Beiträge von void

    Zitat

    Könnte man es so sehen, dass da verschiedene Modi der Aneigung, zurückgewiesen werden:

    • Identität: Das Gefühl ist mein Selbst.
    • Objekt: Gefühl ist ein vom Selbst getrenntes Objekt.
    • Verb: Gefühl ist ein Handeln des Selbstes.

    Die wahren Verhältnisse könnte man so beschreiben, dass "Gefühl" so Teil von all dem ist, was die Selbstillusion hervorbringt. Das Selbst ist so etwas, wie die Scheinfirma "Ego Gmbh".


    Un jetzt kommt ein Anruf bei "Ego Gmbh" an und es wird nach Dr.Feelgood(Gefühl) gefragt, einem derjenigen Verschwörer, der vorgibt es gäbe eine "Ego Gmbh". Und wie reagieren die Betrüger. Sie können folgende Ausflüchte bringen:

    • "Ja Dr.Feelgood ist einer unsere Mitarbeiter" ( Identität)
    • "Nein, Dr.Feelgood hat mit der Firma nichts zu tun" (Objekt)

    Dr.Feelgood wird entweder als Teil gesehen, oder als etwas ausserhalb. Wobei die Firma selbst ja nur ein Scheingeschäft ist - eine Betrugsmasche.


    Aber wie übersetzte ich die dritte Ausrede - dass Gefühl etwas ist, was das Selbst "tut" - in mein absurdes Beispiel?


    Hier ist die Illusion von so einer Art, das ein "Passieren" zu einem "Handeln" umgedeutet wird - ein Prozess in dem das Selbst teilweise hevorgebracht wird, wird frech als Handeln des Produktes präsentiert.


    • "Dr.Feelgood gibt es nicht wirklich, er ist nur eine Werbefigur, den sich unsere Marketingabteilung ausgedacht hat. er tritt zwar auf Messen und in Clips auf, ist aber eine Kunstfigur, "(Verb)

    Das ist dann der Gipfel der Unvefrohrenheit, in dem einer der Handelnden als Fiktion ausgegeben wird, wo doch das dem das Handeln zugschustert - die dubiose "Ego Gmbh" - in Wirklichkeit die Fiktion ist. Und der Anrufe müsste sagen:


    "Wir haben sie schon lange beobachtet Dr.Feelgood. Leugnen sie nicht länger! Das Spiel ist aus! Es gibt keine "Ego Gmbh" und keine Marketingabsteilung und keine Geschäfte. All dies ist von vorne bis hinten eine Lüge!"


    Zitat

    Das ist Buddhas Weg: Die Khandha wieder in Ihrem Sein zu erkennen, sie vom Ergreifen zu befreien,


    Bisher haben mir Aussagen wie "Die Skandha sind leer" mich da irregeführt. Hier sehe ich, dass "Gefühl" - als Prozess sehr real ist, und nur als "ich und Mein", als "mein Gefühl" als Mitarbeiter, Nichtmitarbeiter oder Maskottchen der dubiosen "Ego Gmbh" ein Märchen und Teil einer

    Betrugsmasche ist. Es ist einer der Täter ( und zwar der richtigen Täter und nicht nur der zugeschriebenen) , der reale Ursprung - man kann ihn aufspühren stellen ( in ihrem Sein erknnen) und an seinem Betrug - der Afrechterhaltung der Fiktion - hindern.

    SuttaCentral


    Zitat

    Wenn, Ānanda, ein Mönch das Gefühl nicht als sein Selbst ansieht, noch sein Selbst als frei von Gefühlen ansieht, noch sein Selbst so ansieht: ‘Mein Selbst fühlt, mein Selbst ist fähig zu fühlen’, wenn er es so ansieht, dann wird er in der Welt nichts ergreifen.

    Könnte man es so sehen, dass da verschiedene Modi der Aneigung, zurückgewiesen werden:

    • Identität: Das Gefühl ist mein Selbst.
    • Objekt: Gefühl ist ein vom Selbst getrenntes Objekt.
    • Verb: Gefühl ist ein Handeln des Selbstes.

    Indem es als Verb, Objekt, Teil dem Selbst zugegliedert wird, wird es als Teil der Ordnung verwendbar. Sonst bleibt es amorph.

    Da Begierde zusammen mit Haß und Verblendung erwähnt wird, handelt es sich um die drei Geistesgifte also ist mit Begierde lobha gemeinet.


    Während mit Begehren kāma gemeint sein könnte - was auch als Sinnesbegehren übersetzt wird ( das Wort steckt im berüchtigten kāmasutra )

    Das Gegenteil von Entfremdung ist kein Hass, kein Begehren, kein Träumen, kein Leid weiter erzeugen, trotzdem man das ja nicht will.

