Dukkha

  • Dukkha ist der zentrale philosophische Begriff in der Lehre des Buddhas und in den vier edlen Wahrheiten vom Leiden dargelegt, so wie dessen Ursachen (das Verlangen "tanha/asava") und dem zur Befreiung führenden Weg. Dukkha wird auch mit "schwer zu ertragen" übersetzt oder mit "Unzulänglichkeit", am häufigsten aber mit "Leiden". Eine passendes deutsches Wort gibt es leider nicht. Aufgrund der karmischen Willenstätigkeiten (sankhāra) ist dukkha eines der drei Daseinsmerkmale (sabbe sankhara dukkha). Als Adjektiv bezieht es sich auf das Gefühl (vedana) und bedeutet "unangenehm".

    Dukkha ist der zentrale philosophische Begriff in der Lehre des Buddhas und in den vier edlen Wahrheiten vom Leiden dargelegt, so wie dessen Ursachen (das Verlangen "tanha/asava") und dem zur Befreiung führenden Weg. Dukkha wird auch mit "schwer zu ertragen" übersetzt oder mit "Unzulänglichkeit", am häufigsten aber mit "Leiden". Eine passendes deutsches Wort gibt es leider nicht. Aufgrund der karmischen Willenstätigkeiten (sankhāra) ist dukkha eines der drei Daseinsmerkmale (sabbe sankhara dukkha), sh. auch sankhārā-dukkhatā.


    Die Eigenschaften


    Als Adjektiv bezieht es sich auf das Gefühl (vedana) von denen es drei Zustände gibt: "unangenehm" (dukkha), "angenehm" (sukha) und "weder angenehm, noch unangenehm" (adukkham - asukhaŋ). Letzteres wird als Ideal der Heiligkeit (Arahat) durch das vierte Jhana als Gleichmut (upekkha) beschrieben, was sich lediglich auf die Art der Betrachtung der Vorgänge bezieht, dh. gleichmütige und wissensklare Betrachtung der Vergänglichkeit bei den Gefühlen (usw., sh. drei Daseinsmerkmale), zB. in satipatthana.


    Das Gefühl kann weiter unterteilt werden in ein unangenehmes Empfinden des Schmerzes, dessen Ursache körperlicher Schmerz ist (dukkha-dukkhatā) und in "geistiger Schmerz" (zB. Kummer, Trauer, usw.). Es wird auch als domanassa (duh + manas) bezeichnet und ist gegenteilig zur Freude (somanassa).


    Was ist Dukkha?


    In der ersten edlen Wahrheit wird dukkha genau beschrieben: "Dies nun, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden: Geburt ist Leiden, Alter ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsinn und Verzweiflung sind Leiden; vereint sein mit Unliebem ist Leiden, getrennt sein von Lieben ist Leiden; was man verlangt, nicht erlangen, ist Leiden. Kurz gesagt: die fünf Faktoren des Ergreifens (Upadana-Skandha) sind Leiden.". Die fünf Daseinsgruppen (dh. die physischen und mentalen Qualitäten des individuelle Erlebens) werden als leidvoll bezeichnet, wenn sie von den "geistigen Strömungen" (āsava) und dem Ergreifen (upādāna) begleitet werden.


    Wie entsteht es? (Leidensentstehung "samudaya")


    In der zweiten edlen Wahrheit werden diese Prozesse genauer erläutert und als Ursachen für das Leiden identifiziert. Durch das Verlangen ("Hunger" tanha) nach bestimmten Erlebnissen ("Nahrung" āhāra) kommt es zur Entstehung des "schwer zu Ertragenen".


    Die Leidensaufhebung (nirodha)


    Die dritte Wahrheit erklärt die Aufhebung dieser Verstrickung. Die Analyse der Leidensentstehung findet sich in der Darlegung vom bedingten Entstehen wieder und die Wiederlegung einer festen Persönlichkeit im anattā-Konzept. Diese beiden philosophischen Konzepte dienen der rechten Ansicht.


    In der Meditation (oder intuitiven Einsicht) sind sie in der "Ruhe und Einsicht" (samādhi und vipassana) vereint und führen zur Gemütserlösung. Durch das bewusste Erkennen der ineinander greifenden Prozesse und der drei Daseinsmerkmale entsteht Weisheit (panna). Die Unwissenheit über die Ursachenverkettung wird beendet und somit ihre Wirkung, das Anhaften und das "schwer zu Ertragene" (Dukkha). Das vorrübergehende Erlöschen von leidhaftem Empfinden (oder andere temporäre Zustände des Erlöschens zB. während der Meditation) wird als Nirodha bezeichnet. Das endgültige Erlöschen der Triebe als Nirvana.


    Der edle achtfache Pfad


    Die vierte edle Wahrheit legt den "zur Leidensauflösung führenden Weg" da (dukkhanirodhagāminī patipadā), dh. die Umsetzung oder "Verwirklichung".


    Zum philosophischen Verständnis siehe Buddhadhamma und die vier edlen Wahrheiten.

    Zum Umgang mit den Trieben, sh. Āsava.


    Vollständig überarbeitet von Spock am 8.6.2018