Was wird wiedergeboren?

  • Über WAS genau du (bzw. dein Smiley) da "Tränen lachst", liebe Leonie , ist ja unklar, weil ergänzende Bemerkungen fehlen.

    Tja - aus der Fülle der smileys hier habe ich ausgewählt. Wobei ich nicht ROFL sondern nur LOL gewählt habe. Man sieht daran, was es für einen Unterschied macht, wenn es ein Bild gibt anstatt eines "Wortes".


    Ich werde das jetzt nicht erläutern.


    Es ist eine gute Übung, jedenfalls im Zen, nicht nach dem Warum oder nach den Bedeutungen zu fragen - das führt ins Gedankengestrüpp. Und daher lässt man den Gedanken einfach fallen und lässt die "Aktion" sein und wirken.

    :zen:

  • Ich werde das jetzt nicht erläutern.


    Es ist eine gute Übung, jedenfalls im Zen, nicht nach dem Warum oder nach den Bedeutungen zu fragen - das führt ins Gedankengestrüpp. Und daher lässt man den Gedanken einfach fallen und lässt die "Aktion" sein und wirken.


    Super Idee, Leonie. :lol: Revolutionärer Ansatz für ein Diskussionsforum.

    DON'T HATE, MEDITATE.

  • Ich werde das jetzt nicht erläutern.


    Es ist eine gute Übung, jedenfalls im Zen, nicht nach dem Warum oder nach den Bedeutungen zu fragen - das führt ins Gedankengestrüpp. Und daher lässt man den Gedanken einfach fallen und lässt die "Aktion" sein und wirken.


    Super Idee, Leonie. :lol: Revolutionärer Ansatz für ein Diskussionsforum.

    Ich würde z.B. nie danach fragen, warum du das jetzt gepostet hast.

    Jeder Beitrag ist nichts anderes als eine "Aktion" oder Tat - die natürlich karmisch bedingt ist - und entsprechend kommt das dann bei irgendwem an, der ergreift es und - ebenfalls karmisch bedingt - und postet wieder was.


    Ob das Forum eine Bedeutung hat - hängt von den karmischen Bedingungen ab - ansonsten ist es auch nur ein Ausdruck von Leere. :party:

    :zen:

  • Buddha Sakyamuni hat sehr wohl die Bedeutung von ethischem Verhalten betont.

    Es gibt auch die Ansicht 'sei achtsam und tue was du willst, dann wird sich alles von alleine regeln'. Das funktioniert aber nicht, denn wenn man tut was man will, ohne sich um Ethikregeln zu kümmern, kann sich eben die Achtsamkeit nicht richtig entfalten.

  • Es gibt auch die Ansicht 'sei achtsam und tue was du willst, dann wird sich alles von alleine regeln'. Das funktioniert aber nicht, denn wenn man tut was man will, ohne sich um Ethikregeln zu kümmern, kann sich eben die Achtsamkeit nicht richtig entfalten.

    Tatsächlich mal ein Detail, wo im chinesischen Buddhismus (speziell Chan) wohl ein daoistischer Einfluss zu registrieren ist. Da hat man sich Laozis Skepsis hinsichtlich regulierter Ethik zu Herzen genommen :) :

    Quote from Daode jing 18f

    Als dem Großen Weg nicht mehr gefolgt wurde, kamen [stattdessen] Wohlwollen und Rechtschaffenheit in Mode. (Darauf) erschienen Weisheit und Klugheit, und es folgte große Heuchelei. Als in den sechs Verwandtschaftsgruppen keine Harmonie mehr herrschte, traten treue Söhne in Erscheinung; als die Staaten und Klans in Unordnung gerieten erschienen loyale Minister.


    Wenn wir auf unsere Weisheit verzichten und unsere Klugheit ablegen könnten, wäre es für die Menschen hundertfach besser. Wenn wir auf unser Wohlwollen verzichten und unsere Rechtschaffenheit ablegen könnten, würden die Menschen wieder kindlich und freundlich werden. Wenn wir auf unsere List verzichten und unsere Gewinnsucht aufgeben könnten, gäbe es weder Diebe noch Räuber.

