13 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Dawa Tschöden.

  • Hallo,


    ich habe beim meditieren manchmal das Problem, dass ich wegdöse. Ich träume dann richtiggehend, zumindest fühlt es sich so an. Das kommt ziemlich plötzlich und sobald ich es bemerke schrecke ich hoch und meine Konzentration ist dann natürlich dahin.


    Habt ihr evtl Tips wie man das vermeiden kann?


    lg


    Dawa

  • Ja, ist mir auch schon ein paar mal passiert.

    Ich meditiere immer mit Augen offen, Mantra Rezitation gedanklich hilft auch.


    Grüße

  • hast Du die Augen zu beim meditieren?

    Ja und ich weiß, dass das vermutlich der Grund dafür ist.

    Ich versuche ab und an mit offenen Augen zu meditieren, aber ich habe bis jetzt kein Meditationsobjekt gefunden

    bei dem ich dann länger verharren kann ohne abzuschweifen. Bei gechlossenen Augen kann ich relativ Mühelos beim Atem bleiben.

  • Hi,

    manchmal geht es mir auch so, meist ist es dann, wenn ich zuviel realen Input habe.

    Ich denke dass es (bei mir zumindest) eine Art der Verarbeitung ist. Ich habe das akzeptiert, sehe es als ein Hilfsmittel, dass ich gerade wohl brauche. Ich mache mir mittlerweile keine Gedanken mehr darüber, ich weiss, dass es wieder vorübergeht, wenn es in und um mich herum wieder ruhiger wird.

    Der Horizont existiert nur im Auge des Betrachters, nicht in der Wirklichkeit

  • hast Du die Augen zu beim meditieren?

    Ja und ich weiß, dass das vermutlich der Grund dafür ist.

    Ich versuche ab und an mit offenen Augen zu meditieren, aber ich habe bis jetzt kein Meditationsobjekt gefunden

    bei dem ich dann länger verharren kann ohne abzuschweifen. Bei gechlossenen Augen kann ich relativ Mühelos beim Atem bleiben.

    Ich finde das Abschweifen ist garnicht so das Problem, sondern eher das sich kommentarlos rück-zu-besinnen, wenn man die Abschweifung bemerkt. Das ist ja eine Übung, die dem Alltag sehr nahe kommt, weil man da ständig abschweift. Vielleicht musst Du mal eine längere Phase am Stück immer mit zumindest leicht geöffneten Augen meditieren und weiter experimentieren (paar Wochen oder so)?

    Vielleicht gehts auch nicht primär um das Meditationsobjekt, sondern wie gesagt um den Umgang mit Abschweifung (nur eine Spekulation von mir)

  • Ja und ich weiß, dass das vermutlich der Grund dafür ist.

    Ich versuche ab und an mit offenen Augen zu meditieren, aber ich habe bis jetzt kein Meditationsobjekt gefunden

    bei dem ich dann länger verharren kann ohne abzuschweifen. Bei gechlossenen Augen kann ich relativ Mühelos beim Atem bleiben.

    Ich finde das Abschweifen ist garnicht so das Problem, sondern eher das sich kommentarlos rück-zu-besinnen, wenn man die Abschweifung bemerkt. Das ist ja eine Übung, die dem Alltag sehr nahe kommt, weil man da ständig abschweift. Vielleicht musst Du mal eine längere Phase am Stück immer mit zumindest leicht geöffneten Augen meditieren und weiter experimentieren (paar Wochen oder so)?

    Vielleicht gehts auch nicht primär um das Meditationsobjekt, sondern wie gesagt um den Umgang mit Abschweifung (nur eine Spekulation von mir)

    Das mit dem Rück-zu-Besinnen, kommentarlos, finde ich sehr interessant. Mir ging es früher immer so, dass ich der Ablenkung immer noch eine ganze Weile nachhing. Nachdem ich gelernt habe, diese Traum-Sequenzen einfach zu akzeptieren und nicht weiter zu verstehen, klappt es besser. Das ist mir bis zu Deinem Post gar nicht wirklich bewusst geworden!

    Der Horizont existiert nur im Auge des Betrachters, nicht in der Wirklichkeit

  • Das kommt ziemlich plötzlich und sobald ich es bemerke schrecke ich hoch und meine Konzentration ist dann natürlich dahin.

    Hi, Dawa Tschöden,

    mir passiert es auch manchmal, wenn ich müde bin oder wenn ich, wie Tara4U sagt, zu viel "realen Input" habe, dass ich sogar manchmal kurz dabei einschlafe. Kann passieren, das nach ich vorne kippe und erst dann aufwache. Ich nehm das eher sportlich, ist meist eine Phase, die wie andere viele Erscheinungen in der täglichen Mediation auftreten. Wenn die Konzentration mal dahin ist, findet man sie neu. Wenn nebendran der Presslufthammer losgeht, finde ich sie neu, wenn der DHL Bote zum dritten Mal klingelt, finde ich sie neu, wenn eine Fliege nervt... , eine Mücke sticht...Wenn jemand hereinkommt, dem ich zum Frühstück einen Tee kochen soll, koche ich einen Tee. Das kann man auch mit voller Konzentration tun. :heart: Man kommt einfach immer wieder dahin zurück. :)

    Über die Buddhalehre dürfen wir uns nicht in Gedanken verlieren. (Kodo Sawaki)

  • Ich lege mir manchmal ein Buch auf den Kopf oder eine DVD Hülle und balanciere dies aus.

    Der Vorteil ist, man schläft nicht ein (da es sonst herunterfällt) und man hat eine gute Haltung.

    Wirkt allerdings etwas unnatürlich :angel:und ich mache es nur manchmal.:buddha:


    Liebe Grüße von Schneelöwin

  • sobald ich es bemerke schrecke ich hoch und meine Konzentration ist dann natürlich dahin.

    Das Hochschrecken ist vielleicht das Problem. Also, wie die anderen schon schreiben, versuchen es anzunehmen, dass es im Augenblick so ist wie es ist und dich immer wieder neu sammeln, ohne dich wegen des Abschweifens abzuwerten. Konzentrationsfähigkeiten müssen wirklich auch lange geübt werden. Mir ging es zumindest so und ich vermute, vielen anderen auch.


    Eine andere Idee dazu ist noch die Frage, ob vielleicht eine andere Tageszeit geeigneter ist. Bist du vielleicht schon zu müde?

  • sobald ich es bemerke schrecke ich hoch und meine Konzentration ist dann natürlich dahin.

    Das Hochschrecken ist vielleicht das Problem.

    Das erlebe ich anders: In dem Moment, in dem du hochschreckst, bist du doch hellwach - ein guter Augenblick, festgefahrene Gewohnheiten des Denkens und vor sich Hinträumens schlagartig loszulassen und dabei in einen Zustand großer Sammlung einzutreten. Die i.d.R. automatisch einsetzenden Reflexionen und "Kommentare" (:) Niemand) zum Eingedöstsein halte ich da für die wesentlich gefährlicheren Fallstricke.


    hast Du die Augen zu beim meditieren?

    Ja und ich weiß, dass das vermutlich der Grund dafür ist.

    Ich versuche ab und an mit offenen Augen zu meditieren, aber ich habe bis jetzt kein Meditationsobjekt gefunden

    bei dem ich dann länger verharren kann ohne abzuschweifen. Bei gechlossenen Augen kann ich relativ Mühelos beim Atem bleiben.

    Ich richte beim Meditieren die Augen auf einem Punkt vor mir auf dem Boden aus und entspanne den Blick; das heißt, ich starre nicht verkrampft den Punkt an, sondern sehe einfach alles, was da zu sehen ist (ohne zu schielen). Ich achte aber darauf, die Augen wirklich nicht mehr zu bewegen. In der Regel erscheint alles vor mir dann nach kurzer Zeit sehr hell, wie leicht flimmernd und der Geist entspannt sich, wird offen und weit (bis zum nächsten Gedanken).


    Die Bewegung unserer Gedanken ist aufs Engste mit der Bewegung unserer Augen verknüpft. Sind die Augen geschlossen, bewegen sie sich unter den Lidern im Einklang mit unseren Gedanken und Träumereien in aller Regel munter mit ohne dass uns das immer so bewusst ist - es lässt sich aber durch eine zweite Person von außen gut beobachten.


    _()_

    Tai

  • Die Bewegung unserer Gedanken ist aufs Engste mit der Bewegung unserer Augen verknüpft.

    Wooow, das hat mir heute sehr bei der Meditation geholfen.

    Bemerkt habe ich, sobald ich den "Augenpunkt" verlasse kommt ein Gedanke.

    Oder anders herum bei aufkommenden Gedanken verlässt man den Augenpunkt.

    Mit dem Bewusstsein war die Meditation viel entspannter und ich habe etwas entgegenzusetzen und sofort die Augenbewegung gemerkt bevor sich etwas länger festiert.


    Danke:rose: