Posts by Monikadie4.

    Hallo Tenchy,

    ich wäre da auch sehr skeptisch. Ich falle leider leicht auf Menschen herein, weil ich immer wieder Vertrauen habe und Autoritätsglauben, und das mit fast 74 8)

    Ich kenne das Gefühl, ich wollte 1994 jemanden aus Indien nach Deutschland verhelfen, zum Glück gelang das nicht.

    Und Erfahrungen gerade auch im Buddhaland haben mich sensibilisiert. Ich habe mich sogar schon mehrmals verliebt, weil der Schreiber "so schön schrieb" und mein Ego streichelte.


    Deshalb werde ich sehr hellhörig. Ich bezweifle, dass ein Mönch aus Thailand einfach so zum Unterrichten nach Deutschland kommen will. Was hat er für Absichten? Hat er schon mal was von der Befreiung von Wünschen gehört? Mönche werden "gesandt", soviel ich weiß.


    Es tut mir leid, wenn ich Illusionen zerstöre, aber das ist der Sinn der Lehre - frei von Verblendung, Gier und Hass.


    Alles Gute für Dich und Deine Familie

    _()_ Monika

    Liebe Rigpa,

    Ich kenne diesen Moment der Einsamkeit. Es war und ist einfach eine Tatsache.

    In dem Moment war es eine traurige und ernüchternde Tatsache. Heute, seit vielen Jahren, ist es eine Befreiung. Denn es gibt aus meiner Sicht nur eine Form von Freiheit, nämlich die Befreiung von sich selbst, den Wünschen, den Befürchtungen, den Illusionen, den ganzen Abhängigkeiten - egal wovon.

    Alles sind Gedanken, auch der Gedanke "alles ist eins". Er ist tröstlich, aber unfrei. Immer kämpft das Ego ums Überleben, zwar immer subtiler, aber immer wieder neu. Bis zu dem Moment, wo die Suche beendet ist.


    Welche Suche? Wonach suchst Du?


    Unsere wirkliche Heimat ist nicht Aussen, sei Dir selbst Freundin.


    Es gibt ein schönes Lied "wer niemals in sich selber ganz Zuhause ist, ist nirgendwo Zuhaus". Das ist meine Erfahrung. Dann tauchen Gefühle der Einsamkeit nicht mehr auf.

    _()_

    Moin,

    üblicherweise erscheinen Themen, die ich unter "Ignorieren" abgestellt habe, nicht mehr in den Benachrichtigungen.

    Leider ist das bei "Daseinsfaktoren" nicht so. Ich muss es immer wieder aufrufen, um es da rauszukriegen.

    Was läuft da falsch?

    :?

    Das mit dem Vorstellen des Gefühls Todesangst ist schnell vorbei, wenn man sie mal erfahren hat und sich nicht mehr vorstellen muss. Keine Rede mehr wert.

    Meine Erfahrung ist, dass die Todesangst gar nicht so empfunden wird wie die Angst vor der (Todes-)Angst. Im Moment des Geschehens ist NICHTS, erst durch das Denken darüber danach erhält die Angst ihre Bedeutung bzw. Bewertung.

    Dieses Erleben war für mich seither ein Trost.


    Das Schlimmste sind unsere Gedanken, was war, was wäre wenn ...

    Sie führen ins Chaos und machen schlimmstenfalls handlungsunfähig, lebensunfähig, denn eines ist ganz gewiss: Wir werden alle sterben. Und nicht unbedingt schmerzfrei.

    Der Buddha suchte, fand und lehrte die Ursache für Dukkha. Reicht es nicht, diesen Weg zu gehen, um das Leiden zu beenden? Muss man sich noch zusätzlich damit quälen, ob man nach dem Tod aus dem Brahmahimmel in niedere Bereiche fällt und schön weiter leiden darf?


    Wer kann denn sowas noch glauben und gleichzeitig über ein nicht existierendes Selbst debattieren?

    Mir ist schleierhaft, wie man sein Herz mit solchen Gedankengänge beschweren will. Ist die Realität nicht hart genug?

    _()_

    Es ist auch gar nicht anders möglich, wenn ich Buddhas Empfehlung folgen will, seine Lehre zu prüfen. Denn das ist für jeden mehr oder weniger anders. Es geht in diesem Thread ja nicht um strittige Punkte des 8fachen Pfades, sondern um Erfahrung.

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    Lieber Thorsten,

    ich fühle mich von Deinem Beitrag total angesprochen, habe aber den Eindruck, dass Du nicht verstanden wirst. Ich "glaube" auch, dass es aus der Theorie nicht möglich ist. Das ist ein ETWAS, das in Fleisch und Blut übergegangen ist.


    Quote

    Weisheit, die man zu erklären versucht, klingt immer wie Narrheit

    aus "Siddharta" von Hermann Hesse

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    Liebe Numi, Danke:heart: ich bin mir dessen bewusst.


    Viele Jahre habe ich den Trost ausgesprochen, den Du mir schenkst. Was ich aber merke ist, wieviel schwerer es wird, wenn das Alter die Denk- und Handlungsweisen erschwert.


    Ich sehne mich nach Einfachheit, denn es wird nicht leichter.

    _()_ Monika


    PS: mit meiner Antwort auf Thorsten wollte ich das eigentlich nur bestätigen. Er war positiv gedacht, vorallem in Hinblick auf die Wichtigkeit von Glauben.

    Danke, Thorsten, gerade dessen bin ich mir in der letzten Zeit sehr bewusst. Desto mehr ich mich entferne durch Rationalisierung, desto schwieriger wird mein Leben. Plötzlich nehmen wieder Bereiche Raum ein, die ich als Leiden bezeichne.


    Letzte Nacht konnte ich nicht schlafen und habe darüber reflektiert, was mir das Leben/Alter jetzt so schwer macht. Mir wurde relativ schnell klar, dass ich wieder sehr anhafte, z.B. der Gedanke, wenn ich allein übrig bleibe, was geschieht dann mit all dem (Scheiß)-Besitz, der macht nur Ärger (Grundsteuer, Handwerker, Wasserschaden ...). Plötzlich hatte ich das Bedürfnis, um Hilfe zu bitten. Hätte ich doch nur weniger. Ich habe mich dann schnell wieder beruhigt und "wiedergefunden" und konnte beruhigt einschlafen (ist ja "nur" die Anhaftung war dann die Lösung:erleichtert:).


    Ich hatte mir am Vortag ein Buch bestellt. Als ich es heute morgen aufschlug, fiel mir als erstes die Anhaftung "vor die Füße". Das war dann für mich auch die Bestätigung. Derartiges Feedback bekomme ich seit über 40 Jahren. Und dies hat mich immer bei der Stange gehalten.


    Ich werde mich wieder "rück-koppeln".

    _()__()__()_

    Ja klar, Railex, so ohne Zusammenhang ist es auch nicht so verständlich.


    Damals in den 80ern habe ich alles (Bücher, Seminare, Vorträge, Gurus) "verschlungen", was mich befreien könnte, denn der seelische Druck war durch meine Erfahrungen so stark, daß ich jede freie Minute nutzte, um mich von der Unwissenheit "auf die andere Seite zu bringen". Denn ich hatte aus damaliger Sicht große Fehler gemacht.


    Und ich las irgendwo den Satz o.ä. "was machst Du, wenn Dein Haus brennt" ...


    1989 kam ein so großer Durchbruch, der mich eine körperliche Entspannung erleben ließ, an die ich bewusst nur eine Erinnerung hatte, da war ich 12.

    Seither hat sich mein Leben radikal verändert.

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    Ich sehe das Feuer in einem anderen Zusammenhang. Wer begonnen hat, die Lehre zu begreifen, dem wird klar, dass er/sie sich umgehend an die Umsetzung machen muss, um weiteren Schaden von sich und anderen abzuwenden. So wie jemand handelt, wenn sein Haus brennt. Die Sinne bilden den Stoff für das Feuer, wenn sie unheilsam wirken - Hass und Gier.

    Ich selbst habe das mal so wahrgenommen, als ich diesen Ausdruck "das Haus brennt" in diesem Zusammenhang las.

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    Es ist unmöglich das Überweltliche zu erkennen wenn man an der Welt hängt, in ihr festhängt und davon bis ins Subtilste durchdrungen ist. Dann erfasst man alle Darstellungen davon mit einem weltlichen Verständnis und glaubt nicht dass es das gibt.

    mukti , hi...

    Man kann bestimmt weiter in der Welt leben und als der reale lebendige Mensch agieren, das war der Buddha selbst als der beste Beispiel...

    Und er "hängte" doch nichts an der Welt, aber er verwirkichte seine "Transzensndenz" auf dem Level der "Immanenz".

    Er hate doch alles "erkannt", aber er war hier geblieben, um den Leuten zu dienen. Praktisch. Weise. Und Mit-fühlend. ( rein menschlcih dazu).

    Lieber Igor,

    aus meiner Sicht ist es völlig egal, wie es sich auswirkt. Auf jeden Fall gibt es einen schadenbringenden, leidenbringenden Menschen weniger. Und natürlich wirkt sich das auf seinee Umwelt aus.


    Und der Buddha hat auf die Verbesserung der Welt auch nicht Rücksicht genommen. Er lebte mit seiner Sangha im Wald und ließ die Welt sein wie sie war. Einzig das Ende des Leidens lag ihm am Herzen, und das gelingt nur "persönlich". Im Falle von Buddha durch Vorträge und 1000fache Wiederholungeen und Anleitungen.


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    Eben, sie lässt sich nicht vermitteln.


    Inzwischen bin ich sogar endlich zu der Einsicht gekommen, dass das auch gar nicht nötig ist.

    Für wen oder aus welchem Grund sollte das geschehen?


    Ich muss immer wieder an einen Satz aus Hesses Siddharta denken "Weisheit, die man zu erklären versucht, klingt immer wie Narrheit".


    Aber Gleiches erkennt Gleiches. Und so kann ich scheinbaren Narren :) zustimmen.

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