    Grundsätzlich geht es um die Frage, ob es eine natürliche Ethik gibt - die ihren Ausdruck beispielsweise in einem Regelwerk wie dem Vinaya findet. Oder ob der Vinaya (ich nehme den mal als Generalbegriff für Regelwerke) lediglich der Erzielung eines Zwecks dient; Du hattest da auf fortgeschrittene Praktiken verwiesen, die die Befolgung festgelegter Verhaltensregeln erfordern. Auf den Punkt bzw. Begriff gebracht: Mitleidsethik (ein insbesondere für Schopenhauers Ethik geprägter Begriff) oder utilitaristische Ethik.


    Im Mahāyāna und speziell im Zen ist die Kultivierung des 'Großen Mitgefühls' ein zentraler Aspekt der Praxis - und dieses 'Große Mitgefühl' leitet das alltägliche Handeln. Gebote - auch die sparsamen 10 der Bodhisattva-Ordination im Zen - entspringen ihm. Die Kai (Gelübde) sind für die Ordinierten so etwas wie Stützräder am Fahrrad. Eine Hilfe, um nicht vom Weg abzukommen. Wenn man fahren gelernt hat, braucht man sie nicht mehr; man kann sie sogar vergessen, weil man instinktiv regelgerecht handelt, indem man dem Großen Mitgefühl folgt.

    OM MONEY PAYME HUNG

  • ...

    Grundsätzlich geht es um die Frage, ob es eine natürliche Ethik gibt - die ihren Ausdruck beispielsweise in einem Regelwerk wie dem Vinaya findet. Oder ob der Vinaya (ich nehme den mal als Generalbegriff für Regelwerke) lediglich der Erzielung eines Zwecks dient; Du hattest da auf fortgeschrittene Praktiken verwiesen, die die Befolgung festgelegter Verhaltensregeln erfordern. Auf den Punkt bzw. Begriff gebracht: Mitleidsethik (ein insbesondere für Schopenhauers Ethik geprägter Begriff) oder utilitaristische Ethik.


    Es scheint dass sowohl das Gute als auch das Böse von Natur aus in uns Menschen angelegt ist. Ethikregeln helfen dabei natürliche Güte zu entwickeln und die ist mit gutem Gewissen, innerer Ruhe, Klarheit, rechter Achtsamkeit und Glück verbunden, und "des glücklichen Geist sammelt sich". So wird im Theravada die Sittlichkeit als grundlegend angesehen:


    Zitat

    sīla

    'Sittlichkeit', ist die in Worten oder Werken sich äußernde edle Geistes-(cetasika) und Willensverfassung (cetanā). Sie bildet die Grundlage der ganzen buddhistischen Praxis und die erste von den 3 Schulungen (siehe sikkhā) oder den den achtfachen Pfad bildenden 3 Gebieten (siehe magga), nämlich Sittlichkeit, Sammlung, Wissen.

    Im Mahāyāna und speziell im Zen ist die Kultivierung des 'Großen Mitgefühls' ein zentraler Aspekt der Praxis - und dieses 'Große Mitgefühl' leitet das alltägliche Handeln. Gebote - auch die sparsamen 10 der Bodhisattva-Ordination im Zen - entspringen ihm. Die Kai (Gelübde) sind für die Ordinierten so etwas wie Stützräder am Fahrrad. Eine Hilfe, um nicht vom Weg abzukommen. Wenn man fahren gelernt hat, braucht man sie nicht mehr; man kann sie sogar vergessen, weil man instinktiv regelgerecht handelt, indem man dem Großen Mitgefühl folgt.


    Mitgefühl ist jedenfalls auch im Theravada unverzichtbar und kann ein Schwerpunkt der Praxis sein. Eigentlich ist es ein Aspekt der Güte (metta). Wer Güte hat, hat auch Mitgefühl, Mitfreude und Gleichmut, die vier brahmavihara. Gleichmut ist u.a. Unparteilichkeit (mögen alle Wesen glücklich sein). Aber ohne Übung ent-wickelt sich das nicht und die Anstrengung um Ethikregeln einzuhalten ist ein wichtiger Teil der Übung.

