Posts by Anandasa

    Das erinnert mich an die "Kontemplation für Gleichmut bzw. Akzeptanz":


    A) Meine Natur ist es, alt zu werden.

    Ich habe das Altern nicht überwunden.

    Wenn das Alter kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.


    B) Meine Natur ist es, krank zu werden.

    Ich habe das Kranksein nicht überwunden.

    Wenn eine Krankheit kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.


    C) Meine Natur ist es, zu sterben.

    Ich habe den Tod nicht überwunden.

    Wenn der Tod kommt,

    werde ich damit in Frieden sein.


    Daraus spricht eine sehr wertvolle Geisteshaltung, die in der Lage ist die Dinge zu nehmen wie sie kommen.

    Der Thread ist schon etwas zu lang um jeden Beitrag in vernünftiger zeit lesen zu können. Deswegen weiß ich nicht, ob das hier eventuell schon in der Art gesagt worden ist.


    In Thailand gibt es Mönche, die begannen zu meditieren als sie merkten, dass es nicht mehr lange dauern kann bis sie sterben. Es gibt sogar ein Kloster mit einem mumifizierten Mönch in einem Glaskasten, der von der Meditation in den Tod übergegangen ist. Ich glaube das war in Ko Samui. Ich glaube aber, dass es sowas auch an anderen Orten gibt.


    So oder so denke ich, dass der entscheidende Teil vorher passiert ist: Man hat schon eine gefestigte Meditations-Praxis, so dass man in der Lage ist so lange zu meditieren bis der Sterbeprozess beginnt. Ob man meditiert oder betet würde ich mal als egal bezeichnen. Man braucht eine gefestigte Praxis von dessen Sinn man überzeugt sein muss. Während des Sterbeprozesses die Sinnhaftigkeit davon in Frage zu stellen stört die Praxis dann natürlich.

    ja Leider ist es so. Buddhismus und Liebeskummer harmoniert auch nicht wirklich. Einer der Grundbedürfnisse irgendwann seine Traumfrau/Traummann zu begegnen.

    A propos Traumfrau/Traummann ... Was das Träumen angeht sagt der Buddhismus, dass man die DInge sehen soll wie sie wirklich sind. Fängt das Träumen an, beginnt der Geist Gestaltungen aufzubauen und dann treffen die immer höherfliegenderen Träume auf die Realität und es entsteht Leiden.

    Diese Art von Dukkha auch wenn es nur 20 30 Jahre halten würde, glücklich verliebt zusein. Würde ich gerne in Kauf nehmen :heart:

    Dies sagt mir, dass es ein Problem gibt mit einem Denken, dass ein Mangel vorliegt, der irgendwie behoben werden muss. Das Leiden aus dem Mangeldenken hört erst auf wenn man erkennt, dass es keinen Mangel gibt. Die Dinge sind so wie sie sind.


    Metta zu praktizieren ist aus meiner Sicht der Weg aus diesem Denken raus. Wenn man anderen was gibt, hat man den Eindruck, dass man reich ist. Anderen geben macht Freude. Es fehlt was, man braucht irgendwas, erzeugt dagegen Leiden.


    Meine Idee wäre es das Praktizieren von Metta einfach für mehrere Wochen auszuprobieren und zu schauen, ob sich was ändert und ob es besser wird. Bei mir hat sich viel verändert als ich mal mehrere WOchen geschaut habe, ob sich was verändert, wenn ich strikt bei rechter Rede bleibe.

    Weil als Pelagius die Rechnung ohne den Wirt aller Wirte gemacht hatte, wurde er

    gerade vom Kirchenvater Augustinus erbittert verfolgt. Nach Augustinus geht es ja nicht darum geht was man tut oder nicht ( auch schlimmen Sündern wird vergeben) sondern sich der Gnade Gottes anzuvertrauen.

    Das ist die ganze Katastrophe der christlichen Kirche in 2 Sätzen. Durch Augustinus oder sonstwen kam es zu einer Entwicklung, bei der die "Pfaffen" Gott in der Vordergrund rückten. Die Weihnachten vor Corona war ich zum Weihnachtsgottesdient und die Pfafferin redete an Weihnachten eigentlichnur von Gott. Jesus kam mal in 1-2 Sätzen vor. Sie kam sich scheinbar auch ganz toll vor. Das habe ich an Pfarrern schon einige Male gesehen.


    Mit der Vorherrschaft von Gott geht es mit Jesus und seinen Lehren den Bach runter. Das Christentum wird zu einem Gottesglaube und nicht ein Glaube an Jesus. Im Islam ist es mit Mohammed sehr ähnlich. Ich vermute, dass der Gotteskram einee Eigendynamik entwickelt, weil die Kleriker so sehr viel besser die Leute kontrollieren können.

    Wenn man Jesus fragen würde, was seine vier edlen Wahrheiten von der Entstehung des Leidens seiner Ursache und seiner Bewältigung sind,dann wird er die klassische Antwort des Judentums geben: Die Ursache des Leidens ist die Abkehr von Gott und die Überwindung des Leidens die Umkehr zu Gott. Jesus ist ein Gottesmann der Gottes frohe Botschaft predigt.


    Einen privaten Jesus jenseits des Propheten mag ich nicht zu erkennen


    Natürlich ist das Wort "Gott" ein großes Wort, hinter dem vieles Platz findet. Positives wie Liebe, Mitgefühl und Solidarität, aber auch bärtiges Patriarchtum mit der Tendenz zum Zündeln an sündigen Stätten sowie Überschwemmungen der selben. Fast wie diese Wegweiser wo "Alle Richtungen" darauf steht, die mich immer ganz verdutzt zurücklassen..

    Leiden als Anfangspunkt, an dem alles aufgehängt wird, gibt es nur im Buddhismus. Deswegen macht es keinen wirklichen Sinn sowas Jesus zu fragen.


    Man kann wie gesagt auch Jesus für sich selbst sehen - ohne Gott. Da gibt es auch viel heilsames zu entdecken.

    Weil als Pelagius die Rechnung ohne den Wirt aller Wirte gemacht hatte, wurde er

    gerade vom Kirchenvater Augustinus erbittert verfolgt. Nach Augustinus geht es ja nicht darum geht was man tut oder nicht ...

    Dieses Problem ist natürlich dem Christentum inhärent, aber ich sage mal, dass man Gottesglaube nicht mit der Figur von Jesus vermischen darf. Natürlich wird genau das im Christentum gemacht. Aber die Figur Jesus selbst als solche hat seinen für sich stehenden Wert. Ich halte Jesus für eine sehr gute Sache, halte aber nicht viel von der christlichen Kirche. So denke vermutlich sehr viele Menschen.

    Aus buddhistischer Sicht würde ich Jesus als einen Bodhisattva der Nächstenliebe bezeichnen. Und hier sieht man gleich, dass man Jesus nicht einfach in die buddhistische Weltsicht einpacken kann, denn es gibt Metta im Buddhismus und Nächstenliebe enthält auch Aspekte von Metta, ist aber etwas anderes.


    So etwas hat im Buddhismus keine Entsprechung:


    Zitat

    Was ihr den geringsten meiner Brüder und Schwestern getan habt, das habt ihr mir getan. (Mt 25,40)


    Deswegen würde ich Jesus als was eigenes ansehen. Ihn in irgendeine Form pressen zu wollen, geht an den Dingen vorbei. Und die Dinge zu sehen wie sie sind ist ein wichtiger Grundsatz im Buddhismus um Leiden zu verhindern.

    Mir ist die Idee gekommen, einen Thread zu starten, bei dem jede/r in einigen wenigen Sätzen erklärt, was für ihr/ihn oder allgemein überhaupt Meditation ist. Hier zur Eröffnung eine von mir selbst ausgedachte Erklärung was Meditation ist (natürlich hier nur ein Aspekt):


    "Beim Meditieren übe ich durch die Dinge durchzusehen, d.h. ich nehme sie nur wahr ohne darauf einzutreten und lasse mich von ihnen nicht beeindrucken."


