Posts by Punk

    Die wahre (und somit mitfühlendste) Hilfe/Lösung wäre es aber, den kranken Zahn zu ziehen (Nibbana), erst dann ist wirklich endgültig Ruhe - das ist es, was der Buddha auch für Dhananjani hätte erreichen wollen.

    Das stimmt, nur tat er es nicht aus Mitgefühl sondern aus Notwendigkeit.


    Mitgefühl offenbart geistige Schwäche im Gegensatz zu wirklich sinnvollen Tugenden wie Hilfsbereitschaft, Gemeinsamkeit, Grosszügigkeit, Stärke, Treue etc.

    nicht ins Mitgefühl.

    ... wenn schon, dann "nicht aus Mitgefühl" (weswegen eigentlich sonst?) - "ins Mitgefühl" ist doch schon rein grammatisch Quatsch.

    Man kann Buddhadhamma (die Lehre des Buddha) nur umsetzen, wenn man sich diese von innen nach aussen aufbaut. Von aussen nach innen geht das nicht.

    Wir sind uns im alltäglichen Leben gewohnt Dinge von aussen zu betrachten (sezieren), dabei hängt man jedoch rasch fest und bleibt oberflächlich ganz gleich wie stark man sich auch anstrengt.

    Es gibt Wege mit dem Geist in jedes Gefühl einzutauchen. Wie das geht hat uns Buddha überliefert

    Trauern Elefanten um ihre Toten?
    Immer wieder wird erzählt, dass Elefanten um ihre verstorbenen Artgenossen trauern. Aber stimmt das auch? Wie sich wildlebende Elefanten in Gegenwart
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    Immer wieder wird erzählt, dass Elefanten um ihre verstorbenen Artgenossen trauern. Aber stimmt das auch?

    Wie sich wildlebende Elefanten in Gegenwart ihrer Toten verhalten und was hinter diesem Verhalten stecken könnte, haben nun Forscher näher untersucht. Ihre Studie bestätigt, dass die Dickhäuter auf besondere Weise mit toten Artgenossen umgehen und teilweise sogar emotional zu reagieren scheinen.


    Lange galten wir Menschen als das einzige Lebewesen, dass eine Vorstellung vom Tod besitzt und in Ritualen Abschied von Verstorbenen nimmt. Doch inzwischen gibt es immer mehr Hinweise darauf, dass auch einige Tiere auf besondere Weise auf den Tod von Artgenossen reagieren. Gorillas beispielsweise bleiben oft dicht bei verstorbenen Artgenossen sitzen, berühren sie und “groomen” ihr Fell. Schimpansen wurden dabei beobachtet, wie sie die leblosen Körper von Gruppenmitgliedern mit Blättern und Zweigen bedecken.


    Untersuchen, beschnüffeln und immer wieder berühren

    Auch von Elefanten wurde schon häufiger berichtet, dass sie von ihren Toten Abschied nehmen und deren Überreste immer wieder besuchen. Doch ob es sich dabei nur um falsch interpretierte Beobachtungen handelt oder ob Elefanten tatsächlich ein spezielles Verhältnis zu verstorbenen Artgenossen besitzen, war bislang ungeklärt. Deshalb haben nun Shifra Goldenberg vom Smithsonian Conservation Biology Institute und George Wittemyer von der Colorado State University und der Organisation Save the Elephants dieses Verhalten noch einmal näher untersucht. Für ihre Studie werteten sie zum einen 32 frühere Berichte von wilden Elefanten an Kadavern aus verschiedenen Orten in Afrika aus. Zum anderen führten sie selbst Beobachtungen im Samburu-Nationark in Kenia durch.


    Die Auswertung der Beobachtungen ergab: Trotz einiger Unterschiede lassen sich durchaus einige Gemeinsamkeiten im Verhalten der Elefanten an Artgenossen-Kadavern feststellen.


    “Zu den am häufigsten beobachteten Verhaltensweisen der Elefanten gehörte das Berühren der toten Artgenossen, eine wiederholte Annäherung an die Kadaver und eine eingehende Untersuchung der Überreste”, berichtet Goldenberg. “Die Elefanten zeigen dabei dieses Interesse an den Toten unabhängig davon, wie eng ihre Beziehung zu Lebzeiten mit dem Artgenossen war.” Einige Elefanten versuchten auch, frisch verstorbene Artgenossen hochzuheben oder zu sich heranzuziehen. Häufig schienen die Tiere zudem ihren gut ausgebildeten Geruchssinn zu nutzen, um an den Überresten zu riechen – möglicherweise um die Identität des Toten zu ermitteln.


    Ist das Trauer?

    Doch was geht dabei in den Elefanten vor? Verspüren sie so etwas wie Trauer? “Die Motivationen, die diesen Verhaltensweisen unterliegen, sind schwer zu erfassen und scheinen je nach Umständen und Tier zu variieren”, sagt Goldenberg. Es gebe aber durchaus Hinweise darauf, dass die Konfrontation mit den verstorbenen Artgenossen bei den Tieren erhöhte Emotionen auslöse. So beobachteten die Forscher bei einem jungen Elefantenweibchen eine erhöhte Aktivität der Schläfendrüsen, als das Tier am Kadaver ihrer Mutter stand. Gleichzeitig könnte das intensive Beschnüffeln und Abtasten toter Artgenossen auch ein Ausdruck der engen und komplexen sozialen Beziehungen der Elefanten untereinander sein.

