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Achtsamkeit gegen Chakra? Was ist besser?

  • Seri Fet
  • 16. Dezember 2020 um 19:47
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  • Seri Fet
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    • 16. Dezember 2020 um 19:47
    • #1

    Ich bin auf der Suche nach einem passenden Meditationsobjekt. Angesichts der Pandemie kann ich keine Kurse besuchen. Daher werde ich mir durch YouTube, Yoga Vidya und Google - die Meditation beibringen.

    Ich weiß echt nicht, was für einen Objekt ich nehmen soll. Ich habe heute mal mein Bauch genommen. Gestern hatte ich den Nasenbereich genommen. Jetzt stelle ich die Überlegung zur Chakra Meditation zu wechseln.

    Mit Yoga wäre das bestimmt eine gute Ergänzung. Da Energiemeditation und Yoga eine gute Kombination wären. Ich weiß nicht, ob sich Yoga und Achtsamkeitsmeditation gut kombinieren lässt. Vielleicht hat die hinduistisch Praxis eine eigene innere Logik? Naja, es geht mir nicht um Buddhismus und Hinduismus, sondern den Wunsch nach Gefühlen wie Zufriedenheit und Glück.

    Derzeit spüre ich nichts davon. Ich bin im zwischenmenschlichen und sozialen Situationen sehr angespannt. Seit ich meditiere. Bin sehr distanziert gegenüber meinen Freunden geworden. Das ist sehr schlecht.

    Ich wollte mal der Chakra- und Energiemeditation eine Chance geben. Allerdings muss ich hier schmunzeln. Da der ganze Chakra-Kram gerne mal belächelt wird und als esoterischer Humbug abgestempelt wird. Irgendwie teile ich diese Auffassung. Wenn man es wissenschaftlich betrachtet, kommt mir das ganze ideologisch und esoterisch vor. Ich möchte mit Chakra-Med. anfangen, aber gleichzeitig bin ich sehr skeptisch.

    Ist hinduistische Meditation genauso wirksam wie die buddhistische Med. ?

  • xiaojinlong 16. Dezember 2020 um 19:59

    Hat das Thema freigeschaltet.
  • xiaojinlong
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    • 16. Dezember 2020 um 20:11
    • #2

    Buddhismus und Hinduismus sind unterschiedliche Lehren. Chakren und Achtsamkeit gegenüberzustellen ist so als würdest du jemanden fragen ob du mit dem Fahrrad fahren sollst oder ob stattdessen die Erde flach ist.

    Wenn du sagst, dass du eh nicht am Buddhismus interessiert bist sondern nur an den Gefühlen wie "Zufriedenheit" und "Glück", dann solltest du vielleicht lieber danach suchen. Im Buddhismus wirst du nämlich eher finden, dass es Zufriedenheit und Glück loszulassen gilt. Danach zu streben ist also weder das "Ziel" noch hilfreich.

    _()_

    小金龍

  • Seri Fet
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    • 16. Dezember 2020 um 20:18
    • #3
    xiaojinlong:

    Buddhismus und Hinduismus sind unterschiedliche Lehren. Chakren und Achtsamkeit gegenüberzustellen ist so als würdest du jemanden fragen ob du mit dem Fahrrad fahren sollst oder ob stattdessen die Erde flach ist.

    Wenn du sagst, dass du eh nicht am Buddhismus interessiert bist sondern nur an den Gefühlen wie "Zufriedenheit" und "Glück", dann solltest du vielleicht lieber danach suchen. Im Buddhismus wirst du nämlich eher finden, dass es Zufriedenheit und Glück loszulassen gilt. Danach zu streben ist also weder das "Ziel" noch hilfreich.

    Naja, der Buddhismus und Hinduismus sind sich in den Hauptprinzipien ähnlich. Da geht es ja auch um Stille und Achtsamkeit.

    Achtsamkeitspraxis löst Glücksgefühle aus. Durch Entspannung. Indem man Stille erfährt. Das hat einmal bei mir funktioniert. Seit dem nie mehr wieder. Genau das möchte um jeden Preis wieder erleben. Kann man das auch mit hinduistische Meditation erfahren?

    Warum ist der Unterschied so gigantisch?

    Warum nicht hilfreich?

  • Seri Fet
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    • 16. Dezember 2020 um 20:23
    • #4

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Natürlich nicht in diesen Ausmaß, aber die Versuche bringen mich dazu. Ich muss die Meditation finden. Jede weiterer Wechsel macht mich kaputt.

  • Aravind
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    • 16. Dezember 2020 um 20:26
    • #5
    Seri Fet:

    Achtsamkeitspraxis löst Glücksgefühle aus.

    Seri Fet:

    Das hat einmal bei mir funktioniert. Seit dem nie mehr wieder.

    Dann stimmt der erste Satz vielleicht so nicht? Weder aus hinduistischer noch aus buddhistischer Sicht?

    Wenn es Dein Ziel ist, Achtsamkeitsübungen zu finden, die immer Glücksgefühle auslösen, dann erscheint mir auch der buddhistische Ansatz nicht der richtige für Dich. Ich kenne niemanden, bei dem das so ist.

    Meine Meinung soll Dich nicht abschrecken. Nur vielleicht Deine Suche etwas vereinfachen.

    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • xiaojinlong
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    • 16. Dezember 2020 um 20:32
    • #6
    Seri Fet:

    Naja, der Buddhismus und Hinduismus sind sich in den Hauptprinzipien ähnlich.

    Auf den ersten Blick vielleicht, aber nicht wenn du es dir genauer anschaust. Die Grundannahmen sind and entscheidenen Punkten unterschiedlich. Und diese Punkte sind auch im Bezug auf die Motivation sehr wichtig.

    Seri Fet:

    Achtsamkeitspraxis löst Glücksgefühle aus.

    Am Anfang vielleicht. Achtsamkeit heißt aber auch Achtsamkeit gegenüber den nicht so schönen Dingen im Leben. Auch diese Sachen gehören dazu.

    Seri Fet:

    Genau das möchte um jeden Preis wieder erleben.

    So funktioniert das nicht. Kennst du das Prinzip des Rosa-Elefanten? Denke nicht daran, dass du daran denkst, dass du an nichts denken willst.

    Seri Fet:

    Warum ist der Unterschied so gigantisch?

    Hast du dir mal durchgelesen was ein Chakra ist (sein soll)?

    _()_

    小金龍

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    • 16. Dezember 2020 um 20:34
    • #7
    Seri Fet:

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Dann wäre ein erster Ansatz dich an einen Arzt und/oder Therapeuten zu wenden. Dort kannst du das ansprechen und Strategien entwickeln damit umzugehen.

    _()_

    小金龍

  • Seri Fet
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    • 16. Dezember 2020 um 22:07
    • #8
    xiaojinlong:
    Seri Fet:

    Naja, der Buddhismus und Hinduismus sind sich in den Hauptprinzipien ähnlich.

    Auf den ersten Blick vielleicht, aber nicht wenn du es dir genauer anschaust. Die Grundannahmen sind and entscheidenen Punkten unterschiedlich. Und diese Punkte sind auch im Bezug auf die Motivation sehr wichtig.

    Seri Fet:

    Achtsamkeitspraxis löst Glücksgefühle aus.

    Am Anfang vielleicht. Achtsamkeit heißt aber auch Achtsamkeit gegenüber den nicht so schönen Dingen im Leben. Auch diese Sachen gehören dazu.

    Seri Fet:

    Genau das möchte um jeden Preis wieder erleben.

    So funktioniert das nicht. Kennst du das Prinzip des Rosa-Elefanten? Denke nicht daran, dass du daran denkst, dass du an nichts denken willst.

    Seri Fet:

    Warum ist der Unterschied so gigantisch?

    Hast du dir mal durchgelesen was ein Chakra ist (sein soll)?