    Das Wort "Gegenteil" ist ja mehrdeutig. Unter dem Gegenteil eines Mangelzustand wird mrist dessen Erfüllung verstanden. Also wird "satt" als das Gegenteil von hungrig gesehen und sexuelle Erfüllung als Gegenteil sexueller Sehnsucht. Während man im Buddhismus natürlich das Verlöschen des Bedürfnis als das Gegenteil ansieht.


    Und auch In dem Gefühl von "Entfremdung" steckt ja ein Bedürfnis nach einem nicht-entfremdeten Zustand. Wenn

    Entfremdung bedeutet sich als getrennt zu empfinden wäre das

    Gegenteil von Entfremdung so etwas wie Geborgenheit gesehen, wo man eng mit Menschen und Dingen verbunden ist. Diese Verbundenheit bedeutet aber natürlich keine Abwesenheit von Leid oder Verblendung.


    Der Weg in die Hauslosigkeit ist ja sogar ein Weg von einer "geborgenen Umgebung" ( dem Zuhause) in eine selbstgewählte Fremde. Während man zu Hause in Resonanz mit Familie und Dingen steht, ist ein Kloster ja ein Ort wo vieles einen anonymen/ uniformen Charakter hat: Einheitliche Kleidung, Essen kein Privatbesitz. Statt sich in Beziehungen zu begeben löst man such von ihnen. Und braucht nichts mehr, um sich geborgen zu fühlen.


    Mir ist der Punkt deswegen wichtig, weil ich das Gefühl habe, dass Achtsamkeit für viele als Gegenmittel zu einem Gefühl von Entfremdung dient.

    Resonanz ist kein anderes Wort für Achtsamkeit, sondern bezeichnet so etwas wie eine tiefe vielschichte Beziehung. Die Ähnlichkeit mit der Achtsamkeit liegt darin, dass man auch bei der Achtsamkeit vom Augenschein zu tieferem und mehrschichtigen Verständnis kommt. Aber zumindest bei buddhitischer Achtsamkeit (sati) ist dies ja nur Teile eines Weges, bei dem es darum geht Verblendungen - Zuneignungen und Abneigungen zu überwinden. Während bei der Resonanz die tiefe, vielschichte Beziehung ein Selbstzweck ist. Etwas was einem Halt und Sinn gibt.

    Wenn der Weisammler eine innige Bezihung zu jeder seiner Flaschen hat und über Südhänge und Nuancen nachdenkt, dann wäre das ja auch "Resonanz". Und wenn seine Flasche runterfällt, heult er - Achtsamkeit ist etwas anderes.

    Der Begriff der Resonanz wird dabei aus der Physik übernommen, um eine Subjekt-Objekt-Beziehung als schwingendes System zu beschreiben, in dem beide Seiten sich wechselseitig anregen. Im Gegensatz zur physikalischen Bedeutung des Wortes geben sie hier jedoch nicht lediglich den empfangenen Klang zurück, sondern sprechen „mit eigener Stimme“. Dabei konstituieren sich die Beziehungsfähigkeiten der Subjekte und ihre intersubjektiven Strukturen überhaupt erst aus solchen Resonanzerfahrungen bzw. deren Abwesenheit. Verdeutlicht wird dies an der primären Beziehung des Neugeborenen zu seiner Bezugsperson, an deren Aufnahme oder Zurückweisung von Interaktionen sich die grundlegenden Beziehungsmuster herausbilden. Mit dem so verwendeten Begriff der Resonanz wird versucht, einen von kulturellen Wertungen und Vorannahmen möglichst freien Zugang zu der Frage gelingender Beziehungen von Subjekt und Welt im Sinne des „guten Lebens“ zu finden.


    Die möglichen Bezugspunkte solcher Resonanzen sind ubiquitär und werden in drei grundlegenden Achsen beschrieben: Horizontale Resonanzen finden zwischen zwei (oder mehr) Menschen statt, so in Liebes- und Familienbeziehungen, Freundschaften oder dem politischen Raum. Als diagonale Resonanzachsen werden Beziehungen zu Dingen und Tätigkeiten bezeichnet, als vertikale Resonanzachsen Beziehungen zu den großen Kollektivsingularen: die Natur, die Kunst, die Geschichte oder die Religion. In allen diesen Zusammenhängen sind intensive Erfahrungen möglich, die das Leben als intensive Begegnung oder Beziehung um seiner selbst willen erfahrbar machen. Dem gegenübergestellt werden stumme oder instrumentelle, durch die Ausrichtung auf Beherrschung und Verfügbarmachung bestimmte Weltbeziehungen, in denen es vorrangig um das Erreichen eines zweckdienlichen Ziels geht.


    So kann beispielhaft eine Bergtour als intensive Auseinandersetzung mit den Anforderungen des Weges und der begegnenden Natur eine Resonanzerfahrung, als rein zweckgerichtetes Unternehmen aber auch instrumentell und in diesem Sinne „stumm“ sein

    Wenn Resonanz das Gegenteil von Entfremdung ist, dan klingt das ja erstmal gut. Aber weil Entfremdung ja nur die Kehrseite Zweitname der Freiheit ist, ist das Gegenteil von losen Beziehung ist das enge Eingebundenheit. In einer traditionelleren Gesellschaft stand der Bauer mit seiner Scholle in Resonanz stand, mit seinem Dorf, mit seinem Werkzeug, mit seinen Tieren, mit seiner Schwiegermutter und seinem Dorfpfarrer. Und hielt es villeicht nicht aus, dass er keinen Satz sagen kann und nichts tun kann, ohne das das halbe Dorf mitschwingt. Und dann flüchtet er in die Stadt und genießt die Anonymität und die Ungebundenheit.


    Ein ganz großer Problem besteht darin, dass viele "Achtsamkeit" so auffassen, wie Rosa "Resonanz" auffasst. Als ein Gegenteil von Entfremdung, bei dem man eine reiche, tiefe, vielschichtige Weltbeziehung aufbaut. Und das ebenfalls als ein Gegenmittel zu einer beschleunigten, anonymen Welt sehen.

    Hier habe ich noch Tipps der Polizei gefunden:

    Ich denke, dass da dafür sowohl Meditation als auch Kampfsport helfen können. Meditation, weil man auch da lernen kann präsent ,geduldig und souverän zu bleiben und sich nicht in Angst, Agression und Impulsen zu verheddern. Und Kampfsport nicht so sehr wegen der konkreten Kampffähigkeit - gegen Messer und geübte Schläger kann man sich nur ganz schwer verteidigen - sondern ebenfalls um ein gefühl für den eigenen Körper und den des anderen zu bekommen und so besser einschätzten zu können, wie er reagiert. Da ist ja sehr viel Säugetier-Terretorialverhalten dabei.

    Sein "Resonanzbegriff" ist etwas was Hartmut Rosa sehr am Herzen liegt. Resonanz bedeutet für ihn, statt als isoliertes (entfremdetes) Indivduum zu existieren, in die Welt eingebettet zu sein und mit ihr in einem ständigen Beziehung zu stehen. "Resonanz" ist für ihn die Antwort auf die zunehmende Entfremdung. Diesem wird die Ressonanz als Gegenbegriff gegenübegesetzt, wo man wieder in Bziehung zur Welt tritt.


    Wegen dieser Resonanztheorie ist Hartmut Rosa ganz stark der Kritik seiner Kollegen ausgesetzt. Sie sehen in ihm jemand, der gar keine richtige Soziologie mehr betreibt sondern einen religiösen Fimmel bekommen hat und sich zu den Eso und Buddhisten gesellt hat.

    Und wer heute gute Gründe und vernunftgeleiteten Willen durch die Figur des "postautonomen Subjekts" und dessen Fähigkeit zur Anpassung und zum muddling through ersetzt, der schärft seine Mangeldiagnose doch am vernünftigen Subjekt, dem die Moderne stets so etwas wie einen Heldenstatus zugeschrieben hatte. Vielleicht ist eines der beredtesten Symptome solcher Begriffsumstellungen, dass das, was einmal kritische Theorie sein wollte, heute eher im Jammern über den Verlust von "Weltresonanz" kulminiert, wie Hartmut Rosa in kritischer Absicht, aber mit dem kleinbürgerlichen Wunsch nach einer Welt formuliert, in der die Differenzen zwischen Ich und Welt nicht gar so wehtun.

    Und weil Rosa vorgeworfen wird, sich von gesellschaftlchen Themen auf das Subjekt selbst zurückgezogen zu haben, sich in kleinbürgerlichen Befindlichkeiten zu ergehen, ist er sehr darauf bedacht zu zeigen, dass er druchaus kritisch und akdemisch ernzunehmen ist. Um seinen Resonanzbegriff aufzuwerten, wertet er den Achtsamkeitsbegriff ab und geht sogar so weit den Achtsamkeitsbegriff falsch zu verwenden um eine Distanz zu seinem Resonanzbegriff zu schaffen, die so nicht gegeben ist. So als wäre Achtsamkeit keine Öffnung hin auf die Welt enthalten, sondern es wäre ein Rückzug ins Subjekt, wo man satt in Beziehung zu stehen sich aus Beziehung zurückzieht.


