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Warum gibt es so wenig Erleuchtete?

  • Helmut9
  • 15. Februar 2011 um 12:23
  • Zum letzten Beitrag
  • ARYA DHARMA
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    • 29. Juni 2021 um 13:08
    • #301
    E1NER:

    Durch Familieneinflüsse & Schulbildung ist mir diese Qualität aber zum größten Teil verloren gegangen.

    Das ist aber die allgemeine menschliche Erfahrung.


    E1NER:

    Diese Qualität des e1nheitlich verbundenen Weltempfinden nenne ich psychische Gesundheit

    Das muss nicht sein, solch ein Weltempfinden kann auch zu törichten Handlungsweisen verleiten. Es gab mal eine Frau, die sah in jedem Menschen nur das Gute, wollte dann durch den nahen Osten alleine per Anhalter reisen, um zu zeigen, dass es nur gute Menschen gibt. Ein paar Wochen später fand man sie mehrfach vergewaltigt und zerstückelt hinter einer Hecke.

  • Phillip
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    • 29. Juni 2021 um 13:15
    • #302

    Naivität meine ich ja auch nicht.

    Lao Tse: ,,Wer andere kennt ist klug, wer sich selbst kennt ist weise."

    ich schenk dieses Leben dem Leben zurück...
    weil es nie meins war...
    und jede Trennung nur scheinbar...
    alles in Vielfalt immer eins war...
    brich meinen Stolz…bis ich in Demut mir die Wahrheit schenke...
    nimm hinfort all die falschen Ideen, den falschen Glauben...
    denn wenn nichts mehr bleibt ist alles übrig...
    es gibt nichts zu verstehen...

    Aus dem Song ,,Schmerz" vom Deepwalka

  • mukti
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    • 29. Juni 2021 um 13:55
    • #303
    E1NER:

    Kinder & Tiere sind noch Teil dieses e1nheitlichen Verbundenseins, zumindest kann ich mich noch bruchstückhaft an mein kindliches Weltempfinden von damals erinnern.

    Ist das auch das ultimative Ziel? Ich erinnere mich auch bruchstückhaft an eine glückliche Verbundenheit, allerdings auch an Ereignisse wo sie ein jähes Ende fand. Z.B. habe ich einmal bei einem Spaziergang meine Mutter verloren, da ist große Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit in mir entstanden.

    Mit Metta, mukti.


  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 14:09
    • #304
    mukti:
    E1NER:

    Kinder & Tiere sind noch Teil dieses e1nheitlichen Verbundenseins, zumindest kann ich mich noch bruchstückhaft an mein kindliches Weltempfinden von damals erinnern.

    Ist das auch das ultimative Ziel? Ich erinnere mich auch bruchstückhaft an eine glückliche Verbundenheit, allerdings auch an Ereignisse wo sie ein jähes Ende fand. Z.B. habe ich einmal bei einem Spaziergang meine Mutter verloren, da ist große Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit in mir entstanden.

    Ich halte es dafür. Natürlich hat dies bei einem Erwachten eine andere Qualität als bei einem Kind oder Tier. Was den Mensch vom Tier unterscheidet ist vor Allem das Bewusstsein über sich selbst. Das ist allerdings problematisch. Man weis plötzlich, dass man stirbt das es Leid gibt man macht sich Sorgen. Im Grunde man hat Angst. Um diese zu überwinden kann man verschiedene Wege gehen. Der achte Pfad ist da sicherlich eine elegante Lösung. Es scheint so als müsste man lernen mit dieser Fähigkeit umzugehen.

  • Helmut
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    • 29. Juni 2021 um 14:15
    • #305

    Zurück in die Kindheit kann nicht das ultimative Ziel sein wie Mukti fragt.

    Wir sind mit Unwissenheit, karmischen Prägungen auf früheren Leben und mit Leidenschaften (kleshas) in diese Existenz eingetreten. Von Geburt an ist unser Leben in dieser Existenz von den Ursachen des Leidens geprägt.

    Der Buddha zeigt mit den wahren Pfaden einen Weg auf mittels dem wir uns aus dieser Situation befreien können. Er hat nicht gesagt, dass wir in den Zustand der Kindheit zurückkehren müssen, sondern das wir uns von den Ursachen unserer Leiden zweite edle Wahrheit) befreien müssen. Dieses Ziel liegt in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit. Das Ziel sind die wahren Beendigungen (dritte edle Wahrheit), die in der völligen Überwindung von Unwissenheit, Begierde, Hass usw. bestehen.

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 14:23
    • #306
    Helmut:

    Zurück in die Kindheit kann nicht das ultimative Ziel sein wie Mukti fragt.

    Wir sind mit Unwissenheit, karmischen Prägungen auf früheren Leben und mit Leidenschaften (kleshas) in diese Existenz eingetreten. Von Geburt an ist unser Leben in dieser Existenz von den Ursachen des Leidens geprägt.

    Der Buddha zeigt mit den wahren Pfaden einen Weg auf mittels dem wir uns aus dieser Situation befreien können. Er hat nicht gesagt, dass wir in den Zustand der Kindheit zurückkehren müssen, sondern das wir uns von den Ursachen unserer Leiden zweite edle Wahrheit) befreien müssen. Dieses Ziel liegt in der Zukunft und nicht in der Vergangenheit. Das Ziel sind die wahren Beendigungen (dritte edle Wahrheit), die in der völligen Überwindung von Unwissenheit, Begierde, Hass usw. bestehen.

    Es geht auch nicht darum zurück in die Kindheit zu gehen. Allerdings waren wir da noch eins. Erst durch die Entwicklung unseres Gehirns und unserer Sinne waren wir fähig die Dualität zu erkennen. Interessanterweise geht es danach darum diese Illusion zu durchschauen. Wenn ich nicht unterscheide zwischen innen und aussen und mich selbst liebe wen liebe ich dann noch? alles oder?

  • Phillip
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    • 29. Juni 2021 um 14:27
    • #307

    Urvertrauen ist mir lieber als Erleuchtung. Wenn man vom Blitz getroffen wird, ist man kurzzeitig auch erleuchtet. Ich vertraue lieber auf das Urvertrauen, dass meine Schicksalsschläge auch vorüber ziehen. Urvertrauen & Gelassenheit, selbst wenn ich es mal nicht bin, weiß ich doch, dass ich wieder Heim kehren werde & Zeit spielt da letztlich keine Rolle, weil echtes Urvertrauen zum Ewigen reicht. Es spielt auch keine Rolle, ob das spirituelle Ziel in der Vergangenheit, Zukunft oder Gegenwart liegt, weil es unvergänglich ist. Das Label "Buddhist" brauche ich auch nicht, was nicht heißt, dass ich mich von Buddhisten nicht auch noch inspirieren lassen kann, sind mir angenehmer von der Weltsicht als Monotheisten, da ich das Konzept eines persönlichen Gottes, welcher wenn es eine Person wäre Vorlieben hätte, nicht nachvollziehen kann

    ich schenk dieses Leben dem Leben zurück...
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  • mukti
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    • 29. Juni 2021 um 14:29
    • #308
    daistnichts:
    mukti:
    E1NER:

    Kinder & Tiere sind noch Teil dieses e1nheitlichen Verbundenseins, zumindest kann ich mich noch bruchstückhaft an mein kindliches Weltempfinden von damals erinnern.

    Ist das auch das ultimative Ziel? Ich erinnere mich auch bruchstückhaft an eine glückliche Verbundenheit, allerdings auch an Ereignisse wo sie ein jähes Ende fand. Z.B. habe ich einmal bei einem Spaziergang meine Mutter verloren, da ist große Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit in mir entstanden.

    Ich halte es dafür. Natürlich hat dies bei einem Erwachten eine andere Qualität als bei einem Kind oder Tier. Was den Mensch vom Tier unterscheidet ist vor Allem das Bewusstsein über sich selbst. Das ist allerdings problematisch. Man weis plötzlich, dass man stirbt das es Leid gibt man macht sich Sorgen. Im Grunde man hat Angst. Um diese zu überwinden kann man verschiedene Wege gehen. Der achte Pfad ist da sicherlich eine elegante Lösung. Es scheint so als müsste man lernen mit dieser Fähigkeit umzugehen.

    Ich glaube nicht dass ein Tier gar kein Bewusstsein über sich selbst hat, eine rudimentäre Unterscheidungsfähigkeit zwischen sich selber und anderem muss es wohl geben um sich zu ernähren, Unterschlupf zu suchen, Nachkommen groß zu ziehen usw.

    So ein Bewusstsein halte ich eigentlich nicht für besser oder näher an der Wirklichkeit, und nicht für erstrebenswert.

    Im Menschen können eben gerade wegen seiner höher entwickelten Fähigkeit zur Selbstreflexion und die Erkenntnis der Sterblichkeit Fragen über das Dasein auftauchen und so lässt sich herausfinden was dieses Bewusstsein über sich selbst im Grunde ist.

    Mit Metta, mukti.


  • mukti
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    • 29. Juni 2021 um 14:39
    • #309
    E1NER:

    Urvertrauen ist mir lieber als Erleuchtung. Wenn man vom Blitz getroffen wird, ist man kurzzeitig auch erleuchtet. Ich vertraue lieber auf das Urvertrauen, dass meine Schicksalsschläge auch vorüber ziehen. Urvertrauen & Gelassenheit, selbst wenn ich es mal nicht bin, weiß ich doch, dass ich wieder Heim kehren werde & Zeit spielt da letztlich keine Rolle, weil echtes Urvertrauen zum Ewigen reicht.

    Und hast du genauere Vorstellungen über dieses Ewige wenn man fragen darf? Z.B. ist man da mit allem verbunden oder ist man alles zugleich?

    Mit Metta, mukti.


  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 14:39
    • #310

    Da magst du recht haben aber Tiere kennen keine Existenzangst. Natürlich haben sie Instinkte. Hast du schon mal einen Hund gesehen der eine Versicherung abschliesst?

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    • 29. Juni 2021 um 14:45
    • Offizieller Beitrag
    • #311
    mukti:
    E1NER:

    Kinder & Tiere sind noch Teil dieses e1nheitlichen Verbundenseins, zumindest kann ich mich noch bruchstückhaft an mein kindliches Weltempfinden von damals erinnern.

    Ist das auch das ultimative Ziel? Ich erinnere mich auch bruchstückhaft an eine glückliche Verbundenheit, allerdings auch an Ereignisse wo sie ein jähes Ende fand. Z.B. habe ich einmal bei einem Spaziergang meine Mutter verloren, da ist große Angst und das Gefühl von Hilflosigkeit in mir entstanden.

    Ich muss daran denken, wie Shakyamuni in seine Askese an einen toten Punkt gelangt war und dann die Erinnerung an ein Kindheitserlebnis der Einheit (wie er als Kind unter dem Rosenpfelbaum sass) ihm den Weg wies.

    Ich glaube es ist das Zusammentrffen von beidem:

    a) Dem Geist der Askese der bereit ist alles zu opfern und alles zu geben und sich sogar dem Tod entgenstellt.

    b) Dem Geist des freundlichen , friedlichen, kindlichen Ruhen im Jetzt

    ..das denn Schlüssel zu Erwachen bildete.

    Jedes einzelne hätte nicht gereicht. Der Asketengeist wäre sich selber im Weg gestanden und so ein harmonisches Kindheitseriegnis ist zwar angenehm aber auch etwas was aus sich selber keine Energie entfaltet.

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  • Phillip
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    • 29. Juni 2021 um 14:50
    • #312

    Ich kann nur für mich sprechen: konkret ist mir lieber als abstrakt. und zu viele Gedanken sind für mich unheilsam, weil sie auch nur Unterschiede betonen. Ich bin schizophren & muss auf mich aufpassen. Ich mache den Laptop jetzt aus & gehe raus in die konkrete Welt, ist auch nicht mehr so unerträglich heiß das Wetter momentan, das nutze ich. Alles hat seinen Platz in Raum & Zeit, über die Ewigkeit aus der all diese Erscheinungen fliesen, kann ich mit Sprache nix aussagen, weil Sprache auch nur kulturell-zeitlich&räumlich gegeben ist. Ich weiß auch nicht den Weg, aber es gibt ihn und das reicht mir (momentan).

    LG von E1NER & freut euch des Lebens, Danke!

    ich schenk dieses Leben dem Leben zurück...
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    denn wenn nichts mehr bleibt ist alles übrig...
    es gibt nichts zu verstehen...

