Beiträge von jianwang

    pops

    Ich glaube, es ist etwas weit hergeholt, Rituale mit einzuhaltenden Regeln gleichzusetzen.


    Ansonsten hast Du recht, das es gilt, diese zu überwinden.


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    Wer nun meint, das ich, obwohl ich selbst keine Rituale praktiziere, diese als negativ und unnütz ansehe, der irrt.

    Auch ich war in meiner Anfangszeit an diese "gebunden", doch habe ich mich Stück für Stück von ihnen gelöst.

    Wo es Sinn macht, mittels Ritualen bestimmte Erkenntnisse zu erzeugen oder Strukturen zu verstärken, so ist es ok.


    Doch da, wo der Dhamma nur noch rituell ausgelebt wird und Alles ausserhalb der Rituale als falsch angesehen wird, sind sie ein Werk Maras.


    Für mich ist interessant, das Rituale nur dort entstanden sind, wo auch eine "institutionelle Struktur" der Ausübung der Dhammapraxis entstanden ist. Untersucht die Mönchregeln in diesem Licht. Wieso diese Regeln, wo doch Alles schon in den Lehrreden steht ?

    Oder Rituale entstanden dort, wo eine vorhandene theistische Religion durch den Buddhismus "übernommen" wurde, um eine Konvertierung zu erleichtern.

    Das dies nicht nur im Buddhismus so ist sollte eine Binsenweisheit sein, oder glaubt wirklich jemand, das die christlichen Feiertage nur aus Zufall mit den "heiligen" Tagen älterer Religionen übereinstimmen?


    Wie auch immer, Rituale haben eine Funktion, welche für Institutionen wichtig ist,

    Nur trenne ich selbst sehr streng Institutionen ( jeglicher Art ) von der Wahrheit, welche gelebt werden soll.


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    Nirgends in den Lehrreden finden wir die Aussage, dass eine Befreiung durch stupides Wiederholen auswendig gelernter Phrasen zu erreichen sei. Die Dhammapraxis besteht aus aktiver Reflexion und unmittelbarer Betrachtung, nicht aus Beten um Erlösung.

    Rituale sind Handlungen, welche "geschaffen" wurden, um einen Erfolg zu suggerieren oder um ein Zusammengehörigkeitgefühl zu schaffen.


    Im wahren Erkennen des Dhamma haben sie imho nichts zu suchen.


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    Wieso hast DU Dich für Meditation entschieden ?

    Als "Beruhigung" im Sinne der tantrischen oder hinduistischen Meditation oder eher als "Geistesschulung" im Sinne des Buddhismus ?


    Denn auch diese Frage ist essentiell für die Ursachen dieser Bewegungen.


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    PS: Man müsste Dich sehen können während der Meditation um wirklich zu raten …

    Da es sehr verschiedene "Bewegungen" sind, solltest du vielleicht es nicht allein "Probieren", sondern wirklich tun … und zwar unter Anleitung eines Lehrers. Ob es ein buddhistischer Freund ist oder ein Meditationslehrer ist im ersten Schritt eigentlich egal.


    Die Meditation, im Buddhismus auch Geistesschulung genannt, ist für unser Ego etwas fürchterliches. Auf einmal wird dem "Ich" die Möglichkeit genommen, hin und her zu springen, sich immer neuen Dingen zuzuwenden.

    Und meist revanchiert sich das Ego dann mit unwillkürlichen Bewegungen oder auch mit Vorspiegelung geistiger Objekte.

    Das Ego ist ein schlauer Kerl. Sowie es unseren Körper bewegt, fallen wir aus der Aufmerksamkeit heraus und achten genau auf das, was das Ego will.

    Und schon lassen wir nicht mehr los. Je mehr wir versuchen, diese Bewegungen zu unterdrücken, um so weniger lassen wir los.

    Versuch ohne Deinen Geist darauf zu konzentrieren heraus zu bekommen, wieso dein Körper sich bewegt, das hätte mein Freund mir geraten.

    Unterdrücke Nichts, spanne Deinen Geist nicht an, lass los.


    Ich weis, gerade das Loslassen ist das Schwierigste, doch wer sagte, das Meditation einfach ist?


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    hmmm nun frag ich mich, wo irgendwo steht, das der buddhistische weg ein weg der psychologischen Heilung ist ?


    Alle ernsthaft Praktiztierende, mit denen ich sprach oder selbst übte, waren der Meinung, das es falsch ist, Heilung von psychologischen Störungen im Buddhismus zu suchen.


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    PS: wenn der Buddha mit einem Arzt verglichen wird, der die geistige Krankheit heilt, so ist def nicht gemeint, das er Psychologe ist …

    was bitte ist Selbstliebe ?


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    Ich meinte jedenfalls nicht die esoterische Selbstliebe. Ich meinte damit sein Selbst, sein lebend sein als Ich bin zu lieben.

    Ich verstehe, was Du meinst, wenn es auch ein Selbst in dem Sinne nicht gibt, nur, wie der Buddha es sagte, die Persönlichkeit als die fünf Gruppen.

    Das zu akzeptieren und anzuerkennen könnte man in der Sprache des Allgemeinen Selbstliebe nnnn, wenn ich es auch eher als Persönlichkeits - Akzeptanz bezeichnen würde.


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    Mir scheint, du bist da zu sehr im (nicht-Dhamma) Begriff Traum gefangen. Du siehst den Traum als nur im Schlaf vorhanden.

    Der Buddha bezeichnet ( in den Übersetzungen ) aber Traum als einen Zustand des Nichtwissens.

    Wenn man daran glaubt, das es ein Ich oder Selbst oder Mein gibt, also das es Kontrolle über die dhamma ( einschliesslich der khandha ) gibt, befindet man sich in einem illusionären Zustand, den man auch als Traum bezeichnen könnte.


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    Ich habe ganz privat den Eindruck, das du zu viel "probierst", ohne die wirklichen Resultate zu erkennen.

    Ich selbst habe auch zwei- nein, dreimal die Methode der Geistesschulung geändert.

    Nun, nach über 40 Jahren, bin ich von vipassana, shikantaza zu anapanasati gekommen, welches ich nun seit über 4 Monaten täglich praktiziere.

    Doch geschah dies nur, wenn ich erkannte, das der bisherige Weg der Meditation an seinem "Ende" war, welches mich nicht "zufrieden" stellte.


    Ich kann Dir nur raten, habe mehr Geduld - Langeweile in der Meditation ist imho ein Zeichen, das irgendetwas schief läuft.

    Wie entsteht Langeweile? Wenn das, was Du tust, Dein Ego, dein eingebildetes Selbst nicht genug "amüsiert". Wie kann dies geschehen, wenn doch die Meditation die Geistesschulung sein sollte, eben dieses Ego zu "besiegen" ?

    Suche eine sangha, welche Dir helfen kann …


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    PS: Meditation ist Leben, und Leben ist Meditation! ( Bhante Vimalaramsi )

    Noch Niemand hat nur durch Meditation das Dhamma erkannt und Meditationsarten gibt es hunderte … in Allen Relegionen und "Heilswegen", vom Gebet des Christentums und der Islam bis hin zu den Techniken der Yogi oder des Schamamismus.


    Doch es ist ja so nett …. heute kann ich das, und bald kann ich das durch Meditation …

    löst Euch von dieser Vorstellung vom Stufenleiter - Buddhismus ( so beschrieb es ein ZEN Meister )


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    Sich vorab für das Verhalten entschuldigen und es dann doch tun hat so etwas erniedrigendes und respektloses vor sich selbst,

    schade, Zen-Meister sind da wesentlich selbstbewusster und provozieren ihre Schwächen bewusst. Mein Ziel ist der ewige Tod.

    Du bist noch ein puthujjana, denn Du hast das "Mein" noch nicht verlassen.

    Du kannst nicht lesen, ließ meinen Text noch einmal und widerspreche dann so plump und dumm.

    Für einen Erleuchteten ist der Tod das Ziel.

    Entschuldige meinen plumpen Tonfall : Der zweite Satz ist dumm und sowas von falsch …


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    wie kann etwas, was nie existiert, tot sein …. ?

    Die vom Buddha als Persönlichkeit beschriebenen Gruppen des Ergreifens fallen auseinander …

    Nur mal als Tip … und nachzulesen mal nicht bei Neumann *grinst* sondern im PK selbst und zwar in der culavedalla sutta ( M44 )


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    PS: kesakambalo bist du ein Verkaufsbot von Neumann ? Es gibt noch Andere, sie übersetzten