    Wobei ein Teil dieser Kritik schon berechtigt ist., weil es teilweise ja wirklich Leute gibt, wo "Achtsamkeit" nicht als etwas erscheint, wo man sich der Welt stellt, sondern so eine innere Wellnesoase: Wenn einem die Welt zu laut und zu krass wird, zieht man sich in sein inneres Scheckenhäuschen zurück und macht es sich dott lauschig "achtsam". Das hat schon was von Neo-Biedermeier hat aber natürlich wenig mit der buddhitischen idee von sati zu tun, wo es ja ja gerade nicht um Welness geht, sondern sich dem Leid und seine Entstehung zu stellen.


    Beim Heimcomputer Commodore Amiga gab es in den 80 ziger Jahre - wenn das System komplett abstürzt einen schwarzen Bildschirm mit der Zeile "Guru Meditation" und dann der Fehlernummer. Dies hat viele Anwender, die weder euínen Guru hatten noch sich in Meditation übten sehr verwirrt. Die Geschichte dahinter ist folgende:


    Der Begriff geht auf die Programmierer des Amiga-Betriebssystems zurück. Amiga Inc. stellte das sogenannte Joyboard her. Es sieht wie ein breites Skateboard aus und steht auf einem Kugelgelenk. Es arbeitet wie ein Joystick, wenn man sich zu einer Seite lehnt. Die Programmierer benutzten das Joyboard zum Entspannen und Beruhigen, wenn ein Fehler auftrat. Sie setzen sich wie ein indischer Guru auf das wackelige Brett und meditierten so lange, bis das Joyboard ruhig und bewegungslos blieb. ln der Zeit konzentrierten sie sich auf das Problem und überlegten, was passiert sein könnte. Sobald sie entspannt waren, gingen sie locker wieder ans Programmieren. R.J. Mical wollte sogar ein Spiel schreiben, das schnelle Entspannung mit Punkten belohnt. Statt in eine High-Score-Liste sollte man ins Nirwana kommen. Leider hat er es nie geschrieben. Da jeder Systemabsturz ein Grund zum Meditieren ist, nannten sie die Fehlermeldung, die einen Absturz anzeigt, Guru Meditation.

    Und da es auch mir so ging, dass ich oftmals nach einem Absturz ziemlich verärgert und frustriert war, hat mich diese unerwrtete Aufforderung zur Meditation des öfter verwirrt, belustigt und zum Denken gebracht. Villeicht habe ich ja deswegen angefangen, mich mit Buddhismus zu beschäftigen. Es war zumindest die gleche Zeit.

    Aber wenn ihr schon eine Menschengruppe verurteilen wollt, dann setzt euch doch bitte auch mit dem Thema etwas genauer auseinander. So wie es nicht den Deutschen gibt gibt es auch nicht den Shooter.

    Deswegen ist ja Statistik so wichtig um da Aussagen machen zu können. Weiter oben habe ich ja die große Metastudie zum Thema Computerspiele zitiert, die die Ergebnisse aus 84 Einzelstudien mit über 3000 Leuten zusammenfasst. Und da wird gesagt, dass es (A) einen Effekt gibt, das Computerspiele abstumpfen, dass aber (B) dieser Effekt gegnüber anderen Fakoren klein ist. Und (C) hat die Metastudie hat natürlich die von dir genannten positiven (sozialen) Effekte auch benannt und gemessen. Es kann ja alles drei richtig sein.


    Und da kann es ja sein, dass das "Möglichkeit um mit Freunden und anderen Menschen zu interagieren" für dich so viel Positives bewirkt hat, dass der etwaige abstumpfende Effekt dagegen eher klein war.

    Spiele wie Counterstrike sind eine Form der Unterhaltung und ich glaube nicht, dass es mehr verroht, als wenn man einen blutige Serie wie game of thrones ansieht. Um zu unterhalte sprechen Computerspiele , Kino und Fernshen das an, was die Menschen fasziniert und bewegt.


    Aber Buddha sah in der Tätigkeit des Unterhalters eher eine Art berufsmässiger Lügner der den Leuten etwas vormacht, was nicht da ist:


    Heute würden die wenigesten Leute Buddhas Sicht teilen. Für die meisten ist Unterhaltung nichts Verwerfliches und die Idee, dass Schauspieler eine Art von berufmässigen Lügnern sind ist für uns befremdlich. Das Problem ist die Illusion selbst:

    Zitat

    "Wenn ein Schauspieler auf der Bühne oder bei einer Versammlung den Wesen, die schon bisher nicht frei von Reiz, Abwehr und Verblendung waren, mit Banden von Reiz, Abwehr und Verblendung gebunden, Dinge mit Reiz, Abwehr und Verblendung vorführt, dann werden sie immer noch mehr zu Reiz, Abwehr und Verblendung geführt".


    Das virtuelle und medial gefilterte ist uns fast vertrauter als das Reale. Während die meisten von uns in ihrem Leben nur drei vierte Tote gesehen haben, geht die Anzahl der virtuellen Toten in die hunderte und Tausende. Sogar unsere Politiker kennen wir meistens nur medial vermittelt.


    Interessanterweise geht es bei der selben Stelle auch um Krieg. Es erscheint nämlich ein Hauptmann, der der Ansicht ist, das Kriegerhandwerk würde positive Folgen nach sich ziehen:

    Auch hier gefällt uns das was Buddha sagt, nicht so wirklich. Weil die gängige Sicht ja die ist, dass Soldaten ihr Land verteidigen und so für unsere Sicherheit sorgen.


    Es scheint also so, als sei Buddha einerseits dem "Kriegerhandwerk" als auch dem des Unterhalters gegenüber sehr ablehnen eingestellt. Von daher kann man sich sehr gut vorstellen, wass er gesagt hätte, wenn damals jemand aufgetaucht wäre, der Kriegsspiele veranstaltete. Also z.B ein jemand der Freiwilige gesucht hätte, die mit Holzschwertern und Theaterblut zusammen mit Soldaten Übungen durchführten - sagen wir der Manövermeister. Ich schätze Buddha hätte ihm eine Mischung aus Obigen geantwortet.

    Die meisten Soldaten töten nicht, weil sie jemandem schaden wollen, sondern weil sie das Gefühl haben ihre Frauen und Kinder und ihre Kultur verteidigen zu müssen. Und aus Pflichtgefühl ihrem Land gegenüber. Sie würden lieber nicht töten und sehen das Töten als notwendiges Übel.


    Ich nehme an, die Mehrzahl der Soldaten der Weltkriege haben so gedacht. Aber haben dann auch sie - weil sie nicht Schaden wollten - nichts schlimmes getan. Und gerade japanischen Soldaten wurde beigebracht, dass ihr Töten keine schlechten karmischen Wirkungen hätte, weil die primäre Motivation kein Schdenwollen, sondern Mitgefühl mit Kaiser und dem japanischen Volk sei.

    Sehr oft, wenn sich hier Leute anfangen mit Buddhismus zu beschäftigen, heißt es dann, das es bei ihnen in der Gegend nur ein Diamantweg-Zentrum gibt.


    Von daher denke ich, dass es wohl wirklich sehr viele Diamantweg-Zentren gibt und dass es da dann auch viele Menschen gibt, die da aktiv sind. Und es nicht immer die gleichen alten User sind sondern es da einige gibt.


    Um so viele Zentren zu haben, muss man ziemlich organisiert sein.

    Ist es wirklich nur eine informelle Ebene von Charisma und persönliche Loyalität die das alles zusammenhält oder gibt es da eine tragfähige Struktur, die man sich auch ohne ihren prominenten Kopf vorstellen kann?

    Im Mahayana und da insbesondere im Lotussutra gewann die Idee der "geschickten Mittel" ( ūpaya) Gewicht.

    Buddha verstand seine Lehren ausdrücklich nicht als geoffenbarte göttliche Wahrheiten, sondern sah sie rein instrumental, d.h. als Beschreibung wirksamer und hilfreicher Methoden (upāya) für diejenigen Menschen, die an der Erforschung der Wirklichkeit und ihrer eigenen Befreiung interessiert waren.

    Wenn buddhistische Methoden "instrumental" bezüglich des Zieles ist, dann ist die Frage, inwieweit der hohe Zweck Mittel heiligt:


    Wenn ich jemanden was erzähle, was so nicht stimmt und diese Illusion hilft ihm Befreiung näher zu kommen, ist das dann ok? Was wenn ich ihn anschreie? Oder ihn mit dem Stock haue? Oder ihm eine sinnlose Aufgabe gebe?


    Welche Mittel heiligt der Zweck und was sollte man auch dann nicht tun, wenn es in der Situation dem Ziel näherbrächte? Das sind schwierige Fragen.


    Aber wenn das Konzept , das scheinbar Unethisches in Wirklichkeit heilsam sein kann, ersteinmal in dee Welt ist, kann man von jedem augenscheinlich bizarren unethischen und egoistischen Verhalten behaupten, dass es ein "Blessing in disguise" ist. Man kann seinen eigenen Augen und Ohren nicht mehr trauen. Das ist eine große Gefahr.

    Lässt sich denn irgendwie richtig belegen, dass gewalttätige Spiele psychische Folgen hinterlassen, die abstumpfen und verrohen lassen? Ich kenne selbst viele Leute, die viel Zeit in Shootern verbrecht haben, keiner davon ist irgendwie brutal oder sadistisch geworden.

    Und da ist es wohl einerseits so, dass es einen realen Effekt gibt:


    Wir haben 98 Einzelstudien ausgewertet, die sich mit dem Sozialverhalten beschäftigt haben, mit der Frage, wie wirken Computerspiele auf das solidarische Verhalten der Menschen, auf Aggression und dergleichen.

    ....

    Es gibt einen Effekt etwa von gewalthaltigen Computerspielen auf aggressives Verhalten, die Aggression wird durchs Spiel gefördert; ebenso gibt es Konsequenzen für die Empathie, die Spieler werden weniger empathischer, und es gibt darüber hinaus auch einen Langzeiteffekt: die Desensibilisierung gegenüber Gewalt

    Aber andererseits ist es so, dass die Effekt wohl eher "klein" sind.

    Man muss dazu sagen, die Effekte, die wir gefunden haben, sind eher klein, das darf man jetzt nicht überbewerten.

    ....

    „Klein“ würde ich so einordnen: Gewalthaltige Spiele wirken auf aggressives Verhalten, aber andere Faktoren wirken viel stärker, zum Beispiel die Frage, ob der Spieler männlich oder weiblich ist. Jungs zeigen nämlich eher Aggression als Mädchen, also ist das Geschlecht ein wichtigerer Faktor für aggressives Verhalten. Ein anderer Faktor kann etwa ein erhöhtes Temperament sein. Diese Faktoren sind dafür wichtig, wenn Menschen aggressiv sind, sie sind wichtiger als der Einfluss von Computerspielen.

    Piloten lernen am Flugsimulator fliegen.... Formel 1 Fahrer wärmen sich an der Playstation auf.. Soldaten lernen an Kampfsimulatoren das Kämpfen...

    Es war glaube ich im Irakkrieg, wo die US Armee anfing, Audioanlagen in die Panzer einzubauen. Eben weil man gemerkt hatte, dass Musik zu einem Soundtrack des Krieges werden kann und die Soldaten sich, wenn sie zu Heavymetal dahinfahen, wie in einem Film oder Computerspiel fühlen.


    Die norwegische Armee hat jetzt VR Brillen angeschafft, so dass der Krieg noch mehr zum Kinderspiel wird.

    The Norwegian Army has found a way to gamify tank warfare by equipping its tank crews with Oculus Rift virtual reality headsets, according to a recent Motherboard article. The headset is hooked up to four VR cameras mounted on the outside of the tank, allowing the soldiers inside to have a 360-degree view of the surrounding area. The overall effect is as if they had X-ray vision to see through the hull of the vehicle.

    Also ich habe mal mit jemand gesprochen, der im Krieg Scharfschütze war. Und der sprach davon, dass in dem Job keine Wut und keine Aufgeregtheit involviert sein darf, sondern man da möglichst kühl herangeht, so als wäre es ein Spiel. Man muss ausblenden, dass es sich um Menschen handelt.

    Am Samstag hielt Lama Tsultrim Gelek ein Teisho. Er verglich Zazen mit dem Autofahren.

    Mich wundert es wirklich, dass ein tibtischer Lama Teishos über Zen gibt. Ich nehme an, der Lama hat einfach über Meditation gesprochen und du benutzt Roshi und Lama, Teisho und Vortrag sowie Meditation und Zazen synonym.

    Und was hat es mit dem Titel auf sich? Wann ist man ein Zen-Meister oder wodurch wird man einer?

    "Zen-Meister" ist ein westlicher Begriff. Ich würde darunter jemanden verstehen, der von seiner Linie emächtigt ist, Schüler anzunehmen und auszubilden.


    Dies steht eng mit dem Begriff der Dharma-Übertragung in Verbindung (alle Zitate von der Seite):


    Zitat

    The procedure (dharma transmission) establishes the disciple as a transmitting teacher in their own right and successor in an unbroken lineage of teachers and disciples, a spiritual 'bloodline' (kechimyaku) theoretically traced back to the Buddha himself."


    Eine Dharma-Übertragung bedeutet also, dass man in einer Linie steht und befugt ist, diese weiterzuführen. Allerdings ist das was das bestätigt ist nur so gut, wie derjenige der es bestätigt. Wenn es nur einen eher zweifelhaften Meister gibt, kann dieser wieder Meister machen und diese wieder Meister usw. Ein Bruch in der Kette kann dazu führen, dass sich alles entwertet.


    Und zu so einem Buch kann es ja leicht kommen. Weil Nachfolge ja nicht nur etwas spirituelles ist, sondern auch organisatorische Aspekte hat. Wenn jemand unter seinen Schülern keinen geeigneten Nachfolger hat, kann es sein, dass er eher einen nicht so geiegneten Nachfolger wählt als gar keinen. Weswegen im Rinzai die organisatorische Nachfolge von der Bestätigung tiefer Qualifikation getrennt ist:


    Zitat

    From the Rinzai perspective, true realization (jisshō) and succession to a master (shijō) are two different stages in the course of practice, the latter implying a comprehensive integration of awakening in the activities of everyday life.


    Von daher gibt es in der Rinzai Schule "Inka shōmei" als eine spezielle Bestätigung tiefster Realisation:


    Zitat

    The common transmission does not include inka shōmei. Ideally inka shōmei is "the formal recognition of Zen's deepest realisation",[3] but practically it is being used for the transmission of the "true lineage" of the masters (shike) of the training halls.[4] Training halls are temples which are authorised for further training after being qualified as a temple priest.


    Von sehen viele in der Rinzai Schule jemanden mit "Inka shōmei" als Meister. Aber auch da gibt es dann wieder das gleiche Problem: Jedes Zertifikat ist so gut wie die ausstellende Stelle. Und gerade weil viele sehr demostrativ mit dubiosen "Inka shōmei" wedeln, ist die ganze Idee eines "Erleuchtungszertifikats" vielen suspekt.


    Oftmals wird auch die Anrede "roshi" mit Zen-Meister glelchgesetzt. Wobei das insofern schwierig ist weil "roshi" eigentlich eine "Ehrentitel" (sowas wie Rinpoche) ist und in Soto und Rinazi anders verwendet wird:


    Zitat

    In Rinzai Zen, it is relatively easy to say who is a roshi and who is not. Anyone who is authorized by another roshi (i.e. his teacher) is a roshi. This authorization (officially the "inka-shômei" document) is documented on a piece of paper, that is why it is also called colloquially "ichi-mai", that is "one sheet (of paper)". The transmission is totally vertical from teacher to student, no peer control is involved. That means that the Rinzai sect has no means to control who is made a roshi and who is not. In spite of that, the number of Rinzai roshis is relatively low, maybe around 50 or so.[web 1]According to roshi Sokun Tsushimoto, the title of roshi is equivalent to Zen master and shike:


    'Roshi' is the title compatible with the most formal title ‘Shike’ who got officially authorized as a Dharma successor by authentic master.


    Und weil es ein Ehrentitel ist, denken viele sie könnten aus lauter Ehrerbietung einfach ihren Lehrer Roshi nennen. Und es gibt sogar welche die sich selbst Roshi nennen.

    Liebe Bosale!


    Am Samstag hielt Lama Tsultrim Gelek ein Teisho. Er verglich Zazen mit dem Autofahren. Ist man konzentriert im Hier und Jetzt, ist alles in Butter.

    Lama Tsulrim Gelek ist doch im tibetischen Buddhismus verwurzelt und soweit ich sehen kann, hat er am Samstag »Meditation auf dem Weg zu Mahamudra« gelehrt.


    Und jetzt spricht du davon, dass er ein Teisho gegeben hat und über Zazen sprach. Das verwirrt mich.

    Da hab ich mir einige Gedanken gemacht über glückliche Wiedergeburt in der Menschenwelt und hab festgestellt das ich eine verdammt super gute Wiedergeburt habe. Ich leide keinen Hunger, keinen Durst, habe eine sichere Wohnung, einen sicheren Schlafplatz, sehr viele, sogar übermäßig viele freundliche nicht aggressive Menschen um mit, habe immer Arbeit mit Menschen und für Menschen gehabt, gebe immer wenn ich entbehren kann, ich kann mich bewegen wohin ich will, kann meine Zeit nutzen ohne große Bedrängnis zu erleiden, kann lieben, werde geliebt so wie ich und andere zufrieden sind. Ich hab jedenfalls den Wunsch nach einer besseren Wiedergeburt aufgegeben, die hab ich ja schon.

    Dieses Jahrhundert hat so viele schöne Sachen.


    • In vergangenen Jahrhunderten mussten sich ganz gosse Teile der Bevölkerung köperlich kaputt arbeiten - sie hatten wenig Zeit und ein Leben das sie hart und früh alt machte.
    • Ich finde super, das sie die Sache mit der Hygiene und den Bakterien herausgefunden haben und wie ncht dauernd Angst vor Seuchen haben müssen.
    • Und ich finde auch die Sicherheit schön. Man hat bei uns schon lange keinen Krieg erlebt und man kann einfach auf die Straße gehen und wird nicht überfallen. Nichtmal im Wald lauern Räuber und wilde Tiere.

    Früher musste man wie Buddha in einem Palast geboren worden sein, um soche Annehmlichkeiten geniessen zu können. Aber in Punkte Freheit von Krankheiten, Hygiene übtreffen wir das noch. Wir haben Toletten wo Knöpfe drauf sind und wenn man da drauf drückt kommt frisches Wasser unseren Unrat hinwegzutragen. Wir drücken auf andere Knöpfe und alles wird hell, Speisen kochen sich auf Knopfdruck und Musik erschallt von unsichtbaren Chören. Es gibt ganz viel, wo es nicht reicht uns mit vergangenen Oberklassen zu vergleichen, sondern wo man zu Märchen übergehen muss.

    Das was befreit ist von richtig oder falsch ist muss Dhamma sein. Denn das was dann bleibt ist das was so ist wie es eben ist, vollkommen frei, um es wieder interpretieren, umkleiden, zu können oder auch nicht.

    Wenn etwas von richtig oder falsch befreit ist, dann bedeutet das nur das es auf tiefer Erfahrung jenseits von Worten gründet. Aber es ist doch das normalste, dass auch dass was man für für eine ganz tiefgründige Erfahrung hält, sich als bedingt und beschränkt herausstellt. Der feste Boden gibt nach, und man kracht in ein tieferen Stockwerk. Und es ist sinnvoll anzunehmen, dass das was man da wahrnimmt, sich nur wieder als ein weiterer falscher Boden herausstellt.

    Die letzten Beiträge interpretiere ich so, also kommt man irgendwann an einen Punkt, wo man einen direkten Kontakt aufbaut - und weil man fest im Sattel sitzt - die "Spiritualität als Rollenspiel" wegfällt.


    Wobei dieser direkte Bezug eben nur zeigt, dass es nichts ist man man für andere (aus sozialen Gründen) macht, sondern dass es einfach einer tieferen inneren Erfahrung entspringt- also echte Spiritualität ist.


    Was ja nicht bedeutet muss, dass das was man da so tief erfährt richtig sein muss oder dass es deswegen Dharma wäre.


    Auch für einen Christen - sagen wir mal einen Zeugen Jehovas - kann es ja genau diesen Punkt geben, wo er merkt, dass er nicht mehr im Bezug auf andere handelt sondern aus seiner innig Erlebten Verbundenheit mit Gott heraus. Was aber nur bedeutet, dass es eben kein "spirituelles Rollenspiel" mehr ist, sondern insofern authentisch ist, als es aus eigenen tieferer Erfahrung stammt. Er ist halt dann ein fest im Sattel sitzender Christ.

    Nur weil sich unsere Kulturtechniken unsere Organisationsformen und Technologien verbessert haben, sind wir doch von unseren Gefühlswelten immer noch die alten Affen, oder?


    Buddhas Lehre ist zeitlos. Egal ob jemand vor 2000 Jahren, vor 1000 Jahren oder heute, sein Problem ist das gleiche nämlich Gier, Hass und Verblendung und auch der Weg weg von dieser Verblendung ist der gleiche. Und jeder Mensch der geboren wird fängt von null an.

    Auch Wittegnstein war ja von der Metapher des "Spiels" begeistert. In einem Spiel wie Schach oder Fussball gibt es ja bestimmte Rollen und bestimmte Regeln und ein klar definiertes Spielfeld und wenn man in dem Spiel gut geübt ist, dann kann man es zu etwas bringen und bekommt Respekt und Anerkennung. Und klar gibt es in unserer Gesellschaft so ein Standardspiel, in dem sich die meisten üben. In dem Spiel geht es ums Geldverdienen, Kinderkriegen, Hausbauen usw. Aber Spiele machen vor allen denjenigen Spass, die gewinnen, und wo beim Monopoly die Miet-Einahmen immer grösser werden. Während diejneigen die Verlieren oder denen das zu hohl ist sich nach anderen Spielen umsehen.


    Zum Beispiel gibt es viele Leute, die weil das berufliche Spiel nicht die Anerkennung bringt, ihren Ehrgezeit und ihre Befriedigung aus dem Sport ziehen. Andere gehen in Subkulturen auf oder witmen sich der Politik oder sozialen Tätigkeiten. Und da kann bestimmt auch Spiritualität ein wichtiges "Spiel" sein. Statt als Projektmanager für das 378 Duschgel zu sein, dass die Welt nicht braucht, setzt man seinen Ehrgiez dahin, an sich und dem eigenen Geist zu arbeiten.


    Was ja erstmal gut ist. Das fragwürdige daran ist, wenn es einem nicht so sehr um die Sache selbst geht, sodern das Selbstbild und die Anerkennung die man daraus zieht. Statt in dem "Erwerbsspiel" ein Looser zu sein, ist man in einem anderen Spiel ein Sieger. Ein wahrer Umweltaktivist, ein guter Mensch, ein Wandelnder auf dem Bodisattvapfad der seinerseits auf all die verblendeten Normalos herablicken kann.


    Wobei ich das Gefühl habe, dass das nicht so die Motivation ist die einen weit trägt. Und man wenn die Anerkennung ausbleibt, dann dazu tendieren was anderem umzusatteln.