    Aus dem Song ,,Schmerz" vom Deepwalka

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    • 29. Juni 2021 um 14:51
    • #313
    daistnichts:

    Da magst du recht haben aber Tiere kennen keine Existenzangst. Natürlich haben sie Instinkte. Hast du schon mal einen Hund gesehen der eine Versicherung abschliesst?

    Also ich sehe Tiere in ständiger Angst leben und schon bei harmloser Annäherung davonlaufen, -fliegen oder -schwimmen. Wenn sie für den Krankheitsfall eine Versicherung abschließen könnten die ihnen Pflege gewährleistet würden sie das bestimmt lieber tun als hilflos zu verenden denke ich.

    Mit Metta, mukti.


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    • 29. Juni 2021 um 14:53
    • #314

    Lebst du den selbst in Angst?

  • mukti
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    • 29. Juni 2021 um 14:55
    • #315
    daistnichts:

    Lebst du den selbst in Angst?

    Nicht sosehr wie die Tiere würde ich meinen. Aber ganz frei von Angst bin ich auch noch nicht.

    Mit Metta, mukti.


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    • 29. Juni 2021 um 15:04
    • #316
    void:

    Ich muss daran denken, wie Shakyamuni in seine Askese an einen toten Punkt gelangt war und dann die Erinnerung an ein Kindheitserlebnis der Einheit (wie er als Kind unter dem Rosenpfelbaum sass) ihm den Weg wies.

    Ich glaube es ist das Zusammentrffen von beidem:

    a) Dem Geist der Askese der bereit ist alles zu opfern und alles zu geben und sich sogar dem Tod entgenstellt.

    b) Dem Geist des freundlichen , friedlichen, kindlichen Ruhen im Jetzt

    ..das denn Schlüssel zu Erwachen bildete.

    Jedes einzelne hätte nicht gereicht. Der Asketengeist wäre sich selber im Weg gestanden und so ein harmonisches Kindheitseriegnis ist zwar angenehm aber auch etwas was aus sich selber keine Energie entfaltet.

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    Ja, diese Erinnerung an sein Kindheitserlebnis hat ihn auf die Spur gebracht, es entsprach der ersten Stufe der Vertiefung (jahna). Danach hat er die Vertiefungen weiter entwickelt bis zum Nibbana. Ob wir alle diese erste Stufe in der Kindheit erfahren haben? Ich weiß es nicht.

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
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    • 29. Juni 2021 um 15:13
    • #317
    daistnichts:

    Es geht auch nicht darum zurück in die Kindheit zu gehen. Allerdings waren wir da noch eins. Erst durch die Entwicklung unseres Gehirns und unserer Sinne waren wir fähig die Dualität zu erkennen. Interessanterweise geht es danach darum diese Illusion zu durchschauen

    Das klingt so ein bisschen nach: in der Kindheit waren wir noch im Paradies und durch die Entwicklung unseres Gehirn und unserer Sinne sind wir aus dem Paradies heraus gefallen.

    Was meinst du eigentlich mit: in der Kindheit waren wir noch eins? Was ist den dieses Eins sein und wodurch ist es denn charakterisiert?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Helmut
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    • 29. Juni 2021 um 15:22
    • #318
    E1NER:

    Urvertrauen ist mir lieber als Erleuchtung. Wenn man vom Blitz getroffen wird, ist man kurzzeitig auch erleuchtet.

    Wenn man vom Blitz getroffen wird ist man nicht erleuchtet, nicht einmal kurzzeitig. Es ist wahrscheinlicher, dass man dann tot ist.

    Erleuchtung oder Nibbana ist ein Zustand des eigenen Geistes. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass man durch die spirituelle Praxis alle Leiden samt ihren Ursachen vollständig aufgegeben hat und sie deshalb auch nicht wieder im eigenen Geist auftreten können. Erleuchtung hat nichts mit Licht zu tun.

    Wie kann ich mir Urvertrauen vorstellen oder wodurch ist es charakterisiert; woran erkenne ich es?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Xyz
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    • 29. Juni 2021 um 15:25
    • #319
    mkha':

    Liebe @S-Mater

    S-Mater:
    Monikadie4.:

    Solange ein Mensch jemanden oder einen Gott braucht, der ihm die Furcht und Bürde vor dem Leben nimmt, solange haben sie ihre Berechtigung. ...

    _()_

    Liebe @Monikadie4.

    diese Aussage empfinde ich als sehr unpassend und könnte mir vorstellen das es missverständlich aufgenommen werden könnte.

