1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Allgemeines zum Buddhismus

Was man sollte über den spirituellen Materialismus verstehen( Fragen).

  • Igor07
  • 15. September 2021 um 21:05
  • Zum letzten Beitrag
  • Leonie
    Reaktionen
    3.319
    Punkte
    15.659
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 16. September 2021 um 19:15
    • #26

    Der Begriff der Täuschung bezieht sich auf Erfahrung.

    Also letztlich auf die skandha, die Gruppen des Anhaftens bzw. Ergreifens.

    Und dazu gehört natürlich auch die Gruppe der sankhara, also der Willenstätigkeiten.


    [lz]

    »Was da, o Bruder, an Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein besteht, diese Dinge sind verbunden, nicht unverbunden, und nicht kann man diese Dinge einzeln voneinander trennen und ihre Verschiedenheit zeigen. Denn was man, o Bruder, fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, dessen ist man sich bewußt.« (M.43).

    »Unmöglich ist es, Abscheiden, Insdaseintreten, Wachstum und Entwicklung des Bewußtseins anzugeben, unabhängig von Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung und Geistesformationen« (S.22.53).

    Über dieses Untrennbarverbundensein und Gegenseitigbedingtsein der vier geistigen Gruppen s. Weiteres unter paccaya (6, 7).

    Über die Unpersönlichkeit und Leerheit dieses dem unwissenden Weltling ein Ich vortäuschenden rastlos vorwärtsströmenden Fünf-khandha-Prozesses heißt es: »Was immer es an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, eigen oder fremd, grob oder fein, edel oder gemein, fern oder nahe, da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Einsicht also erkennen: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst' « (S.22.49).[/lz]

    :zen:

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 16. September 2021 um 19:33
    • Offizieller Beitrag
    • #27

    Leonie

    Der Prozess täuscht ein Ich vor. Wo aber steht, dass alle Erfahrung Täuschung ist? Hier steht lediglich:


    [lz]

    Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.[/lz]

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 16. September 2021 um 20:31
    • #28
    Leonie:

    Der Begriff der Täuschung bezieht sich auf Erfahrung.

    Also letztlich auf die skandha, die Gruppen des Anhaftens bzw. Ergreifens.

    Und dazu gehört natürlich auch die Gruppe der sankhara, also der Willenstätigkeiten.

    [lz]

    »Was da, o Bruder, an Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein besteht, diese Dinge sind verbunden, nicht unverbunden, und nicht kann man diese Dinge einzeln voneinander trennen und ihre Verschiedenheit zeigen. Denn was man, o Bruder, fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, dessen ist man sich bewußt.« (M.43).

    »Unmöglich ist es, Abscheiden, Insdaseintreten, Wachstum und Entwicklung des Bewußtseins anzugeben, unabhängig von Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung und Geistesformationen« (S.22.53).

    Über dieses Untrennbarverbundensein und Gegenseitigbedingtsein der vier geistigen Gruppen s. Weiteres unter paccaya (6, 7).

    Über die Unpersönlichkeit und Leerheit dieses dem unwissenden Weltling ein Ich vortäuschenden rastlos vorwärtsströmenden Fünf-khandha-Prozesses heißt es: »Was immer es an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, eigen oder fremd, grob oder fein, edel oder gemein, fern oder nahe, da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Einsicht also erkennen: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst' « (S.22.49).

    [/lz]
    Alles anzeigen

    Tja, meine Katze mjaut von Vergnügen, wenn die es alles liest....

    Aber es gibt dann in dieser Welt nichts festes, keinen (inneren) Halt, keine Stütze, nur die leere Begriffe, die sich selbst wie verneien.

    Man kann von Diesem Punkt aus zu sagen: "Alles ist wie der Traum, der sich selbst träumt".

    Interesant, dass, wenn ich es lese, wie kann man in solchen "Welt " wurklich "sich" zurecht-finden". Man kann nichts finden, es erscheint mir als das Lächeln der Katze, die nichts überhaupt existiert.

    Wow, grandios, ! wenn ich nur darüber nachdenke.

    Thorsten Hallscheidt

    Mein Lieber, du stellst doch Fragen, auf welche Leonie genug eingegangen hatte, wenn ich nur, was sie schreibt , nur aufmerksam verfolge. Mehr nichts.

    Da gibt es keinen "Prozess".

    Das ist wieder nur der mentaler Aufkleber. Davon spricht genug Dalai-Lama. Alles sei total von-mit-für-gegen----und so weiter---miteinader verbunden und verwoben. Es ist wie das Hologramm, oder wie der Film , der als ob ("") abläuft, aber es gibt es dort keine Person auf dem Bildschirm, wie auch der Film ist nur die Fiktion. Auch es gibt keinen Zuschauer, apropo.

    "Prozess" würde dann bedeuten , dass du wie das Schlupfloch ( unbemerkt oder unbewusst) suchst, um sehr subtile Form (!) von dem spirituellen Materialismus hineinzuschleppen. Da gibt es keinen......("Prozess").

    Wenn absolut alles miteinader und auch bedingt entsteht und vergeht, dann es gibt dort keinen Platz für den so wie den "Prozess".

    Auch es gibt dort keine Buddhas, und wenn du sie triffst, dann du ("solltest") sie töten.

    Tja, gibt es dort die Katzen, die nichts "zer-schneiden" solllten?

    In dieser Welt der Schatten man kann als der Klang wahrnehmen, das stiile Plätschern als der Wind in den Ästen, und die entsetliche Fratze des Todes wie das Lachen des Gottes, der als das kleine Kind auf dem Ufer des Meeres sitzt, und er erschafft die Welte, wie die Sandschlössser , um sie sofort zu zerstören.

    Buddha war echt erzwugen, egal welches geschicktes Mittel zu benutzen, ansonsten es wäre sehr schlimmer Nihilismus, wo alles WÄRE(!) erlaubt.

    Und er konnte es doch niemals zulassen.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 16. September 2021 um 20:36
    • #29

    Hm, und die "Erfahrung" per eigener Natur man kann doch nichts wie "abbilden", widerspiegeln, da es gibt dort keinen Spiegel.

    "Advaita", aber in der anderen "Verkleidung".

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 16. September 2021 um 21:34
    • Offizieller Beitrag
    • #30

    Igor07

    Schau, Leonie hat selbst eine Stelle zitiert, in der von diesem Prozess die Rede ist:


    [lz]

    Über die Unpersönlichkeit und Leerheit dieses dem unwissenden Weltling ein Ich vortäuschenden rastlos vorwärtsströmenden Fünf-khandha-Prozesses heißt es: »Was immer es an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, eigen oder fremd, grob oder fein, edel oder gemein, fern oder nahe, da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Einsicht also erkennen: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst' «[/lz]

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 16. September 2021 um 22:18
    • #31

    Thorsten Hallscheidt .

    Danke dir sehr, es erinnerte mir fast sofort den Gedanken von W.James, der den ganzen Kontinuum des Bewusstseins als so wie innerlch leer empfand, ( oder betrachtete), wo kein "Ich" und "Mich" es gibt.

    Der Arme Psychologe recht war sehr depressiv, schade, dass (es) auf deutsch nichts zu viel von ihm zu finden ist.

    Auf russisch war sehr gute Auflage von dem Prinzipen von(der?) Psychologie. Tiypisch buddhistische Sichtweise.

    Bemerkenswert, lieber Thorsten, wenn man es so berücksichtigt, wie viele Leute in der Weltgeschichte es so erlebt haben....

    Adäquat es zu beschreiben es sei echt die echte Kunst. Deswegen, mir persönlich, Haiku meistens sagen mehr als die tausend Bücher.

    LG.

    Igor.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 16. September 2021 um 22:25
    • #32

    lol.... Klar, man sollte doch über den "Prozess" schreiben, ansonsten wie man es vermitteln kann?

    Gibt es nur die bestimmte Mentale Muster, dann wir sagen:"Der Prozess".

    Aber es alles passiert genau "Jetzt" und man erlebt es auch alles im "Jetzt".

    Über diese ganze mentale Akrobatik sehr gut redet Dalai-Lama, besonders wenn die Zuhöhrer ihm die Fragen stellen.

    Das war nur der Nachtrag.

    Danke, Thorsten.:)

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Leonie
    Reaktionen
    3.319
    Punkte
    15.659
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 16. September 2021 um 23:16
    • #33
    Thorsten Hallscheidt:

    Leonie

    Der Prozess täuscht ein Ich vor. Wo aber steht, dass alle Erfahrung Täuschung ist? Hier steht lediglich:

    [lz]

    Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.

    [/lz]

    Ich weiss jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass der Prozess ein Ich vortäuscht? Das Ich gibt es ja nur als Vorstellung, also als eine Ansicht durch die eine Identifikation entsteht mit den skhandhas - z.B. mein Körper, meine Wahrnehmung, mein Gefühl, mein Bewusstsein, meine Erfahrung - und diese Identifikation ist eben die Täuschung - denn es gibt zwar Körper, Erfahrung, Wahrnehmung, aber nicht für sich sondern als bedingt entstandene Phänomene, mit denen jede Identifikation zum Scheitern führt und daher eine Täuschung ist - bzw. zu einer Enttäuschung führen muss.

    :zen:

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 17. September 2021 um 01:23
    • #34
    Leonie:
    Thorsten Hallscheidt:

    Leonie

    Der Prozess täuscht ein Ich vor. Wo aber steht, dass alle Erfahrung Täuschung ist? Hier steht lediglich:

    [lz]

    Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst.

    [/lz]

    Ich weiss jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass der Prozess ein Ich vortäuscht? Das Ich gibt es ja nur als Vorstellung, also als eine Ansicht durch die eine Identifikation entsteht mit den skhandhas - z.B. mein Körper, meine Wahrnehmung, mein Gefühl, mein Bewusstsein, meine Erfahrung - und diese Identifikation ist eben die Täuschung - denn es gibt zwar Körper, Erfahrung, Wahrnehmung, aber nicht für sich sondern als bedingt entstandene Phänomene, mit denen jede Identifikation zum Scheitern führt und daher eine Täuschung ist - bzw. zu einer Enttäuschung führen muss.

    Sehr elegant formuliert, ....es gibt alle mögliche Skandhas, aber in der Summe es gibt doch Niemanden .

    Ich wollte hier hinzugügen, die Täuschnug ist wie unausweichlich, denn es so ist ( sei?) sehr schwer, es rein menschlich auzuhalten, denn du spürst den Schmerz, du spürst die Kälte oder die Hitze, du empfindest die Wut, oder die Ansgt, du kannst auch sehr schlimme Depression haben, ( mit dem "du"...ich meine so wie die Verallgemeinerung...), aber mit dem "Ich" es hat absolut nichts zu tun, denn das "Ich" einfach nichts anwesend ist. Der totale Verlust der Identifikation könnte für die bestimmmte Leute sehr schmerzhaft und quälend verlaufen, wenn die Leute wären nichts imstade es alles richtig zu unterpretieren. Dann die Ent-Täuschnung( auch toll, stimmt!) ist wie schon vor-programmiert. Wenn es mit so normalen Menschen passiert, die keinen Schimmer von Buddhismus haben, und von Naragjuna mit senem Herz-Sutra( aber es alles sogar für die absolut "normale" Mesnchen ohne Wagen mit Wodka .lol... kaum zu verstehen), dann die interpretiern es alles entweder als die Psychose, oder das Treffen mit den Alien, oder im Kontext von Christentum wie die Besessenheit, und so weiter...

    Diese "Suchende" meistens brauchen wirklich die Hilfe, ansonsten die landen in die Klapsmühle, oder sie könnten den Selbstmord begehen.

    Kein Spass.

    Wenn die ganze Identifikation zum Scheitern verurtieilt ( "führt"), dann der Normale Otto-Verbraucher dreht einfach durch.

    Drogen, "Wodka",...ha..ha... und die absolute soziale Isolation, denn niemand die "Armen" versteht, und sie auch verstehen sich nicht...

    Mein Mitleid,( Mit-Gefühl), wenigstens ich habe meine "zerschnittene" Katze...(:

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 17. September 2021 um 06:40
    • Offizieller Beitrag
    • #35
    Leonie:

    Ich weiss jetzt nicht, wie du darauf kommst, dass der Prozess ein Ich vortäuscht?

    Weil es in Deinem Zitat genau so steht:

    Zitat

    Über die Unpersönlichkeit und Leerheit dieses dem unwissenden Weltling ein Ich vortäuschenden rastlos vorwärtsströmenden Fünf-khandha-Prozesses heißt es: »Was immer es an Körperlichkeit gibt, an Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein, ob vergangen, gegenwärtig oder zukünftig, eigen oder fremd, grob oder fein, edel oder gemein, fern oder nahe, da sollte man der Wirklichkeit gemäß in rechter Einsicht also erkennen: 'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst' «

    Du schreibst es selbst: Nicht die Phänomene sind eine Täuschung. Das getäuschte an der Welterfahrung ist die Identifikation:

    Leonie:

    z.B. mein Körper, meine Wahrnehmung, mein Gefühl, mein Bewusstsein, meine Erfahrung - und diese Identifikation ist eben die Täuschung - denn es gibt zwar Körper, Erfahrung, Wahrnehmung, aber nicht für sich sondern als bedingt entstandene Phänomene, mit denen jede Identifikation zum Scheitern führt und daher eine Täuschung ist - bzw. zu einer Enttäuschung führen muss.

    Diese bedingt entstandenen Phänomene sind wie sie eben gerade jetzt sind – Ergebnisse eines bedingt ablaufenden Prozesses. Es ist aber ein Irrtum, anzunehmen, es gäbe hinter den Erscheinungen eine höhrere Realität, in der die Dinge in ihrer wahren Gestalt erscheinen, so wie in der platonischen Ideenlehre, oder in dem von Kant postulierten Ding an sich.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    Einmal editiert, zuletzt von Thorsten Hallscheidt (17. September 2021 um 07:11)

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Leonie
    Reaktionen
    3.319
    Punkte
    15.659
    Beiträge
    2.456
    Mitglied seit
    12. Juli 2017
    • 17. September 2021 um 13:51
    • #36
    Thorsten Hallscheidt:

    Diese bedingt entstandenen Phänomene sind wie sie eben gerade jetzt sind – Ergebnisse eines bedingt ablaufenden Prozesses. Es ist aber ein Irrtum, anzunehmen, es gäbe hinter den Erscheinungen eine höhrere Realität, in der die Dinge in ihrer wahren Gestalt erscheinen, so wie in der platonischen Ideenlehre, oder in dem von Kant postulierten Ding an sich.

    Wie die Dinge wirklich sind, können wir nicht sagen. Ich vermute mal, dass wir selbst die Schöpfer unserer Welt sind. Das sind aber alles diese Spekulationen, die nicht zum Ende führen. Geschichten, die wir erzählen.

    Da alle Phänomene zusammen gesetzt sind, haben wir für die Wirklichkeit keinen Namen und außerdem können wir nicht sagen, es existiert oder es existiert nicht oder es ist so und nicht anders.

    Jeder lebt in seiner Welt und wenn er sich damit identifiziert macht es diese Welt sich zu eigen. Er eignet sich das an.

    Das geschieht automatisch und unbewusst - und erst durch dukkha können wir an unserer Wahrnehmung vielleicht mal zweifeln. Es sind aber eben immer nur Ansichten und die wahre Ansicht ist als erste edle Wahrheit die Einsicht, dass die Phänomene leer sind. Ein Traum, eine Fata Morgana, also streng genommen ist da nichts, worauf wir uns stützen können.

    Dass das weitere Probleme macht zeigen die vielen Lehrreden darüber.

    ditthi

    :zen:

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 17. September 2021 um 22:36
    • #37

    Als das Forum offine war, ich habe genug in Netz recherschiert. Eimiges zum Thema ich habe doch gefunden.


    [lz][/lz]

    Das Herz-Sutra ver-rückt unsere Wirklichkeit. In diesem Verrücken unserer Perspektive steckt die Weisheit. Die Botschaft des Herz-Sutra lautet: Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht. Das schließt auch uns selbst ein. Die radikale Botschaft des Herz-Sutra ist die Abschaffung all dessen, was uns lieb und teuer ist. Für viele Menschen ist das nicht nur eine radikale, sondern auch eine schockierende Botschaft. Es zieht einem den Boden unter den Füßen weg. Wie Trungpa Rinpoche sagte, gibt es nun eine gute und eine schlechte Nachricht: Die schlechte lautet, dass wir in der Situation eines Menschen sind, der aus einem Flugzeug abspringt und merkt, dass er keinen Fallschirm hat. Die gute ist, es gibt keinen Boden, auf dem wir aufschlagen könnten. Wenn wir immer weiter fallen, können wir irgendwann unsere Einstellung dazu verändern, denn dann müssen wir uns auch keine Sorgen machen, dass wir irgendwann irgendwo aufschlagen. Wir können den Flug ohne Angst genießen. Fallen wird so zum Fliegen: Fallen will ja niemand, aber fliegen wollen wir alle. Allein dadurch erweitert sich schon das Bewusstsein. Wenn ich denke, ich falle, ist mein Geist so klein wie eine Stecknadel. Aber wenn ich denke, ich fliege, will ich die Aussicht und Weite genießen und sehe mich um. Das ist die zentrale Botschaft des Herz-Sutra. Wenn etwas nicht so ist, wie es unseres Erachtens sein sollte, müssen wir nicht in Panik geraten, sondern können es als Flug betrachten, bei dem die Dinge nicht feststehen und die Perspektive weit wird.[lz][/lz]


    [lz

    Leben in seiner intensivsten Dimension ist erlebbar, aber nicht begreifbar, nicht fassbar. Alle hier im Raum nicken jetzt etwas versonnen. Ihr Blick sagt: „Ja, ich weiß, wovon Sie reden.“ Leben hat eine Dimension, da versagen Worte. Da ist etwas eindeutig erlebbar, es ist nicht „nichts“, aber man kann den Finger nicht darauf legen. Im Zen heißt es: „Worte sind Finger, die auf den Mond zeigen.“ Wenn jemand auf den Mond zeigt, dann schauen wir auf den Mond und nichts auf den Finger. Wenn wir den Fingerzeig aber nicht verstehen, nicht begreifen, dass es um den Mond geht, dann beschäftigen wir uns eben mit dem Finger. Wir beschreiben und messen die Finger.][/lz]


    [lz

    Manchmal klingt Nagarjuna ein bisschen verrückt. Form ist Form, Leere ist Leere. Entweder die Tasse ist da, oder sie ist nicht da. Das Mahayana behauptet, es gibt diese dreidimensionale Erfahrung der Form, aber gleichzeitig „ist“ die Tasse auch Leerheit. Das bemerken wir allerdings erst dann, wenn wir darüber nachdenken, was eigentlich Tasse ist. Man kann es letztlich nicht beschreiben, weil man immer nur von einem bekannten Ding auf etwas anderes Bekanntes und dann auf das nächste Bekannte verweisen kann. Eine Tasse ist Ton plus Glasur plus eine bestimmte Form. Wenn man dann immer weiter geht – das nennt man im Buddhismus letztendliche Analyse – fragt man sich: „Ja, und was ist Glasur und was ist Ton?“ Irgendwann landet man bei Atomen und Elektronen und fragt sich: „Ja und was sind Atome und Elektronen? Irgendwann sagen selbst unsere Wissenschaftler dann: „Tja, da wird man religiös.“ Das hat die ältere Generation von Wissenschaftlern auch gesagt: „Da fällt mir nichts mehr ein, außer Gott oder Transzendenz.“

    Das Mahayana behauptet, dass man keine dieser beiden Erfahrungen auf die andere reduzieren kann. Man kann nicht sagen: „Form ist letztendlich Leere. Die Form gibt es eigentlich gar nicht. Das ist alles nur Schein. Form gibt es gar nicht!“ Man kann auch nicht sagen: „Aber die Tasse ist eine Tasse. Sie war immer eine Tasse und wird immer eine Tasse sein!“ Das geht auch nicht. Irgendwie ist Form Leere und Leere Form. Keins von beiden existiert allein für sich, als nur Form oder nur Leere. Keins von beiden kann man auf das andere reduzieren. Schauen wir uns die Form einmal genauer an: „Was ist die Welt, die Welt der Formen?“ Das Mahayana sagt: „Das sind Sinneseindrücke – Hören, Riechen, Schmecken, Spüren und Sehen plus Konzepte.“ Unsere Benennungen und Vorstellungen sind Konzepte, sind Übereinkünfte, Konventionen, Zuschreibungen, und alles, was es gibt, entsteht bedingt. Es gibt Ursachen und Bedingungen, Bestandteile und Konzepte. Alles entsteht bedingt: Buddhas, frisch gebügelte Hemden, Essen, Bücher, Tassen, Tee, Dharmavorträge und Mikrophone, einfach alles. Was wir sind und was die Welt ist, sind Sinneseindrücke plus Konzepte.

    Wie „existiert“ eine Tasse?

    ][/lz]

    Einiges war auch dazu, aber ich bin echt verzettelt.

    Die Quellen:

    Entspannung Meditation Buddhismus - Sylvia Wetzel - Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Die Weisheit des Herzsutra

    Das Herz-Sutra

    Das war sehr viele Links, dass ich in Moment nicht zurechkomme, leider.


    Also, einige Artikel und bestimmte Autoren sagen, so wie das es wirklich zu erfahren, was die "Wirklchkeit" beschaffen ist, einfach logisch nichts zu entschlüsseln.

    Dass die Welt nichts so ist, wie uns und allen erscheint, davon kann man schon das Lied singen.

    Für mich bleibt die Frage doch, mit der Natur unseren "Vorstellungen."

    Hier es gibt( gäbe!) sehr großes Risiko in den totalen Nihilsmus zu verfallen.

    Wenn man absolut alles als die Täuschung wahrnimmt, und es alles durchschut, durchblickt, das klingt wie die "verrückte Weisheit" nach CH. Trungpa.

    So betrachtet, meine Katze lebt auf der "absoluten" Ebene, obwohl sie auf der "relativen" Ebene "zerschnittten" ist.

    Die ganze Equilibristik mit dem Mentalen Pattern, die verzzert durch unsere Wahrnenhmung erscheinen, das verwirrr mich und meine arme Katze total.

    Am Ende bleibt nur die Fenster putzen, lol...


    Leonie:
    Thorsten Hallscheidt:

    Diese bedingt entstandenen Phänomene sind wie sie eben gerade jetzt sind – Ergebnisse eines bedingt ablaufenden Prozesses. Es ist aber ein Irrtum, anzunehmen, es gäbe hinter den Erscheinungen eine höhrere Realität, in der die Dinge in ihrer wahren Gestalt erscheinen, so wie in der platonischen Ideenlehre, oder in dem von Kant postulierten Ding an sich.

    Wie die Dinge wirklich sind, können wir nicht sagen.

    Leonie:

    Mir scheint es so, dass so wie meine arme Katze versucht wieder und wieder den eigenen Schwanz zu erhaschen, sie denkt, der gehört ihr doch nicht, dann, aber wenn sie es alles lässt, wie es ist, dann sie würde die wirkliche Chance kriegen, einfach die Welt zu erfahren abbsolut direkt und ohne "Marker".

    Alles ist ( wäre) dann nur das Bewusstsein .... wenn man sehr tief meditiert, dann die Täuschungen mann kan sehr stark mildern, aber die grundledhede Frage über so , kann ich den unseren Sinnen doch absolut vertrauen, oder nicht?

    Aber "Fata-Morgana" ist doch abslut real, fassabar, aber zugleich unbegreiflich.

    Man kann genug über es alles nachlesen im Archiv von der Zeitschrift "Tibet und Buddhismus".


    [lz]

    Die ‚Weisheit’, von der im Prajñāpāramitā-

    Sūtra und damit in seinem

    Kondensat, dem Herz-Sūtra, die Rede

    ist, ist die Weisheit, die vor allem Wissen

    besteht: sie ist mystisch, nicht rational,

    weder in Worte noch Begriffe zu fassen.

    Daher lauten die Anweisungen für den

    Meditations-Schüler bei Meister Dōgen

    in seinem praktischen Fukanzazengi, den

    universellen Anweisungen für die Praxis von

    Zazen: „Denkt nicht an Gut und Böse

    oder an falsch und richtig. Hört auf, über

    die Dinge nachzudenken, und lasst alle

    Begriffe und Vorstellungen los.“ Dass das

    kein einsames, um-sich-selbst-kreisendes

    Unterfangen ist, wird durch Anfang

    und Ende des Herz-Sūtras deutlich

    [/lz]

    Die Vorstellungen wenigstens sind real, aber die täuschen uns.... Gehe ich besser meine "zerschnittene" Katze zu füttern.(:

    Alles anzeigen

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 18. September 2021 um 07:35
    • Offizieller Beitrag
    • #38
    Leonie:

    Da alle Phänomene zusammen gesetzt sind, haben wir für die Wirklichkeit keinen Namen und außerdem können wir nicht sagen, es existiert oder es existiert nicht oder es ist so und nicht anders.

    Wie sollten "die Phänomene", also die Welt und ihre Wesen, nicht existieren? Es ist doch unsinnig, die Existenz von etwas, das jeden Augenblick anwesend ist, zu bezweifeln. Und natürlich haben wir für die Wirklichkeit Namen, relative Bezeichnungen, die Phänomene benennen, so dass wir kommunizieren können. Die "Phänomene" sind genau so wie sie für uns erscheinen, und sind auf Grund des abhängigen Entstehens für jeden etwas anders. Es gibt keine feste, allgemein gültige Form, zu der man dann eine vorgebliche Täuschung in Relation setzen könnte.

    Die Täuschung beginnt da, wo wir beginnen mehr (oder weniger) in die Wirklichkeit hinein zu interpretieren, als tatsächlich da ist. Zum Beispiel eine "echte" Wirklichkeit hinter der "Täuschung".

    Aber es ist müßig über soetwas zu diskutieren, zumindest solange diese Spekulationen nicht dazu führen, dass ich mich versuche, vor der Wirklichkeit zu schützen oder mich in behäbiger Lethargie einzurichten (die ich dann für Weisheit und Gleichmut halte), indem ich ihre Wirklichkeit (denn Existenz ist für uns immer Wirk-lichkeit) in Zweifel ziehe.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 09:08
    • #39
    Thorsten Hallscheidt:
    Leonie:

    Da alle Phänomene zusammen gesetzt sind, haben wir für die Wirklichkeit keinen Namen und außerdem können wir nicht sagen, es existiert oder es existiert nicht oder es ist so und nicht anders.

    Wie sollten "die Phänomene", also die Welt und ihre Wesen, nicht existieren? Es ist doch unsinnig, die Existenz von etwas, das jeden Augenblick anwesend ist, zu bezweifeln. Und natürlich haben wir für die Wirklichkeit Namen, relative Bezeichnungen, die Phänomene benennen, so dass wir kommunizieren können. Die "Phänomene" sind genau so wie sie für uns erscheinen, und sind auf Grund des abhängigen Entstehens für jeden etwas anders. Es gibt keine feste, allgemein gültige Form, zu der man dann eine vorgebliche Täuschung in Relation setzen könnte.

    Die Täuschung beginnt da, wo wir beginnen mehr (oder weniger) in die Wirklichkeit hinein zu interpretieren, als tatsächlich da ist. Zum Beispiel eine "echte" Wirklichkeit hinter der "Täuschung".

    Aber es ist müßig über soetwas zu diskutieren, zumindest solange diese Spekulationen nicht dazu führen, dass ich mich versuche, vor der Wirklichkeit zu schützen oder mich in behäbiger Lethargie einzurichten (die ich dann für Weisheit und Gleichmut halte), indem ich ihre Wirklichkeit (denn Existenz ist für uns immer Wirk-lichkeit) in Zweifel ziehe.

    Thorsten Hallscheidt

    Hi, Lieber Thorsten.

    Ich wolllte hier nur ein einzien Beispiel ausführen, ansonsten es würde "ewig" dauern.

    Ich nehme den Begriff "Zeit".

    Aber die Vergangeheit existiert doch nichts, die ist schon weg, die existiert in unersem Bewusstsein, wenn wir daran errinern.

    Die Zukunft ist auch nichs da, aber wie machen sehr viele Sorgen um sie. Aber die ist nichts da, nichts anwesend. Nur wieder als die "Projektion-Fläsche" auf dem mentalem Bildschirm.

    Bleibt dann nur die Gegenwart.

    Aber die Gegenwart ist auch wie "irreal", denn das "Jetzt" ist nicht auffindabar.

    Das "Jetzt" existiert auf der wie "imäginaren" Achse, also---Vergangenheit-Gegenwart-Zukunft.

    Wenn wie es bis zum Absurdum ins Detalils gehen, wir finden doch nichts, ausser den "Aufkleber" mit dem Wort "Jetzt".

    Du kannst das "Jetzt" nichts und niemals er-fassen, es würde dir immer entgleiten.

    So, man kann es betrachten, als ob die ganze Zeit existiert nicht.

    Aber wir leben doch in der Zeit, stimmt du mir zu?

    Und zugleich wir leben als ob ausserhalb der Zeit, wie im ewigen "Nu". Aber es nur die Worte, meht nichts.

    Das wäre dann auch sehr subtile Form des spirituellen Materialismus.

    Wenn wir meditieren, uns echt bemühen, etwas in der Zukunft zu erlangen, zu erreichen, so wie die "Erleuchtung", dann wir können es nicht errechen, denn die Zukunft ist nichts da.

    Nichts zu erreichen. Das sei wie "Fata-Morgana", also wie virtuell irreal. "virtuell".

    Am ende wir bleiben als ob in der Welt, wo die ganze Zeit "als ob" nchts existiert.

    Man sieht dann die Welt als den Traum.

    Aber es stimmt nichts auch.

    Ich tippe es doch ab, es passiert, dann ich drücke auf "senden", und du würdest es lesen( oder ignorieren...lol)

    Die Beziehung, also, die Kommunikation kommt wirklich vor, aber wenn ich vesuche den ganzen Prozess wie als das feste Ding sehen, ich finde nichts.

    Nemhe ich den anderen Beispiel.

    Wir sagen "das Umarmen". Aber wo ist das "Umarmen" eigentlich?

    Sie kommt zustande dank drei "Dingen". Ich , du, und selbst das Prozess ("") des Umarmens.

    Ohne diese bedingte drei "Dinge" das "Umarmen" kann niemals passieren.

    Das ist sehr guter Beispiel für das bedingte Entstehen.

    "Das Umarmen" , wenn wir es logisch bis zum Absurdum versuchen zu zer-teilen, existiert doch nicht.

    Es gibt nur das Netz ("") der Beziehungen, mehr nichts.

    Mann kann es so betrachten, das "Umarmen" als ob nichs existiert.

    Aber du weiss aus der eigenen Erafhrungen, das stimmt doch nichts. Die ist total real.

    Wenn wir versuchen die Welt, wie auch die Wirklichkeit logisch zu ergründen, wir würden sehen, dass alles als ob innerlich leer ist.

    Es alles passiert, aber das feste konkrete "Ding" wir können niemals finden.

    Also, ist die Tasse , mein PC, und auch Ich real, oder ich davon träume?

    Klar, wenn ich es abtippe, es ist real.

    Aber Ich ist nicht real, und auch das "Abtipppen" kommt zustande nur durch PC.

    Also , das "Abtippen" man kann nicht ohne mich und auch ohne PC zustande kommen.

    "Abtippen" existiert auch nicht.

    Aber es kommt zustande, da bin ich mir sicher.

    Also, ich kann sehr gut nachvollziehn, was Leonie meint.

    LG.

    Igor.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 18. September 2021 um 09:22
    • Offizieller Beitrag
    • #40
    Igor07:

    Du kannst das "Jetzt" nichts und niemals er-fassen, es würde dir immer entgleiten.

    Das jetzt ist immer da, wie sollte es mir je entgleiten? Und natürlich leben wir in einer Wirklichkeit, die sich stetig verändert, sonst wäre alles bewegungslos und erstarrt. Die Vergangenheit existiert als Vorstellung und Erinnerung, die Zukunft als Vorstellung und Erwartung (Beide finden jetzt statt). Erinnerungen, Erwartungen und Vorstellungen, von dem, was war und dem, was sein wird, sind existente Phänomene, die wir mit dem Wort Zeit benennen.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 13:43
    • #41
    Thorsten Hallscheidt:
    Igor07:

    Du kannst das "Jetzt" nichts und niemals er-fassen, es würde dir immer entgleiten.

    Das jetzt ist immer da, wie sollte es mir je entgleiten? Und natürlich leben wir in einer Wirklichkeit, die sich stetig verändert, sonst wäre alles bewegungslos und erstarrt. Die Vergangenheit existiert als Vorstellung und Erinnerung, die Zukunft als Vorstellung und Erwartung (Beide finden jetzt statt). Erinnerungen, Erwartungen und Vorstellungen, von dem, was war und dem, was sein wird, sind existente Phänomene, die wir mit dem Wort Zeit benennen.

    Klar, es entgeltet dir ( mir), mein Lieber.

    Noch ein Beispiel der verrückten Logik. Der Vater nur dann als der "Vater " ettiketiert könnte, wenn er schon den Sohn hatte.

    Aber ohne Sohn als die Ursache er wäre kein Vater.

    Also, was war zuerst, der Vater oder der Sohn, was war die Ursache und was ist ( sei, wäre) dann die Wirkung...?

    In dieser Welt man ist so wie er-ge-zwungen den Mittleren Weg zu gehen. Ansonsten es wäre das Verfallen in den absoluten Nihilismus, oder zurück zum Atman ( "Ur-sprung", das feste Ding). Aber es gibt doch keinen "Buddha" , wenn du ihn trifffst, dann du solltest ihn "töten".

    Du macht doch wieder und wieder den Fehler, du benennst ( unbewusst) die Phänomene, obwohl sie nur abhängig gegeneinander bestimmen.

    Sie sind leer. Wie "Ich" auch.

    Wenn man immer auf etwas "klebt", dann dieses "Jetzt " würde auch entgleiten, das es nur abhängig von der Vergangenheit exitiert und entsteht. "Jetzt" ist nur auch der Mentale Marker oder wie Aufkleber, es existiert nichts als festes "Ding".

    Aber die Tasse Tee ist trotzdem absolut real. Klingt ver-rückt, nicht meine Schuld.

    Keinen Halt, einschlieslich "Jetzt " auch.

    Tut mir leid, apropo, Leonie hatte es besser als ich ausdrückte.

    Deswegen wenn man den "Halt" sucht, er sollte einfach die Fenster putzen... Nichts mehr.

    Das ist die Welt der verrückten Weisheit, aber wir leben doch drin.

    LG.

    Igor.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 15:01
    • #42

    Ich wollte hier einiges, aber sehr wichtiges hinzufügen...

    Warum doch Sutra heisst "Herz-Sutra"?

    Mir erscheint es deswegen , weil die Liebe, die in unseren Herzen brennt, aber wir merken es nicht, ist ( sei, wäre) der einzige Ausweg, die einzige Zuflucht, um unsere "Buddha-Natur" zu verwirklichen.

    Wenn wir alles verneinen, nur die Leibe kann uns alle verbinden.

    In der "Leere" sie ist auch da. Wir haben immer die Wahl.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Thorsten Hallscheidt
    Reaktionen
    4.358
    Punkte
    18.533
    Beiträge
    2.759
    Mitglied seit
    2. März 2019
    • 18. September 2021 um 15:13
    • Offizieller Beitrag
    • #43
    Igor07:

    Noch ein Beispiel der verrückten Logik. Der Vater nur dann als der "Vater " ettiketiert könnte, wenn er schon den Sohn hatte.

    Aber ohne Sohn als die Ursache er wäre kein Vater.

    Also, was war zuerst, der Vater oder der Sohn, was war die Ursache und was ist ( sei, wäre) dann die Wirkung...?

    Das ist keine verrückte Logik, das falsche Logik.

    Der Sohn ist natürlich nicht die Ursache für den Vater.

    Die Benennung Vater bezeichnet einen Menschen, der männlichen Geschlechtes ist und ein Kind männlichen Geschlechts gezeugt hat, falls dieses dann auch geboren wird und er sich um dieses Kind kümmert und kümmern darf. Dieser Status ist die Benennungsgrundlage, um diesen Menschen in der deutschen Sprache Vater zu nennen. Du verwechselst Ursache und Benennungsgrundlage.

    Igor07:

    Wenn man immer auf etwas "klebt", dann dieses "Jetzt " würde auch entgleiten, das es nur abhängig von der Vergangenheit exitiert und entsteht. "Jetzt" ist nur auch der Mentale Marker oder wie Aufkleber, es existiert nichts als festes "Ding".

    Warum sollte ich etwas, das abhängig existiert, nicht bezeichnen können? Ich kann auch einen Fluss als Fluss bezeichnen, obwohl das Wasser, das gerade in ihm fließt, nie dasselbe ist und ich mich mit diesem Wort Fluss weder auf die Wolken noch auf das Meer beziehe, die notwendige Bedingungen für einen Fluss sind. Da gilt auch für das "Jetzt".

    Du bist immer im "Jetzt", auch wenn sich Deine Gedanken mit Vorstellungen, Konzepten, Erinnerungen oder Erwartungen an die Zukunft beschäftigen. Es geht gar nicht anders. Wie also sollte Dir das "Jetzt" jemals entgleiten können. Sag mir das mal?

    Etwas muss kein "festes Ding" sein, um zu existieren und um bezeichnet werden zu können. Es gibt keine "festen Dinge" und trotzdem funktioniert die Sprache ganz gut – zum Beispiel, wenn ich Brot kaufen gehe.

    Das ist denn doch nur der Abendwind, der heute mit ordentlich verständlichen Worten flüstert.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
    • Nächster offizieller Beitrag
  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 18:36
    • #44
    Thorsten Hallscheidt:
    Igor07:

    Noch ein Beispiel der verrückten Logik. Der Vater nur dann als der "Vater " ettiketiert könnte, wenn er schon den Sohn hatte.

    Aber ohne Sohn als die Ursache er wäre kein Vater.

    Also, was war zuerst, der Vater oder der Sohn, was war die Ursache und was ist ( sei, wäre) dann die Wirkung...?

    Das ist keine verrückte Logik, das falsche Logik.

    Der Sohn ist natürlich nicht die Ursache für den Vater.

    Die Benennung Vater bezeichnet einen Menschen, der männlichen Geschlechtes ist und ein Kind männlichen Geschlechts gezeugt hat, falls dieses dann auch geboren wird und er sich um dieses Kind kümmert und kümmern darf. Dieser Status ist die Benennungsgrundlage, um diesen Menschen in der deutschen Sprache Vater zu nennen. Du verwechselst Ursache und Benennungsgrundlage.

    Igor07:

    Wenn man immer auf etwas "klebt", dann dieses "Jetzt " würde auch entgleiten, das es nur abhängig von der Vergangenheit exitiert und entsteht. "Jetzt" ist nur auch der Mentale Marker oder wie Aufkleber, es existiert nichts als festes "Ding".

    Warum sollte ich etwas, das abhängig existiert, nicht bezeichnen können? Ich kann auch einen Fluss als Fluss bezeichnen, obwohl das Wasser, das gerade in ihm fließt, nie dasselbe ist und ich mich mit diesem Wort Fluss weder auf die Wolken noch auf das Meer beziehe, die notwendige Bedingungen für einen Fluss sind. Da gilt auch für das "Jetzt".

    Du bist immer im "Jetzt", auch wenn sich Deine Gedanken mit Vorstellungen, Konzepten, Erinnerungen oder Erwartungen an die Zukunft beschäftigen. Es geht gar nicht anders. Wie also sollte Dir das "Jetzt" jemals entgleiten können. Sag mir das mal?

    Etwas muss kein "festes Ding" sein, um zu existieren und um bezeichnet werden zu können. Es gibt keine "festen Dinge" und trotzdem funktioniert die Sprache ganz gut – zum Beispiel, wenn ich Brot kaufen gehe.

    Alles anzeigen

    Mein Lie ber , du wieder verstehst mich nicht.

    Nach Nagararjuna, also, es ist weder ist, noch nicht ist.

    Ich nehme noch einen Bespiel,

    Ich tellefoniere mit meinem Sohn. Ich be-nenne es als "Telefonieren". Aber es existiert doch nicht... Es ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.

    Das Telefonieren kommt zustande ( "passiert") nur dank bestimmten als ob den festen Dingen, wie Telefon von mir, meine Finger, meine Augen, und es auch ist bedingt ( "abhängig") von der Leitung, von meiner Stimmme, und so weiter. Und auch mein Sohn so wie ich aus versshedenen Teilen bestehen, die alle bedingen ( abhängig, reziprok) miteinader. Wenn ich nur ein einziges Element vesuche wegzuschliessen, aber sie alle sind bedingt(!), dann es kommt kein "Telefonieren" zustande. Man kann das "Telefonierren" als rein so "virtuell" bezeichnen, wie das Netz-Indra, oder wie das Hologramm, wo ein Elemrnt alle widerspiegelt und alle in einzigem. Das ganze Netz ist wieder wie bedingt, alles hängt zusammen, aber das "telefonieren" passiert doch , das ist richtig.

    Die Beziehung kommt zustande, man kann es auch so ausdrücken.

    Aber eigentlich es gibt kein "Telefonieren", denn es allles als ob virteuell vorkommt. Als ob.

    Das ist die dimamische Matrix, gleichsam, wo alles entsteht und vergeht, und alles hängt zusammen ....

    Man kann es nicht entwirren.

    Von einer Seite ich telfoniere, von der anderen Seite ( als ob!) ich davon wie ( "wie") träume.

    Wenn alles, wie es Nagarjuna beschriebt, bis zum Ende verfolgt, dann die Welt , in welcher wir leben, nichts von Nirvana unterscheidet.

    In diesem Sinne Samsara und Nirvana absolut identisch.

    Nur so kann man Zen verstehen. Und er stammt von der unmittelbaren Inneren Erfahrung. Wo man sieht die Wirklichkeit ohne "Be-nennung". Direkt, farbig, bunt, un-mittel-bar. Ohne Mittel der Logik, die Wirklichkeit wie zer-schneid-et.

    Wie es schon Leonie ausführte, es sind keine zwei Seiten von derselben Medallie, aber auch ... Das ist doch verrükt, aber es ist so, dass Samsara und Nirvana sind wie identisch wie auch als ob getrennt.

    Samsara und Nirvana nach Nagarjuna wie gleichbedeutend, glcichwertig, oder wie "deckungsgleich". Eine Deckung ...metaphorisch... zu zwei Seiten... ( zu beiden "Begriffen").

    Nicht mit den zwei Seiten von derselben Medallie, das wäre ungerecht der Wirklichkeit gegenüber . "Ungerecht" nicht im ethischem Sinne, sondern im ontologischem.)

    Ich kann es nur wiedeholen, was ich bis heute sehr gut verstnden hatte.

    ES ist weder ist, noch nicht ist. Klingt verrückt, aber es ist so.

    Im Zen man sagt, ich sehe die Berge zuerst wie gewöhnlich.

    Dann ich sehe die Berge doch nicht. Sie sind weg.

    Aber dann ich sehe sie doch weider.

    Es ist dassselbe. Aber ich sehe doch die Berge im zweitem Fall ohne "Aufkleber", ohne Be-nennung . direkt, un-mitttel-bar. Ohne Mittel. "Un-fass-bar. Un-begreif-lich. Aber sie sind doch real.

    Aslo existueren die Berge oder nicht?

    Klar doch , wenn du sie eklimmerst, du brauchst nichts mehr darüber nachzudenken.

    So Samsara= Nirbana und zugleich sie sind getrennt. Als ob!

    Um es besser zu verstehen, ich kann eine Seite empfehlen, moment:

    Study Buddhism – Eine umfassende Quelle buddhistischer Lehren — Study Buddhism

    du kannst dort ins "Suchfeld" alles mögliche eingeben, und er wurde genug durchgekaut. Nicht wie ich, ich habe sehr viel davon gelesen.

    Aber ich kann doch nichts alles erklären.

    Denn die Logik hat die eigene Grenzen. Wie die Sprache auch.

    Es gibt kein "Es regnet", aber wir sprechen es so... Das ist wie die Vergewaltignung der Wirklichkeit gegenüber , die nahtlos, wie aus einem Guss ...dinamisch entsteht und vergeht.... Wie kann es doch trennen? Es gibt doch kein "es regnet".

    Die Logik, wie die Sptache sind nur für das Zweck der konventionelen Verständingung geiegnet.

    Aber die Welt , wie es ist , nichts dasslebe wie es uns erscheint , wie es Dalai-Lama sagt.

    Die Sprache kann niemals diesen Nahtlosen Mysterium des Seins adäquat widerspiegeln.

    Was bleibt doch?

    Im Herbst fällt leise

    ein hellrotes Ahornblatt

    in seine Zukunft

    H A I K U S

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 18:41
    • #45

    Klar, die Sprache funktioniert, aber sie ist nur der Finger, kein Mond. Sie ist die Karte, aber kein Territorium. Sie benennt etwas als die "Blume" Aber wenn du diese Blüme spürst , ihre Duft, Aroma, ihr Konsistenz, ihre Weichhheit, das ist deine innere Erfahrung, du kannst es mit der Sprache ver-mittel-n. Aber die Sprache ist nur das Vehikel. Keine lebendige Blume.

    Nachtrag.

    LG.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
    Reaktionen
    6.801
    Punkte
    72.561
    Beiträge
    12.956
    Blog-Artikel
    33
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 18. September 2021 um 20:30
    • #46
    Igor07:

    Ich nehme noch einen Bespiel,

    Ich tellefoniere mit meinem Sohn. Ich be-nenne es als "Telefonieren". Aber es existiert doch nicht... Es ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.

    Das Telefonieren kommt zustande ( "passiert") nur dank bestimmten als ob den festen Dingen, wie Telefon von mir, meine Finger, meine Augen, und es auch ist bedingt ( "abhängig") von der Leitung, von meiner Stimmme, und so weiter. Und auch mein Sohn so wie ich aus versshedenen Teilen bestehen, die alle bedingen ( abhängig, reziprok) miteinader. Wenn ich nur ein einziges Element vesuche wegzuschliessen, aber sie alle sind bedingt(!), dann es kommt kein "Telefonieren" zustande. Man kann das "Telefonierren" als rein so "virtuell" bezeichnen, wie das Netz-Indra, oder wie das Hologramm, wo ein Elemrnt alle widerspiegelt und alle in einzigem. Das ganze Netz ist wieder wie bedingt, alles hängt zusammen, aber das "telefonieren" passiert doch , das ist richtig.

    Die Beziehung kommt zustande, man kann es auch so ausdrücken.

    Aber eigentlich es gibt kein "Telefonieren", denn es allles als ob virteuell vorkommt. Als ob.

    Das ist die dimamische Matrix, gleichsam, wo alles entsteht und vergeht, und alles hängt zusammen ....

    Man kann es nicht entwirren.

    Von einer Seite ich telfoniere, von der anderen Seite ( als ob!) ich davon wie ( "wie") träume.

    Wenn alles, wie es Nagarjuna beschriebt, bis zum Ende verfolgt, dann die Welt , in welcher wir leben, nichts von Nirvana unterscheidet.

    In diesem Sinne Samsara und Nirvana absolut identisch.

    Alles anzeigen

    Das Telefonieren kommt zustande durch Ursachen und Bedingungen, wieso sollte es deshalb nicht existieren?

    Und wenn man es als Träumen bezeichnet dann unterscheidet es sich eben vom Wachsein, so wie sich Samsara von Nirvana unterscheidet.

    Mit Metta, mukti.


  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 21:53
    • #47
    mukti:
    Igor07:

    Ich nehme noch einen Bespiel,

    Ich tellefoniere mit meinem Sohn. Ich be-nenne es als "Telefonieren". Aber es existiert doch nicht... Es ist wie der Finger, der auf den Mond zeigt.

    Das Telefonieren kommt zustande ( "passiert") nur dank bestimmten als ob den festen Dingen, wie Telefon von mir, meine Finger, meine Augen, und es auch ist bedingt ( "abhängig") von der Leitung, von meiner Stimmme, und so weiter. Und auch mein Sohn so wie ich aus versshedenen Teilen bestehen, die alle bedingen ( abhängig, reziprok) miteinader. Wenn ich nur ein einziges Element vesuche wegzuschliessen, aber sie alle sind bedingt(!), dann es kommt kein "Telefonieren" zustande. Man kann das "Telefonierren" als rein so "virtuell" bezeichnen, wie das Netz-Indra, oder wie das Hologramm, wo ein Elemrnt alle widerspiegelt und alle in einzigem. Das ganze Netz ist wieder wie bedingt, alles hängt zusammen, aber das "telefonieren" passiert doch , das ist richtig.

    Die Beziehung kommt zustande, man kann es auch so ausdrücken.

    Aber eigentlich es gibt kein "Telefonieren", denn es allles als ob virteuell vorkommt. Als ob.

    Das ist die dimamische Matrix, gleichsam, wo alles entsteht und vergeht, und alles hängt zusammen ....

    Man kann es nicht entwirren.

    Von einer Seite ich telfoniere, von der anderen Seite ( als ob!) ich davon wie ( "wie") träume.

    Wenn alles, wie es Nagarjuna beschriebt, bis zum Ende verfolgt, dann die Welt , in welcher wir leben, nichts von Nirvana unterscheidet.

    In diesem Sinne Samsara und Nirvana absolut identisch.

    Alles anzeigen

    Das Telefonieren kommt zustande durch Ursachen und Bedingungen, wieso sollte es deshalb nicht existieren?

    Und wenn man es als Träumen bezeichnet dann unterscheidet es sich eben vom Wachsein, so wie sich Samsara von Nirvana unterscheidet.

    Alles anzeigen

    Mukti, mein Lieber, sage mir, existiert die Zeit? Klar, sie exsistiert. Aber kannst du sie doch (konkret) "finden"? Geht nicht. Kann man ewiges "Nu" finden? Nichts möglich. Aus.

    Solche Fragen für den linearen und ettikettierenden Verstand sind nicht auflösbar.

    Und das man kann nur durch die eigene un-mittel-bare Erfahrung "knacken".

    Denn es gibt keine "Erleuchtung", und auch keinen "Buddha".

    Aus der Sicht von Nagarjuna, ....

    Ich kann mich auch für die User, die wirklich dafür sehr interessieren auf das Buch beziehen, aber es sei echt verdammt schwer zu verstehen. Nicht meine Schuld.

    Kapitel "Philososphische Schulen von Mahayana." Der Abschnitt: "Die Madhayama-Lehre des Nagarjuna." S123 (Anfang) . Buch :"Geschichte der buddhisteischen Philosophie." Volker Zotz, 1996.

    "Für Menschen, die das Herz-Sutra noch nicht kennen, ist es verrückt, denn es spricht ständig von kein, kein, kein. Für Buddhisten ist es noch verrückter, weil es nicht nur im Falle normaler Dinge von kein spricht, sondern auch die buddhistischen heiligen Kühe, wie z. B. die Vier Edlen Wahrheiten, Abhängiges Entstehen, Buddhaschaft, Weisheit, und den Achtfachen Pfad mit kein beschreibt. Das gibt es dem Herz-Sutra zufolge auch alles nicht. Insofern ist es im besten Sinne verrückt. Das Herz-Sutra ver-rückt unsere Wirklichkeit."

    Das Herz-Sutra


    "Es gibt nichts, was den Samsara vom Nirvana, und das Nirvana vom Samsara unterscheidet. Die Grenze des Nirvana ist zugleich die Grenze des Samsara. Zwischen diesen beiden wird auch nicht der feinste Unterschied gefunden."

    Der „Urteilsvierkant“ als theoretisches Modell bezieht in seiner Grundstruktur sowohl den Satz vom Widerspruch als auch den Satz vom ausgeschlossenen Dritten mit ein

    1. Etwas ist (so)
    2. Etwas ist nicht (so)
    3. Etwas ist sowohl (so) als auch nicht (so)
    4. Etwas ist weder (so) noch nicht (so)


    Man soll weder sagen 'leer', noch 'nicht-leer', auch nicht 'beides zugleich' und auch nicht 'keines von beiden'. Zum Zwecke der Verständigung aber mag man so sprechen.

    Nagarjuna – Wikipedia

    "Leben in seiner intensivsten Dimension ist erlebbar, aber nicht begreifbar, nicht fassbar. Alle hier im Raum nicken jetzt etwas versonnen. Ihr Blick sagt: „Ja, ich weiß, wovon Sie reden.“ Leben hat eine Dimension, da versagen Worte. Da ist etwas eindeutig erlebbar, es ist nicht „nichts“, aber man kann den Finger nicht darauf legen. Im Zen heißt es: „Worte sind Finger, die auf den Mond zeigen.“ Wenn jemand auf den Mond zeigt, dann schauen wir auf den Mond und nichts auf den Finger. Wenn wir den Fingerzeig aber nicht verstehen, nicht begreifen, dass es um den Mond geht, dann beschäftigen wir uns eben mit dem Finger. Wir beschreiben und messen die Finger."

    Entspannung Meditation Buddhismus - Sylvia Wetzel - Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Die Weisheit des Herzsutra


    "Die ‚Weisheit’, von der im Prajñāpāramitā-

    Sūtra und damit in seinem

    Kondensat, dem Herz-Sūtra, die Rede

    ist, ist die Weisheit, die vor allem Wissen

    besteht: sie ist mystisch, nicht rational,

    weder in Worte noch Begriffe zu fassen.

    Daher lauten die Anweisungen für den

    Meditations-Schüler bei Meister Dōgen

    in seinem praktischen Fukanzazengi, den

    universellen Anweisungen für die Praxis von

    Zazen: „Denkt nicht an Gut und Böse

    oder an falsch und richtig. Hört auf, über

    die Dinge nachzudenken, und lasst alle

    Begriffe und Vorstellungen los.“ Dass das

    kein einsames, um-sich-selbst-kreisendes

    Unterfangen ist, wird durch Anfang

    und Ende des Herz-Sūtras deutlich."

    "Tibet und Buddhismus", 2, 2015. ( Archiv frei zugänglich).


    Die Leere, “Shunyata”, so schreibt von Glasenapp, “ ist das einzige einheitliche Prinzip, zu welchem eine konsequente relativistische Philosophie gelangen kann. Das alles in sich begreifende Eine, in welchem das kosmische Schauspiel vor sich geht, das Einzige , das nach Abzug alles Vergänglichen und Relativen übrig bleibt, ist vom Standpunkt des weltlichen Denkens aus gesehen ein “bares Nichts”. Es enthält kein einziges Element, das zum Aufbau der Erscheinungswelt dienen könnte, und kann deshalb nur negativ charakterisiert werden. Da es jedoch aussschließlich durch seinen Gegensatz zur vergänglichen, illusorischen Welt der Erscheinungen bestimmt werden kann, ist es nur ein relatives Nichts. Sein wahres Wesen ist unfaßbar, es ist eine “Dasheit”, der sich weder Sein noch Nichtssein, weder beides noch keines von beiden zuschreiben läßt.”

    (Helmuth von Glasenapp, Die Weisheit des Buddha, o. J., S. 193 f.)


    Mahayana - Buddhismus : Nagarjuna


    Ich , persönlich, denke, es gibt genug Stoff. :)

    LG.

    Das buddhistische Vorstellung von dem Selbst und das abhängige Entstehen — Study Buddhism


    "Nagarjunas Lehre ist keine Philosophie im westlichen Sinne, sondern eine Dekonstruktion aller philosophischen Systeme und Glaubenssätze."

    Nagarjuna - Zitate - Aphorismen - Lebensweisheiten


    Da der Augenblick ein Ende hat, muss er auch

    einen Anfang und eine Mitte haben.

    Da der Augenblick also eine dreiteilige Struktur besitzt,

    kann die Welt nicht einen Augenblick lang bestehen.


    Nagarjuna, Nagarjunas Juwelenkette, Jeffrey Hopkins (Hrsg.)


    Mehr im Moment ich kann nicht finden.

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
    Reaktionen
    6.801
    Punkte
    72.561
    Beiträge
    12.956
    Blog-Artikel
    33
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 18. September 2021 um 22:38
    • #48

    Danke Igor07, sehr viele Worte auf meine zwei Sätze. Ich glaube ich verstehe es trotzdem nicht, aber das macht nichts.

    Mit Metta, mukti.


  • Online
    Igor07
    Themenautor
    Reaktionen
    3.261
    Punkte
    32.736
    Beiträge
    5.853
    Mitglied seit
    7. Oktober 2012
    • 18. September 2021 um 22:58
    • #49

    Das Telefonieren, wie auch mein Schreiben hier, Mukti, sie sind real. Aber wenn du versuchst es auf sehr kleine Dinge immer teilen, du findest nicht. Wie es kann sein, real und zugleich nicht real? Wenn alles miteinader bedingt entsteht, man kann kein konkretes Ding wie das "Telefonieren" finden.

    Mir hatte besonders gefallen der Ausdruck :" Das bedingte Enstehen ist ( sei) nur der andere Ausdruck von der inneren Leere."

    Das hatte wie in meinem Kopf "Klick" gemacht.

    Und wenn ich versuche es zu verstehen, oder den anderen zu erklären, dann ich habe echt die Angst, "es" zu verlieren.

    Man kann es so beschreiben, wie die absolute Stille dazwischen, wie die Melodie, die niemand hört, aber die war immer da, in deinem eigenem Herzen, wie das Flessen des Wassers, im den Ozean, wo du leidest von Durst, aber du schwimmst im Wasser , und du merkst es nicht.

    Ich denke, man kann das Gefühl nur als dichterich zu verstehen.

    Wenn ich dir einen Stock zeige, und frage dich, ...sage mir, ist das der Stock? ---Sagst du "Ja", du bekommst 30 Schläge.

    Sagst du "nein"---du bekommst auch 30 Schläge.

    Wo ist die Lösung?

    Du benutzst den Stock. Das ist alles.

    Oder "du" putzt deine Fenster.

    Und "ich" schalte PC aus.:)("")

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • mukti
    Reaktionen
    6.801
    Punkte
    72.561
    Beiträge
    12.956
    Blog-Artikel
    33
    Mitglied seit
    16. September 2010
    • 18. September 2021 um 23:52
    • #50
    Igor07:

    Das Telefonieren, wie auch mein Schreiben hier, Mukti, sie sind real. Aber wenn du versuchst es auf sehr kleine Dinge immer teilen, du findest nicht. Wie es kann sein, real und zugleich nicht real? Wenn alles miteinader bedingt entsteht, man kann kein konkretes Ding wie das "Telefonieren" finden.

    Das ist halt etwas unpraktisch beim Lesen oder Telefonieren diese Perspektive einzunehmen.

    Igor07:

    Mir hatte besonders gefallen der Ausdruck :" Das bedingte Enstehen ist ( sei) nur der andere Ausdruck von der inneren Leere."

    Das hatte wie in meinem Kopf "Klick" gemacht.

    Und wenn ich versuche es zu verstehen, oder den anderen zu erklären, dann ich habe echt die Angst, "es" zu verlieren.

    Das ist nachvollziehbar, nichts besteht aus sich selbst heraus (Leere), alles hängt von etwas Anderem ab (bedingtes Entstehen).

    Igor07:

    Das hatte wie in meinem Kopf "Klick" gemacht.

    Und wenn ich versuche es zu verstehen, oder den anderen zu erklären, dann ich habe echt die Angst, "es" zu verlieren.

    Man kann es so beschreiben, wie die absolute Stille dazwischen, wie die Melodie, die niemand hört, aber die war immer da, in deinem eigenem Herzen, wie das Flessen des Wassers, im den Ozean, wo du leidest von Durst, aber du schwimmst im Wasser , und du merkst es nicht.

    Ich denke, man kann das Gefühl nur als dichterich zu verstehen.

    Hm, für dieses Gefühl ist wohl eine gewisse poetische Veranlagung eine Bedingung.

    Igor07:

    Wenn ich dir einen Stock zeige, und frage dich, ...sage mir, ist das der Stock? ---Sagst du "Ja", du bekommst 30 Schläge.

    Sagst du "nein"---du bekommst auch 30 Schläge.

    Wo ist die Lösung?

    Du benutzst den Stock. Das ist alles.

    Oder "du" putzt deine Fenster.

    Und "ich" schalte PC aus.:)("")

    Alles anzeigen

    30? da schalte "ich" auch den PC aus.

    Mit Metta, mukti.


Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

Ähnliche Themen

  • Der Begriff " Shunyata" und über das Wesen der Realität ( Fragen)

    • Igor07
    • 7. September 2021 um 23:22
    • Allgemeines zum Buddhismus
  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.16
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download