Beiträge von Aravind

    lieber Arvind,


    da du mich ja nicht meinst, wen dann? Dann darf diejenige vielleicht etwas dazu sagen.

    Ich habe den Faden immer mal wieder quer gelesen. Und das, was ich gechrieben habe, war mein Gesamteindruck der letzten 30 -40 Posts. Wenn ich mit einer konkreten NutzerIn nicht übereinstimme, und das wichtig finde, dann sag ich das schon.


    Du selbst hattest seit Montag doch gar nichts mehr geschrieben...


    Mir ging nicht umd ei Bewertung der einzelnen Beiträge, sondern um folgende Aussage:

    finde ich nicht hilfreich.


    Eigentlich interessiert mich die Originalfrage viel mehr: Wie ist Egoshooten aur persönlicher buddhistischer Sicht einzuschätzen.


    Doris im übrigen hat eine buddhistische Antwort gegeben bezüglich ETHIK und Auswirkungen auf den eigenen Geist.

    Das mag durchaus sein. Ich blättere mal drei, vier Seiten zurück, ob ich das finde. Auf den letzten beiden Seiten konnte ich nichts buddhistisches finden.


    Im Club der Leute mit blinden Flecken bin ich, ja sicher - aber hier im Thema eher nicht.

    Ich hoffe, das hast Du nicht persönlich genommen. Natürlich sind wir alle in dem Club, wie sollte es schon aus buddhistischer Sicht nicht so sein. Wenn wir miteinander diskutieren, haben wir eine Chance, unsere eigenen Flecken zu finden.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Das stimmt nicht, auch nazis finde ich nicht aus moralischen Gründen unheilsam oder weil ich n Schuldkomplex hätte.

    Die Unterstellung (Moralismus) ist selber undifferenziert.


    Wahrscheinlicher ist, dass Betroffene einfach n blinden Fleck haben und weiter pflegen.

    Bezieht sich das auf meinen Post, liebe Lucy? Ich habe gar nicht über Dich oder überhaupt einzelne Posts gesprochen, sondern, wie das bei mir ankommt (das hätte ich tatsächlich noch deutlicher ausdrücken sollen).

    Doris hat beispielsweise explizit den Begriff "Moral" ins Spiel gebracht.


    Oder habe ich Deinen Satz einfach falsch verstanden, und Du meintest: "Das mit der Moral stimmt für mich nicht, auch nazis finde ich nicht aus moralischen Gründen unheilsam oder weil ich n Schuldkomplex hätte."


    Wahrscheinlicher ist, dass Betroffene einfach n blinden Fleck haben und weiter pflegen.


    Schön, dass Du das zugibst. :wink: Willkommen im Club! :kiss:


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Das erinnert mich an die martialische Mittelalterkampfsportszene. Da geht man mit Keulen, Q-Tips, Ketten und Stachtelbällen aufeinander los. Und das sind die niedlichsten und sanftesten Leute, die ich kenne.


    Das heißt ja nicht, das Spiele mit Gewaltanteilen grundsätzlich und bei allen Personen keine Auswirkungen haben. Aber diese undiffenzierte, regelrecht moralische Verdammung durch Poster, die entweder keine eigene Erfahrung damit haben, oder deren Gehirn nicht in der Lage ist, zwischen Realität und virtueller Spielwelt unterscheiden zu können (keine Wertung!), finde ich nicht hilfreich.


    Eigentlich interessiert mich die Originalfrage viel mehr: Wie ist Egoshooten aur persönlicher buddhistischer Sicht einzuschätzen.

    Dazu später mehr (brauche meinenRechner dazu :) ) .


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Negativ zugespitzt: Ist „Intersein“ als Begriff/Wortschöpfung eher als „Marketing“ im Sinne einer Abgrenzung der TNH Sangha zu verstehen? Meine bisherige Wahrnehmung tendiert dazu.

    Warum negativ? Warum Abgrenzung? Wenn, dann Wortschöpfung; den Begriff "Es gibt kein (abgegrenztes) Ich und kein Du" gibt es ja. Mit welchen Hauptwort würdest Du das beschreiben?


    (Ich bin kein TNH-Anhänger, finde das Wort aber ganz treffend und griffig (ah, in dieser Hinsicht, "griffig", doch wieder Marketing :) )).


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Das erscheint mir so eine häufige Art von Soziologen und Psychologen zu sein. Weil man unbedingt einen Ansatz braucht, um seinen eigenen Namen zu pushen (weil es hier kaum kooperative Forschung gibt), konstruiert man sich einen problematischen Fall, egal, ob dieser Fall eine besonders hohe praktische Relevanz hat. Dann kann man in Ruhe sagen: Aber das ist doch völlig falsch; richtig wäre... (mein Ansatz).


