Posts by Doris

    Lieber Akama,


    unter "befreien" habe ich verstanden, dass ich ein paar Dinge loswerden möchte, die ich nicht benötige und hier nur herumstehen. :erleichtert:

    Es sammelt sich im Lauf der Zeit so vieles an. Ich bin keine Freundin von Wegschmeißen und selber hole ich auch vieles aus dem Müll heraus. Verschenken, Flohmarkt und Spenden sind da gute Verteilungsmöglichkeiten.

    Ich warte einfach noch ein paar Wochen. Manchmal ergibt sich ganz unverhofft eine Gelegenheit. Wenn es zu lange dauert, werde ich die Bücher anderweitig verschenken. Da war jemand, der wollte Bücher für eine Gefängnisbibliothek. Da frag ich mal. Oder es meldet sich hier im Forum noch jemand.
    Und Dich bitte ich mir mitzuteilen, für was Du Dich besonders interessierst, dann ich sehe mal, ob da was dabei ist. Ein kleines Päckchen krieg ich sicher in die Schweiz.

    Das mit Corona ist jetzt nicht so optimal für mich. Aber sicher ist da was Gutes drin, das ich für mich nutzen kann. Außerdem passe ich gut auf mich auf. Das tust Du hoffentlich auch. Corona macht der Schweiz gerade wohl auch zu schaffen.


    Liebe Grüße
    Doris

    Lieber Akama,


    da ich mit dem neuen Kommunikationstool überhaupt nicht klarkomme und deshalb auch nicht auf die persönlichen Nachrichten antworten kann, mache ich das hier im Forum.


    Ich habe so vollmundig einen Versand in die Schweiz bejaht … :oops:
    Jetzt muss ich leider mit der Bücherkiste in die Schweiz zurückrudern. Nachdem ich endlich einen Karton organisiert habe, in dem alles reinpasst, und heute der Paketbote angekündigt wurde (ich verlasse das Haus nicht und tragen darf ich auch nichts schweres), wollte ich den Versandauftrag eingeben und bin fast vom Stuhl gefallen: Das sind mehr als 60 Euro Versandkosten in die Schweiz!
    Da Corona auch mich beruflich hart getroffen hat, kann ich das gerade nicht abdrücken.

    Eine Garantie, dass das auch ankommt, habe ich auch nicht. Rücksendekosten sind noch mal so viel, vernichten möchte ich sie in dem Fall einer nicht geglückten Zustellung auch nicht lassen, Alternativ einen Kurier zu beauftragen verursacht leider noch mehr Kosten, weil Zuschläge für Zollabfertigung usw. dazukommen. (Wollt Ihr nicht doch in die EU? :D)


    Vorschlag:
    Entweder die Bücher stehen noch ein bisschen bei mir herum, bis sie jemand abholt, der sie dann zu Dir in die Schweiz bringt (allzulange soll das nicht sein, weil ich mich eigentlich befreien möchte) – vielleicht ist ja jemand aus Deinem Umfeld öfter in München – oder ich verschenke sie an jemanden in Schland, der sie abholt. München wäre ideal, da wohnen wir.

    Es tut mir soo leid, wenn ich Dich enttäuschen muss.


    Liebe Grüße

    Doris

    Lieber Akama,


    die Schweiz ist kein Problem für den Versand. Ich brauche nur Deine Adresse. Könntest Du sie mir zukommen lassen?

    Dann muss ich nur noch auf den Paketboten warten, der nimmt es für mich mit.


    Spende den Betrag an wen Du möchtest. Ich gebe Dir den dann durch.


    Liebe Grüße

    Doris

    Hm … Sonst reissen sich immer alle um kostenlose Bücher. :grinsen:

    Vielleicht habe ich mich unklar ausgedrückt.


    Natürlich versenden wir das Paket auch per Post.

    Abholen ist einfacher, weil wir weniger Arbeit damit hätten.


    Und nein, das ist keine Sammlung von Eso-Zeugs.

    Da sind so Autoren dabei wie Thannassaro Bikkhu, Buddhadhasa Bikkhu, Ayya Khema, Krishnamurti, Thich Nhat Han … alles illustre Leute. Aber eben aus allen möglichen Perspektiven.


