Beiträge von Monikadie4.

    Hallo und herzlich Willkommen,

    ich kenne das auch und noch andere Phänomene. Davon war ich sehr fasziniert, habe dann erst darüber gelesen und fühlte mich auserwählt. Die einleuchtende Interpretation für mich war, dass es sich um das Aufsteigen der Kundalini handelte. Das war 1989/90. In den 90ern wiederholten sich einige Phänomene hin und wieder.


    Gute Literatur und Aussagen von Menschen mit diesen Erfahrungen haben mich jedoch davon überzeugt, dass das nicht das Ziel meiner Suche ist, sondern eine Zwischenstation, die sogar vom Ziel abbringen kann. Deshalb habe ich nicht darüber getrauert, dass diese Phänomene "mich verließen", sondern habe es akzeptiert.


    Aus buddhistischer Sicht sind diese Phänomene nicht bedeutend. Das Verstehen der "Vier Edlen Wahrheiten" und der daraus erfolgende achtfache Pfad sind "der Weg", der zur Befreiung führt. Alles andere sind "Verführungen", die zwar aufregend sind, aber auf Dauer zu nichts nützen, sondern lediglich das Ego stärken.

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    Meiner Meinung nach sind die in erster Linie Reaktionen des Geistes auf das, was Du über die Theorie der Chakren und Meridiane gehört hast und was dich beeinflusst / fasziniert.

    Wie aber kann es sein, lieber Jianwang, dass ich davon zuvor nie je etwas gelesen oder gehört hatte und mir dieses dennoch widerfuhr?

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    Nur blöd, wenn es dieses "Ich" eigentlich gar nicht gibt ;) , denn der Buddhismus geht ja von einem Nicht-Selbst aus,

    Wer oder was kontrolliert dann die Wut?

    Lieber Sherab,

    das ist immer wieder das Missverständnis. Der Buddha hat keineswegs die Existenz eines persönlichen Ichs in Frage gestellt. Ganz im Gegenteil, all seine Empfehlungen bedürfen der Kontrolle über dieses Ich. Wäre dem so, dann wäre der achtfache Pfad nicht begehbar.


    Die Nicht-Existenz eines Selbst oder ICHS ist ein ganz anderes Thema und hat mit der Überwindung der Hindernisse im üblichen Sinne nichts zu tun.

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    "Die Kunst des Liebens - Die ganze Welt lieben?"

    Da hätte ich demnach auch fragen können:

    "Was ist Nirvāṇa?"

    Ja, fragen hättest Du natürlich können, aber die Kunst des Liebens - wie Erich Fromm sie beschreibt oder auch Volker Zotz - ist keine übermenschliche Erfahrung, sondern ergibt sich von selbst auf dem Weg durch Mit-Gefühl, Mit-Empfinden, Durchschauen der Schwierigkeit des Lebens überhaupt. Das ist noch lange nicht Nirvana.

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    Jiddu Krishnamurti zu lesen ist wie Meditation. Da ist eine hohe Konzentration notwendig. Es kommt m.E. auf den Text an. Wer noch am "Anfang steht", kann durchaus damit meditative Erfahrungen machen. Jedenfalls ging es mir so. Es kommt auch ganz darauf an, was man unter Meditation versteht und welche Motivation jemand hat. Denn auch durch das intensive Arbeiten am PC ist eine tiefe Entspannung möglich. Aber das ist nicht das, was der Buddha meinte.


    Andererseits jedoch ein Einstieg.

    Um mich beruflich von Ängsten und Stress zu befreien, habe ich bei jeder Gelegenheit (z.B. während der Zugfahrt in eine andere Stadt, in der ich eine Sitzung ausrichten musste, was mich die ersten Jahre sehr unter Druck setzte) spirituelle Texte gelesen, die meine Gedanken in die richtige Richtung lenkten. Was sollte daran falsch sein?


    Aber Fantasie oder andere Romane gehören nicht dazu, aber buddhistische Literatur.

    Nein, für mich persönlich fällt das nicht unter Meditation sondern eher unter Achtsamkeit. Diese beiden Begriffe werden leider häufig synonym verwendet.

    Wieso leider? Achtsamkeit und Meditation gehören zusammen. Es gibt ja auch die Achtsamkeitsmeditation.

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    Als ich aufhörte das Leben als etwas schönes zu sehen, da akzeptierte ich das Leben, auch sein Leid.

    Mit der Akzeptanz des Leids verschwindet auch das Leid.

    Ja, das ist der Weg.


    Was mich jedoch verwundert ist, dass Du uns aufforderst,

    Hört auf zu verurteilen, euch selbst nicht und andere.

    Niemand ist schlecht, es gibt niemanden, wenn etwas schlecht ist dann das Leben, zumindest ist es nicht perfekt.


    Hört auf zu urteilen, liebt einander, habt Mitgefühl. Gerade auch für euch selbst. Nobody is perfect :D

    Hast Du uns nicht akzeptiert?


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    Doch bevor etwas überhaupt Folgen haben kann, musst Du es ja erst mal überhaupt intellektuell verstanden haben.

    imho im Bezug des Dhamma nicht immer so … oder wie kann man sunnata wirklich intellektuell verstehen ?

    Da hast du natürlich Recht. Alles hat Folgen. Hier meine ich jedoch die Folgen, die aus der Übung entstehen.

    Intellektuell verstehen bezieht sich auf die Worte im Buch.

    Verstehen kann ich natürlich nur, was ich auch fühlen kann.

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    Zitat


    Bekannt ist mir auch vieles, aber manches hilft mir dennoch nicht weiter.

    Auch ein Eunuch weiß, wie‘s geht, sagt man. Zwischen Wissen und Können liegen oft Welten.


    Es braucht immer einen Schnipser, damit’s bei mir funkt. Bin dankbar für jeden Schnipser, den ich hier erleben darf.


    Was heißt, es hilft Dir nicht weiter? Wo willst Du denn anfangen?

    Es ist eben ein Irrtum zu glauben, wenn Du etwas gelesen oder gehört hast, dass es gleich tief drinnen zur Einsicht mit Folgen kommt. Doch bevor etwas überhaupt Folgen haben kann, musst Du es ja erst mal überhaupt intellektuell verstanden haben.

    Wie Doris schreibt, es ist kein Gefühl, sondern eine Haltung. Und wenn ich verstehe, was ich lese und höre, wenn ich das dann auch als richtig empfinde, dann kann ich mich immer wieder darum bemühen, bis es mir zu einer Haltung wird.

    So ist es im übrigen auch mit allen Empfehlungen des Buddha.

    Aber wenn ich gar nicht erst beginne, weil ich meine, mir fehlt der Funke, dann wird es natürlich nichts.

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    Im Christentum werden vier Formen unterschieden. Eros, Storge, Philia und Agape. Also die Liebe in der Freundschaft und Familie, die erotische Liebe, die Liebe zum Kind und die unbedingte Liebe.

    Oh, Storge kannte ich noch nicht. Ist das die Liebe zum Kind? Weil, Du hast die griechischen Begriffe und die Erklärung nicht in der gleichen Reihenfolge.

    Ja, das ist nicht korrekt von mir. Storge kannte ich vorher auch nicht, hatte das aus wiki. Aber Storge und Philia beziehen sich beide auf freundschaftliche Zuneigung, egal ob in der Familie oder unter Freunden.

    Ich bin aufs Griechische gekommen, weil mir der Begriff Agape geläufig ist, genauso wie natürlich Eros.

    _()_ Monika

    "Die Kunst des Liebens" war ein Auslöser für meine Suche, denn das, was ich glaubte, in dem Buch zu finden, fand ich nicht. Statt dessen überzeugten mich seine Gedanken zur Konzentration, die ich seither erfolgreich übte. Das ist nun auch schon wieder über 40 Jahre her. Ein guter Einstieg.

    Im Christentum werden vier Formen unterschieden. Eros, Storge, Philia und Agape. Also die Liebe in der Freundschaft und Familie, die erotische Liebe, die Liebe zum Kind und die unbedingte Liebe.


    Die Liebe, von der Erich Fromm spricht, ist die unbedingte. Diese war mir schon vorher bekannt, denn ich war damals überzeugte Christin. "Liebe Deine Feinde", "Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst".

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    Selbst wenn dies kein Märchen ist (es sollen sogar 500 gewesen sein), dann betraf es seine Zeit, bevor Siddhartha ein Buddha wurde.

    Den Quatsch hast Du schön des öfteren verbreitet.

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    In der Bibel steht auch dass christliche Gemeinden niemanden aufnehmen sollen dem man die Hoden zerquetscht hat, so eine regel hat meines Wissens nach in der Praxis niemanden wirklich interessiert, von daher wundert mich dass die Thailänder sich bis heute an solche fast schon chauvinistischen Regeln halten, wenn sie auch nur im historischen Kontext betrachtet Sinn ergeben. Da braucht man sich auch nicht wundern wenn sich betroffene vom Buddhismus abwenden, wenn man derart ohne eine wirkliche Betrachtung der Person wegen solchen Dingen abgewiesen und diffamiert wird.

    Nenn mir bitte mal die Bibelstelle. Die muss ich übersehen haben.

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    Der DL hat jedenfalls kein Problem mit Homosexuellen Buddhisten🌹

    Zitat;

    "Das ist eine persönliche Angelegenheit", sagte der 78-Jährige. "Menschen, die einen bestimmten Glauben und spezielle Traditionen haben, sollten ihrer eigenen Tradition folgen. Im Buddhismus gibt es verschiedene Arten von sexuellem Fehlverhalten, also sollte man [seinem Glauben] richtig folgen".🙏

    Ja natürlich, aber dann nicht als Mönch oder Nonne. Und das betrifft sie auch nur, wenn sie ihre sexuellen Praktiken nicht loslassen. Jetzt geht das wieder los :shock:

    Empfehlen kann ich auch noch:

    "Meisterung der Existenz durch die Lehre Buddhas" Teile 1 und 2 von Paul Debes

    "Ein Buddha auf dem Bücherschrank" von Ludwig Schafft (leider eventuell nur noch gebraucht, aber ich habe gute gebrauchte Bücher erhalten)


    Meditation allein nützt nichts. Sie ist im übrigen "nur" ein Teil des achtfachen Pfades:


    1. Rechte Ansicht/Rechtes Verstehen
    Rechtes Verstehen/Rechte Erkenntnis (der Vier Edlen Wahrheiten, des Bedingten Entstehens)

    2. Rechtes Denken/Rechte Gesinnung
    Entsagende, hasslose, friedfertige Gesinnung

    3. Rechte Rede
    Vier Aspekte/Definition beim vierten sila/shila: nicht lügen, hintertragen, grob reden oder sinnlos
    schwätzen

    4. Rechtes Handeln/Rechte Tat
    Beinhaltet insbesondere die Silas eins bis drei: nicht töten und verletzen, nicht stehlen, nicht
    sexuell/sinnlich unheilsam handeln

    5. Rechter Lebenserwerb/Rechte Lebensführung
    Heilsame/unheilsame Berufe, Freizeit, Freundschaft und sozialer Umgang (Laien)

    6. Rechtes Bemühen/Rechte Anstrengung
    Hervorbringen/Stärken durch Erregung, Dringlichkeit (samvega), z.B. Betrachtung über den Tod
    (maranussati)
    Vier Anstrengungen: Unheilsames vermeiden oder überwinden, Heilsames erwecken oder erhalten

    7. Rechte Achtsamkeit
    Rechtes Gewahr-Sein, Rechte Achtsamkeit (sati/smrti), Rechtes Erinnern (an das Heilsame)
    Grundlagen der Achtsamkeit (satipatthana): Körper, Gefühle, Bewusstsein, Geistesobjekte

    8. Rechte Sammlung
    Rechte Konzentration, Rechte Sammlung, Rechte Einsgerichtetheit oder Einspitzigkeit

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    wie ihr den Zustand der Gedankenstille erreicht?

    wie ihr mit Gefühlen der Trägheit, Kleinmut, Lustlosigkeit umgeht, die euch auf eurem spirituellen Weg begegnen?

    habt ihr ein bestimmtes Buch, das ihr immer wieder lest, um euch zu motivieren, zu trösten oder zu inspirieren?

    und, wie viel Zeit wendet ihr am Tag für euch selbst/eure Meditation/aufs Beten auf?

    Hallo und herzlich Willkommen Rainer,

    ich weiß eigentlich nicht, wie ich diese Stille erreicht habe, aber ich habe immer wieder innegehalten und schaue eigentlich schon mein ganzes Leben lang nach innen, reflektiere und aus der Erkenntnis zog ich immer wieder Nutzen.

    Heute halt ich einfach inne, wenn sich bei mir der "Affengeist" meldet. Desto öfter das geschieht, desto weniger Kraft hat er, sich zu Wort zu melden. Wenn er sich jedoch meldet, ist das ein Zeichen, dass ich un-acht-sam geworden bin. Und dann zieh ich "die Kuh wieder aus dem Beet" und zentriere mich erneut. Aber auch dies wird immer seltener nötig.


    Ich habe für mich letztens herausgefunden, dass ich deshalb schon längere Zeit so glücklich bin, weil ich keinen inneren Konflikt mehr habe. Mein Kopf und mein Herz stimmen überein. Darauf kannst Du hinarbeiten, z.B. auch durchaus, indem Du Deine Trägheit, den Kleinmut oder die Lustlosigkeit umarmst und als Teil Deiner Persönlichkeit erstmal akzeptierst. Der Widerstand ist m.E. das große Problem und der ewige Druck, anders sein zu wollen.


    Ich bin ein Mensch, der in erster Linie über Bücher gelernt hat. Ich habe sehr viele gelesen, vor allem zuerst J. Krishnamurti. Darüber sagte mal jemand, J. Krishnamurti zu lesen ist Meditation. Das habe ich auch so empfunden.

    Später dann habe ich bis in die heutigen Tage den "Anfängergeist" aus dem Zen bevorzugt und den "Geist des Zen". Ich habe alle Bücher von Pema Chödrön gelesen, die alles sehr auf den Punkt bringt.

    Das wichtigste Buch war jedoch für mich "Satipatthana, der direkte Weg" von Analayo und damit im Zusammenhang der Palikanon, den ich jedoch auch erst "ertragen" konnte, nachdem ich genug "Öffnungen" vorbereitet habe.


    Ich meditiere nicht mehr formell. Meditation ist Geistesschulung, und die kann ständig stattfinden, in der U-Bahn, beim Warten usw. Aber zunächst ist es sehr wichtig - wie alles, das eingeübt werden muss.


    Ich wünsche Dir eine gute Gruppe und viel Erfolg

    _()_ Monika

    Erstmal alles gute für die Tochter Deiner Freundin, Tara.

    Mein Mann und ich haben eine Vorsorgevollmacht gegenseitig. Für den schwierigeren Fall auch je eine Betreuungsvollmacht, die auf meine Tochter und seinen Sohn ausgestellt sind. Es kann leider alles sehr kompliziert sein, z.B. wenn ein Haus - wie in unserem Fall - dazu gehört. Das muss notariell gesichert werden. Haben wir aber auch noch nicht gemacht.


    Ich habe mir alles aus dem Internet rausgezogen beim Bundesministerium für Gesundheit. Und entsprechend ausgefüllt. Sicher gibt es da auch zu dem Fall der Tochter entsprechende Auskünfte und Hinweise.

    Liebe Grüße

    Monika

    Aber: Schon 2010 wollte ich nicht mehr allein ein Taxi nehmen vom Airport aus - heute würde ich Vieles anders organisieren, weil es wirklich gefährlich geworden ist für Frauen. Das war aber Ende der 80er und bis in die Mitte der Nuller Jahre total okay, allein als Frau zu reisen.

    Lieber Sherab,

    ich bin 1994 unterwegs gewesen. Damals war es für Frauen eigentlich ungefährlich. Jedenfalls sind viele Frauen allein gereist.

    Heute würde auch ich mich nicht mehr trauen.

    Mit einer Reisegruppe, so wie Du schreibst, halte ich es auch gesundheitsmäßig für nicht nötig, mich gegen Tollwut impfen zu lassen. Ansonsten würde ich auf jeden Fall mal googln.

    LG Monika

    Hallo Sherab,

    eine Tetanusimpfung ist ja grundsätzlich alle 10 Jahre empfehlenswert, diese ist kombiniert - vor allem auch gegen Hepatitis. Aber das weißt Du sicher. Von Tollwut weiß ich nichts.


    Alles Gute für Euch in Indien. Ich war auch schon mal da. Es ist ein Kulturschock, bereite Dich darauf vor, Der Schock war - jedenfalls bei mir - größer als erwartet. Da ich alleine war und alles erlebte, was man sich albtraummäßig vorstellen kann, klapperten mir die Zähne.

    Liebe Grüße

    Monika