Beiträge von fotost

    Schon irgendwie krank, daß vor 300 Jahren unter absolut ungleichen, äußerlich viel schlechteren Bedingungen als heute möglich war, was heute in einem Wust von Bürokratie und politischen Hemmnissen wahrscheinlich im Keim erstickt würde :?

    Ich bedanke mich bei @Anandasa für eine interessante Denkanregung :)


    Im parallelen Thread 'Politisch korrekter Begriff für "Nicht-Mahayana-Schulen" ' hat Anandasa vorgeschlagen


    Zitat

    Südliche Schule: Theravada (Sri Lanka, Burma, Thailand, Kambodscha, u.a.)

    Nördliche Schule: Mahayana, Vajrayana (Indien, Nepal, Tibet, China, Japan, u.a.)

    als Unterteilung in einigen Teilen des Forums zu berücksichtigen.


    Ich stimme dem nicht zu - trotzdem: historisch ist vieles richtig an dieser grundsätzlichen Einteilung.


    Warum hat sich diese Trennung nach geografischen Aspekten nach eurer Meinung ergeben?

    Warum gerade Nord/Süd und nicht Linkshänder/Rechtshänder oder Buchstabenschrift/Zeichenschrift? Arm/Reich, introvertiert/extrovertiert?


    Ich vermute, niemand wird die historische Teilung bestreiten. Nur warum gerade nach dem Breitengrad?

    Südliche Schule: Theravada (Sri Lanka, Burma, Thailand, Kambodscha, u.a.)

    Nördliche Schule: Mahayana, Vajrayana (Indien, Nepal, Tibet, China, Japan, u.a.)


    Siehe:https://info-buddhism.com/Betw…hisattva-Ajahn_Amaro.html


    Southern school / Northern School

    Grundsätzlich ist das wohl eine historisch neutrale Unterscheidung gewesen.


    Ich denke, Du bist damit einverstanden, wenn ich Deine Gedanken in vollkommen anderem Zusammenhang im Forum verwenden werde - als Denkanstoß.


    Zurück zu Deinem Beitrag. Ich bin überzeugt säkularer Buddhist, lebe in Hamburg also viel nördlicher als Tibet... Gehört meine Denkrichtung damit automatisch zum Mahayana oder Vajrayana ;)?

    Auf welchem Breitenkreis liegt die Trenngrenze?


    Ok, das letzte war etwas albern :badgrin:. Solange sich Buddhismus weitgehend in Asien abgespielt hat, wäre eine Nord/Süd Einteilung wahrscheinlich hilfreich gewesen. Heute erscheint mir die Unterscheidung antiquiert.

    Aber habe bisher vermehr festgestellt, dass man zu Vorträgen und Veranstaltungen am Abend immer (interessanterweise klar definierte) Spenden zu zahlen hat.

    ..

    Ich würde da sehr deutlich unterscheiden. ob es sich um Vorträge handelt. die von innerhalb eines Zentrums kommen oder ob es sich um Gastredner handelt, die eventuell Reise- und Unterbringungskosten tragen müssen. :)

    Es gab hier genau zwei Frage, die sich mit einander verwoben haben:

    1. Gibt es einen Oberbegriff, der politisch korrekt Mahayana und andere Schulen abgrenzen kann, mit dem jeder einverstanden sein könnte? Da ist die besten Antwort bis jetzt "Nikaya" - da hat sich niemand drüber beschwert.

    2. Gibt es einen Bedarf, zwischen "Allgemeines" was für alle da ist, und "Theravada" was derzeit die einzige Nikaya-Schule ist, ein allgemeineres Forum zu haben? Der zeichnet sich nicht ab. Die Frage stellte sich bei der lange immer wieder aufkommenden Überlegung für ein grundlegendes Mahayana-Forum auch als ein Zeichen der Fairness, um die Gewichtung ausgeglichen zu halten.


    Der Rest ist im Grunde mehr eine Mahayana-interne Diskussion zur sinnvollen Aufteilung der eigenen Bereiche.

    Nikaya ist bestimmt kein Oberbegriff, der alles, was sich so buddhistisch nennt bis auf Mahayana beschreibt.

