Posts by Anna Panna-Sati

    was ist das Leben?

    Entstehen - wachsen/da-sein/vergehen...

    Einatmen/ausatmen (Stoffwechsel), steter Wandel, Bewegung, Vermehrung...

    Oder - auf buddhistisch - : anicca, dukkha, anatta


    Schau mal hier:


    buddhaland.de/forum/thread/22681/


    Gibt es einen Zwischenraum von grisgrämiger Lebens Entsagung und spielerischer Lebensfreude?

    Natürlich... :) und es gibt noch mehr als "spielerische" Lebensfreude", wie sie z.B. auch ein "übermütig" herumhüpfendes Ziegenböcklein zeigt... :D


    Wie haltet ihr es mit Drogen/Alkohol? Sind ein zwei Bier in geselliger Runde nicht etwas schönes?

    Nein danke. Ein, zwei Gläser Apfelschorle oder Mineralwasser in netter Runde sind genauso schön (zumindest für mich... ;) ).


    Schopenhauer war ja der Ansicht das das Leben an und für sich ein Ort der Prüfung und des Kampfes ist

    Ja, da traue ich mich nicht zu widersprechen, aber er äußerte sich auch so:


    Quote

    Wirklich liegt alle Wahrheit und alle Weisheit zuletzt in der Anschauung.

    Das lässt m.E. Raum für andere Perspektiven, Sichtweisen und Einstellungen...



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Von Herzen DANKE für diesen wunderbaren (spannenden!) Erfahrungsbericht, lieber Martin! _()_ :heart: :like:


    Viele Menschen in Thailand scheinen auch große Freude am Geben zu haben - wirklich beeindruckend, wie sie dich für den Diebstahl "entschädigt" haben.


    Durch den - eigentlich unerfreulichen, enttäuschenden - "Vorfall" hattest du Gelegenheit, zu entdecken, dass Bedürftigen solidarisch geholfen wird, darüber hinaus, wie man auch ohne Geld reichlich (zurück)schenken kann und die Ausbildung ermöglichte dir, temporär als Novize und Mönch zu leben, wozu wohl nur wenige "Westler" in der Lage sind....


    Schlussendlich fandest du noch Freiheit und Frieden, was dein Leben für immer positiv veränderte.


    Eine abenteuerliche, schöne und lehrreiche Erfahrung - toll, dass du sie mit uns geteilt hast! _()_



    Liebe Grüße, Anna :) :heart: _()_

    Vielen Dank, Leonie, für deine erklärende "Übersetzung". :heart: _()_  :)


    (Hatte so was Ähnliches schon befürchtet, jaja, der Wind muss sich gelegt haben - bei mir stürmt's zeitweise aber noch ziemlich ;) - und dann ist auch noch die "dreifache Zuflucht" selbst zu "machen"?.... :eek: Na gut, eins nach dem anderen.... :erleichtert: )


    Dieses "Wenn dieses, dann jenes" (Paticcasamuppada) scheint ein (der wichtigste?) Schlüssel zur Buddha-Lehre zu sein (neben anatta, woran ich mich auch noch "abarbeite"...).

    So könnte Buddhismus statt es als Altersvorsorge zu begreifen als eine Impfung sehen. Man freundet sich mit der Realität - die eine Realität von Alter, Krankheit und Frustration ist - an.

    Impfungen bewirken ja i.d.R. eine (weitgehende) Immunität gegenüber den Krankheitserregern gegen die sie entwickelt wurden, d.h. diese können keinen Schaden mehr anrichten.


    Buddhismus immunisiert leider nicht gegen Alter, Krankheit und Tod, sondern hilft lediglich gegen einen schlimmen Verlauf (wie die mRNA-"Impfstoffe"...) durch einen anderen Blick auf diese "Götterboten".

    Und wenn sie einen einholt, dann zumindest nicht als Fremder. Und man spart sich zwar nicht das köperliche Leid aber vielleicht viel an sinnloser Panik.

    Die (vollständige) Akzeptanz des Unvermeidlichen mindert Ängste auf jeden Fall (diese Erfahrung erleb(t)e ich wiederholt) und mit einer gleichmütigen Haltung, ohne inneren Widerstand, ist auch körperlicher Schmerz weniger quälend.



    Liebe Grüße _()_ :heart: :)

    Es ist nie meine Denke gewesen, dass Dualität Ursache für Leiden sein und das Durchschauen/Erleben einer "All-Einheit" (Non-Dualität) letztlich - über die Aufhebung der Unwissenheit - zum Erwachen/zur Erleuchtung führen könnte.

    Dies hörte ich als Belehrung von Dharma-Lehrern, las es in Büchern und versuchte es zu verstehen, als ich begann, mich mit der Buddha-Lehre zu beschäftigen.


    Findest du, dass diese Denke der Lehre Buddhas widerspricht, Anna? Für mich passt das gut zusammen. Deswegen mag ich auch das Bild mit dem Fisch (relative Welt) im Wasser (absolute Welt).

    Widerspricht? Nein, sicher nicht, Hotte, habe mich da wohl ungeschickt ausgedrückt... :?


    Ich meinte, dass ich, vor der intensiveren Beschäftung mit der Lehre Buddhas, niemals gedacht habe/hätte, dass die Annahme einer dualen Welt zu Leiden führt und ein Erkennen der absoluten Wahrheit (allein) dieses aufheben/beseitigen könnte.



    Liebe Grüße_()_ :heart: :)

    Hallo Thorsten,


    danke für das wichtige Thema und deine Gedanken dazu - man merkt, dass du alles durchdacht hast und gut vorbereitet bist... _()_ :)


    Bei dem Begriff "Altersvorsorge" muss ich zwangsläufig an den Tag - vor fast 40 Jahren - denken, als ich meinen zukünftigen Mann, der schon mit 29 Jahren (durch Unterstützung seiner Eltern und Großeltern!) Eigentümer eines Zweifamilienhauses war, fragte, warum er denn ein Haus gebaut hätte. Zu meiner Überraschung antwortete er: "Als Altersvorsorge."


    (Ich hatte - total naiv - gedacht, er hätte früh den Wunsch gehabt, eine Familie zu gründen...., nee, das war eher mein Plan, er war viel nüchterner... :lol: )


    Tragischerweise ging durch eine geschäftliche Pleite alles verloren, derzufolge wir nun in einer Mietwohnung, mit nur geringer materieller Absicherung, von seiner kleinen Rente, 2 Aushilfsjobs und - seit neuestem - Wohngeld leben.

    Wenn mal die Jobs wegfallen, wird's noch schwieriger, aber wir konnten wirklich lange genug Bescheidenheit "trainieren".... :erleichtert:


    Fazit: Materielle "Altersvorsorge" ist auch so eine Illusion..., man weiß ja nie, was einem so widerfährt...

    Ich komme nach und nach aufs Abstellgleis.

    "Die Metapher „auf das Abstellgleis schieben“ wird häufig als Umschreibung dafür genommen,[3] dass Menschen dauerhaft aus dem Erwerbsleben oder aus ihrem Wirkungskreis verdrängt oder ausgeschlossen werden. „Auf dem Abstellgleis stehen“ bedeutet, dass sich jemand in einer Stellung ohne Wirkungsmöglichkeit befindet.[4]"

    (Quelle: Wikipedia)


    Ich denke, dass dies kein schöner Gedanke ist (Ausgeschlossensein ist für die meisten Menschen leidvoll), aber (etwas) "(be)wirken" - u.a. im eigenen Geist - geht fast bis zum Schluss, außer man befindet sich in einem komatösen Zustand oder völliger geistiger Umnachtung.


    Gut, dass du diese Überlegung folgen lässt:

    Auf dem Abstellgleis wachsen viele unterschiedliche Pflanzen. Insekten leben dort, und allgemein ist dort nicht so viel Trubel.

