Der Götterbereich

66 Antworten. Letzter Beitrag () ist von kesakambalo.

  • Lucky:

    So einfach ist das meiner Meinung nach nicht.
    Das Thema ist, das ich die Tastatur real vor mir sehe. Lassen wir alles andere beiseite.
    Den Hungergeist sehe ich aber definitiv nicht, so wie alle anderen um mich herum auch den Hungergeist nicht sehen werden! Die Tastatur sehen sie aber.


    Auch das ist kein Argument. Manche sehen die Tastatur nicht, einfach weil sie blind sind. Deswegen ist die Tastatur aber nicht weg. Vielleicht fehlen manchen Menschen einfach nur die "geistigen Antennen" oder das richtige "Organ" um Hungergeister und Co. zu sehen? (Ich argumentiere hier gerade rein der Logik wegen, nicht um eine inhaltliche Aussage pro oder kontra zu machen. trotz eigener Erfahrungen...) Du sagst: "alle anderen werden den Hungergeist nicht sehen" - unter wie vielen Menschen nach welchen Auswahlkriterien legst Du diese "alle anderen" fest? Was ist, wenn ich Dich mit 99 erfahrenen Schamanen in einen Raum stelle und Du bist der Einzige, der den Hungergeist nicht sieht? Ist das für Dich dann Beweis genug?

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • kilaya:
    Lucky:

    So einfach ist das meiner Meinung nach nicht.
    Das Thema ist, das ich die Tastatur real vor mir sehe. Lassen wir alles andere beiseite.
    Den Hungergeist sehe ich aber definitiv nicht, so wie alle anderen um mich herum auch den Hungergeist nicht sehen werden! Die Tastatur sehen sie aber.


    Auch das ist kein Argument. Manche sehen die Tastatur nicht, einfach weil sie blind sind. Deswegen ist die Tastatur aber nicht weg. Vielleicht fehlen manchen Menschen einfach nur die "geistigen Antennen" oder das richtige "Organ" um Hungergeister und Co. zu sehen? (Ich argumentiere hier gerade rein der Logik wegen, nicht um eine inhaltliche Aussage pro oder kontra zu machen. trotz eigener Erfahrungen...) Du sagst: "alle anderen werden den Hungergeist nicht sehen" - unter wie vielen Menschen nach welchen Auswahlkriterien legst Du diese "alle anderen" fest? Was ist, wenn ich Dich mit 99 erfahrenen Schamanen in einen Raum stelle und Du bist der Einzige, der den Hungergeist nicht sieht? Ist das für Dich dann Beweis genug?


    Die, die die Tastatur nicht sehen, können sie aber fühlen. Die Tastatur existiert.
    Die Frage ist, ob die 99 Schamanen die Hungergeister durchgehend, ohne irgendwelchen Konsum von Drogen und mit klarem Geisteszustand sehen können, so wie sie die Tastatur sehen können? Können sie mir persönlich die Hungergeister zeigen? Ich kann ihnen die Tastatur zeigen.


    Ich kann dir 7,5 Milliarden Menschen bringen, ausgeschlossen arme Menschen welche geistige Dysfunktionen haben, welche die Tastatur sehen können. Die Tastatur kann ich jederzeit überall gültig vorzeigen. Auch einem Hund oder einem Huhn. Zeige dem Hund oder dem Huhn den Hungergeist. Mal sehen, wie sie reagieren.


    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • kilaya:


    Interessant finde ich den Vergleich mit dem Konzept des kollektiven Unbewussten und der Archetypen. Dabei ist der Übergang zwischen dem individuellen Unbewussten und dem kollektiven Unbewussten fliessend. D.h. es ist nicht möglich, genau zu sagen wo das Individuelle aufhört und das Kollektive anfängt. Die Archetypen sind Formen, die in Gruppen, Kulturen oder der Menschheit immer wieder identisch oder sehr ähnlich auftauchen. Allerdings stellen sie keinen Bewusstseinsstrom dar, der als Grundlage eigenständigen Lebens bezeichnet werden könnte. Der Schritt, von Wesen auszugehen, die diese Ebene bevölkern ohne ein Band zu einem bestimmten physischen Körper zu haben ist nicht weit. Auch Yidams / Buddhaaspekte werden so erklärt: sie existierten auf eigener Basis im Kollektiven und sind dennoch gleichzeitig Teil der individuellen menschlichen Psyche. Wie die Archetypen.


    Archetypen sind doch einfach nur so mentale Strukturen, die so basal sind, das sie über das Erlebte in das Ererbte hinabreichen. Vom Menschen runter zum Säugetier oder vielleicht auch zu anderen sozialen Tieren.


    nehmen wir mal so ein Huhn: Wenn ich mir vorstelle ich sei ein Huhn? Vielleicht sehe ich dann das Alpha-Huhn, dem alle repektvoll Platz machen, als mit der Aura seine Alpha-Position umgeben. Und dann wären da noch das Beta und das Gamma-Huhn, die dauernd darum kämpfen, dessen Platz einzunehmen. Wären das nicht Deva und Ausura Positionen? In der Mitte gäbe es dann ganz viele normale Hühner die sich so druchfretten.


    Am anderen Ende der Hackordnung gäbe es dann diejenigen, deren Los es ist, von allen anderen wegescheut zu werden und die deswegen vom Hunger gequält sind. Darunter gäbe es dann nur noch so verhaltengestörte Hühner, die aus irgendwelchen Gründen den anderen nicht ausweichen wollen oder können. Kranke, verhaltesngestörte zerlumpte, blutige Zombie-Hühner - halb schon Hühnerfrikasse -die von allen anderen gepickt werden und dessen Leben deswegen ein einziges Spiessrutenlaufen durch Schnäbel ist. Was ja denn den Hungergeistern und Höllenbewohnern entspräche?


    Oder anders augedrückt: Die ganz oben und die ganz unten sind aus unterschiedlichen Gründen so mit Hackordnungzeugs beschäftigt, dass sie sich nichts anderem witmen können. Das neugierige Huhn, das die Musse hat, zu schauen wie man unter dem Zaun druchkommt, ist wahrscheinlich eines aus der mittleren Lage der Hackordnung. Wobei es dann immer noch zu blöd sein kann, was dem Mensch/Tier Unterschied entspringt.

  • Wie gesagt: es wird von den meisten tibetischen Lehrern so erklärt, dass es beides ist. Das ist für den Dämon nicht anders als für eine Tara oder einen anderen Buddha. Es gibt sie ausserhalb menschlicher Konstruktion und Zuschreibung und dennoch sind sie untrennbar Teil des menschlichen Geistes.

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  • Lucky:

    Die Frage ist, ob die 99 Schamanen die Hungergeister durchgehend, ohne irgendwelchen Konsum von Drogen und mit klarem Geisteszustand sehen können, so wie sie die Tastatur sehen können? Können sie mir persönlich die Hungergeister zeigen? Ich kann ihnen die Tastatur zeigen.


    Die Schamanen werden vermutlich sagen, dass so wie manche Menschen die Tastatur sehen können und andere sie nur anfassen, oder nur hören oder riechen, je nach Ausprägung der Sinnesorgane, kann ein Schamane den Hungergeist nur so wahrnehmen, wie es seine geistigen Sinnesorgane zulassen. Und wem diese Organe fehlen: nichts.


    Zitat

    Ich kann dir 7,5 Milliarden Menschen bringen, ausgeschlossen arme Menschen welche geistige Dysfunktionen haben, welche die Tastatur sehen können. Die Tastatur kann ich jederzeit überall gültig vorzeigen.


    Das Argument mit irgendwelchen Mehrheiten ist nicht gültig. Das kann allenfalls ein Indiz sein, aber kein Beweis. Die Tastatur wiederum kannst Du nicht überall jederzeit gültig vorzeigen. Bei Völkern, die nicht mit der Zivilisation in Kontakt gekommen sind, wirst Du nicht erleben, dass sie eine "Tastatur" sehen können. Tu das Argument nicht leichtfertig damit ab, dass Du sagst: sie sehen aber trotzdem "etwas". Das kann man nämlich zu den Hungergeistern auch sagen: viele Menschen nehmen vielleicht auf ihre Weise "etwas" wahr, aber da sie das Konzept eines "Hungergeistes" nicht kennen, sehen sie auch keinen Hungergeist. Sie tun es als Hirngespinst ab oder ordnen die Wahrnehmung instinktiv einem bekannten Phänomen unter.