    Von den Dickhäutern ist bekannt, dass sie enge Bindungen zu Artgenossen eingehen, die über Jahrzehnte bestehen bleiben. Die Sozialstruktur ihrer Gruppen ist dabei komplex und durch verschiedene, enge und weniger enge Beziehungen geprägt, wie die Forscher erklären. Zudem wechselt die Zusammensetzung dieser Gruppen im Laufe der Zeit immer wieder. Dennoch zeigen Beobachtungen, dass sich Elefanten selbst nach langer Trennung wiedererkennen. Ihr gutes Gedächtnis hilft ihnen dabei. Bei solchen Wiedersehen fällt auf, dass die Elefanten sich längere Zeit intensiv beschnüffeln und immer wieder mit den Rüsseln berühren – so als wollten sie die Merkmale und das Befinden dieses Artgenossen noch einmal mit ihren Erinnerungen abgleichen.

    Nach Ansicht von Goldenberg und Wittemyer könnte ein ähnlicher Prozess auch bei toten Artgenossen stattfinden. “Dieses Verhalten könnte es ihnen ermöglichen, ihre Informationen zum sozialen Kontext in dieser hochgradig wandelbaren Gemeinschaft zu aktualisieren”, sagen die Forscher. Die Elefanten nutzen demnach den engen Kontakt mit ihren Toten möglicherweise auch dazu, sie als verstorben in ihr Gedächtnis aufzunehmen. “Elefanten mit ihren Toten interagieren zu sehen, verursacht einem wirklich eine Gänsehaut”, sagt Wittemyer. “Es ist einer der vielen faszinierenden Aspekte der Elefanten, die wir zwar beobachten, aber nicht völlig verstehen können.”


    Quelle: San Diego Zoo Global; Fachartikel: Primates, doi: 10.1007/s10329-019-00766-5



    Ich staune immer wieder, dass Menschen denken sie seien etwas besonderes !

    Punk ich hab das Gefühl du bleibst am Begriff „üben“ zu sehr hängen. Letztlich ist es eine mögliche Übersetzung von Bhavana alternativ wären auch praktizieren oder pflegen, welche weniger die Konnotation eines „Versuchs“ mitführen.

    Ja genau.

    Den Begriff Üben verbinde ich mit Dressur, Anstrengung, Verbissenheit indem man den Geist von aussen in eine bestimmte Richtung zwingen will.

    Dabei wäre es viel heilsamer den Geist von innen heraus zu entwickeln.

    Quote

    Ohne Einübung der Sila gibt es keine buddhistische Praxis

    Da bin ich nicht ganz gleicher Meinung. Einübung assoziiert bei mir Dressur. Jedes Pony kann etwas einüben ohne dass es seine Taten versteht, ohne dass es von innen heraus handelt und ohne eigene Reflexion.


    Wenn man den Palikanon kennt, dann kennt man auch dessen Anleitungen. Dann praktiziert man immer weniger weil man mit der Zeit automatisch richtig handelt.


    Damit meine ich Üben bringt nichts, man muss es sich von innen heraus erarbeiten nicht einüben. Wie kann man das erreichen ? Wahrscheinlich gibt es viele Möglichkeiten, Buddhadhamma ist nur eine von vielen.


    Wichtig ist, wenn man etwas erreichen will, es alleine und für sich selbst macht. Jeder Mensch ist anders !


    anapanasati

    satipatthana sutta


    Mit der Zeit lernt man sich selber immer besser kennen und entdeckt dabei einiges was man mal hinnehmen muss ev. auch damit leben. Wenn man sich kennt geht vieles einfacher.


    Ich bezeichne mich nicht als Buddhist, bin weder religiös noch Atheist kann gut damit leben Dinge nicht zu wissen und endlich zu sein. Deshalb lebe ich das Hier und Jetzt ohne Hedonismus. Jeder Tag entwickelt mich weiter. Üben muss ich nicht, eher verstehen.


    Es gibt nur den eigenen Geistesstrom.

    Das glaube ich nicht, denn es gibt keinen Geistesstrom der in eine bestimmte Richtung führt. Der Strom -nennen wir dieses Phänomen mal so- führt nämlich nicht von A nach B sondern er verzweigt sich immer mehr in alle Richtungen bis ins unendliche, denn dieser Strom nährt sich aus allen verfügbaren Quellen und verändert sich selber dauernd.

    Du scheinst eine Wiedergeburt zu sein, diese Ausflucht hab ich vor Jahrzehnten gesehen, wenn einer seinen "Glauben" verteidigt. Ja du hast recht, es geht mich nichts an.

    :?: :?: :?: :?:

    Es gibt nur den eigenen Geistesstrom.

    Das glaube ich nicht, denn es gibt keinen Geistesstrom der in eine bestimmte Richtung führt. Der Strom -nennen wir dieses Phänomen mal so- führt nämlich nicht von A nach B sondern er verzweigt sich immer mehr in alle Richtungen bis ins unendliche, denn dieser Strom nährt sich aus allen verfügbaren Quellen und verändert sich selber dauernd.

    ..hat man es aber noch nicht im eigenen Geistesstrom..

    Ich denke es gibt keinen eigenen Geistesstrom, das ist eine Illusion. Man hat vielleicht eigene Gedanken und Ideen, die sind aber nicht konsistent. Wir ahmen Dinge nach, Lehren aus Fehler und Erfolgen, etc.

    Alles ist ineinander miteinander vernetzt.

    Vielen Dank für die Anregungen !


    Ich habe schon immer Probleme mit der Interpretation des Begriffs Dukkha gehabt.


    Ich denke man sollte Dukha nicht mit Leiden übersetzten, Dukka ist etwas übergeordnetes. Jeder weiss was leiden heisst, Leiden kann nicht Dukkha sein, das ist zu banal. Dukkha ist viel grösser, jedenfalls wenn man nach dem geht:


    S. 56.30

    Wer, ihr Mönche, Dukkha erkennt, der erkennt in diesem Augenblick auch dessen Entstehung und dessen Erlöschung.


    Das bedeutet ja man erkennt dann Nibbana

    Eigentlich ist diese leidige Diskussion völlig sinnlos.

    Wir wissen alle auch wenn es eine Wiedergeburt gäbe, dass wir nicht als uns selbst Wiedergeboren werden. Zumindest habe ich meine verstorbenen Grosseltern nicht mehr getroffen. Also was soll diese Diskussion.


    Die Idee, dass ein himmlisches Konto existieren würde, welches wir als wiedergeborene in einem nächsten Leben einlösen können, teile ich nicht.


    Aus einer biologischen Sicht, werden schon gewisse Gene und Charakteraigenschaften an die Nachkommen weitervererbt.

    Ebenso werden Prägungen und Verhaltensweisen aus gesellschaftlichen Einflüssen zu einem gewissen Teil an Nachkommen weitergegeben. Z.B aufgrund der Vorbildfunktions des Umfelds.


    Es gibt also schon eine gewisse Art von Wiedergeburt, aber nicht in dem Sinne ,wie man sich das im Allgemeinen vorstellt.

    Wir starten mit Vergänglichkeit und Ichlosigkeit und über eine holistischen Trick fügt sich das dann zu einem Ganzen, dass dann fast schon wieder unvergänglich und das mit dem "Alles in Einem – Eines in Allem." klingt verdächtig nach Atman und Brahman.

    Das Verdienst der alten budd. Denker besteht ja gerade darin, dass kein Atman und Braman nötig ist für das System. Deshalb sprechen sie von Leerheit.


    Für den gewöhnlichen Puggala, der sich ein inneres Selbst einbildet, welches scheinbar seine persönlichen, autonomen und willentlichen Wünsche und Taten begeht ist nicht ersichtlich das diese nicht von einem privaten Ich gelenkt werden, sondern allesamt von der Umwelt getriggert werden und der oder die Puggala selber wieder anderes triggert.


    Ich bin mir bewusst, dass diese Idee schwierig zu verdauen ist, da man ja in diesem Fall nur scheinbar autonom handelt. Das bedeutet auch, dass nicht das Individuum Entscheide fällt sondern die Allgemeinheit (da meine ich wirklich Alles), da alles miteinander verstrickt ist.


    Aus diesem Grund verstehe ich den Begriff Ethik nicht, aber das ein anderes Thema

    ..Die Daseinsfaktoren, die die gesamte Erfahrungswelt der Person konstituieren, sind nicht nur leer von einem Selbst, sondern leer von jeglicher Eigenexistenz. Alle Wesen, ob verblendet oder erleuchtet, sind demnach im universellen Bedingungszusammenhang des pratityasamutpada untrennbar miteinander verwoben und in ihrer Leerheit, die daraus resultiert, letztlich nicht voneinander getrennt und unterschiedslos.


    Es findet eine Universalisierung des Leerheitsaspekts statt.

    Das kann ich nicht unterschreiben


    Solange die Personen leben sind sie weder leer noch frei von jeglicher Eigenexistenz. In diesem Zustand sind sie auch voneinander getrennt. Sie interagieren untereinander aber nicht im Sinne einer Einswerdung sondern im Sinne einer gegenseitig getriggerten Weiterentwicklung.

    Wohin diese Entwicklung führt wird vom Zufall gesteuert im Sinne des Trial and Error Systems. (https://de.wikipedia.org/wiki/Versuch_und_Irrtum ) Insofern würfelt "Gott" halt doch, denn er weiss selber nicht was am Schluss herauskommt.


    Man kann dafür den Begriff Gott benutzen solange man damit nicht ein Wesen bezeichnet sondern eine Entität.

    Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas