Welches Buch lest ihr gerade?

Moderator: void

714 Beiträge
Ich les' mal in diesem mal in jenem Buch immer wieder ein Stück weiter. Jetzt hier:
Carneol hat geschrieben:
Gendün Rinpoche: "Der grosse Pfau - Die Umwandlung der Emotionen im tibetischen Buddhismus"

in Kapitel V. "Wie man die Emotionen als spirituellen Pfad benutzt" :D
Carneol hat geschrieben:
Ich les' mal in diesem mal in jenem Buch immer wieder ein Stück weiter. Jetzt hier:
Carneol hat geschrieben:
Gendün Rinpoche: "Der grosse Pfau - Die Umwandlung der Emotionen im tibetischen Buddhismus"

in Kapitel V. "Wie man die Emotionen als spirituellen Pfad benutzt" :D

... und weil man hier nicht ohne die Bardos weiterkommt, les' ich nun erstmal hier weiter:

Chögyam Trungpa: "Das Jetzt im Strom der Zeit" (im 3. Kapitel "Der Bardo der Meditation", 2. Abschnitt "Der Bardo des Klaren Lichts") :)
Bankei: Die Zen-Lehre vom Ungeborenen
David Brooks, The Road to Character

In der Einleitung wir ein schöner Text zitiert, in dem es um die Frage geht, ob Weisheit (in Schulen) gelehrt werden kann. Im letzten Abschnitt musste ich an die Diskussion im Buddhismus über Wiedergeburt denken, die hier eher positiv gedacht ist. Aber 'buddhistisch' empfinde ich die Idee, dass keine 'Person' wiedergeboren wird, sondern eine 'Botschaft'.

'The heart cannot be taught in classroom intellectually, to students mechanically taking notes...Good, wise hearts are obtained through lifetimes of diligent effort to dig deeply within and heal lifetimes of scars...ou can't teach it or email it or tweet it. It has to be discovered within the depths of one's own heart when a person is finally ready to go looking for it, and not before.

The job of the wise person is to swallow the frustration and just go on setting an example of caring and digging and diligence in their own lifes. What a wise person teaches is the smallest part of what they give. The totality of their life, of the way they go about it in the smallest details, is what get transmitted.

Never forget that. The message is the person, perfected over lifetimes of effort that was set in motion by yet another wise person now hidden from the recipient by the dim mists of time. Life is much bigger than we think, cause and effect intertwined in a vast moral structure that keeps pushing us to do better, become better, even when we dwell in the most painful confused darkness.'
"Unser Buch beschreibt verschiedene Mitgefühlspraktiken [...]. Es werden zugrunde liegende theoretische Ansätze u.a. aus dem Buddhismus, der Psychologie oder aus evolutionärer Sicht vorgestellt. Die neuesten wissenschaftlichen Forschungsergebnisse werden präsentiert und säkulare Trainingsprogramme von Mitgefühl dargestellt."

Mitgefühlspraktiken? Super! 'Trauerarbeit' hatten wir ja schon. Und gar 'säkulare Trainingsprogramme von Mitgefühl'!! Na dann trainiert mal schön...

Sorry, 451, natürlich bin ich dankbar für jede Buchvorstellung. Bitte sei mir nicht böse wegen des Sarkasmus.
Hallo 451,
451 hat geschrieben:
Magst Du mir mitteilen, was der Reizbegriff meines Beitrags gewesen ist? Ist es "säkular" gewesen?

Nein, 'Mitgefühlspraktiken' und 'Trainingsprogramme'. :)

451 hat geschrieben:
Deine Buchempfehlungen in diesem Thread beinhalten kleine persönliche Buchbesprechungen.

Würdest Du Dir oder die Anderen sich so etwas generell bei jedem Buchtipp wünschen?

Beim Überfliegen des Threads: es gibt die Minimalform: Buchtitel, Autor und eben die ausführlichere Variante, wie du sie z. B. praktizierst.

Vielleicht können wir uns über die zukünftige Form in diesem Thread absprechen?

Ich finde, das sollte jeder so tun, wie er mag. Oft geht ja schon aus dem Titel hervor, ob mich etwas interessiert oder eher nicht.
Natürlich kann es ganz interessant sein, wenn jemand etwas darüber erzählt, warum er/sie ein bestimmtes Buch mag (oder auch nicht). Manchmal bekomme ich so Lust, etwas zu lesen, was mich zuerst einmal garnicht interessiert hätte. Aber man sollte eine bestimmte Form für niemanden verbindlich machen.
Bhikkhu Ñāṇavīra Thera "Notizen zu Dhamma und andere Schriften"

Fordernd, beeindruckend.
DAS TIBETISCHE BUCH DER TOTEN

Die erste Originalübertragung aus dem Tibetischen

Eingeleitet von Lama Anagarika Govinda

Hrsg. Eva K. Dargyay in Zusammenarbeit mit Gesche Lobsang Dargyay

Otto Wilhelm Barth Verlag


Leider wurde diese Ausgabe im Thread heute und im verlinkten Thread von 2012 nicht erwähnt - wer hat diese Ausgabe noch gelesen?