    Ich verstand @Monikadie4. eher so, dass es im religiösen Bereich verschiedene Zugänge zum inneren Frieden gibt - ebenso, wie es im Buddhismus diverse Zugänge mit unterschiedlichen Betonungen der Inhalte und Praktiken gibt - sie alle haben (zu unserem Wohle) ihre Berechtigung. ... Jede Religion beinhaltet das Entwickeln liebenden Mitgefühls und lehrt das hinwendungsvolle Praktizieren zum Wohle anderer, das in unserem Inneren Frieden (be-)wirkt ...

    Ich möchte Dir, liebe @S-Mater, eine Geschichte erzählen ... (vielleicht hilft sie Dir ein klein wenig - Du sagtest, es gehe Dir persönlich momentan nicht so gut):

    Zitat

    Spuren im Sand von Magaret Fishback Powers

    Eines Nachts hatte ich einen Traum: ich ging mit meinem Herrn am Strand entlang. In meinem Inneren erschienen Bilder aus meinem Leben - jedes Mal sah ich zwei Fußspuren im Sand, meine eigene und die meines Herrn.

    Als das letzte Bild an meinen Augen vorübergezogen war, blickte ich noch einmal zurück, und entdeckte, dass an einigen Stellen meines Weges nur eine Spur zu sehen war - und das gerade zu den schwersten Zeiten meines Lebens.

    Ich fragte meinen Herrn: "Herr, als ich anfing, dir nachzufolgen, sagtest Du, Du würdest auf allen Wegen bei mir zu sein. Weshalb ist dann in den schwersten Zeiten meines Lebens nur eine Spur im Sand zu sehen? Weshalb warst Du nicht bei mir, als ich mich einsam fühlte und dich am meisten brauchte?"

    Er antwortete: „Du weißt, ich würde dich nicht allein lassen, erst recht nicht in der Not. Dort, wo nur eine Spur zu sehen ist, habe ich dich getragen."

    Auch mein Lehrer sagte, er sei immer bei uns – auch über seinen Tod hinaus. Deutlich spüren kann ich das in Zeiten, in denen ich mich (zunächst) überfordert fühle, und in denen mir die Worte fehlen, um mich meinen Mitmenschen verständlich zu machen. Ich schließe die Augen, sehe das Gesicht meines Lehrers und spüre seine Anwesenheit ... Offenbar sagt er mir jedes Mal, ich solle mein Hirn einschalten, mein Herz öffnen, und mich auf das besinnen, was er uns beibrachte - denn nach diesem "Kontakt" geht es mir stets besseṛ :oops:

    Es kommt darauf an, wie ich die Worte, die man mich lehrte, verstehe. Ich denke, das wichtigste ist, die Lehren zu leben - sie nicht zu Buchwissen verkommen zu lassen, und zu wissen, das ich, um in meinem Geist etwas zu bewegen, die Lehre eigenständig zu praktizieren habe - und das gilt insbesondere dann, wenn ich mich von den Lehren (meinem Lehrer) getragen (behütet) fühle.

    Möge der Dharma Dich stets tragen, LG mkha':hug:

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    Meiner Frau kamen grad die Tränen...Hab Dank:hug:🙏

  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 15:30
    • #320
    Helmut:
    daistnichts:

    Es geht auch nicht darum zurück in die Kindheit zu gehen. Allerdings waren wir da noch eins. Erst durch die Entwicklung unseres Gehirns und unserer Sinne waren wir fähig die Dualität zu erkennen. Interessanterweise geht es danach darum diese Illusion zu durchschauen

    Das klingt so ein bisschen nach: in der Kindheit waren wir noch im Paradies und durch die Entwicklung unseres Gehirn und unserer Sinne sind wir aus dem Paradies heraus gefallen.

    Was meinst du eigentlich mit: in der Kindheit waren wir noch eins? Was ist den dieses Eins sein und wodurch ist es denn charakterisiert?

    Im Grunde ist es so... Ich meine was beschreiben religiöse Schriften? Natürlich die Entwicklung des Menschen selbst. Was sollten sie sonst beschreiben. Da steht: "es wurde Licht". Na klar wird da Licht wenn du geboren wirst. Wer ist denn der liebende Vater? Etwa Gott? Oder einfach ein liebender Vater? Wer hat das Universum erschaffen? Ich! Du aber natürlich auch.

    Wieso sind wir aus dem Paradis vertrieben worden? Wegen der Erkenntnis von Gut und Böse. Das muss man natürlich als Metapher sehen. Im Mutterleib warst du eins. Selbst nach der Geburt kannst du noch keine Unterschiede erkennen. Das sehen entwickelt sich erst. Wir nehmen die Welt nicht so wahr wie sie ist. Wir sehen sie so, dass wir darin zurechtkommen. Im Prinzip sind das einfach Wellen / Teile je nach Betrachtungswinkel. Im Grunde ist es eine Meisterleistung, dass wir Objekte erkennen können. Wie das genau geht weis man bis heute nicht.

    Du hast dich noch nicht als abgetrenntes Objekt in der Wirklichkeit erfahren. Keine Angst das bist du natürlich auch nicht. Da Suchen Menschen nach Gott? Ist denen klar das Sie ganze Universen schaffen können? Alles was du erkennst bist letztlich du selbst.

  • Aravind
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    • 29. Juni 2021 um 15:37
    • #321
    daistnichts:

    Da magst du recht haben aber Tiere kennen keine Existenzangst. Natürlich haben sie Instinkte. Hast du schon mal einen Hund gesehen der eine Versicherung abschliesst?

    Ich nicht. Aber neurotische, ständig überängstliche Hunde gibt es massenhaft.

    Liebe Grüße, Aravind.

  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 15:37
    • #322
    Helmut:
    E1NER:

    Urvertrauen ist mir lieber als Erleuchtung. Wenn man vom Blitz getroffen wird, ist man kurzzeitig auch erleuchtet.

    Wenn man vom Blitz getroffen wird ist man nicht erleuchtet, nicht einmal kurzzeitig. Es ist wahrscheinlicher, dass man dann tot ist.

    Erleuchtung oder Nibbana ist ein Zustand des eigenen Geistes. Er ist dadurch gekennzeichnet, dass man durch die spirituelle Praxis alle Leiden samt ihren Ursachen vollständig aufgegeben hat und sie deshalb auch nicht wieder im eigenen Geist auftreten können. Erleuchtung hat nichts mit Licht zu tun.

    Wie kann ich mir Urvertrauen vorstellen oder wodurch ist es charakterisiert; woran erkenne ich es?

    Ich halte Vertrauen für zentral für das Erwachen. Man muss nämlich dem Leben vertrauen. Ausserdem muss man seine Bedingtheit bedingungslos akzeptieren. :)

  • daistnichts
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    • 29. Juni 2021 um 15:39
    • #323
    Aravind:
    daistnichts:

    Da magst du recht haben aber Tiere kennen keine Existenzangst. Natürlich haben sie Instinkte. Hast du schon mal einen Hund gesehen der eine Versicherung abschliesst?

    Ich nicht. Aber neurotische, ständig überängstliche Hunde gibt es massenhaft.

    Liebe Grüße, Aravind.

    Wenn man sie dazu macht. Sie können aber auch sanftmütig sein. Um den Charakter eines Hundes zu kennen schaut man sich am besten seinen Halter an. ;)

  • mukti
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    • 29. Juni 2021 um 15:47
    • #324

    Na bevor mir noch jemand weismachen will dass Tiere keine Angst haben und Kinder erleuchtet sind und dass ich das Universum erschaffen habe gehe ich jetzt mal baden. So long_()_

    Mit Metta, mukti.


  • Helmut
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    • 29. Juni 2021 um 16:23
    • #325
    daistnichts:

    Ich halte Vertrauen für zentral für das Erwachen. Man muss nämlich dem Leben vertrauen. Ausserdem muss man seine Bedingtheit bedingungslos akzeptieren. :)

    Mal abgesehen davon, dass sich meine Frage was Urvertrauen ist an Phillip gerichtet war:

    Das Vertrauen ist ein wichtiger heilsamer Geistesfaktor für die spirituelle Entwicklung auf dem Pfad. Die Frage ist nur, ob wir beide unter Vertrauen das gleiche verstehen. Fasst du Vertrauen auch als eine Erkenntnis auf?

    Was bedeutet es, dem Leben vertrauen zu müssen?

    Gruß Helmut

    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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