Beiträge von Amdap im Thema „Ngöndro“

    Amdap hat geschrieben:
    Der 17. Karmapa Orgyen Thrinley Dorje hat das Ngöndro für Westler gekürzt, indem man für jeden der vier speziellen Teile nur noch 10.000 statt 100.000 Niederwerfungen bzw. Mantras "absolviert". Mein Lama war da trotzdem strenger mit mir und ich sollte ursprünglich für jeden Teil 25.000 Nwfg. oder Mantras machen.


    Zitat von Thomas:

    Zitat

    Im Werk von Patrul R. werden 111.111 Wiederholungen angegeben als Mindestmaß ;)
    Die meisten Mönche würden aber wenigstens 200.000 bis 300.000 Widerholungen machen. Einige sogar über 1.000.000 Wiederholungen :grinsen:


    Patrul Rinpoche gehört einer ganz anderen und älteren Generation an.
    Daher kann man das mit der Modifikation des Karmapa Orgyen Thrinley Dorje nicht vergleichen.


    Die Anweisungen sind für Menschen da, nicht die Menschen für die Anweisungen. Das hat S. H. der 17. Karmapa ziemlich gut erkannt.
    Außerdem leben wir nicht im Kloster.


    Liebe Grüße, Amdap

    kilaya:

    Ich vermute, weil sie sonst unterzugehen scheint. Ich weiss darüber leider schlicht gar nichts....


    kilaya


    Kilaya, Du scheinst sehr feinfühlig zu sein.
    Genau das ist es. Die Frage würde sonst tatsächlich untergehen. Und außerdem steht sie auch noch auf der vorherigen Seite. Wer würde die Frage, auf der nächsten Seite angekommen, noch beachten und beantworten?


    Tja, das befürchte ich auch, dass ich hier keine Antwort darauf finde.
    Aber bald wird es wieder Sommer, kurzärmelige T-Shirts sind angesagt, und dann werde ich ganz besonders darauf achten, was sich entwickelt, wenn ich mit der empfindlichen Seite des unteren Unterams achtsam auf Tischplatten herumstreiche. Vielleicht braucht man dazu gar keine Mandala-Opferung.


    Das ist keine Magie.
    Sondern Sambhogakaya und Nirmanakaya haben einen Zusammenhang.


    Liebe Grüße, Amdap

    Liebe Leute,


    ich schrieb hier Folgendes:


    In dem ersten Video weist TR, etwa ab Minute 2.20, auf diesen sensiblen Nerv hin, der in Verbindung mit Mitgefühl steht.
    Weiß jemand Näheres darüber?
    Ich habe diesen Hinweis auch schon einmal in einer schriftlichen Ngöndro-Darstellung von Geshe Thubten Ngawang gelesen.
    Nach meiner Erfahrung kann man die Aktivierung dieses Nervs zu jeder Zeit im Alltag einsetzen, wenn es gerade angebracht ist, dazu braucht man keine spezielle Mandala-Praxis. Das gelingt im Sommer natürlich leichter als im Winter, da man da leichter bekleidet ist.


    Den zweiten Teil dieser meiner Frage hatte ich mir (öffentlich) schon selbst beantwortet.


    Könnt Ihr mir etwas dazu sagen, Anregungen geben?


    Vielen Dank im Voraus


    Amdap

    Cybervajra:

    Amdap, in allen Ehren aber es schwingt doch eine Prisse stolz mit wie sehr du das erwähnst das du abrechen solltest.
    ...
    Gruss CV


    Ob es Stolz ist, naja... ich kenne aus der Praxis den "Vajrastolz", aber das ist etwas ganz anderes.
    Ich habe aber auch geschrieben, dass man vor anderen Leuten, selbst wenn es Sanghamitglieder sind, so etwas nicht erzählen sollte. Ich hatte mich in den Leuten verschätzt. Ich dachte damals, man könne vielleicht darüber sprechen, stattdessen waren sie nur sehr erschrocken und sprachlos. Das hatte ich nicht erwartet. Und ich hatte auch nicht erwartet, dass bei ihnen Schema F so im Vordergrund steht, so an wichtigster Stelle. Ich fragte mich nachher, wie sie ihr persönliches Gespräch mit dem Lama erfahren, aber das habe ich dann nur noch so für mich selbst gedacht.