Grüße :rainbow:
Ich. Fand es sehr lesenswert. Besonders gelungen fand ich die Erklärungen von Lobsang Dargay, weil er anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten bzgl. Bewusstseinsübertragung für Schüler unterschiedlicher Leistungsstufen erklärt.
K-Dorje hat geschrieben:
Besonders gelungen fand ich die Erklärungen von Lobsang Dargay, weil er anschaulich die verschiedenen Möglichkeiten bzgl. Bewusstseinsübertragung für Schüler unterschiedlicher Leistungsstufen erklärt.

Fand ich auch. :)

Und auch die Meditationsanleitung (v.a. die Bedeutsamkeit des KAH) und ebenso die Zeichen an der Fontanelle.

Hab heute erst angefangen zu lesen und noch ein neues Buch ist angekommen:

Jes Bertelsen:
"Höheres Bewusstsein - Stufen auf dem Weg der Meditation."

Und beim "Das Jetzt im Strom der Zeit" (Chögyam Trungpa) geht's beim "Bardo der Geburt" weiter.
Achtsames Mitgefühl von Paul Gilbert und Choden
Die befreiende Kraft der Aufmerksamkeitvon von B. Alan Wallace
Integrale Meditation von Ken Wilber
Ajahn Sumedho Anthology Volume 2 - Seeds of Understanding
Andreas Altmann: Triffst Du Buddha, töte ihn! DuMont-Verlag
Ich ist nicht Gehirn: Philosophie des Geistes für das 21. Jahrhundert.
von Markus Gabriel
Wie schon "Warum es die Welt nicht gibt." ein Buch das mir die Denkweise Buddha klar beleuchtet.
SHINJINMEI :)

Gedichtsammlung über den Glauben an den Geist
von Meister Sosan (?-606)

vollständig übertragen und mit Kommentaren versehen von
Taisen Deshimaru-Roshi

Kristkeitz Verlag
Bi Yan Lu ( seit ca 30 Jahren )
Cong Rong Lu ( seit ca 30 Jahren )
Shin Jing Mei ( seit ca 20 Jahren )
Sandokai ( seit ca 20 Jahren )
Shodoka ( seit ca 15 Jahren
Mumokan ( seit ca 15 Jahren )
Dalai Lama, Thubten Chodron: Buddhism: One Teacher, Many Traditions
Gefällt mir gerade sehr gut, da es die Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Mahayana und Theravada gut herausarbeitet und gut hilft, den jeweils Anderen zu verstehen, ohne eine 'Wir glauben alle das Gleiche'-Soße darüberzugießen.

David R. Loy: A New Buddhist Path: Enlightenment, Evolution, and Ethics in the Modern World
Kam durch einen thread neulich dazu, mal wieder Loy zu lesen, und dieses Buch, das ich noch nicht kannte, finde ich großartig. Benennt sehr klar die Grenzen eines rein 'säkulären Buddhismus', aber auch die des 'traditionellen' und versucht eine Synthese, die den Buddhismus nicht verwässert.
Jack Kornfield: "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen"

... weiter bei Kapitel 5 "Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
Carneol hat geschrieben:
Jack Kornfield: "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen"

... weiter bei Kapitel 5 "Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
"Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
Alles und Eins, Das Tor des Leere., ist hier das "und". Meine Gedanken dazu.
Ellviral hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Jack Kornfield: "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen"

... weiter bei Kapitel 5 "Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
"Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
Alles und Eins, Das Tor des Leere., ist hier das "und". Meine Gedanken dazu.

Hier wird auf ein Zitat von Lama Yeshe verwiesen: "Ich kann alles sein, weil ich leer bin, verstehen Sie. Ich bin nichts." (S.103)

"Nichts" wird hier also verstanden als das reine Potential, welches gleichzeitig "Alles" enthält.

S.104: "... des Nichts, der dynamischen Leere, aus der alles hervorgeht."

Ich glaub das haben wir schon an verschiedenen Stellen beleuchtet.

Ich hab übrigens auf meinen halb ausgetrunkenen Cappuccino mit Ingwerscheiben, der schon ziemlich kalt geworden war, heißen grünen Tee aus der Kanne drauf gegossen. Schmeckt auch sehr lecker. Mir jedenfalls. :mrgreen:
Ellviral hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Jack Kornfield: "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen"

... weiter bei Kapitel 5 "Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
"Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
Alles und Eins, Das Tor des Leere., ist hier das "und". Meine Gedanken dazu.

Das "und" kommt im nächsten Kapitel "... Satori und das Tor der Allverbundenheit"

Falls du das meinst.

