Beiträge von jianwang

    Ich gebe gern zu, das ich chado liebe ... doch einfach es nicht hinbekomme, die Ausbildung ( sehr zeitaufwendig ) zu beginnen.


    zen cha ichimi ... ja, das ist so, es ist ein Geschmack, doch nicht in einer Grossveranstaltung zu erfassen, sondern wenn man die Ehre bekommt, in ein Teehaus von einem Meister eingeladen zu werden.


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    Was bin ich zufrieden, "nur" sunnata zu erfahren ... und genug nibbana zu leben, so das ich nicht verrückt werde ....

    Ständiges samsara ... wie schlimm wäre es, würde diese Hitze und der Strudel des Geiste nicht viel weniger sein als die Momente des nibbana im täglichen Leben ...


    Wenn ich Euch so lese, dann stelle ich mir zusammengekniffene Zähne und krampfhaftes Suchen nach Etwas vor, was nicht wichtig ist.


    Löst Euch von diesem Strudel des Suchens und Grübelns und kontempliert die 4 edlen Wahrheiten ... mehr braucht es nicht.


    Und vor allen DIngen das Herz der Lehre des Buddha : Alles, was entsteht, ist dem Vergehen unterworfen.

    So kurz und scheinbar gut intellektuell verstehbar dieser Satz ist, so ist er doch das Einzige, was zu Buddha führt.



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    es ist ganz einfach ... Wasser zum Kochen bringen, Tee aufgiessen und trinken :grinsen:

    Dies sagte einer der ersten Meister des chado


    Leider kann man in DE kaum soetwas finden, doch ich muss sagen, einfach Tee trinken und sich mit Jemand unterhalten kann wunderbar sein * grinst zu Festus


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    Mogwai-Tree

    Ich möchte erstens Festus recht geben - mach einfach weiter ...

    Und ich finde, Du hast einen der besten "Gründe", sich mit dem Buddhismus zu beschäftigen ...


    Du hast für Dich und in DIr die erste edle Wahrheit im Wortlaut und im Gefühl des ersten und zweiten Aspektes

    erkannt ... "Da ist Leiden" ... " Leiden sollte erkannt werden" ..


    Ich wünsche Dir, das Du in der kurzen Zeit im Kloster auch den dritten Aspekt der ersten edlen Wahrheit erfährst... " Leiden wurde erkannt"


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    Du willst also etwas für dich erreichen

    In einem Zitat von Meister Dogen heisst es:Den Weg zu erforschen heißt, das Selbst zu erforschen. Das Selbst zu erforschen heißt, das Selbst zu vergessen. Das Selbst zu vergessen heißt, sich von allen Dingen erleuchten zu lassen.


    Ich verstehe dich jetzt so, dass du dem ein Stück weit widersprichst und es als unnötig und falsch ansiehst, das Selbst zu erforschen, da dass bedeutet etwas für das Selbst erreichen zu wollen. Und ein Vergessen es Selbstes möglich ist, ohne es zu erforschen.

    Ja, genau dies schreibe ich und so ist die Übung ...

    das ganze "gelaber" hat der Buddha, von jemand nach einem Satz gefragt, der seine Lehre ausdrückt folgendermassen beantwortet:

    Sabbe dhamma nalam abhinivesaya" ( zu finden u.a. im Dutiyaavijjapahana sutta )

    ( Nichts, was immer existiert, sollte festgehalten werden )


    Was nützt Euch das "erforschen", wenn ihr nicht in der lage seid, loszulassen ... zu erkennn, wie richtige Übung ist ...

    Dazu sollte man sich das Dhammadinna - sutta mal zu Gemüte führen, wo das Erhabene zu reichen Haushältern über das Erreichen von sunnata spricht.


    Oder die Frage, ob man zum Erreichen von sunnata vor dem Auftretn von vedana oder vor dem Auftreten von tahna "bginnt" ... dazu gibt es auch ne sutta, fällt mir aber gerade nicht ein ...


    So und nun ist mein "Arbeitszyklus" beendet und ich gehe zurück ...


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    Und genau dies ist falsch, da man dabei vo Ich und Mein ausgeht und sunnata nicht erkennt ...

    Das muss nicht so sein. Indem man merkt, dass etwas nicht aus der Welt erwächst sondern aus der eigenen Verengung,zeigt sich ja gerade Bedingtheit und es tut sich ja Freiraum auf.


    Oder an was für eine Situation denkst du bei dem Satz? Wann kann die Beschäftigung mit dem eigenen Grenzen kontraproduktiv sein?

    Du willst also etwas für dich erreichen ?

    Auf der anderen Seite ist es es so, dass es sinnvoll sein kann, für sich selber zu einem intimen Zugang zum eigenen Nicht-Wissen zu kommen. Allerdings jetzt nicht zu so einem abstrakten und allegmeinen Nichtwissen sondern so zum eigenen ganz privaten Nichtwissen, der ja die Grenze des eignen Horizonts darstellt.

    Und genau dies ist falsch, da man dabei vo Ich und Mein ausgeht und sunnata nicht erkennt ...

    ...Ich sehe bei "meinem" Fühlen nicht das, was mein Körper spürt ( um mal auf deine Kreuzschmerzen zurückzukommen ) sondern eher das, was im Geist vor sich geht. Das "Erfühlen im Dhamma" was da gerade ist.

    Shit, schwer zu erklären, aber ich hoffe, du kannst es verstehen....

    Ich verstehe schon, was du meinst jianwang. (Oder vielleicht auch nicht. :grinsen:)

    Nur, da geht nichts in meinem Geist vor. Niederwerfungen. Einfach nur Niederwerfungen. Im Nachhinein kann ich mir dann Gedanken über das Geschehen machen, wenn ich will. Will ich aber meistens nicht.

    In diesem Moment gibt es auch keine Trennung von Körper und Geist für mich. Das ist wie das Samadhi beim Sitzen.
    Aber ich muss zugeben, es ist mit Worten wirklich nicht zu vermitteln. Jedenfalls für mich nicht.

    das am Besten passende ist sunnata

    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    Damit kann ich wenig anfangen. Es sei denn, ich habs gerade im Kreuz.:grinsen:

    Bei den Niederwerfungen gibt es für mich nur noch den Bewegungsablauf. da ist nicht einmal mehr das Gefühl von, "ich mache gerade etwas". Das gilt auch für andere Zeremonien.
    Liegt vielleicht daran, dass ich gefühlstechnisch eher gebremst euphorisch bin.:)

    * lächelt * gerade von diesem " ich mache ..." habe ich nicht geschrieben.

    Das nach einigen Jahren bestimmte Abläufe sich automatisieren, ist normal. damit hat man ja auch die Chance, sunnata gerade dort, zu erfühlen.

    Ich merke auch gerade, das mein "fühlen" etwas Anderes meint als das landläufige "fühlen". Ich sehe bei "meinem" Fühlen nicht das, was mein Körper spürt ( um mal auf deine Kreuzschmerzen zurückzukommen ) sondern eher das, was im Geist vor sich geht. Das "Erfühlen im Dhamma" was da gerade ist.

    Shit, schwer zu erklären, aber ich hoffe, du kannst es verstehen.


    So ist es, wenn ein " Anti - Zeremonier " versucht, über Zeremonien etwas zu schreiben :grinsen::grinsen:(:


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    eine Niederwerfung oder auch die zeremonielle Fusswaschung ist imho eher ein Zeigen von Hochachtung und Akzeptanz als Alles andere, was hier im Westen da rein - philosophiert wird.


    Als wichtig empfind ich, das es dabei nicht auf die Zeremonie selbst, sondern auf das ankommt, was man dabei fühlt.

    ( ich hatte da auch ganz am Anfang meine Probleme damit, bis es in mir wuchs, das gute Gefühl )


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    ist dann auch die traditionelle Fusswaschung etwas, was den Waschenden erniedrigt oder den Gewaschenen erhöht ?


    Ich habe das Gefühl, das genau dort das "nicht selbst" ansetzt ... wo die vorstellung einer demut aufhört ...


    Sturm ... und wieso machst du es, wenn Du es weder verstehst noch akzeptierst als teil deines weges ?


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    Festus ... sorry ... die Frage war nicht an DIch gerichtet mit der Frage, wozu die Niederwerfung gut ist * lächelt