"Schwierige Menschen"....

  • Wenn du magst, kannst du ja auch mal deine Erfahrungen erzählen. ;)

    Gern.

    Im Grunde reduziert sich die Schwierigkeit mMn auf die eigene Reaktion auf Gesagtes oder gezeigtes Verhalten, weil was da ist, liegt nicht mehr im Handlungsspielraum, die eigene Reaktion darauf schon.


    Je länger ich bei mir aufmerksam zuhöre, was statt findet, und mich in Metta- und Mitgefühlsmeditationen übe, desto leichter fällt mir der Umgang mit Menschen aus einer freundlichen Haltung heraus.

    Je mehr ich mein Verhalten ändere, desto überzeugter bin ich auch von der Distanzierung, dass das Verhalten eines Gegenübers sehr wenig mit einem selbst zu tun hat. Da spielen die ganzen Eigenheiten und die Prägung und Erfahrungen des anderen mit rein und der andere reagiert auf das Bild, was er von einem hat.

    Gleichsam kann ich dem Satz, "Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus." trotzdem zustimmen.


    Was ich persönlich schwierig finde, weil ich bisher keinen guten Weg gefunden habe, damit umzugehen, ist, wenn sich eine Person über eine andere aufregt, während die daneben steht (kommt bei mir häufig bei Eltern über ihre anwesenden Kinder vor). Da kenne ich leider keine beiden gegenüber freundliche Reaktion.

  • Habe ich auch mal erkannt. Wenn man getriggert wurde ist es um so schwieriger das zu erkennen. Manchmal lehnt man andere ab, selbst wenn sie einem persönlich nichts getan haben. Das ist schon eine Arbeit, das zu ändern aber wenn man getriggert wurde, dann ist das noch schwerer. :) Deinen Satz möchte ich mir morgen mal abschreiben und an meine Pinnwand hängen.

    Habe ich so wie die Bestätigung von meinen Gedanken bekommen.

    So kann man es verinnerlichen und darüber immer nachdenken:


    So die Quelle:


    https://www.buddhistisches-sem…5.pdf?cdp=a&_=186a3a5ae3d Seite 4405


    Es gibt keine schwierige Menschen, wenn ich die alle (an)treffe, dann ich habe es durch meine Verzerrte Wahrnehmung ( Ich-Wahn-Spiegel) wie "verdient". Die Moderne Wissensschaft kann es mit dem Kollektivem Unbewusstem ( Arechetypen) /C.G. Jung/ vergliechen, oder es gibt keinen Zu-fall, wenn ich den allen begegne , die alle sind "ICH". Oder das Herz der Welt, das zugleich mein eigenes ist.


    void hatte es sehr treffend erkannt:


    Die Verblendungen der anderen sid eng mit den eigenen Verblendungen verbunden - und gerade mit denen die man sich nicht eingesteht.

    Im Grunde , meine Meinung, das ist dasselbe.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Vielen Dank, lieber Aravind , für deine Antwort! _()_


    Fällt dir vielleicht ein konkretes Beispiel ein, an dem klar wird, was du mit - problematischen - "Interaktionen" zwischen Menschen meinst?

    Sonst bleibt das Ganze so theoretisch und abstrakt...

    Gerne! ("problemtaisch" habe ich übrigens nicht geschrieben).


    Das ist eine Frage der Sichtweise und der Formulierung. Ein Beispiel aus Deinem Post:

    *Wen* empfinden wir denn als "schwierig"? (U.a.)

    - *Menschen*, deren Verhalten aggressiv, anmaßend und grenzüberschreitend ist und/oder

    Die Alternative wäre:

    "*Was* empfinden wir als schwierig. - Aggressives Verhalten, das anmaßend und grenzüberschreitend ist. (...)" Dann kommst Du weg von der Person zur konkreten Situation. Und Du musst der Person kein Etikett ankleben.


    Ich finde, in einem Forum wie hier kann man das auch gut anwenden, sogar leichter, als bei realen Personen, wo man ein umfassenderes Bild hat. Es gibt einige Posts und Formulierungen hier, die mich ziemlich nerven. Das beziehe ich aber nie auf die Person, einfach, weil ich außer dem Forums-Namen und die Posts über diese Personen gar nichts weiß.