    Säkulare Buddhisten können damit nicht einverstanden sein, Anhänger großer moderner Gruppen wie Triratna, die sich selbst nicht als Mahayana Schule betrachten ebenfalls nicht.


    Der Begriff Nikaya ist nebenbei als solches nicht besonders glücklich, eigentlich sollten die Theravada Anhänger hier drauf aufmerksam machen, nciht ich.


    https://www.britannica.com/topic/nikaya --> danach war die erste Bedeutung des Begriff so etwas wie Sektierer, Abweichler.

    Fühlen sich hier alle, die nicht Mahayana praktizieren, derzeit gut aufgehoben mit dem Theravada-Forum als Haupt-Forum? Oder gibt es ein Gefühl, dass etwas fehlt zwischen Theravada und dem "Allgemeinen" Forum?

    Die Unterschiede zwischen den einzelnen Theravada Richtungen dürften insgesamt erheblich kleiner sein als die innerhalb von Mahayana, weshalb falls erwünscht, der Erklärungs- Differenzierungsbedarf eher dort liegt :)


    Ich bin als Säkularer aus solchen Betrachtungen sowieso draußen vor bis auf die Tatsache, daß in der Mitarbeit im Linkbereich und im Lexikon wirklich manchmal Unklarheiten bestehen.


    Was mir abstrakt zum Thema Mahayana einfällt: dahinter stehen 2 vom Ansatz her sehr unterschiedliche Richtungen, wobei dann egal ist, ob sich die Ziele oder einige formale Dinge überschneiden. Ich bin lernfähig, bitte korrigiert mich, wenn ich es ganz falsch sehe.

    Für mich fallen heute unter Mahayana einerseits Reformbemühungen älterer Schulen (nennen wir es einmal, um einen Begriff zu haben Mahayana von Innen), andererseits Schulen, die aus dem Zusammentreffen älterer Schulen mit religiösen oder philosophischen Bewegungen entstanden, die nicht ursprünglich buddhistisch waren (synkretischer Buddhismus).

    Meine Meister sagen: "Nutze deine Lebenszeit. Verschwende keine Minute deines Lebens. Die Zeit ist ein kostbares Geschenk, das man zum spirituellen Wachstum und zur Arbeit für das Glück aller Wesen verwenden kann."

    Wenn man am Ziel der Erleuchtung angekommen ist, dann lebt man im erleuchteten Sein. Es gibt keine Zeit mehr. Es gibt nur den gegenwärtigen erleuchteten Moment. Alles ist richtig so wie es ist. Man lebt im Handeln und Nichthandeln gleichzeitig. Alle Dinge entwickeln sich so wie sie es sollen. Da wir alle aber unerleuchtet sind, ist es für uns wichtig, die Lebenszeit gut zu nutzen.

    Keine Antwort im Sinne des Threadstarters. Nur eine ganz spontane Idee.


    Hallo Nils , Dein Beitrag würde den Aktionären/Eigentümern von MicroSoft oder Aldi mit kleinen Umformulierungen gut gefallen...


    "Nutze deine Arbeitszeit. Verschwende keine Minute deiner Arbeit. Die Zeit ist ein kostbares Geschenk, das man zum wirtschaftlichen Wachstum und zur Arbeit für das Glück der Eigentümer verwenden kann." :lol:


    (Der Begriff 'Arbeit für das Glück der Eigentümer' würde dabei natürlich öffentlich durch 'Arbeit für das Glück der Gemeinschaft' ersetzt werden :grinsen:)

    Gerade gefunden


    Zitat

    Einst weilte der Erhabene im Lande der Koliyer, in der Koliyerstadt Kakkarapatta. Da nun begab sich Dīghajanu (*1), der Koliyersohn, zum Erhabenen. Bei ihm angelangt, begrüßte er den Erhabenen ehrerbietig, setzte sich zur Seite nieder und sprach:

    "Wir als Hausleute, o Herr, die wir die Sinnenfreuden genießen, wohnen mitten im Gedränge von Weibern und Kindern. Wir gebrauchen feinstes Sandelholz, verwenden Blumen, Riechstoffe und Salben, benutzen Gold und Silber. Möge doch, o Herr, der Erhabene uns so die Lehre weisen, daß es uns zum Heil und Wohl gereiche, diesseits und jenseits!"

