Posts by Monikadie4.

    Die Nerven werden sicher Schmerz senden! Doch leichter wird es auch nicht durch Meditation, außer ich trenne mich dabei von dem festhaltenden Gedanken: Das sind meine Schmerzen. Ich besitze die Schmerzen.


    Das hilft. Ich hab Implantate und Brücken bekommen, usw, immer Sitzungen von mindestens 2 Stunden. Die hab ich genutzt, um zu meditieren. Die Anwesenden haben sich immer gewundert, dass ich so munter und wach bin. Ohne Betäubungsspritze kommt kein Zahnarzt an meine Zähne. Ausnahmen sind eben die sehr schmerzhaften Wurzeln-teste, die nur ohne gehen.


    Das sind nicht meine Schmerzen, es die des Körpers und ich habe die Dummheit bekämpft, dass es meine sind.

    Es hat sicher auch andere Gründe, warum es möglich ist, denn ich war vor 52 Jahren in der Lage, trotz starker Wehen meine Tochter Dank guter Geburtsvorbereitung lachend auf die Welt zu bringen, was dazu geführt hat, dass Lehrschwestern zuschauen durften. Und der Arzt, der mich nähen musste sagte "Ah, Sie sind die Frau, die bei der Geburt lacht".

    Damals hatte ich noch keine Ahnung von Meditation, aber die Fähigkeit konnte ich durch diese immer weiter ausbauen.

    Was Ellviral schreibt, kann ich bestätigen "es sind nicht meine Schmerzen..."

    Aber ja natürlich "da sind Schmerzen".

    _()_

    Genauso sehe ich das auch.


    Lieber Netsrot,

    es hat Zeiten in meinem Leben gegeben, da habe ich alles verschlungen, um nicht vom Wege abzukommen. Aber es ist wie mit allen Wegen, wenn man sie oft genug gegangen ist, braucht man weder einen Kompass (s. die Wüstenvölker) noch eine Landkarte und Beschreibung. Dann ist die Zeit gekommen, das Gelesene und Gelernte endlich umzusetzen oder soviel Vertrauen zu haben, dass man von seinem "Un"-Wissen getragen wird.


    Mir ist sie in Fleisch und Blut übergegangen. Und wenn ich dann doch wieder das Bedürfnis habe, dann gebe ich dem nach. Es ist ja nichts für immer.

    Die Mönche und Nonnen einschließlich Buddha hatten nichts zum Lesen. Und da waren sowohl Anfänger als auch Stromeingetretene zusammen, Menschen mit großen und kleinen Fehlern.


    So wie beim Laufenlernen, schaun wir den Kleinen zu, wie sie sich immer wieder bemühen, Laufen oder sonstwas zu können.


    Lass die Sorge/Angst los, Fehler zu machen - falls das dahintersteckt.

    _()_Monika

    Ich habe mir oft einen Lehrer gewünscht. Meine Erfahrungen decken sich mit Euren.


    Heute - und das schon seit bestimmt 20 Jahren - ist für mich alles und jede/r Lehrer. Das ist das Ergebnis von Achtsamkeit und Einsicht.


    Heißt es nicht "seid Euch selbst ein Licht" und "stellt Euer Licht nicht unter den Scheffel" :? :)

    Buddhistische Praxis?


    Naja, ich bin sicher, das wurde von Buddha nicht gelehrt...

    Ne, das hat Buddha nicht gelehrt. Und es führt auch nicht zur Befreiung, sondern wirkt wie eine Droge.


    Für westliche Gemüter ist es "gefährlich". In Indien ist es nicht ungewöhnlich, spirituell high zu sein. Diese Menschen werden oftmals beschützt. Hier kämen sie u.U. gleich in die Psychiatrie. Deshalb habe ich damals 1989 meine gute Hausärztin über meine ekstatischen Anfälle informiert, damit sie weiß, woher das kommt.

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    Angst und Furcht vergehen, wenn das "Objekt" verschwindet. Ehrfurcht bleibt als posives Gefühl.

    ....dass der Guru-Baum, den man sich dabei vorstellen soll..........



    was macht jemand der Aphantasie hat?

    Ich "arbeite" nicht mit einem Gurubaum.


    Entschuldigt bitte, dass ich hier so reingegrätscht bin. Mir ging es um den Begriff Ehrfurcht.


    Vor einem "Gurubaum" hab ich keine Ehrfurcht. Ich muss auch nicht Männer in Frauen austauschen. Ich akzeptiere die Traditionen, auch die sogenannten Patriarchen. Aber mich interessieren nur die Ursprungslehre und nicht die kulturellen Unterschiede (mehr).


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    Man kann es sich auch schön schwer machen.


    Ich weiß ja nicht, wieviel Du von der Lehre kennst, aber so ist die LEERE nicht gemeint.

    Der Buddha hat sich damals darüber geäußert, weil der Glaube an eine Seele vorherrschte, sogar eine "wandernde".


    Der Buddha hat nie davon gesprochen, dass es keine Persönlichkeit gibt, er keine mehr hätte oder alles, was er sagte, nicht klar bestimmbar wäre.


    Es ging und geht lediglich darum, sich nicht daran festzuhalten, egal was, nicht festzuzurren als unveränderbares Ding.

    Die Dinge ändern sich, wir auch. Alle 7 bis 10 Jahre ist unser Körper runderneuert. Aber dennoch tragen wir denselben Namen und dieselbe Steuer-ID.


    Alles Gute für Dich, KRIISTALLKLAR ??? - Wo?

    :?

    Ja, Ehrfurcht ist für mich ein Gefühl von Be-wunderung, Ver-wunderung und dem Ehre zuteil werden lassen, ohne mich darum zu bemühen, einfach so. Ein starkes, überzeugendes Gefühl


    Angst und Furcht vergehen, wenn das "Objekt" verschwindet. Ehrfurcht bleibt als posives Gefühl.

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    Logisch, Ellviral. Wenn in mir noch Unsicherheit besteht, ich noch viele Fragen habe und ich mich vor dem ALLEINGANG fürchte, bin ich noch nicht frei.

    Allerdings kann ich mir das auch einbilden wie "Hans guck in die Luft". ;)

    Eine gefährliche Einbildung, die u.a. auch an Scheinheiligkeit oder mangelndem Mitgefühl erkennbar ist.


    Ein schönes Wochenende wünsche ich

    Monika

    Was mich nur immer wieder verblüfft, wie schon gesagt, das ist die Tatsache, dass sich die sogenannten SchülerInnen so dumm stellen, wenn sie etwas fragen. Da sind doch auch welche mit höherer Schulbildung und viel Lebenserfahrung dabei!

    Liebe Amdap, das nervt mich auch schon mein ganzes Leben. Aber seit den letzten Jahren arbeite ich immer mehr daran, das einfach emotionslos zu akzeptieren. Ich weiß auch schon seit der Pubertät, dass ich überheblich bin, mal mehr, mal weniger. Ich bin stolz auf meine schnelle Auffassungsgabe. Also alles große Hindernisse auf dem Weg.


    Übrigens diejenigen, die sich daran stören, sind es nicht minder, sonst würde es ihnen nicht auffallen. Man sieht nur, was man weiß :lol:


    Aber mir wurde klar, dass dieses Bedürfnis nach "ich weiß alles besser" dem Mangel an Anerkennung entspringt. Deshalb bin ich bereit, mich davon zu lösen. Ich will ganz frei sein. Und dieses FREISEIN ist nichts anderes als Freisein von sich selbst. Was aber nicht verhindert, dass ich dennoch meinen Senf dazugebe, aber ich stoße mich nicht mehr so an "anderen".


    :) _()_

    Danke Euch beiden, ich zweifel nicht, ich sehe/höre, was da kommt, ich fühle es auch und vertraue dann wieder nur mir selbst.

    Ich brauche Ärzte, aber ich weise sie auf Lücken oder Irrtümer hin. Da kenn ich nix. :lol:


    Und spirituelle Lehrer habe ich verlassen, wenn sie inkompetent sind.

    Ich habe schon seit 30 Jahren keinen mehr, außer das "normale" Leben, dieses Forum, meine Tochter und ehrliche Freundinnen, überhaupt jede Kritik nehme ich ernst und reflektiere darüber. Entweder ich arbeite dann weiter an mir oder ich setze mich mit der Person auseinander oder ignoriere sie (z.B. hier im Forum), wenn sie unsachlich ist.

    Amdap, mir geht es so wie Dir mit den sogenannten Lehrern. Im übrigen geht es mir sogar mit manchen ÄrztInnen so. Würde ich nicht aufmerksam "mitarbeiten", dann würde ich gar nicht richtig behandelt.


    Den Entlassungsbriief nach meiner Katheterablation hattee sie überhaupt nicht gelesen, und selbstt im Gespräch musste ich sie auf wichtige Passagen aufmerksam machen. Da bekam sie aber einen Schreck und wurde umgehend aktiv. Sowas ist mir mein ganzes Erwachsenenleben mit den verschiedensten Ärzten passiert.

    Was geschieht mit all den Gläubigen?


    Ich finde, es wird auch deutlich durch die vielen Baustellen, die unser scheinbar so reicher Staat jetzt hat.

    Aber ich schweife ab.


    Ich habe kein Vertrauen mehr in Autoritätspersonen.

    :buddha:

    Hallo Mabil, ich habe mich seit frühester Jugend mit Spiritualität befasst. Einfach so, weil sie mich interessierte und immer mehr in ihren Bann zog.

    Später habe ich gemerkt, dass sie mich auch heilt.


    Jetzt kommt mir die Begründung auf Deinen Beitrag. Ich fühlte mich nie als Opfer, auch als ich eine Therapie in Anspruch nahm.

    Vielleicht ist das auch ein Grund, die Spiritualität vorzuziehen, wenn auch unbewusst.

    _()_

    Super! Fotos.

    So sehe ich das auch.


    Andererseits habe ich mir natürlich auch zu Beginn einen Leher gewünscht. Aber Alles ist mein Lehrer. Und geprüft wird alles aufgrund der eindeutigen Aussagen des Buddha.


    :)

    Ich kann mir Buddha sehr wohl so vorstellen, aber das macht ihn natürlich zu einem Menschen, ups weg ist das Podest.

    Wenn die vererbte Schadenfreude nicht weg ist, kann man sie ja an seinem Leben prüfen.

    Mir hat das immer gutgetan mich von Bosheit und Rachegedanken zu befreien, wenn ich mich bei dieser Art von Schadenfreude erwischt habe.

    Das geht mir genauso. Denn es gibt nichts Klareres und Einfacheres, als etwas an sich selbst deutlich zu erkennen. Dann hab ich es in der Hand, es auch zu ändern.


    Wenn ich glaube, so bin ich nunmal, das hab ich geerbt, so bin ich gestrickt, das kann ich nicht ändern, dann weiß ich nicht, wie ich daran komme. Aber alles hat seine Ursache, und wenn es auch nur Gewohnheit ist. Und Vielles ist "nur" Gewohnheit.


    Im übrigen: für mich ist Buddha ein Mensch, sonst ist das ihm Folgen ja sinnlos.

    :heart:

    Das "Switchen" (Hin- und Herschalten) zwischen oft sehr divergierenden Gefühlslagen ist besonders bei Kindern, aber auch Erwachsenen weit verbreitet. Psychologen vermuten dahinter eine Schutzfunktion: Wenn etwas zu unangenehm/belastend wird, schaltet der Betroffene auf etwas anderes um.


    Dafür spricht eine Beobachtung, die ich in meinem Leben schon oft gemacht habe: Beim Begräbnis wird auf dem Friedhof von Angehörigen und Freunden Rotz und Wasser geheult; eine halbe Stunde später erzählen dieselben Personen beim Leichenschmaus im Wirtshaus einen Witz nach dem anderen...

    Das bzw. ähnlich habe ich es bei der Bestattung meines Mannes vor einem Monat erlebt.

    Ich interpretiere es jedoch anders.


    Durch die Bestattung wird der Kreis geschlossen. Sie ist ein Abschluss. Zuvor wuchs die Spannung. Einige, auch ich, hatten Angst davor. Danach ist die Spannung schlagartig abgefallen und es trat eine gewisse Erleichterung ein.


    Ich fühle heute noch Trauer, eine Grundverfassung, aber ich kann auch lachen.


    Wer das nicht begreift, würde das falsch interpretieren und vielleicht pikiert sein. Aber das sind die schädlichen Gedanken, die aus Leid Leiden machen.

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    Hallo Numi,

    Du beantwortest die Frage von Kaiman mit NEIN.

    Aber so stimmt das nicht. Auch im Buddhismus ist Hingabe ein wertvolles Hilfsmittel. Was ist denn Akzeptanz anderes als sich den unveränderlichen Umständen hinzugeben.


    Mir jedenfalls hilft sie seit mehr als 50 Jahren, erst durch Gebet als überzeugte Christin und später als Übung für Loslassen im Sinne Buddhas Lehre.

    Ja, Anna, wenn es denn Schadenfreude ist mit der entsprechenden hämischen Emotion. So wie auch Anandasa in Beitrag 5 schreibt.


    Den Eindruck "echter Freude über den Schaden" sehe ich bei Haiku nicht, sonst würde er sich auch nicht an uns wenden.

    Ich sehe das als Reflex.

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    Ich habe als junge Frau lachen müssen, wenn ich mein Beileid aussprechen wollte. Das hat mich sehr irritiert.

    Ich vermute, es war eine "hysterische" Reaktion, eine Hilflosigkeit. Das vermute ich in Deinem Fall auch, Haiku.

    Schau einfach genau hin, wenn Du lachen musst. Wo sitzt das Gefühl, was drückt es aus?


    Karmisch wirkt sich das nicht aus. Sowas glaube ich nicht. Es ist wie ein unangebrachtes nervöses Husten im Theater, eine körperliche Reaktion.


    Alles Gute für Dich

    Monika

    Lieber Kaiman,

    Ich kann Dir zum Thema Achtsamkeit nur das Buch "Der direkte Weg - Satpatthana", von Analayo ans Herz legen. Denn darin werden die 4 Grundlagen so wunderbar kommentiert, dass klar ist, warum sie (zunächst)) separat geübt werden.

    Wenn Du von der wertfreien Beobachtung der Gedanken abschweifst auf die Gefühlsebene, bist Du nicht mehr achtsam.


    Und nein, ich habe keinen persönlichen Lehrer, alles ist mein Lehrer, vorallem die User dieses Forms, auch die scheinbar nervigen.

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    Liebe Amdap,

    ein schöner und interessanter Beittrag, dem ich voll und ganz zustimme.


    Hinzufügen möchte ich noch, dass ein schlechtes Gewissen bzw. Schuldgefühle immer auch kulturell anerzogen werden, was ja auch die buddhistische Regel vom Nichttöten vermuten lässt, und aus meiner Sicht "missbräuchlich" interpretiert wird. Aber das muss dann jede/r für sich selbst entscheiden.


    Was mir aber wichtig erscheint ist, dass Schuldgefühle und ein schlechtes Gewissen den Charakter eines Menschen so weit verbiegen können, dass dieser voller Angst und Hass missgünstig, neidisch und schlimmstenfalls bösartig wird. Meines Erachtens auch eine Ursache für Gewalt und Kriege. Denn dadurch versuchen Menschen ihre negativen Gefühle zu verlagern und abzureagieren.


    Mit diesen Schuldgefühlen konnte der Klerus Ablassbriefe "erfinden", denn der unbefriedigte und durch Zucht verletzte Mensch/Mönch etc. braucht ein Ventil, wenn sein Weg nicht aus einem freien Herzen gegangen wird.

    Auch im Buddhismus gibt es Fanatiker, die uns einreden, wo wir nach dem Tod landen.

    An so etwas glaube ich nicht.

    Der Buddha sagte "prüft meine Lehre, glaubt nicht einfach".

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