    Alles anzeigen

    Was ist dein Meditationsobjekt? Bitte verrate es mir. Ich möchte es unbedingt wissen.

  • xiaojinlong
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    • 16. Dezember 2020 um 22:16
    • #9
    Seri Fet:

    Was ist dein Meditationsobjekt? Bitte verrate es mir. Ich möchte es unbedingt wissen.

    Du springst wild zwischen Themen hin und her. Chakra. Achtsamkeit. Meditationsobjekt.

    Vielleicht gehst du mal einen Schritt zurück und fängst am Anfang an. Es gibt viele gute Bücher und Texte. Ich an deiner Stelle würde mir erst einmal professionelle Hilfe bzgl der gesundheitlichen Probleme holen. Und dann, wenn ich noch immer praktizieren wollte, würde ich mir eine Gruppe suchen.

    _()_

    小金龍

  • mukti
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    • 17. Dezember 2020 um 11:36
    • #10
    Seri Fet:

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Natürlich nicht in diesen Ausmaß, aber die Versuche bringen mich dazu. Ich muss die Meditation finden. Jede weiterer Wechsel macht mich kaputt.

    Meditation bewirkt auch ein Glücksgefühl und das kann bei entsprechendem Voranschreiten alle bisherigen Glücksgefühle ersetzen. Das braucht aber Zeit und viel Übung, Drogen sind dabei ein Hindernis. Die sollte man unbedingt aufgeben, erstmal alle Kontakte beenden zu Leuten die Drogen nehmen und Hilfe annehmen. Es wird ja auch in Coronazeiten möglich sein eine Therapie zu beginnen. Fingernägel schneiden wäre auch eine gute Idee.

    Mit Metta, mukti.


  • void
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    Buddh. Richtung
    Zen
    • 17. Dezember 2020 um 12:00
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    • #11
    Seri Fet:

    Ist hinduistische Meditation genauso wirksam wie die buddhistische Med. ?

    Das was du willst hat doch nichts mit Hindusimus oder Buddhismus zu tun sondern mit der weltlichen Fragestellung der Schmerzlinderung.

    Von daher macht es da doch sinn Mediziner zu fragen. Von Natalie Emilie Kunz hat als Dissertation eine "Randomisiert-kontrollierte Studie zur Wirksamkeit von Meditation bei chronischen unspezifischen Lendenwirbelsäulenschmerzen" druchgeführt.

    Eine Gruppe übte sich 8 Wochen lang in Achtsamkeitsmeditation ( nach Kabatt Zinn) die andere in klassische Rückenschule.

    Natalie Emilie Kunz:

    Klinisch wird die Wirkungsweise von Meditation in Bezug auf Schmerzsyndrome, die häufig ihren psychischen Ausgang in psychischen Risikofaktoren, vorzugsweise der „Katastrophisierung von relativ unbedeutenden Auslösern“ aufweisen genutzt, indem durch

    Meditation ein bewusstes Anhalten der Rumination geübt wird (Hilt und Pollak 2012). Laut Ricard können sich Patienten bewusster werden, welche Geisteszustände zu unangenehmen Empfindungen, zum Beispiel zu Schmerzwahrnehmungen und welche zu Wohlbefinden führen

    sowie rechtzeitig wahrzunehmen, wann eine Gedankenkette mit dem Resultat der Rumination beginnt, um dieser eine bewusste Unterbrechung zu verschaffen (Singer und Ricard 2008). Gemäß McCracken ist für ein Erreichen eines Rückgangs der Schmerzempfindung vornehmlich der persönliche Umgang mit dem Schmerz entscheidend für einen Erfolg. Anstelle des Wiederstandes gegen den Schmerz ist die Steigerung der Schmerzakzeptanz von größter Bedeutung für einen therapeutischen Erfolg (McCracken 2004). Durch Meditation eine neutrale

    Einstellung gegenüber Schmerz zu kultivieren (Kabat Zinn 1985) und die Steigerung des sich daraus ergebenden Potentials einer veränderten emotionalen Schmerzverarbeitung, entsprechen somit den Ergebnissen von McCracken.