    Was andere schreiben bitte nicht in diesem Thread kommentieren, sondern (wenn es denn sein muss) dafür einen separaten Thread eröffnen. Sonst ist dieser Thread dann sonst schnell durchsetzt mit Diskussionen, die vom eigentlichen Thema ablenken. Danke _()_

    Bei der Zungen-Geschichte sehe ich keinen Spielraum. Hier macht er nur einen Spaß. Vielleicht ist es unter dem Strich besser auf solche Späße zu verzichten, da sie falsch verstanden werden können.

    Ja, bloß keine Späße mehr machen, lasst uns alle nur noch bitterernst sein. Naja, so denkst du sicher nicht. Das wäre doch schwach, nur um ja keinem auf den Fuß zu treten ( was ich denke, nicht der Fall ist wenn man einen Spaß macht, also echt keine böse Absicht dabei hat ), sich keine Albernheiten mehr zu erlauben, Necken abzuschaffen.

    Er hätte sie scherzhaft fragen können, ob sie nicht friert mit den Löchern in der Hose oder irgendsowas. Aber er hätte sie nicht anfassen dürfen - egal wie. Da gibt es aus vergangenen Jahrhunderten bezüglich Behandlung von Frauen einfach zu viel schlechtes Karma und wird daher schnell als Gefährdung gesehen. Wenn jemand sowas an der Arbeit macht, hat er gleich Ärger und zwar richtigen Ärger.


    Selbst eine Bemerkung über die Löcher in der Hose wäre wahrscheinlich auch kritisch gesehen worden. Wenn er sich mit so einer totalen Selbstdarstellerin wie Lady Gaga einlässt, muss er auf der Hut sein. Ich hätte ehrlich gesagt um der einen großen Bogen gemacht. Wer sich sowas von herausstilisiert wie diese Lady Gaga hat ein paar Verdrehungen im Kopf, und es ist besser sich diese Dröhnung nicht reinzuziehen.

    Ich bin auf diese Frage gekommen, durch ein video mit Lady Gaga und dem DL. Sie hat sein Grapschen freundlich unterbunden.

    Diese Frage ist durchaus eine Erklärung für sein merkwürdiges Verhalten. Erinnert ein wenig an die Thematik, die Sartre im "Der Idiot der Familie" behandelt.

    Ich habe dieses Video mit Lady Gaga gefunden: https://www.marca.com/en/lifes…d603268e3e79598b4571.html


    Lady Gaga trägt eine Jeans mit großen Löchern. Er piekt mit einem Finger in eines dieser Löcher. Bei der Zungen-Geschichte sehe ich keinen Spielraum. Hier macht er nur einen Spaß. Vielleicht ist es unter dem Strich besser auf solche Späße zu verzichten, da sie falsch verstanden werden können. Aber Grabschen ist etwas anderes. Grabschen ist anfassen wollen. Dieses Pieksen mit dem Finger hat nichts damit zu tun.

    Ich hatte ja nie das Glück/Pech gegenseitig mit rosarote Brille

    Verliebt zusein. Es war immer nur einseitig.

    Wenn die Verliebtheit erwidert wird, muss nicht unbedingt die große Freude da sein, die Sonne geht auf, alles ist schön. Es kann auch sein, dass man mit der Situation überfordert ist. Plötzlich entsteht eine Drucksituation, die man nicht erwartet hat, weil plötzlich eine Menge Anforderungen vom anderen Menschen auf einen Einströmen, mit denen man nicht gerechnet hat. Oder man erkennt, dass der andere Mensch ganz anders ist als gedacht und es schwierig werden könnte. Nach dem Sehnen wegen der Verliebtheit kommt dann das große Leid, wenn man sieht, dass jetzt nicht plötzlich alles schön ist. Deswegen ist es oft besser kleine Schritte zu machen und nicht viel zu erwarten.


    Ein guter Weg das alles zu Umgehen ist Freundlichkeit zu üben und aufzubauen. Zu jedem Menschen freundlich sein (zu denen, die es wegen schlechten Verhaltens nicht verdienen, bleibt man neutral). Wenn du willst kannst du mal versuchen für so 3-4 Wochen zu jedem Menschen freundlich zu sein (ohne "Grund" und ohne Hintersinn). So viel Zeit muss man sich nehmen, sonst bemerkt man keinen Unterschied. Mit der Zeit wirst du merken, dass die Menschen positiver auf dich reagieren und es dir in Folge davon und wegen der selbst entwickelten Freundlichkeit besser geht. Dadurch wird es dir viel besser gehen als durch Verliebtheit, die am Ende nur in Enttäuschung mündet. Es entwickeln sich neue Horizonte, man kommt einen Schritt weiter. Falls sich etwas entwickelt war es anfänglich ohne Hintersinn und dann ist der Stress sehr viel geringer, es ist viel mehr Zeit da, die Freude nicht durch Sehnen getrieben, das immer nur Leiden ist.

    Die buddhistischen Lehren würden mMn so angewendet werden, indem untersucht wird woraus diese Liebe besteht: Ist es der Glaube, dass alles schön wäre, wenn diese eine Sache klappt? Will man irgendetwas haben, das man meint haben zu müssen? Stimmt es, dass man das haben muss? Ist es so, dass es nur ein ganz gestimmter Mensch sein kann? Jemand, der buddhistische Lehren befolgt, hat sich eine geistige Haltung erarbeitet, bei dem er sich solche Fragen im vornherein stellt und damit erst gar nicht in die "Falle" tappt. Die berühmte Achtsamkeit. Echte Liebe heißt so oder so jemanden gehen lassen können. Alles andere ist Anhaftung. Anhaftung wird im Buddhismus als unheilsam gesehen.


    Jemand, der sich mit buddhistische Lehren beschäftigt, und diese wenigstens zum Teil als wahr oder sinnvoll/heilsam ansieht, hat sich ein Denken erarbeitet, bei dem nicht danach getrachtet wird "sich was reinzuziehen". Im Buddhismus kommt nichts von außen außer ein Haufen Reize, die nur eine unheilsame Dröhnung verursachen. Es ist nicht immer einfach Reize von außen sein zu lassen, aber es wäre eine Art Schulung da, die sofort eine Warnlampe angehen lässt wie "Vorsicht! Du kannst jetzt in die Falle tappen zu meinen irgendwas haben zu müssen, was dazu führt, dass du die Dinge nicht mehr so siehst wie sie wirklich sind!". Beim Verliebtsein hat man eine rosarote Brille auf, man sieht die Dinge verklärt, weil man es gerne so hätte (eine Illusion entsteht). Irgendwann gibt es eine Enttäuschung, weil man wieder auf die Wirklichkeit aufschlägt, und die ist schmerzhaft und leidvoll. Die Lehre Buddhas besagt im Wesentlichen, dass es nur Leiden verursacht, wenn man sich eine rosarote Brille aufsetzt, und man es deswegen besser erst gar nicht tut.


    Etwas anderes ist es, wenn man einen lieben Menschen verliert durch Wegzug, Tod, etc. Die Trauer deswegen ist nicht einfach ein aufgekratzter Geist. Der Mensch ist ein soziales Wesen, dem es alleine nicht gut geht oder wenn alleine lebend erhebliche Anstrengungen unternehmen muss um mental gesund zu bleiben. Hier muss man Arbeit leisten, um sich zu verabschieden oder heilsame Erinnerungen zu behalten.

    (...) Ich glaube nicht, dass hier jemand die Frage gestellt hat, ob das Verhalten des DL aus unserer (damit meine ich die Mitglieder des Forums) Perspektive akzeptabel ist, Es ist hinterfragt worden, ob es ein sexueller Hintergrund vermutet werden muss.

    Es muss nicht unbedingt um sexuelle Anzüglichkeit gehen. "Willst du an meiner Zunge lutschen?". Man kann das einfach eklig finden und im Umgang mit Kindern unzulässig finden und zusätzlich was sexuelles drin sehen oder nicht. Es bleibt im Umgang mit Kindern unzulässig. Ein Erwachsener hätte es auch nicht lustig gefunden.


    So oder so weiß jetzt der DL, dass er Shenaningans mit der Zunge in Zukunft sein lassen muss. Das wird falsch oder anders verstanden, was so oder so im voraus klar war.


    Es bleibt ein einziger dunkler Tropfen in einem klaren See was seine Lebensleistung angeht. Man kann mal einen Fehler machen, aber so einen nicht noch einmal.

    Er hat das Kind an sich gezogen, obwohl klar erkennbar war, dass dies dem Kind unangenehm war oder zu weit geht.

    Hast Du Dir den Film mal angesehen, den Schneelöwin verlinkt hat?

    Auf diesem Video sieht man wie er dem Jungen auf dem Mund küsst, mit dem Kind irgendwas mit der Zunge machen will und das Kind an sich zieht. Das sind keine Worte, sondern Taten.


    Ich wäre dafür diesen Thread mal für 1 Tag oder so zu schließen. Sonst machen die wiederholten Falschdarstellungen einfach keine Pause. Es ist mittlerweile so ziemlich alles zu dem Thema gesagt und es kommen nur noch Wiederholungen.

    Nein, man hat sich für eventuelle Verletzungen entschuldigt, die seine Worte ausgelöst haben könnten:


    Quote

    His Holiness wishes to apologize to the boy and his family, as well as his many friends across the world, for the hurt his words may have caused.


    Das ist ein Unterschied

    Es geht nicht um Worte:


    Er hat das Kind an sich gezogen, obwohl klar erkennbar war, dass dies dem Kind unangenehm war oder zu weit geht. Außerdem hat er dem Kind auf den Mund geküsst, was dieses nicht erwartet hat: An der zurückziehenden Kopfbewegung vom Kind ist dies klar erkennbar. So oder so geht auf den Mund küssen zu weit.


    Es geht nicht um Worte, sondern um Taten. Wiederholte Falschdarstellung wird die Dinge nicht ändern und hier niemanden überzeugen.

    Ich möchte nicht mehr in einem "buddhistischen" Forum bleiben, wo solche Sachen (teilweise) relativiert und verteidigt werden.

    Hallo Martin,


    da kann ich dich natürlich verstehen. Ich will dich wegen deiner Entscheidung auch nicht "bearbeiten" oder sowas. Ich möchte nur allgemein anmerken, dass Leute in einem buddhistischen Forum auch "nur" gewöhnliche Leute sind. Leider kann man hier scheinbar nicht mehr verlangen als in anderen Foren.


    Igor07, der aus der Ukraine stammt, kann wohl auch ein Lied singen über Leute hier im Forum, die völlig dagegen sind, dass der Ukraine überhaupt mit Waffen geholfen wird, "weil das sonst Krieg bedeuten würde" und ähnliche Dinge, die einem beim Anblick des Leids der Leute in der alten Heimat schon die Tränen in die Augen treiben kann.


    Mir hilft es oft erst einmal ein paar Tage verstreichen zu lassen. Was im Kopf abläuft ist immer wechselhaft. Nach einigen Tagen hat man ein bisschen Abstand und hat andere Gedankengänge.


    Das ist nur das, was ich rüberbeamen wollte ;-).

    Dir so oder so alles Gute :)

    In diesem Punkt ist Ashoka durchaus mit dem ägyptischen Pharao Echnaton zu vergleichen, der den alten Polytheismus durch einen einheitlichen Sonnenkult ersetzen wollte.

    In beiden Fällen haben die alten Vielgötterideen gewonnen, indem sie unmittelbar nach dem Tod eines einzelnen zurückgekehrt sind.

    Wahrscheinlich waren sie einfach zu profitabel für eine ganze Klasse....

    Das ist ein guter Punkt. Denke die etablierten Religionen hatten den Leuten etwas zu bieten, wenn emotionale Unterstützung benötigt in schweren Zeiten (wie Unmengen Götter anrufen können, Rituale, Prozessionen, etc.).


    Fällt der Regen aus, kann man irgendwelche Götter anrufen. Sowas "fehlt" in der Lehre Buddhas bzw. ist dort kein Thema oder es wird gesagt, dass man auf seinen Geist aufpassen muss. Wenn der Geist eh schon fahrig ist, ist er hierfür nicht empfänglich und freut sich, wenn sich an irgendeinen Gott gewandt werden kann. So fallen die Leute gerne schnell in die bisherigen Religionen zurück.


    Zitat

    Wahrscheinlich waren sie einfach zu profitabel für eine ganze Klasse....

    Wie ist das gemeint?

    Es geht mir hier nur darum, dass die Dinge relativieren keine Lösung ist.

    Was für eine monströse Relativierung ist es denn, wenn eine schräge Handlung ein ganzes Lebenswerk relativiert? Ist diese Form der Relativierung eine Lösung?

    Einem wildfremden Kind auf den Mund zu küssen und anzubieten die Zunge zu lecken oder lutschen oder was immer mit der Zunge geht nicht. Punkt. Das kann man nicht relativieren und darum geht es was Relativierung angeht.

    Buddhisten auf Hinrichtungskurs. Sehr gute Idee. Macht ihn fertig, diese Sau.

    Ich verstehe natürlich was du meinst. Ich habe ja selbst geschrieben, dass dies enorm unglücklich ist, weil so ein insgesamt verdienstvolles Lebenswerk negativ überlagert wird.


    Es geht mir hier nur darum, dass die Dinge relativieren keine Lösung ist. Es ist sowas passiert und das muss man annehmen. Relativieren aus Anhaftung an den DL ist eben Anhaftung.

    Das ist die Katastrophe an dem Ganzen: Die vielen verdienstvollen Taten des DL über seine ganze Lebenszeit hinweg werden nun nicht mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen und gehen unter. Am Ende bleibt diese Zungen-Geschichte, die dominant den Leuten in Erinnerung bleibt.

    Nein, die Katastrophe an dem Ganzen ist, dass nur solche Dinge einen Weg in Hirne und Herzen finden. DA ist dann plötzlich Empathie, Aufregung, Engagement...

    Auf den Mund küssen und Aufforderung die Zunge zu lecken hätte der DL nicht tun dürfen. Punkt. Dass dies ein ganzes Lebenswerk erheblich ruiniert ist auf jeden Fall katastrophal. Zum Einen, zum Anderen kommt man auf solche Zungenspielchen nicht von heute auf morgen. Da ist noch mehr im Busch.

    Die Zunge herauszustrecken hat in Tibet eine andere kulturelle Bedeutung:

    ich glaube das verstörende ist, dass er ihn gebeten hat an seiner Zunge zu saugen.

    Außerdem war es kein tibetischer Junge, der vielleicht irgendwelche Zungenspielchen hätte kennen können, sondern ein indischer Junge. Daran hätte der DL denken müssen, wenn es überhaupt von der Intention her unbedenklich gewesen wäre. Ob indischer oder tibetischer Junge spielt so oder so keine Rolle, denn auf den Mund zu küssen ist Blödsinn.

    Wenn sich diejenigen, die sich empören oder verstört sind, alle anderen Äußerungen, Gesten und Handlungen des Dalai Lama ebenso zu Herzen genommen hätten, würde es vielleicht schon etwas friedlicher in der Welt zugehen. Aber diese Botschaften finden leider keinen Weg in die Klick-Industrie.

    Das ist die Katastrophe an dem Ganzen: Die vielen verdienstvollen Taten des DL über seine ganze Lebenszeit hinweg werden nun nicht mehr in der Öffentlichkeit wahrgenommen und gehen unter. Am Ende bleibt diese Zungen-Geschichte, die dominant den Leuten in Erinnerung bleibt.