    Liebe Grüße,

    Aravind.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Ich finde, in einem Forum wie hier kann man das auch gut anwenden, sogar leichter, als bei realen Personen, wo man ein umfassenderes Bild hat. Es gibt einige Posts und Formulierungen hier, die mich ziemlich nerven. Das beziehe ich aber nie auf die Person, einfach, weil ich außer dem Forums-Namen und die Posts über diese Personen gar nichts weiß.

    Hi, Aravind .

    Nur paar Wörter. Du könntest diese Person mit PN kontaktieren, wenn es geht, natürlich.

    Der Mensch, auch hier im Forum, ist das , was er schreibt oder redet.

    Das ist die Grundlage von den


    Die freie Assoziation, auch freies Assoziieren oder Methode der freien Einfälle genannt, ist eine Methode der psychoanalytischen Selbsterfahrung und Therapie, wie sie ursprünglich von Sigmund Freud entwickelt wurde. Der Analysand soll seinen Einfällen (Assoziationen) zu Personen, Ereignissen, Träumen und Dingen oder Symbolen völlig freien Lauf lassen, ohne seine Äußerungen zu zensieren, auch wenn sie ihm als unpassend, unangenehm, sittenwidrig, unsinnig oder unwichtig erscheinen.


    nach S. Freud. Es wäre gute Lösung, für dich , sorry, nichts für diese Person. Denn es "nervt ziemlich", und zwar "dich". So steht im deinen Posting. Man sollte sich dann fragen, warum es "nervt mich ziemlich". So kann man den Zugang zum eigenen Schatten nach C.G. Jung herzustellen. ( Wiki). Zum Schluss, wenn mich als Igor07 etwas nervt, ich suche die Ursache in mir selbst.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Es wäre gute Lösung, für dich

    Du kannst hier natürlich schreiben, was Du willst. Aber, ich sage es nicht zum ersten Mal: Ich habe keinerlei Interesse an Deinen Psychotipps. Schon gar nicht, wenn es in dem zitierten Post um eine direkte Interaktion mit einer anderen Forumsteilnehmerin und ein komplett anderes Thema geht.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Das ist eine Frage der Sichtweise und der Formulierung. Ein Beispiel aus Deinem Post:

    *Wen* empfinden wir denn als "schwierig"? (U.a.)

    - *Menschen*, deren Verhalten aggressiv, anmaßend und grenzüberschreitend ist und/oder

    Die Alternative wäre:

    Hmm, als kleine Ergänzung. "Schwierig" sind für mich auch oft Menschen, die das Gegenteil von "aggressiv" etc. sind: permanent schweigsam, unterwürfig, oder sogar depressiv, jemand mit psychotischen Episoden, selbstzerstörerische Attitüde... - diese Stichwörter füge ich nur hinzu um den Horizont für die Diskussion ein wenig zu erweitern/eine häufig zu beobachtende Einseitigkeit aufzuweiten. (Ansonsten hätt' ich wohl weiter gar nix zusätzliches zu sagen im Faden)

  • Hallo, lieber Aravind ,

    vielen Dank für deine hilfreiche Antwort! _()_ :heart:


    Das Verhalten eines Menschen von der Person zu trennen, hilft, glaube ich, grundsätzlich, um das Leben für alle friedlicher zu gestalten, besonders auch in akuten Konfliktsituationen.


    Je länger jedoch "schwieriges Verhalten" auftritt oder je öfter es sich wiederholt, desto mehr scheint, in der Wahrnehmung des damit konfrontierten Einzelnen, das Verhalten mit der Person zu "verschmelzen", bis es gedanklich/gefühlsmäßig dieser Person zugeordnet wird.

    In diesem Moment ist diese dann "abgestempelt", aber durch eine Haltung von Metta, welche Empathie und Mitgefühl hervorbringt und fördert, gibt es auch danach noch die Möglichkeit der "Heilung" ....



    Liebe Grüße, Anna :) _()_ :heart:

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

  • Die Wut, Ansgt , Hilfslosigkeit ich sollte zuerst in MIR selbst einzusehen, also nichts die zu verdrängen, oder den Sündenbock zu suchen. Was ich in anderen so wie "schwierigen " Mesnchen sehe, das ist , sozusagen meine eigene Verblendung, deswegen genau ich treffe ( oder stosse mich an) solche Menschen an. Die alle spiegeln nur meinen eigenen Wahn ( Ich-Wahn) wider, mehr aber nichts. Die alle sind mein "Innerer" Spiegel.

    Hallo lieber Igor,


    das ist auch der Grund warum wir zB ganz verschieden über Ereignisse fühlen, reden, denken.

    Auch wo wir unseren Fokus drauf legen, oder ? Jemand sieht zB in einem Dieb nur den Dieb und sagt, das ist kein guter Mensch, und ein anderer sieht zB noch, dass er das Geld für seine Kinder geklaut hat- sieht auch die guten Seiten an ihm. Oder er sieht nur die guten Seiten und sagt " das ist ein guter Mensch. " Wäre es falsch ? Wieso ist es so ? Warum wollen wir manchmal an Dingen, Menschen, Umständen nur das Gute sehen ? Bei Umständen wäre es erlaubt, aber nicht bei Menschen ? Ich darf zB nicht ausblenden, dass der Dieb etwas geklaut hat und das war gegen eine Sila. Wird das so gelehrt vom Buddha ?


    Ich wollte sagen, wenn das mit dem Spiegeln so ist, dann würden andere auch das Gute, das Heilsame von uns spiegeln. Wenn ich nur liebe Menschen sehen würde, würde es bedeuten, ich bin innerlich lieb / friedlich / anderen wohlgesonnen. Also ich wollte sagen, das Gesetz das andere uns spiegeln, muss dann für alle Eigenschaften gelten.


    Mal eine komische, skurille Geschichte, aber so etwas ereignet sich ja bisher jeden Tag irgendwo :

    Ich habe mal erlebt wie eine Frau sich mit einem fremden Mann am Bahnhof gestritten hat, weil er unfreundlich zu ihr war- am Automaten irgendwas über das Verhalten ihres Kindes ( ca 5 Jahre alt ) gesagt hat zu ihr. Sie hat ihm vorgeworfen, dass er so unfreundlich ist. Mit einmal sagen " sie sind aber sehr unfreundlich " hätte es ja genügt. Doch sie hatte sich da reingesteigert und ihn noch einige Minuten beschimpft. Sie hatte sich an ihn festgebissen. Da habe ich gedacht die beiden wären ein gutes Liebespaar. Und habe da gedacht : Er hat sie gespiegelt, sie hat aber gar nicht mitbekommen , dass sie sich genauso verhält wie er- sogar noch stärker unheilsam.


    Das passiert mir auch manchmal habe ich gemerkt, da muss ich mehr drauf achten, dass ich die Fehler anderer nicht so fixiere, dass ich merke: " momentmal, das habe ich doch auch, das mache ich doch gerade selbst ".

    So wie in dem genannten Fall, man wirft jemanden etwas vor, macht daraufhin aber genau dasselbe.

    Es ist also so, dass immer wenn wir uns über andere empören, sie verurteilen, das zeigt, was wir selbst noch machen, haben. Wenn man sich über das Empören anderer ärgert und darüber empört, ist es genau dasselbe Verhalten. :D



    Danke für diesen schönen Text. Den werde ich mir auch abschreiben, den anderen habe ich schon abgeschr.


    Es ist aber oft so, dass wir meinen das Äußere ändern zu müssen, wir schauen nicht in uns rein bzw wir kommen nicht darauf, dass wir um etwas im Außen ändern zu können erst etwas an uns ändern müssen. Also das macht für viele gar keinen Sinn so eine Lehre. Da ist im Außen ein Schuldiger und es hat nichts mit mir zu tun. " ich bin nicht so " denken wir meistens ( oder viele denken so ). Manche denken, wenn sie liebevoller werden, wäre es eine Schwäche und würde nichts ändern an der harten Welt. Man muss andere bestrafen, verurteilen, nur das bringt eine Änderung. ( Ok, das kann sogar manchmal wirklich nötig sein, eine strafe, oder ? Oder kann besser von Grenzen setzen sprechen ? ). Es braucht wohl viel Geist- Schulung, gute Unterweisungen und Impulse, dass man es nicht mehr so angeht/ so sieht. Das die Güte / Liebe und das Mitgefühl nicht als Schwäche gesehen wird, oder als nutzlos für die Welt. :heart: :heart: :heart: Liebe Grüße


    Mein neuer Leitspruch für jeden Tag wird erstmal sein : Und immer bei sich selbst hinschauen.

    Nicht versuchen den Spiegel zu ändern. :taube:

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 11 times, last by Hingabe ().

  • Man muss andere bestrafen, verurteilen, nur das bringt eine Änderung. ( Ok, das kann sogar manchmal wirklich nötig sein, eine strafe, oder ? Oder kann besser von Grenzen setzen sprechen ? ).

    Hm, Hingabe , das ist sehr verdammt interessanter Punkt.

    Eigentlich, wir bestrafen oder verurteilen nur uns selbst, keine andere. Das ist sehr schwer durchzuschauen, aber warum?

    Alles in der Welt des Samsara ist abhängig entstanden, also ich gestalte selbst mein Karma, oder mein Schicksal , ( so wie "Schaff-Sal"), und zwar im jeden Augenblick, wie ich denke, rede oder tue. Es gibt keine Strafe per se, es gibt nur so wie das Gesetz des Ausgleiches, oder man kann das ganze als die inne-wohenende Gerechtigkeit interpretieren. Wir sind einfach nichts instande das ganze Bild zu sehen, denn unseres Herz( "Herz-Geist") durch die Sinnen-Lüste , oder die "Triebe" verblendet ist. So verstehe ich die ursprüngliche Lehre , und das einzige, was für mich zählt, diese innere Läuterung, ich kann, eigentlich, nichts dafür. ( Oder ich kann es nichts anders).


    Es ist aber oft so, dass wir meinen das Äußere ändern zu müssen, wir schauen nicht in uns rein bzw wir kommen nicht darauf, dass wir um etwas im Außen ändern zu können erst etwas an uns ändern müssen.

    Ja, so etwas. Denn , ich spreche es wieder, wie ich es bis heute verstanden hatte, es gibt von der absoluten Warte aus kein Äussseres / Inneres, Und es gibt keine Grenzen, keine Dulaität und keine Trennung. Man kann es so ausdrücken, alles ist Heil-ig, also All-es im EIN-em, im Sinne keinen Zwei-fel, am ende man erntet selbst ( durch das eigene Tun) die Ver-ZWEi-flung. So die Weisheit der Sprache sagt mehr als genug.

    Der normale Mensch wollte immer den Spiegel zerschalgen, immer jemand ist der Sündenbock oder schuldig, aber nur nichts ich selbst. So im Zen man sollte keinen Spiegel polieren , denn es gibt keinen überhaupt.

    Es braucht wohl viel Geist- Schulung, gute Unterweisungen und Impulse, dass man es nicht mehr so angeht/ so sieht. Das die Güte / Liebe und das Mitgefühl nicht als Schwäche gesehen wird, oder als nutzlos für die Welt. :heart: :heart: :heart: Liebe Grüße


    Mein neuer Leitspruch für jeden Tag wird erstmal sein : Und immer bei sich selbst hinschauen.

    Nicht versuchen den Spiegel zu ändern. :taube:

    Ich denke, je mehr der konkrete Mensch dem Pfad folgt, desto intensiver er erkennt die innere ( innige) Zusammenhänge, dann das Mitgefühl entsteht spontan als das Ergebnis von dem So wie das "Polieren " des Eigenes Herzens, und das wäre dann die Liebe, die alles überdauert, wenn ich es richtig Christentum erinnere.

    Deine Herzen ..alle-- dienen Paul Debes und dem Buddhistichen Seminar, ich bin niemand auf dem ewigen Weg.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Das Verhalten eines Menschen von der Person zu trennen, hilft, glaube ich, grundsätzlich, um das Leben für alle friedlicher zu gestalten, besonders auch in akuten Konfliktsituationen

    Das glaube ich auch und hat sich in der Praxis immer wieder bewährt.

