Posts by Monikadie4.

    Du hast keinen Denkfehler, Timm, sondern das Denken und Theoretisieren darüber ist grundsätzlich nicht die Lösung.


    Die Erfahrung mit der von Rogers gemeinten Akzeptanz ist genauso entscheidend wie die Erfahrung mit Meditation.

    Erst wenn Du das konsequent und regelmäßig bis ständig anwendest, wirst Du erleben, wie sich "Deine Welt" verändert.


    Sich zu akzeptieren bedeutet nicht, nichts zu tun. Es entlastet (befreit) erstmal von der Ablehnung sich und damit auch anderen gegenüber.


    Durch dieses Loslassen wird Energie freigesetzt.

    Es ist dasselbe wie das von mir bereits zuvor geschriebene Zitat von Carlos Castaneda.


    Aber um das Umzusetzen brauchst Du sicher Anleitung und Hilfe, vielleicht hilft zunächst ein entsprechendes Hörbuch oder Youtube.


    Ich höre in schwierigen Zeiten wie jetzt gerade bei jeder Gelegenheit ein spezielles Hörbuch oder meditiere.


    Alles Gute für Dich

    Monika _()_

    Ja, Timm, aber jede Erfahrung mit Bewerten oder nicht, mit Achtsamkeit darauf, was ich denke, rede, schreibe, handle, zeigt mir Wirkung.


    Und dass es mit mir so lange dauerte, bedeutet ja nicht, dass es bei Jedem/r so ist.

    Ich hatte/habe? eben auch ein großes Ego.

    :erleichtert:

    Hi Timm, wie Tai schon schreibt, es kommt ja darauf an, um was es geht.


    Ich selbst habe früher - und erlebe es mit bestimmten Personen immer wieder - alles mögliche sofort kommentiert, also ständig bewertet und beurteilt.

    Daraus bezieht das Ego seine Daseinsberechtigung, fühlt sich gut, besser als andere, scheint zu wissen, was gut oder schlecht ist usw.


    Durch die Literatur von Carlos Castaneda vor zig Jahren stieß ich das erste Mal darauf, warum das "sehr ungesund" ist.


    Zitat: "Alles was ich brauche, ist Energie. Und Energie bekommt man, indem man sich selbst und alles andere vorurteilsfrei beobachtet und untersucht."


    Es hat trotzdem noch Jahrzehnte gebraucht, bis ich es endlich anfing zu beherzigen.

    Aber immer wieder, wenn ich in Schwierigkeiten war, fiel mir dieses Zitat ein. Denn durch das ständige "weltliche" Bewerten und andere bzw. alles mögliche kritisieren, verliert man sehr viel wertvolle Energie. Das ist m.E. ein Faktor für Depressionen.


    Es ist also nicht nur einfach eine "spirituelle" Empfehlung, sondern Medizin.


    Wenn es mir heute nicht gut geht, weiß ich sofort, dass ich "vom Pfad abgekommen bin".


    Es ist wohl einfach zu einfach.

    :heart: _()_

    Wie kannst du das so sicher erkennen/wissen und wenn es so wäre, entfiele zumindest ein Grund für das Praktizieren der Buddhalehre...

    Ja du hast recht. Du erkennst und weiß das auch.

    Liebe Anna, lieber Qualia,

    Das ist m.E. ein großer Irrtum. Denn es gibt einen Riesengrund für die Praxis.

    Bereits in diesem Leben kann und habe ich die Wirkung/Früchte erhalten, viele Ursachen für das Leiden beendet und keine neuen Ursachen für Leiden geschaffen - weder für mich noch für andere, soweit meine Entwicklung das zuließ.


    Von Anbeginn hat es mich nicht gereizt, wiedergeboren zu werden. Wozu auch?

    Für mich ist es völlig okay, einfach irgendwann "einzuschlafen". Ich schlafe gern, wer nicht?


    Und ich entnehme der Lehre nicht, dass wir persönlich wieder "auftauchen".

    _()_

    Danke Helmut, genau so sehe ich das auch.

    Denn die "andere" Welt ist zu Lebzeiten verwirklichbar.

    Eigentlich ganz einfach und motivierend, denn alle anderen Vorstellungen darüber unterscheiden sich nicht von anderen Religionen, die auf ein Jenseits nach dem Tode verweisen.


    _()_

    Ein anderer Aspekt:


    Angenommen, es gibt keine Wiedergeburt, mit dem Tod ist alles vorbei und nach dem Tod gibt es nichts mehr.


    Warum spielen dann die Meditationen über Tod und Vergänglichkeit im Dharma eine so bedeutsame Rolle? Warum soll man denn dann darüber meditieren, dass der Tod gewiss ist, der Todeszeitpunkt ungewiss ist und zum Zeitpunkt des Todes uns nur unsere Verwirklichungen im Dharma helfen?

    Helmut, damit man die Sinnlosigkeit erkennt, durch äußere vergängliche Dinge glücklich zu sein/werden.


    Der einzige Grund für Buddhas Suche war, die Ursache für das Leiden zu finden und wie es beendet werden kann.


    Dies gelingt bereits mitten im Leben. Das ist unsere Verwirklichung im Dharma.


    Wozu denn die Lehre von der Leere? Was soll wiederkommen, wenn doch alles bedingt entsteht und wieder vergeht?

    _()_

    Ich begreife nicht, warum immer wieder versucht wird, mit dem Verstand was begreifen und andere überzeugen zu wollen, was der Buddha in tiefer Meditation erkannt haben will.

    Wie kommst du darauf, dass das ein Gegensatz sein muss?

    Guten Morgen Metta,

    weil der Verstand konditioniert ist. Er will alles begreifen, natürlich wollte das auch meiner :erleichtert:, aber es gibt eben Bereiche wie die Wiedergeburt, die können mit dem Verstand nur spekuliert werden.


    Selbst wenn es viele Nahtodberichte gibt, die Schönes zu berichten wissen, so ist damit nicht bewiesen, dass es keine HIRN-GESPINSTE mit dem "auslaufenden Programm der Anschlüsse" sind.


    Ich jedenfalls habe kein Bedürfnis mehr zu suchen. Aber ich habe ein Bedürfnis nach Gleichgesinnten, nach Kontakt. Und ich weiß wie wichtig es noch ist, jedenfalls für mich, mit diesem Forum verbunden zu sein. Denn auch ich habe sehr viel hier gelernt.


    Und es hält mich wach.

    Deswegen bin ich noch hier.

    :) _()_ :heart:

    Mich ödet diese Diskussion schon lange an. Ich begreife nicht, warum immer wieder versucht wird, mit dem Verstand was begreifen und andere überzeugen zu wollen, was der Buddha in tiefer Meditation erkannt haben will.


    Es ist einfach müssig, sich über noch nicht gelegte Eier "den Kopf zu zerbrechen".


    Offenbar fühlen sich einige User einsam, gelangweilt oder stark mitteilungsbedürftig.


    Auf jeden Fall ist das keine Praxis.

    Und ohne wirkliche Praxis wird das nix mit der Befreiung.

    _()_

    Einmal durch Erinnern aktiviert, fallen mir jetzt viele ähnliche Erfahrungen ein, alle mit unterschiedlichen Auswirkungen.


    Was sie von heute unterscheidet, ist das Bewusst-Sein.


    Ab jetzt kann ich die Empfehlung von Buddha bewusst umsetzen, ohne einfach nur zu folgen, weil ich verstandesmässig wusste, dass es richtig ist.


    Was für ein Tag.

    Danke Qualia, dass Du behauptet hast, Metta bringe nix.

    :D

    Heute morgen fiel mir ein, dass ich noch ein wunderbares Metta-Erlebnis hatte.


    1994 war ich in Indien zu einem Retreat mit Ramesh Balsekar. Ich durfte ihn bereits zuvor in seiner Wohnung in Bombay kennenlernen, da ich mich so in Bombay fürchtete, der Kulturschock war riesig.


    Beim Retreat in Kerala ging ich zu ihm und Ramesh nahm mich in den Arm und sagte "I am very pleased".

    Ich konnte das gar nicht realisieren, aber meine Knie versagten mir den Dienst, "ich war gar nicht da". Ich war wie in Trance.


    Das habe ich aber erst später erkannt und gedacht "ah, man kann dagegen gar nichts machen, es überkommt einen ..."


    Heute morgen jedoch wurde mir klar, es war die absolute Unpersönlichkeit, das "Ohne-ICHSEIN". Da haben wir uns "getroffen", deshalb bin ich in die Knie gegangen ...


    Was für Geschenke. Erst jetzt wird mir klar, was METTA bedeutet.


    _()_ _()_ _()_

    Ich durfte Metta durch eine Freundin erleben, die ich nach mehr als 10 Jahren wieder traf.


    Sie ist nicht mit der Lehre vertraut, aber sie ist die einzige der mir nahestehenden FreundInnen, die mir mit soviel Güte und Wohlwollen begegnet, wie ich es noch nie wahrgenommen habe.


    Dieses Verhalten hat bei mir einen Schub ausgelöst, für den ich sehr dankbar bin.

    _()_ :heart:

    Uui Amdap, Danke für den ausführlichen Einblick.


    Mein Vater war Jahrgang 1898 und meine Mutter 1907.

    Es gab bei meinen Eltern wenig rassischiste Bemerkungen. Sie waren dazu wohl schon zu weise.

    Mein Vater sagte sogar mal über den Hass in Amerika "in den Krieg dürfen sie ziehen, aber sonst werden sie geächtet".


    Wenn mal eine blöde Bemerkung von meiner Mutter kam, dann habe ich bereits in ganz jungen Jahren heftig reagiert, denn ich hatte einen wunderbaren Religionslehrer, der lange in Sibirien in Gefangenschaft leiden musste.


    In der Pubertät wurde ich direkt aggressiv, wenn in meiner Nähe jemand Sch.... redete.


    Noch heute muss ich an mich halten.


    Aber entscheidend ist eben auch Deine Aussage, dass es in unserer Jugend "normal" war, was heute wenigstens strafbar ist - nämlich das Schönreden von rechter Denkweise.


    Danke nochmal Amdap ❤️ _()_

    Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas

    Das ist Deine Interpretation.


    "Wer leidet" das ist der normale Zustand, der durch Gier und Hass entsteht, die wiederum durch Verblendung, weil die meisten Menschen nicht wissen, was sie tun.


    Der Buddha hatte so viel Mitgefühl, dass er sich über 40 Jahre "opferte", um wenigstens ein paar geistig bereiten Menschen die Lehre nahe zu bringen.


    Ich hab das (noch) nicht.

    _()_

    Mir geht es genauso, eigentlich seit der Serie "Babylon Berlin", weil das die Jugend meiner Mutter war, von der sie mir erzählt hat. Und ich spürte gleich die unmittelbare Nähe zu heute.


    Zur Aktualität möchte ich aber anfügen, dass wir solange ich denken kann, mit diesem Problem zu tun haben. Früher war es die NPD, Skinheads, in Bayern die Republikaner usw.

    1990 ca. haben auch viele gegen den Ausländerhass demonstriert. Wir bildeten eine Lichterkette um die Alster.


    Da wir heute wohl aufgeklärter sind, ist die Re-Aktion intensiver, heftiger.


    In meiner Jugend wussten viele gar nicht, was passiert war. Es wurde offen über Hitlers Autobahnen geschwärmt. Und als ich 1980 in Kanada lebte, feierten viele Deutsche Hitlers Geburtstag.

    Ich denke auch, Gelassenheit ist nach (w)irren Diskussionen zu vergleichen mit


    Humor ist, wenn man trotzdem lacht.


    Die hier immer wieder hochtauchende Forderung nach Ernsthaftigkeit, rechter Rede, Respekt ist zwar nicht manchmal gerechtfertigt und ich war da auch schnell dabei, aber nach so vielen Jahren sehe ich das jetzt anders.


    Ich verstehe, warum der Dalai Lama scheinbar sehr albern ist und Kodo Sawaki provoziert.


    Locker Lassen


    Weder der Buddha und erst recht nicht wir können andere befreien.


    _()_ _()_ _()_

    Qualia, Danke für Dein vehementes Einstehen für Buddhas Empfehlungen, aber bereits in der Bibel ist zu lesen


    ... und wenn ich mit Engelszungen redete ...


    @Timm, hab ich da was übersehen, warum ist es Dir nicht möglich, den Job zu wechseln?


    Wir haben Fachkräftemangel, gibt es für Dich nichts Anderes?


    Alles Gute für Dich

    Monika _()_ :heart: