ich verstehe nicht, wieso

    Fred1234:

    Während er aber so beim Körper über den Körper wacht, erscheint aufgrund des Körpers beim Körper Brennen oder Schlaffheit des Gemütes, oder das Bewusstsein wendet sich nach außen.

    dieses geschehen kann, wenn er doch zuvor

    Fred1234:

    Da wacht, Anando, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

    weltliches Begehren und Trübsinn überwunden hat, unermüdlich ist, klar bewusst ???

    Diesen Text finde ich widersprüchlich, geradezu unsinnig.

    _()_

  • jianwang
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    • 10. November 2020 um 16:28
    • #4

    Wo und in wessen Übersetzung hast Du dies gefunden?

    Ich kenne es etwas anders, sinnfälliger

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • Kaiman
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    • 10. November 2020 um 16:37
    • #5

    Hallo hier nochmal der link

    Samyutta Nikaya 47

  • void
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    • 10. November 2020 um 16:48
    • Offizieller Beitrag
    • #6
    Fred1234:

    Ich finde diesen Auszug ganz interessant

    Da wacht, Anando, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

    Während er aber so beim Körper über den Körper wacht, erscheint aufgrund des Körpers beim Körper Brennen oder Schlaffheit des Gemütes, oder das Bewusstsein wendet sich nach außen.

    Dieser Mönch, Anando, soll das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung richten.

    Hat er das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung gerichtet, dann entsteht Freude.

    Auf suttacentral sehe ich zwei Übersetzungen ins Englische:

    Bhikku Bodhi:

    Here, Ananda, a monk abides contemplating body as body— ardent, fully aware, mindful — leading away the unhappiness that comes from wanting the things of the world. And for one who is abiding contemplating body as body,a bodily object arises, or bodily distress, or mental sluggishness, that scatters his mind outward. Then the monk should direct his mind to some satisfactory image. When the mind is directed to some satisfactory image, happiness is born. From this happiness, joy is then born. With a joyful mind, the body relaxes. A relaxed body feels content, and the mind of one content becomes concentrated. He then reflects: "The purpose for which I directed my my mind has been accomplished. So now I shall withdraw [directed attention from the image]." He withdraws, and no longer thinks upon or thinks about [the image]. He understands: "I am not thinking upon or thinking about [anything]. Inwardly mindful, I am content." This is directed meditation.

    And what is undirected meditation? Not directing his mind outward, a monk understands: "My mind is not directed outward." He understands: "Not focused on before or after; free; undirected." And he understands: "I abide observing body as body — ardent, fully aware, mindful — I am content." This is undirected meditation.

    Bhikku Sujato übersetzt anders:

    Bhikku Sujato:

    It’s when a mendicant meditates by observing an aspect of the body—keen, aware, and mindful, rid of desire and aversion for the world. As they meditate observing an aspect of the body, based on the body there arises physical tension, or mental sluggishness, or the mind is externally scattered. That mendicant should direct their mind towards an inspiring foundation. As they do so, joy springs up. Being joyful, rapture springs up. When the mind is full of rapture, the body becomes tranquil. When the body is tranquil, one feels bliss. And when blissful, the mind becomes immersed in samādhi. Then they reflect: ‘I have accomplished the goal for which I directed my mind. Let me now pull back.’ They pull back, and neither place the mind nor keep it connected. They understand: ‘I’m neither placing the mind nor keeping it connected. Mindful within myself, I’m happy.’

    Ich finde das einen interessanten Unterschied. Eine befriedigende Vorstellung klingt nach etwas, was das eigne Bedürfnis stillt, während "inspirierend" auf die Wirkung zielt. Ebene eine Vorstellung, die es schafft, die Freude hervortreten zu lassen.

    Was könnte das für eine Vorstellung sein? Was wäre ein Beispiel?

  • Noreply
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    • 10. November 2020 um 16:56
    • #7

    Eigenartig, durch diese Beiträge hab ich es endlich verstanden. Ich glaubte bisher das ich eine Visualisierung aufrechterhalten muss. Das hat mich immer unruhig gemacht. Natürlich hab ich bei meinen Meditationen diese Vorstellungen immer weggeschaltet, weil sie ab der Tiefe der Freude nur noch stören am Weitermachen. Heute hab ich, dass das erste Mal bewusst gemacht, eine Visualisierung und dann alle Stufen einfach gehen lassen. Mir geht es wunderbar.

    Ich hab Satipatthana durchdrungen. Man muss wirklich verdammt genau lesen und seine eigenen Gedanken beim Lesen wirklich erkennen und beseitigen.

    :grinsen::hug:

  • Noreply
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    • 10. November 2020 um 17:00
    • #8
    void:
    Fred1234:

    Ich finde diesen Auszug ganz interessant

    Da wacht, Anando, der Mönch beim Körper über den Körper, unermüdlich, klar bewußt, achtsam, nach Verwindung weltlichen Begehrens und Trübsinns.

    Während er aber so beim Körper über den Körper wacht, erscheint aufgrund des Körpers beim Körper Brennen oder Schlaffheit des Gemütes, oder das Bewusstsein wendet sich nach außen.

