Posts by Monikadie4.

    Bedingtes Entstehen


    Heute wurde mir klar, dass auch die Einsamkeit und das Gegenteil davon bzw. Ende nicht von einem ICH ausgehen, sondern ein unpersönlicher Zustand ist, der ergriffen wird.


    Und zwar von einem "vorgestellten ICH".


    Denn ich erlebe diese Woche das erste Mal seit langem "mich selbst wieder in der Mitte".


    Da fiel mir auf, dass nicht ICH das hergestellt habe, sondern es ist mir "geschehen". Es haben sich von Tag zu Tag Umstände ergeben, die mich "rausgeholt" haben.


    Ja, ich habe auch dazu beigetragen, aber um mich herum sind eben besonders gute Bedingungen. Ohne sie, wäre es schwer.


    Und natürlich fehlte mir zu Beginn nach meinem Umzug die Energie.

    Aber ich habe mich selbst in Frieden gelassen, habe sehr gute Freundinnen - und eine ganz besondere, die liebevoll und geduldig mit mir ist und mich nicht drängt "Du musst dies oder das tun ..." etc.


    Was für ein Glück. Aber vorallem die Einsicht, alles - auch diese Erfahrungen - gehören dem BEDINGTEN ENTSTEHEN an.


    Das will ich nicht vergessen, denn auch ich bin immer wieder schnell dabei, andere leidende Menschen nicht zu verstehen und glaube, es besser zu wissen.


    Wir können alle nichts dafür, wo, wie und warum wir leben.


    Und dennoch beginnt alles mit dem ersten Schritt, allein nur um Einsicht zu gewinnen in das Leiden, in den Ursprung und die Möglichkeit des Endes.


    Ich erlebe es immer wieder und glaube fest daran, dass durch die Bereitschaft, der Lehre zu folgen (auch z.B. der christlichen), entsprechende Antworten kommen.

    Die Sufis glauben, gehe einen Schritt auf Gott zu und er kommt Dir 100 Schritte entgegen.


    Das ist auch meine Erfahrung bei allen Religionen und bei Buddha.

    _()_

    Ich will mit Smalltalk und Spaßhaben nichts zu tun haben. Das empfiehlt ja auch der Buddha. Also fehlen viele Anknüpfungspunkte.

    Ich will mit Smalltalk und Spaßhaben nichts zu tun haben.


    Ich hab gelernt das es gerade das ist, was ich benötige. Freude Spaßhaben. Buddha hat mit seiner Empfehlung recht, wenn ich nicht sklavisch an seinem Reden anhafte. Was wusste er denn davon? Andauernd von irgendwelchen Mitläufern umgeben, die jeden auch nur Hauch von Witz kritisch beäugen würden. Auch er redet davon, das Leben zu genießen.

    Natürlich. Ich habe auch Freude und Spaß.


    Es geht nicht um "Klügersein" Tim99 , sondern um "Anderssein". Und Du bist anders, so wie die meisten inkl. ich hier im Forum, schon durch die Lehre, wenn sie denn Früchte trägt.


    Allerdings desto länger die Praxis desto weniger das Bedürfnis, anders sein zu wollen.


    Und ja, ich kann auch mein Leben genießen.

    Deshalb schrieb ich ja auch, EinsamSEIN ist eine Entscheidung.


    Den Blick von sich selbst abwenden und in der Gegenwart verankern.

    Leichter gesagt, obwohl oft getan :erleichtert:  :angel:

    _()_

    Ich habe nicht erwartet, dass ich mich so einsam fühlen würde, wie am Sonntag vor einer Woche.

    Darüber habe ich schon länger meditiert und nachgedacht.

    Bevor ich meinen Mann 2003 heiratete, habe ich mich auch - vorallem sonntags - einsam gefühlt. Aber ich war berufstätig, war schon lange "auf dem Weg", beweglich und hatte bzw. habe bis heute gute Freundinnen, die aber fast alle am Wochenende mit ihren eigenen Familien zusammen waren und sind.