    Liebe Grüße, Amdap

    Thomas23:
    Amdap:

    Ich habe an anderer Stelle hier geschrieben, dass ich gezwungen war, eine kompatible Lösung zu finden (suche mal ein bisschen, vielleicht findest Du es. Zum Beispiel Stichwort: "Bernsteinchen").


    Habe es gefunden.
    Ich für meinen Teil beabsichtige die Original-Tradition korrekt durchzuführen.
    Wie es sich dann "anfühlt" und ob es mir gelingt muss ich dann selber sehen ;)


    Das ist völlig in Ordnung.
    Genauso bin ich auch vorgegangen, obwohl ich nach so vielen Jahren, mit einer ganz anderen Praxiserfahrung, bei den K.-Kagyüs eingestiegen bin.
    Wie schon gesagt, erstaunte es mich, dass hier jeder Einsteiger durchs Ngöndro durch muss, egal mit welcher, und vielleicht jahrelanger, Vorerfahrung er ankommt.
    Inzwischen ähnelt meine Praxis wieder der, wie es vorher war, weil ich auch dieses mir jahrelang erarbeitet hatte.
    Letztendlich ist der gegenwärtige Zustand immer eine Summe aller Vorerfahrungen.


    Liebe Grüße, Amdap

    Lieber Thomas,


    bezüglich Deiner letzten Frage:
    so etwas darfst Du mich nicht fragen, wie gesagt habe ich ja die Mandala-Opferung zwar genau gezeigt bekommen, sollte es aber nur zum Reinschnuppern üben. Ich habe an anderer Stelle hier geschrieben, dass ich gezwungen war, eine kompatible Lösung zu finden (suche mal ein bisschen, vielleicht findest Du es. Zum Beispiel Stichwort: "Bernsteinchen").
    Nun ist es kein Thema mehr, habe jetzt einen anderen Schwerpunkt.


    Liebe Grüße, Amdap

    Zitat

    In dem ersten Video weist TR, etwa ab Minute 2.20, auf diesen sensiblen Nerv hin, der in Verbindung mit Mitgefühl steht.
    Weiß jemand Näheres darüber?
    Ich habe diesen Hinweis auch schon einmal in einer schriftlichen Ngöndro-Darstellung von Geshe Thubten Ngawang gelesen.
    Nach meiner Erfahrung kann man die Aktivierung dieses Nervs zu jeder Zeit im Alltag einsetzen, wenn es gerade angebracht ist, dazu braucht man keine spezielle Mandala-Praxis. Das gelingt im Sommer natürlich leichter als im Winter, da man da leichter bekleidet ist.


    Hm - ob das wohl nur für den rechten Arm gilt? Oder auch für den linken? Unsere Hirnhälften sind ja verschieden...


    Also sowas, diese Frage war ja ziemlich dumm von mir.
    Denn wenn der rechte Armnerv für Mitgefühl steht, dann steht ja der linke für Weisheit. Das kann ich mir doch selbst beantworten.


    Entschuldigung!


    A.


    In dem ersten Video weist TR, etwa ab Minute 2.20, auf diesen sensiblen Nerv hin, der in Verbindung mit Mitgefühl steht.
    Weiß jemand Näheres darüber?
    Ich habe diesen Hinweis auch schon einmal in einer schriftlichen Ngöndro-Darstellung von Geshe Thubten Ngawang gelesen.
    Nach meiner Erfahrung kann man die Aktivierung dieses Nervs zu jeder Zeit im Alltag einsetzen, wenn es gerade angebracht ist, dazu braucht man keine spezielle Mandala-Praxis. Das gelingt im Sommer natürlich leichter als im Winter, da man da leichter bekleidet ist
    .

    Hm - ob das wohl nur für den rechten Arm gilt? Oder auch für den linken? Unsere Hirnhälften sind ja verschieden...


    Beim zweiten Video wundert mich das einfache Abschütten der Körner. Ich habe es so gezeigt bekommen, dass man sie jedes Mal hinunter schiebt. Und das ist nach meiner erlernten Version auch nötig, weil ich zwischendurch ursprünglich immer die Platte mit Safranwasser besprengen sollte. Dann kleben ja durch die Feuchtigkeit die Körner teilweise an der Platte und dann muss man sie tatsächlich 'runterschieben.


    Naja, wie gesagt, das ist jetzt bei mir kein Thema mehr, da ich ja das Ngöndro nach Anweisung abgebrochen habe.


    LG - Amdap



    P.S. TR erklärt das Ganze ziemlich schnell. Ich hoffe, ich habe das richtig verstanden: dieser spezielle Nerv und die Verbindung zum Mitgefühl.
    Die Lamas gehen ohnehin rasend schnell durch die Praxis hindurch, so dass einem schon richtig schwindelig davon werden kann. Unsereins, wer so gestrickt ist wie ich, bräuchte Äonen dazu.

    Thomas23:


    Lieber Thomas,


    das ist zwar interessant, aber sehr, sehr kompliziert.
    Egal ob Bön, Nyingma oder Kagyü.
    Willst Du wirklich Deine kostbare Zeit, die Du der spirituellen Praxis widmen willst, mit solchen Massen von Rezitationen undsoweiter verbringen?
    Niemand hat heutzutage diese Zeit, es sei denn, er ist arbeitslos. Aber auch dafür ist es zu aufwendig, auch Arbeitslose haben viel zu erledigen.


    In Wirklichkeit genügt es, hingebungsvoll an den Guru zu denken, und, sei es auch nur für Sekunden, sich zwischendurch darauf auszurichten, dann kommt die Geistesklarheit und alle anderen Voraussetzungen von allein.


    Liebe Grüße, Amdap



    P. S. Und ich habe in diesen Massen von Texten nichts über Dzogchen gefunden. Du musst ganz still werden und es in Dir selbst suchen.

    Ich vergaß noch zu erwähnen - falls es hier noch nicht alle mitbekommen haben - dass ich bereits weit über 30 Jahre praktiziere.
    Das muss ja gar nichts heißen und hat auch nichts mit irgend welchem spirituellen Fortschritt zu tun, wenn man bedenkt, wie viele unzählige Äonen wir schon im Samsara herumirren.


    Andererseits ist es interessant zu beobachten, dass jeder, der bei den K.-Kagyüs neu einsteigt, mit dem Ngöndro anfangen muss, egal welche Voraussetzungen er oder sie mitbringt.
    Nunja, die Lehrer dort kennen einen ja noch nicht.
    Aber durch gute Gespräche lässt sich das ändern.
    Es liegt an einem selbst, wie involviert man da sein will.


    Meine Anlaufstelle ist übrigens das Kamalashila-Institut, obwohl ich im Großraum Hamburg wohne und das TTC viel näher liegt. Dort bin ich aber selten aufgrund sehr häufiger Wochenenddienste, die mich daran hindern. Das Kamalashila-Institut suche ich im Urlaub auf, so kann ich besser und in Ruhe vom Alltag Abstand nehmen, und so kam es, dass mein Lehrer in der Eifel wohnt und nicht in Hamburg.
    Aber als ich seltenerweise doch mal im TTC war und in der Pause erwähnte, dass mein Lehrer mich angewiesen hatte, das Ngöndro abzubrechen, blickten mich ein halbes Dutzend Augenpaare völlig erstarrt und erschrocken an. Aus dieser Erfahrung sprechend, kann ich Euch nur raten, erzählt nicht zu viel und habt einfach Vertrauen zu der Praxis, die Ihr Euch mit Eurem Lehrer persönlich erarbeitet.


    Liebe Grüße, Amdap


    Hallo Thomas,


    ich habe hier nicht alle Kommentare gründlich durchgelesen, erlaube mir aber, ebenfalls etwas dazu zu sagen.
    Das von Dir erwähnte Buch von Dilgo Khyentse Rinpoche besitze ich. Sämtliche erläuternden Erklärungen und Kommentare sind hervorragend und die sollte jeder gelesen haben, der sich ernsthaft mit dem Ngöndro befasst. Sie sind nicht nur klärend, sondern vor allem berührend. Das war und ist das große Talent des großen D.K.R., dass er - selbst schriftlich - von Herz zu Herz spricht.


    Ich selbst wurde von meinem Kagyü-Lehrer ins Ngöndro eingewiesen, und er empfahl mir dazu als vertiefende Lektüre das kurze Werk von Tenga Rinpoche: "Mahamudra-Ngöndro". Das sind drei gelbe Hefte im DIN A5-Format. Du kannst sie im Dharma-Shop des Kamalashila-Instituts (Eifel) bestellen, oder vielleicht, falls Du in oder bei Hamburg wohnst, sie auch im TTC erhalten.
    Bald hatte ich festgestellt, dass es zwischen der Anleitung meines Lehrers und der Darstellung von Tenga Rinpoche Abweichungen gibt, die ich in einem persönlichen Gespräch mit meinem Lehrer klären musste.
    Erst später kaufte ich mir o. a. Werk von D.K.R., wobei ich erstaunt feststellen musste, dass es hier noch viel größere Abweichungen gibt hinsichtlich der ganz speziellen meditativen Praxis. Beispiel: Bei Tenga Rinpoche stellt man sich Vajrasattva allein vor, in der klassischen Gestalt mit Vajra rechts und Glocke links, gleichzeitig die Bija-Mantras der "Drei Tore", das zusätzliche HUM mit der Mantra-Spirale des 100-Silben-Mantras undsoweiter, in der Form, dass V. mit seinem rechten großen Zeh die Stelle berührt, die in der medizinischen Literatur als "Große Fontanelle" bezeichnet ist. So wird es überall bei den K-Kagyüs gelehrt.
    Das ist bei D.K.R. ganz anders! Da stellt man sich Vajrasattva in Yab-Yum-Form vor, platziert auf einem Lotos, dessen Stengel auf der "Großen Fontanelle" sitzt!
    Dieses hier nur in Kurzform. Es würde sonst zu weit führen.


    An diesem Beispiel kannst Du sehen, dass es keinen Sinn macht, auf eigene Faust und nur aus der Lektüre mit der Ngöndro-Praxis anzufangen.
    Du musst Dich schon entscheiden, welcher Form und Ausführung, und welchem Lehrer, Du folgen willst.


    Der 17. Karmapa Orgyen Thrinley Dorje hat das Ngöndro für Westler gekürzt, indem man für jeden der vier speziellen Teile nur noch 10.000 statt 100.000 Niederwerfungen bzw. Mantras "absolviert". Mein Lama war da trotzdem strenger mit mir und ich sollte ursprünglich für jeden Teil 25.000 Nwfg. oder Mantras machen.
    Dann aber (inzwischen waren ca. 5 Jahre vergangen) wies er mich an, alles abzubrechen und nur noch das blaue HUM zu üben und sonst nichts. Zu diesem Zeitpunkt war ich ca. halb mit Vajrasattva fertig und hatte meine ganzen Aufzeichnungen über die bisher gesammelten Mantras weggeschmissen, worüber ich die Gründe mit dem Lama besprach. Gleichzeitig hatte ich schon eine Einweisung in die Mandala-Praxis erhalten, denn mein Lama schätzt es, dass man schon in die nächste Übung hineinschnuppert, wenn man mit der vorherigen noch nicht fertig ist.


    Ich habe also, nach Anweisung meines Lehrers, das Ngöndro abgebrochen, obwohl ich noch mittendrin steckte.
    An diesem Beispiel kannst Du erkennen, dass sich im Gespräch mit dem Lehrer oft etwas ganz anderes ergibt und man nicht eine bestimmte Praxis zwingend überbewerten muss, nur weil es mal so zu einem rübergekommen ist, um dann zu glauben, alles nach Schema F machen zu müssen.
    Entscheidend ist immer das klärende Gespräch mit dem Lehrer, darum würde ich es an Deiner Stelle vorziehen, Dir einen speziellen Lehrer zu suchen, der auf Deine Persönlichkeitsstruktur und Lebensbedingungen eingehen und Dir eine kompatible Praxis übermitteln kann.
    Dieses haben Dir ja auch schon andere hier geraten!


    So wünsche ich Dir das Allerbeste und viel Erfolg in dieser Hinsicht!


    Liebe Grüße von Amdap