1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhistische Schulen/Strömungen
  3. Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus

Praxis in anderen Religionen?

  • Anne
  • 28. November 2020 um 19:11
  • Zum letzten Beitrag
  • Sudhana
    Reaktionen
    3.188
    Punkte
    20.906
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 30. November 2020 um 22:10
    • #26
    Schmu:

    Wenn mir außer meine eigene Entwicklung auch das Anheben der Entwicklungsstufe der Menschheit insgesamt am Herzen liegt (und so verstehe ich Thich Nhat Hanh grundsätzlich immer auch), dann muss ich auch den Dialog der großen Religionen im Auge haben. Dafür werde ich dann nicht so sehr das Augenmerk auf die Fragwürdigkeiten hier und da legen, oder gar "Abstufungen der Blödheit" der einzelnen Religionen vornehmen wollen (das würde das Ende des Dialogs bedeuten), sondern ich werde die Gemeinsamkeiten suchen. Und ich werde sie vornehmlich mit den Vertretern der jeweiligen Religion suchen, die überhaupt zumindest eine solche Offenheit mitbringen, dass es dann auch als eine wohlwollende Verständigung bezeichnet werden kann.

    Werter Schmu,

    mir ist das zu theoretisch (ganz ernst gemeint). Ich respektiere Menschen, nicht ihre Meinungen. Meinungen toleriere ich. Wenn das anderen Menschen nicht reicht, ist das bedauerlich; ich für meinen Teil wünsche mir umgekehrt jedenfalls nicht mehr. Wenn das nicht funktioniert, hilft auch kein "Dialog der Religionen". Dabei krampfhaft Gemeinsamkeiten zu suchen, auf deren Grundlage man Bündnisse knüpfen kann, ist nicht so mein Ding. Ich brauche keine Bündnisse, denn ich habe keine Gegner außer meinen ureigenen Täuschungen. Wenn man darüber hinaus an einem "Dialog der Menschen" arbeitet, hat man schon genug zu tun.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • xiaojinlong
    Reaktionen
    1.349
    Punkte
    8.879
    Beiträge
    1.460
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 30. November 2020 um 22:49
    • #27
    mukti:

    Im Idealfall hat der Zusammenschluss von spirituell strebenden Menschen den Zweck einander zu inspirieren um auf dem Weg voranzuschreiten finde ich. Obwohl damit auch ein menschliches Bedürfnis nach Gemeinsamkeit abgedeckt ist, ist das Soziale dann letztlich nicht Selbstzweck.

    Ja, das kommt noch hinzu. Das Miteinander ist aber ja auch gerade mit ein Punkt wieso man sich überhaupt auf den Weg macht. Durch das gemeinsame Ziel wird auch die Interaktion beeinflusst und das wiederum hat eine Rückwirkung auf die Praxis des einzelnen.

    _()_

    小金龍

  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 30. November 2020 um 23:17
    • #28
    Sudhana:

    Werter Schmu,

    mir ist das zu theoretisch (ganz ernst gemeint). Ich respektiere Menschen, nicht ihre Meinungen. Meinungen toleriere ich. Wenn das anderen Menschen nicht reicht, ist das bedauerlich; ich für meinen Teil wünsche mir umgekehrt jedenfalls nicht mehr. Wenn das nicht funktioniert, hilft auch kein "Dialog der Religionen". Dabei krampfhaft Gemeinsamkeiten zu suchen, auf deren Grundlage man Bündnisse knüpfen kann, ist nicht so mein Ding. Ich brauche keine Bündnisse, denn ich habe keine Gegner außer meinen ureigenen Täuschungen. Wenn man darüber hinaus an einem "Dialog der Menschen" arbeitet, hat man schon genug zu tun.

    Ich sehe das weitgehend genauso wie du, Sudhana. Nur, dass ich das nicht besonders theoretisch meinte. Egal, scheint kein wichtiger Punkt zu sein, um den es viele Worte zu verlieren gibt...

  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 1. Dezember 2020 um 09:28
    • #29
    xiaojinlong:
    mukti:

    Im Idealfall hat der Zusammenschluss von spirituell strebenden Menschen den Zweck einander zu inspirieren um auf dem Weg voranzuschreiten finde ich. Obwohl damit auch ein menschliches Bedürfnis nach Gemeinsamkeit abgedeckt ist, ist das Soziale dann letztlich nicht Selbstzweck.

    Ja, das kommt noch hinzu. Das Miteinander ist aber ja auch gerade mit ein Punkt wieso man sich überhaupt auf den Weg macht. Durch das gemeinsame Ziel wird auch die Interaktion beeinflusst und das wiederum hat eine Rückwirkung auf die Praxis des einzelnen.