    Meine Maxime in solchen Fällen:

    Wie sich jemand verhält, ist sein Karma, wie ich darauf reagiere, ist meins - oder besser - wird zu meinem. :)

    Ich weiß nicht, was ich bin; ich bin nicht, was ich weiß: Ein Ding und doch kein Ding, ein Pünktchen und ein Kreis. (Angelus Silesius)

  • Je länger jedoch "schwieriges Verhalten" auftritt oder je öfter es sich wiederholt, desto mehr scheint, in der Wahrnehmung des damit konfrontierten Einzelnen, das Verhalten mit der Person zu "verschmelzen", bis es gedanklich/gefühlsmäßig dieser Person zugeordnet wird.

    In diesem Moment ist diese dann "abgestempelt", aber durch eine Haltung von Metta, welche Empathie und Mitgefühl hervorbringt und fördert, gibt es auch danach noch die Möglichkeit der "Heilung" ....

    Genau, dieses "Abstempeln" ist ganz normal, das finde ich schon wichtig. Am Ende kann man aber auch in diesem Fall nur mit genau dem arbeiten, was gerade ist. Also mit dem negativen Gedanken, der jetzt auftaucht. Und dem mit Metta begegnen, so wie Du geschrieben hast. Oder eben während der nächsten problematischen Interaktion.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Ich übe mich darin, schwierige Menschen anzunehmen, zu achten und zu lieben.

    Ich habe bisher das schwierige Verhalten meist gleichgesetzt mit der Person. Das nicht gleichzusetzen ist interessant, das muss ich wohl noch üben. Danke an Alle für die Anregung.

  • Hallo, lieber Helgo , vielen Dank für deinen ergänzenden Beitrag! _()_ :heart:


    Hmm, als kleine Ergänzung. "Schwierig" sind für mich auch oft Menschen, die das Gegenteil von "aggressiv" etc. sind: permanent schweigsam, unterwürfig, oder sogar depressiv, jemand mit psychotischen Episoden, selbstzerstörerische Attitüde... - diese Stichwörter füge ich nur hinzu um den Horizont für die Diskussion ein wenig zu erweitern/eine häufig zu beobachtende Einseitigkeit aufzuweiten

    Ja, klar, "nerven" können auch nicht-aggressive Verhaltensweisen, "Macken", Eigentümlichkeiten, sogar Nicht-angepasst-Sein (Kleidung, Frisur,...) oder unerwünschte Zuwendungen/Ratschläge usw., wenn sie als aversiver Reiz wirken (was individuell oft sehr unterschiedlich wahrgenommen und empfunden wird).

    Hier helfen Selbstreflexion, Akzeptanz und - last, but not least - Humor. ;)


    Psychisch erkrankte Menschen ecken bei Gesunden leicht an, wenn diese nicht über die Krankheit (und den damit verbundenen Leidensdruck) informiert sind, aber selbst dann sind manche Auswirkungen schwer zu ertragen (z.B., weil man sich sorgt und/oder mitleidet)...

    (Leider weiß ich, wovon ich rede, da ich selbst schon viele Jahre an einer Angsterkrankung (GAS + einzelne Phobien) leide, die häufig auch mein familiäres Umfeld in "Mitleidenschaft" zog/zieht....In den letzten Jahren, seit ich Übende des Buddhadharma wurde, geht es glücklicherweise ALLEN besser. :))


    U.a. durch die buddhist. Praxis kann - mittels Verstehen, Einfühlen, Perspektivwechsel sowie der Entwicklung von Metta/Karuna - ein angemessener Umgang mit Menschen, die ein "schwieriges Verhalten" an den Tag legen, erleichtert werden.

    Manchmal muss man allerdings Grenzen setzen und, bei Nichtakzeptanz dieser, ggf. auch konsequent aus der Situation herausgehen....


    Liebe Grüße, Anna _()_  :heart: :)

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

  • Das ist eine gute Frage, liebe Gurkenhut !

    Ich glaube, das liegt daran, dass ich jetzt eine bestimmte Person im Hinterkopf hatte, die meine Grenzen sehr oft nicht akzeptiert(e), damit bei mir negative Gefühle(Zorn) erzeugte und mich aus der Situation flüchten ließ...

    Verständnis, Perspektivwechsel und Metta/Karuna aufzubringen/zu entwickeln, war mir dann erst nach einer gewissen Zeit (im Nachhinein) möglich - und auch nötig, um wieder neu Kontakt aufnehmen zu können....

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

  • Anna Panna-Sati: warum ist Grenzen setzen und aus einer Situation rausgehen für dich nicht in Verstehen, Einfühlen, Perspektivwechsel, Metta, Karuna drin? Liebe, Verständnis, Mitgefühl und das Akzeptieren von Grenzen brauchen alle Beteiligten.

    Aus meiner Sicht: Weil man auch seine eigenen Grenzen im Auge behalten sollte. Man muss nicht alle Herausforderungen gleichzeitig angehen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Also das macht für viele gar keinen Sinn so eine Lehre. Da ist im Außen ein Schuldiger und es hat nichts mit mir zu tun. " ich bin nicht so " denken wir meistens ( oder viele denken so ). Manche denken, wenn sie liebevoller werden, wäre es eine Schwäche und würde nichts ändern an der harten Welt. Man muss andere bestrafen, verurteilen, nur das bringt eine Änderung. ( Ok, das kann sogar manchmal wirklich nötig sein, eine strafe, oder ? Oder kann besser von Grenzen setzen sprechen ? ).

    Das habe ich selbst noch bei manchen habe ich heute gemerkt. Da möchte ich kein Metta haben, es nicht üben für sie/ bei ihnen. Da möchte ich noch dran arbeiten.

    Ich denke, je mehr der konkrete Mensch dem Pfad folgt, desto intensiver er erkennt die innere ( innige) Zusammenhänge, dann das Mitgefühl entsteht spontan als das Ergebnis von dem So wie das "Polieren " des Eigenes Herzens, (..)

    :) Danke, du hattest recht. Erst dann kann man es so sehen. Erst dann kann man manchmal anderen alles vergeben.

    Wie sich jemand verhält, ist sein Karma, wie ich darauf reagiere, ist meins - oder besser - wird zu meinem. :)

    :wrose: Gut, das hat auch ein wenig mit Igors Aussage zu tun. Man muss ja nicht genauso gemein sein wie der andere.

    Anna Panna-Sati: warum ist Grenzen setzen und aus einer Situation rausgehen für dich nicht in Verstehen, Einfühlen, Perspektivwechsel, Metta, Karuna drin? Liebe, Verständnis, Mitgefühl und das Akzeptieren von Grenzen brauchen alle Beteiligten.

    :like:

    Ich glaube, das liegt daran, dass ich jetzt eine bestimmte Person im Hinterkopf hatte, die meine Grenzen sehr oft nicht akzeptiert(e), damit bei mir negative Gefühle(Zorn) erzeugte und mich aus der Situation flüchten ließ...

    Verständnis, Perspektivwechsel und Metta/Karuna aufzubringen/zu entwickeln, war mir dann erst nach einer gewissen Zeit (im Nachhinein) möglich - und auch nötig, um wieder neu Kontakt aufnehmen zu können....

    So ähnlich geht es mir auch mit einer. Es war bei mir ein echtes Nichtwollen Mitgefühl aufzubringen. Es scheint sich nur durch Geist- Schulung aufzulösen, dieser Widerstand, sonst ist es echt schwer. Freut mich, dass es dir nach einer gewissen Zeit möglich war. Ich bin aktuell noch im Prozess.


    Alles Gute euch allen heute noch. :)

    Der Weise, der, auf Sittlichkeit gestützt,

    Den Geist entfaltet, sich in Weisheit übt,

    Ein solch entschlossener und weiser Jünger

    Mag dieses Lebens Wirrsal einst entwirren.


    (Diese Verse finden sich im Samyutta-Nikāya).

    Edited 2 times, last by Hingabe ().

  • ch glaube, das liegt daran, dass ich jetzt eine bestimmte Person im Hinterkopf hatte, die meine Grenzen sehr oft nicht akzeptiert(e), damit bei mir negative Gefühle(Zorn) erzeugte und mich aus der Situation flüchten ließ...

    Verständnis, Perspektivwechsel und Metta/Karuna aufzubringen/zu entwickeln, war mir dann erst nach einer gewissen Zeit (im Nachhinein) möglich - und auch nötig, um wieder neu Kontakt aufnehmen zu können....

    Das klingt für mich positiv.

    In meinem Nähkästchen stecken noch einige Nadeln im Nadelherzkissen, von Menschen, die mir mal wichtig waren, die ich aber verlassen musste weil ich nicht mit ihnen zurecht kam. Auch einige die der Ansicht waren sie kämen nicht mit mir zurecht (obwohl ich doch eigentlich so nett bin :angel:)

    Oftmals sind schwierige Menschen auch die gewesen, die mir am nächsten gegangen sind.

    Manche, von denen ich hoffte ich würde sie mal wieder treffen, sind einfach vorher gestorben.

    Je älter ich werde, umso unwichtiger wird mir das Schwierigkeitpotenzial meiner Mitmenschen, und umso wichtiger werden mir alte Freunde, auch wenn sie ganz merkwürdig werden. (Was bei mir natürlich nicht der Fall ist. ;))

    War mir nur noch wichtig zu dem Thema. Alles Liebe von Nanu

    :)

    Edited once, last by Nanu ().

  • Ich habe mein Leben lang gedacht, ich wäre nicht "normal" - mittlerweile sehe ich das anders, wenn ich so auf die Menschen und das sehe was in unserer Welt Großteils wichtig ist, denke ich gehöre hier definitiv nicht her.


    Da hat wer auch immer einen Fehler gemacht. Und es schon viel geschrieben wurden in dem Beitrag, ich möchte die negativen Dinge gar nicht kommentieren, das würde mich abheben im Sinne, dass ich besser wäre, bin ich nicht, nur nochmals das ist definitiv nicht der Platz, wo ich denke, dass ich hingehöre.


    Wobei es ist fair, ich fange mit Niemanden was an und umgekehrt, also ausgeglichen.


    In einem anderen Beitrag hat mir jemand eine lange Aufstellung geschrieben über die buddhistische Haltung zu fast allen Lebenssituationen, ich fürchte die einzige Strategie um nicht unterzugehen. Wobei das Beste, was ich hier auf dieser Welt kennenlernen durfte ist der Buddhismus und da meine ich die Lehre und nicht die Menschen.

  • Du hast ein unglaubliches Potential in dir.

    Wenn du dir die buddhistische Praxis zu Herzen nimmst, dann kannst Du nicht nur das Leiden in dir transformieren, sondern das Leiden von vielen anderen Wesen.


    Ich rede da aus eigener Erfahrung.

    Die Praxis hat mir nicht nur fragen beantwortet, die ich mir vorher gar nicht vorstellen konnte, sondern hat diese endlosen Fragen durch die stille Liebe im Herzen beantwortet und verstummen lassen.


    Gib nicht auf !


    Alles gute für dich!


    Martin

  • Oftmals sind schwierige Menschen auch die gewesen, die mir am nächsten gegangen sind.

    Manche, von denen ich hoffte ich würde sie mal wieder treffen, sind einfach vorher gestorben.

    Ja, liebe Nanu , so habe ich es auch oft empfunden. Vielleicht hat es etwas mit der von Monikadie4. beschriebenen Resonanz zu tun? void 's Beitrag ging auch in diese Richtung.... :?

    Zwischen einer Freundin und mir war es ganz sicher so: Sie litt - wie ich - an einer Angststörung, ging aber ganz anders damit um (weitgehendes Ignorieren + Tranquilizer), als ich (Psychotherapie, keine Medikamente, bis auf "Notfall"-Präparate, die ich bei mir trug). Das führte zu Konflikten, wir taten uns gegenseitig nicht gut und gingen schließlich getrennte Wege, wobei wir an Geburtstagen noch einander gratulieren und uns nach dem Befinden erkundigen...


    Tut mir leid, dass Menschen, die du gerne nochmal getroffen hättest, vorher gestorben sind....


    Je älter ich werde, umso unwichtiger wird mir das Schwierigkeitpotenzial meiner Mitmenschen, und umso wichtiger werden mir alte Freunde, auch wenn sie ganz merkwürdig werden. (Was bei mir natürlich nicht der Fall ist. ;) )

    Auch hier stimme ich - in beidem - mit dir überein.... :) Sind wir etwa tatsächlich älter und "weiser" geworden ? ;)

    ("Merkwürdig", eigenbrötlerisch", "verschroben", "wunderlich" oder "kauzig" und "alt" sind eh immer die Anderen.... :erleichtert: )


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    "Fähigkeit ruhiger Erwägung - Anfang aller Weisheit, Quell aller Güte."

    (Marie von Ebner-Eschenbach)


    "...In der Aufhebung des Begehrens (tanha) besteht die Aufhebung des Leidens.

    Dieser edle achtfache Pfad aber ist der zur Aufhebung des Leidens führende Weg..."

    (AN.VI.63)

    Edited once, last by Anna Panna-Sati ().

  • Wenn ich schreibe, dass ich hier nicht hergehöre, dann ist eine Geschichte dahinter. Es gibt keinen einzigen Menschen, denn ich noch persönlich kenne, der irgendeine Bedeutung für mein Leben hat und so ehrlich will ich sein, das beruht auf Gegenseitigkeit.


    Was mich am Leben hält? Die Lehre, die ich vor vielen Jahren entdeckt habe, sehr viele Jahre.


    Ich denke mir oft, ich werde mich nicht brechen lassen von denen, da draußen. Ohne jetzt verrückt zu sein, bin ich überzeugt davon, dass es einige gibt, die denken einen Bezug zu mir zu haben, dass sie sehr erfreut wären, wenn ich abstürze oder gar tot, da würden sich Einige freuen.


    Mein Lehrer, der sehr beliebt ist, hat über sich das auch gesagt, sollte er mal sterben, werden sich viele andere freuen, das war damals seltsam für mich, heute verstehe ich es.


    Früher war mein Leben ganz anders, dafür bin ich sehr dankbar. Und heute habe ich die Erkenntnis, der einzige, der mein Leben lebenswert machen könne sitzt gerade 50 cm vor eine Computerbildschirm.


    Gut, selbst wenn ich mich zum x-ten Mal wiederhole, diesen Leitfaden, denn ich von einem langjährigen Mitglied hier bekommen habe, der ist sehr gut und daran will ich arbeiten.


    Ich kämpfe nicht, egal ob man ich mag, mich ignoriert, mich bekämpft, es ist reine Akzeptanz.

  • Ich gehöre hier auch nicht her. Na und ich bin da. Es ist aber so das, der hier vor dem Bildschirm sitzt, ganz ist. Kein Ich bin, kein Selbst und auch keinen, den man ergreifen oder festhalten kann. Damit ist das hier zufrieden. Buddha machte es gleich, sorgte selbst für sein Essen, seinen Schlaf und sein Gehen und auch für sein Sitzen. Der interessierte sich nicht mehr für sich. Wachte auf und sah, fühlte, nahm wahr, entschied und erinnerte genau das, was jetzt ist. Mehr braucht es wirklich nicht. Der hier sitzt ist nicht mehr unterschieden, außer von anderen, von allem.

  • …..Ayya Khema äußerte mal (sinngemäß) in einem Vortrag: "Wenn man merkt, dass man in einer bestimmten Situation (mit bestimmten Menschen) immer wieder negativ wird, sollte man sich aus dieser Situation entfernen..."

    Sie bezog sich dabei auf eine diesbezügliche Aussage des Buddhas (die ich z.Z. noch im Palikanon suche - vielleicht weiß jemand, wo sie ist oder kann sie zitieren? ).….

    Liebe Grüße, Anna :) _()_ :heart:

    Liebe Anna Panna-Sati

    möglicherweise erinnerte sich die Ehr.Ayya Khema damals an diese Sutta des Majjhima Nikaya

    aus dem Palikanon.


    Wer weiß…

    Die Stillung störender Gedanken
    In Metta🙏