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  • Kilaya, es ist einfach ein Unterschied. Ich könnte sagen, der Schamane soll bitte medizinisch nachweisen, das er solch ein Organ besitzt. Bis er das nicht kann, ist es reine Illusion. Die Tastatur ist allgemein bekannt und gültig. Ich kann sie jedem zeigen.


    Es ist das Gegenteil von Leichtfertigkeit der Fall. Ich kann sehr wohl einem Volk, unabhängig ob in Kontakt mit Zivilisation oder nicht, eine Tastatur vorzeigen. Man muss sie nicht benennen. Sie sehen etwas, so wie du es bereits geschrieben hast.
    Du kannst das aber nicht. Du kannst dem Volk nicht den Hungergeist zeigen. Andernfalls, schick mir bitte ein Foto. Ich schick dir ein Foto der Tastatur.


    Wenn du hingegen den Hungergeist als allgemeines Phänomen der Unzufriedenheit darstellst, ist das wiederum was ganz anderes.


    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:


  • Hm, vielleicht nimmst du Funkwellen als Beispiel. Die kann man zwar messen, aber nicht sehen. Ein Shamane wäre dann vielleicht das Messgerät? Nur so eine Überlegung von mir..

  • Zitat

    ----Nach einem Vortrag über Raum und Zeit sagte einmal ein Teilnehmer zu Albert Einstein: „Nach meinem gesunden Menschenverstand kann es nur das geben, was man sehen und überprüfen kann!“ Einstein lächelte und erwiderte: „Dann kommen Sie doch mal nach vorne und legen Ihren gesunden Menschenverstand auf den Tisch!“----


    Zitat

    Hm, vielleicht nimmst du Funkwellen als Beispiel. Die kann man zwar messen, aber nicht sehen. Ein Shamane wäre dann vielleicht das Messgerät? Nur so eine Überlegung von mir..


    So in etwa meine ich das mit den "geistigen Organen" die nicht jeder hat.


    PhenDe Manche Menschen können auch besonders hohe oder tiefe Frequenzen noch hören/spüren, die sonst keiner hört. Vielleicht hören 99,95 der Menschen sie nicht. Stell Dir eine Welt vor, in der keine Messgeräte existieren, die das messen können. Existieren diese Frequenzen deswegen dann nicht?

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  • Es ist mir bewusst, dass der Grad zwischen was existiert und was nicht ein sehr subtiler ist.
    Dieser Grad wir noch begleitet von der Überlegung, was ist für mich persönlich relevant und was ist nicht.


    Leider habe ich bis jetzt noch nie etwas "übernatürliches" erlebt. Der Vergleich zwischen Frequenzen und Hungergeister hinkt meiner Meinung nach, kilaya. Auch sind Frequenzen ein Messbares Phänomen. Ganz einfach nachzuweisen in der Elektrotechnik.
    Ich habe nie bestritten, das etwas das man momentan nicht nachweisen/messen kann, nicht existiert. Ich habe doch geschrieben, dass die Unendlichkeit des Universums nicht erfassbar ist.


    Doch der Unterschied ist der, das du von Hungergeistern sprichst und mir diese nicht gültig nachweisen kannst, hingegen kann ich dir die Tastatur vorlegen.


    Grüße

    :buddha: Es geht immer darum, sich in die Unannehmlichkeiten des Lebens hineinzulehnen und sich diese ganz genau anzuschauen. :buddha:

  • Lucky:

    Doch der Unterschied ist der, das du von Hungergeistern sprichst und mir diese nicht gültig nachweisen kannst, hingegen kann ich dir die Tastatur vorlegen.


    ...was aber nur dem glücklichen Umstand entspricht, dass wir dafür die gleichen Sinnesorgane haben ;) Ich respektiere aber durchaus die Tatsache, dass es das für Dich nicht gibt und zumindest derzeit nicht zugänglich ist. Schauen wir uns das am besten wieder an, wenn wir beide eine Verwirklichung erreicht haben sollten, die uns ein Urteil darüber klar ermöglicht. :)

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  • kilaya:

    ...
    Manche Menschen können auch besonders hohe oder tiefe Frequenzen noch hören/spüren, die sonst keiner hört. Vielleicht hören 99,95 der Menschen sie nicht. Stell Dir eine Welt vor, in der keine Messgeräte existieren, die das messen können. Existieren diese Frequenzen deswegen dann nicht?


    Wenn es keine Meßgeräte gibt, die etwas Angenommenes nachweisen können und es auch keine Wirkung gibt, die indirekt zu erfassen und ausschließlich durch das Angenommene zu erklären ist - nein, dann existiert es nicht.


    Jedenfalls nicht als etwas aus dem man irgendetwas zwingend ableiten kann.


    Wer so denkt muss dann zwangsläufig zugeben, daß dies eine durch neue Tatsachen veränderbare vorläufige Sicht auf Einzelphänomene ist :mrgreen:

  • fotost der entscheidende Punkt hier ist ja, dass es Menschen gibt, die es durchaus wahrnehmen. Nur weil es mehr Menschen gibt, die es nicht wahrnehmen, beweist das nicht, dass es nicht existiert. Auch dass Messgeräte fehlen, beweist nicht, dass es nicht existiert. Was sich immer wieder dann zeigt, wenn etwas neu gemessen werden kann, was bis dato nur wenige als existent vermutet oder wahrgenommen haben.


    Zitat

    Wer so denkt muss dann zwangsläufig zugeben, daß dies eine durch neue Tatsachen veränderbare vorläufige Sicht auf Einzelphänomene ist


    Kein Problem. Das gilt aber eigentlich für fast alles... ;)

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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  • kilaya:

    fotost der entscheidende Punkt hier ist ja, dass es Menschen gibt, die es durchaus wahrnehmen. Nur weil es mehr Menschen gibt, die es nicht wahrnehmen, beweist das nicht, dass es nicht existiert. Auch dass Messgeräte fehlen, beweist nicht, dass es nicht existiert. Was sich immer wieder dann zeigt, wenn etwas neu gemessen werden kann, was bis dato nur wenige als existent vermutet oder wahrgenommen haben.


    Du hast leider den wichtigen Zusatz "und ausschließlich durch das Angenommene zu erklären ist" vergessen :D


    Wenn jemand etwas wahrnimmt, das sonst kein anderer wahrnimmt, gibt es dafür durchaus einige anderer denkbare Erklärungen...


    kilaya:
    Zitat

    Wer so denkt muss dann zwangsläufig zugeben, daß dies eine durch neue Tatsachen veränderbare vorläufige Sicht auf Einzelphänomene ist


    Kein Problem. Das gilt aber eigentlich für fast alles... ;)


    Wenn es doch so wäre! Für alle so wäre. Was für ein unendlicher Fortschritt wäre dies allein :idea:

  • nyalaana:

    Ach was Hühner, mit Rangordnung? Alpha??


    Hühner leben in nem winzigen Käfig, die oben kacken denen unten auf den Kopf, reiner Zufall welches Huhn in der Käfigreihe oben und welches unten hockt.


    Also das mit den Hühnern war sehr ernst gemeint.


    Für mich geht es bei den Daseinsbereichen ja um die Grundstruktur der erlebten, phänonmänologische Realität - also von Samsara. Weil sich Buddha ja nur für Samsara interessierte und nicht was es in der objektiven Welt so für Arten von Wesen gibt.


    Welche Grundstruktur hat die erlebte Welt? Ich habe mal von so einem Einzeller gehört, der sein ganzen Verhalten ( die Bewegung seiner Geisel ) am ZNähstoffgehalt des umgebenden Wassers ausrichtet. Wird es nährsoffmässig mau, ändert er seien Richtung. Stimmt es mit dem Nährstoff verharrt er. Er hat also eine mimale erlebte Realität, in der es das Reich des Todes (Nähstoffwüste) und das Reich der Nähstoffverheissung (Paradies) gibt. Abstossendes und Anziehndes- Gier und Hass.