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    PS: Danke für den Neo-Biedermeier-Begriff. Den kann ich bei BL bestimmt noch mal gebrauchen... :wink:

    Wer, der das Buddhaländle kennt, hätte sowas JEMALS gedacht?

    Naja... :wink:

    Die Überheblichkeit mancher Beiträge überrascht mich dann doch immer noch. Es gibt noch viel zu lernen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Einer aus dem Kurs ist zweimal krankenhausreif geschlagen worden, weil er aufgrund seiner Wing Tsun Ausbildung dachte, er bräuchte keinem Konflikt mehr aus dem Weg zu gehen.


    Das erscheint mir eine ungewöhnliche Vorstellung von Selbstverteidigung (die des Freundes Deines Freundes, nicht Deine, Losang Lamo ) . Ich kenne es so, dass Selbstverteidigung vor allem zwei Zielen dient:

    • Durch seine Körpersprache unwahrscheinlicher machen, dass man angegriffen wird (oft leider: das jemand anderes als Opfer ausgewählt wird).
    • Einen darauf vorbereiten, dass man im Fall der Fälle halbwegs gefasst bleibt, um nicht zu erstarren, sondern schnell weglaufen zu können.

    Ein vermeidbarer Kampf ist immer eine schlechte Entscheidung, selbst als Profi. Messer beispielsweise sind viel tödlicher als Schusswaffen.


    In meinen Augen hast Du Dich vernünftig verhalten, Kai .


    Was wäre eure Empfehlung. Einen Kampfsportverein beitreten oder es weiter auf die meditative Taktik setzen?

    Was wäre da aus Buddhistischer Sicht empfehlenswert. _()_

    IMHO: Kampfsportverein, wenn Du dazu Lust hast, aber nicht, um zu kämpfen (hat LL ja schon geschrieben).

    Dich schützen, Dich aus der Gefahrenzone bringen, und die Polizei rufen. Um dazu die Kraft zu haben, kann ein meditativer Ansatz sehr hilfreich sein. Hat doch schon geklappt, oder habe ich Dich da falsch verstanden?


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Ich scheine einer der wenigen zu sein, die nicht aus solchen "Gründen" mit dem Weg des Buddha begonnen haben.

    Ja, nachdem, was ich so höre, glaube ich das auch. Wenn man ernsthaft praktiziert, sind die Gründe ja auch früher oder später egal. Irgenwann wird man schon mit seinen bewussten und unbewussten Anhaftungen konfrontiert.


    Liebe Grüße,
    Aravind.

    Nicht Manche, leider viele hängen in der "esoterischen" Endlosschleife. Weil es so gut tut 🤡


    _()_

    Ja, und/oder, weil sie so sehr leiden, dass sie sich von dem nächsten Trend endlich Erlösung erhoffen.


    Ich will das gar nicht bewerten. Eher zum Anlass nehmen, hinzusehen: Wo bin ich selbst unbewusst auf der Suche nach "Instant Awakening".


    Schönes Wochenende,

    Aravind.

    "Fülle an Informationen"? Wieso setzt Du Dich so unter Druck?


    _()_

    :!:(als Frage lesen, nicht als Kritik, lieber Kai !)


    Was hilft mir persönlich?

    Zitat

    Nach dem ich anfing mich intensiver mit den Lehren des Buddha auseinander zu setzen und mich paralell dazu mehr in Achtsamkeit zu üben s

    Andersrum! In Achtsamkeit üben und "nebenbei" die Überlieferung studieren.

    Zitat

    Mir ist soweit klar das nicht alles aufeinmal geht und ich mich da Schritt schritt herantaste,

    Sehr gut, jetzt kannst Du daran arbeiten, das anzunehmen und umzusetzen.


    Mir selbst hilft Liebende-Güte-Praxis sehr, gleichmütiger und liebevoller mir selbst gegenüber zu sein. Ein schöner Einstieg könnte


    Our 100 Days of Lovingkindness posts - Wildmind


    sein.

    Zitat

    Damit uch mich nicht überfordere registriere ich die meisten, befasse mich jedoch nicht weite mit ihnen.

    Finde ich sehr gut! Da gehts lang.


    Alles liebe,

    Aravind.

    Meiner Erfahrung nach ist Peripheres Gewahrsein das, was "nach" der Achtsamkeit auf ein festes Meditationsobjekt und der Achtsamkeit auf das gerade gegenwärtige Gefühl/Gedanken/... kommt.


    Alles kann gleichzeitig in Achtsamkeit da sein, ohne, dass ein "Objekt" speziell betrachtet werden wird.


    Analog zu bewusstem peripherem Sehen.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    PS: An diejenigen, die sich mit Jhanas auskennen: Liegt das zwischen zweitem und dritten Jhana?

    Da könnte es ein gehen wie dem Philosophen Thales:

    „Thales […] fiel, als er sich mit den Sternen beschäftigte und nach oben blickte, in einen Brunnen. Da soll ihn eine witzige und reizende thrakische Magd verspottet haben, weil er zwar die Dinge am Himmel zu erkennen begehre, ihm aber, was ihm vor den Füßen liege, entgehe.“

    Das finde ich toll, dass Dir das Zitat eingefallen ist! Könnte ein ganz klein wenig auch auf Buddhaland zutreffen. :wink:

    (mich natürlich eingeschlossen :) )


    Schönes Wochenende,

    Aravind.

    Aus der verstaubten Witzetruhe :)

    Was macht Dein Sohn jetzt so?

    Der geht jetzt meditieren!

    Naja, immer noch besser als rumsitzen und nchts tun.


    Meine Erfahrungen: In meinem Umfeld wird meine Praxis eher wohlwollend aufgenommen. Ich gehe damit auch nicht "hausieren", mache aber auch kein Geheimnis drum.


    Witzigerweise war meine Frau, die grundsätzlich sehr aufgeschlossen ist, am Anfang ziemlich eifersüchtig, als ich die ersten Retreats mit meinem Lehrer gesessen bin. Das hat sicher auch was mit der Angst vor Kontrollverlust zu tun. Ich fand das damals ziemlich anstrengend. Mein Lehrer meinte dazu: "Kann ich verstehen, dass sie verunsichert ist, sie kennt mich doch gar nicht. Am Ende kommst Du auf die Idee, mir Euer ganzes Geld zu geben, sie zu verlassen und ins Kloster zu gehen."

    Mittlerweile kennt sie meinen Lehrer persönlich und mag ihn sehr. Und sitzt selber Retreats. Über die Phantasie des anderen hinter der Ablehnung zu sprechen, kann helfen.


    Bei einer Bekannten meiner Frau konnte ich ein anderes Umfeld beobachten. Die fing an, zu praktizieren, und hat sich ein Jahr später von ihrem Mann getrennt. In ihrem Umfeld kursieren auch jetzt noch "Verschwörungstheorien", dass an der Trennung ihr "Guru" schuld sei. Das hat den ganzen Freundes- und Verwandschaftskreis regelrecht gespalten.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Mich würde nur seine Antwort interessieren, weil ich ihn für klug halte.

    Danke für die Blumen! :oops::heart:


    Welche Rolle spielt in dieser aktiven Industriepolitik (?) negative Externalitäten (zB. Umweltverschmutzung, Lebensumstände der Arbeiter von Zulieferern, usw.), öffentliche Güter (bzw. Privatisierung), Informationsasymmetrie (durch zB. Monopole) ggü. den "Marktteilnehmenden"?

    Das finde ich eine ganz entscheidende Frage! Welche Rolle das spielt, entscheiden natürlich wir über die Politik. Zu dem "wir" gehören wir als Bürgerinnen und Bürger, als Verbraucher, dazu gehören NGOs, aber auch Unternehmen und Konzerne. Inudstriepolitk ist so sozial und nachhaltig, wie wir das durchsetzen, von alleine regiert zur Zeit überall der Neoliberalismus. (NB: Deshalb finde ich die letzen Ideen zu dem Thema von Altmeier eine einzige Katastrophe. Als gäbe es eine Nachhaltigkeitsdiskussion überhaupt nicht.).


    Es ist ja eine wichtige Frage, wie wir als Industrieland in Zukunft unser Geld verdienen wollen: Mit Dieselautos oder nachhaltiger Energieversorgung, mit Plastikmüllexporten oder mit Konzepten zur Vermeidung und Verwertung von Müll. Das gilt national und international. Industriepolitik spielt dabei eine recht große Rolle. Konzepte, die gar nicht erst entwickelt werden (weil beispielsweise das Entwicklungsrisiko zu groß ist), mit denen kann man auch keine Arbeiter und Angestellten und Steuern bezahlen.


    Ohne Unterstützung durch den deutschen Staat und die EU könnte ich mit meinem kleinen Unternehmen in vielen Ländern gar nicht tätig werden. Die rechtlichen und steuerlichen Risiken wären dabei viel zu groß. Dazu kommt natürlich, dass beispielsweise bilaterale Handelskammern und internationale Konferenezen ein Schaufenster bieten, damit andere überhaupt von unserem Know-How erfahren.


    Kurz: Industriepolitik soll vorwiegend nationale Interessen durchsetzen. Ganze Branchen werden teilweise subventioniert.

    Das ist ein weiterer wichtiger Punkt, den es zu diskutieren und auch zu verändern gilt . Ein großer Teil der Erdölexploration durch "westliche" Unternehmen wäre ohne solche umfassenden Subventionen gar nicht möglich, dito für Kernenergie (das gilt sicher auch für nicht-westliche, aber da kenne ich mich nicht aus. Außer in Bezug auf China, das regelt zur Zeit alles mit dem Geldbeutel).


    Das mit dem "vorwiegend nationale Interessen" ist meiner Erfahrung nach von Branche zu Branche sehr unterschiedlich, grundsätzlich spielt das aber eine Rolle; es wäre blauäugig, das auszublenden. Im Bereich Energie und Nachhaltigkeit erlebe ich das in Indien recht kooperativ. Natürlich sind beispielsweise USA, Deutschland und das UK mit iheren jeweiligen Angeboten da Konkurrenten, es findet aber auch viel gemeinsame Strategieentwicklung mit "den Indern" statt. Die nächste Konferenz zur Zukunft der Energieversorgung findet in Kooperation der genannten drei mit den beiden zuständigen indischen Ministerien statt.


    Die Anforderungen für das Weiterbildungsprojekt, das ich da zur Zeit leite, wurden beipspielsweise von indischen Experten zusammen mit deutsch-indischen Experten entwickelt und dann weltweit ausgeschrieben. Das Auftrag hätte auch in die USA oder irgendwo anders hingehen können. Die Zeiten, in denen sich Staaten wie Indien, China, oder kleinere asiatische Länder vorschreiben ließen, welche Produkte sie von uns beziehen, sind glücklicherweise vorbei. Das Weiterbildungskonzept soll auch nachhaltig sein: WIr führen drei Kurse durch, und bilden "nebenbei" indische Trainer aus, die das Programm in Zukunft selbst übernehmen können.


    Aber nochmal: Unsere Politik und auch unser Konsum sind so nachhaltig , sozial und menschenfreundlich, wie wir das einfordern. Von alleine regieren die Interessen von Konzernen und absurde Wirtschaftstheorien.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

    Hier geht es um eine SIgnalwirkung: wenn ein Land wie Deutschland hier aktiv wird, dient es als Vorbild für andere. Und den direkten Nutzen s.o. wenn wir z.B. Kohlekraftwerke abschalten, haben wir sehr direkt hier bei uns.

    Ich weiss nicht ob das Argument "Signalwirkung" Sinn macht. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man in Indien denkt "In Dtld. wurden Kohlekraftwerke abgestellt. Hm? Wenn das so ist... wir wollten ja auch schon immer wie Dtld. sein (Achtung: Ironie), kommt, dann machen wir das jetzt auch.".

    Ja, ganz so einfach ist es nicht, im Kern stimmt die Argumentation aber tatsächlich. Ich habe gerade ein einwöchiges Training für die indische Elektrizitätswirtschaft in Delhi geleitet. Natürlich setzt Indien nicht Wind und Sonne ein, nur weil wir das tun. Sondern weil der Energiebedarf durch zunehmenden Wohlstand und industralisierung dort steigt, Wind und Sonne bei Neubau konkurrenzlos günstig sind, sie schnell umgesetzt werden können, Indien sich viele Importe von Öl und Kohle nicht leisten kann und Indien ein sehr ernstes Smogproblem hat, zu dem in hohem Maße Kohlekraftwerke beitragen.


    Die indischen Netzbetreiber und die Regierung sehen sich schon seit einiger Zeit um: Wo werden Konzepte auf Basis erneuerbarer Energien weltweit erfolgreich eingesetzt, und was können wir hiervon jeweils lernen. Einschließlich: Was habt ihr auf eurem Weg falsch gemacht, und wie können wir das vermeiden.


    Ähnliches gilt für China, Brasilien, Argentinien, Australien, Taiwan, Vietnam, Südafrika und dutzende andere Länder weltweit. Es geht also um zwei Dinge: Zeigen, dass es funktioniert, und dieses Wissen teilen. Das muss man gar nicht mal altruistisch machen, das ist auch aktive Industriepolitik.


    Liebe Grüße.

    Aravind.