Online

Ellviral

  • from Essen NRW
  • Member since Jun 24th 2011
  • Last Activity:
  • Ungelesene Beiträge
Posts
9,301
Likes Received
2,238
Profile Hits
537
  • Hallo Ellviral, ich habe leider deine Nummer und die Konversationen gelöscht, aber dafür alle Komplikationen mit den richtigen Leuten geregelt. Vielleicht kannst du mir aus deiner eigenen Erfahrung helfen, mit meinem Anderssein umzugehen, so hoffe ich, aber es würde glaube ich auch einfach nur guttun mit jemandem zu sprechen der nachempfinden kann, wie es mir geht. Falls du mir noch eine Chance gibst, entsperre bitte die PM, dann schicke ich dir nochmal meine Nummer oder wir können uns auch gerne erstmal per PM austauschen.

    • Du warst hier mal blockiert. Du hättest immer etwas machen können. Es ging mir nur um deinen Überfall, das war mir einfach zu über-griffig. Mehr war und ist nicht. Du bist nirgends mehr blockiert.

      liebe Grüße

      Helmut

    • Danke 🙏

  • Ich pin Dir auch was hier hin Ellviral:


    Danke dass Du mich so ein bisschen unter Deine Fittiche genommen hast & eine Vorbild- & Vaterfunktion für mich hier im Buddhaland übernommen hast. Du verstehst mich mit meinem CBD-Anliegen, Danke dafür! Danke auch das Du es nicht so gut fandest, dass ich mich diese Jahr so gehen hab lassen und nicht mehr zur Arbeit gegangen bin und statt dessen gekifft habe. Ich war halt auch frustriert weil ich mich nicht genug unterstützt gefühlt habe, gesund zu werden.


    Diese Nachricht kannst Du behalten oder löschen, Hauptsache sie kommt bei Dir an.

    • Ich bin Dir Dankbar das Du hier bist denn eines hast Du mir ganz klar gemacht: Ich bin nicht allein mit meinen Zweifeln, auch wenn sie scheinbar ganz anders sind. Es geht immer darum zu erkennen das wenn es mir nicht gut geht oder zu gut geht ich etwas ergriffen habe, weil ich glaubte das ich das jetzt haben muss. Dabei brauch ich doch nur lebend bleiben. Lebend zu sein heißt nie anderen zu beweisen das ich lebe. Ich atme, ich höre und spüre mein Herz ich gehe in die Wirklichkeit und glaube ich begegne mir doch oft ist da nur eine Person. Doch ich erkenne immer den nur leben wollenden Menschen.

      Du wirst immer wieder auf deinen Glauben hereinfallen, Auch das ist Lebend sein eben für Menschen die immer auch Personen sein müssen. Sei Person und Weiß das Du nur Mensch bist.

  • Festus:

    Der Ton der Flöte

    durchdringt sehnsuchtsvoll mein Herz.

    Herbstlaub tanzt im Wind.



    Ellviral:

    Der Ton der Flöte

    dringt in mein sein im Herzgeist

    Herbstlaub tanzt im Wind.

  • Auf Facebook ist noch ein fast totes Profil:

  • Da seh ich ihn liegen, Krankenwagen sagend das ich nicht verstehe weil die Anstrengung den Unterkiefer zu heben vom Körper verweigert wird. Und wieder Krankenwagen, Ich fange an zu weinen, ich versteh dich nicht, soll ich den Notarzt rufen? Ja.

    Was ist da? Da ist nur noch Skandha dessen Bewusstsein das Bewusstsein aktiviert das sprechen kann, das was leben will und jetzt alles tut um das winzig kleine bisschen Hoffnung zu ergreifen. Als die Nothelfer da sind ist seine Übernebelchance auf 5% gesunken. Zu wenig, aber das fühlende Wesen will leben egal wie. Ich hab mit Vorwürfe gemacht das ich nicht einfach dann angerufen habe als ich die Notlage wusste. Ich konnte nicht! Erst als der Zustand so war das ich gesagt bekam das ich das darf, hab ich sofort gehandelt, doch da war kein Arnold der entschieden hat. Nachdem er im Wagen war wurde er schon von den dazu gekommenen Notärzte runter-gefahren. Eigentlich hab ich ihn schon da zu Grabe getragen. Helmut kann soviel erzählen wie er will ich falle nicht auf seine Falle mir Versagen vorzuwerfen herein. Wichtig ist eigentlich nur das da wirklich nur noch das fühlende Wesen war dem ich helfen konnte, Arnold wollte keine Hilfe.