    Und bei den Hühnern ist aus der Welt der drei Geistesgifte schon die Welt der sechs Daseinsbereiche geworden. Himmel und Hölle haben sich aufgefächert. Einen hungergeist macht ja überhaupt nichts obejktives aus, sondern eine bestimmte Art des Erlebens.


    Das mit den Hühnern klingt zwar villeicht witzig, aber für mich steckt dahiner der beklemmende Gedanken, das es eben nicht nur darum geht, die konzeptionellen, menschlichen Verblendungen zu durchdringen, sondern dass da im Kern eben noch tiefere, archaische, ererbte Ebenen von Verblendung vorhanden sind.

  • fotost:

    Du hast leider den wichtigen Zusatz "und ausschließlich durch das Angenommene zu erklären ist" vergessen :D


    Wenn jemand etwas wahrnimmt, das sonst kein anderer wahrnimmt, gibt es dafür durchaus einige anderer denkbare Erklärungen...


    Wir reden hier allerdings über Wahrnehmungen die nicht nur Einzelne haben, wenn auch eine Minderheit, und die global relativ ähnlich bis identisch ablaufen. Götter, Geister und Dämonen gibt es in allen Kulturen rund um die Welt und in jeder Kultur gibt es Vermittler, Priester, Schamanen usw. die die Gabe haben, sie zu sehen und mit ihnen zu kommunizieren. Dabei sieht es wohl so aus, dass die "Gabe", also im Vokabular dieses Threads "das Sinnesorgan" im Schnitt weltweit ca. 10% der Menschen angeboren haben. Früher hat man diese Kinder entdeckt und zu Schamanen ausgebildet. Es gibt interessante Forschung aus Russland, dass solche Kinder, wenn sie nicht diese Ausbildung bekommen, an ihren Wahrnehmungen erkranken, süchtig oder depressiv werden oder durch Ausgrenzung als "verrückt" erklärt werden. Bildet man sie aber zu Schamanen aus, sind sie integriert und werden zu einem geschätzten Teil der Gesellschaft, der sich um die Dinge kümmert, die die anderen eben nicht sehen können, die sie aber dennoch beeinflussen.


    fotost:
    kilaya:
    Zitat

    Wer so denkt muss dann zwangsläufig zugeben, daß dies eine durch neue Tatsachen veränderbare vorläufige Sicht auf Einzelphänomene ist


    Kein Problem. Das gilt aber eigentlich für fast alles... ;)


    Wenn es doch so wäre! Für alle so wäre. Was für ein unendlicher Fortschritt wäre dies allein :idea:


    Du sagst es :star::star:

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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  • @ kilaya
    Wenn du eine Hungergeist siehst ,hat er dann bestimmte Merkmale woran du ihn erkennst oder kann er sich auch *verbergen*.
    Ich habe immer angenommen das man sie am verhalten erkennt .
    Einer sucht zBsp und sie sich daraus selbst befreien müssen ?


    LG :sunny:

    Rühre an das Leere in Deinem Leben und dort werden Blumen blühen .

    :rose:'Volksweisheit'

  • Das kommt jetzt darauf an, von welcher Ebene wir reden. Sucht bei einem Menschen kann ein Anhaltspunkt sein, dass ein Hungergeist seinen Körper missbraucht und dafür ein (karmisches) Band nutzt. Es kann auch ganz andere Gründe haben. Ein Hungergeist in seiner eigentlichen Daseinsform besteht eigentlich nur aus seinen Eigenschaften. Die Form wie man sowas "sehen" kann ist kulturbedingt oder angelernt. D.h. dem Feld aus Eigenschaften wird das Aussehen durch den Betrachter aufgedrückt. Die schon erwähnten verschiedenen geistigen "Sinnesorgane" können die Anwesenheit eines Hungergeistes erfassen durch eine Vision, etwas Klangliches oder auch durch "eine Art Hungergefühl im Bauch" das nicht durch Mangel an Essen zu erklären ist usw. Die Übergänge sind immer fliessend, deswegen ist auch so viel Ausbildung nötig, um damit richtig umzugehen. z.B. kann so ein "Hungergefühl" ohne Mangel an Nahrung bekanntermaßen auch eine Menge anderer psychologischer Gründe haben. Um halbwegs sicher zu sein müssen also verschiedene Faktoren zusammenkommen und die Ausbildung sollte individuell vermitteln, auf was man achten muss um die richtigen Unterscheidungen zu treffen. So könnte jemand so ein Hungergefühl nur selten und nur in bestimmten Situationen haben, die eine persönliche psychologische oder medizinische Ursache ausschliessen. Und dann noch immer in Verbindung mit einer anderen Wahrnehmung, die auch nur in diesem bestimmten Situationen auftaucht. z.B.

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  • kilaya:

    Das kommt jetzt darauf an, von welcher Ebene wir reden. Sucht bei einem Menschen kann ein Anhaltspunkt sein, dass ein Hungergeist seinen Körper missbraucht und dafür ein (karmisches) Band nutzt.


    Dazu kann ich eine Geschichte erzählen, die ich mal erlebte.
    Ich war Assistentin des tib. Arztes (der ja im Forum schon oft Thema war :oops: ) und eines Tages kam eine junge Frau in unser Zentrum. Sie sah aus wie der Tod. Total dünn, blass, konnte kaum laufen. Sie erzählte mir, sie hätte seit fast zwei Jahren eine unerklärliche Krankheit. Keiner könne ihr helfen. Sie könne einfach nicht mehr schlafen und das zerre sie aus. Keiner findet die Ursachen. Selbst Schlafmittel helfen nicht. Sie war wirklich total am Ende und erschöpft.


    Der tib. Arzt sagte, nach einigen Untersuchungen, sie sei von einem Dämonen besetzt. Wir schauten damals alle bissl ungläubig, aber er war fest davon überzeugt. Er gab mir dann eine Liste, was die Frau alles besorgen sollte und er könne ihr helfen mit einem Ritual.
    Die Frau war dermassen überfordert mit der Liste (weil erschöpft) und so kam es dass ich das alles besorgte... nun, ich kam mir schon ein bissl komisch dabei vor, wenn ich ehrlich bin. Sie sollte neue Kleidung bekommen, Wolle in allen Farben, sogar den "linken" Oberschenkelknochen eines Lammes sollte ich finden... HILFE... :eek:


    Gut, ich besorgte das alles und dann ging das Ritual los... wir dachten es ginge um 1-2 Stunden, jedoch zeigte es sich, dass über 24 Stunden am Stück der Rinpoche Gebete rezitierte und so weiter... (will da jetzt nicht alle Details nennen) und dann wurde ihre alte Kleidung verbrannt, sie zog sich die neu gekauften an und sie wurde ins Zimmer zum schlafen geschickt...


    Zwei Tage haben wir sie nicht mehr zu Gesicht bekommen. Wir machten uns bereits Sorgen, doch Rinpoche war entspannt und beruhigte uns. Nach zwei Tagen kam sie raus, erklärte, ihr ginge es so gut wie schon Jahre nicht mehr und ging von dannen.


    Der Rinpoche erklärte mir später, als wir draussen standen, es sei ein sehr hartknäckiger Dämon gewesen aus einem Vorleben der jungen Frau und wenn er sie nicht befreit hätte wäre sie definitiv daran gestorben. Er machte dann noch tagelange Rituale draussen an einer bestimmten Stelle, wo er sagte, dass der Dämon dort nun sei.


    Fast zehn Jahre später kam eine bildhübsche Frau mit einem Kind auf dem Arm auf mich zu (bei einem buddh. Event) und sagte: Hey, wie geht´s? Ich wusste gar nicht wer sie war. Dann erzählte sie mir, sie sei diese Frau von damals... ich konnte es nicht fassen... wie zwei versch. Menschen... sie erzählte mir dann, alles wäre weg gewesen... sie könne schlafen seitdem wie ein baby und alle Lebensenergie wäre wieder zurück gekehrt in kürzester Zeit. Sie wüsste auch nicht, was da alles geschehen ist, aber sie wisse, sie wäre -ohne den Rinpoche- daran gestorben... sie war sehr sehr dankbar.


    Tja, eine unglaubliche Geschichte, aus der "westlichen" Perspektive... aber so geschehen... ich war Zeuge dieses Vorfalls... 8)


    ch. ^^

  • Was da genau passiert ist, weiss ich auch nicht.
    Ich häbe keinen Dämon gesehen, ich habe nur die Verwandlung der Frau beobachtet.


    Da ich viel mit Tibetern gelebt habe, hab ich auch schon bissl Paranoia...
    Ich kenne keinen Tibeter der einfach in einen See schwimmen geht z.Bsp., wie wir das gewöhnt sind.


    Dort leben Nagas und auch ortsgebundene "Geister" nach deren Denken.
    Wenn man diese stört kann das sehr große Schwierigkeiten machen.


    Einmal war ich bei Tenga Rinpoche, der bei "Hautproblemen" sagte, dass sei meistens ein Zeichen für "Besetzung" und gab mal ein Ritual.
    Ich saß mit im Raum und neben mir saß eine sehr schick und edel gekleidete Frau. Sie war keine Buddhistin, erzählte sie mir, wäre auf anraten einer Freundin hier (sie hatte Neurodermitis, erzählte sie mir).


    T. Rinpoche erklärte dann zu Beginn... es könne sein, dass sich vielleicht jemand übergeben müsste, dass sei nicht weiter schlimm... sondern eben auf Grund von "Verlassen" der Besetzung...


    Gut, es ging los mit dem Ritual... auf einmal fing die Dame neben mir an zu würgen... und dann wie eine verrückte zu kotzen... Ihr war das peinlich ohne Ende, aber sie konnte nicht mehr aufhören...


    ich tröstete und unterstützte sie, soweit ich konnte... dann war alles vorbei...


    Soweit ich das mitbekam (der Saal war ziemlich voll) waren nur diese Frau neben mir und noch eine weitere Person weiter vorne davon betroffen (mit übergeben)...


    Ich kenne die Dame nicht und weiß leider nicht, ob es geholfen hat.


    Aber dass sie so einfach krass sich übergeben hat, ohne dass sie es wollte, oder ohne dass sie jetzt groß dran glaubte (wie sie mir vorher sagte) ist mir wirklich im Gedächtnis geblieben...


    tja, keine Ahnung ob es das wirklich gibt...
    aber wenn man bei so etwas dabei war, dann fängt man schon mal an, sowas zu glauben :o


    ch. :star:

  • Dass Hautprobleme meistens gestörte Beziehungen zu den Nagas sind, so kenne ich es auch. Damit verbunden ist die Beziehung zur Umwelt / Natur insgesamt. So wird z.B. manchmal bei chronischen Hautproblemen als flankierende Gegenmaßnahme empfohlen, sich im Umweltschutz zu engagieren.


    Wenn ich in der Natur unterwegs bin und dort irgendwie in besonderer Weise "eindringe" kommuniziere ich auch einfach mit dem, was ich sehe. Also einem See oder Baum usw. Ich habe schonmal erlebt, wie ich durch Störung eines Sees längere Zeit hartnäckige Gesundheitsprobleme hatte, bis ich erkannte, dass ich da etwas "mitgenommen" hatte. Ich habe das anerkannt und mich davon gelöst und die Probleme waren vorbei. Das war sicherlich ein sehr harmloser Fall, hier sollte ich nur über etwas informiert werden und es musste Aufmerksamkeit geschaffen werden - durch die körperlichen Probleme. In dem Moment, in dem die Botschaft angekommen war, waren die Probleme weg.


    Um sowas von Anfang an zu vermeiden, beginne ich die Kommunikation sofort von selbst. Und das nicht, weil ich das aus irgend einer Kultur gelernt hätte, sondern einfach weil es meinem Bedürfnis und meiner Erfahrung entspricht...

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • kilaya:

    Wenn ich in der Natur unterwegs bin und dort irgendwie in besonderer Weise "eindringe" kommuniziere ich auch einfach mit dem, was ich sehe. Also einem See oder Baum usw.


    Mir hat mal ein Lama erklärt, man solle nicht mit den Baumgeistern oder Naturgeistern allgemein kommunizieren... sie wären eben nicht "erwacht" und können dadurch starke Ablehnung aufbauen oder sogar Anhaftung... usw... das könnte zu massiven Problemen führen...


    man sollte stille Orte meiden oder sich ganz sanft einfühlen in die Landschaft oder falls man ein Retreat macht an einem einsamen Ort, ein Opferritual machen um die Wesen, die vielleicht "gestört" sind, zu besänftigen... mit Räucherwerk z.Bsp. das würden sie lieben...
    .


    ch. :star:

  • In dem Haus in dem ich geboren wurde, eine alte Mühle, gab es wohl einen Naga. Ich erinnere mich das tenga rinpoche meiner Mutter sagte, dass ich dadurch eine starke Verbindung zu diesen Wesen hätte und er schenkte mir ein Schutzamulett. Außerdem sollte ich den naga etwas von mir schenken. Das war eines meiner Lieblingskuscheltiere, deswegen kann ich mich daran noch sehr genau erinnern. Das war gar nicht so leicht mit fünf Jahren. Ich weiß auf jeden Fall, dass dieses Geschenk niemand anfassen durfte. Sonnt wurde derjenige krank. Soweit ich weiß liegt es heute noch an genau dem Platz an den ich es hingelegt hatte. Ich habe auf jeden der Fall eine Verbindung zu diesen Wesen, spreche darüber aber eigentlich nicht. Gerade weil wir in einer Gesellschaft leben, die nur als wahr betrachtet, was man auch nachweisen kann. Ich habe aber beobachtet, dass die meisten Menschen diese Energien spüren, sie erklären sich das dann aber meistens rational weil sie Angst davor haben oder eben weil sie nicht an Nagas glauben. Wobei ich natürlich vielleicht auch einfach verrückt bin. Dass kann natürlich auch sein. Aber ich schade niemandem damit. :badgrin:

  • Nuovo:

    In dem Haus in dem ich geboren wurde, eine alte Mühle, gab es wohl einen Naga. Ich erinnere mich das tenga rinpoche meiner Mutter sagte, dass ich dadurch eine starke Verbindung zu diesen Wesen hätte und er schenkte mir ein Schutzamulett. Außerdem sollte ich den naga etwas von mir schenken. Das war eines meiner Lieblingskuscheltiere, deswegen kann ich mich daran noch sehr genau erinnern. Das war gar nicht so leicht mit fünf Jahren. Ich weiß auf jeden Fall, dass dieses Geschenk niemand anfassen durfte. Sonnt wurde derjenige krank. Soweit ich weiß liegt es heute noch an genau dem Platz an den ich es hingelegt hatte. Ich habe auf jeden der Fall eine Verbindung zu diesen Wesen, spreche darüber aber eigentlich nicht. Gerade weil wir in einer Gesellschaft leben, die nur als wahr betrachtet, was man auch nachweisen kann. Ich habe aber beobachtet, dass die meisten Menschen diese Energien spüren, sie erklären sich das dann aber meistens rational weil sie Angst davor haben oder eben weil sie nicht an Nagas glauben. Wobei ich natürlich vielleicht auch einfach verrückt bin. Dass kann natürlich auch sein. Aber ich schade niemandem damit. :badgrin:


    das ist ja eine süsse Geschichte von Dir... :rose:


    weisst Du, was meiner Tochter mal passiert ist, auch ungefähr in Deinem Alter damals... meine Schwester ging mit ihr und anderen Kindern in einem Wald spazieren... Sie sagte zu ihnen, hier leben kleine Devas und Dakinis und Elfen und sie haben immer Geschenke für euch... geht doch mal schauen, ob Ihr etwas findet...


    Die Kinder liefen im Wald herum und schauten überall ob sie etwas "besonderes" finden mögen...
    Dann kam meine kleine Tochter zu meiner Schwester gerannt und sagte, Tante, ich glaube ich habe was gefunden und in der Hand hielt sie einen RIESENKRISTALL... das war eigentlich kein einzelner sondern viele viele die zu einem einzig großen verschmolzen...


    Meine Schwester ist bald in Ohnmacht gefallen... :lol:
    Derart groß und glitzernd ist dieser Fund meines Töchterchens gewesen...


    Er liegt heute in ihrer Wohnung auf der Fensterbank und immer wenn ich es sehe, denke ich daran, es gibt eben nichts, was es nicht gibt ^^


    ch. :star: