Leid und Schmerz

There are 215 replies in this Thread. The last Post () by FloatingLight.

  • Nein da bist du sicher nicht die einzige.

    Schwieriges Thema. Ich habe ein Buch zu den 37 Übungen. Das habe ich ca. bei Übung 10 abgebrochen. Für mich momentan nicht umsetzbar.

    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Nur in der formalen Praxis ist das Bodhisattva-Ideal oft in den Texten drin. Ich kann mich dran erinnern, aber ist das wirklich mein Anlass zu praktizieren?

    Auch sowas wie die 37 Regeln eines Bodhisattva, da denke ich oft, das zischt doch an mir vorbei. So ein Held bin ich nicht. Ich bin oft froh wenn ich mit mir und meiner Umwelt klarkomme und denke permanent in solchen Bahnen. Und eben nicht, wie ich die Erleuchtung erreichen kann zum Wohl aller Wesen.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass es anderen auch so geht. Oder irre ich mich da?

    Ich finde das völlig normal, und die Tatsache, dass Du Dich mit dieser Frage beschäftigst könnte man ja auch übersetzen mit "um was und wen gehts hier eigentlich bei der ganzen Praxis". Allein dass diese Frage für Dich eine Rolle spielt zeigt eigentlich schon, dass Dir das Praktizieren zum eigenen Wohlbefinden gefühlt zu kurz greift (was es meiner Meinung nach auch tut, selbst wenn es ok ist). Es kann aber noch weiter gehen und wahrscheinlich muss man nur die Frage in sich arbeiten lassen, wobei Selbstvorwürfe wie immer kontraproduktiv sind, genau so wie Selbtbeschwichtigungen. Den zweiten Teil vergessen halt Viele gern und bleiben deshalb länger in der Wohlfühlpraxis als nötig.

    Sich weiter tragen lassen, auch wenn es u.U. herausfordernder wird als bisher ist glaub ich ein ganz entscheidender Punkt auf dem Weg.

    Ich kann auch nicht von mir behaupten, dass ich ein Bodhisattva bin, aber dieses "Ideal" ist für mich eine Hilfestellung, wenn ich an Weggabelungen vor der Entscheidung stehe, wo ich jetzt abbiege. Dann eben nicht zu sagen "klar, der Weg des geringsten Widerstands", sondern auch mal "wo wird denn mehr draus als spirituelle Selbstbefriedigung" - den Begriff hab ich letztens bei Jeff Shore gelesen und mich schier schlapp gelacht :)

  • Bei mir war es im Grunde nicht anders. War bei einem teaching wo einige Punkte besprochen wurden und bin nicht wieder hingegangen. Es ist nicht umsetzbar für mich.

    Trotzdem beschäftige ich mich dem großen Ideal. Und es passiert halt manchmal, dass ich besser über meine kleinlichen Ego-Reaktionen nachgedacht hätte. Anders ausgedrückt meine neurotischen Gedanken. Ich frage mich schon manchmal wie das bei denen ist die das sich alles anhören und versuchen umzusetzen. Ob man dann noch mitbekommt was man für Kleinmüll in der eigenen Psyche mal fegen müsste. Selbstwertmangel wegen stattgefundenen Verletzungen auf einem Lebensgebiet z. B.

  • Von tausend ernsten suchern findet einer sein wahres selbst.

    Nach der Lehre des Buddha findet niemand ein wahres Selbst.

    Egal wieviel und wie lange gesucht sucht wird.

    Würdest Du bitte dafür eine Quelle nennen, accina.

    Du demotivierst mich gerade ein wenig.


    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Kann eine Rose die Sonne vergessen, die sie aus der Knospe holte :sunny::rose:

  • Würdest Du bitte dafür eine Quelle nennen, accina.

    Du demotivierst mich gerade ein wenig.

    Der Buddha lehrte ja das alle Wesen ohne Selbst sind.

    Aus diesem Grunde sind alle Erscheinungen leer von einem Selbst.

    Also kann auch kein Selbst gefunden werden.

    Der belehrte Nachfolger erkennt:

    'Das gehört mir nicht, das bin ich nicht, das ist nicht mein Selbst'

    Achso, Quell sind die Lehrreden des Buddha. Kommt immer wieder vor.