    Sicher, man erhält die Inspiration von anderen. Sogar der Buddha hat sich auf den Weg gemacht weil er einem Asketen begegnet ist, nachdem er, wiederum bei anderen, Alter, Krankheit und Tod gesehen hat. Dann hat er sich zu einer Gemeinschaft mit einem Lehrer begeben. Er konnte aber sein Ziel dort nicht erreichen und hat deshalb eine andere Gemeinschaft aufgesucht.

    Man begibt sich in die Gemeinschaft in der man das Ziel am Besten erreichen kann. Andernfalls hängt man sich ja wieder nur an Vergängliches, Menschen sterben, Gesinnungen ändern sich, wie man das auch im Christentum sieht. Etwa Nachfolger die besitzlos umherziehen und sich von Almosen ernähren dürften so gut wie ausgestorben sein. Wenn überhaupt, gibt es nur mehr sehr Wenige die so ernsthaft praktizieren. An eine Kirche deren Lehrer selber nicht mehr tun was sie predigen muss man sich nicht gebunden fühlen. Das ist wohl auch ein Grund dass sich viele Sucher nach Asien wenden wo es noch authentische Formen von Spiritualität gibt.

    Mit Metta, mukti.


  • xiaojinlong
    Reaktionen
    1.349
    Punkte
    8.879
    Beiträge
    1.460
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 1. Dezember 2020 um 10:32
    • #30
    mukti:

    An eine Kirche deren Lehrer selber nicht mehr tun was sie predigen muss man sich nicht gebunden fühlen. Das ist wohl auch ein Grund dass sich viele Sucher nach Asien wenden wo es noch authentische Formen von Spiritualität gibt.

    Ja, das ist ist definitiv ein Punkt der eine Rolle spielt (und auch bei mir gespielt hat). Die Frage aber ist dann, wie man dann mit der existierenden Gruppe in der Heimat umgeht. Auf der einen Seite lehnt man ja das "Heimische" ab, aber sich strikt ablehnend verhalten führt ja eher zu mehr Problemen. Andererseits gibt's auch Dinge die man nicht tollerieren kann / will / sollte. Es braucht also irgendwie einen gesunden Umgang. Vielleicht war mein initialer Gedanke zu dem Thema etwas zu pragramtisch / oberflächig :?

    _()_

    小金龍

  • Leonie
    Reaktionen
    3.322
    Punkte
    15.662
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 1. Dezember 2020 um 11:47
    • #31

    Ich verstehe den Buddhismus so, dass die "Wurzeln" abgeschnitten, ausgerissen werden und zwar restlos. Man verlässt Familie und Kultur, gibt die Identität auf - aber das ist offenbar schwer durchzustehen. Also bildet sich wieder so ein Wurzelersatz, was Spirituelles, Religiöses, Klöster, Priestertum und auch ein Glaube an was Transzendentes.

    Die Suche nach Sinn ist eben nichts anderes als die Suche nach Nahrung. Und Nahrung kann sehr vieles sein und sehr umfassend, z.B. auch Anerkennung, Beachtung. Alle Spiritualität wurzelt in Unwissenheit und wenn sie vom Körperlichen getrennt angesehen wird, dann ist es nur unheilsam. Wenn Priester oder Pfarrer keine Beachtung mehr finden, dann hat das Gründe. Vielleicht werden sie in der bisherigen Form nicht mehr gebraucht.

    Bob Dylan - Things Have Changed - YouTube

    :zen:

  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 1. Dezember 2020 um 12:03
    • #32
    xiaojinlong:
    mukti:

    An eine Kirche deren Lehrer selber nicht mehr tun was sie predigen muss man sich nicht gebunden fühlen. Das ist wohl auch ein Grund dass sich viele Sucher nach Asien wenden wo es noch authentische Formen von Spiritualität gibt.

    Ja, das ist ist definitiv ein Punkt der eine Rolle spielt (und auch bei mir gespielt hat). Die Frage aber ist dann, wie man dann mit der existierenden Gruppe in der Heimat umgeht. Auf der einen Seite lehnt man ja das "Heimische" ab, aber sich strikt ablehnend verhalten führt ja eher zu mehr Problemen. Andererseits gibt's auch Dinge die man nicht tollerieren kann / will / sollte. Es braucht also irgendwie einen gesunden Umgang. Vielleicht war mein initialer Gedanke zu dem Thema etwas zu pragramtisch / oberflächig :?