  • Ich hoffe es ist ok, wenn ich hier etwas hinschreibe, ansonsten kannst du es ruhig loeschen. Ich habe ehrlich gesagt den Sinn einer Pinnwand nicht ganz verstanden...


    Ich wollte dir nur danken. Ich habe dich lange gelesen und wenig verstanden. Was zum Grossteil an meinem Leseverstaendnis liegt (zB. Probleme mit Metaphern). Irgendwann hattest du etwas geschrieben und ich verstand es. Seitdem faellt es mir leichter. Es ist aber garnicht so wichtig ob ich es immer verstehe, ich mag deinen Art zu schreiben inzwischen sehr und dafuer wollte ich dir danken (natuerlich auch fuer das Teilen des Inhalts).

    • Warum solltest Du hier nicht schreiben können, doch hier wird nur der geduldet der mir angenehm ist. Dann brauch ich den auch nicht ignorieren er wird es merken wenn er rausgeflogen ist.

  • Arnolds Zerfallen.


    Unser Tageablauf seit Jahren. Er steht um 13 Uhr auf, Frühstück so um 14 Uhr Abendessen um 20.30, erstes Bier um 22 Uhr. Schlafen um schätze mal 4 Uhr. Ich steh um 10 auf, Arbeite von 16 bis 22 Uhr gehe um 2 Uhr schlafen. Montag Dienstag frei, auch die Tage an denen wir gemeinsam Abendessen. Darum fällt es mir kaum auf was er so isst. Aber Er kam

    gut damit zurecht. Kalorien mäßig nahm er immer genug zu sich. Er bringt mich, wenn es geht zur Arbeit, Abfahrt um 15,30 und holt mich um 22 Uhr ab, wenn geht. Er hat als Fahrer für eine Zeitarbeitsfirma gearbeitet und Arbeiter zur Arbeit gebracht und, oder abgeholt. Unser Yaris Hybrid hat 250000 Km in 6 Jahren gefahren. Meine Arbeit ist 15 Km von Zuhause entfernt. Sein Fahren ging immer vor meinen Terminen!


    Die ganze Sommerzeit ist er jedes Wochenende auf dem Campingplatz, seine Oase. Dann fahr ich immer mit dem Bus. Da ich am Wochenende keine Zeit habe bin ich in den Letzten zwei Jahren drei Mal mit ihm da über Nacht gewesen. Nun haben wir schon fast den Jahreslauf. Seine Arbeit war ihm immer sehr wichtig, darum bin ich so wenig da gewesen denn, wenn ich Urlaub hatte hat er meist gefahren.


    Er hatte mit 2Jahren Kinderlähmung daher waren seine Füße durch Lähmungen eingezogen, die rechte Hand fast kraftlos, der Gang mit Schuhen ging nur mit Gehstock. Seine Prognose damals war das er wohl nur bis zu 24 Jahre zum Leben habe. Er war immer ein Kämpfer, wenn es um seine Selbstbestimmung ging wie er leben konnte und wollte. Das er auch noch schwul war ist weder für ihn noch für seine Partner je zum Problem geworden, hat er beseitigt.


    Damit das ganz klar ist, wirklich klar wird:



    Er konnte selbstständig einen Arzt anrufen sogar noch Montagmittag, hat er noch sein Handy geprüft, er hätte jederzeit, jederzeit, 112 wählen können. Er hat mich da erst um 15 Uhr gebraucht da konnte er das nicht mehr!!!