    Dazu ergab eine Studie von Jain aus dem Jahr 2007, für beide Interventionen (MBSRMeditationsgruppe und eine nicht näher definierte Entspannungsinterventionsgruppe „somatic relaxation“) signifikante Veränderungswerte in Bezug auf Stressempfinden und positive

    Affektivität gegenüber einer Wartegruppe. Beide Interventionsgruppen konnten eine Reduktion von subjektiv wahrgenommenem Stress erzielen. Die MBSR-Gruppe zeigte Cohen’s-Werte von d=1.36. Die Relaxations-Gruppe erzielte anhand des Cohen d=0.9, ein Gruppenvergleich dieser beiden Interventionen gegeneinander zeigte keine Signifikanz zugunsten einer der Gruppen. In Bezug auf eine Verbesserung der Stimmungslage während der Intervention und gegenüber einer Wartegruppe ohne Intervention waren die Ergebnisse der MBSR-Gruppe (Cohen’s d=0.71) deutlicher gebessert als die der Relaxations-Gruppe (d=0.25). Im Besonderen wird auf den

    positiven Effekt der Meditationstherapie hingewiesen eine signifikante Reduktion der Reduktion der

    ablenkenden und grübelnden Gedankenketten bewirkt haben zu können (p<.04, Cohen d= 0.57

    für Stress durch ablenkende und grübelnde Gedankenketten) (Jain 2007).

    In den Ergebnissen zeigte sich keine Überlegenheit der Meditation gegenüber einer Kontrollgruppe im Wartelistendesign, mit schriftlichen Empfehlungen zu konventioneller Rückenschule (Self-care book). Jedoch fanden sich günstige Veränderungen in der Meditationsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe hinsichtlich des subjektiven Stresslevels (CPSS) sowie des emotionalen Zustandes von Niedergeschlagenheit (POMS).

    Alles anzeigen

    Kurz ausgedrückt: Die Leute die meditierten empfanden den genau gelichen Schmerz wie die die, die das nicht taten. Allerdings waren die die meditierten weniger niedergeschlagen. Wohl weil sie zu einer bessere "emotionalen Schmerzverarbeitung" gefunden hatten. Und eben nicht in Grübelei und Jammern verfielen sondern da zu ihrem Meditatiosobjekt zurückkehrten.

    Und da ist es doch egal, was das für ein Meditationsojekt ist. Ob du vom jammern und Grübel weg in Richtung Atmen oder Zehenspitze oder Chakra gehst, oder?

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  • Noreply
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    • 17. Dezember 2020 um 12:30
    • #12
    Seri Fet:

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Natürlich nicht in diesen Ausmaß, aber die Versuche bringen mich dazu. Ich muss die Meditation finden. Jede weiterer Wechsel macht mich kaputt.

    Wer wird dich kratzen während Du still sitzt? Du brauchst keine Neue Meditation Du solltest den Erkennen der dich kratzen will und mit dem mal ein ernstes Wort reden oder wenn der in der Meditation auftaucht mal fragen warum er dich schädigen will. Was ist sein Motiv. Das geht auch in der Meditation. Mir sind da jedenfalls einige recht aggressive "Ichs" begegnet. War manches Mal froh, dass ich da nur gesessen habe.

  • Sili
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    • 17. Dezember 2020 um 12:41
    • #13

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    Hmm wer sagt das das eine das andere ausschließt? Die chakra Punkte befinden sich in deinem Körper oder knapp daran, wen du deine Chakra Punkte betrachtest Dan tue das achtsam und schon machst du beides.

    Ich hab beides versucht und gemerkt das mit der Chakra Meditation meist Verspannungen usw auffallen. Wen du da Dan bewusst entspannst kann das vorteilhaft sein.

    Und wir immer und überall gilt "versuch macht klug" also Versuch es, wens nicht heilsam ist Dan las es...._()_

  • Seri Fet
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    • 17. Dezember 2020 um 13:25
    • #14
    void:
    Seri Fet:

    Ist hinduistische Meditation genauso wirksam wie die buddhistische Med. ?

    Das was du willst hat doch nichts mit Hindusimus oder Buddhismus zu tun sondern mit der weltlichen Fragestellung der Schmerzlinderung.

    Von daher macht es da doch sinn Mediziner zu fragen. Von Natalie Emilie Kunz hat als Dissertation eine "Randomisiert-kontrollierte Studie zur Wirksamkeit von Meditation bei chronischen unspezifischen Lendenwirbelsäulenschmerzen" druchgeführt.

    Eine Gruppe übte sich 8 Wochen lang in Achtsamkeitsmeditation ( nach Kabatt Zinn) die andere in klassische Rückenschule.

    Natalie Emilie Kunz:

    Klinisch wird die Wirkungsweise von Meditation in Bezug auf Schmerzsyndrome, die häufig ihren psychischen Ausgang in psychischen Risikofaktoren, vorzugsweise der „Katastrophisierung von relativ unbedeutenden Auslösern“ aufweisen genutzt, indem durch

    Meditation ein bewusstes Anhalten der Rumination geübt wird (Hilt und Pollak 2012). Laut Ricard können sich Patienten bewusster werden, welche Geisteszustände zu unangenehmen Empfindungen, zum Beispiel zu Schmerzwahrnehmungen und welche zu Wohlbefinden führen

    sowie rechtzeitig wahrzunehmen, wann eine Gedankenkette mit dem Resultat der Rumination beginnt, um dieser eine bewusste Unterbrechung zu verschaffen (Singer und Ricard 2008). Gemäß McCracken ist für ein Erreichen eines Rückgangs der Schmerzempfindung vornehmlich der persönliche Umgang mit dem Schmerz entscheidend für einen Erfolg. Anstelle des Wiederstandes gegen den Schmerz ist die Steigerung der Schmerzakzeptanz von größter Bedeutung für einen therapeutischen Erfolg (McCracken 2004). Durch Meditation eine neutrale

    Einstellung gegenüber Schmerz zu kultivieren (Kabat Zinn 1985) und die Steigerung des sich daraus ergebenden Potentials einer veränderten emotionalen Schmerzverarbeitung, entsprechen somit den Ergebnissen von McCracken.

    Dazu ergab eine Studie von Jain aus dem Jahr 2007, für beide Interventionen (MBSRMeditationsgruppe und eine nicht näher definierte Entspannungsinterventionsgruppe „somatic relaxation“) signifikante Veränderungswerte in Bezug auf Stressempfinden und positive

    Affektivität gegenüber einer Wartegruppe. Beide Interventionsgruppen konnten eine Reduktion von subjektiv wahrgenommenem Stress erzielen. Die MBSR-Gruppe zeigte Cohen’s-Werte von d=1.36. Die Relaxations-Gruppe erzielte anhand des Cohen d=0.9, ein Gruppenvergleich dieser beiden Interventionen gegeneinander zeigte keine Signifikanz zugunsten einer der Gruppen. In Bezug auf eine Verbesserung der Stimmungslage während der Intervention und gegenüber einer Wartegruppe ohne Intervention waren die Ergebnisse der MBSR-Gruppe (Cohen’s d=0.71) deutlicher gebessert als die der Relaxations-Gruppe (d=0.25). Im Besonderen wird auf den

    positiven Effekt der Meditationstherapie hingewiesen eine signifikante Reduktion der Reduktion der

    ablenkenden und grübelnden Gedankenketten bewirkt haben zu können (p<.04, Cohen d= 0.57

    für Stress durch ablenkende und grübelnde Gedankenketten) (Jain 2007).

    In den Ergebnissen zeigte sich keine Überlegenheit der Meditation gegenüber einer Kontrollgruppe im Wartelistendesign, mit schriftlichen Empfehlungen zu konventioneller Rückenschule (Self-care book). Jedoch fanden sich günstige Veränderungen in der Meditationsgruppe gegenüber der Kontrollgruppe hinsichtlich des subjektiven Stresslevels (CPSS) sowie des emotionalen Zustandes von Niedergeschlagenheit (POMS).