    Dieser Mönch, Anando, soll das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung richten.

    Hat er das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung gerichtet, dann entsteht Freude.

    Auf suttacentral sehe ich zwei Übersetzungen ins Englische:

    Bhikku Bodhi:

    Here, Ananda, a monk abides contemplating body as body— ardent, fully aware, mindful — leading away the unhappiness that comes from wanting the things of the world. And for one who is abiding contemplating body as body,a bodily object arises, or bodily distress, or mental sluggishness, that scatters his mind outward. Then the monk should direct his mind to some satisfactory image. When the mind is directed to some satisfactory image, happiness is born. From this happiness, joy is then born. With a joyful mind, the body relaxes. A relaxed body feels content, and the mind of one content becomes concentrated. He then reflects: "The purpose for which I directed my my mind has been accomplished. So now I shall withdraw [directed attention from the image]." He withdraws, and no longer thinks upon or thinks about [the image]. He understands: "I am not thinking upon or thinking about [anything]. Inwardly mindful, I am content." This is directed meditation.

    And what is undirected meditation? Not directing his mind outward, a monk understands: "My mind is not directed outward." He understands: "Not focused on before or after; free; undirected." And he understands: "I abide observing body as body — ardent, fully aware, mindful — I am content." This is undirected meditation.

    Bhikku Sujato übersetzt anders:

    Bhikku Sujato:

    It’s when a mendicant meditates by observing an aspect of the body—keen, aware, and mindful, rid of desire and aversion for the world. As they meditate observing an aspect of the body, based on the body there arises physical tension, or mental sluggishness, or the mind is externally scattered. That mendicant should direct their mind towards an inspiring foundation. As they do so, joy springs up. Being joyful, rapture springs up. When the mind is full of rapture, the body becomes tranquil. When the body is tranquil, one feels bliss. And when blissful, the mind becomes immersed in samādhi. Then they reflect: ‘I have accomplished the goal for which I directed my mind. Let me now pull back.’ They pull back, and neither place the mind nor keep it connected. They understand: ‘I’m neither placing the mind nor keeping it connected. Mindful within myself, I’m happy.’

    Ich finde das einen interessanten Unterschied. Eine befriedigende Vorstellung klingt nach etwas, was das eigne Bedürfnis stillt, während "inspirierend" auf die Wirkung zielt. Ebene eine Vorstellung, die es schafft, die Freude hervortreten zu lassen.

    Was könnte das für eine Vorstellung sein? Was wäre ein Beispiel?

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    • 10. November 2020 um 17:18
    • #9
    Fred1234:

    Ich finde diesen Auszug ganz interessant

    Mal grundsätzlich - es ist immer hilfreich, bei Zitaten auch die Quelle anzugeben. Hast Du ja jetzt gemacht. Das erleichtert es u.a., den Kontext des Zitates zu prüfen. Also S.47.10, das Bhikkhunupassaya Sutta.

    Monikadie4.:

    Diesen Text finde ich widersprüchlich, geradezu unsinnig.

    Ja, finde ich auch. Was mE an einer irreführenden Übersetzung aus dem Pali liegt. Und auch zu solch - Entschuldigung - abwegigen Interpretationen wie dieser führt:

    Fred1234:

    Könnte man das als Anleitung zum visualiseren deuten

    Das ist es sicher nicht, im Theravada hat man es nicht so mit "visualisieren". Außerdem zeigt der Text ja ganz unmissverständlich, dass es hier lediglich darum geht, mit auftretenden Problemen bei der sati-Übung (Achtsamkeit; hier speziell auf den Körper) umzugehen. Also: Problembehebung, kein 'Alternativangebot'.

    Im Original steht: bhikkhunā kismiñcideva pasādanīye nimitte cittaṃ paṇidahitabbaṃ, von Geiger / Nyanaponika übersetzt mit "Dieser Mönch, Anando, soll das Bewusstsein auf irgendeine befriedigende Vorstellung richten." Okay - das soll dann also "befriedigende Vorstellung" für "pasādanīya nimitta" sein. Für das Adjektiv pasādanīya gibt das Pali - English Dictionary der Pali Text Society "inspiring confidence, giving faith". Auf Deutsch: "Vertrauen erwecken, Glauben verleihen". Das ist schon ein bißchen was anders als "befriedigend". Noch schiefer wird es dann mit einer unkommentierten Übersetzung "Vorstellung" für nimitta - bitte Link anschauen und insbesondere dem Verweis dort auf Anmerkung 7 zu SN.II.10 nachgehen. Um aus diesem Rāhula-Sutta zu zitieren:


    [lz]

    Meide Gedanken-Bild (nimitta), das lieblich,

    Das mit Begierde ist verquickt!

    An dem, was unrein, reife deinen Geist,

    Damit er einig, wohl gesammelt sei!

    Bildlosigkeit laß in dir reifen,

    Die Dünkels-Neigung treibe aus!

    Wenn alles Dünken du getilgt,

    Befriedet wirst du leben dann![/lz]

    Vielleicht auch mal in das Vitakkasanthāna Sutta M.20 'reinschauen, das weitet den Blick und das Verständnis ...

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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