    Montag, 29.10

    Nach dem Erhalt der Kündigung und dem Erfahren das TTM in Konkurs gegangen ist fing es an. Er war irgendwie apathisch wegen der Kündigung war und dem Konkurs der Firma für die er 13 Jahre gearbeitet hat. Er hatte Magenschmerzen ging dann aber wie gewohnt Baden und nachher aßen Reisfleisch und lebten einen fast normalen Montag. Ich sagte ihm noch das ich keine sorgen um Geld habe. Doch hatte ich nicht bedacht das er so, ohne Arbeit, zielgerichtet Tätigkeit, nicht sein wollte. Er verhielt sich ganz normal der Situation entsprechen seine drei Bier und ein bisschen knabbern.


    Dienstag den 30.10

    Begann mit normalen Gesprächen Frühstücken und normalem Tagesablauf. Da er keinen Hunger hatte macht ich mir abends eine Stulle. Die Kündigung drückte doch sehr. Er aß seine Kekse zu seinem Bier. Hatte aber irgendwie Magendruck. Talcid half. Er redete nicht viel, aber das war normal, wenn er was zu verdauen hatte.


    Mittwoch 31.10

    Der Tag verlief fast normal. Da ich am 1.10 frei genommen habe bat er mich doch Bratwürste einzukaufen dann wollte er Nudelsalat machen für den er nichts brauchte was nicht hier war. Auf

    meinem Brötchengang hab ich also noch Bratwurst gekauft und wir haben gefrühstückt und dann brachte er mich zur Arbeit und holte mich dann auch wieder ab. Er trank sein Bier und knabberte, spielt mit seinem Tablett und Laptop es ging gut. Ich fragte nach seinem Magen und er sagte es sein heute besser und nicht so schlimm. Also dachte ich geht es schon langsam aus dem Tief.


    Donnerstag 1.11

    Allerheiligen. Ich besorgte Brötchen und wir frühstückten. Er sagte noch, das er sich ja noch was für den Nachmittag überlegen muss weil ich ja zu Wortgottesdienst wollte um mir das Spektakel mal anzusehen. Hatte ich gestern im Spaß gesagt. Er sprach ein wenig leiser als normal aber war guter Laune, doch zu Abend hin wurde er Stiller, er machte keinen Nudelsalat und hatte auch keinen Hunger, der Magen meldete sich wieder. Ich machte mir Bratwurst und ein Brot dazu und er hatte sein Bier und keine Kekse. Er nahm dann wieder Talcid aber fühlte sich nicht mehr so gebessert, ansonsten lief der Abend normal. Ich war es gewohnt das er plötzlich keinen Hungermehr hatte.


    Freitag 2.11

    Heute Morgen ist er noch einmal zur Firma gefahren, weil der Insolvenzverwalter Unterschriften von ihm brauchte. Er ging etwas schwerer, wackelig aber nicht anormal, passiert schon mal. Das Frühstückt war normal und auch das bringen zur Arbeit, das Abholen war 6 Minuten später als gewöhnlich und er brauchte auch etwas länger die Treppen rauf, sagte das er sich irgendwie schwach fühlt, hatte zwei Bier und ein paar Kekse. Soweit alles fast normal, etwas langsamer unsicherer und auch ein wenig blass im Gesicht. Dann sagte er mir noch das er seit zwei Tagen immer wieder Schweißausbrüche hat und seine Haut fühlte sich zu kalt an. Er trank sein Bier. und als er die zweite Flasche holen ging kam er nicht wieder, nach 10 Minuten ging ich nachsehen und da saß er auf der Badewanne und sagte: " Ich kann nicht mehr pissen?!" Er sagte das er das Gefühl habe als ob sein Bauch zu schwer war. Hatte auch Schwierigkeiten zu seinem Sessel zu gehen. Seine Haut war Kalt und schweißig die Nackenhaare nass ich fragte ihn ob ich nicht besser einen Arzt anrufen soll und er sagte: Nein brauch ich nicht wird schon wieder gehen. Mit ungutem Gefühl ging ich schlafen.