    :D Klingt verlockend... ;) Ja, man kann sich (fast) überall anpassen, mit (fast) allem arrangieren, wenn man die innere Bereitschaft dazu aufbringen will, bzw. dazu in der Lage ist, sie zu entwickeln.


    Gerne wird vergessen, dass alles 2 Seiten hat, man sieht, speziell im Alter, häufig nur, was einem verlorengeht/ging, nicht das Positive (z.B. kein stressiges Erwerbsleben mehr, freie Gestaltung des Tagesablaufs - außer natürlich im Altenheim... -, bestimmte Bedürfnisse lassen von selbst nach, ...).


    Bewahrt man sich den Blick für das Wahre, Gute und Schöne, lernt, sich an Kleinigkeiten zu erfreuen (ohne daran anzuhaften), überhaupt bescheidener ( in jeder Hinsicht) zu werden, könnte/wird sich Abgeklärtheit ganz von allein ergeben.


    Manchmal denke ich, dass die unschönen Dinge, die gegen Ende des Lebens unvermeidlich passieren (Krankheiten, Verlust von Angehörigen und Freunden, Gefühle von Einsamkeit,...), ganz "natürlich" dafür sorgen, dass man im Endeffekt das Leben leichter loslassen kann - irgendwann hat man es schlicht satt - dann gilt nur noch "Augen zu und durch" im "Finale"...


    Im Alter wird man sich mehr der Vergänglichkeit und Nichtigkeit des Daseins bewusst und mit buddhistischer Praxis bewirkt das eine Loslösung.

    Ja, spätestens im Alter.... (Ich wünschte manchmal, es wäre mir früher bewusst geworden, dann hätte ich vielleicht eher mit der buddhist. Praxis begonnen, nicht erst mit 55 J.)


    Viele alte Menschen, die ich kannte, entwickelten glücklicherweise - auch ohne buddhistische Praxis - im hohen Alter eine weise Abgeklärtheit und (galgen)humorige Gelassenheit, die mich schon als Kind faszinierte und anzog.


    Was bleibt auch anderes übrig, als zu versuchen, irgendwie das Beste aus den gegebenen Umständen zu machen?


    Achtsamkeit/buddhistische Praxis verhindert hoffentlich, dass man mit fortschreitendem Alter zunehmend empathieloser und egozentrischer wird, wie es leider gelegentlich zu beobachten ist...

    (Jene "alten Griesgrame, Grantler und Knurrhähne" (w/m/d ;) ), die beispielsweise hartnäckig an altem Groll festhalten, sich oder/und Anderen nicht vergeben wollen, deren Herz oft, aufgrund schlimmer Erfahrungen, tief verschüttet wurde oder sich verhärtete, bedürfen nicht selten besonders der liebe- und verständnisvollen Zuwendung, so mancher "taut" dann nochmal auf.... :) )


    In der Meditation habe ich gelernt, mich an einem Ort der Stille einzurichten, der auch bei sehr widrigen Bedingungen zugänglich bleibt – vielleicht sogar in Sterben und Tod.

    So ein innerer Rückzugsort ist sehr hilfreich, wenn alles zusammenbricht, nichts mehr zu gehen scheint.

    Vor allem ist er immer und überall "verfügbar", auch im Krankenhaus, auf der Intensivstation, in (alltäglichen) Stresssituationen, denn leider darf man nicht erwarten, dass andere Menschen einem stets hilfreich zur Seite stehen, vielfach ist man ganz auf sich allein gestellt (vor allem beim "letzten Akt").


    Da ist nur Krankheit und Tod.


    Aber ich habe im Herzen eine art von todlosigkeit und Freiheit erlangt.


    Das gibt mir Kraft und Zuversicht für die letzte Prüfung.

    Ich bin mir nicht sicher, ob man das Sterben, den Tod, als "Prüfung" betrachten sollte - dies impliziert nämlich, dass eine Leistung zu erbringen wäre, was zusätzlichen Druck erzeugen könnte.

    Schlussendlich bedeutet sterben, schwach zu sein, "todesmatt", und zulassen zu müssen, dass das Leben dahingeht....loszulassen...


    Es fällt offensichtlich psychisch leichter, wenn der Sterbende es als ein "Gehen zu..."(z.B. eine(r)m bereits verstorbenen Verwandten/Freund/in)" und weniger als "Gehen von..." (den zukünftigen Hinterbliebenen, der "schönen Welt") betrachtet.

    Alternativ als "Fallen" (z.B. - für Gläubige - in "Gottes Hand") oder "Sinkenlassen in die "Leere"...

    Ich weiß natürlich nicht, wie es tatsächlich sein wird, wenn ich schwerkrank, verarmt und vereinsamt vor dem Tod stehe oder vor einer Perspektivlosigkeit in Schmerzen, Verwirrung und Vergesslichkeit. Möglicherweise ist diese "Abgeklärtheit" nur das Pfeifen im Walde.

    Es kann niemand wirklich wissen und jedem steht es ja - in irgendeiner Form - bevor - da kann man schon mal - auch im wahrsten Sinne ;) - pfeifen (oder singen...), das beruhigt.

    (Meine Tante begleitete meinen (sehr musikliebenden) Großvater übrigens mit dem Singen von seinen Lieblingsliedern (auch seinen eigenen Kompositionen) beim Sterben, bis in den Tod - es mag wohl beiden geholfen haben...)


    Verarmt, vereinsamt, schwerkrank, verwirrt, vergesslich, schmerzgeplagt - es muss ja nicht gleich alles eintreffen, aber, selbst wenn, ist es in einem Zustand inneren Friedens und der Akzeptanz sicherlich leichter zu (er)tragen...

    In der Meditation erlebt man das Loslassen - besser kann man sich nicht vorbereiten - außer, man glaubt sehr fest an einen (liebenden) Gott, der einem beisteht und in dessen Hände man sich fallen lassen kann.

    Wenn wir ehrlich sind, dann sind es doch meist nur unsere Gedanken die uns oft die meiste Angst machen…

    Besonders (katastrophisierende) Gedanken, die wir im Voraus spinnen, wenn wir uns deprimierende, schreckliche Szenarien ausmalen (meist in der Hoffnung, sie im Eventualfall dadurch besser bewältigen zu können).

    Aufkommende unheilsame Gedanken muss man ja nicht weiterführen...


    Die "normale" (organisatorische, materielle) Altersvorsorge UND buddhistische Praxis (inkl. der "5 täglichen Betrachtungen") sollten eigentlich ausreichen, um Alter, Krankheit und Tod gleichmütig akzeptierend auf sich zukommen zu lassen.


    "Kein Übel ist so groß, wie die Angst davor." (L.A. Seneca)



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart:  :)

    (61 J., seit längerem krankheitsbedingt auf einem "Nebengleis"... ;) )

    Vielen Dank für deine ausführliche Antwort, Thorsten! _()_ :)


    Wenn ein Phänomen Ursachen und Umstände als Benennungsgrundlage hat, so kann Geld nicht "eigentlich nur Papier" sein. Denn wäre es "nur" Papier, wäre es eben Papier und nicht Geld. Eine wesentliche Grundlage für Geld ist ja eben die Vereinbarung, diese spezielle Form von bedrucktem Papier als abstraktes Tauschmittel zu nutzen.

    Ja, in bestimmten Kontexten hat Geld einen Wert und kann als "abstraktes Tauschmittel" dazu dienen, wirklich Wertvolles zu erhalten.


    Aber dass Geld nur Papier ist, merkt man spätestens, wenn man z.B. auf einer Rucksacktour in der Wildnis, Hunger bekommt und nur Geld dabei hat.

