Skandha

  • Auf Pali 'khandha':

    Zitat

    Als 'Gruppen' oder 'Daseinsgruppen' werden hier jene fünf Kategorien bezeichnet, in die der Buddha die gesamten körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen eingeordnet hat, welche dem oberflächlichen Beobachter eine identische Persönlichkeit vortäuschen. Diese fünf Gruppen sind:


    die Körperlichkeitsgruppe (rūpa-kkhandha)

    die Gefühlsgruppe (vedanā-kkhandha)

    die Wahrnehmungsgruppe (saññā-kkhandha)

    die Gruppe der Geistesformationen (sankhāra-kkhandha)

    die Bewußtseinsgruppe (viññāna-kkhandha)

    pk Vorwort zu den Khandha

    Auf Pali 'khandha'.

    Zitat

    Als 'Gruppen' oder 'Daseinsgruppen' werden hier jene fünf Kategorien bezeichnet, in die der Buddha die gesamten körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen eingeordnet hat, welche dem oberflächlichen Beobachter eine identische Persönlichkeit vortäuschen. Diese fünf Gruppen sind:


    die Körperlichkeitsgruppe (rūpa-kkhandha)

    die Gefühlsgruppe (vedanā-kkhandha)

    die Wahrnehmungsgruppe (saññā-kkhandha)

    die Gruppe der Geistesformationen (sankhāra-kkhandha)

    die Bewußtseinsgruppe (viññāna-kkhandha)


    Für alle Wesen, mit Ausnahme des Heiligen (arahat), sind diese fünf Gruppen 'Gruppen des Anhaftens' (upādāna-kkhandha), und zwar in dem Sinne, daß sie Objekte des Anhaftens bilden.

    Sie bilden die geistigen und körperlichen Prozesse unseres individuellen Daseins und sind vergänglich und keine feste Persönlichkeit (anatta). Letzteres wird auch als Ilusion bezeichnet. Ausserdem sind diese Einteilungen Abstraktionen für verschiedene Bewusstseinszustände, insofern kann die Übersetzung 'Zusammenhäufung' missverständlich sein, da es zB. in der Gefühlsgruppe im Moment immer nur ein Gefühl gibt.

    Zitat

    Abschließend sei bemerkt, daß die vier geistigen Gruppen - Gefühl, Wahrnehmung, Geistesformationen und Bewußtsein - mit variablen Vertretern in jedem Bewußtseinszustand vorkommen. Sie sind also untrennbar und voneinander abhängig. Dies kommt in den zwei folgenden Lehrreden-Texten zum Ausdruck.



    "Was da, o Bruder, an Gefühl, Wahrnehmung und Bewußtsein besteht, diese Dinge sind verbunden, nicht unverbunden, und nicht kann man diese Dinge einzeln voneinander trennen und ihre Verschiedenheit zeigen. Denn was man, o Bruder, fühlt, das nimmt man wahr, und was man wahrnimmt, dessen ist man sich bewußt. " (M 43)


    "Unmöglich ist es, das Abscheiden, Insdaseintreten, Wachstum und Entwicklung des Bewußtseins aufzuzeigen, unabhängig von Körperlichkeit, Gefühl, Wahrnehmung und Geistesformationen." (S 12 53)

    pk Vorwort zu den Khandha


    Der Begriff Khandha wird ausserdem für weitere Gruppierungen und Kategorisierungen, bzw. Zusammenfassungen benutzt, zB. dukkha-khandha, sila-khandha, arūpa-khandha, usw. Ihr Ursprung als Objekt der Anhaftung (upadana-khandha) liegt im Anhaften (upadana) und im willentlichen Begehren (kama-chanda). Die 'Aufhebung' dieses Prozesses (nirodha) wird zB. mit Hilfe der Kontemplation erreicht (sh. satipatthana) und dem achtfachen Pfad.


    Zur Erklärung der zusammenhängenden Prozesse sh. bedingtes Entstehen und anatta.


    Vollständig überarbeitet von Spock am 30.5.2018