    Samstag 3.11

    Wir habe gefrühstückt und er quälte sich schon mit dem halben Brötchen und aß nur noch einen Joghurt und zwei Tassen Kaffee. Beim Brötchen kaufen ging ich noch zur Apotheke und besorgte ihm Iberogast und Gaviscon, weil Tacid nicht mehr besserte. Die Tabletten besserten dann auch wieder ein wenig. Ich machte mir Sorgen und fragte ihn ob ich einen Arzt anrufen sollte was entschieden verneint wurde. Da wir an einem Sportplatz wohnen und Arnold keinen Parkplatz mehr bekommen würde wenn er zurück wäre bin ich mit dem Bus zur Arbeit gefahren. Als er mich dann abgeholt hatte dauerte es sehr lange bis er wieder in der Wohnung war, die Treppe, ich glaubte ja immer noch an eine Magenstörung. Sah seine Schwäche, fühlte seine kalte schweißige Haut, fragte mehrmals nach Schmerzen, sogar ob ich den Arzt rufen soll. alles wurde verneint. Er wollte kein Bier hatte nur etwa einen halben Liter hellbraunen Urin gelassen, über die ganze Nacht und den Tag. Eine große Lenorflasche diente als Auffangbehälter. Er hatte, glaube ich, keinen Harndrang er wollte einfach nur normal Urin lassen, aber das ging nicht, alle Tricks die sonst wirkten funktionierten nicht. Er beschwerte sich über seine Beine die ihn nicht mehr tragen wollten.


    Sonntag 4.11

    Er schlief weiter als ich um 9 Uhr aufstand und zum Bus ging. Um 16 Uhr bekam ich eine SMS mit der Bitte doch auch mit dem Bus zurück zu fahren, weil er sehr schwach war und nicht oder sehr schwer

    gehen konnte, er gebraucht seinen Gehstock in der Wohnung wie ich später sah. Als ich ihn sah fragte ich wieder ob ich einen Arzt rufen soll er sagte nein braucht nicht, bin nur im Moment so schwach. Er trank nur ein Glas Wasser und ich machte ihm eine Brühe. Tagsüber hatte er eine Tasse Kaffee getrunken und einen Jogurt gegessen. Als er wieder in Bett kroch, um 3 Uhr, wurde ich wach und fragte was ist, er sagte das er nur sein Feuerzeug verloren habe sonst ist nichts und ich schlief wieder ein. Wurde aber nach kurzer Zeit wieder wach, weil er versucht sich irgendwie dazu zu bringen Urin zu lassen. Ich half ihm dabei, aber es war erfolglos und so deckte er sich halb zu. Er war kalt, schweißig und wollte nicht die wärmende Decke. Ich legte mich wieder hin er machte das Licht aus irgendwann wurde ich wieder wach und hörte seinen ganz normalen Atem und schlief wieder ein.