  • Falsche oder unheilsame Ansicht kann sich nur auf die vier edlen Wahrheiten beziehen - die erste Wahrheit ist dabei die Frage: was ist Leiden? Die rechte/heilsame Ansicht ist dann auch die Antwort auf die Frage dieses threads: was wird wiedergeboren - Leiden wird wiedergeboren.

    Natürlich kann sich falsche Ansicht auch auf die vier edlen Wahrheiten beziehen. Das bedeutet dann ja, dass man sie dann noch nicht richtig verstanden hat. Falsche Ansicht hat aber noch sehr viel mehr Objekte.


    Genauso ist es mit rechter Ansicht. Sie hat die vier edlen Wahrheiten zum Objekt. Schließlich beginnt jede edle Wahrheit damit, dass Buddha Sakyamuni erklärt, was zu erkennen ist. Sie hat aber auch die Faktoren des achtfachen Pfades zum Objekt. Jede Aussage zu den einen Faktoren in MN 117 beginnt ja damit, dass rechte Ansicht an erster Stelle steht. Darüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Objekte der rechten Ansicht.


    Es bedarf auch der rechten Ansicht, um zu erkennen was in unsere nächste Existenz übergehen wird. Ich denke nicht, dass die Leiden in die nächste Existenz übergeht. Die Leiden, die wir in dieser Existenz erleben, sind vergänglich, sie vergehen, hören auf zu bestehen. Deshalb können sie auch nicht in die nächste Existenz hinüber gehen.


    Was wir in die nächste Existenz mit hinüber nehmen, können allenfalls die noch nicht herangereiften karmischen Ursachen für Leid und Glück sein, die wir mittels unserer eigenen Handlungen angesammelt haben. Diese karmischen Ursachen sind aber Prägungen unseres Bewusstseins. Deshalb können sie nur dann in die nächste Existenz übergehen, wenn auch unser Bewusstseinskontinuum in die nächste Existenz übergeht und genau dies passiert.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Falsche oder unheilsame Ansicht kann sich nur auf die vier edlen Wahrheiten beziehen - die erste Wahrheit ist dabei die Frage: was ist Leiden? Die rechte/heilsame Ansicht ist dann auch die Antwort auf die Frage dieses threads: was wird wiedergeboren - Leiden wird wiedergeboren.

    Natürlich kann sich falsche Ansicht auch auf die vier edlen Wahrheiten beziehen. Das bedeutet dann ja, dass man sie dann noch nicht richtig verstanden hat. Falsche Ansicht hat aber noch sehr viel mehr Objekte.


    Genauso ist es mit rechter Ansicht. Sie hat die vier edlen Wahrheiten zum Objekt. Schließlich beginnt jede edle Wahrheit damit, dass Buddha Sakyamuni erklärt, was zu erkennen ist. Sie hat aber auch die Faktoren des achtfachen Pfades zum Objekt. Jede Aussage zu den einen Faktoren in MN 117 beginnt ja damit, dass rechte Ansicht an erster Stelle steht. Darüber hinaus gibt es noch sehr viel mehr Objekte der rechten Ansicht.

    Du hast ja MN 117 hier ein wenig erläutert und darauf hingewiesen, dass die Lehrrede mit der rechten Konzentration beginnt - und sie nennt die sieben weiteren Pfadglieder als unterstützende Faktoren.

    Quote from MN 117

    3. "Ihr Bhikkhus, was ist die Edle Richtige Konzentration mit ihren unterstützenden Faktoren und ihrer Ausstattung, nämlich Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung und Richtige Achtsamkeit [2]? Die Einspitzigkeit des Geistes, die mit diesen sieben Faktoren ausgestattet ist, nennt man die Edle Richtige Konzentration mit ihren unterstützenden Faktoren und ihrer Ausstattung."

    Über rechte Ansicht gibt es mit MN 9 eine spezielle Lehrrede, in der sich rechte Ansicht auf den achtfachen Pfad - was ist dukkha? etc. und auch auf die Kette des bedingten Entstehens bezieht.

    Hier ist mal eine Zusammenstellung der Lehrreden, in denen rechte Ansicht erläutert wird:

    https://www.palikanon.com/buddhbib/01wrtbuddhas/06wortbuddhas.htm


    Quote from Helmut

    Es bedarf auch der rechten Ansicht, um zu erkennen was in unsere nächste Existenz übergehen wird. Ich denke nicht, dass die Leiden in die nächste Existenz übergeht. Die Leiden, die wir in dieser Existenz erleben, sind vergänglich, sie vergehen, hören auf zu bestehen. Deshalb können sie auch nicht in die nächste Existenz hinüber gehen.


    Was wir in die nächste Existenz mit hinüber nehmen, können allenfalls die noch nicht herangereiften karmischen Ursachen für Leid und Glück sein, die wir mittels unserer eigenen Handlungen angesammelt haben. Diese karmischen Ursachen sind aber Prägungen unseres Bewusstseins. Deshalb können sie nur dann in die nächste Existenz übergehen, wenn auch unser Bewusstseinskontinuum in die nächste Existenz übergeht und genau dies passiert.

    Das ist jetzt spezifisches tibetisches Dharma.

    Über "unsere" nächste Existenz gibt es nur Spekulatives - von dem mal abgesehen, was denn da "unser" sein soll. Vielleicht ist für die nächste Generation nur noch ein Trümmerfeld da. Wer weiß das schon.


    Wenn aber Geburt Leiden ist, und Werden ebenfalls, dann ist auch Wiedergeburt und Wiederwerden Leiden. Und es geht nicht darum, ob mehr oder weniger, ob es aufwärts oder abwärts geht im Dasein - ob in der kommenden Existenz es den Wieder Gewordenen besser oder schlechter geht. Rechte Ansicht ist genau das zu sehen: Leiden wird [wieder] geboren in jeder Existenz.


    Dass wir Leiden erleben ist von Bewusstsein bedingt - ohne Bewusstsein kein Leiden. Wenn also Bewusstsein auf die nächste Existenz überginge, dann ginge mit Sicherheit auch Leiden über - und damit sind wir bei den sankhara, den aktiven und passiven Gestaltungen, die Bewusstsein bedingen - diese Gestaltungen gehen auf die nächsten Existenzen über, als kulturelles, geistigen, physisches Erbe. Und das lässt sich nicht so einfach ausschlagen. Es bedarf sehr viel Anstrengung um die Verhältnisse um zu gestalten. Und dazu braucht es schon Bewusstsein - historisches z.B., um zu erfahren, wie denn das alles so geworden ist. Und da sind wir dann wieder bei dukkha angekommen - denn das einzige das wird und wieder wird ist Leiden.


    Da kann man aber nicht davon weglaufen oder das verdrängen - es läuft einem ja nach und drängt sich von selbst auf - deshalb muss man sich dem Leiden stellen und aufhören, es zu verharmlosen oder zu verkleinern.


    Rechte Ansicht ist zu sehen, dass Leiden alles ist. Die Unterscheidung von heilsam und unheilsam führt nicht aus dieser Totalität heraus. Man kann damit beginnen, aber man sollte sich nicht allzu lange damit aufhalten und lieber gleich der ganzen Wahrheit ins Gesicht sehen.

    :zen:

  • Du hast ja MN 117 hier ein wenig erläutert und darauf hingewiesen, dass die Lehrrede mit der rechten Konzentration beginnt - und sie nennt die sieben weiteren Pfadglieder als unterstützende Faktoren.

    Das habe ich so nicht gesagt.


    Zu Beginn der Lehrrede sagt Buddha Sakyamuni, dass er den Bhikkhus die edle richtige Konzentration und ihre unterstützenden Faktoren erklären will. Das ist das Thema der Lehrrede.


    Buddha Sakyamuni beginnt seine Lehrrede zwar mit einer Definition der edlen richtigen Konzentration, aber dann erklärt er erst einmal nur die unterstützenden Faktoren. Erst in Abschnitt 34, in dem der Zusammenhang zwischen den Faktoren des achtfachen Pfades dargelegt wird, spricht Buddha Sakyamuni wieder von der edlen Konzentration als Resultat der unterstützenden Faktoren.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • :zen:

  • 117 ist nun auch sehr verwirrend. Da muss man schon ein paar mal durcharbeiten, um für sich Ordnung zu schaffen. Bedeutet allerdings die ewig richtigen Ansichten zu verlassen.


    Alle Punkte des achtfachen darin beziehen sich auf Rechte Konzentration/Sammlung.

    Ohne Rechte Konzentration und ihr Gefolge erkannt zu haben, erscheint kein Rechtes Wissen und keine Rechte Freiheit. Ist ja auch von Buddhisten nicht gewollt.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Die von allen buddhistischen Schulen propagierte Übung des achtfachen Pfades ist eine gute Fessel. Sie macht blind, für den von Buddha mit gelehrtem Sinn, warum man das tun soll.


    Buddhisten fragen sich, warum in MN117 10 Faktoren sind und vergessen es einfach, weil: Es gibt nur den achtfachen Weg. Sie leiden aus richtiger Ansicht/Meinung lieber weiter, anstatt die Lehre Buddha zu erkennen. Das Überwinden des Achtfachen wird mitgeliefert. Wer will/soll aufhören zu leiden?

    Da hat Buddha sich bestimmt geirrt. Das hat Buddha nicht gesagt, ist von anderen dazu gedichtet. Man weiß nicht einmal, ob Buddha gelebt hat. Mein Meister ist der größte.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas

  • Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas

    Hm, ich finde, "Schuld" ist so ziemlich das Letzte, worüber der Buddha spricht.


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas

    Damit unterstellst du, durch rechte Ansicht und rechte Konzentration und dem ganzen weiteren Pfad könne einer die Daseinsmerkmale ganz allgemein zum Verschwinden bringen - das ist auch so ein Mißverständnis!

    Es ist ja nicht so, dass Buddha nicht gesehen hat, dass Leiden da ist. Er hat das ganz sicher auch mit empfunden, denn Empfinden ist Leiden. Er hat sich nur nicht damit identifiziert - mit der Empfindung z.B.

    Wenn man dann weiß, wie der bedingte Zusammenhang der Leidensentstehung und Leidenserlöschung aussieht, kann man auch einen Weg aufzeigen, wo es lang geht. Wenn dann der andere diesem Weg nicht folgt, dann sind bei ihm die Bedingungen noch nicht gegeben. Das hat mit Schuld nichts zu tun. Für die Verblendung kann ja keiner schuldig gesprochen werden.

    :zen:

  • Sagen wir es mal so: Wer leidet ist selber schuld jedenfalls aus Sicht des Buddhas

    Das ist Deine Interpretation.


    "Wer leidet" das ist der normale Zustand, der durch Gier und Hass entsteht, die wiederum durch Verblendung, weil die meisten Menschen nicht wissen, was sie tun.


    Der Buddha hatte so viel Mitgefühl, dass er sich über 40 Jahre "opferte", um wenigstens ein paar geistig bereiten Menschen die Lehre nahe zu bringen.


    Ich hab das (noch) nicht.

    _()_

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)

  • Punk hat Recht. Denn kein Buddha, nur ich erschaffe, also gestalte mein Karma. Durch die bewusste Absicht, cetana. Deswegen F. Schäfer ( und andere) sprechen über das Schaff-Sal anstatt des Schicksal. Der Frühere Buddhismus betont ausdrücklich, dass nur ich allein für meine Befreiung verantwortlich bin.

    Wir sollten aber diesen Gedanken mit dem einfach vergleichen: „

    Gal 6,7

    Täuscht euch nicht: Gott lässt keinen Spott mit sich treiben; was der Mensch sät, wird er ernten.


    Man kann das ganze um-herum -drehen, aber es ist im Prinzip dasselbe. Also Ursache-Wirkung, die abhängige oder die bedingte Entstehung.

    Zum Vergleich, Karma:

    „»Gier, ihr Mönche, ist ein Entstehungsgrund der Taten, Haß ist ein Entstehungsgrund der Taten, Verblendung ist ein Entstehungsgrund der Taten . . .« (A.III.112, A.III.34, A.III.147) »Die unheilsamen Taten sind von dreierlei Art bedingt durch Gier, durch Haß oder durch Verblendung . . .«


    »Töten . . . Stehlen . . . Geschlechtsvergehen . . . Lüge . . . Zwischenträgerei . . . rohe Rede . . . törichtes Plappern, ausgeübt, gepflegt und häufig betrieben, führt zur Hölle, zum Tierschoße, oder zum Gespensterreiche« (A.VIII.40).

    Und umgekehrt: „ oder als Mensch wiedergeboren wird man langlebig sein, mit Gesundheit, Anmut, Einfluß, Reichtum, vornehmer Abstammung und Einsicht ausgestattet« (vgl. M. 135). -“ ( BW, Karma).


    Töten bringt Unheil, Metta- umgekehrt. Technisch gesprochen: „kusala akusala (cetana).

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Metta bringt auch nichts. Außer, dass man sich im Ertragen der Bosheit anderer wohler fühlt.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Metta bringt eine ganze Menge, vorausgesetzt man hat verstanden was Metta ist. Metta ist Mitgefühl mit den leidenden Wesen und besteht in dem Wunsch, dass diese leidenden Wesen von ihrem Leiden und deren Ursachen frei sein mögen.


    Wenn man bei den anderen Wesen nur Bosheit erkennen kann, kann man natürlich kein Metta mit ihnen entwickeln.


    Wenn man die anderen Lebewesen nur unter dem Aspekt der Bosheit auffassen kann, dann ist das lediglich die eigene geistige Konstruktion.

    Gruß Helmut


    Als Buddhisten schätzen wir das Leben als höchst kostbares Gut.

  • Metta bringt eine ganze Menge, vorausgesetzt man hat verstanden was Metta ist. Metta ist Mitgefühl mit den leidenden Wesen und besteht in dem Wunsch, dass diese leidenden Wesen von ihrem Leiden und deren Ursachen frei sein mögen.


    Wenn man bei den anderen Wesen nur Bosheit erkennen kann, kann man natürlich kein Metta mit ihnen entwickeln.


    Wenn man die anderen Lebewesen nur unter dem Aspekt der Bosheit auffassen kann, dann ist das lediglich die eigene geistige Konstruktion.


    Metta bringt auch nichts. Außer, dass man sich im Ertragen der Bosheit anderer wohler fühlt.

    Es ist entweder Anfang oder Ende.

    Kein Vergehen oder Entstehen, dazwischen ist genießen.

  • Metta bringt auch nichts. Außer, dass man sich im Ertragen der Bosheit anderer wohler fühlt.

    Das kann ich nicht bestätigen.


    Als ich in ein Zentrum der Ehrwürdigen Ayya Khema kam, durfte ich erfahren, wie Metta nicht nur mein Leben transformiert hat, sondern dadurch auch mein Umfeld transformiert hat.

    Im Nachhinein muss ich sagen, dass Metta mein Tor zum Frieden war.


    Ich wünsche dir alles gute !


    Lg Martin

  • Metta bringt auch nichts. Außer, dass man sich im Ertragen der Bosheit anderer wohler fühlt.

    Außerdem fühlen sich die anderen wohler wenn sie von einem keine Bosheit ertragen müssen. Damit fühlt man sich wiederum selber wohler, als ein guter Mensch. Wenn alle wüssten was Metta bringt gäbe es keine Kriege und keine Gefängnisse.

  • Als ich in ein Zentrum der Ehrwürdigen Ayya Khema kam, durfte ich erfahren, wie Metta nicht nur mein Leben transformiert hat, sondern dadurch auch mein Umfeld transformiert hat.

    Im Nachhinein muss ich sagen, dass Metta mein Tor zum Frieden war.

    _()_ _()_ _()_


    http://www.buddhareden.com/fileadmin/PDF/Nanananda-Die-Befreiung-des-Herzens.pdf

    Ein Leben ohne Selbsterforschung verdiente gar nicht gelebt zu werden.

    Sokrates

  • Ich durfte Metta durch eine Freundin erleben, die ich nach mehr als 10 Jahren wieder traf.


    Sie ist nicht mit der Lehre vertraut, aber sie ist die einzige der mir nahestehenden FreundInnen, die mir mit soviel Güte und Wohlwollen begegnet, wie ich es noch nie wahrgenommen habe.


    Dieses Verhalten hat bei mir einen Schub ausgelöst, für den ich sehr dankbar bin.

    _()_ :heart:

    Ohne mich ist das Leben ganz einfach

    Ayya Khema

    Oder anders ausgedrückt: Die Beherrschung der Gedanken ist der Weg zum Glück (SH Dalai Lama)