Beiträge von Festus

    Es scheint eine Art Hobby/Lebensaufgabe für mich zu sein, mich selbst kennenzulernen. Mich selbst zu finden. Wissen warum ich hier bin. Wissen wer ich bin. Zu erkennen wie die Welt ist.

    Nun denn, dann probier ruhig alles aus, was du finden kannst.

    Es bedrückt mich manchmal, dass ich alles ein bisschen mache, und dann wieder zu nächstem Thema husche, weil ich alles so spannend finde.

    Das bedrückt dich zurecht. Aber offensichtlich noch nicht genug, denn du machst ja so weiter.

    Deshalb einfach weiter machen, bis du die Lust dazu verlierst. Dann wird evtl. der Moment kommen, an dem du dich einer Sache ernsthaft widmest.

    Ich habe den Eindruck, dass ich auf diese Art und Weise bereits eine ganze Menge in mir aufgewühlt habe und verarbeiten konnte. Ich will mich vollständig annehmen, meine Blockaden lösen und meine Schattenseiten integrieren. Dann schaue ich weiter, wo die Reise hingeht

    Dann lass dich mal überraschen.

    in der gesamten Praxis (formal und informell und letztlich im Alltag) haben Jhanastufen keine besondere Bedeutung. Annahme dessen was ist, schliesst jedoch spezifische Zustände nicht aus

    Ich kann mir gut vorstellen, das dies im Zen unterschiedlich gesehen und gehandhabt wird. Für mich sind beide Sichtweisen in Ordnung.

    Ich halte das Üben der Jhanas sogar für seht wichtig. Sie können ein sehr wertvolles Hilfsmittel sein.

    Sungi , alles was wir willentlich tun, in Gedanken, Worten und Taten, hat eine Wirkung. Das ist es, was Karma genannt wird. Heute würden wir vielleicht auch von Prägung sprechen.

    Wie diese Wirkung aussieht, wissen wir nicht. Sie ist von viel mehr als nur unserem Einfluß abhängig.

    Wenn du jetzt also das Gelübde des "Nicht Tötens" nimmst und nur aus diesem Grund nicht tötest, so erzeugst du damit Karma. Das gilt für alle Gelübde, für alles was du willentlich tust.

    Irgendwann einmal ist es vielleicht dann so weit, dass du diese willentlichen Entscheidungen nicht mehr brauchst, Das "nicht töten" ist dir so in Fleisch und Blut übergegangen, dass du nicht einmal mehr im Traum daran denkst, zu töten. Dann erzeugst du in diesem Moment mit dem "nicht töten" kein Karma mehr. Aber sei dir sicher, du hast da genug andere Möglichkeiten für karmische Verstrickungen.


    Das Risiko bei solchen Gedankengängen ist, dass sie , wie alles andere auch, missbraucht werden können. Du kannst damit auch Gewalt verherrlichen. Wenn es dir nur gelingt, beim Töten das Hirn abzuschalten, und du es nicht mehr willentlich sondern automatisiert vollziehst, dann ist alles gut, dann kann nichts passieren, weil kein Karma. Das schon in die Jahre gekommene Buch von Viktoria Brian "Zen, Nationalismus und Krieg" thematisiert das.


    Für mich sind meine Gelübde Richtlinien, Ankerpunkte, die mir im Falle eines Falles Halt geben oder so einen leichten Schlag auf den Hinterkopf. Sie helfen mir immer wieder aufzuwachen.

    Ich bin total verwirrt..ist das jetzt alles Meditation was ich beschrieben hab, oder ein tiefer Trance Zustand..?!?!

    Vergiß das alles.

    Wenn du an buddhistischer Meditation interessiert bist, solltest du dir, wie Axel schon sagte, einen Lehrer suchen und mit ihm üben.

    Der Fehler ist wohl, dass das so als "Geschichte" aufgetaucht ist und niemand sich die Mühe gemacht hat wirklich zu erklären, was ein Koan ist.

    Zum Glück hat das niemand gemacht, Void, zum Glück. Das hätte dem Gelaber die Krone aufgesetzt.

    Bara

    Ich habe mich noch einmal mit meiner Tochter unterhalten. Sie ist Verwaltungsleitung in einem Altenheim. Sie hat mich noch darauf hingewiesen, das es für die Pflegekräfte sehr wichtig ist, so viel wie möglich über die Bewohner zu wissen. Deshalb füllen sie mit allen, die dazu noch in der Lage sind, auch mit Hilfe von Freunden oder Angehörigen, einen Biographiebogen aus. Denn sie sagt ganz praktisch, ich kann nur auf die Eigenheiten Rücksicht nehmen, die ich kenne.

    So etwas kannst du auch machen und ihn dann deiner Vorsorgevollmacht beilegen. Wenn du "Biograpgiebogen" googelst, findest du viele Anregungen.

    Bei der Beerdigung hilft nur ein Vertrag mit einem Bestattungsinstitut. Wenn du erst einmal Sozialleistungen empfängst, übernimmt das Sozialamt deine Bestattung und kassiert alles Geld ein, das du evtl dafür zurück gelegt hast. Und das sind nicht mehr als 5000€, denn alles was du darüber besitzt, wird zur Begleichung der Pflegekosten herangezogen.

    Daß eine Vorsorgevollmacht nur mit privatem Bevollmächtigsten funktioniert, finde ich trotzdem immer noch schade. Das betrifft ja im hohen Alter dann recht viele. Vielleicht kommen wir rechtlich mal dahin, daß eine Vorsorgevollmacht gleichsam gültig ist, egal, ob eine private Bezugsperson oder ein amtlicher Bevollmächtigter dann letztendlich dafür zuständig ist, die Wünsche des Patienten durchzusetzen.

    Dann versuche es mit einem Kompromiss. Halte all deine Wünsche schriftlich fest und hinterlege sie bei einem Notar. Adressat deiner Wünsche ist ein gerichtlich bestellter Betreuer. Die Adresse des Notars kommt mit auf deine Karteikarte.

    Eine Patientenverfügung könnten sie trotzdem rechtzeitig schreiben, aber z.B. festlegen, in welches Heim sie möchte, das ginge nicht?

    Nein, das geht nicht. Pflegeheime haben oft lange Wartelisten. Sie können sich also nur wünschen in welches Heim sie gerne kommen würden.


    Da heißt es, sich selbst rechtzeitig darum zu kümmern, sich Heime ansehen und sich dann ggf. auf die Warteliste setzen lassen. Oder falls eine Einrichtung auch betreutes Wohnen anbietet, frühzeitig dort einziehen. So hatten wir es bei meiner Mutter gelöst. Sie hat es nie bereut.

    Menschen mit regen Geistesleben wird gern das Blut von den Untoten ausgesaut.

    Woher willst du das wissen?:grinsen::grinsen::grinsen:
    Kennst du Menschen mit regem Geistesleben, die dir das erzählt haben oder hast du das irgendwo gelesen?:grinsen::grinsen::grinsen:

    Ich lach mich schief über diesen Thread!

    Es ist immer wieder schön zu lesen, dass es noch Menschen gibt, die herzlich lachen können.