    Probleme entstehen wenn man den Menschen ablehnt finde ich. Christus soll ja gesagt haben dass man nicht den Sünder, sondern die Sünde ablehnen soll. Mit vielem in der Gesellschaft ist man nicht einverstanden, aber deshalb Hass zu entwickeln wäre ja auch nicht buddhistisch. Besser ist wohl die Bemühung mit einer wohlwollenden Haltung und gutem Beispiel vorzugehen. Man ist ein fehlerhafter Mensch unter fehlerhaften Menschen, aber jeder hat heilsames in sich, das sich zweifellos auch im Christentum finden lässt und an dem ja auch teilnehmen kann. Deshalb muss man ja unheilsames nicht annehmen oder daran teilhaben.

    Und die Haltung "ich kenne die Wahrheit, du nicht" kann ich mir gar nicht leisten, weil ich ehrlicherweise zugeben muss dass nicht wirklich weiß ob es einen Gott gibt oder nicht. Mir erscheint dieses sinnvoller einem Anderen jenes, so kann man sich in dieser Sache auf Augenhöhe begegnen.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 1. Dezember 2020 um 12:16
    • #33
    Leonie:

    Ich verstehe den Buddhismus so, dass die "Wurzeln" abgeschnitten, ausgerissen werden und zwar restlos. Man verlässt Familie und Kultur, gibt die Identität auf - aber das ist offenbar schwer durchzustehen. Also bildet sich wieder so ein Wurzelersatz, was Spirituelles, Religiöses, Klöster, Priestertum und auch ein Glaube an was Transzendentes.

    Die Suche nach Sinn ist eben nichts anderes als die Suche nach Nahrung. Und Nahrung kann sehr vieles sein und sehr umfassend, z.B. auch Anerkennung, Beachtung. Alle Spiritualität wurzelt in Unwissenheit und wenn sie vom Körperlichen getrennt angesehen wird, dann ist es nur unheilsam. Wenn Priester oder Pfarrer keine Beachtung mehr finden, dann hat das Gründe. Vielleicht werden sie in der bisherigen Form nicht mehr gebraucht.

    Bob Dylan - Things Have Changed - YouTube

    Das scheint schon ein ziemlich radikaler Ansatz zu sein. Spiritualität ist streng genommen Unwissenheit, aber sie muss nicht in Unwissenheit wurzeln, sondern in der Suche nach Wissen. Dann ist sie wie das Boot das man zurücklässt wenn man am Ufer angekommen ist. Das christliche Ufer mag nicht das ultimative Ziel sein, das Paradies nicht Nibbana. Aber die Erkenntnis der Vergänglichkeit zumindest der Welt in der wir leben war auch immer ein Hauptthema im Christentum und hat so einige Entsagende hervorgebracht, an denen sich jedenfalls meine Wenigkeit nicht messen kann.

    Aber ja, die meisten Priester und Pfarrer sind darin nicht mehr überzeugend und die Kirche hat in ihrer Geschichte so viel Leid verursacht, dass sie stark an Glaubwürdigkeit verloren hat.

    Mit Metta, mukti.


  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 1. Dezember 2020 um 17:36
    • #34
    Leonie:

    Ich verstehe den Buddhismus so, dass die "Wurzeln" abgeschnitten, ausgerissen werden und zwar restlos.

    Ich finde, das gilt für jede/n die/der sich die Frage stellt, was das hier ist und wo ich hier bin. In dem, was ich hier sehe, wie ich geprägt bin, wie das menschliche Miteinander gestaltet ist, finde ich darauf keine Antworten. Da bietet sich die Schlussfolgerung an, alles loszulassen. Die Frage ist, wie weit das überhaupt möglich ist, restloses Abschneiden, Ausreißen.

    Dazu gehört Mut. Je restloser, umso mehr Mut brauche ich.

  • Punk
    Reaktionen
    543
    Punkte
    4.563
    Beiträge
    783
    Mitglied seit
    25. April 2014
    • 3. Dezember 2020 um 00:33
    • #35

    Ohne jemandem nahe treten zu wollen, tut es mir leid, dass dieses Bild eines italienischen Oldtimers in mir viel stärkere spirituelle Gefühle erzeugt als dieser schwächliche Mönch mir seiner Säuselstimme:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Nicht weil ich so ein Auto haben wollte sondern weil es mir Schönheit, Vergangenheit, Lebensgefühl, Stil, Italienita usw vermittelt.

    Das Bild regt meine Gefühle und meine Phantasie an, genau das ist Spiritualität. Das hat nichts mit Religion zu tun. Religion (oder das Bild einer Buddhastatue) kann bei einigen Menschen ihre Phantasie eher anregen als ein Bild eines Autos. Die Gefühle, die dabei entstehen sind jedoch die gleichen.

    5 Mal editiert, zuletzt von Punk (3. Dezember 2020 um 00:44)

  • Phoenix
    Gast
    • 3. Dezember 2020 um 07:39
    • #36
    Punk:

    Ohne jemandem nahe treten zu wollen, tut es mir leid, dass dieses Bild eines italienischen Oldtimers in mir viel stärkere spirituelle Gefühle erzeugt als dieser schwächliche Mönch mir seiner Säuselstimme:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Nicht weil ich so ein Auto haben wollte sondern weil es mir Schönheit, Vergangenheit, Lebensgefühl, Stil, Italienita usw vermittelt.

    Das Bild regt meine Gefühle und meine Phantasie an, genau das ist Spiritualität. Das hat nichts mit Religion zu tun. Religion (oder das Bild einer Buddhastatue) kann bei einigen Menschen ihre Phantasie eher anregen als ein Bild eines Autos. Die Gefühle, die dabei entstehen sind jedoch die gleichen.

    Ich bin zwar jetzt nicht unbedingt ein großer Fan von Young - oder auch Oldtimern, aber was mir an diesem Betrag gefällt ist, das er von Herzen kommt.:taenzerin:

    Und für mich ist es auf jedem sprituellen Weg sehr wichtig ,das man nicht abhebt. Und um nicht abzuheben ist es gut nie zu vergessen, wo man herkommt und in was für einer Gesellschaft man lebt.

    So verstehe ich Thich Nhat Hanh und auch den Dalai Lama,wenn sie uns immer wieder auf unsere christlichen oder auch anderweitigen Wurzeln hinweisen.

    Ich bin übrigens mit einem VW Käfer groß geworden und nicht mit einem Fiat,oder einem anderen Italiener.;)

    _()_

  • Sudhana
    Reaktionen
    3.188
    Punkte
    20.906
    Beiträge
    3.518
    Mitglied seit
    15. Oktober 2014
    • 3. Dezember 2020 um 10:45
    • #37
    Lucy:

    ich frage mich, ob ihr hier noch über das Video insgesamt redet, oder über die Schlagworte, die darin vorkommen.

    Wieso "noch"? Wir reden hier nicht von dem Video "insgesamt" und auch nicht über "Schlagworte", sondern über die Frage der Threaderstellerin:

    Anne:

    In dem Video sagt, Thich Nhat Hanh etwas über die Wurzeln und grob, dass man Priestern, Pfarrern usw. aus seiner eigenen Kultur helfen solle.

    Wie könnte dies gemeint sein? Was würde das für euch beispielsweise bedeuten?

    Dachte ich jedenfalls. Gut, Punk hat sich an dem Begriff 'Spiritualität' abgearbeitet und seine Auffassung davon sehr schön illustriert. Dazu beiläufig TNH als schwächlichen Mönch mit Säuselstimme abzuwatschen, ist freilich nicht jedermanns (oder -fraus) Geschmack und eine inhaltliche Auseinandersetzung schon mal gar nicht. Aber wie ich kürzlich andernorts schon schrieb - ich will hier nicht über Kinderstube räsonnieren.

    _()_

    OM MONEY PAYME HUNG

  • Aravind
    Reaktionen
    5.378
    Punkte
    31.660
    Beiträge
    5.234
    Mitglied seit
    15. September 2017
    • 3. Dezember 2020 um 11:00
    • #38
    Phoenix:

    Und für mich ist es auf jedem sprituellen Weg sehr wichtig ,das man nicht abhebt.

    Das ist übrigens auch beim Autofahren extrem wichtig! ;)

  • Kaffeebohne
    Gast
    • 3. Dezember 2020 um 11:29
    • #39

    Der Unterschied ist vermutlich, dass manche Mönche mit säuselnder Stimme mich dazu bringen, mich und mein Verhalten zu hinterfragen. Ein Auto hat das noch nie vermocht, wobei ich das nicht ausschließen möchte :) Das frage ich mich eher, ob ich eh eine Vignette gekauft habe :D

    Aber zur Frage an sich:

    Ich verstehe es so: Viele Westler wenden sich dem Osten zu. In Asien hat die Kath. Kirche guten Zulauf, weil sich die Menschen dort vom "versteinerten Amtbuddhismus" abwenden. Was der Dalai Lama und Thich nhat hahn m.M.n. sagen wollen ist: Es ist nicht wichtig, ob du dich als Christ, Budhhist oder Hindu bezeichnest oder Weihnachten feierst oder Buddhas Geburtstag. Wichtig ist die Arbeit an sich selbst. Und das kann man als Christ, Buddhist und Atheist gleichermaßen.