    Was ist das also, was einsam macht? Es hat offensichtlich nichts mit Kontakten oder Digitalisierung zu tun.


    Ich habe erkannt, dass Einsamkeit eine Entscheidung ist. Einer der Gründe ist, ich grenze mich selbst aus, weil ich mich für besser halte. Ich will mit Smalltalk und Spaßhaben nichts zu tun haben. Das empfiehlt ja auch der Buddha. Also fehlen viele Anknüpfungspunkte.


    Ein Mönch bzw. eine Nonnen grenzt sich auch aus, weil sie in der Abgeschiedenheit zu sich selbst finden will und Erleuchtung sucht.

    Künstler und Intellektuelle sind einsam. Das liegt in der Natur der Sache - schon immer.

    Desto mehr ich das "normale" Leben kritisch sehe, desto einsamer werde ich.


    Jeder Mensch wird früher oder später mit Einsamkeit konfrontiert. Wir sind allein. Das war mir schon seit frühester Kindheit bewusst. Denn wer versteht uns wirklich IMMER.

    Und durch Corona hat sich das auch in der Jugend verstärkt. Aber ohne Smartphone wären die jungen Menschen sicher noch einsamer gewesen. So konnten sie sich austauschen. Aber alte Menschen ohne Digitalisierung nicht.


    Meine Erkenntnis von Sonntag vor einer Woche, eine Erkenntnis, die ich schon lange habe, aber immer wieder aktivieren muss (leider), ich bin einsam, wenn ich daran denke!!!

    Ich denke nur an mich. Ich versinke in Selbstmitleid.


    Ja, mein Leben hat sich durch den Tod meines Mannes von Grund auf verändert. Und es ist eben nicht, wie gedacht, so wie früher, wo ich schon mal allein gelebt habe: ich war 23 Jahre jünger, berufstätig, hatte keine Arthrose ...


    Aber: ich habe die Werkzeuge der Lehre.

    Und so kam mir in den Sinn, Freude zu machen.

    Als erstes habe ich eine alte, nicht so vermögende Frau zum Spargelessen mit allem Drum und Dran eingeladen. Sie hat sich riesig gefreut, natürlich hatte das zur Folge, dass sie mich zum Kaffee zu sich eingeladen hat. Das habe ich befürchtet :erleichtert: , aber diesen Gedanken sofort beiseite geschoben und freue mich sogar darauf, denn dann backe ich für Sie und eine andere ebenfalls eingeladene alte Dame einen Kuchen.

    Natürlich ist das eine Ablenkung, aber was ist keine Ablenkung?


    Und vorallem übe ich mich in Akzeptanz dessen, was ist.

    Kein Widerstand,

    ja, ich trauere noch, ja, ich ich muss mich bewegen, ja, ich bin alt und nicht so fit wie manch andere, die mir mit ihrer Sportlichkeit auf den Keks gehen könnte, ja, ich habe keine Lust auf Handarbeit ... - 1000 Dinge, die ich tun könnte. Und ja, ich bin faul - man könnte auch sagen, gemütlich. ICH ICH ICH :lol:


    DankbarSEIN für das, wo ich lebe, wie ich lebe, was vorhanden ist.


    Zum Beispiel dieses Forum, ohne das, was wäre dann? Ich bin sicher, hier schreiben viele EINSAME, ohne sich dessen ständig bewusst zu sein.


    Ich danke für Eure Aufmerksamkeit.

    _()_ Monika

    Nö, die Gedanken können das nicht erkennen, aber wir können die Gedanken beobachten. Wer ist der Beobachter?


    Und wir haben die Fähigkeit, das "Programm" zu ändern.

    Ändern wir das Programm, also wählen wir einen anderen Empfänger, empfangen wir einen anderen Sender.


    Das lohnt sich zu erforschen.

    _()_ Monika

    Danke Samadhi1876,

    in dieser Erfahrung 1989 spielte ICH überhaupt keine Rolle mehr.


    Vor ein paar Nächten, als ich nicht einschlafen konnte, erinnerte ich mich nochmal an diese Erfahrung und mir wurde bewusst, nach 35 Jahren :erleichtert: , dass das wichtigste an ihr nicht die wunderbaren Phänomene waren, sondern eine ununterbrochene Gegenwärtigkeit.


    Ich war damals dafür noch nicht reif, hatte noch zuviel Staub auf den Augen. Aber das wusste ich, deshalb war ich nicht traurig, als die Türen sich wieder schlossen.


    Auch jetzt muss ich mich immer noch darum bemühen, im Hier und Jetzt zu sein.

    Aber das macht nichts.

    Erleuchtung ist für mich die Befreiung von Angst durch die Verankerung in der Gegenwärtigkeit. Und allein dafür lohnt es sich zu sein.

    _()_

    Lieber Tim, wenn ich argumentiere, dann gehe ich natürlich von mir aus. Ich weiß ja gar nicht, wie Du Deine Meinungen außerhalb des Forums äußerst.


    Dass es mir um Rechthaben ging, war mir nie bewusst. Ich wollte einfach nur meine Ansichten vertreten.

    Um das wirklich in seiner Tiefe zu erkennen, musste ich über 70 Jahre alt werden :erleichtert:

    Aber durch diese Erkenntnis konnte ich mein Verhalten ändern.


    Erst wenn Du Deine Motivation erkennst, wenn Dir zutiefst Dein Bedürfnis nach Anerkennung oder Zuneigung oder was auch immer bewusst klar vor Augen steht, wird sich Deine Perspektive ändern.


    Aber dazu muss es erstmal total still in Dir werden, vorallem Abstinenz vom Angebot der Medien.

    Du musst Dich nur innerlich zurückziehen, Du musst nicht allem "entsagen", schließlich lebst Du nicht in einem Kloster mit Schweigegelöbnis.


    _()_Monika

    Lieber Tim, auch ich bin anders denkend, schon immer. Auch ich machte nie ein Geheimnis daraus.


    Heute habe ich kein Interesse mehr daran, meine Denkweise ständig anderen überschütten zu müssen. Im Gegensatz zu früher, wo es mir Spaß machte, Recht haben zu wollen, empfinde ich inzwischen Freude daran, schweigen zu können. Denn das entlastet ungemein und niemand wird verletzt, weil ich ja nicht schweige mit Hintergedanken im Sinne von "hähä, ich weiß das besser" oder alle sind doof, sondern weil alle sein dürfen wie sie sind.


    Es sei denn - wie hier im Forum - es erscheint mir wichtig, etwas zu klären, z.B. wenn Aussagen offenbar falsch sind oder jemand Hilfe braucht. Denn dafür ist ein Forum ja da. Sonst kann ich hier auch aussteigen. Und auch deshalb, weil ich immer noch was dazulerne. :)


    _()_ _()_ _()_

    Die Unterscheidung in "relative" und "absolute" Wahrheit (Samsara/Nirvana) im Buddhismus stellt auch wieder so eine Dualität her, um deren Auflösung es in der Lehre doch letztlich geht, oder?


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Wird ein Fisch zum Meer?😘🙏

    Hallo Anna, da muss ich mich der Frage anschließen.


    Es geht Buddha nicht darum, die Dualität aufzulösen, sondern sie zu durchschauen. Jede Diskussion dieser Art ist unheilsam, denn sie führt in die Irre und gibt dem scheinbar klugen Verstand Futter.


    Desto mehr wir uns in derartigen Gedankengebäuden verstricken, desto verwirrter werden wir und somit beginnt spätestens bei der Frustration darüber das Leiden.


    Die Dualität ist eine Realität. Auch der Buddha sprach in Gegensätzen, z.B. wenn er einen Schüler lobte oder einen anderen tadelte. Allein die Tatsache, dass er auf unheilsam und heilsam aufmerksam machte und vieles andere mehr hervorhob, bestätigt das.


    Die Dualität ist somit wichtig, und unser Unterscheidungsvermögen zu schulen ebenfalls.


    Ein Fisch ist ein Fisch, wenn ich ihn gegessen habe, ist er nicht mehr, sondern wird zum Teil zu mir und zum anderen Teil zu Dünger.


    Diese - wie ein Zenmeister mal aussprach - 10.000 Köpfe sind abzuschlagen.

    _()_ Monika

    Hallo und herzlich willkommen Zomp.

    So ist das nicht gemeint.

    Es geht um das Berauschen. Wie Qualia schon ähnlich weiter oben schrieb, Alkohol beeinflusst die Wahrnehmung und enthemmt. Und es geht um das grundsätzliche Berauschen mit Drogen.


    In Geselligkeit trinke ich Wein, das ist selten und ich muss aufpassen, nicht zuviel zu trinken, sonst "falle ich aus dem Rahmen".

    :rofl:


    Mach Dich nicht verrückt, entwickle Unterscheidungsvermögen.

    Das ist mein Tipp.


    Alles Gute für Dich

    _()_ Monika

    Hallo Tim, Achtsamsein bedeutet nicht, sich immer wieder mit der "dunklen Seite dieser Gesellschaft" zu beschäftigen, sondern gerade diese Beschäftigung damit zu beobachten und sich letztlich davon zu lösen.


    Allein das ist der Unterschied der buddhistischen Praxis zur "normalen" Lebensweise.


    Niemals wirst Du Deine Wahrnehmung ändern, wenn Dein Fokus auf das Negative unserer Gesellschaft gerichtet ist. Und auch die Gesellschaft wird sich nie ändern.

    So wie jemand nur noch rote Autos sieht, wenn er sich ein rotes Auto gekauft hat.


    Auch ich habe sicher darauf hingewiesen, dass die Welt schon schlimmer war bzw. in meiner Jugend aggressiv und provozierend - 60er, 70er ...

    Vom dunklen Mittelalter mal ganz abgesehen.


    Es geht nicht darum, ob Du das eben noch nicht erlebt hast, aber Du trägst durch Deine ständig wiederkehrende negative, anhaftende Einstellung dazu bei.


    Mir ist schleierhaft, warum Du Dir nicht ein anderes Umfeld suchen kannst.

    Aber vielleicht musst Du das gar nicht, sondern nur aufhören, Dich mit dieser Seite zu beschäftigen, z.B. entsprechende Medien.


    Gib Dir selbst einen Tritt in den ...

    :heart: _()_ Monika

    Helmut, ohne diese Erfahrung, die ich immer wiederholen muss, weil sie leider noch nicht verankert ist und Gedanken über mein und ich mir das Leben immer wieder erschweren, würde ich es gar nicht mehr aushalten, denn ich finde es sinnlos.


    Aber ich "arbeite" daran. Und das schöne ist, es klappt sofort.

    Also das macht mir Mut, denn das Leben ist einfach, wenn da niemand ist, die vergleicht, zurückblickt, Wünsche hat und Befürchtungen - also ohne Gier und Hass.

    _()_

    Aus eigener Erfahrung wurde mir klar, woher der Begriff Er-Leuchtung kommt.

    Diese Erfahrung (1989) war mit einem gleissenden Licht verbunden. Es war eine wundervolle Erfahrung, die ich nie vergessen werde. Das Licht durchflutete meinen ganzen Körper.


    Auch spätere Erfahrungen waren mit Licht verbunden, alles um mich herum war von großer Intensität und die Farben sehr stark.

    Überhaupt nahm ich ALLES ganz anders, viel tiefer wahr.


    Zunächst glaubte ich, ich wäre "erleuchtet". Aber das war ein Trugschluss. Oder?


    Andererseits wäre Siddhartha in Europa vielleicht verbrannt worden.


    Woher wollen wir wissen, wer was wo und wie ...

    Jede/r sei sich selbst ein Licht - oder wie Jesus sagte "stellt Euer Licht nicht unter den Scheffel".


    Auch wenn ich noch lange nicht "reif" war, habe ich nie aufgehört, zu lernen und an meinen (hartnäckiges Ego) Hindernissen zu arbeiten.


    Diese Erfahrungen haben mich bis heute "am Ball gehalten".

    Und Danke Qualia: das Üben des Aushaltens der Leere, vorallem inmitten dieser ver-rückten Welt.

    _()_

    Aber, nanu, Du kümmerst Dich doch um diese Menschen, Deine Eltern, so wie ich Dich verstehe.


    Ich habe bereits seit 1977 und 1982 keine Eltern mehr. Ich wünschte, ich hätte damals schon die Lehre Buddhas gekannt und umgesetzt, aber ...


    Da bist Du doch besser dran. Du musst sie ja nicht mehr ändern, nur da sein, oder?


    Alles Gute und viel Kraft

    Monika

    Wer schreibt denn das Gegenteil, nanu?

    All das, was Du aufzählst, ist bekannt und wird erlebt.

    Aber es gibt nichts zu klagen, wenn die Lehre in Fleisch und Blut gegangen ist.


    Gerade die Probleme mit dem Internet, der Technik, die mein Mann perfekt beherrschte, haben mich während, bei und nach meinem Umzug total "verrückt" gemacht. Und das geht sogar jungen Leuten so.

    Witzigerweise kam ich mit einigem besser zurecht als der junge Mann von der Telekom. 😅


    So wie ich Thorsten, Martin, Qualia verstehe, ist der große Unterschied, das Verinnerlichen der Lehre.

    Wir können dem Alter, den Krankheiten und sonstigen Widrigkeiten nicht entfliehen, aber wir können im Ernstfall des Erschreckens bei der Konfrontation damit innehalten.


    Ich frage mich dann immer "wo ist das Problem". Schlimmstenfalls oder "Gott sei Dank" sterbe ich "nur" - wer? ICH?

    :lol:


    Das kannst Du doch nicht mit Menschen ohne Praxis vergleichen.

    Auch Menschen ohne gute Freunde ...

    usw. Wer weiß, was uns noch blüht.


    Krishnamurti antwortete achselzuckend auf die und ähnliche Fragen von Schülern, deren Visum für Indien abgelaufen war, die u.a. Angst hatten, in Amerika eingezogen zu werden etc. "Ja - und ..."


    Wir können unserer Unvermeidlichkeit nicht entgehen, aber wir müssen sie ja nicht schon vorher die ganze Zeit gedanklich mit uns rumschleppen.


    "Ich bin alt und habe viel Schreckliches erlebt, zum Glück ist das nicht alles eingetroffen"

    Mark Twain

    _()_

    Danke Ihr Drei,

    ich werde dieses Jahr 76. Das klingt unglaublich für mich, denn in meinem Herzen und Geist bin ich so jung wie eh und je.


    Ja, ich habe natürlich durch das gesamte Leben und vorallem die Lehre alles blödsinnige Denken und Wünschen aufgegeben, aber ich möchte auch nie wieder jung sein.


    Der Körper zeigt mir seine Grenzen, aber ich weiß, dass ich die selbst "erschaffen" habe ...


    So what?

    _()_

    Samadhi1876,

    Deinen letzten Beitrag kann ich unterstreichen. Dasselbe habe ich auch vor 35 Jahren "erlebt". Auch ich war "am Ende" und ließ alles Denken los.


    Aber ich bin sicher, dass das kein gewollter Akt war, sondern sich zwangsläufig ergab, so wie wenn das ganze Bild sich verändert, wenn man das Kaleidoskop einmal dreht.


    Danach hatte ich einen wichtigen Traum. Ich wurde in einem kleinen Flugzeug von Bad Reichenhall auf den Watzmann geflogen, dort schaute ich mir "die Welt von oben an", wurde wieder zurückgezogen. Der Pilot sagte dann "So, jetzt musst Du den ganzen Weg zu Fuß zurücklegen".


    Mir war sofort klar, dass die "Erleuchtungserfahrung" eben nur ein "Ausflug" war und die gesamte Arbeit noch vor mir lag.


    Dazu gehörte für mich u.a. auch, meine Unwissenheit zu beseitigen, die Lehre Buddhas zu begreifen und ihr zu folgen.


    Ich habe viele Umwege gemacht, aber auch unglaublich viel gelernt - und lerne immer noch.

    Es ist mir egal, ob ich das/ein Ziel erreiche, ich gehe einfach weiter.


    Es stimmt nicht, dass die Lehre Buddhas nicht verstanden werden kann, ganz abgesehen vom Buddhismus ...


    Sie ist ganz einfach.

    _()_

    Aber noch besser ist die Einsicht, was macht diese Ab- und Zuneigung mit mir?


    Sie verhindert eine objektive Wahrnehmung. Okay, das weiß vielleicht Jede/r, aber wie verborgen sie ist, hab ich eben heute morgen dadurch erfahren.


    Wie wichtig es ist, diese Ursachen für Leiden zu beseitigen.

    _()_

    :erleichtert: 8) Ich habe mal wieder viel über mich selbst gelernt durch diesen Beitrag.


    Ich ging nämlich unachtsamerweise davon aus, dass Anna ihn geschrieben hat. Erst als ich sah, dass Anna ein Danke darunter gesetzt hatte, fragte ich mich, wieso bedankt sie sich bei sich selbst :lol: und erkannte meinen Irrtum und meine innere "Verfassung". Anna war ich zugeneigt, Dir, Samadhi, wäre ich nicht so zugeneigt gewesen.


    Was will mir das sagen? Ja, ich habe noch Abneigungen und Vorlieben.


    Für diese Be-Le(e)hrung möchte ich mich herzlich bedanken.


    Wofür das Forum nicht alles gut ist :D

    _()_ _()_ _()_

    Willkommen Samadhi1876,

    ich freue mich für Dich, dass Du die Freiheit des "Erwachtseins" zu erleben glaubst.

    Es mag sein oder auch nicht. Auf jeden Fall glaubst Du, lehren zu können/dürfen.


    Korrigieren möchte ich allerdings Deine oben gemachten Aussagen.


    Der Buddha hat in seiner Kindheit und Jugend viel studiert und wurde in Meditation unterrichtet. Er war also vorgebildet und besonders gut vorbereitet.


    Und er hatte Fragen, z.B. warum gibt es Leiden, Krankheit, Alter, Tod ...

    Er lebte in einem sehr spirituellen Land, in dem es offenbar nicht unüblich war, almosensammelnd und halbnackt umherzuziehen.


    Da es ihm an nichts zu fehlen schien, konnte er sich über den Sinn des Lebens ausreichend Gedanken machen und erlauben, seine Frau und sein Kind zu verlassen.


    Er hatte Lehrer, die ihn unterrichteten und dabei halfen, sich derart zu kasteien. Aber er erkannte auch, dass die Kasteiung nicht der richtige Weg ist.


    Er hatte offenbar ein besonders gutes Karma - ein aussergewöhnliches Karma.


    Und der Buddha hat sich auch noch nach seiner Erleuchtung belehren lassen - s. Frauenorden.


    Ohne sein Wissen, gäbe es seine Lehre nicht, von der Du offenbar auch profitierst.

    Ohne Wissen, hättest Du Dich nicht einfach nur "hingesetzt" zum Meditieren.


    Ohne Ziel und ohne Umsetzung der Einsichten nützt die längste Meditation nichts.


    Vielleicht hast Du ja auch ein besonderes Karma.


    In einem gebe ich Dir aber Recht, es wird hier unendlich viel über Dinge diskutiert, die nur erfahren werden können. Darauf wird immer wieder hingewiesen, aber offenbar nützt es nichts.

    Es macht wohl so viel Spaß und gibt dem Ego Auftrieb, ständig alles von vorne bis hinten durchzukauen und überzeugen zu wollen.


    Einem Befreiten - so meine Erfahrung - ist es zunehmend egal, wer Recht hat.

    Alles ist wie es ist und alles darf sein, wenn man erkennt, warum es Leiden gibt. Denn auch aus Leiden lernen wir. Wir lernen ständig ...


    _()_ Monika