    Montag 5.11

    Er ging erst und senkte sich dann auf den Boden. ich fragte ob ich helfen soll er sagte nur das er auf allen vieren zum Sessel kommt. „Hab ich gestern auch schon gemacht.“ Er wollte Wasser und nahm seine Medikamente. Ich fragte wieder nach einem Notarzt er wollte keinen. Weil ich nichts weiter für ihn tun konnte hab ich seine Füße gepflegt Hornhaut weg gemacht. Seine Zehen waren irgendwie bläulich und ich sah die Venen an seiner Nase blau durchscheinen aber seine Lippen waren blass. ((Heute weiß ich das er schon zyanotisch war.)) Da kam ich auf die Idee mal Blutdruck zu messen, das Gerät zeigt E an. Ich messe bei mir und es kommt eine normale Anzeige. Ich messe noch dreimal bei ihm, immer Error. Dann wollte er wieder ins Bett und da wurde es wirklich schwierig, weil er nicht aus dem Sessel an den Boden kam. Ich half ihm immer wieder weiter bis er sich ins Bett rollen konnte. Dann wollte er schlafen. Da war es 12.30 zu spät für Hausarzt, gut sagte ich mir ich lasse ihn jetzt bis 15 Uhr schlafen und dann ruf ich an. Ich geh ins Schlafzimmer und Arnold sagt was und ich versteh ihn nicht, er sagt es nochmal und ich verstehe nicht ich bekomme Angst und frage ob ich den Arzt rufen soll, Er sagt endlich ja. Hausarzt nicht da. ((Da ich mich sehr gut Tatsachen aus der Erinnerung zurückerhalten kann, wenn ich kopiere ist mir klar geworden das er zweimal das Wort "Krankenwagen" gesagt hat, da er aber seinen Unterkiefer zu der Zeit nicht hoch bewegen konnte wurde das W nicht deutlich und ich verstand nicht.)) 112 angerufen, bin in Bottrop gelandet die vermitteln nach Essen ich stammel mein Zeug. Der Rettungswagen kommt mit Blaulicht, hatte ich nicht erwartet. Die Rettungssanitäter kommen hoch versuchen Blutdruck zu messen, geht nicht. Haben sie einen Bademantel? Nein braucht er nicht er ist immer nackt in der Wohnung, Macht nichts wir haben Decken. Sie legen ihn auf eine Tragematte und wir bringen ihn nach unten auf die Rolltrage und in den Rettungswagen. "Wir bringen ihn ins Uniklinikum, weil wir vom Knappschafts abgelehnt wurden." Ich gehe wieder in die Wohnung und wundere mich warum die nicht abfahren, nach kurzer Zeit kommt da noch der Notarzt mit Blaulicht und Lärm. Dann bin ich erstmal wieder runter gegangen. Hab nur erfahren das sie ihn stabilisieren mussten. Nach einer Stunde Anruf aus der Notaufnahme. Er hat Luft und freie Flüssigkeit im Bauch und wird heute noch operiert. Ich bin mit dem Taxi zur Uniklinik gefahren, als ich ihn dann endlich gefunden habe sagte man mir das er gerade in das OP Zentrum gebracht wurde. Ich könnte da aber warten bis er wieder aufwacht. Ich habe gewartet bis 21 Uhr dann war ich so müde und leer das ich nach Hause fuhr und um 23.40 die Intensivstation angerufen und gehört das er in sehr kritischem Zustand ist aber stabil. Bei künstlichem Koma, Dialyse, Herzkreislauf Unterstützung, Beatmung, Ernährung durch Infusion. Um 2 Uhr ging ich schlafen.


    Dienstag 6.11 Ab 16 Uhr

    Besuchszeit auf der intensiv. Halboffene Erklärung des Arztes, Schongang. Arnold liegt da wie erwartet, ein

    Körper ohne Seele, ohne Ich. Ich berühre ihn nur kurz, er ist kalt und leicht feucht. nach 30 Minuten gehe ich wieder.


    Mittwoch 7.11

    Es wird genauer mit dem beschreiben der Krankheitslage. Ich stelle mich neben das Bett lege eine Hand auf seien Oberarm und eine auf seine Hand und Sitzen im Stehen (Zazen). Dann bekomme ich seine persönlichen Gegenstände, unser Ring und seine Halskette. Ich gehe nach 30 Minuten und fahre zur Arbeit. Als ich wieder Zuhause war steckte ich seinen Ring an meinen kleinen Finger. Arnold war nun bei mir und da was ein krankes fühlendes Wesen.


    Donnerstag 8.11

    Mir wird mitgeteilt das Arnold heute noch einmal aufgemacht wird um nachzusehen ob was zu tun ist. Wieder Sitzen im Stehen, da bemerke ich das die Anästhesie Ärztin neben mir steht. Sie macht ihre Vorbereitung. Sie hat keinen Hoffnungsvollen Blick und sagt mir das er immer noch in Lebensgefahr schwebt. Ich fahre zu Arbeit. Um 21 Uhr bekomme ich die Information von der Intensiv das er jetzt wieder bei ihnen ist und das er wieder stabilisiert wird.


    Freitag 9.11

    Um 8.45 weckt mich mein Telefon. Die Intensiv, ein kurzer Schreck, doch mir wird mitgeteilt das er noch einmal im OP war um die Beatmung vom Tubus (endotracheale Intubation) auf den Hals (supraglottische Atemwegshilfe) zu legen. Alles wie vorher, sehr kritischer Zustand. Bin nicht in die Klinik gefahren.


    Samstag 10.11

    Ich bin wieder bei ihm. Er sieht friedlich aus, Seine Haut ist etwas wärmer, ich nehme seine Hand und seinen Oberarm und bin 30 Minuten im StehenSitzen, bei mir erscheint ein ganz tiefer Friede. Ich geh zur Arbeit.


    Sonntag 11.11

    Keine Zeit, bin von 11 bis 22 Uhr arbeiten. Keine Meldungen.


    Montag 12.11

    Ich bin wieder bei ihm. Mir wird gesagt das er wieder kritischer wird und das er in zwei Stunden noch mal aufgemacht werden soll da die Peritonitis sich wieder verstärkt hat. Ich mach mein Programm und gehe nach 45 Minuten wieder. Ich warte auf einen Anruf, er kommt nicht, also ich es gut wie es ist. Ich will nicht anrufen gehe schlafen mit dem Gedanken das alle gut ist bei sehr schlechtem Zustand, er lebt wie auch immer.

    Dienstag 13.11 Ich bin wieder da und die Anwesenden wissen schon um mein merkwürdiges Verhalten. Ich hab meine Hände da wo sie immer sind. Ich frage den Arzt was geschehen ist. Er sagt

    mit beklemmter Stimme das sie nicht operiert haben, weil sie darin keinen Sinn mehr sahen. ich gehe ins StehSitzen und gehe nach 45 Minuten. Irgendwie macht das Ganze keinen Sinn mehr ich denke darüber nach was Tatsache ist. Schwere Peritonitis, die Nieren arbeiten nicht, das Herz braucht immer mehr Medikamente. Was ist zu tun? Ich sehe den fast Halbmond und denke mir: vielleicht geht er mit dem Halbmond und hab das Datum 15. als Idee.


    Mittwoch 14.11

    Um 14 00 bekomme ich den Anruf von der Intensiv das er wohl im Laufe des Tags sterben wird. Sie sind einfach am Limit mit der Herzunterstützung. Ich fahre sofort los und bin um 15.40 das. Mir kommt der Arzt entgegen um mir zu sagen das mein Mann vor 5 Minuten gestorben ist. Ich werde schwer erschüttert. Der Arzt hat Sorgen im Gesicht und ich beruhige ihn mit meinen Händen Atme aus, atme aus, atme aus und gehe an das Totenbett. Ich sehe ihn und ... Alles ist gut, er ist zerfallen. Die Menschen bei seinem Bett sind noch damit beschäftigt die ganzen Verkabelungen und Kanülen abzumachen, die Geräte stillzulegen. Ich frage ob ich störe, einhellige Antwort nein, sollen wir sie allein lassen: nein. Ich fasse ein letztes Mal, wie vormals auch und atme aus, atme aus. Alles Friede, alles ist im Fluss, alles ist Gut, Asche zu Asche Staub zu Staub.

    Ich war nicht zu spät, ich war nicht zu früh, alles war genau richtig so wie es war.

    Ich war um 17.30 Zuhause, setz mich einfach um zu weinen, das wird schmerzhaft, krampfhaft, unecht, gewollt. Ich nehme die Dinge die ich brauch um ein Beerdigungsunternehmen zu beauftragen und geh los. Als ich da bin wird mir nicht mehr aufgemacht, egal ich hab drei Tage Zeit.


    Donnerstag 15.11

    Ich gehe zum Institut. Alles ist gut Gehe in sehr tief Zufriedenheit wieder nach Hause. Um 15 Uhr fahr ich zur Arbeit.

    Endlich Menschen die mich brauche, die mir helfen wieder gebraucht zu werden.

    • Das fehlt noch:

      Die Diagnosen:

      1. Magenperforation im Antrum bei schwergradiger Gastritis mit ausgeprägter Fettgewebsnekrose und 4-Quadranten Peritonitis

      2. Septischer Schock mit Nachweis von Bakterien und Candida

      3. Septisches Multiorganversagen

      4. Exitus letaralis am 14.11. 15.41 Uhr

      Ich war um 15. 43 an seinem Bett.


      Als er mich bat den Notarzt zu rufen war es schon lange zu spät und das wusste er.

      Küsschen mein Schätzchen.

  • SN 55.3

    "Dann hast du, Dīghāvu, wenn du in diesen vier Gliedern des Stromeintritts gefestigt bist, darüber hinaus sechs Wissen vermittelnde Dinge zu entfalten. Da magst du, Dīghāvu, bei allen Gestaltungen in der Betrachtung der Unbeständigkeit weilen, bei der Unbeständigkeit das Leiden wahrnehmen, beim Leiden die Nicht-Ich-heit wahrnehmen, die Überwindung wahrnehmen, die Entreizung wahrnehmen, die Auflösung wahrnehmen. So hast du dich, Dīghāvu, zu üben".


    Bei allen meinen und den nicht meinen???? Gibt es Gestaltungen die nicht meine Sind? Nein alle meine Gestaltungen sind vergänglich, dies Vergänglich sein ist mein Leiden, es gibt nur meine Gestaltungen und sie sind nicht mein Ich sondern mein Ichbin sein. Wovon entreizen, entsüchten??? Von dem immer wieder erscheinende Mein, dass das Leiden durch Vergänglichkeit nicht erkennen wollen erzeugt wird. Erkenn immer wieder Vergehen, und Unpersönlich, dann wird das bedingte Entstehen von selbst erkannt.

    • Wie erschrecken zum Lächeln bringend und wahr doch etwas werden kann das nur gewusst wurde.

  • lebend sein ist der Sinn des Lebens, nichts Heiliges, nichts Gegenständliches, nichts verdienstvolles, nichts Sammelndes, ich werde es nie wissen.

  • Ichbin weiß das da ich ist, doch ich weiß weder was von Ichbin noch von ich.

  • Ich liebe nichts weil es da ist, weil es da ist liebe ich.

  • Hab ich das nicht alles wieder gut gemacht , hab ich mir nich echt Mühe gegeben um das gut zu machen, bin ich nicht wirklich Menschenfreundlich, hab ich nicht genug gute Taten angehäuft, hab ich Buddha Lehre nicht immer gut angewendet, hab ich nicht dadurch ein Recht auf Anerkennung, auf ein Besseres Gehalt?

    "Kein Verdienst!"

    Was ist denn nun die Lehre, was ist die Essenz der Wahrheiten, was ist denn nun Das Wissen, Die Lehre, Der Sinn Des Lebens?

    "Leere Weite - nichts von Heilig!"

    Wer bist du, wer ich, woher komme ich woher Du, wen liebe ich da, wen liebst Du, gibt es Dich gibt es mich, was ist ich wenn ich nicht mehr bin?

    "weiß nicht!"

  • Der Hai springt aus dem Wasser das ihn verborgen hat. Er zeigt sich und das Wasser des Meeres erscheint wie seine Flügel. Woraus steigt er auf? Aus der Christrose deren Bedeutung wohl nur noch ich kennt. Es war die Blume die die Mutter ihrer Tochter in die Hand gegeben hat als sie im Sarg lag. Meine Mutter hielt diese in ihrer Hand. Keine Totenblume sonder eine die Leben für die Lebenden verspricht. Daraus kommt der Hai der Anhaftung und macht das an dem er anhaftet zu seinen Flügeln.

  • Wie soll ich meine Personen jetzt steuern wo ich gar keine mehr brauch und auch keine mehr habe. Irgendwie ist es so vollkommen fremd bekannt dieses einfach nur .... irgendwie ist es wie ein nach Hause kommen zu ein einem Sein das schon sehr oft da war doch habe ich es immer wieder von mir gelassen. Wollte es nicht festhalten, wollte nicht daran anhaften, will es auch jetzt nicht aber das ist so einschleimend das ich mich nicht wehren kann, Ablehnung ist eben doch Leiden, Anhaften genauso. also was nun festhalten, loslassen greifen, sehnsüchtig bleiben wollen? Scheiß egal es ist wie es ist. weder verlangen noch anhaften zulassen macht nicht glücklich nicht traurig nur ja was macht es denn? findet es selber raus. Ich wünsche allen einen großen Zweifel, großes Vertrauen und das was so ist wie es ist. Ich glaube Helmut verabschiedet sich gerade, für ihn gibt auch sehr viel zu tun was zu tun ist mit seinen Händen, Füßen, seinen ganzen Körper, Skandha, nicht nur die Finger und den Verstand. der die das andere wird wohl weiter hier erscheinen einfach so, wie da sowas wie Bock drauf haben ist.

  • Es geschieht immer öfter, das ich in beim lesen meiner Worte mir fremd bin. Ich muß tatsächlich die Gedankengänge wiederherstellen. "Meinen" Text muss ich so lesen wie ich jeden Text hier lese. Es ist sehr eigenartig, sich selber nicht mehr sofort zu verstehen. Die Gedanken, Vorstellungen müssen von mir wieder geschaffen werden. Krama, ich erschaffe das Alte neu und glaube es zu verstehen, obwohl ich weiß das das Alte neu geschaffene nur Leiden schafft. Meine Vorstellungen besiegen nicht mehr so oft die Wirklichkeit.

  • Alls ich so durch die Linkseite ging ist mit aufgefallen was es so alles gibt und gerade wollte ich einen Link anklicken da war da ein verwerflicher Gedanke: Warum soll ich das lesen? Wer soll das alles lesen? Dann hab ich es gelassen und mich gefragt: Werde ich nicht mehr und mehr ein Objekt anderer Meinungen und Wahrheiten? Verlier ich nicht den Kontakt zu meinen Wahrheiten? Nein die hab ich schon mal verloren und ich weiß wie dieses Gefühl ist von denen als Dummerchen angesehen zu werden die all diese Links gelesen haben. Ich labber also weiter aus meinem Leben, meinem Link den ich noch lange nicht gelesen habe. Und ein weiterer Vorteil: Den kann keiner so einfach anklicken, selbst ich nicht, das muss ich alles selber erleben und erfahren. Keine Chance auf das Netz, nicht das ich vor-her-lesen könnte, keine Sicherheit, jeder Schritt geschieht in das Nichts das was wird. Kein Link in die Zukunft, nur Glaube an Zukunft.

  • Wie kann man das beseitigen, vermindern, diese Unsicherheit mich zu äußern? Vielleicht ist es auch der Antrieb es jedem recht zu machen oder einfach nur verstanden werden. doch was ist verstanden werden.

    es könnte aber auch sein das ich mich einfach lieben sollte für die Unfähigkeit lange Eitel und selbst-erniedrigend zu sein.

    Pin ich hier mal an.

  • Weiß ich im Moment nichts mit anzufangen!?!?

    Der Pinnwand.

    • S. Celine Jetzt ist es tatsächlich möglich den nun bin ich wirklich Rentner und kann über mein Leben wirklich ohne meine Bindung an meinen Beruf entscheiden.

    • Aber ich warne lieber mal eben. Meist bin ich enttäuschend, ja sogar Wut auslösend. Denn ich bin der der die Person zerstört. Und dann zeige ich wie man eine Person ist die sich frei verändern kann, ihr Leben leben kann. Zufrieden sein wenigsten eine Zeit lang. Da ich jetzt Zeit habe könnte ich die vor Jahrzehnten liegen gelassene Arbeit zum Menschen wieder aufnehmen,. Könnte ich?