    Es nährt nicht (aber man könnte ev. ein Feuer damit anfachen -falls man Werkzeug zum Feuermachen besitzt und Holz nachlegt -)...

    Was nützen dann irgendwelche, früher getroffene, Vereinbarungen? ;)


    "Die Dinge sehen, wie sie wirklich sind", dazu gehört m.E. auf dieser Ebene auch, sich dessen bewusst zu sein, was tatsächlich wertvoll ist (natürliche Lebensgrundlagen, Liebe, Mitgefühl, Geistesschulung, Befreiung...) und was nur scheinbar einen Wert besitzt (Ansehen, Ruhm, Geld, Wertpapiere, Schmuck,...).

    Die Anhaftung an Letzterem wird in der Folge automatisch nachlassen...


    Im Grunde "verrückt", zumindest irritierend, ist allerdings, dass man sich mittels bedrucktem Papier (bzw. sogar rein virtuell/bargeldlos) Lebensräume/Lebensgrundlagen aneignen kann...

    Scheint niemandem so recht bewusst zu sein... :?



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Vorstellungen sind real als das was sie sind, eben Vorstellungen. Als solche stimmen sie nicht zwangsläufig mit der Realität überein. Man kann sich z.B. vorstellen dass man fliegen kann, aber deshalb springt man nicht im zehnten Stock aus dem Fenster.

    Ich sehe hier einen anderen Aspekt. Im Schamanismus oder im Voodoo-Kult glaubt der Mensch beispielsweise felsenfest an einen Fluch und könnte tatsächlich aufgrund dieser Vorstellung sterben. Ich habe sogar einen sehr dicken Wälzer über „psychosomatische Störungen“ gelesen, in dem viele reale Fälle beschrieben werden, in denen Menschen aufgrund solcher Vorstellungen das Zeitliche segnen. Wenn ein Arzt einem Patienten sagt, dass er Krebs im Endstadium hat, kann dieser aus Angst sterben. Es gibt sogar in der Medizin den Begriff „am gebrochenen Herzen sterben“, bei dem keine organischen Ursachen vorliegen, aber der Tod trotzdem real ist. Man kann das googeln.

    Wäre das ein grundsätzlicher Aspekt, müsste es - entsprechend Disponierten - möglich sein, sich einfach nur der Vorstellung hinzugeben (und fest daran zu glauben!), sie seien erleuchtet - und es würde tatsächlich geschehen, da es sich ja um Vorgänge im "Geist" handelt.

    Während der Fenstersprung aus dem 10. Stock vom Körper physikalisch Unmögliches fordert und daher zum Scheitern verurteilt ist.

    Dann war er nie was anderes? :eek:

    Die Unterscheidung in "relative" und "absolute" Wahrheit (Samsara/Nirvana) im Buddhismus stellt auch wieder so eine Dualität her, um deren Auflösung es in der Lehre doch letztlich geht, oder?


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Wird ein Fisch zum Meer?😘🙏

    Danke für diese Frage, Numisatojama , _()_ "natürlich" ist der Fisch ein Fisch und lebt (meist) im Meer, welches ihn umgibt. :)

    Das ist die relative Wahrheit, die sich mit gesundem Menschenverstand erschließt.


    Er ist aber auch ein Teil des Ozeans, hat dort seinen Ursprung (wie alles Leben), ist von ihm durchdrungen, bis hin zu der Tatsache, dass er selbst zu einem hohen Prozentsatz aus Salzwasser besteht.

    (Das Urmeer bildete bekanntlich die Grundlage allen Lebens, selbst das Fruchtwasser, in dem Menschen und Tiere heranwachsen, entspricht in seiner Zusammensetzung weitgehend der des Urmeers (Salzgehalt ca. 0,9 %).)


    Würde der Fisch sich im Ozean auflösen (wie in Salzsäure), wäre er am Ende das Meer (aber was hätte "er" davon) ?


    Es ist nie meine Denke gewesen, dass Dualität Ursache für Leiden sein und das Durchschauen/Erleben einer "All-Einheit" (Non-Dualität) letztlich - über die Aufhebung der Unwissenheit - zum Erwachen/zur Erleuchtung führen könnte.

    Dies hörte ich als Belehrung von Dharma-Lehrern, las es in Büchern und versuchte es zu verstehen, als ich begann, mich mit der Buddha-Lehre zu beschäftigen.


    Samsara ist Samsara und Nirvana ist Nirwana.

    So weit, so gut.

    Samsara ist der bedingte, leidhafte, Daseinskreislauf, von dem aus Nirvana, das Unbedingte, das Ende des Leidens, "erreicht" werden kann.


    Aber dann heißt es wieder:

    Nirvana sei innerhalb des Samsara, oder

    Samsara und Nirvana seien Seiten derselben Medaille (und was ist die Medaille??) etc.,

    was für Verwirrung, Verstrickung und schlimmstenfalls Verirrungen sorgt... :shrug:


    Ebenfalls verwirrend:


    Quote

    ....Wer zum Verirren erwacht: ein Buddha.

    Wer sich im Erwachen verirrt: ein gewöhnliches Wesen.

    Manche erwachen noch aus dem Erwachen. Andere verirren sich inmitten des Verirrens.

    Wenn Buddhas wahrhaftige Buddhas sind, dann sind sie sich nicht bewusst, Buddhas zu sein. Dennoch sind sie bezeugte Buddhas, die fortfahren, Buddha zu bezeugen. .....

    (Genjokoan, Dogen Zenji)

    Der Palikanon ist da eindeutiger, klarer....

    Das Chaos welches entsteht durch Nachdenken, zeigt sich im ganzen Forum alles Irrwege durch eine metaphysische Frage.

    Ist die Frage daran schuld?

    Durch nicht objektives Nachdenken, Fehlinterpretationen - sowohl eigener, wie fremder - Wahrnehmungen und und das Ziehen falscher Schlüsse, entstehen eben leicht Zweifel und viel Wirrwarr...

    Es geht Buddha nicht darum, die Dualität aufzulösen, sondern sie zu durchschauen.

    Aha! Das hört sich vernünftig und nachvollziehbar an, danke, liebe Monika! _()_ :)


    Die Dualität ist eine Realität. Auch der Buddha sprach in Gegensätzen, z.B. wenn er einen Schüler lobte oder einen anderen tadelte. Allein die Tatsache, dass er auf unheilsam und heilsam aufmerksam machte und vieles andere mehr hervorhob, bestätigt das.

    Die Dualiät ist wahr, aber es ist die relative Wahrheit und im Buddhismus wird ja ständig von der absoluten Wahrheit geredet, die zu erkennen wäre.

    Wie geht beides zusammen?


    (Und dann gibt es ja auch noch die Polarität....)

    Wenn man sich in Non-Dualität üben will, sollte man auch die Dualität von Dualität und Nicht-Dualität überwinden.

    Genau...und wie stellt man das an? ;) :erleichtert:


    Macht euch keinen unnötigen Streß. :)

    Nee, nur nötigen.... :lol: Schließlich erstreben wir doch das Ende des Leidens... :)



    Liebe Grüße, Anna :) :heart: _()_

    Nein, Anna, es gibt keine absolute Wahrheit hinter der Rose. Die Rose ist Produkt des abhängigen Entstehens, darum und nur darum ist sie Rose.

    Für die Rose kann ich das noch einsehen, aber beim Geldschein?

    Der Geldschein hat, gemäß bedingter Vereinbarungen, einen gewissen Wert - konventionelle Wahrheit - , aber die (absolute) Realität dahinter ist, dass es sich nur um einen bedruckten Papierfetzen handelt (der keinerlei Anhaftungen/Leiden mehr hervorrufen würde).

    Es sind die Benennung und die Bedeutungszuweisung, die den Unterschied machen.


    "Ein Pferd ohne Reiter ist immer ein Pferd. Ein Reiter ohne Pferd nur ein Mensch." ;)

    (Stanislaw Jerzy Lec)

    Alle Ursachen und Umstände (auch die der Benennung oder kulturellen Definition in all ihrer Vielfalt) gehören dazu. Die Rose entspricht so vollkommen der absoluten Wahrheit, denn es gibt keine andere. Keiji Nishitani nennt das absolute Diesseitigkeit. Keine Realität hinter den Erscheinungen. Die Erscheinungen sind die Realität im höchsten Sinne.

    So empfinden es natürlicherweise wohl die meisten Menschen, aber sie leiden (mehr oder weniger) daran, weil sie dieser Realtät etwas hinzufügen (Unterscheidungen, Bewertungen/Beurteilungen,..)...


    Die Unterscheidung in "relative" und "absolute" Wahrheit (Samsara/Nirvana) im Buddhismus stellt auch wieder so eine Dualität her, um deren Auflösung es in der Lehre doch letztlich geht, oder?


    Mir leuchtet ein, dass es schlussendlich um die Einsicht/Erkenntnis geht, dass das Duale eine irrtümliche Annahme über die Wirklichkeit ist.



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Eine Blume wird erst zu einer Blume, wenn ich sie als solche wahrnehme und kategorisiere. Andernfalls bleibt sie lediglich ein bunter Fleck in meinem Sichtfeld.

    Stimmt - ein duftender, zart-filigraner, strukturierter, sich im Wind bewegender, lebendiger "Fleck", der von Menschen eine Benennung erhielt.

    Für die Einen ist es ein wunderbares Lebewesen und Symbol, für andere Wesen nur Nahrung - mit der Verleihung von Bedeutung können gleichzeitig auch Konflikte (Anhaftungen) entstehen...

    Aber:

    Ein Geldschein ist ein Geldschein. Eine Rose ist eine Rose.


    Dieses Konzept wurde so vereinbart und um Verirrung/Verwirrung zu vermeiden, sollte es vernünftigerweise akzeptiert werden, auch, wenn es nicht der "absoluten Wahrheit" entspricht (als Buddhist wird man sich dessen bewusst sein).


    Die folgende Geschichte "Ein Tisch ist ein Tisch" (von Peter Bichsel) zeigt anschaulich auf, was passiert, wenn einseitig Benennungen hinterfragt und geändert werden:


    https://www.deutschunddeutlich.de/contentLD/GD/GT67cTischistTisch.pdf




    Liebe Grüße _()_ :heart:

    Trotz der Schwierigkeit kommt es der Realität am nächsten, die Sonnen- und die Schattenseiten zu sehen. Und es hebt die Laune ungemein, die Sonnenseiten nicht aus den Augen zu verlieren.

    Manchmal habe ich den Eindruck, dass manche Menschen die Sonnenseiten gar nicht (mehr) sehen wollen, u.a., da sie ein Ventil für die eigene Unzufriedenheit (welche ihre Wurzeln auch in einem ganz anderen Bereich haben kann) benötigen/zu brauchen meinen.


    Insofern wird die Stimmung/Laune eher gehoben, wenn sich "Brüder/Schwestern im Geiste" finden, die in dasselbe Horn blasen - gemeinsames Lästern schweißt zusammen und vermittelt ein (angenehmes) Gemeinschaftsgefühl. :grinsen:


    Sarkasmus schützt einen sehr zuverlässig davor, die guten Punkte in unperfekten Argumentationen zu übersehen. Da es perfekte Argumentationen nicht gibt, ist das eine sinnvolle Methode wenn man sich nur auf‘s Negative fokussieren will.

    Das musste ich zweimal lesen, um (hoffentlich?) zu verstehen, was du meintest:


    Also, Sarkasmus übersieht NICHT die guten Punkte einer UNperfekten Argumentation, vielmehr greift er sie auf, um sie dann zu zerfleddern/zerfleischen und somit möglicherweise ad absurdum zu führen?


    Sarkasmus hat die Absicht zu "beißen", zu verletzen, stellt dementsprechend einen Angriff dar, wobei ja, im Falle des Politiker-Bashings im privaten Kreis, niemand persönlich getroffen wird, sondern man günstigenfalls die Einmütigkeit "feiern" kann (s.o.).


    Anders sieht es natürlich aus, wenn z.B. Journalisten in der Öffentlichkeit genüsslich die Fehler der "Mächtigen" brandmarken und sezieren, in der - geradezu selbstverständlichen - Erwartung (vielleicht auch der Hoffnung auf Korrektur der Fehler... :doubt: ), dass die Betreffenden das "abkönnen".

    (Hohe Frustrationstoleranz einerseits und ausgeprägte Narzissmus-Anteile der Persönlichkeit andererseits, sind dabei sicher hilfreich, was dazu führen könnte, dass am Ende vorwiegend solche Politiker die Nase vorn haben... 8) )



    Für Buddhisten geht es um die "guten Absichten" - dafür könnte es ggf. auch mal (nicht generell) angebracht sein, das Negative verstärkt in den Fokus zu nehmen, weil Menschen teilweise dazu tendieren, sich, zum Zwecke des eigenen Wohlgefühls, vieles klein- oder schönzureden und sich damit "einzurichten".
    (Das Gegenteil ist aber ebenfalls ungünstig.... ;) )



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Den Verstand werfe ich nicht mehr vorschnell über Bord. Im Buddhismus sind wesentliche Grundsätze verstehbar,

    Kurz nach seinem Erwachen, so berichtet es der Palikanon, "dachte" der Buddha, dass seine Lehre von den "von Gier und Hass Befallenen" nicht verstanden werden könne:


    Quote

    Während also der Erhabene in der Einsamkeit als Eremit lebte, kam ihm der Gedanke: ‘Die von mir erkannte Lehre [21] ist tiefgründig, schwer ersichtlich, schwer zu verstehen, friedvoll, erhaben, beschäftigt sich nicht mit Logik [22] , ist fein­sinnig, nur den Weisen verständlich. Denn am Wünschen haftet [23] die Menschheit, hat Freude am Wünschen, hegt Sympathie für das Wünschen. Darum ist für die am Wünschen hängende, Freude am Wünschen habende, das Wünschen sympa­thisch findende Menschheit diese Lehre schwer ersichtlich, nämlich gerade die Ursächlichkeit des von Bedingtheiten abhängigen Entstehens. Und auch diese Prinzipien sind sehr schwer ersichtlich, nämlich die Beruhigung aller Aktivitäten, das Aufgeben der zu Wiedergeburt führenden Dinge, die Auslöschung des Durs­tes, die Leidenschaftslosigkeit, das völlige Erlöschen, das Nibbāna. Würde ich diese Lehre aufzeigen, würden andere mich nicht verstehen. Das wäre für mich Erschöpfung, das würde [nur] Quälerei für mich sein.’


    Dass Begehren/"Wünschen" von Übel ist und uns "fesselt" , kann - in einem zweiten Schritt (nachdem man Leiden bei sich und/oder Anderen wahrgenommen hat) - durch intensives Nachdenken, intellektuell begriffen und nachvollzogen werden.


    Der Verstand, das Denken, wird ja gerne mal mit dem Ego gleichgesetzt, welches prinzipiell (nicht nur) im Buddhismus - u.a. als treibende Kraft der Geistesgifte - negativ konnotiert ist.

    Andererseits würde ohne Verstand/Ego wohl niemand überhaupt auf die Idee kommen, zu praktizieren; am Anfang der buddhistischen Praxis steht i.d.R. der (emotionale) "Herzens-Wunsch", dass gegen das Leiden etwas getan werden müsste, gefolgt von der (intellektuellen) Einsicht, dass die Buddha-Lehre einen Weg zeigen könnte, wie dies zu verwirklichen wäre.