  • Ich frage mich schon manchmal wie das bei denen ist die das sich alles anhören und versuchen umzusetzen. Ob man dann noch mitbekommt was man für Kleinmüll in der eigenen Psyche mal fegen müsste. Selbstwertmangel wegen stattgefundenen Verletzungen auf einem Lebensgebiet z. B.

    Es könnte aber auch sein, dass man gerade dann, wenn man dienen möchte auch ganz andere Selbstheilungskräfte mobilisiert, um besser dienen zu können. Ich mein damit aber kein Helfersyndrom, bei dem man sich durch Hilfsbereitschaft von eigenen Problemen ablenkt.

  • ... oder, man bei seinem Lehrer lernte, den eigenen Geist komplett zu entleeren, ein dem Dharma zugewandter Mensch, ein aufnahmebereites Gefäß zu sein, ... Ein Mensch, für den nichts anderes mehr zählt, und der dann auch kapiert, dass es keine Probleme gibt, allenfalls noch nicht erarbeitete Lösungswege. ... Das ist kein Bla-Bla, ... das gibt es wirklicḥ, ...

  • accinca: Nach der Lehre des Buddha findet niemand ein wahres Selbst.

    Egal wieviel und wie lange gesucht sucht wird.


    FloatingLight: Was findet er?

    Die Wahrheit über den Irrtum vom Selbst!:idea:

    In Kurzform:

    Wenn also, wenn überhaupt, ein so günstiger Fall der geistigen

    Klarheit (vipassana) eintreten würde, das der Geist seine Tricks

    durchschaut indem dieser erkennt wie er funktioniert und diese

    Vorstellung von einem Selbst funktioniert und dadurch die Grundlage

    für diese Idee entzieht, hat alles Anhaften am Wahn keine Stütze mehr

    und findet dadurch Befreiung vom Wahn der für das Anhaften (an was auch immer) nötig war.

  • Von tausend ernsten suchern findet einer sein wahres selbst.

    Nach der Lehre des Buddha findet niemand ein wahres Selbst.

    Egal wieviel und wie lange gesucht sucht wird.

    Weil es kein "Selbst", und kein "Ich" und als Grundlage auch kein "Mein" gibt.


    Selbst ist eine Illusion, weil die 5 Gruppen des Ergreifens immer danach suchen.

    Doch gleichzeitig versucht der Mensch, vasa zu erlangen, d.h. die Meisterschaft über seine khadha ...


    Zu Erkennen, das dieses vasa nicht existent ist, bringt den Zweifel am "Mein" ... und doch versucht

    der "Weltmensch", irgendwo in den khanda ( eine oder mehrere ) soetwas zu finden, was er als "Selbst"

    definieren kann ...

    Da er ( auch mit wissenschaftlichen Methoden ) Nichts finden kann ... denkt er, er hätte ein Ziel erreicht.

    Doch er irrt ...


    Nur wenn alle Vorstellungen von atta und anatta abgeschnitten sind, werden aus den Gruppen des Ergreifens,

    die im Endeffekt zu dukkha führen, nur noch Gruppen ... ohne upadana oder cetana


    _()_


    Tip: Versucht die 4 edlen Wahrheiten WIRKLICH zu verstehen ... nicht nur im Geist.


    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.


    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • ... oder, man bei seinem Lehrer lernte, den eigenen Geist komplett zu entleeren, ein dem Dharma zugewandter Mensch, ein aufnahmebereites Gefäß zu sein, ... Ein Mensch, für den nichts anderes mehr zählt, und der dann auch kapiert, dass es keine Probleme gibt, allenfalls noch nicht erarbeitete Lösungswege. ... Das ist kein Bla-Bla, ... das gibt es wirklicḥ, ...

    für das Erarbeiten der Lösungswege für die vermeintlich "eigenen" Probleme braucht es aber Zeit. Wenn es nicht funktioniert das Thema: "Selbst" einfach dauerhaft abzulegen.


    Aber klar, so ein Mensch der wirklich seinen Geist komplett entleert hat, bringt anderen dann auch kein Psychozeug mehr entgegen. Sowas gibt es das stimmt. Ich sehe aber bereits den Wunsch andere zu belehren, wenn nicht drum gebeten wurde, welcher häufig vorkommt schon als etwas, was man sich einfach mal klar machen müsste. Sowas z.B. meinte ich. Das ist ein Thema des Umgangs in der Sangha. Ganz banal. Wird aber kaum thematisiert.

  • Ich sehe das Problem darin das es Mein, Ich, man Selbst gibt. Da besteht doch kein Zweifel.

    Das wird mit den Khanda begründet, weil die ja da sind und ich sie als mein bezeichnen und wissen kann erscheint Ich mein man Selbst.

    Das ist sogar richtig und notwendig. Wenn alle hier das nicht tun würden gäbe es kein einziges Schrift oder Wort Zeichen.


    Das heißt das ich die Khanda erfahren muss als Ich, mein, ich Selbst. Es gibt sonst keine Menschen. Das Problem erscheint im sozialisierten Zusammenleben mit Menschen. Da erscheint das der Besitz von Dingen die nicht mein Khanda ist als Ich ,mein, man selbst gesehen werden. Das Besitzen wollen von Dingen die nicht meine Khanda sind erschaffen Gier, Hass und Verblendung. Da erscheint erst Dukkha beim bestehen auf, das ist mein (Wort, Geld, Wissen) das bin Ich (Kleidung, Auto, Haus), Mann Selbst, Frau Selbst. Schneider, Müller, Schulze Berufsstand Selbst. Zu den Dingen die nicht mein Khanda sind sagt Buddha: Das ist nicht Mein, das ist nicht mein Ich, das ist nicht mein ich Selbst.


    Bei der Leichenbetrachtung wird das doch sehr deutlich wenn es um den von der Leiche mal geglaubten Besitz den sie hatte und nun? Was bleibt von dem Meschen von Rang und Namen? Selbst ein Bettler und ein Hohepriester ist nur ein Mensch mit Rang und Namen. Eine Leiche die mit ihrem ganzen Besitz vergammelt. Der Mensch von Rang und Namen hatte als Besitz nur seine Khanda und glaubte das die Verzeihungen dieses Leibes sein Khanda war.

    Das Verzieren des Khanda mit allem möglichen Mein, Ich, man Selbst ist Dukkha die Leiden der Khanda sind kein Dukkha, die sind Khanda.

    Weiterleitungshinweis

    Es ist wie es ist.

    Es bleibt nicht so.

    Geistgestaltung - 2 Wirken 1 Erleben

    Herzkörpergestaltung -3 Wahrnehmen 4 Gefühl


    Edited 3 times, last by Ellviral ().

  • Kann ich mir nur theoretisch überlegen. Meine Eltern und alle geliebten Menschen leben noch.


    Trauer gehört zu einem normalen Menschenleben und ist zu bewältigen. Besitzt man eine positive Grundeinstellung wird man nicht in Verbitterung und Wut verharren, der Kummer wird nicht zur Gewohnheit werden. Auf jeden Fall scheint es vorteilhaft, die Hoffnung auf etwas Besseres nach dem Tod zuzulassen. Dies unterstützt eine Besinnung auf tatsächliche Werte wie Liebe und Mitgefühl.


    Um dem größten Verlassenheitsgefühl zu begegnen ist es vielleicht hilfreich, sich die Distanz, die zum Dasein möglich ist, klar zu machen. Das radikale Hinterfragen der eigenen Anhaftung – nicht zum konkreten Menschen, sondern zur Welt schlechthin – sollte den Schmerz erträglicher machen. Dieses Lösen ist gedanklich möglich und sollte eine Hilfe sein. Wir sind nicht ohne Wenn und Aber in die Welt eingebunden.


    Ist die größte Not einmal überwunden, sollte Trauer entstehen. Ein geliebter Mensch ist ein unersetzbarer Mensch. Wenn zum Beispiel die Mutter stirbt, kann niemand die Bedeutung, die sie hatte, ersetzen. Auch was versäumt wurde, ist versäumt. Aus meiner Sicht sollte Trauer letztendlich bewirken, dass sich unsere Verbundenheit mit den Mitmenschen, die ebensolches Leid erleben, vertieft. Das wäre schließlich ein Gewinn an Bewusstheit und „innerem Reichtum“.

  • ... oder, man bei seinem Lehrer lernte, den eigenen Geist komplett zu entleeren, ein dem Dharma zugewandter Mensch, ein aufnahmebereites Gefäß zu sein, ... Ein Mensch, für den nichts anderes mehr zählt, und der dann auch kapiert, dass es keine Probleme gibt, allenfalls noch nicht erarbeitete Lösungswege. ... Das ist kein Bla-Bla, ... das gibt es wirklicḥ, ...

    für das Erarbeiten der Lösungswege für die vermeintlich "eigenen" Probleme braucht es aber Zeit. Wenn es nicht funktioniert das Thema: "Selbst" einfach dauerhaft abzulegen.


    Aber klar, so ein Mensch der wirklich seinen Geist komplett entleert hat, bringt anderen dann auch kein Psychozeug mehr entgegen. Sowas gibt es das stimmt. Ich sehe aber bereits den Wunsch andere zu belehren, wenn nicht drum gebeten wurde, welcher häufig vorkommt schon als etwas, was man sich einfach mal klar machen müsste. Sowas z.B. meinte ich. Das ist ein Thema des Umgangs in der Sangha. Ganz banal. Wird aber kaum thematisiert.

    Für mein Empfinden schimmert da eine Idee von "Erst wenn ich ganz heil bin kann ich mich Anderem zuwenden" durch. So wird aber m.E. kein Schuh draus. Ich wollte mich auch am Anfang im stillen Kämmerlein so weit perfektionieren, bis ich eines schönen Tages den Mut haben würde hinaus zu gehen und im Getümmel präsent bleiben zu können. Mir hat das dann zwar nicht gefallen, aber ich musste lernen, dass man das nur im Getümmel lernt. Es ist für mich das Zusammenspiel von Rückzug in die Stille und sich in der Welt zur Verfügung zu stellen, dass die Welten zusammen führt. Damit kann man jederzeit beginnen.

    Mitten in der Herausforderung sieht man, warum es für die Welt insgesamt heilsam ist, wenn das Selbst immer wieder gelassen wird. Beim Dauerrückzug merkt man höchstens, dass man sich dabei wohl fühlt, oder dass es einem gut tut.

  • Ich sehe das Problem darin das es Mein, Ich, man Selbst gibt. Da besteht doch kein Zweifel.

    Das wird mit den Khanda begründet, weil die ja da sind und ich sie als mein bezeichnen und wissen kann erscheint Ich mein man Selbst.

    In deinem ersten Satz gegen Ende sollte vor dem

    Wort "gibt" noch das Wort "scheinbar" eingefügt werden,

    dann würde ich dem zustimmen können.

  • für das Erarbeiten der Lösungswege für die vermeintlich "eigenen" Probleme braucht es aber Zeit. Wenn es nicht funktioniert das Thema: "Selbst" einfach dauerhaft abzulegen.


    Aber klar, so ein Mensch der wirklich seinen Geist komplett entleert hat, bringt anderen dann auch kein Psychozeug mehr entgegen. Sowas gibt es das stimmt. Ich sehe aber bereits den Wunsch andere zu belehren, wenn nicht drum gebeten wurde, welcher häufig vorkommt schon als etwas, was man sich einfach mal klar machen müsste. Sowas z.B. meinte ich. Das ist ein Thema des Umgangs in der Sangha. Ganz banal. Wird aber kaum thematisiert.

    Für mein Empfinden schimmert da eine Idee von "Erst wenn ich ganz heil bin kann ich mich Anderem zuwenden" durch. So wird aber m.E. kein Schuh draus. Ich wollte mich auch am Anfang im stillen Kämmerlein so weit perfektionieren, bis ich eines schönen Tages den Mut haben würde hinaus zu gehen und im Getümmel präsent bleiben zu können. Mir hat das dann zwar nicht gefallen, aber ich musste lernen, dass man das nur im Getümmel lernt. Es ist für mich das Zusammenspiel von Rückzug in die Stille und sich in der Welt zur Verfügung zu stellen, dass die Welten zusammen führt. Damit kann man jederzeit beginnen.

    Mitten in der Herausforderung sieht man, warum es für die Welt insgesamt heilsam ist, wenn das Selbst immer wieder gelassen wird. Beim Dauerrückzug merkt man höchstens, dass man sich dabei wohl fühlt, oder dass es einem gut tut.

    hast du dich mit den 37 Regeln eines Boddhisattva beschäftigt? Da geht es nicht nur drum, dass man sich anderen zuwendet. Es geht um die theoretische Beschäftigung mit Regeln wo ich sagen würde man muss eine Art Held sein um das zu schaffen.

  • Der Buddha lehrte ja das alle Wesen ohne Selbst sind.

    Aus diesem Grunde sind alle Erscheinungen leer von einem Selbst.


    Also kann auch kein Selbst gefunden werden.


    Ich sehe das Problem darin das es Mein, Ich, man Selbst gibt. Da besteht doch kein Zweifel.

    Das wird mit den Khanda begründet, weil die ja da sind und ich sie als mein bezeichnen und wissen kann erscheint Ich mein man Selbst.

    Das ist sogar richtig und notwendig. Wenn alle hier das nicht tun würden gäbe es kein einziges Schrift oder Wort Zeichen.


    Ich sehe das Problem darin das es Mein, Ich, man Selbst gibt. Da besteht doch kein Zweifel.

    In deinem ersten Satz gegen Ende sollte vor dem

    Wort "gibt" noch das Wort "scheinbar" eingefügt werden,

    dann würde ich dem zustimmen können.


    Ersteinmal herzlichen Dank für Deine Erläuterung accina.

    So, wie Du es schreibst, wird es auch gelehrt/gepredigt.

    Trotzdem möchte ich Helmuts ersten Satz vollständig zustimmen.(:

    Vorausgesetzt mit dem "Selbst" ist gleichzeitig das Ego gemeint.

    Ansonsten wäre es hilfreich "Selbst" genauer zu definieren.


    Das Ego oder das Selbst vollständig aufzulösen ist ein unmögliches.

    Dies würde, da bin ich mir "fast" sicher, Buddha und alle Weisen heutzutage so bestätigen; selbst wenn sie etwas anderes "predigen".


    Es sind die unheilsamen "Störgefühle" (siehe die 4 edlen Wahrheiten) in diesem Selbst/Ego welches es gilt aufzulösen, um kein/weniger Leid zu erfahren; alles andere, Heilsame, benötigen wir um zu funktionieren und ist unser Werkzeug.


    Liebe Grüße von Schneelöwin

    Kann eine Rose die Sonne vergessen, die sie aus der Knospe holte :sunny::rose:

  • Synonyme für "Selbst":


    Ich

    Seele

    Charakter

    Psyche

    Ego


    diese Liste könnte man ewig weiterführen, aber das bringt dann dem, der anfängt sich damit auseinanderzusetzen womöglich eher weniger.


    Ich sehe das Problem darin das es Mein, Ich, man Selbst gibt. Da besteht doch kein Zweifel.

    Das wird mit den Khanda begründet, weil die ja da sind und ich sie als mein bezeichnen und wissen kann erscheint Ich mein man Selbst.

    In deinem ersten Satz gegen Ende sollte vor dem

    Wort "gibt" noch das Wort "scheinbar" eingefügt werden,

    dann würde ich dem zustimmen können.

    Der Ellviral hat da gar nicht so unrecht in meinen Augen, wenn er von einem Problem spricht. Denn genau das ist das Problem. Das Problem aller Probleme sozusagen. Dass man "glaubt" dass es das gibt.


    Ich setze den Begriff "glauben" absichtlich" in Anführungszeichen, denn in ihm ist wesentlich mehr angezeigt als ein blosser Glaube an den Inhalt eines Begriffs.



    :sunny:



    Die Konsequenz ist, dass man sich selbst als relativ verstehen kann. Und dieses Relative genauer anfängt, zu betrachten. Die eigenen Gefühle zB.


    Als Weltling, der mit Buddha leben will, geht es eher darum, mit diesem Wissen im Hinterkopf aspekthaft NichtIch zu erkennen. Davon ausgehend, dass solches Erkennen bis zum letzen möglich ist.


    Es geht auch darum, feinere Beschreibungen zu vermitteln. Es ist ja nicht so, dass man selbst wütend geworden ist, wenn man nur das damit meint. Da wird ein Ding eben aus sich heraus anders.


    Da sind Wünsche, die nicht erfüllt wurden, Anhaftungen an Ideen, und Regeln, die vielleicht von anderen verletzt wurden ... u.s.w. So könnte man sauberer/klarer die Gefühle und ihr Zustandekommen zB erklären & auch denken.


    Etwas Absolut zu negieren, darum geht es nicht. Sondern einen falschen Glauben aufzeigen. ICh & damit IchIllusion wird ja definitv erfahren. Und ist somit da.