Posts by Mabli

    Wozu braucht man eine Reaktion auf die eigene Wut, den eigenen Stolz, die eigene Eitelkeit, den eigenen Groll, die eigene Erniedrigung, die eigene Wertlosigkeit? Mit dem eigenen Geist arbeiten kann man auch ohne. Die Folgen zu beobachten muss man seins auch nicht in die Welt tragen, ist genug da.

    Ich verstehe den Punkt, dass man negative Emotionen nicht ausagieren sollte bzw. in irgendeiner Form reflektiert damit umgehen sollte. Die Wut einfach am nächstbesten abzureagieren hilft auch keinem. Wenn ich mich einsam fühle, fehlt mir die Resonanz auf mein inneres Erleben. Und ich verstehe Qualia so, dass durch die Interaktion mein inneres Erleben überhaupt erst Wirklichkeit bekommt und erkennbar wird. Das ist vielleicht noch eine Stufe vorher, bevor ich mit der Wut arbeiten kann ohne sie nach außen zu tragen.

    Nachtrag:

    Jesus hat es genau falsch verstanden: liebe deinen nächsten wie dich selbst, stößt in unlösbare Konflikte.

    Was, wenn der Nächste mich nicht liebt, soll ich dann nur noch mich lieben oder mich ihm liebend unterwerfen?

    Erstmal ist davon die Haltung oder Einstellung des Anderen ja gar nicht berührt. Ob der andere einen liebt oder nicht scheint keine Bedeutung zu haben. Zu der Geschichte mit der anderen Wange hole ich nochmal meine etwas angestaubte Bibel raus. :erleichtert:

    Es geht um einen Gegenentwurf zu dem Rache- und Vergeltungsstreben, das in einen Kreislauf von Gewalt und Gegengewalt führt. Ich kenne auch eine Auslegung dieser Stelle, die diese aus der politischen und sozialen Situation der damaligen Zeit heraus als Empfehlung zu passivem Widerstand gegenüber Unterdrückern und Besatzern deutet. Unter der Besatzungsmacht des römischen Reichs vielleicht auch nicht ganz abwegig durch eine öffentlich zur Schau gestellte Unterwerfung (noch mehr geben als verlangt) den Stärkeren und Mächtigeren zu beschämen.

    Das Gefühl sich nicht so zeigen zu können wie man ist und die Ablehnung der Selbst-Anteile, die man meint nicht zeigen zu können.

    Die Erfahrung sich nicht so zeigen zu können, wie man ist und die Ablehnung der Selbst-Anteile, die man durch Erfahrungen meint, nicht zeigen zu dürfen aufgeben. Abstand nehmen von Selbstverachtung, Selbstmitleid und Selbstvernichtung. Allein sein erkennen und das Gefühl der Einsamkeit transformieren zu Mitgefühl, Geduld, Gleichmut, Gelassenheit gegenüber allen anderen Menschen.

    Buddha hat es genau so gesagt und genauso ist es richtig.

    Das klingt so einfach und ist oft schwierig meiner Erfahrung nach. (: Mein Weg ist auch eher die Selbstanteile, die ich vor mir und anderen verstecke,wie z.B. Wut, Stolz, ..., mir erstmal bewusst zu machen, sie anzunehmen und in den Kontakt zu bringen. Erst dann versuche ich sie aufzugeben oder zu überwinden. Das ist oft ein ganzes Stück Arbeit. :erleichtert: Aber das ist sicher bei jedem anders, je nachdem wie man gelernt hat mit Emotionen umzugehen und wie bewusst man sich seiner Emotionen schon ist.

    Sich einsam fühlen heißt für mich sich nirgends zugehörig fühlen und gleichzeitig das Bedürfnis, den Wunsch nach Zugehörigkeit zu spüren. Wahrscheinlich hat das auch viel damit zu tun, ob man sich so wie man ist angenommen fühlt, ob man sich selbst annehmen kann. Kleist beschreibt den Widerwillen dagegen, eine Rolle zu spielen und sich damit auf andere einzulassen. Das Gefühl sich nicht so zeigen zu können wie man ist und die Ablehnung der Selbst-Anteile, die man meint nicht zeigen zu können.