  • Leonie
    Reaktionen
    3.322
    Punkte
    15.662
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 3. Dezember 2020 um 11:57
    • #40
    Schmu:
    Leonie:

    Ich verstehe den Buddhismus so, dass die "Wurzeln" abgeschnitten, ausgerissen werden und zwar restlos.

    Ich finde, das gilt für jede/n die/der sich die Frage stellt, was das hier ist und wo ich hier bin. In dem, was ich hier sehe, wie ich geprägt bin, wie das menschliche Miteinander gestaltet ist, finde ich darauf keine Antworten. Da bietet sich die Schlussfolgerung an, alles loszulassen. Die Frage ist, wie weit das überhaupt möglich ist, restloses Abschneiden, Ausreißen.

    Dazu gehört Mut. Je restloser, umso mehr Mut brauche ich.

    Die Wurzeln sind ja Vorstellungen, Ansichten und da gehört Einsicht, um diese Vorstellungen aufzulösen. Die Berufsgruppe der Priester machen nichts anderes, als Vorstellungen zu pflegen und sie ans Volk für bare Münze zu verkaufen. Ich wüsste nicht, dass Buddha einem Brahmanen was gespendet hat - außer Mitgefühl und kostenlose Dharma-Erläuterungen.

    @Lucy

    Über den Unterschied von Mangel und Überfluss habe ich nichts angemerkt. Aber in Ergänzung einen Zen-Spruch: Der Weg übersteigt Überfluss und Mangel.

    Es gilt in beiden Fällen, die Vorstellung von Wurzeln aufzulösen. Einen Grund für eine Existenz, ein Ich, lässt sich nirgends finden.

    Ich gestehe natürlich jedem eine gewisse Traurigkeit zu, wenn die Identitäten sich auflösen. :grinsen:

    Aber irgendwann ist es dann auch gut.

    :zen:

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.830
    Punkte
    62.627
    Beiträge
    10.834
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 3. Dezember 2020 um 12:07
    • Offizieller Beitrag
    • #41
    Cfant:

    Der Unterschied ist vermutlich, dass manche Mönche mit säuselnder Stimme mich dazu bringen, mich und mein Verhalten zu hinterfragen. Ein Auto hat das noch nie vermocht, wobei ich das nicht ausschließen möchte :) Das frage ich mich eher, ob ich eh eine Vignette gekauft habe :D

    Aber zur Frage an sich:

    Ich verstehe es so: Viele Westler wenden sich dem Osten zu. In Asien hat die Kath. Kirche guten Zulauf, weil sich die Menschen dort vom "versteinerten Amtbuddhismus" abwenden. Was der Dalai Lama und Thich nhat hahn m.M.n. sagen wollen ist: Es ist nicht wichtig, ob du dich als Christ, Budhhist oder Hindu bezeichnest oder Weihnachten feierst oder Buddhas Geburtstag. Wichtig ist die Arbeit an sich selbst. Und das kann man als Christ, Buddhist und Atheist gleichermaßen.

    Das "Auto" ist ja nur ein extremes Beispiel dafür, dass das was in uns Ehrfucht oder andere religiöse Gefühle des Erhabenen auslöst, deswegen nicht heilsam sein muß. In eine lokale Gemeinde und ihre Traditionen eingebunden zu sein (wie TNH das wohl vorschebt) , kann bedeuten, dass man weniger "entfremdet" ist, aber ohne zu sagen, um was es sich genau handelt, kann man nicht gut sagen, ob das eine Gute eine Schlechte oder eine neutrale Sache ist.

    Es kann ja sogar so sein, dass das was uns tief berührt, was bombastische Gefühle in uns aulöst, was uns dazu bringt vor Ehrfurcht baff zu sein und niederzufallen, kann der größte Unsinn ist. Während etwas was ganz unspektakulär ist, wie eben ein "säuselnder Mönch" ein Tor zur Befreiung sein kann. man kann sich auf seine religiöse Gefühlsduseligkeit nicht verlassen. Wenn man nachdem geht, was das Herz hochschlagen läßt landet man vielleicht bei einem Auto.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 3. Dezember 2020 um 12:14
    • #42
    Punk:

    als dieser schwächliche Mönch mir seiner Säuselstimme

    Es bestehen immer wieder "interessante" Ansichten unter den Menschen, was Schwäche und was Stärke ist.

    Solange wir die leisen, unscheinbaren, vermeintlich schwächlich-verletzbaren Zeitgenossen ein bisschen verachten wegen ihrer (in unseren Augen) Heititei-Art, haben wir uns grundlegende Dinge möglicherweise noch gar nicht erarbeitet.

    Ich empfehle allen, die keine Ahnung haben, wer Thich Nhat Hanh ist, wenigstens mal ein Buch von ihm tatsächlich zu lesen.

    Z.B. die Geschichte von den vietnamesischen Boatpeople. Und von dem Mädchen, dessen Vater aus dem Flüchtlingsboot geworfen, sie dann vergewaltigt wird, und daraufhin selber ins Meer springt, ihrem Vater hinterher.

    Zu hart für dich, Punk ? Stell' dich nicht so an, Digga! ;)

  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 3. Dezember 2020 um 13:09
    • #43
    Punk:

    Ohne jemandem nahe treten zu wollen, tut es mir leid, dass dieses Bild eines italienischen Oldtimers in mir viel stärkere spirituelle Gefühle erzeugt als dieser schwächliche Mönch mir seiner Säuselstimme:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    Nicht weil ich so ein Auto haben wollte sondern weil es mir Schönheit, Vergangenheit, Lebensgefühl, Stil, Italienita usw vermittelt.

    Das Bild regt meine Gefühle und meine Phantasie an, genau das ist Spiritualität. Das hat nichts mit Religion zu tun. Religion (oder das Bild einer Buddhastatue) kann bei einigen Menschen ihre Phantasie eher anregen als ein Bild eines Autos. Die Gefühle, die dabei entstehen sind jedoch die gleichen.

    Ich will auch niemandem zu nahe treten der bei dem Anblick einer Buddhastatue die gleichen Gefühle hat wie beim Anblick eines Oldtimer Autos. Also nur des vorurteilslosen Austausches von Empfindungen, Assoziationen und Wertvorstellungen wegen:

    Was meine Wenigkeit betrifft, vermittelt mir so ein Stil zwar Schönheit und Vergangenheit, aber nicht Vergänglichkeit. Eine Buddhastatue weist für mich auf die Weisheit dessen hin, den sie darstellt, eine Inspiration die ich als spirituell einordne. Während ein schön gestalteter Gegenstand der u.a. der Fortbewegung dient, für mich nichts Spirituelles ist sondern etwas Materielles, mithin eine materialistische und keine spirituelle Inspiration.

    Kurzum, die Weisheitslehren des Buddha führen mich von Dukkha zu Nibbana, Autos bestenfalls zu einer geeigneten Lehrstätte. Aber die muss ich sowieso anders erreichen als mit einem solchen Schmuckstück, weil ich keinen Führerschein habe.

    Mit Metta, mukti.


  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 3. Dezember 2020 um 13:38
    • #44

    Die Testosteron-Fraktion besinnt sich schonmal auf die wirklich wichtigen Dinge im Leben: Autos, Fußball, große Herrscher. Zum Jahresende ist das besonders wichtig, dieses unerträgliche Weihnachtsgedöns nimmt wieder mal unaufhörlich seinen Lauf... :?

    Das hier ist übrigens das geilste Auto aller Zeiten, nicht dass da falsche Vorstellungen aufkommen:

    Der Inhalt kann nicht angezeigt werden, da du keine Berechtigung hast, diesen Inhalt zu sehen.

    (Es ist hier übrigens fast niemand auf die Threaderstellerin wirklich eingegangen, nur mal so nebenbei. Ich nehme mich da nicht aus, der Thread nimmt einen Verlauf, den Anne wenig zufriedenstellend finden dürfte.)

  • Schmu
    Reaktionen
    2.965
    Punkte
    19.535
    Beiträge
    3.261
    Mitglied seit
    6. Oktober 2019
    • 3. Dezember 2020 um 14:06
    • #45

    An void :

    Ich möchte vorschlagen, den letzten Teil abzutrennen. Als "Autos und der säuselnde, weichgespülte Mönch", oder wie auch immer.

    Ich finde, das passt überhaupt nicht mehr zum eigentlichen Thema.

  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 3. Dezember 2020 um 14:26
    • #46

    Also zurück zu den Wurzeln:

    Anne:

    ...

    In dem Video sagt, Thich Nhat Hanh etwas über die Wurzeln und grob, dass man Priestern, Pfarrern usw. aus seiner eigenen Kultur helfen solle.

    Wie könnte dies gemeint sein? Was würde das für euch beispielsweise bedeuten?

    Das Video hab ich noch nicht vollständig angeschaut , aber es dürfte darum gehen dass man zu seinen eigenen Wurzeln finden sollte damit man anderen helfen kann. Man ist sozusagen die Fortsetzung seiner Eltern und der Kultur in der man aufgewachsen ist. Erst wenn man sich darin wieder findet, kann man eigene Schwierigkeiten und die anderer verstehen, die durch Fehlverhalten der Eltern und kultureller Einrichtungen entstanden sind. Ein Hungergeist ist jemand der ständig auf der Suche nach neuem ist aber keine Befriedigung findet weil er sein Grundproblem nicht gelöst hat und so von seinen Wurzeln abgeschnitten ist.

    Macht schon irgendwie Sinn, nicht wahr.

    Mit Metta, mukti.


  • Punk
    Reaktionen
    543
    Punkte
    4.563
    Beiträge
    783
    Mitglied seit
    25. April 2014
    • 3. Dezember 2020 um 14:30
    • #47
    Schmu:

    Zu hart für dich, Punk

    Eigentlich nicht.

    Es geht mich nichts an und es interessiert mich auch nicht wer weshalb vergewaltigt wurde oder ins Wasser sprang, Ich habe damit nichts zu tun. Weder war ich Ursache noch Folge dieses Ereignisses Es betrifft mich nicht.

    Beträfe es mich, so würden zu recht negative Gefühle in mir aufsteigen, die mich innerlich leiden lassen würden (-> Gewissen). Da es mich nicht betrifft, steigen keine negativen Gefühle auf verursachen kein Leid und mein Geist bleibt ruhig und besonnen (-> ohne Gewissensbisse).

    Nach jahrzehntelanger eingehender Beschäftigung mit diversen psychologischen, philosophischen und religiösen Strömungen und Lehren konnte ich eine eigene Haltung entwickeln, die man am ehesten als "stoisch-daoistischen Zen (-Buddhismus)" bezeichnen könnte.

    Stoisch im Sinne, dass ich zur Überzeugung gelangte allein die Macht habe mich selber verändern zu können und ein Versuch andere in meinem Sinne zu verändern für beide Seiten mehr unheilsame als heilsame Veränderung bewirkt.

    Leider bin ich noch nicht am Ende meines individuellen Wegs. Dies wird mir immer dann schmerzlich bewusst, wenn ich ablehnende Reaktionen auf gutgemeinte Ratschläge oder didaktisch motivierte Provokationen verursache .

    Was TNH betrifft habe ich klare Meinung, die ich hier nicht diskutieren will.

    Was ich mit Provokation (Alfa Romeo Spider) mitteilen wollte ist, dass "Spiritualität" lediglich ein wohliges Gefühl ist, da ist nicht mehr dahinter. Es macht keinen Unterschied ob dieses Gefühl vom Anblick eines schönen Autos oder einer Buddhastatue herrührt. Das Gefühl ist dasselbe, es sind die Ansichten, die wir gegenüber diesen Dingen haben ergeben den Unterschied. Wenn man als "Buddhist" Leere predigt, sollte man weder das Gefühl noch die Ansicht ernst nehmen. Beide sind bedingt entstanden.

    Das ist halt schwierig weil wir "die Leere" von der Buddhisten sprechen gleich wieder mit allerlei geistig hervorgebrachtem "Krimskrams" angefüllt wird und wir diesem Krimskrams oft auch noch eine spezielle, oft gar heilige Bedeutung zumessen.

    Es gibt ja eine schöne Zen Begebenheit hier zu:


    [lz]

    Ein Mönch kam zu Zen-Meister Joshu und sagte, “Ich bin eben erst dem Kloster beigetreten und bin noch neu hier. Bitte unterrichte mich.”

    Joshu fragte, “Hast Du Deinen Reisbrei gegessen?”

    Der Mönch antwortete, “Ja, ich habe gegessen.”

    Daraufhin antwortete Joshu, “Dann solltest Du lieber Deine Schale waschen.”

    In diesem Moment war der Mönch erleuchtet.[/lz]

    Vor dem Hintergrund meines stoisch-daoistischen ZEN zeigt die Geschichte schön auf was ich glaube:

    Es dreht sich alles allein um das Jetzt und es geht immer nur um das Alltägliche, das Unmittelbare. das was jetzt gerade getan wird.

    Ähnliches findet sich auch im Stoizismus (aus Marc Aurel Selbsbetrachtungen 2.Buch 10.):

    Nichts Elenderes als ein Mensch, der alles wie im Kreise durchläuft, die Tiefen der Erde ergründen will,[..] der um alles und jedes sich kümmert, auch um das, woran sonst niemand denkt, der nicht aufhört über die Vorgänge in der Seele des Nächsten seine Gedanken zu machen und nicht begreifen mag, daß es genug ist, für den Gott in der eignen Brust zu leben und ihm zu dienen, wie sich´s gebührt. Das aber ist sein Dienst: ihn rein zu erhalten von Leidenschaft von Unbesonnenheit und von Unlust über das, was von Göttern und Menschen geschieht

    Und diese Worte könnten auch von Buddha stammen :)

    :rose:

    Was TNH betrifft habe ich ihn auch gehört, gesehen und gelesen. Ihr könnt Euch ruhig wieder über seinen Vortrag unterhalten, ich werde mich da nicht einmischen. Habe ich mich auch nie, es ging mir immer nur um "Spiritualität".

    Wenn sich jemand an der Wortwahl oder an bestimmten Bildern stört geht mich das nichts an. Ich bin nicht verantwortlich für schlechte Gefühle, die andere Menschen beim Anblick von bestimmten Reizen in ihrem Geist entwickeln..

    Einmal editiert, zuletzt von Punk (3. Dezember 2020 um 14:44)

  • Punk
    Reaktionen
    543
    Punkte
    4.563
    Beiträge
    783
    Mitglied seit
    25. April 2014
    • 3. Dezember 2020 um 14:32
    • #48
    Schmu:

    An void :

    Ich möchte vorschlagen, den letzten Teil abzutrennen. Als "Autos und der säuselnde, weichgespülte Mönch", oder wie auch immer.

    Ich finde, das passt überhaupt nicht mehr zum eigentlichen Thema.

    Nein bitte nicht, es passt sehr gut ins Thema (siehe oben), wir sind schliesslich im ZEN Forum.

  • void
    Globale Moderation
    Reaktionen
    7.830
    Punkte
    62.627
    Beiträge
    10.834
    Mitglied seit
    6. August 2009
    Buddh. Richtung
    Zen
    • 3. Dezember 2020 um 14:46
    • Offizieller Beitrag
    • #49

    Um was geht es denn Thich Nhat Hanh in dem Video? Er spricht zwar von hungrigen Geistern aber er meint damit, dass Menschen die enfremdet - wurzellos sind. Weswegen er sich dafür ausspricht, dieser Entfremdung entgenzuwirken. Durch Anbindung an Eltern und Kultur.

    Dies klingt für uns sehr buddhistisch aber eigentlich ist es eine sehr neue Fragestellung für den Buddhismus, oder? Es wundert mich nicht, dass gerade ein PUNK sich darüber aufregt. Denn wenn die Punks etwas aufregte, dann jede Art von idyllischer Hippiekommunenutopie, wo sich alle ganz lieb haben.

    Wenn man Budddhismus ja auch als etwas sehen kann, was aus der Konfortzone hinaus in eine Desillusionierung führt, dann sieht man TNH Versuch der Entfremdung entgegenzuwirken vielleicht kritisch. Und fürchtet, dass das dazu führt, dass man das Gegenteil von Entfremdung (Geborgnheit) sich als buddhitisch sieht, Achtsamkeit mit Betulichkeit vermischt und alles in eine 68iger Utopie von Love & Peace führt.

    Das was sich "gut" anfühlt, muss ja nicht unbedingt das heilsame sein. Auch ein tolles Auto kann sich "gut" und "wohlig" und "richtig" anfühlen.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • mukti
    Reaktionen
    6.870
    Punkte
    72.935
    Beiträge
    12.996
    Blog-Artikel
    38
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 3. Dezember 2020 um 15:06
    • #50
    void:

    Um was geht es denn Thich Nhat Hanh in dem Video? Er spricht zwar von hungrigen Geistern aber er meint damit, dass Menschen die enfremdet - wurzellos sind. Weswegen er sich dafür ausspricht, dieser Entfremdung entgenzuwirken.

    Dies klingt für uns sehr buddhistisch aber eigentlich ist es eine sehr neue Fragestellung für den Buddhismus, oder?

    Als hungrigen Geist bezeichnet Thich Nhat Hanh jemanden der von Kindheit an keine Liebe erfahren hat und überall danach sucht. So könnte man im Buddhismus eine Geborgenheit suchen die nicht das Ziel der Lehre ist, also Güte, Mitgefühl und Mitfreude als Selbstbestätigung auffasst anstatt ein Selbst zu hinterfragen. Dann wird man wieder enttäuscht, sucht woanders weiter und bleibt ein Hungergeist.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

Ähnliche Themen

  • Wie funktioniert Mantra Praxis

    • xiaojinlong
    • 16. August 2020 um 20:31
    • Buddhistische Praxis
  • Bedingtes Enstehen

    • Rudolf
    • 23. November 2020 um 10:16
    • Allgemeines zum Buddhismus
  • Dogen Zen als Religion (Uchiyama Kosho Roshi)

    • xiaojinlong
    • 12. Februar 2020 um 22:37
    • Chan/Thien/Seon/Zen - Buddhismus
  • Samsara und Avatare

    • Donner
    • 29. März 2020 um 01:39
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.20
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download