    Ohne Einsatz des Verstandes, nur mit emotionalen "Bauchgefühlen" allein, droht das Abgleiten in Ignoranz (Verdrängung durch Ablenkungen aller Art, vor allem durch Sinneskontakte), Resignation, schlimmstenfalls Depression.

    (Im günstigsten Falle wird man sich vielleicht karitativ engagieren, aber u.U. immer stark mitleiden...)


    Warum also sollte man etwas Nützliches "vorschnell" fallen lassen?

    Im Verlauf der Praxis ergibt sich das Loslassen von selbst...


    (Interessant, dass das Ego, um nicht mehr zu leiden, sich quasi selbst "abschaffen" muss - damit hat es wohl nicht gerechnet... :eek: :lol:)




    Wenn der Geist geläutert, also befreit von (Ego-) Anhaftungen, ist, wird der Verstand nur noch in heilsamer Weise eingesetzt - beispielsweise, um den Alltag gut zu bewältigen.


    Buddha Shakyamuni nutzte seinen Verstand zunächst bei der Suche nach einem Weg aus Samsara und - nach dem Erwachen - um die Lehre adäquat zu vermitteln, den Orden zu gründen und vielfältige Probleme, die damit einhergingen, zu lösen.


    Andernfalls wären ja z.B. an Demenz Erkrankte, ab einem bestimmten Krankheitsstadium, als "befreit" anzusehen.... :?


    (Tatsächlich verkündete der Hausarzt meiner dementen Großmutter uns, ihrer Familie, eines Tages: "Jetzt ist sie im Nirvana!", was für ziemliche Irritationen sorgte. Da war kein "Ego" mehr, aber "erwacht" erschien sie uns keineswegs. :(

    Die Aussage des Mediziners sollte uns wohl insofern trösten, als dass jetzt hier "niemand" mehr leiden würde, aber der kränkliche Körper, dieser "biologische Organismus" mit dem Gesicht unserer Verwandten, bedurfte selbstverständlich, nach wie vor, der helfenden Unterstützung, denn Schmerzen wurden offensichtlich "wahrgenommen" und zeitweise angezeigt - da interessiert es weniger, von wem.....Man empfindet auch mit einem schmerzenden Körper Mitleid/Mitgefühl und schenkt ihm liebevolle Zuwendung.)





    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Hallo Rolf82 , :)


    hier noch ein YT-Video in deutscher Sprache, wo ab Minute 3.04 die Durchführung der Verbeugungen erklärt und ab Minute 4.56 demonstriert wird:


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    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart:

    Hallo Samadhi1876 , :)


    danke für das ausführliche Teilen deiner Erfahrungen und Ansichten! _()_


    Da ich hier schon verschiedenste endlose Diskussionen über auch die verschiedensten Themen ab und zu verfolgt habe, die meiner Meinung nach auch letztendlich nicht wirklich weiter helfen, mehr vom eigentlichen Kern auch nur ablenken, und oft auch nur die jeweilige Sicht verschiedenster Personen zu einem spezifischen Thema allein darstellt, Teilaspekte halt, möchte ich gerne einmalig auch etwas dazu „sagen“, und meine eigenen Erfahrungen auch gerne teilen (vielleicht hilft das auch dem ein oder anderen weiter):

    Es wären m.E. wohl überhöhte Erwartungen an ein solches Forum, dass Beiträge und Diskussionen den Einzelnen auf seinem spirituellen Pfad wirklich weiterbringen - den Weg muss ja letztlich jeder selbst gehen...


    In erster Linie dient somit auch dieses Forum dem Austausch von Meinungen und Ansichten (welche oft, aber nicht immer, auf eigenen Erfahrungen beruhen), erfüllt mithin eher soziale Bedürfnisse (zumal es im Alltag schwierig ist, Gleichgesinnte für einen Austausch über buddhistische Themen zu finden...).


    Dennoch: Wer offen für Erfahrungen und Erkenntnisse Anderer ist, vermag (für sich) daraus zu lernen, vielleicht sogar zu neuen Einsichten zu gelangen (so erlebe ich es zumindest)... ;)


    Darüber hinaus wird auch viel theoretisches Wissen vermittelt, welches eher den Intellekt bereichert, aber vielfach als wichtige Grundlage für die Praxis gesehen werden kann.


    Du lässt durchblicken, durch eigene Praxis, ohne Hilfe von außen, "erwacht" zu sein, (was natürlich erst mal eine Behauptung darstellt, die niemand überprüfen kann, daher vermutlich von vielen - inkl. mir - mit einer gewissen Skepsis betrachtet wird)...


    Quote

    Wenn einer, der mit Mühe kaum, geklettert ist auf einen Baum, schon meint, daß er ein Vöglein wär, so irrt sich der.

    Wilhelm Busch (1832 - 1908)

    Sodann steigst du hier im Forum (leider) direkt mit einer Abwertung ("Blödsinn") dessen, was Anderen u.U. wichtig ist, ein, es folgt die Kritik am Austausch von Meinungen und Ansichten, am (vom Kopf her) "Verstehenwollen", an Schriften ("kann man getrost verbrennen, auch das Herz-Sutra ...." ), um gleichzeitig mit der Vermittlung deiner "Lehre" zu beginnen...

    :?


    Ein Lehrer oder eine Sangha sind meiner eigenen Erfahrung nach auch nicht zwingend erforderlich:

    Man braucht nur zu wissen wie man sitzen und atmen soll

    Und trotzdem treibt dich etwas an, hier zu (be)lehren? Vielleicht das "Große Mitgefühl"?

    Der „Dharma“ (ich nenn das mal Dharma weil man das im Buddhismus glaube ich so nennt) erscheint auch ganz von selbst und ist auch immer da:

    So wie man die Sterne nicht am Tag aber in der Nacht erst sehen kann.

    Aber die Sterne sind immer Da, das Universum an sich ist immer Da.

    Die Achtsamkeit dafür fehlt nur.

    Ausreichend Raum, Zeit und Stille.

    Der Dharma/Dhamma ist da ...und war dennoch - selbst für Buddha Shakyamuni - nicht auf Anhieb aufzufinden...

    Schriften braucht man dazu auch nicht:

    Sicher nicht unbedingt, aber sie können hilfreiche Mittel zum Zweck sein, Einsichten vertiefen und bei Menschen Interesse für die (Praxis der) Lehre wecken.

    ich mache hier auch noch einmal bewusst einen Unterschied zwischen Erwachen und Erleuchtung. Erleuchtung bezieht sich für mich mehr darauf das Erwachen im Alltag praktisch anzuwenden.

    Interessant - im Buddhismus werden die Begriffe synonym verwendet...

    Erwachte/Erleuchtete leben ja auch ihren Alltag und die "Anwendung"/Integration des geänderten Bewusstseins wird sich automatisch dort auswirken.

    Ich glaube einen perfekt erleuchteten Menschen gibt es nicht und wird es auch nie geben.

    Ist dieser Glaube die Schlussfolgerung aus der Tatsache, dass du deine "Erleuchtungserfahrung" als "nicht perfekt" empfindest?



    Buddha Shakyamuni unterschied (u.a.):


    Quote

    A.II.57 Zweierlei Erwachte

    Zweierlei Erwachte gibt es, ihr Mönche. Welche zwei?

    • Den Vollendeten, Heiligen, vollkommen Erwachten und
    • den Einzel-Erwachten (*1).

    (*1) Ein Einzel-Erwachter (pacceka-buddha) gelangt aus sich selber heraus zur Erwachung oder Erleuchtung, wie ein vollkommen Erwachter (sammā-sambuddha), hat aber nicht wie dieser die Fähigkeit und das 'allumfassende Wissen' (sabbaññutā), um ein Weltlehrer zu werden.