    Vasubandhu lebte um 400 - 480 n.Chr. in Purusapura, das heutige Peshawar, damals im Königreich Gandhara gelegen. Sein älterer Bruder war Asanga, der mit Vasubandhu zusammen als Begründer des Yogacara angesehen wird.

    Vasubandhu war ein Mönch im Sarastivada Orden, der zu der Zeit sehr prominent in Gandhara vertreten war. Seine Lehrer waren Buddhamitra und Manoratha. Er begann an dem Vaibashika System zu zweifeln und reiste nach Kashmir, dem damaligen Zentrum der Vaibashika Lehre, wo er unter Skandhila studierte.

    Im Abhidharmakosa hat Vasubandhu in 600 Versen in sehr dichter Form die Vaibashika Lehre zusammen gefasst. In seinem späteren umfangreichen Kommentar seiner eigenen Schrift, dem Abhidharmakosa-bashya hat er die Vaibashika-Lehre teilweise aus einer Sautrantika Sicht kritisiert.


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    Eine weitere interessante Zusammenstellung verschiedener Übersetzungen, die ich gefunden habe:

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    Und weiteres Material dazu:

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    Die Tibeter studieren das Vaibhashika-System im Zusammenhang mit „Besonderen Themen des Wissens“ (chos mgon-pa, Skt. abhidharma), insbesondere das untere Abhidharma-System (mngon-pa ‘og-ma), wie es von Vasubandhu (dByigs-gnyen) formuliert wurde.

    • Vasubandhu schrieb das Werk „Ein Schatzhaus spezieller Themen des Wissens“ (Chos mngon-pa’i mdzod, Skt. Abhidharma-kosha).

    Das Werk Abhidharma-kosha von Vasubandhu scheint ein wesentlicher Grundlagentext für das Studium buddhistischer Philosophie zu sein. Ich bin auf der Suche nach einer einigermaßen erschwinglichen und brauchbaren Übersetzung. Auf deutsch habe ich bisher gar nichts gefunden.


    Es gibt wohl einige englische Übersetzungen des Autokommentars von Vasubandhu, in dem der Ursprungstext wahrscheinlich enthalten ist. Das sind aber vierbändige Werke, während der Primärtext nur 600 Verse umfasst.


    Dann bin ich noch auf den über 1000-seitigen Kommentar von Jampalyang "Ornament of Abhidharma" gestoßen, der aber wohl auch vergriffen ist bzw. nur noch als ebook erhältlich.


    Online gibt es noch diese kostenlose Übersetzung des Primärtexts https://buddhism.redzambala.co…akosha-by-vasubandhu.html

    Muss ja nicht jedesmal neu durchgekaut werden ... ;)

    Sofern es dazu dient, dass auch nur ein Mensch im subjektiven Nachvollziehen des schon zigtausend Mal Erkannten und Ausgesprochenen einen Heureka Moment hat, warum nicht! Das subjektive Verstehen braucht manchmal Umwege und muss das Selbstverständliche in Frage stellen.

    es ist keine der 6 (primären) Bewusstseinsarten, es ist deshalb auch kein operierendes oder funktionales Bewusstsein - aber genau diese Merkmale verbinden wir gemeinhin mit "Bewusstsein" oder "Geist".

    Der von Rigpa zitierte Text geht von 8 primären Bewusstseinsarten aus. Das siebte ist das Ich-Anhaften und das achte Bewusstsein das Speicherbewusstsein (Alaya). Was genau verstehst du unter funktionalem (oder operierendem) Bewusstsein?

    Grob gesagt ist die buddhistische Antwort: "Leib-Seele" ist eine untrennbare Einheit. Damit ist doch das Problem gelöst, oder etwa nicht?