    Aber, wer nicht will, der hat schon mal.

    Hallo Ihr Lieben,


    der Axel macht gerade Platz in seinem Bücherschrank und hat eine ganze Kiste mit Büchern aus dem buddhistischen Blumengarten zu verschenken.

    Da sind auch Sachen zu Feng Shui, Tao usw. dabei. Also ganz schön bunt.

    Um es einfacher zu machen, geben wir die ganze Kiste komplett ab, ohne die Titel aufzuführen.

    Wer das Überraschungspaket möchte, kann sich melden. Am besten ist es, wenn es jemand aus München ist, der sie abholt.



    Im Übrigen hoffe ich, Ihr seid alle wohlauf und das Leben meint es gut mit Euch. :klee:


    Liebe Grüße

    Doris

    Ich tendiere nicht zu einer bestimmten Methode. Ich verwende Intuitiv das, was ich in dem Moment als passend empfinde. Oder gehe nach trial and error vor. Im Laufe der Jahre lernt man sich ja kennen und greift dann intuitiv zum richtigen Mittel.

    Unheilsame Gedanken sind nur Gedanken. Da kommt schon allerlei Eigenartiges bei raus. Kein Problem.


    Wenn ich merke, dass solche Gedanken ein Problem sind, dann versuche ich herauszufinden, warum diese Gedanken auftauchen. Manchmal weisen sie auf einen Misstand hin, gegen den ich was tun sollte, z.B. bei viel Zorn.

    Einige Gedankengänge (denn es sind eher ganze Bilder und Geschichten) lösen sich auf, wenn ich sie mit der Realität vergleiche. Dazu gehören z.B. Rachefantasien. Da hilft es, wenn ich mir die Person wieder als den zerbrechlichen Menschen vergegenwärtige, der er ist und mich wieder mit meinem Leben anfreunde. Damit mache ich mir zudem den Weg frei, effektiv und vernünftig mit meinen Emotionen umzugehen und einen Lösungsweg für mich zu finden.
    Bei manchen Gedanken muss ich tatsächlich ein Stopp einlegen, da sie mich sonst hinunterziehen. Das ist kein Verdrängen, denn ich habe mich damit schon auseinandergesetzt, aber diese Gedanken sind zur Gewohnheit geworden und tauchen trotzdem immer wieder auf. Das sind wie alte Wunden, die immer wieder weh tun. Da wirft man dann am besten einen Tablette ein.


    Auf keinen Fall mache ich mir Vorwürfe wegen komischer Gedanken, die sind normal, kommen und gehen.

    Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man sich beobachtet und kennenlernt. So lernt man zu unterscheiden, wo es sich lohnt nachzuhaken und wo man das Gehirn einfach seine Arbeit machen lässt, die ja im ständigen Analysieren der Umwelt, dem Bewerten und Hervorbringen von Gedanken und Bildern besteht. Ich finde, es gibt auch vieles, worüber ich lachen kann. Ohrwürmer z.B.. Wenn ich einen Ohrwurm habe, dann ist der ständig präsent, sogar meine Träume untermalt er. Oder Ich bekomme einen Gedankentic: Dabei setzt sich ein Gedanken, ein Satz, ein Schimpfwort, ein Wort fest, der in Dauerschleife läuft.

    Unheilsame Gedanken sind oft auch nicht mehr als ein Gedankentic, und je mehr ich mich dagegen sträube, desto hartnäckiger setzt er sich fest. Ich denke, dass viele psychische Probleme und auch Perversionen auf diese Weise entstehen. Die Gedanken werden weiterverfolgt, man empfindet entweder Lust oder Ekel vor ihnen, aber sie werden zur Gewohnheit und beherrschen einen dann irgendwann (wahrscheinlich ändert sich dann auch was in der Gehirnstruktur). So stelle ich mir z.B. das Entstehen von Zwangsneurosen vor. Und so groß ist in meinen Augen der Unterschied nicht, ob jemand sich zwanghaft die Hände waschen muss oder ob jemand ständig das Gefühl hat benachteiligt zu sein.

    Wobei sie ein paar Absätze weiter sagt, dass nach ihrer Ansicht auch Buddha ein schmerzhaftes Empfinden gehabt haben muss, als er seine Familie verliess, aber dass er es für ein höheres Glück tat und sich manche Feministinnen darüber "ereifern" (sic!).

    Jetzt begibst Du Dich aber aufs Glatteis.

    Toleranz bedeutet, trotz das man nicht einer Meinung ist, die Meinung des andere zu respektieren ohne etwas als ganz falsch oder ganz richtig zu sehen.

    Toleranz bedeutet z.B. das trotzdem einer nur ein Spielzeug durch die Luft wirbelt (Gebetsmühle)

    und ich nur denke: "vielfältig ist das Nichtwissen, vielfältig sind die Wesen," dann halte ich das für tolerant.

    Danke! Das beweist meine These, dass es nicht um Toleranz vs. Intoleranz geht und das Problem auf einer anderen Ebene liegt.

    Wer sich einfach nur bereichern will der lässt die Leute in sinnlosen Übungen Zeitrausschinden wie Ngöndro, Göttergesängen und anderem wertlosem Quatsch! Dabei geht es 100% nur ums Geld!

    Mit Ngöndro lässt sich kein Geld verdienen.

    Wenn man sich dazu entschlossen hat das zu machen, dann erhält man eine Einweisung. Üben muss man ganz alleine für sich. Geht auch in der Gruppe, klar. Aber dafür muss man nicht zahlen. Selbst wenn man für die Einweisung eine kleine Spende gibt, lässt sich nichts daran verdienen. Manche Leute brauchen für das Ngöndro viele Jahre und haben vielleicht 20 Euronen gespendet. Das genügt für eine große Pizza. Auch ein hochverwirklichter Lama wird davon nicht länger als einen Tag satt.


    Du hast ne ziemlich miese Laune und macht zum Jahresende noch einen Rundumschlag. Wie kommt das?

    Zitat


    Einfach ausgedrückt: "Nichts wird so heiß gegessen wie es gekocht wird" :).

    ich denke, es muss so heiß gegessen werden, wie es gekocht wird.

    es klingt unverständlich und unerfüllbar, jedoch nur wenn es mit "weltlicher logik" zu verstehen versucht wird.

    jemand, der beispielsweise an wiedergeburt über das augenblickliche leben hinaus glaubt, für den ist das wichtig, weil es ihn darauf hinaus ausrichtet, eine wiedergeburt zu erlangen, in der er weitermachen kann.

    man muss nicht so einen "naiven" wiedergeburtsglauben haben. ich habe schon weiter oben meine sicht der gelübde geschildert, darum lass ich das an dieser stelle sein.


    ich gebe dir aber recht. es ist wohl zu schaffen. jedes mal aufs neue.

    die gelübde kann man immer wieder neu nehmen, wenn man dagegen verstösst. das soll jedoch nicht dazu verführen leichtsinnig gegen sie zu handeln und auf die erneuerung der gelübde zu hoffen. so eine barocke sichtweise passt nicht, obschon das verständnis für die fehlbarkeit des menschen eingebaut ist.


    zu dem schönen text von kal oben möchte ich noch mit eigenen worten anfügen:

    die ansicht man sei jetzt quasi "fertig" und am ziel, ist ein riesiger und heimtückischr irrgarten, aus dem man wohl nur schwer wieder herausfindet, weil man sich dort so wohl fühlt. besinnt man sich aber auf die bodhisattva-gelübde, also dass man nie aufhört, dann ist dies der ariadne-faden aus dieser falle. es gibt dann kein "fertig", auf dem es sich ausruhen lässt und eine "erleuchtung" gefeiert werden kann. letzteres scheint mir die gemeinste aller fallen zu sein, die einen blind macht für die unzulänglichkeiten und für rat und hinweise selbst seitens der lehrer, schon gar seitens der "einfachen" mitmenschen, weil man meint schon alles zu wissen und erkennen zu können.

    das passiert immer wieder auf dem weg. es kann nach jedem erkennen die meinung auftreten, das es das schon wäre. aber die lebenserfahrung eines jeden von uns, belehrt uns eines besseren: wer denkt nicht rückblickend immer wieder, was er doch noch im letzten jahr für dummheiten gemacht hat und um wie viel wissender er heute ist. trotzdem fallen wir immer wieder auf unsere vermeintliche allwissenheit herein. ich zumindest. die gelübde richten den blick nach vorne: "weiter, weiter. das ist erst der anfang." vielleicht fällt das auch unter den begriff des "anfängergeistes" im zen?

    Zitat

    Im Übrigen halte ich den Mahayanabuddhismus für eine irrige Degeneration des Dharmas - dass in Mahayanaquellen diverse Sutren Gewalt billigen sollen, bestätigt mir abermals diese Ansicht. Dem Gelöbnis im Mahayana, erst dann ins Nibbana einzuziehen, wenn alle anderen Wesen vom Leiden befreit sind, wohnt ein tiefes Paradoxon inne: Sobald dies 2 oder mehr Wesen geloben, befinden sie sich in einer Endlosschleife ("Du ziehst zuerst ein!" "Nein Du!" "Nein Du!" ...). Überdies zog der Buddha höchstselbst einfach so ins Parinibbana ein, obwohl Milliarden anderer Wesen bis heute zu leiden haben (und das, obwohl er nach eigener Aussage sogar noch bis zum Ende des gegenwärtigen Universums in seinem physischen Leib hätte existieren können - darüber hatte Anandozu entscheiden, der es leider versäumte). Dieses Gelübde scheint jedenfalls auf den ersten Blick zwar ehrenwert, kollidiert aber mit der Logik und dem Wirken des Erwachten höchstselbst.

    irgendwie bestätigt dieser absatz den spiegel …


    weißt was, wenn man von was keine ahnung hat, ist schweigen die bessere lösung.

    Zitat


    Im geschäftlichen-wirtschaftlichen Leben muss man manchmal hart sein, um seine Ziele zu erreichen. Da nur die Stärksten überleben.

    Die Einfühksamkeit passt da nicht rein.

    das kommt auf die ziele an.

    sicher.

    nur finde ich, dass es etwas anderes ist, ob ich argumentiere und das aus einem inneren frieden heraus, oder ob ich mich in verteidigungshaltung begebe, mich empöre, mich von meiner empörung vereinnahmen lasse. so was schlägt sich sofort erkennbar im stil nieder, in dem man seine argumente vorträgt. das öffnet ohren und herzen. während verteidigung die kampfbereitschaft des gegenüber erhöht.

    niemand wünscht sich, dass die religion, der er sich zugehörig fühlt, in einem falschen licht gesehen wird. das ist völlig normal und eine universelle, religionsübergreifende erscheinung.

    über den titel und seine funktion wurde hier schon genug geschrieben.

    für mich stellt sich jedoch die frage, wie ich mit so was umgehen soll?

    plakative, gar reisserische headlines kann ich nicht ändern, vorurteile kann ich nicht ändern. nur meine haltung und reaktion darauf.

    im gespräch mit anderen kann ich meinen standpunkt darlegen, ansichten durch fakten versuchen zu korrigieren. das war es schon.


    nun kommt die gretchenfrage: was ist mit mir selbst?

    erst mal die erkenntnis, dass da identifkation stattfindet. ICH fühle mich angegriffen, weil es mein glaubenssystem berührt, weil ich meinen weg in gefahr sehe usw. das ICH versteckt sich hinter dem begriff "dharma". in meinen augen ist diese erkenntnis schon mal der halbe schuh, den man sich unter die füße schnallen kann. vielleicht sogar der ganze?

    denn wenn diese identifikation wegfällt, wo sollte noch ein grund sein, sich zu streiten?

    man könnte dann ganz gelassen über vorurteile sprechen, argumentieren … und den dingen ihre zeit lassen, sich zu entfalten.

    man könnte dann auch lernen zu verstehen, wie es anhänger anderer religionen so geht, die ständig angegriffen werden.

    man könnte lernen anders miteinander umzugehen, weil das ego-ding das boot ist, in dem wir alle sitzen.


    das wäre dann in meinen augen der gelebte dharma, und der wird so besser verteidigt als durch jeden verteidigungsversuch, weil er auf die verteidigung verzichtet, weil es da nichts mehr zu verteidigen gibt.