Posts by Aravind

    Huhu, liest einer von euch diese Zeitschrift

    https://de.scribd.com/article/…-Ourselves-Into-Existence oder hat den Artikel zufällig zur Hand? Wenn ja, könnt ihr die Zeitschrift empfehlen?


    :D

    PS: ich hoffe, ich habe die Labels richtig gewählt? _()_

    Guck doch einfach bei Youtube, da finden sich unter "joseph goldstein anatta" mehrere Lehrreden von ihm. Oder über Google, da findest Du auch ähnliche Artikel von ihm.


    Liebe Grüße,

    Aravind

    Außerdem laufen die fortschrittlichen Leute ja reihenweise davon. Die Austritte gehen ja nicht zurück durch das was jetzt so versucht wird. Papiere sind noch keine Änderungen im Kirchenrecht.

    (...)


    Die meisten Austritte dürften das Ergebnis einer Kombination von kritischen Überlegungen zu den Berufskirchen in Verbindung mit der Erhebung von Zwangsbeiträgen (der Zehnte) sein.

    Zumindest nicht in Köln. Da sind die Menschen in Scharen ausgetreten konkret in Zusammenhang mit dem Missbrauchsfällen und dem Umgang damit.


    Rekordzahl: Mehr als 10.000 Kirchenaustritte in Köln im ersten Halbjahr
    Im ganzen Erzbistum Köln wurden 2021 um die 40.000 Kirchenaustritte verzeichnet.
    www.ksta.de


    Liebe Grüße, Aravind.

    Ich stimme Leonie in jeder Beziehung zu.


    Ich bin selbst Lehrender in mehreren Bezahlstudiengängen, und unsere StudentInnen fordern die versprochenen Leistungen knallhart ein. Und so soll es auch sein.


    Nur, weil die Kosten jemand Drittes übernimmt, gibt es IMHO keinen Grund, da tolerant zu sein, wenn man mit der Leistung nicht zufrieden ist.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Wenn man nichts tun will in diesem Sinne, ist jede Ausrede recht. Das, was Thorsten Hallscheidt zitiert hat, genau wie auch das Gegenteil davon.


    Das coole an buddhistischer Praxis ist, dass man lernen kann, nichts zu tun, ohne sich vor sich selbst dafür zu rechtfertigen, und dabei zu verhärten und Energie zu verschwenden. Und dass man lernen kann, etwas zu tun, ohne sich dafür vor sich selbst zu rechtfertigen und dabei Energie zu verschwenden.


    Liebe Grüße, Aravind.

    Nur als Beispiele: Ozonloch und correctiv.

    Und niemand leugnet einen Klimawandel, darum geht es gar nicht.

    Dann hast Du sicher auch den Nachbarartikel auf derselben Plattform gelesen?


    Ozonloch - ein schwieriger Patient: Klimawandel fördert den Ozonloch-Effekt | BR.de
    Seit Jahrzehnten beobachten Forscher ein Loch über der Antarktis: das Ozonloch. Nach dem Verbot von FCKW schien es zunächst, als ob die Ozonschicht heile. Doch…
    www.ardalpha.de

    Zum Glück haben sich die "Prognosen" der letzten Jahrzehnte nicht bewahrheitet. Erinnert sei nur an das Thema Waldsterben und Ozonloch.

    So ziemlich die schlechtesten Beispiele, die Du aufführen kannst. Beide sind deshalb kein (großes) Problem mehr, weil auf die Ursachen gezielt reagiert wurde: Entschwefelung der Abgase von Kraftwerken seit Beginn der 80er (soweit ich mich erinnere, beginnend in den USA; zumindest war Westinghouse einer der ersten Anbieter von Entschwefelung in Europa, so um 1983. Ein Freund von mir war damals Inbetriebnahmeingenieur dafür) und weltweites Verbot von bestimmten FCKWs, angefangen Mitte der 70er ebenfalls in den USA. Gerade letzteres gilt als Highlight der internationalen Kooperation bei Umweltfragen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Also ich habe keine Integrität in Frage gestellt :D . Ich fand halt Thorstens Worte etwas krass, hätt ich auch anders sagen können. Ok. Aber das sag ich lieber Thorsten Hallscheidt , als dir, das verstehst du oder?

    Aber klar doch, da gehört das hin. Ich habe nur darauf hingewiesen, dass ich das unangemessen finde.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Ich glaube nicht, dass man Menschen auf die zwei Töpfe

    * handelt sinnvoll => Unterhaltung sinnlos

    * steht stabil auf der Entscheidung, nichts am Verhalten zu ändern => Unterhaltung sinnlos

    Das sehe ich genauso, gut, dass Du das kommentierst. Ich bezog mich ausschließlich auf die jeweilige konkrete Argumentation hier im Faden.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Weißt du, Gurkenhut, ich habe ehrlich keine Ahnung, wie ich hier überhaupt jemanden überzeugen soll.

    Natürlich, das kannst Du doch gar nicht wissen, weil es keinen Sinn macht. Wie willst Du denn mit Menschen diskutieren, die mit Kategorien argumentieren und für sich den Weg von Fakten zum Handeln ausschließen?


    Wenn jemand für sich entschieden hat, ich sehe keinen Anlass, irgendwas zu verändern, und auch nicht, dass irgendjemand anderes etwas verändert, dann ist es für alle Beteiligten besser und gesünder, die Diskussion an der Stelle zu beenden.


    Und wenn jemand auf Grund eines privaten Beitrags in einer hitzigen Debatte die Integrität von Moderatoren in Frage stellt, dann ist es IMHO Zeit, mal einen Gang zurück zu schalten. Was soll das, Voyager ?


    Liebe Grüße, Aravind.

    Mir erscheint der Wille in "Die Gesellschaft gestalten zu wollen" bereits übergriffig, da die Gesellschaft aus der Perspektive des Selbst "die Anderen" sind.

    Da bin ich nicht bei dir. Gesellschaft ist für mich ein "wir" (was die ganzen ich's und den Raum dazwischen enthält) nicht ein "ihr".


    Danke für die Antwort. Ich denke nochmal drüber nach.

    Und doch bleibt es Tatsache, dass Du immer gegenüber der Gesellschaft, die anderen, bist. Wieweit du ein „wir“ erzeugst, bleibt ganz deinen Vorstellungen überlassen.

    Das finde ich richtig, ist aber im Kontext dieses Fadens doch nur dann ein Thema und vielleicht ein Problem, wenn man "Auseinandersetzung in der Diskussion" und "gemeinsam Teil der Gesellschaft zu sein" nicht zusammen bekommt oder gar als Gegensatz begreift.


    Auch und vor allem aus buddhistischer Sicht. Und auch da bleibt es einem selbst und der eigenen Erfahrung vorbehalten, in wie weit man anerkennt, dass man Teil eines verbundenen Ganzen ist. Mit allen Abhängigkeiten, und auch allen Möglichkeiten.

    Ich sehe aber gerade umgekehrt. Man sollte nicht die "Komische" Schüler "ausschliessen", sondern die zu schützen von den rein praktisch "kriminellen" Strukturen und von den Lehrern, die persönlich von dem geistigem Haupt-Ober-Haupt ordiniert und abgesegnet wurden.

    Da bin ich völlig Deiner Meinung! Der "Ausschluss" wäre nur eine echte Notmaßnahme, wenn man merkt, ich kann die Situation trotz meiner Erfahrung nicht handhaben.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Ich denke, ich habe Dich ganz gut verstanden. Und ich kenne solche Situationen aus mehreren Zusammenhängen.


    Aber egal, welche "Störung" Du bei dem hier weibliche Part diagnostizierst, am Ende ist das hier:

    Gleichzeitig spielt auch dieser männliche Part für sich selbst eine tragische Rolle, indem er nicht durchschaut, wie gewöhnlich er doch ist und keinesfalls spirituell fortgeschritten, doch nutzt er seinen Vorgesetzten-Status aus.

    das entscheidende, weil, wie Leonie ganz richtig bemerkt, solche Dinge nicht im luftleeren Raum stattfinden ,sondern in einer Struktur mit Hierarchien. Und da haben die Menschen, die "oben" stehen, immer eine besondere Verantwortung. Die kann auch darin liegen, dass man Schülerinnen und Schüler, die sich "komisch" oder nicht angemessen verhalten, vorübergehend von der Gruppe ausschließt, um sie und eventuell sich zu schützen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Es ist von Anfang an problembehaftet, wenn eine Frau in einem spirituellen Zentrum außergewöhnliche Hingabe und Helfer-Eifer zeigt. Denn mir scheint, dass das auf Männer stimulierend wirkt (das ist nicht aus der Luft gegriffen. Ich beobachte viel!), ganz unbeabsichtigt vonseiten der Frau. Und dann kann es sein, dass das Unheil seinen Lauf nimmt.

    Da muss ich Dir widersprechen. An dem Verhalten dieser Frau ist nichts problembehaftet, zumindest nicht in Hinsicht auf Missbrauch. Und da ist auch kein "Unheil, das seinen Lauf nimmt", sondern eine handelnde Person in einer Machtposition, die die Grenzen anderer Menschen nicht achtet.


    Ich erinnere mich an die Anekdote, ich weiß gerade nicht mehr, welchem Lehrer die zugeschrieben wird:


    Schülerin: "Oh Lehrer, ich habe mich in Dich verliebt. Was soll ich nur tun!"

    Lehrer: "Nichts. Keine Sorge, ich habe genug Disziplin für uns beide."


    Wer diese Disziplin nicht aufbringen kann, der oder die ist weder als persönlicher buddhistischer Lehrer noch sonst irgendwo als Führungskraft geeignet, egal, in welchem Kontext.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Auf meinem Tablet (Android, Chrome) kann ich eine Antwort tippen, aber nicht sehen, was ich getippt habe. Und wahrscheinlich auch nicht abschicken. Das ist sowohl in der Tablet-Ansicht als auch in der Desktop-Ansicht so.


    Noch viel Erfolg bei der Umstellung!

    Aravind.

    (...) Mir gefällt mehr, man hat in dem Moment eine bedingungslose Freude, eine Freude in sich, ohne das wir sie einer vorher begangenen Tat zuordnen können. Doch es mag auch das möglich sein, die Freude einer Tat zu zuordnen, ohne das daraus Stolz erweckt wird. (..)

    Ein Schritt nach dem anderen. :mediw:_()_

    Das neunte Element auf dem achtfachen Pfad.

    Ganz normale menschliche Bedürfnisse werden etwas, das es zu überwinden gilt, wenn man Dukkha=Leid setzt und die endgültige Überwindung als Ziel deklariert

    Das Problem an Deiner Argumentation ist, dass die Grundprämisse, "Dukkha=Leid", falsch ist. Das ist auch keine Frage der Übersetzung, eine andere Übersetzung wäre "unbefriedigend". Da Dukkha ein Fachbegriff ist, kommt es aber nicht auf die Übersetzung an, sondern darauf, ob man das Konzept verstanden hat.


    Bei dieser falschen Grundannahme sind wir dann wieder bei der klassischen Logik: Aus Falschem folgt Beliebiges.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Warum ist der ontologische Status von Metta und Liebe nun aber (für mich) von Interesse ?


    Weil, wenn beide Qualitäten, Metta und Liebe, nicht aus sich selbst heraus existieren, sondern in Abhängigkeit, dann sind es keine "festen Größen" an sich( wie die festen Ideen im platonischen Sinne) ,die nur auf-/wiederzuentdecken sind, sondern veränderliche,bedingte, in diesem Falle "heilsame " Größen, die entwickelt, vermindert und entfaltet werden können.

    Dies ist dann deshalb bedeutsam, weil dadurch jeder Mensch die Möglichkeit hat an diesen Qualitäten zu arbeiten.

    Nicht vergessen, die buddhistische Lehre ist in erster Linie keine ontologische Lehre. Die Erfahrung zeigt, dass die überwiegende Zahl der Menschen fähig zu Metta ist (wahrscheinlich mehr als 99 %). Das ist aus Sicht der Praxis genug, selbst, wenn es nur 90 % wären.


    Ähnliches gilt ja auch für Achtsamkeit. Es ist theoretisch durchaus möglich, dass es Menschen gibt, die gar keine Achtsamkeitsmeditation ausüben können. So lange es aber jede und jeder probieren kann, ist das aus Sicht der buddhistischen Praxis kein Problem.


    Zitat

    Dies ist dann deshalb bedeutsam, weil dadurch jeder Mensch die Möglichkeit hat an diesen Qualitäten zu arbeiten.


    Das gilt für die allermeisten Menschen sowieso. Selbst wenn diese Qualitäten jedem Menschen zu eigen wären, dann sind sie die meiste Zeit trotzdem verdeckt, durch Gier und Hass, Angst, Wut und Sorge. Das ist ja ein wichtiger Inhalt der Praxis, diese Qualitäten frei zu legen.


    Ich empfehle immer, in solchen Fällen weniger theoretisch zu überlegen, als zu tun. Am Ende zählt ja, ob Du Metta entwickeln kannst, nicht "alle Menschen". Und der Aufwand für diese Untersuchung ist wirklich klein.


    Deshalb lautet die Standard-Metta-Meditation in meiner Linie auch:

    Zitat

    Möge ich frei sein von Ärger und Groll.

    Möge ich frei sein von Angst und Sorge.

    Möge ich frei sein von Leiden und Schmerz.

    Möge ich frei sein von Unwissenheit und Verlangen.


    Möge ich glücklich und zufrieden sein.

    Möge ich harmonisch und ausgeglichen sein.


    Möge ich frei sein von Gier, Hass und Verblendung.


    Möge ich inneren Frieden finden.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Worunter verordne ich diese wunderbare,heilsame und Glück erzeugende, aber bedingte und bei Wegfall dukkha erzeugende Liebe im Buddhismus, wenn es nicht Metta ist?

    Anhaftung/Gefühl/Emotion.



    Ist Metta tatsächlich unbedingt? Zumindest ist Metta doch auch von der sinnlichen Wahrnehmung abhängig, oder nicht?

    Existiert Metta ohne uns Menschen als Voraussetzung?

    Gut, dass Du nachfragst! "Unbedingt" im Sinne von: Ich stelle keine Anforderungen an das Lebewesen, dem ich Metta zukommen lasse.


    Ich hätte eigentlich schon oben das "Metta-Sutra" zitieren sollen, das ist ziemlich klar und ziemlich schön:


    SNP 1.8

    Zitat

    This is what should be done


    By one who is skilled in goodness,


    And who knows the path of peace:


    Let them be able and upright,


    Straightforward and gentle in speech,


    Humble and not conceited,


    Contented and easily satisfied,


    Unburdened with duties and frugal in their ways.


    Peaceful and calm and wise and skillful,


    Not proud or demanding in nature.


    Let them not do the slightest thing


    That the wise would later reprove.


    Wishing: In gladness and in safety,



    May all beings be at ease.


    Whatever living beings there may be;


    Whether they are weak or strong, omitting none,


    The great or the mighty, medium, short or small,


    The seen and the unseen,


    Those living near and far away,


    Those born and to-be-born—



    May all beings be at ease!


    Let none deceive another,


    Or despise any being in any state.


    Let none through anger or ill-will


    Wish harm upon another.



    Even as a mother protects with her life


    Her child, her only child,


    So with a boundless heart


    Should one cherish all living beings;



    Radiating kindness over the entire world:


    Spreading upwards to the skies,


    And downwards to the depths;


    Outwards and unbounded,


    Freed from hatred and ill-will.



    Whether standing or walking, seated or lying down


    Free from drowsiness,


    One should sustain this recollection.


    This is said to be the sublime abiding.



    By not holding to fixed views,


    The pure-hearted one, having clarity of vision,



    Being freed from all sense desires,


    Is not born again into this world.

    SuttaCentral


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    - ist unser westliches Verständnis der objektbezogenen Liebe ,z.b. Partnerin, komplett mit in der 1 brahmavihara, der liebenden Güte mitenthalten?

    Die Unterscheidung liegt nicht im "Objekt", sondern im Gegensatzpaar bedingt/unbedingt.

    Liebe ist etwas, was es aus Gründen gibt. Weil ein Kind mein Kind ist. Weil mein Partner mein Partner ist.


    Metta, liebende Güte, ist wie Gleichmut ein Zustand, kein Gefühl. In dem man Liebe zu allen fühlenden Lebewesen hat. Egal, ob sie einen lieben, nett zu einem sind, sich auch zu einem hingezogen fühlen.


    Auch hier ist der Test: Erzeugt es Dukkha? Bedingte Liebe wird irgendwann Dukkha erzeugen. Mein Partner verlässt mich, ich sterbe, mein Kind ist nicht so, wie ich es haben möchte.


    Metta nicht, weil Metta unbedingt ist.


    Liebe Grüße,

    Aravind.