    Im Buddhismus kommt zu Körper und Geist als verbindendes Element ja auch noch die Rede hinzu. Das ist auch gar nicht so dumm. Man könnte jetzt auch den feinstofflichen Körper noch einbringen. Aber das verkompliziert das Ganze möglicherweise eher noch. Dass Körper und Geist im Buddhismus per se eine untrennbare Einheit sind, stimmt ja auch nicht so ganz, oder? Da gibt es glaube ich auch innerbuddhistisch unterschiedliche Positionen.

    Ähm, du hast doch selbst so eine Dualität aufgemacht, (Leib-Seele), und sagtest, das Problem sei „ungelöst“. Ich fragte, was da nicht gelöst ist.

    Über das Leib-Seele-Problem* zerbrechen sich die Philosophen schon seit tausenden von Jahren die Köpfe, ohne zu einer befriedigenden Lösung zu kommen. Um die Jahrtausendwende äußerten die Neurowissenschaften den Anspruch, das Problem innerhalb der nächsten Jahrzehnte lösen zu wollen und Geisteswissenschaften damit überflüssig zu machen. Das hat nicht so ganz geklappt bisher.


    * Grob gesagt besteht das Leib-Seele-Problem darin, in welchem Verhältnis Geist und Körper zueinander stehen?

    Hey pano,


    freut mich, dass du danach fragst. Ich hatte mir ja damals einige der Videos von Geshema Wangmo dazu angeschaut, die waren eine Art Propädeutik zum MMK. Ich habe mich dann aber nicht weiter in den Text selbst vertieft.

    Gerade in den letzten Tagen habe ich mich wieder einmal mit buddhistischer Philosophie befasst. Ich wollte mir einem Überblick über die verschiedenen philosophischen Schulen im Theravada und Mahayana verschaffen. Ich habe dann zu Schumann "Buddhismus, Schulen und Systeme" gegriffen. Außerdem habe ich mir von Zotz die "Geschichte der buddhistischen Philosophie" bestellt. Das liegt jetzt allerdings erstmal auf meinem Bücherstapel und wartet auf den richtigen Moment, um dann gelesen zu werden. ^^

    Männlichkeit und Weiblichkeit sind in gewisser Hinsicht sicher soziale Konstrukte, aber eben sehr machtvolle Konstrukte, die sich tief in unsere Denk- und Handlungsmuster (und auch in unsere Körper) eingeschrieben haben. Sie haben dazu beigetragen mehr als 2000 Jahre Patriarchat aufrecht zu erhalten. Diese Konstrukte werden im Alltag tagtäglich reproduziert und werden erst in den letzten Jahrzehnten von sozialen Bewegungen hinterfragt und manchmal auch konterkariert.


    In Mythen und Religionen spielt die polare Entgegensetzung eines männlichen und weiblichen Prinzips im kosmologischen Kontext oft eine zentrale Rolle, denen oft gegensätzliche Eigenschaften zugeordnet werden, wie z.B. feucht-trocken, innen-außen, leer-voll, offen-geschlossen, sich öffnen-eintreten, etc.. . Im tantrischen Buddhismus gibt es auch figürliche Darstellungen einer Vereinigung der beiden Prinzipien.


    In Teilen des Buddhismus wird interessanterweise ja die Leerheit als weibliches Prinzip und Mitgefühl als männliches Prinzip betrachtet. Das stellt im Grunde eine Zuschreibung in Gegensatz zu der üblichen gesellschaftlichen Konstruktion dar.


    Die Frage wie diese dualistische Sicht überwunden oder aufgelöst werden kann ist auch ein prominentes Thema im Buddhismus. Da spielt sicher die Erkenntnis der Leerheit eine Rolle. Auch die Sehnsucht nach einer ganzheitlichen Sicht könnte mit rein spielen. Mich erinnert das auch an den griechischen Mythos der Kugelmenschen, von denen bei Platon berichtet wird. Diese Kugelmenschen teilten sich irgendwann in eine männliche und eine weibliche Hälfte und beide Hälften sehen sich seitdem danach wieder vollständig zu sein.

    Und auch vor allem der erste Punkt ist ganz wichtig:

    Stress meiden. Ich weiss ja nicht, wie Du, Hue32 immer meditierst. Ich jedenfalls bin der Meinung, wenn es dabei nicht stressig zu geht - also das Gehirn in Daueranstrengung verweilt - dann machst du bei der Meditation was falsch. dann wuerde ich es eher 'doesen' nennen.

    Bei der konzentrativen Meditation würde ich zwei Arten unterscheiden wollen. Nehmen wir an, das Meditationsobjekt ist der Atem. Bei der einen Art ist die Konzentration eher angestrengt und versucht jede Ablenkung vom Meditationsobjekt wie zum Beispiel Gedanken, Körperwahrnehmungen etc. zu unterdrücken. Die zweite Art ist eher eine entspannte Offenheit, bei der ablenkende Gedanken etc. mit einer akzeptierenden Haltung bewusst wahrgenommen und auch wieder losgelassen werden. Danach wird der Geist wieder entspannt und offen auf das Meditationsobjekt zurück gelenkt. Für mich war diese Unterscheidung sehr hilfreich. Vielleicht könnt ihr ja auch was damit anfangen.

    Man benötigt Sprache eher als Werkzeug, also als Ver-mitt(e)l-er, denn der Finger, der auf den Mond hinweist, ist nicht der Mond per se.

    Also brauchst du die Sprache, die Aussagen über die Welt der Tatsachen als eine Festlegung und Festschreibung, um zum Mond zu gelangen. Du brauchst die Ismen, um sie irgendwann einmal eventuell loslassen zu können

    Das Problem entsteht nur durch das aufgeblähte Ego; deshalb folgt man dem Buddhismus.

    Lieber Igor,


    wenn ich mich nicht täusche, nennt man das auch performativen Selbstwiderspruch. Du sagst, du folgst dem Buddhisus, um den Ismen, Etiketten und Aufklebern zu entkommen. Die Erkenntnis, dass es nichts Festes und Solides hinter den Masken gibt, kommt selbst in Gestalt einer Lehre, die mit Buchstaben und Wörtern Aussagen und damit Festlegungen trifft

    Ich habe gerade das von void verlinkte Interview gelesen. Nach dem Ernährungspsychologen (cooler neuer Beruf) ist es ja auch eher ein innerer Dialog des Fleischessers mit seinem eigenen Gewissen und seine trotzige Wut rührt daher, dass er die eigenen Idealvorstellung mit seinen Verhalten permanent unterläuft und ihm das in dem Moment bewusst wird. Der Bio-Bowl futterne Veganer ist da mehr ein Katalysator des eigenen inneren Konflikts.

    In den letzten zehn Jahren wurde ich mehrmals damit konfrontiert, dass ich, wenn ich mich als Buddhist geoutet habe, vor allem von anderen Männern hart angegangen wurde.

    Es ist mir aufgefallen, dass in Dharma-zentren und bei Dharma Vorträgen Frauen oft in der Überzahl sind. Religion und insbesondere religiöse Hingabe sind anscheinend immer noch stark weiblich konnotiert. Ich kann mir vorstellen, dass bei Männern eine Ablehnung dieser weiblich konnotierten Eigenschaft verbreitet ist und diese als Schwäche oder als unmännlich abgelehnt wird.


    Ich selbst trage das jetzt nicht so vor mir her, dass ich mich intensiv mit dem Buddhismus beschäftige. Aber bei Männern, bei denen ich das Gefühl habe, dass sie offen für religiöse und spirituelle Fragen sind, rede ich auch offen darüber.

    Indem man sich an bestimmten ethischen Idealen orientiert, stellt man implizit die ethischen Normen der anderen in Frage

    Das trifft ja eigentlich nur dann zu, wenn man den ethischen Idealen auch einen universalistischen Geltungsanspruch bzw. eine Abwertung von anderen Positionen unterstellt. An sich ist ja die Tatsache, dass das Gegenüber sich eine Qiunoa-Bowl bestellt wertfrei und beinhaltet weder eine Aussage noch eine Frage.


    Bei Religionen drückt sich das in der Missionierung des Gegenübers oder einer moralischen Überheblichkeit aus, mit der sich der Religiöse in seiner Entsagung oder Bedürfnislosigkeit über den anderen stellt.

    Ich denke, es kommt sehr auf das eigene Menschenbild an, ob man die Normen der Gesellschaft als was positives ( Den Wolf zähmen!) oder negatives ( Verkrüppelung ursprünglicher Gutheit!) sieht.


    Ich denke Buddha ist da näher an Freud.

    Wenn ich an das Wenige denke, was ich über die "Natur des Geistes" gelesen und gehört habe, so finde ich da auch häufig die Rede von einer grundlegenden Gutheit. Diese Gutheit liegt unter den Verschleierungen "verborgen". Daher bin ich mir da nicht sicher, ob man das pauschal so sagen kann.


    Es gab übrigens in den späten 60er Jahren mal einen Versuch die These von Fromm in die Praxis umzusetzen. In Heidelberg wurde ein sozialistisches Patientenkollektiv gegründet, das "die Krankheit zur Waffe" machen wollte. Der Versuch damals muss wohl als gescheitert betrachtet werden. Unter anderem die Nähe zur RAF wurde dem Ganzen zum Verhängnis.


    Die Antilopengang hat dem Patientenkollektiv einen Song gewidmet.


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    Meiner Meinung nach muss man beide Pole, die Gesellschaft und das Individuum, betrachten, wenn man krankmachende und Krankheit aufrechterhaltende Faktoren ergründen möchte. Wenn das Pendel zu sehr zu einer Seite ausschlägt, wird es zu einseitig.

    Meditation kann nicht krank machen, wenn dann tauchen aus dem Unterbewusstsein (Speicherbewusstsein) lediglich unverarbeitete Eindrücke auf.

    Vielleicht sollte man statt "Meditation macht krank!" (reißerischer Aufmacher) differenzierter formulieren: Durch unterschiedliche Arten von Meditation- je nach Veranlagung und Vorgeschichte - können Menschen in Geisteszustände versetzt werden, die man auch als krank oder unheilsam bezeichnet.

    Das ist doch nur ein wohlfeiler Zirkelschluss:

    Man könnte es auch als Perspektivwechsel bezeichnen. In der Regel werden Abweichungen von der Normalität ( was meint hier Normalität? Ein statistisches Mittel oder wertbasierte Sollens-Aussagen?) als Problem gesehen und es werden alle möglichen Anstrengungen unternommen, um eine Anpassung an die gesellschaftlichen Normen zu bewirken. Fromm dreht das um und sagt: Was wenn die Einrichtung der Gesellschaft das Problem ist und nicht das Individuum mit dem Symptom, der Abweichung von der Norm. Das kann durchaus hilfreich sein diese Frage zu stellen und es kann den Blick weiten dies zu tun.

    Eine musikalischer Kommentar von Tocotronic


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    Reich war ja zunächst ein Schüler Freuds und verfolgte die Idee, ein biologisches Substrat für dessen Libidotheorie zu finden. Er hat mit seinem Werk zur Charakteranalyse einen wichtigen Beitrag zur Analyse des Widerstands in der "Redekur" und zur Körperpsychotherapie geleistet. Er fiel dann in Ungnade, weil er Freud und seiner Tochter als engagierter Sozialist zu politisch war.


    Ich wage zu behaupten, dass Fromm sehr von Reich geprägt war, insbesondere in seiner Theorie des autoritären Charakters, die für die Frankfurter Schule und deren Studien zum autoritären Charakter bedeutsam wurde. (Müsste man wahrscheinlich mal ChatGPT fragen, ob das stimmt. Ich habe das jetzt so aus dem Gedächtnis zusammen gefasst. ;-))