Aber soweit bin ich noch nicht. Immer schön der Reihe nach... :)
Carneol hat geschrieben:
Ellviral hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Jack Kornfield: "Nach der Erleuchtung Wäsche waschen und Kartoffeln schälen"

... weiter bei Kapitel 5 "Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
"Alles und Nichts: Das Tor der Leere"
Alles und Eins, Das Tor des Leere., ist hier das "und". Meine Gedanken dazu.

Das "und" kommt im nächsten Kapitel "... Satori und das Tor der Allverbundenheit"

Falls du das meinst.

Aber soweit bin ich noch nicht. Immer schön der Reihe nach... :)
Ich kenn das Buch nicht. Mir war es einfach ein Bedürfnis das was ich dachte zu sagen.
Ellviral hat geschrieben:
Mir war es einfach ein Bedürfnis das was ich dachte zu sagen.

Aber immer gerne. Und danke dafür. :)
Maura O'Halloran: Im Herzen der Stille - Aufzeichnungen einer Zen-Schülerin :moon:
Carneol hat geschrieben:
Maura O'Halloran: Im Herzen der Stille - Aufzeichnungen einer Zen-Schülerin :moon:

Ein sehr schönes Buch - wer von Euch hat es schon gelesen?
Ich habe das Buch bestimmt 3-4x gelesen. Ist aber schon viele Jahre her. Nicht abgehoben, schön direkt und ein sehr interessanter Einblick. Leider mit traurigem Ende.
Carneol hat geschrieben:
Maura O'Halloran: Im Herzen der Stille - Aufzeichnungen einer Zen-Schülerin :moon:


Am Ende verunglückt sie mit dem Bus und stirbt. Und ihre Aufzeichnungen werden von ihrer Mutter herausgegeben, der sie ja entfliehen wollte. Ihre Praxis, die sie da schilderte, zeigte doch, wie sehr sie danach suchte, zu leiden und sich unterdrücken zu lassen. Bereits nach drei Jahren bekam sie eine Lehrerlaubnis - wollte man sie los werden?
Ich halte es für ein abschreckendes Beispiel - in jeder Hinsicht.
Tychiades hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Maura O'Halloran: Im Herzen der Stille - Aufzeichnungen einer Zen-Schülerin :moon:


Am Ende verunglückt sie mit dem Bus und stirbt. Und ihre Aufzeichnungen werden von ihrer Mutter herausgegeben, der sie ja entfliehen wollte. Ihre Praxis, die sie da schilderte, zeigte doch, wie sehr sie danach suchte, zu leiden und sich unterdrücken zu lassen. Bereits nach drei Jahren bekam sie eine Lehrerlaubnis - wollte man sie los werden?
Ich halte es für ein abschreckendes Beispiel - in jeder Hinsicht.

Hast du es gelesen? Hast du versucht, es zu verstehen? Ich meine: nicht nur den Rahmen sondern den Inhalt?
Carneol hat geschrieben:
Tychiades hat geschrieben:
Carneol hat geschrieben:
Maura O'Halloran: Im Herzen der Stille - Aufzeichnungen einer Zen-Schülerin :moon:


Am Ende verunglückt sie mit dem Bus und stirbt. Und ihre Aufzeichnungen werden von ihrer Mutter herausgegeben, der sie ja entfliehen wollte. Ihre Praxis, die sie da schilderte, zeigte doch, wie sehr sie danach suchte, zu leiden und sich unterdrücken zu lassen. Bereits nach drei Jahren bekam sie eine Lehrerlaubnis - wollte man sie los werden?
Ich halte es für ein abschreckendes Beispiel - in jeder Hinsicht.

Hast du es gelesen? Hast du versucht, es zu verstehen? Ich meine: nicht nur den Rahmen sondern den Inhalt?


Ja, sicher. Ich habe es gelesen. Ich habe die Autorin und die Herausgeberin auch verstanden. Wer nach drei Jahren Aufenthalt in einem Zen-Tempel verabschiedet wird, mit dem Auftrag Zen in Irland weiter zu geben, also das was sie als Lehrerlaubnis fantasiert hatte - der hat von Zen nichts mit bekommen. Ironie des Ganzen ist aber, dass sie selbst wohl ihre Aufzeichnungen nicht veröffentlicht hätte. Das besorgte ihre Mutter, die ja nicht besonders interessiert an ihrer Tochter war. Doch man konnte da ja jetzt was draus machen - aus den Aufzeichnungen.
Ach so meinst du das. Vielleicht sehe ich es am Ende des Buches ähnlich. Vielleicht aber auch nicht. Bin gerade in der Mitte des Buches und für die Veröffentlichung ihrer Aufzeichnungen durchaus dankbar. Damit hat sich ihr Vermächtnis wohl erfüllt. ^^

P.S.: sie konnte jederzeit tun und lassen was sie wollte. Dieses Leben hat sie sich genau so ausgesucht, von Moment zu Moment. Mangelndes Interesse ihrer Mutter sehe ich da auch nicht. Nur dass die Mutter vielleicht nicht so aufdringlich gewesen ist wie manch' andere Mütter sind. :wink:
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