    Alles anzeigen

    Kurz ausgedrückt: Die Leute die meditierten empfanden den genau gelichen Schmerz wie die die, die das nicht taten. Allerdings waren die die meditierten weniger niedergeschlagen. Wohl weil sie zu einer bessere "emotionalen Schmerzverarbeitung" gefunden hatten. Und eben nicht in Grübelei und Jammern verfielen sondern da zu ihrem Meditatiosobjekt zurückkehrten.

    Und da ist es doch egal, was das für ein Meditationsojekt ist. Ob du vom jammern und Grübel weg in Richtung Atmen oder Zehenspitze oder Chakra gehst, oder?

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    Ist es im Prinzip egal, welches Objekt ich nehme? Ob Bauch oder Chakra? Ich meine, die Chakra Meditation mit der man der Wirbelsäule entlang spürt.

    Kabatt Zinn kenne ich. Er benutzt als Meditationsobjekt das Heben und Senken der Bauchdecke.

    The Kriya Yoga Path of Meditation

  • Seri Fet
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    • 17. Dezember 2020 um 13:28
    • #15
    Ellviral:
    Seri Fet:

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Natürlich nicht in diesen Ausmaß, aber die Versuche bringen mich dazu. Ich muss die Meditation finden. Jede weiterer Wechsel macht mich kaputt.

    Wer wird dich kratzen während Du still sitzt? Du brauchst keine Neue Meditation Du solltest den Erkennen der dich kratzen will und mit dem mal ein ernstes Wort reden oder wenn der in der Meditation auftaucht mal fragen warum er dich schädigen will. Was ist sein Motiv. Das geht auch in der Meditation. Mir sind da jedenfalls einige recht aggressive "Ichs" begegnet. War manches Mal froh, dass ich da nur gesessen habe.

    Zur Zeit wechsele ich meine Meditation wie Unterhosen. Das meine ich mit „Zerkratzen“.

    Ich weiß nicht, ob ich beim Bauch oder die Chakra Meditation machen soll. Ich bin allerdings skeptisch. Wegen der Esoterik.

  • Noreply
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    • 17. Dezember 2020 um 13:46
    • #16
    Seri Fet:
    Ellviral:
    Seri Fet:

    Ich erkläre mal meine geistige Situation: Ich habe eine Drogensucht entwickelt. Derzeit habe ich große Fingernägel. Ich zerkratze mit meinen Krallen meine Haut. Es blutet und dabei entstehen Verletzungen.

    Natürlich nicht in diesen Ausmaß, aber die Versuche bringen mich dazu. Ich muss die Meditation finden. Jede weiterer Wechsel macht mich kaputt.

    Wer wird dich kratzen während Du still sitzt? Du brauchst keine Neue Meditation Du solltest den Erkennen der dich kratzen will und mit dem mal ein ernstes Wort reden oder wenn der in der Meditation auftaucht mal fragen warum er dich schädigen will. Was ist sein Motiv. Das geht auch in der Meditation. Mir sind da jedenfalls einige recht aggressive "Ichs" begegnet. War manches Mal froh, dass ich da nur gesessen habe.

    Zur Zeit wechsele ich meine Meditation wie Unterhosen. Das meine ich mit „Zerkratzen“.

    Ich weiß nicht, ob ich beim Bauch oder die Chakra Meditation machen soll. Ich bin allerdings skeptisch. Wegen der Esoterik.

    Das Problem kenn ich auch. Da hat mir Zen geholfen: Shikantaza, einfach sitzen, nur sitzen, nichts anderes wollen als sitzen. Es sind keine Gedanken nötig an gut oder schlecht oder besser oder ungut. Einfach so sitzen wie mein Körper das jetzt beim Sitzen am besten kann. Was geht mich die Atmung an? Die interessiert mit viele Stunden am Tag nicht, warum sollte ich mich dafür interessieren, wenn ich nur sitzen möchte.

    Als ich nur sitzen konnte, hab ich mich wieder für die Spielchen interessiert aber die waren dann nur noch dafür da Gedanken zu lenken, erzeugen, Analyse. Aber auch heute noch setz ich mich einfach hin, um Shikantaza zu erleben. Erleben wie mein Körper sitzt und nichts weiter macht als sitzen.

    Mich bringen heute jede Form von "Meditation" aus dem Sitzen, darum vermeide ich sie und bin mit allen Sinnen nur beim Sitzen. Für sitzen brauch ich nichts Geistiges, Vergeistigtes.

  • Seri Fet
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    • 17. Dezember 2020 um 19:14
    • #17

    Ich bleib lieber beim Atem. Aber das Problem mit dem Meditationsobjekt ist mein Körpergewicht. Ich hab ein Bäuchlein. Ob das die Meditation beeinflusst? Ich nehme die Bauchdecke als Objekt.

    Ich hab mich entschieden. Ich sollte dem Objekt noch eine Chance geben. Gleich beim ersten Mail Resultate zu erwarten...

  • void
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    Zen
    • 18. Dezember 2020 um 08:08
    • Offizieller Beitrag
    • #18
    Seri Fet:

    Ist es im Prinzip egal, welches Objekt ich nehme? Ob Bauch oder Chakra? Ich meine, die Chakra Meditation mit der man der Wirbelsäule entlang spürt.

    Kabatt Zinn kenne ich. Er benutzt als Meditationsobjekt das Heben und Senken der Bauchdecke.

    The Kriya Yoga Path of Meditation

    Ich sehe es so, dass die Wirkung aus der Rückkehr zum Meditationsibjekt kommt, und dieses von daher austauschbar ist.

    Es ist wichtiger, das gut zu üben statt da zwischen verschiedenen Objekten zu wechseln. Bei kontinuierlichen Schmerzen kann man sogar die Schmerzen selber als Meditationsobjekt nehmen. Das hat was, weil sie dadurch nicht etwas sind, was stört.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • mukti
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    • 18. Dezember 2020 um 11:10
    • #19
    Seri Fet:

    Zur Zeit wechsele ich meine Meditation wie Unterhosen. Das meine ich mit „Zerkratzen“.

    Dann meinst du das mit der Drogensucht wahrscheinlich auch metaphorisch.

    Mit Metta, mukti.


  • Sili
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    • 18. Dezember 2020 um 17:59
    • #20
    void:
    Seri Fet:

    Ist es im Prinzip egal, welches Objekt ich nehme? Ob Bauch oder Chakra? Ich meine, die Chakra Meditation mit der man der Wirbelsäule entlang spürt.

    Kabatt Zinn kenne ich. Er benutzt als Meditationsobjekt das Heben und Senken der Bauchdecke.

    The Kriya Yoga Path of Meditation

    Ich sehe es so, dass die Wirkung aus der Rückkehr zum Meditationsibjekt kommt, und dieses von daher austauschbar ist.

    Es ist wichtiger, das gut zu üben statt da zwischen verschiedenen Objekten zu wechseln. Bei kontinuierlichen Schmerzen kann man sogar die Schmerzen selber als Meditationsobjekt nehmen. Das hat was, weil sie dadurch nicht etwas sind, was stört.

    _()_

    Warnung

    Schmerz als meditations Objekt kann nach hinten los gehen. Der Schmerz kann Dan unerträglich werden oder der Körper kann sich so an den Schmerz gewöhnen das er psychosomatisch wird. Bei Schmerzen würde ich den Schmerz wahrnehmen und ihn willkommen heißen, Dan aber zum meditations Objekt zurück kehren._()_

  • KarmaHausmeister 3. Juni 2022 um 14:06

    Hat das Thema aus dem Forum Meditation nach Buddhistische Praxis verschoben.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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