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Hallo Hue32 ,

    Es kommt immer auf die tonalität an, wie man sich ausdrückt und die Dinge rüber bringt.

    Da hast du recht ("Der Ton macht die Musik"), aber ebenso wichtig ist die Re-Aktion des Empfängers, der dem Sender z.B. - in ruhigem Ton - mitteilen könnte, dass dessen Ton inakzeptabel ist.


    Klar: Nicht immer ist man dazu innerlich bereit und in der Lage.


    Insofern ist deine Maßnahme, zu einem User - erst mal - "auf Distanz zu gehen" , ihn (zunächst mal) zu ignorieren, weil seine Worte dich gekränkt haben, m.E. als "Erste Hilfe" durchaus in Ordnung.

    (Es öffentlich zu tun, na ja, war vermutlich kontraproduktiv, u.a. weil es weitere Reaktionen anderer User mobilisierte...)


    Es bleibt ja immer die Option, diesen Schritt nach einer Weile rückgängig zu machen....


    Ich selber entscheide von wem ich bereit bin zu lernen und von wem nicht.

    Wir wir alle.

    Selbstverständlich ist es deine Entscheidung, aber du hattest ja diesen Thread mit einem Konfliktthema eröffnet und nun ist wieder eine kleine Auseinandersetzung innerhalb des Fadens entstanden, welche dir die Chance bietet, etwas zu lernen, daran zu wachsen, was dir letzlich auch in deinem Alltagsleben weiterhelfen dürfte.


    Du könntest jetzt beispielsweise auf 2 Arten lernen:


    1. Nicht empfehlenswert:


    - Der Andere hat etwas falsch gemacht. :x

    - ICH habe alles richtig gemacht. :angel:

    - Der Andere ist daher schuld. -> Ablehnung (Geistesgift!) :evil:

    - ICH bin okay - der Andere ist nicht okay. -> Ego-Bestätigung/-Erhöhung, aber Trennung/Isolierung - das macht nicht wirklich froh... :(


    2. 5 Lernschritte, die dich ev. weiterbringen:


    - Der Andere hat etwas falsch gemacht. :x :? :medim:

    ( - >zunächst - als Zwischenschritt - auf Distanz gehen, sich beruhigen, dann: reflektieren, mögliche Ursachen eruieren)


    - Erkenntnis: Ich habe (vielleicht auch) einen Fehler gemacht. :| :idea:

    ("Wie es in den Wald hineinruft, so schallt es heraus")


    - Einsicht: Alle machen - mal - Fehler.... (: :erleichtert:


    - (Nicht nur) darin sind wir alle gleich (Verbundenheit) :)


    - Mitgefühl mit sich und dem/den Anderen kann sich entwickeln. :heart:



    Soweit meine Vorstellung (Annas "heile Welt"..... :lol: )...



    Wir "Buddhies" streben doch nach Frieden.... ;)  :taube:



    Alles Gute und

    liebe Grüße, Anna :) _()_ :heart:

    Hallo spinakia ,


    Ich möchte aber zu bedenken geben, dass pflanzliche Mittel auch Wirkungen und Nebenwirkungen haben können, wie Chemie.

    Das ist richtig, aber es gibt schon graduelle Unterschiede und Tavor sollte, wegen des Suchtpotenzials, wirklich nur im absoluten Notfall (z.B. bei starker Panikattacke) - einmalig - zum Einsatz kommen (bin selbst "Angstpatientin" und trage es immer bei mir, weil es ein gewisses Sicherheitsgefühl vermittelt, schlucken musste ich es glücklicherweise noch nie ;) ...).


    Danke, dass du deine Notizen mit uns geteilt hast, mir fielen dabei 3 Punkte besonders ins Auge, zu denen ich noch etwas (vielleicht Hilfreiches) sagen möchte:


    Ich muss aus einem sicheren Kreis hinaus in einen sehr unsicheren.

    Das Gefühl kenne ich nur zu gut und meine damalige Therapeutin erklärte mir hierzu, dass es "Sicherheit auf dieser Welt nicht gibt" - es ist schlicht eine Illusion.

    Wenn du dir vergegenwärtigst, dass es so etwas wie Sicherheit nicht wirklich gibt (für niemanden!) und es somit egal ist, wo du dich gerade aufhältst, wird der Rückzugswunsch in die vermeintlich "sichere Höhle" schwächer, denn alles ist ja gleich "unsicher"...


    Aber: Die Akzeptanz der Unsicherheit schenkt paradoxerweise wiederum ein Stück (innere) Sicherheit - es ist völlig egal, wo du bist, du ruhst in dir.


    -mir klarmachen, dass ich nur tue, was ich will

    DAS ist sehr hilfreich, weil es den (oft selbst aufgebürdeten) Druck und zusätzlich ein mögliches Gefühl des "Ausgeliefertseins" herausnimmt.


    "Ich mache das hier FREIWILLIG!" stärkt das Selbstvertrauen und -bewusstsein, wenn dann noch die wohlwollende Haltung hinzukommt, Anderen etwas (Gutes) geben zu möchten (wobei man keinen Dank erwarten und ausbleibende Wertschätzung gelassen hinnehmen sollte, weil sie vielfältige Ursachen haben kann...), ist der Weg frei für Freude an der Aktion.


    (Ich gehe - mittlerweile - mit dieser Haltung der Freiwilligkeit, des Wohlwollens und auch Dankbarkeit zu meinen ÄrztInnen und staune immer wieder neu, wie entspannt, oft sogar heiter/lustig, sich die Atmosphäre vor Ort gestaltet, was sogar Schmerzempfindungen spürbar reduziert... :) Die Arztphobie ist dadurch praktisch kaum noch ein Thema.)

    -üben im Kleinen, wovor ich Angst habe

    Ja, genau! Man könnte sich systematisch desensibilisieren, durch Üben im kleinen Kreis.

    Also erstmal eine Lesung für Verwandte, Freunde und Bekannte - ev. im Rahmen einer kl. Party, dann mag es sich später auf der Bühne so anfühlen, als würdest du es nur wiederholen - für deine Lieben...



    Alles Gute für dich!


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)



    P.S. Humor - das alles (und sich selbst) nicht so ernst zu nehmen - entspannt oftmals auch ungemein und sorgt dafür, dass der Spaß nicht zu kurz kommt.


    Das folgende Video kennst du sicher (ich hoffe, es triggert dich nicht), dieser Lyriker hat jedenfalls die Ruhe weg... :lol: :


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    Nirvana ist eine Qualität unseres Geistes, die sich dadurch auszeichnet, dass unser Geist frei geworden ist von den Leiden und deren Ursachen. Nirvana hat also den Aspekt der Abwesenheit von Leiden und Leidensursachen.

    Nehmen wir das mal so, wie du's sagst, so wäre alles getan worden, dass einfach nichts mehr weh tut und leidig ist. Aber daran kann nichts weiter mehr ermöglichst werden. Es geht nur darum, den Zustand zu erreichen, bei dem nix mehr weh tut. "Nirvana" klingt nach einem Endziel, aber Nirvana als Ziel bloßer Leidens- und Schmerzlosigkeit erscheint mir spirituell als ein höchst mageres Ziel.

    Vielleicht hast du einfach (noch) nicht erfahren und erkannt, was "dukkha" wirklich bedeutet und welche Konsequenzen eine Beendigung des Leidens - für den Erwachten selbst und sein Umfeld - hat/hätte?


    Zitat

    [

    [lz]Wenn ein Bhikkhu vernommen hat, daß alle Dinge nicht des Anklammerns wert sind, erkennt er alle Dinge unmittelbar; indem er alle Dinge unmittelbar erkennt, durchschaut er alle Dinge vollständig; indem er alle Dinge vollständig durchschaut, verweilt er in der Betrachtung der Vergänglichkeit von Gefühl; was für ein Gefühl er auch immer empfinden mag, ob angenehm oder schmerzhaft oder weder schmerzhaft noch angenehm; er betrachtet die Lossagung, betrachtet das Aufhören, betrachtet das Loslassen. Indem er so betrachtet, haftet er an nichts in der Welt an. Wenn er nicht anhaftet, ist er nicht aufgeregt. Wenn er nicht aufgeregt ist, erlangt er persönlich Nibbāna. Er versteht: >Geburt ist zu Ende gebracht, das heilige Leben ist gelebt, es ist getan, was getan werden mußte, darüber hinaus gibt es nichts mehr.< Kurz gefaßt, Herrscher der Götter, auf diese Weise ist ein Bhikkhu durch die Vernichtung des Begehrens befreit, ist er einer, der den letztendlichen Zweck, die letztendliche Sicherheit vor dem Gefesseltsein, das letztendliche heilige Leben, das letztendliche Ziel erreicht hat, einer der die erste Stelle unter den Göttern und Menschen einnimmt.' Ich erinnere mich daran, daß ich auf diese Weise Sakka, dem Herrscher der Götter die Befreiung durch die Vernichtung des Begehrens kurz gefaßt erklärt habe."


    (https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m037z.html )



    Das (fortgesetzte) Leiden im Daseinskreislauf/Samsara, ist letztlich das einzige Problem, das (spirituell) gelöst werden kann - "darüber hinaus gibt es nichts mehr".


    Welches "fettere" spirituelle Ziel ;) , (das auch real zu erreichen ist!) hättest du denn ansonsten im Sinn?



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Erleuchtung ist als einziges unvergänglich, sowas wie "einen Moment erleuchtet" gibt es meiner Kenntnis nach nicht.

    Das dachte ich auch immer (aus Theravada-Sicht):

    Ein "Erleuchteter"/Erwachter hat Nibbana verwirklicht und Nibbana/Nirvana ist

    "unbedingt, todlos, unvergänglich"...


    Im Palikanon ist zu lesen:


    "...204 Der weise Mönch, von jeder Gier des Willens hier entsüchtet Todlosen Frieden hat er dann erreicht, die Stätte des Nibbāna unvergänglich! ...."


    https://www.palikanon.com/khuddaka/sn/sn_i11_206.html



    Ayya Agganyani führt detaillierter aus, dass Nibbana in einer Art "Reifungsprozess" erreicht werden kann ("Stufenweg" - dies mag nahelegen, dass es auch kürzere "Erleuchtungsmomente" gibt):




    ..."Bevor dies für uns geschieht, also bevor wir - irgendwann in weiter Ferne - als Arahat versterben, kann dieses Nibbāna aber bereits gesehen und erkannt werden, in verschiedenen Stufen bzw. Intensitäten.


    Sobald man Nibbāna erstmals gesehen hat, natürlich nicht mit dem

    physischen Auge, sondern als Geistobjekt (dhammārammaṇa) des Pfad-Bewusstseins (magga-citta), wird man im Frucht-Bewusstsein (phala-citta) die umwerfende Erfahrung des nibbānischen Friedens machen, der totalen Stille und Bewegungslosigkeit, in der kein Geist und keine Materie gezeugt werden oder überhaupt erkennbar sind. Es ist diese völlig unkonventionelle, unvorstellbare und unvorhersehbare Erfahrung, die den Nibbāna-Erkennenden

    beflügelt und tief beglückt, die eine zuvor nie gekannte wunschlose Glückseligkeit hervorbringt - und dies völlig ohne Ego.


    Das einmalige, sehr kurze Pfad-Bewusstseinsmoment hat die Kraft, mit einem Hieb Fesseln (saṃyojana) abzuschneiden.


    Das Resultat davon, das Abgeschnitten-Sein bestimmter Fesseln,

    sowie Nibbāna selbst, kann danach immer wieder erlebt werden - im Frucht-Bewusstsein (phala-citta) - und bewusst gemacht werden - in einem nachfolgenden, zurückblickenden Bewusstsein eines normalen Geisttor-Prozesses (mano-dvāra-vīthi). ..."


    (https://www.theravadanetz.de/s…ibbana_entgegenreifen.pdf)


    Hier wird wohl der sogenannte Stromeintritt (Sotapatti) beschrieben, demzufolge die ersten 3 von 10 Fesseln durchschnitten sind (diesbezüglich gibt es dann auch keinen "Rückfall" mehr).


    Ob das "Satori" im Zen synonym dazu betrachtet werden kann, entzieht sich meiner Kenntnis, aber für solche Fragen haben wir ja unsere Fachleute hier... :)

    Ich bin mir sicher, hier im Buddhaland.de schreiben keine erleuchteten mit.

    Da bin Ich zwar Deiner Meinung, aber ich habe den Verdacht, Du hast Null Ahnung, was "erleuchtet" bedeutet - wie jeder, der es nicht ist.

    Schön, dies mal von kompetenter Seite aus zu erfahren... ;)  :erleichtert: _()_


    Können wir uns vielleicht auf Folgendes einigen?:

    Manche Beiträge im Buddhaland wirken zumindest (so weise), als wären sie von eine(r)m Erwachten/Erleuchteten geschrieben worden, oder?


    Wie/woran man Erleuchtete erkennt, dazu gibt es ein Sutta im Palikanon (MN 47 "Der Nachforschende - Vimamsaka Sutta"), es bezieht sich - in diesem Fall - auf den Buddha/Tathagata und seine "vollständige" Erleuchtung:


    ...."2."Ihr Bhikkhus, ein Bhikkhu, der ein Nachforschender ist, der das Herz anderer nicht kennt, sollte eine Untersuchung des Tathāgata anstellen, um zu erfahren, ob dieser vollständig erleuchtet ist oder nicht.
    [1]."....."


    ..."4."Bhikkhus, ein Bhikkhu, der ein Nachforschender ist, der das Herz anderer nicht kennt, sollte den Tathāgata in Hinsicht auf zwei Arten von Zuständen, Zustände, die durch das Auge und durch das Ohr erfahrbar sind, folgendermaßen untersuchen: 'Sind im Tathāgata irgendwelche befleckte Geisteszustände zu finden, die durch das Auge oder durch das Ohr erfahrbar sind, oder nicht?' Wenn er ihn untersucht, weiß er: 'Es sind im Tathāgata keine befleckte Geisteszustände zu finden, die durch das Auge oder durch das Ohr erfahrbar sind.'"


    https://www.palikanon.com/majjhima/zumwinkel/m047z.html


    Des Weiteren werden als Untersuchungsgegenstände, die "durch das Auge und durch das Ohr erfahrbar sind" genannt:


    "gemischte Zustände" (?), "geläuterte Zustände", Dauer des "heilsamen Zustandes", kein Dünkel durch "guten Ruf und Ruhm", "selbstbeherrscht ohne Angst/nicht von Angst beherrscht", "vermeidend, in Sinnesvergnügen zu schwelgen", weil "ohne Begierde aufgrund der Vernichtung der Begierde"...


    Hmm...schwierig - im Forum steht uns "nur" das Geschriebene zur Verfügung - da empfiehlt sich wohl immer Vorsicht bei der beurteilenden Einordnung in irgendwelche Kategorien.

    Dharmalehrer, die man persönlich kennenlernen kann, "outen" sich jedenfalls häufiger mal als "nicht erleuchtet" (u.a. auch "meine" Lehrerin)... :? :)


    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Bei der Meditation geht es einfach darum, dass der Beckenboden in die Atmung mit einbezogen ist - speziell unterstützend zur Hebung des (entspannten) Zwerchfells.

    Vielen Dank für diesen Hinweis, lieber Sudhana , - es war mir bisher nicht (mehr) wirklich bewusst, dass auch der Beckenboden in den Atmungsprozess involviert ist. _()_


    Ansonsten ist eine Kenntnis anatomischer Bedingungen für Atmung durchaus eine Hilfe beim Ausüben der klassischen, auf den Atem gerichteten Achtsamkeitsmeditation Ānāpānasati.

    Ob ich dabei die Beckenbodenmuskeln zusammenziehe kann ich noch nicht sagen,

    Dazu gibt es einen Link, der dir, liebe Rigpa , vielleicht helfen könnte, weil er u.a. durch eine animierte Grafik anschaulich verdeutlicht, wie Zwerchfell und Beckenbodenmuskulatur "zusammenarbeiten".


    Darüber hinaus werden dort Übungen zum besseren Erfühlen der Atmung empfohlen:


    "Diese Übungen können Ihnen helfen, ein Gefühl für Ihre Atmung zu entwickeln:

    • Legen Sie sich bequem auf den Rücken. Stellen Sie die Beine leicht gegrätscht auf und legen Sie eine Hand locker auf den Bauch. Atmen Sie gleichmäßig aus und ein. Bei der Einatmung hebt sich die Bauchdecke leicht, beim Ausatmen senkt sich der Bauch wieder.
    • Sie können sich auch vorstellen, dass Ihr Bauch von innen mit einem Luftballon ausgekleidet ist: Beim Einatmen füllt sich der Luftballon mit Luft und weitet sich in alle Richtungen aus, der Beckenboden senkt sich. Beim Ausatmen entweicht die Luft aus dem Ballon, der Bauch zieht sich zusammen und der Beckenboden hebt sich wieder. ....."


    Wie funktioniert ein Beckenbodentraining?
    Den Beckenboden sieht und spürt man nicht. Trotzdem kann man lernen, die Muskeln des Beckenbodens willkürlich zu bewegen und durch ein Training zu stärken.
    www.gesundheitsinformation.de



    Liebe Grüße, Anna _()_ :heart: :)

    Im Prinzip ist Männlichkeit das, wofür Frauen Männer begehren.

    UND worin Männer sich untereinander vergleichen, miteinander messen, einander imponieren... ;)

    In diesem Thread geht es ja offensichtlich um Männer, die buddhistische Männer, aufgrund deren Bekenntnisses zum Buddhismus, diskriminieren.


    Übrigens: Frauen finden Männer, die sich geistig läutern, ethisch leben und überdurchschnittliche Empathie/Mitgefühl zeigen (Eigenschaften, die Klerikern -zurecht- oft zugeschrieben werden) durchaus nicht nur verehrungswürdig, sondern auch anziehend....


    (Habe z.B. an meinem früheren Wohnort miterlebt, wie sich eine engagierte Katholikin und der neue Priester der Gemeinde langsam näherkamen und daraus eine Beziehung erwuchs, das kommt bekanntlich gar nicht so selten vor.)


    Was, wenn du Muskeln hast und im Krieg alle super beschützen könntest aber es ist Postmoderne und du verzweifelt an der Technik des Ticketautomats?

    Tja....Also "verzweifelte" Männer sind schon mal aus dem Rennen (auch, wenn sie noch so schön muskulös ausschauen), wir wollen souveräne, kluge,verlässliche, starke, dabei einfühlsame, humorvolle, wohlgestaltete Typen! ;) :hug:

    (Dream on, Anna! :lol: )




    Es gibt eine interessante Theorie von Andreas Kilian ("Der Pfauenschwanz der Gläubigen"), wie Religiosität entstand, nämlich aus "kulturell verselbstständigtem Imponier- und Balzverhalten":


    "...Dass Religionszugehörigkeit einen Parameter bei der Partnerwahl darstellt, zeigen auch repräsentative Studien.
    Religiöse Gemeinden waren schon immer ein Punkt, wo sich

    Gleichgesinnte getroffen haben. Aber Männer weisen gerne noch einmal ausdrücklich auf ihre Religiosität hin, wenn sie hübschen Frauen begegnen.


    Insbesondere, wenn Mitbewerber in der Nähe balzen, muss der Bonus Religiosität betont werden, wie Studien des US-amerikanischen Psychologen Douglas T. Kenrick an männlichen Studierenden belegen.

    Dass die Männer der Art Homo sapiens sowohl mehr als auch

    komplexeres Imponier- und Balzverhalten zeigen als Frauen, ist selbstredend.

    Die Art des gezeigten Verhaltens ist allerdings kulturabhängig. ..."


    https://www.alibri.de/Portals/0/Begleitmaterial/Leseprobe/Probe119.pdf?ver=mL5UJOXT470g5AahY_9p5g%3D%3D



    Buddhisten sind hier klar benachteiligt, weil es im Buddhismus ja u.a.

    darum geht, sich von Sinnesreizen zu entsüchten und das Begehren loszulassen - eher schlechte Voraussetzungen für Paarbildungen... :shrug:

    Übende pflegen meist auch kein Gemeinschaftsleben wie es in kirchlichen Gemeinden üblich ist, sondern treffen sich nur zum Meditieren und Anhören von Dharmavorträgen.


    Buddha Shakyamuni wurde bereits zu Lebzeiten u.a. als "Wachstumsvernichter" verunglimpft, während Buddhismus heutzutage vielen als nihilistisch, trost- und hoffnungslos gilt (also "Spaß/Freude vernichtend"?).



    Liebe Grüße (und genießt den "Wonnemonat" - natürlich ohne "anzuhaften"... :D ),


    Anna :) _()_ :heart:

    So ein Buddhistischer (Mönch) widerspricht in vielerlei Hinsicht dem was wir im Westen unter Männlichkeit verstehen.

    Das muss doch nicht zwangsläufig zu Aversionen führen, es sei denn, der Buddhist hätte sich innerlich noch nicht von diesem "Männlichkeitswahn" gelöst, trauert ihm vielleicht sogar (insgeheim) nach...


    Seltsam, wie sich das Thema hier langsam verschiebt - worum geht es (dir) denn wirklich, Hue32 ?

    Kriegst du die Praxis der Buddhalehre nicht mit deinen Vorstellungen/Konzepten vom Mannsein überein? Wenn die so aussehen:

    Männlichkeit ist Stärke, sowohl körperlich als auch geistig. Männer sind durchsetzungsfähig, unnachgiebig und wirken dominant, was anziehend wirkt. Bei ihnen fühlt man sich sicher und holt sich gerne Rat und Hilfe, wenn es Probleme gibt.

    Bei einem Mann fühlen sich andere sicher und geborgen. All dies hat mitnichten etwas mit Aggression zu tun, sondern vielmehr mit Präsenz und Ausstrahlung. Hilfreich ist es, hochgewachsen und breitschultrig zu sein, um diese Attribute auch körperlich auszudrücken. ...

    .....liegt die Latte ja ganz schön hoch. :eek: :?

    Ist dieser sehr idealisierende Text nicht etwas "aus der Zeit gefallen"?

    (Mein Vater hat dieses Ideal (nicht nur) für mich ziemlich gut verkörpert - und der wird im Juni 89 Jahre.)

    Wir Menschen brauchen aber Muster in denen wir denken und müssen konzepte bilden um uns in der Welt zurechtzufinden.

    Wenn es einem mit den oft gelernten (z.T. anerzogenen) Mustern und Konzepten nicht gut (er)geht, wäre ein "weises Erwägen" sinnvoll, inwieweit eine Neuausrichtung hilfreich und heilsam sein könnte.



    Liebe Grüße, Anna :) _()_ :heart: