Posts by Anandasa

    Hallo Max,


    ich kann dein Problem gut verstehen. Von außen kannman sich letztendlichkeine "Hilfe" holen. Alles, was man sich von außen reinzieht, belastet am Ende nur den eigenen Geist. Das ist so in etwa die Lehre Buddhas wie ich sie verstehe. Wobei ich das an Beobachtungen an mir selbst bestätigen kann.


    Dein Escooter ist aber nicht einfach nur sich was von außen reinziehen, sondern auch eine Art Befreiung aus dem Leben im Bett wegen der Schmerzkrankheit. Der Escooter birgt aber die Gefahr, dass die Dosis zu groß wird, und es daher zu einer Sache wird, bei dir was von außen reingezogen wird.


    Eine Idee wäre sich in kleinen Schritten voran zu tasten. Also zuerst einen kleinen kurzen Ausflug machen mit dem Escooter. Zu einem Baum fahren, unter dem du meditierst oder nur den Vögeln zuhörst und dann wieder nach Hause fährst. Dann kann man das etwas erweitern. Man stellt dann womöglich fest, dass noch mehr als das nicht gut war und beläst es bei den Ausflügen zum Meditieren unter einem Baum. Oder man erhöht den Radius etwas und entdeckt was neues, was einem sinnvoll erscheint. Kann sein, dass dann danach die Schmerzen wieder höher wurden. Also Dosis wieder reduzieren.


    Natürlich verstehe ich das Problem nur begrenzt. Nur was mir jetzt spontan dazu eingefallen ist, wie man das angehen könnte.

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    Solange Ego besteht, bestehen Sorgen.

    Ja, das ständige Bilden eines Egos führt zu ständigem Ergreifen. Kein Ego bilden zu wollen, dies umlaufen zu können, hat großen Nutzen, da hieraus geistige Klarheit folgt und das Loslassen von ständiger geistiger Beschäftigung, die auch zum Einschlagen eines ganz anderen geistigen Lebenswegs führt, der nur belastend und "versiffend" ist.

    Eine gute Frage ist, was bleibt von dem "Menschen", also im Sinne eines denkenden und selbstreflektierenden Wesens, wenn der Schmerz unerträglich wird oder wenn ein Mensch an Alzheimer erkrankt? Über welche Praxis kann man dann überhaupt noch reden? Ich finde keine Antwort.

    Das ist ein guter Punkt. Bei bestimmten Krankheiten wie u.a. Alzheimer lässt sich weder mit Geistesschulung noch Medizin was machen. Das ist aber eine weitergehende Thematik, die über das Annehmen des Sterbens an sich hinausgeht.


    Meine Nachbarin hat Alzheimer. Es ist jetzt soweit fortgeschritten, dass ihr Mann sie ins Pflegeheim bringen musste. Er besucht sie jeden Tag und sie erkennt ihn mittlerweile nicht mehr. Problem ist der weitere krankheitsverlauf bis zum Tod. Am Ende sterben die meisten Menschen mit Alzheimer an einer Lungenentzündung, was bis dahin ein furchtbarer Krankheitsverlauf ist. Diese Thematik ist für mich dann eher ein Problem mit der Sterbehilfe als mit ein buddhistisches Problem.

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    Buddhistische Praxis ist eine gute Altersvorsorge

    Ja, das sehe ich auch so. Die Beschäftigung damit unheilsame Dinge vom eigenen Geist fern zu halten hat Nutzen, der sich mit der Zeit auch wenigstens bedingt summiert. Frühzeitig einen Umgang damit zu entwickeln, dass die Dinge vergehen, macht es leichter, wenn das eigene Vergehen näherrückt.


    Wenn ich in meinem Freundeskreis nur sowas sage wie "alle Dinge vergehen" schauen sie schon verdutzt und betreten. Dann wird es irgendwann sehr schwer, wenn man keine Vorbereitung hat, und man sieht wie der Körper immer mehr nachlässt.

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    Nur weil sich ein User kritisch äußert, ist doch nicht im „Handumdrehen“ alles schlecht. Fühlt sich die Kritik für dich so schlimm an?

    Es geht nicht nur um den Einzelfall in diesem Thread. Es wird allgemein zu sehr negativ gedacht. Nicht nur hier im Forum, auch in den Medien. Bei manchen Zeitungen scheint es schon das Geschäftsmodell zu sein alles in Deutschland schlecht zu reden.


    Aber bei vielen Beiträgen hier im Forum wird zu schnell jemand schlecht gemacht. Es gibt natürlich sehr problematische Fälle wie Sogyal Rinpoche. Da ist nicht viel positives zu sagen. Aber wegen einier Aussage, die irgendjemand nicht passt, ist nicht gleich alles schlecht. jemand wie Tenzin Peljor ist nicht perfekt, aber er hat schon viel erreicht und verwirklicht. Das sollte man nicht einfach wegwischen.

    Ich war schon an mehreren Workshops mit Tenzin Peljor und bin oft in seiner wöchentlichen Online-Meditationskurs. Ich kann mich nicht erinnern irgendetwas schlechtes in seinen Erklärungen und Vorträgen gehört zu haben oder etwas zweifelhaftes. Er ist natürlich nicht perfekt und man kann vermutlich bei 1-5% von dem was er sagt unterschiedlicher Meinung sein oder es gar kritisch sehen.


    Was nun aber in diesem Thread passiert, passiert in diesem Forum seit Bestehen fast täglich: aus 95-99% gut wird 95-99% schlecht und das einfach im Handumdrehen.

    Ich war im Nachhinein sehr traurig, weil ich die Situation nicht realisierte. Dass ich so unbewusst war, konnte ich lange nicht begreifen.


    Heute weiß ich, dass ich keine Wahl hatte.

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    Als meine Mutter wieder einmal ins Krankenhaus musste hat mich der Arzt ziemlich böse angeschaut. Ich wusste gar nicht warum, ich hatte ihm gar nichts getan. Sie ist dann aus dem Krankenhaus nicht mehr zurückgekommen. Ich hatte es aber überhaupt nicht gewusst, dass es jetzt so ernst steht.


    Sie musste immer öfter und in immer kürzeren Abständen ins Krankenhaus. Im Nachhinein habe ich mir gesagt, dass ich das hätte sehen müssen. Aber ein Teenager hat nicht die Übersicht wie ein Erwachsener um sowas zu sehen. Ich bin sie nach der Schule immer im Krankenhaus besuchen gegangen. Das war das was ich als Teenager machen konnte und das habe ich auch gemacht. Damit war es gut.


    Das Schuldgefühl ist auch durch den Schock und weil es nun nicht mehr wegen Unumkehrbarkeit des Todes korrigiert werden kann. Manchmal muss man sich selbst gegenüber auch nachsichtig sein, wenn ein "fehlerfreies" Verhalten einen Perfektionismus erfordert hätte, den ein sehr wohl gewissenhafter Mensch nicht schaffen kann. Das menschliche Gehirn kann einfach nicht derart fehlerfrei arbeiten.

    Wenn Kühe nur Gräser essen würden, statt mit Soja und anderem gefüttert zu werden, hätte ich weniger Einwände. Aber der Anbau der Futtermittel braucht viel Platz, womit Flächen belegt werden, die nicht mehr der Natur nützlich sind oder dem Anbau von pflanzlichen Nahrungsmitteln dienen können, um den Hunger in der Welt zu verringern. Sie verbrauchen Wasser im Anbau. Transportiert werden, müssen die Futtermittel auch noch.

    Außer du achtest drauf, nur Fleisch von Kühen zu essen, die ausschließlich Gräser von Berghängen gefuttert haben. Dann stimmt mein Vorgerede natürlich nicht.

    Kühe verursachen einen gewissen CO2-Ausstoß durch Blähungen bei der Verdauung. Ist die Summe der Kühe und Rinder weltweit sehr groß, spielt dies tatsächlich eine Rolle.

    Mir fällt da eine kleine Geschichte ein als ich mir für einen Sprachkurs ein Vokabelheft kaufte und mir dann dachte, dass ich jetzt einfach aus Spaß in das Namensschildchen auf der Vorderseite "Anandasa" schreibe statt meinen Vor- und Nachnamen. In dem Moment sah ich es für einige Sekunden vor mir, dass ich gar nicht eer bin mit diesem Vor- und Nachnamen. Es hätte sehr vieles ganz anders kommen können und dann wäre ich jemand ganz anderes. Danach war es weg aus meinem Kopf und ich konnte es nicht mehr zurückholen.


    Die Vorstellung, die man von sich selbst hat, ist enorm. Und man ist sich bei vielen Dingen nicht bewusst, dass es aufgebaute Vorstellungen sind.

    Warum ist es nicht positiv bzw. schön geboren worden zu sein und zu leben?


    „Das Leben im Daseinskreislauf ist leidvoll: Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Tod ist Leiden; Kummer, Lamentieren, Schmerz und Verzweiflung sind Leiden. Gesellschaft mit dem Ungeliebten ist Leiden, das Gewünschte nicht zu bekommen ist Leiden. Kurz, die fünf Ansammlungen sind Leiden.“

    Aus meiner Sicht wird in diesem Zitat oben gesagt, dass es im Buddhismus nur um das Erlöschen von unnötigen Leiden geht, die man sich selbst unnötig zufügt hat ausgelöst durch Wut, Hass, Gier, Verblendung, Unwissenheit, usw.


    Das Zitat oben besagt nur, dass es im Buddhismus gegen Alter und Tod kein Mittel gibt, weil es dagegen überhaupt kein Mittel gibt. Die Dinge vergehen und wir selbst auch. Dies zu akzeptieren ist Teil der Lehre Buddhas. Das ist nicht negativ zu verstehen. Die Dinge sind einfach so.

    Aus Anatta kann man nach meiner Meinung folgern, dass es keine ewige Seele gibt. Dass man Anatta im Leben umsetzen kann, glaube ich nicht. Die Konsequenzen daraus sind zu hart als dass die menschliche Psyche dies aushalten könnte. Für mich ist Anatta ein Wink mit dem Zaunpfahl, dass man auf Gestaltungen und Illusionen sehr sehr aufpassen muss. Mehr lässt sich aus meiner Sicht nicht daraus gewinnen.

    Die Ich-Illusion ist hier anhand des Bilds aus Pixeln sehr gut erklärt. Das Problem ist aber, dass es damit aus meiner Sicht nicht erledigt ist. Um psychisch gesund und widerstandsfähig zu sein braucht man nach meiner Meinung aber trotzdem ein gewisses Selbst (nicht ein Selbstbild, sondern ein Selbst).


    Ich lebe jetzt nach sehr langer Zeit im Ausland weit weg von meinem Heimatort wieder in der Nähe meines Heimatortes, wo ich Kindheit und Jugend verbracht habe. Wenn ich manchmal dort ist, ist das für meine Psyche das ganz große tiefe Durchatmen. Die Zeit im Ausland war manchmal psychisch anstrengend. Wenn ich in meinem Heimatort bin, ist das die reine Erholung für die Psyche.


    Deswegen meine Ansicht, dass die Vergangenheit einfach loslassen und das Selbst loslassern so nicht funktioniert. Man gerät psychisch aus den Fugen und muss wieder zurück zu seinem Selbst. Was nach meiner Meinung benötigt wird, ist eine Weg wie man die Ich-Illusion durchschaut um dem Aufbau leidhafter Gestaltungen entgegenzuwirken, >>aber<< dabei die gesunden oder heilsamen Seiten seines persönlichen Selbst behält. Ich bin was ich bin ohne die Dinge die ergriffen werden, behalte aber die aufgebauten Teile meines Selbst, die für eine gesunde Psyche benötigt werden.

    Zitat

    Dass die Praxis sehr schwere dissoziative Zustände auslösen könnte,
    so bei der klinischen Schizophrenie , erzählt absolut klar
    Thomas Metzinger im neuen Buch.

    Ich habe mal in meinen buddhistischen Anfangszeiten versucht tagsüber ohne Anhaftung an mein Selbst zu sein. Ich versuche die Dinge einfach nur wertneutral zu betrachten. Schwer zu sagen, aber ich würde meinen, dass ich so manchmal bessere Momente hatte und neue Erkenntnisse gewonnen habe, Aber es war halt anstrengend. Vielleicht ist es nur anstrengend, wenn man es nicht gewohnt ist. Müsste ich vielleicht nochmal ausprobieren.


    Das ist aber nebensächlich. Problematisch ist es aus meiner Sicht dagegen, dass ich nur dann Mitgefühl für andere habe, wenn ich wie gewöhnlich an meinem Selbst anhafte.Vversuche ich die Dinge einfach nur wertneutral zu betrachten, komme ich mir vor wie ein Android, der innerlich leer ist. Hafte ich wie sonst normal auch an meinem Selbst, dann geht aber auch das große Gedöns los, wenn man an seinem Selbst anhaftet wie dass ich gerne eine große Nummer wäre, gerne geachtet wäre, man mich beeindruckend finden sollte. Schon mühsam.

    Ganz simpel - ich vermute, den wirklich Entscheidenden in diesem System ist der Dalai Lama derartig gleichgültig, daß wir es uns kaum vorstellen können!

    Beim Panchen Lama ist es schon genauso abgelaufen, siehe: Als China ein sechsjähriges Kind entführte, das nie wieder auftauchte. Seitdem ist die kommunistische Partei Chinas immer totalitärer geworden.


    Die Tage hat China eine neue Karte Chinas veröfentlich, auf der Teile von Russland, Indien, Malaysien u.a. jetzt zu China gehören. "Das wird mit China schon gut gehen", wird nicht funktionieren genau wie es bei Putin nicht funktioniert hat.

    Zum Problem wird "Schwierigsein" ja nur, wenn Andere - und/oder man selbst - darunter zu leiden beginnen. Beurteilen tun das in der Folge die jeweils Betroffenen...

    Naja, es wäre manchmal schon ganz nett und das Leben angenehmer, wenn sich da manch einer mal weiterentwickeln würde. Als rein mentales Problem bei sich selbst würde ich das nicht sehen.

    Wenn "schwierige" Menschen nur erkennen würden, dass sie "schwirig" sind. Wer will schon schwierig sein.

    Ganz genau! Deswegen halte ich Meditation so wertvoll, weil es auch Selbsterkenntnis bringen kann. Und das macht im Leben den großen Unterschied aus. Im Buddhismus sehe ich es als große Stärke an, dass man sich um Erkenntnis und Weiterentwicklung bemüht.


    Mein Vater hat immer gut für die Familie gesorgt. Hat sich für die Kinder auch Zeit genommen. Aber er war manchmal aufbrausend. Das hat ihm unverhältnismäßig viel Sympathien gekostet, weil die Leute auf sowas stärker reagieren. Hätte er das bemerkt und korrigieren können, wäre es ein viel besseres Leben gewesen.

    Das erinnert mich an einen Projektleiter in einer früheren Firma. Etwa 2x die Woche hat von man irgendwoher einen reisen Schrei gehört. Da wusste jeder, dass er wieder einen Wutanfall hatte. Wenn man ihm sagen musste, dass dies so nicht gehen wird, begann dann oft das Zittern an den Händen. Wenn man ihn dann nicht noch abfangen konnte, wurde das Zittern immer stärker bis auch die Oberarme und die Schultern sich regelrecht schüchtelten. Und dann erfolgte ein riesen Schrei.


    Das Management hat das nie interessiert. Solange jemand Leistung zeigt, wird nichts getan. Erst wenn die Leistung abfällt macht man einen Aufhebungsvertrag oder sowas. Naja, jedenfalls diese Firma damals ging so vor.


    Als ich schon lange nicht mehr in dieser Firma war traf ich ihn einmal zufällig in einer S-Bahn. Er hat sich gefreut mich wiederzusehen. Sein Bruder, der auch in dieser Firma arbeitete, ließe mich auch grüßen. Ich war ganz von den Socken.


    Gut, dieser Projektleiter war eigentlich ein freundlicher Mensch, der einen Therapeuten gebraucht hätte, weil er mit seinen Wutanfällen nicht mehr klarkommt. Das ist etwas ganz anderes als ein Putin oder jemand, der rücksichtslos und brutal ist. Aber nicht bei jedem, der einen auf den Senkel geht, steht auch ein Putin dahinter. In Wirklichkeit steht oft jemand anderes dahinter. Das vergisst man in Wut und Ärger schnell. Jemand, der mit etwas nicht klarkommt und sich nicht helfen kann.

    Am Anfang hatte ich ein Problem mit einer aufschäumenden Gedankenwelt und bestimmten gedanklichen Anhaftungen. Als ich mal zufällig in einem buddhistischen Buch las wurde mir das klar und dass die Lehren Buddhas genau dieses Problem behandeln.


    Den größten Teil dieser Probleme habe ich gelöst bekommen. Jetzt ist für mich Buddhismus sehr wichtig um einen klaren Geist zu behalten und weiter klarer im Geist zu werden. Die Dinge besser betrachten zu können ohne sich von ihnen hineinziehen zu lassen. Das hat mir sehr geholfen die Dinge klarer zu sein und "weiser" zu werden.

    Ich würde die Lehre Buddhas und die Wiedergeburtslehre von einander trennen. Ersteres hat für mich immer seinen Wert und letzteres ist fraglich oder zumindest schwer zugänglich.


    Bei der Lehre Buddhas geht es aus meiner Sicht im Wesentlichen darum den Geist gesund zu halten um Leiden vorzubeugen oder aus ihnen wieder herauszukommen.


    Bei der Wiedergeburtslehre wird es dann religiös. Außerdem ist das Ganze wesentlich aus einem religiösem Teil vom Hinduismus übernommen und abgewandelt. Es ist nicht eine selbst entwickelte Lehre oder etwas worauf jemand anderes bei der Betrachtung des Geistes auch drauf kommen müsste wie beim Kern der Lehre Buddhas.


    Aus meiner Sicht hilft es, wenn es dann letztendlich ums Sterben geht nicht. Ich halte es sinnvoller es so zu sehen wie Ellviral und sich zu Lebzeiten so auf den Tod vorzubereiten:


    Zitat

    Die Wiedergeburtslehre ist interessant wie jede Lehre. Als Beschäftigung des Geistes. Mich als Mensch geht das nichts an. Ich bin geboren und werde sterben.

    Wer Flucht macht sich frei von Frust und findet neue Wege.

    Das Fluchen baut den Ärger weiter aus. Den Ärger verfliegen lassen, indem man ihn nicht nachverfolgt, sondern nur betrachtet. Das ist der Sinn des Meditierens.

    Der Punkt ist der, dass harte Rede eine zerstörerische Wirkung auf den anderen hat. Dies führt zu schlechtem Karma für beide Gesprächsteilnehmer.

    🤔 Was meinst Du mit zerstörerisch...? Was wird zerstört?

    Sunu , ich kann sehr gut nachvollziehen, was Anandasa meinte. Das Aus-leben von Hass, Gier, Verblendung und allen anderen "Geistes-Giften" , via Herzens-Befleckungen( Verunreingungen), und wie es alles heisst, ---das zerstört den Körper, also schadet der Gesundheit, und zwar direkt.

    Ja genau. Zuerst beginnt es den Geist zu zerstören, denn der Geist ist schnelllebig und flüchtig. Der Geist ist sehr schnell aus der Mitte zu bringen. Auf die Dauer schlägt es auch auf den Körper.

    Heisst: Wenn man Mist denken will, will man auch so reden

    Nur sehr kurz. Für mich es genau sehr krasser Fall von "un-recht-en" Rede. Warum?

    Zuerst das Wort "Mist " suggeriert eher die "Ab-werung", also rein sprachlich, ...

    der Zweite Schritt.. "Mist " dann wäre nichts genug.. man "denkt Mist", noch mehr..

    der Dritte Schritt.. noch eine Zuspitzung, man will ("") Mist zu denken.

    Genau, wenn man zu fluchen anfängt, hat mam die Achtsamkeit verloren und fängt an aus seiner Mitte rauszufallen. Beginnt das Fluchen, ist die Wut schon da und nimmt einen in Besitz. Deswegen keine harten Worte verwenden.

    Einfache Grundregel was Rechte Rede ist: Nie irgendein hartes Wort sagen zu niemanden und das ohne Ausnahme. Ich habe das von einem Artikel von irgendeinem Rinpoche oder Ajahn. Weiß nicht mehr wo im Internet ich das gefunden habe, aber diese Regel ist Gold wert. Einfach ausprobieren während mind. 2-3 Wochen und man sieht, dass es einen großen Unterschied macht.

    Ich halte das für nicht immer erstrebenswert. Manchmal finde ich, ist harte/härtere, direkte Ansprache die bessere Wahl, um zum Nachdenken anzuregen. Meine Meinung.

    Der Punkt ist der, dass harte Rede eine zerstörerische Wirkung auf den anderen hat. Dies führt zu schlechtem Karma für beide Gesprächsteilnehmer.