    -"Vier Dinge, Vyagghapajja, gereichen einem edlen Sohne zum diesseitigen Heil und Wohl. Welche vier?

    • Bewährung in Fleiß,
    • Bewährung in Wachsamkeit,
    • edler Umgang und
    • maßvolle Lebensweise.

    A.VIII.54 Grundlagen der Wohlfahrt (Vyagghapajja-Sutta) http://www.palikanon.com/angutt/a08_051-060.html#a_viii54


    Insgesamt ein Text, den die berühmte schwäbische Hausfrau sofort unterschreiben würde :grinsen:


    Zitat

    Da, Vyagghapajja, kennt der edle Sohn seine Einnahmen und Ausgaben und richtet demgemäß seine Lebensweise ein, nicht zu üppig und nicht zu dürftig, wissend:

    ebd.


    Die Verknüpfung von Gedanken zu tätigem Handeln in der Welt und ethischen Prinzipien ist eindrucksvoll.

    Zitat

    "Für den, der den Wahn aufgegeben, gibt es keine Bande,

    Beseitigt sind für ihn alle Bande des Wahnes, [57]

    Hinter sich gelassen hat er, der Einsichtsvolle, die Sterblichkeit: [58]

    Der darf wohl sagen: 'ich' sage,

    Der darf wohl sagen: 'mir' sagt man.

    Die Sprechweise in der Welt kennend, der kundige,

    Redet er so nur im Gespräch."


    Arahanta Sutta http://www.palikanon.com/samyutta/sam01_30.html#s1_25


    gilt vielleicht auch schon etwas, wenn man nur den Unterschied der 'Sprechweise in der Welt' und einigen Inhalten der Lehre versteht :)

    Nein, die kannte ich noch nicht. Aber ich weiß, daß es solche Gruppen besonders in den USA in ziemlicher Menge gibt. Es spricht mich nicht wirklich an. Ich bin brummeliger Atheist, wie es sich für einen Säkularen gehört, aber das heißt für mich eigentlich nur A-Theist, ich mach' kein Programm draus, solange mir niemand versucht seinen theistischen Kram unterzujubeln :)


    Aber ansehen - warum nicht? Die scheinen sich jeden dritten Sonntag im Monat am Sonntag um 14:oo zu treffen. Wenn Du Begleitung suchst, melde Dich, ich würde mitgehen ;)

    Versuche, einen Menschen von etwas anderem, als dem, was er kennt, zu überzeugen, wenn es nicht einen einzigen Berührungspunkt zum Vertrauten hat ... Viel Glück.


    Liebe mkha', die Benutzung bekannter Begriffe siehst Du also als pädagogische Herangehensweise von Buddha?

    Ich denke, aus heutiger Sicht wäre es günstiger gewesen, wenn Buddha bei inhaltlich radikalen Neubewertungen auch gleich vollkommen neue Begriffe verwendet hätte, die die Unterschiede zum Älteren deutlich gemacht hätten.Es würde uns heute ermüdende Diskussionen ersparen.


    Auf der anderen Seite - vielleicht wäre es nie zur Verbreitung der Lehre gekommen, wenn die Menschen seiner Zeit nicht die Chance einer Annäherung gehabt hätten :doubt:


    Wiederum: das Ganze hält sich jetzt seit 2.600 Jahren: so völlig falsch kann es also auch nicht gewesen sein :grinsen:

    Haben wir doch - wir kommen nur zu verschiedenen Ergebnissen :)

    Das war nebenbei mein Gedanke zu diesem Thread, diese anderen Ansichten kennenzulernen.

    Woher hatte der Buddha seine Annahme, dass es Samsara und Reinkarnation gibt? Wie kann ein Mensch, der durch seine Sinne und seinen Geist begrenzt ist, Einsichten in Dinge haben, die jenseits seiner Lebensspanne existieren?

    Siddharta Gautama wurde der Erzählung nach als Königssohn, als zukünftiger Herrscher erzogen. Und dazu dürfte bei der damaligen Verknüpfung von Macht und Religion eine gute Kenntnis der Veden gehört haben, zu denen auch Gedanken wie Samsara und Reinkarnation gehören.


    Buddha hat diese Vorstellungen als mangelhaft erkannt und ihre alte Bedeutung nicht geteilt oder gelehrt.

    Samsara als unentrinnbares Schicksal gibt es durch den achtfachen Pfad im Buddhismus nicht, Reinkarnation als persönlich erlebbare Wiedergeburt, die an einen unzerstörbaren Wesenskern gebunden ist auch nicht.

    Der Teil Sangha würde uns da klar trennen

    Mit welcher Begründung?

    Wir haben einfach einen unterschiedlichen Ansatz, der sich nicht zusammenbringen lässt. Manchmal muß man sich darüber einig zu sein, sich nicht einigen zu können :)


    Du hast zum Thema Sangha geschrieben

    Als Zufluchtsobjekt ist eine Sangha nur dann geeignet, wenn die Sangha Mitglieder mindestens Leerheit realisiert haben. Ein kleiner Kreis von Buddhisten wäre in diesem Sinne keine Sangha.

    Mir wäre das einfach zu eingeschränkt. Ich fühle mich jedem gemeinschaftlich verbunden, der sich auf den Weg macht. In diesem Sinn repräsentiert Buddhaland für mich im Moment am ehesten das, was ich von Sangha erwarte.


    Ganz konkret bleibt da im Hinterkopf bei mir aber weiter die Hoffnung, vielleicht doch noch ein paar andere Exoten zu finden, mit denen Komponenten an Gemeinschaft gelebt werden könnten, die mir jetzt nicht möglich sind.


    Ich werde auf jeden Fall wieder bei der Vesakh Feier 2018 Hamburg vorbeischauen und mal sehen, ob sich etwas verändert hat.

    Die Richtung oder das Ziel?


    Wenn ich den s.B. richtig verstanden habe: Beides!

    Im Übrigen ist das Thema des Threads nicht "säkularer Buddhismus" sondern "Zuflucht".

    Ok, irgendwie ist dann alles verbunden. Wie geschrieben - es gibt keinen sB Sangha in Hamburg oder Umgebung. Wer sich in dieser Richtung sieht hätte kaum eine Chance für eine zeremonielle Durchführung einer Zuflucht unter Mitwirkung anderer sB Anhänger (wie auch immer das aussehen würde).


    Und da ist der Grundansatz von fluid nicht so falsch. Jemand, der sich von sB angezogen fühlt und Wert auf eine äußerlich erkennbare Zuflucht legt, könnte die etwa im Kreis der Familie oder mit Freunden (da gibt es etwas, daß mir wichtig ist...) durchführen. In diesem Sinne wäre mein Gedanke Zuflucht zur buddhistischen Weltgemeinde oder fluids Anmerkung mit 1.8mio Hamburgern ähnlich.


    Sherab Yönten - ich danke Dir für die erste Antwort. Das war ziemlich genau eine der Antworten, auf die ich gehofft hatte. Vielleicht findet sich ja auch noch jemand aus dem Zen Spektrum bereit zu antworten.. ;)


    Ob ich beim Teil der Zuflucht - Buddha - an einen historisch vielleicht existiert habenden Wandermönch denke oder an ein Buddhapotential, gehört für mich zu den überwindbaren Unterschieden.

    Der Teil Sangha würde uns da klar trennen, wobei ich auch wieder keine Probleme hätte zu akzeptieren, daß es Buddhisten geben kann, die es so sehen.

    Sind eigentlich die Grundgedanken, die mit Zuflucht verbunden sind bei den verschiedenen buddhistischen Schulen gleich oder ähnlich?

    Über den Tellerrand von Zeremonien und Äußerlichkeiten sehe ich gern hinweg :)

    • Mich interessiert etwa - ist die Gewichtung der 3 Juwelen in verschiedenen Schulen ungefähr gleich?
    • Wird unter Sangha in diesem Zusammenhang ähnliches verstanden? (für mich gibt es etwa mangels Masse einfach keine lebende Sangha, wenn man dies nur auf säkulare Buddhisten beziehen würde. Da gibt es selbst in einer Großstadt wie Hamburg kein Gemeindeleben :() - für mich steht also etwa die Zuflucht zur buddhistischen Weltgemeinde in Vordergrund)
    • Wird in allen Schulen gleich viel / gleich wenig Wert auf eine Zeremonie gelegt?

    Interessant wären Antworten natürlich 'von innen', also von Mitgliedern, die irgendwann die Richtung geändert haben und praktische Anschauung aus verschiedenen Blickwinkeln haben.

    Ok, wir halten fest: Du findest die offizielle Definition im Wortlaut der UNO falsch und extrem gefährlich.

    ...

    Vielleicht klärt der gesamte Text das ja auch noch eindeutig. Dies ist ja nur eine ganz kurze Passage, nicht der ganze Text.

    Ich halte den Inhalt des von Dir verlinkten Teils einer Interpretation eines UN Textes in der Konsequenz für extrem gefährlich. Dabei können wir bleiben. Ich habe den ganzen Text und die gesamten darin verlinkten Texte nicht gelesen.

    ... der UNO aus, deren alleiniger Zweck es ist, Rassen-Diskriminierung weltweit aufzudecken und bewusst zu machen?

    Komm. Bitte sag mir, daß Du selbst nicht grinsen mußt, wenn Du das so liest. Die UN mit dem alleinigen Zweck Rassen-Diskrimierung aufzudecken?

    Die UN mit dem Mitglied Mauretanien, das erst 1981 die Sklaverei abgeschafft hat? Mit dem Mitglied Libyen, das 2017 de facto die Sklaverei wieder eingeführt hat? Mit Mitgliedern, in deren Ländern heute mehr Sklaven leben als zur schlimmsten Zeit des Dreieckshandels?


    Bist Du sicher, dass der Begriff "Grundfreiheiten" sich nicht auch auf die Menschenrechte bezieht und juristisch im Kontext klar definiert ist? Das ist keine rethorische Frage, ich weiss es schlicht nicht und hätte es nie so interpretiert wie Du.

    Ich bin kein Jurist. Ich bin nicht sicher, daß das nicht irgendwo im Kontext definiert wird.

    Andererseits - warum wird dann in dem von Dir verlinkten Text die Differenzierung gemacht?


    Zitat

    Heute ist die UNO-Definition für Rassismus die gebräuchlichste. In dieser Übereinkunft

    umfasst der Begriff „Rassendiskriminierung“ jede Unterscheidung, jeden Ausschluss, jede

    Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder

    ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge, die Anerkennung, den Genuss oder die

    Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auf gleicher Grundlage im politischen,

    wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens

    aufzuheben oder zu behindern.

    Kinder habe ich nicht.

    Ich schon.

    Wie definierst Du denn Rassismus?

    Das ist wirklich eine gute Frage. (Absolut ohne jede Ironie. Das sollte sich wirklich jeder mal fragen, der dazu Texte absondert. Ob hier oder in der Kneipe)


    Ich definiere Rassismus für mich überhaupt nicht. Menschen sind Menschen!


    Selbstverständliche sehe ich, daß andere Unterschiede machen, die sich an Äußerlichkeiten aufhängen. Wenn ich das ausblende, überlasse ich denen die Deutungshoheit - siehe oben 'Rassismus = Volksgemeinschaft' oder so ähnlich.

    Deutschland hat ein schweres Erbe mit einer besonders perversen Interpretation eines Rassegedankens. Andere Völker mögen etwas lockerer damit umgehen.


    Rassismus ist ok. Auf einer Katzenshow, wo bewertet wird, wie sich das Fell kräuselt oder wie die Farbe der Zunge ist. Sonst in das nicht hilfreiches Gedankengut.

    Wenn man das Thema recherchiert, stellt man fest, dass es einen Unterschied gibt, wie Rassismus in Deutschland und anderen Ländern der Welt gesehen und empfunden wird. Das kann man ja zunächst einfach mal zur Kenntnis nehmen.


    fotost:

    Natürlich hat nicht jeder Deutscher einen Rechtsanspruch darauf Soldat zu werden, er kann diesen Berufsweg aber wählen, er hat das Recht darauf. Der Kanadier XYZ hat das Recht nicht - ist das Rassismus? Darum ging es. Um nichts anderes. Ist das Grundgesetz in diesem Punkt rassistisch?[


    Siehe die Hinweise von void und mir weiter oben dazu: es geht ausdrücklich um die Menschenrechte! Und Soldat zu werden in einem bestimmten Land gehört sicherlich nicht zu den Menschenrechten. ;)

    Das ist eindeutig falsch. In dem von Dir zitierten Text geht es um Menschenrechte und Grundfreiheiten!

    Grundfreiheiten stehen für mich zuerst einmal im Grundgesetz...


    Ich finde es erschreckend, daß ihr euch ausschließlich auf einen seltenen Ausnahmefall stürzt, eigene Zitate verkürzt und etwa das viel wichtigere allgemeine Wahlrecht überhaupt nicht beachtet.


    Es ist mir klar, daß Rassismus woanders anders gesehen wird. Wie sollte es bei so einem diffusen, im Kern leeren Begriff auch anders sein? Schwachsinn rein → Schwachsinn raus. Techniker und Programmiererweisheit.


    Die von Dir verlinkte versuchte Definition

    Zitat

    Heute ist die UNO-Definition für Rassismus die gebräuchlichste. In dieser Übereinkunft

    umfasst der Begriff „Rassendiskriminierung“ jede Unterscheidung, jeden Ausschluss, jede

    Einschränkung oder Bevorzugung auf Grund von Rasse, Farbe, Abstammung, nationaler oder

    ethnischer Herkunft mit dem Ziel oder der Folge, die Anerkennung, den Genuss oder die

    Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten auf gleicher Grundlage im politischen,

    wirtschaftlichen, sozialen, kulturellen oder jedem anderen Bereich des öffentlichen Lebens

    aufzuheben oder zu behindern.

    ist extrem gefährlicher sozialer Sprengstoff. Mir wird er in meinem Alter nicht mehr um die Ohren fliegen. Kinder habe ich nicht.

    Keine Ahnung, ob das Ernst gemeint ist oder nicht - das ist Unfug und verstößt in weiten Bereichen gegen deutsche und EU Gesetze.


    Wegen nationaler Herkunft - XYZ ist Kanadier - darf XYZ in Deutschland nicht auf gleicher Grundlage im politischen Leben teilnehmen. Klar, er darf hier nicht wählen und kann passiv auch nicht zum Präsidenten gekürt werden. XYZ darf sich nicht unbegrenzt hier im Land aufhalten ohne spezifische Genehmigung, die ich als Deutscher nicht brauche, er darf nicht in die deutschen Streitkräfte eintreten...


    Ist das wirklich das, was Du unter Rassismus verstehst?


    Ich denke, hier wird der extrem gefährliche Versuch einer Umdeutung eines sowieso problematischen Begriffs betrieben.

    Es geht doch da explizit um die "Ausübung der Menschenrechte und Grundfreiheiten" wie sie in der EU Europäische Menschenrechtskonvention festgelegt sind. Das Recht, den Streitkräften beizutreten ist werder ein Menscehnrecht, nocht eine Grundfreiheit und auch kein Grundrechte.

    Bitte, das denkst Du nicht wirklich; hoffentlich nicht :?. Die UNO richtet sich bei ihren Schriften nicht nach EU Menschenrechtskonventionen, die haben ihre eigenen. Für uns gilt sicher zuerst das Grundgesetz. Nehmen wir §12


    Zitat

    (1) Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Die Berufsausübung kann durch Gesetz oder auf Grund eines Gesetzes geregelt werden.

    https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_12.html


    Natürlich hat nicht jeder Deutscher einen Rechtsanspruch darauf Soldat zu werden, er kann diesen Berufsweg aber wählen, er hat das Recht darauf. Der Kanadier XYZ hat das Recht nicht - ist das Rassismus? Darum ging es. Um nichts anderes. Ist das Grundgesetz in diesem Punkt rassistisch?