Droht Ole Nydahl und seinem Diamantweg die "Exkommunikation" bzw. fliegen sie aus der DBU?


There are 269 replies in this Thread. The last Post () by kilaya.

  • Die Österreichische Buddhistische Religionsgesellschaft (ÖBR) ist die Vertretungskörperschaft für alle in Österreich lebenden Buddhisten. Im Vergleich zur DBU sind in ihr viel mehr asiatische Buddhisten vertreten. Neben dem Diamantweg sind auch einige Gruppen (Sokka Gakkei, Shaolin Tempel, Shamabalah) die man in der DBU so nicht vielleicht nicht akzeptieren würde.


    Ich denke dass ist so, weil die ÖBR den Charakter einer Vertretungskörperschaft hat und daher ihr primärer Sinn ist, die Buddhisten wie sie so sind zu vertreten und so ein Abbild des "real existierenden Buddhismus" zu liefern.


    Während bei der DBU stärker die Idee da ist für "den Buddhismus" zu stehen - was ja oft als "der Buddhismus wie er sein sollte" verstanden werden kann.


    Auch in der ÖBR gab es wegen Nydahls Äußerungen Kontroversen. Diese führten zu teilweisen Sanktionen - so darf der Diamantweg nicht mehr in den offiziellen ÖBR Organen publizieren - aber nicht zum Rauswurf. Weil der Diamantweg zwar nervt aber doch Teil des "real existierenden Buddhismus" ist.

  • Ich sehe und beurteile die ÖBR etwas anders, so sind z.B. auch in der ÖBR kaum viel mehr asiatisch buddhistische Gruppen vertreten wie in der DBU, was aber wohl auch an den asiatischen Gruppen liegt. So "fehlen" dort z.B. auch die Vietnamesisch-Buddhistischen Gruppen, einige Thailändische Gruppen wie Wat Dhammakaya Linz, Tammaruk Tempel Wien, Thammongkolchai Tempel Graz, usw. und auch Gruppen mit koreanischen, japanischen, chinesischen oder taiwanesische Buddhisten wie z.B. die größte buddhistische Wohlfahrtsorganisation Tzu Chi Organisation sucht man vergebens in der ÖBR, genauso wie sie auch meist nicht in der DBU vertreten sind.
    Der Grund, warum in der ÖBR aber auch Gruppen vertreten sind, die in der DBU fehlen, liegt wohl auch darin begründet, dass dort auch nichtbuddhistische Gruppen wie z.B. die Bön Gruppe Ligmincha Österreich aufgenommen wurden, weil es sonst vielleicht einfach zu wenige Gruppen wären und es z.B. kein "Buddhistisches Bekenntnis" dort gibt, wie in der DBU, dass man zumindest formal anerkennen muss. In der ÖBR reicht es aus, wenn man nur folgendes formal bestätigt:
    Ich möchte mich zur buddhistischen Religion bekennen und durch Aussprechen der Dreifachen Zuflucht - zum Buddha (Lehrer), zum Dharma (Lehre) und zum Sangha (Gemeinschaft) - bekräftigen, dass ich mich um eine buddhistische Lebensweise bemühen werde.
    Wäre diese Regelung auch in der DBU maßgeblich, so hätte man z.B. die Einleitung des Aussschlussverfahrens gegen den BDD Diamantweg nicht juristisch begründen und durchsetzen können und es gibt wahrscheinlich auch in der ÖBR eine große schweigende Mehrheit an Gruppen, die auch gegen den BDD Diamantweg erhebliche Vorbehalte haben und nur ungern mit ihnen in selben Verband sind. In Österreich hat sich auch z.B. schon früher eine Spaltung innerhalb des Diamantweges vollzogen, so gehörte auch die Karma Kagyü Sangha Wien früher zum Diamantweg Ole Nydahls

  • So fragte der Oberallgäuer Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Gehring beim bayerischen Innenministerium an, ob Nydahl oder der Diamantweg-Buddhismus vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Und ob deren Mitglieder sich in den vergangenen Jahren bewaffnet hätten.

    Das ist jetzt doch so überzogen dass es fast schon absurd ist.

  • So fragte der Oberallgäuer Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Gehring beim bayerischen Innenministerium an, ob Nydahl oder der Diamantweg-Buddhismus vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Und ob deren Mitglieder sich in den vergangenen Jahren bewaffnet hätten.

    Das ist jetzt doch so überzogen dass es fast schon absurd ist.

    Nein, das ist nicht absurd , das ist Wahlkampf. ;)

  • Dazu lohnt es sich, die Antwort des Bayrischen Innenministeriums zu lesen:


    Zitat

    Islamkritik, auch polemische, und Islamfeindlichkeit sind wie jede andere Form der Religionskritik und –Feindlichkeit grundsätzlich vom Grundrecht auf freie Meinungsäußerung gedeckt. Vorbehalte gegenüber anderen Religionen sind Ausdruck der für Religionen nicht untypischen Unbedingtheit ihrer Glaubenssätze. Im Rahmen von Art. 4 GG erkennt der Staat ein gewisses Spannungsverhältnis zwischen der Religionsfreiheit und den allgemeinen Grundrechten an.

    Bei den zitierten Aussagen Ole Nydahls handelt es sich in der Gesamtbewertung um teilweise polemische, polarisierende, pauschalisierende, verkürzende islamkritische bis -feindliche, jedoch noch nicht um verfassungsschutzrelevante islamfeindliche Meinungsäußerungen. So ruft er nicht dazu auf, die Grundrechte von Muslimen mittelbar oder unmittelbar außer Kraft zu setzen.

    [...]

    Aus der Beobachtung der Phänomenbereiche Rechtsextremismus und Verfassungsschutzrelevante Islamfeindlichkeit sind bisher keine Verbindungen zum Diamantweg bekannt geworden.

    [...]

    Ist der Diamantweg-Buddhismus als Sekte einzustufen?

    Der Buddhistische Dachverband Diamantweg (BDD) ist der Staatsregierung nicht als konfliktträchtige Sekte oder Psychogruppe bekannt.

    Wenn nein, warum nicht?

    Es liegen keine belastbaren Hinweise auf eine Gefährdung der Rechtsordnung oder einzelner Personen vor. So hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof in einem am 10.05.2012 veröffentlichten Urteil vom 04.05.2012(Vf. 10-VII -11) eine Popularklage gegen die Genehmigung des Europazentrums des BDD auf Gut Hochreute bei Immenstadt abgewiesen, weil keine Nachweise für eine Grundrechtsverletzung erbracht werden konnten.


    Kritik: Lama Ole Nydahl | Diamantweg-Buddhismus

    Die ganze Antwort als PDF


    Das ist ja alles nicht neu, es sind nur neue Quellen von v-n gepostet worden, die neu über bereits bekannte Themen berichten oder die er neu gefunden hat, auch wenn sie schon länger im Netz stehen. Die Antwort auf Gehring ist im Februar 2019 erfolgt...

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Ich finde es auch sehr Trumpesque anzudeuten, dies sei eine "total exoneration". Es ist doch nicht normal, dass ein buddhistischer Lehrer/buddhistische Gruppe vom bayerischen Innenministerium überprüft wird. Oder sind da andere Lehrer/Gruppen bekannt? So verschiebt man das Overton-Fenster immer mehr. Seine Aussagen sind zwar islamfeindlich, aber nicht strafbar. Also alles okay. Das kann doch nicht das neue Normal sein.

    Heutzutage suchen viele Menschen die Zweige, lehnen aber die Wurzel ab, vergessen das Wahre und fallen in das Falsche, sie haben den Buddhadharma geschädigt - Yunan Kewen


    Pamokkhas Aufsatzsammlung

  • Natürlich ist das keine totale Entlastung, das wollte hier glaube ich auch niemand suggerieren. Die Prüfung erfolgte durch die Anfrage, und sie muss sich an juristischen Standards orientieren.


    Ob man Islamkritik in der buddhistischen Szene normal findet oder nicht, ist eine komplett andere Frage. Und da wäre ja der DBU-Ausschluss ein deutliches Signal, dass man sich diesen Aussagen entgegenstellt und sie innerhalb der buddhistischen Gemeinde nicht normal findet.

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  • Zunächst zu einer Bemerkung von void :


    Quote
    Zitat Zitat Algäu online: So fragte der Oberallgäuer Grünen-Landtagsabgeordnete Thomas Gehring beim bayerischen Innenministerium an, ob Nydahl oder der Diamantweg-Buddhismus vom Verfassungsschutz beobachtet werden. Und ob deren Mitglieder sich in den vergangenen Jahren bewaffnet hätten.

    Zitat

    Zitat

    void : Das ist jetzt doch so überzogen dass es fast schon absurd ist.

    Das ist mE durchaus nicht überzogen, wenn man sich den Kontext ansieht. Kontext ist zum einen die öffentliche Aufforderung Ole Nydahls auf die Frage eines Schülers nach angemessenem Umgang mit dem Islam, schießen zu lernen ("learn to shoot") und zum anderen ein Pressebericht, wonach nach Aussage des Vorsitzenden des Immenstädter Schützenvereins einige im Europazentrum des BDD lebende Schüler Ole Nydahls in seinem Verein trainieren - also wohl dieser Aufforderung nachkommen.


    Auch angesichts von - nach Auffassung der bayerischen Staatsregierung - in der Gesamtbewertung teilweise polemischen, polarisierenden, pauschalisierenden, verkürzenden islamkritischen bis -feindlichen Meinungsäußerungen ist eine solche Anfrage nicht überzogen. Die Auffassung der bayerischen Staatsregierung, die da noch keine Bestrebungen sieht, Verfassungsgrundsätze der freiheitlichen demokratischen Grundordnung zu beseitigen oder außer Geltung zu setzen (und deswegen keinen Anlass zur Beobachtung durch den Verfassungsschutz), muss man ja nicht teilen - sie zu erfahren ist auf jeden Fall von Interesse.


    In der Anfrage des Landtagsabgeordneten an die bayerische Staatsregierung ging es konkret darum, ob die Zahl der Anträge auf Waffenschein seit 2008 im Raum Immenstadt/Ldkrs. Oberallgäu zugenommen hat. Hier gab die Bayerische Staatsregierung Entwarnung; Waffenscheine wurden im fraglichen Zeitraum keine ausgestellt und die Anzahl der in diesem Zeitraum ausgestellten sog. 'kleinen Waffenscheine' (für Signal-, Reizstoff- und Schreckschusswaffen) ist statistisch unauffällig. Anträge werden statistisch nicht erfasst. Dessenungeachtet ist eine solche Anfrage angesichts der oben geschilderten Umstände weder überzogen noch gar absurd - da hat lediglich ein Abgeordneter die durch die einschlägige Presseberichterstattung hervorgerufenen Besorgnisse von Teilen der Bevölkerung ernst genommen.


    Zu kilaya s Zitat aus der Antwort der Staatsregierung auf die Anfrage des Landtagsabgeordneten Gehring: nicht jeder wird den verlinkten Text komplett durchlesen. Von daher wäre es sinnvoll gewesen, bei dem Zitat einen speziellen Satz nicht auszulassen, den ich deswegen hier anfüge:

    Zitat

    Zitat

    Das BayLfV wird die weitere Entwicklung im Hinblick auf eine Eröffnung seines Aufgabenbereichs jedoch im Blick behalten.


    Ein Persilschein bzw. eine Unbedenklichkeitsbescheinung des Verfassungsschutzes ist das jedenfalls nicht. Was nun die anstehende Eröffnung des Ausschlussverfahrens in der DBU angeht, sollte man sich bewusst sein, dass in eben diesem Bundesland Bayern derzeit der Antrag der DBU auf Anerkennung als Körperschaft des öffentlichen Rechts geprüft wird. Es ist sicherlich nachvollziehbar, dass insbesondere die Vorgänge in Immenstadt, die Berichterstattung in der Presse und im Fernsehen (BR) sowie eine solche Anfrage an die Staatsregierung da alles andere als hilfreich sind. Da darf und sollte man sich ruhig die Frage stellen, ob der BDD, der sich strikt weigert, zu den öffentlichen politischen Äußerungen Ole Nydahls unmissverständlich auf Distanz zu gehen (was niemanden, der den BDD etwas näher kennt, verwundern dürfte), dem Ansehen und den Zielen der DBU schadet. Genau das ist laut Satzung der DBU ein Ausschlussgrund.


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  • Zu kilaya s Zitat aus der Antwort der Staatsregierung auf die Anfrage des Landtagsabgeordneten Gehring: nicht jeder wird den verlinkten Text komplett durchlesen. Von daher wäre es sinnvoll gewesen, bei dem Zitat einen speziellen Satz nicht auszulassen, den ich deswegen hier anfüge:


    Zitat

    Das BayLfV wird die weitere Entwicklung im Hinblick auf eine Eröffnung seines Aufgabenbereichs jedoch im Blick behalten.

    Ich kann nicht so einen langen Text danach abklopfen, was genau Dir wichtig erscheint, und was nicht. ;) Ich finde die Aussage jetzt nicht sonderlich brisant, es gibt ja genügend Anlässe, das im Blick zu behalten.


    Ein Persilschein bzw. eine Unbedenklichkeitsbescheinung des Verfassungsschutzes ist das jedenfalls nicht.

    Ich habe im TB ja auch Pamokkha schon geantwortet... Zunächst mal ist das einfach eine juristisch Bewertung zum Jetzigen Zeitpunkt. Jenseits des juristischen Faktors ist die Brisanz aber viel größer: will der Buddhismus sich von solchen Tendenzen distanzieren oder nicht?


    Man kann ja auch hier im Forum beobachten, dass es rechtslastiges und rechtsextremes Gedankengut nicht nur bei ON gibt, sondern in allen Schulen und bei Schülern aller Richtungen. Und hier im Forum tun wir uns schon schwer, zu entscheiden, was ist noch vertretbar, was ist angemessen, was ist rechte Rede, was kann noch "buddhistisch" sein. Daran sieht man, wie wichtig es ist, sich dazu zu positionieren, aber auch wie schwierig es ist, da Grenzen zu ziehen, solange es im legalen Rahmen bleibt.

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  • Ich war noch nie Fan von Nydahl, aber Dein Beitrag hier ist inhaltlich völlig abgedreht.

    Was genau? Dass angesichts von Presseberichten über eine religiöse Gruppierung, deren Guru seinen Anhängern empfiehlt, schießen zu lernen und von denen einige dies im örtlichen Schützenverein auch tun, ein gewählter Volksvertreter eine Anfrage an die Landesregierung richtet, welche Erkenntnisse dort über diese Gruppe vorliegen bzw. wie sie eingeschätzt wird?


    Nur mal so als Gedankenspiel: stell dir vor, in Deinem Wohnort hält in der örtlichen Moschee oder im islamischen Kulturverein ein Imam einen Vortrag, bei dem er auf die Frage, wie man mit der zunehmenden Islamfeindlichkeit hierzulande umgehen soll, den Leuten sagt: lernt schießen. Braucht man, glaube ich, nicht weiter ausführen. Fändest Du da eine solche Anfrage auch "abgedreht"? Oder sind Leute, die sich als "buddhistisch" labeln per se von vornherein über jeden Verdacht erhaben? Muslime aber nicht?


    Was das Zitat "Das BayLfV wird die weitere Entwicklung im Hinblick auf eine Eröffnung seines Aufgabenbereichs jedoch im Blick behalten" angeht, so zeigt es, dass der Teil, den kilaya zitiert hat, für sich alleine genommen verharmlosend ist. Konkret bedeutet dies, dass der BDD als Prüffall eingestuft ist.


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  • Konkret bedeutet dies, dass der BDD als Prüffall eingestuft ist.

    Nein, das bedeutet es meines Wissens nicht. Der Status "Prüffall" ist ein offzieller Status, der hier nicht ausgesprochen wurde. Das konnte man am Thema AfD (einzelne Landesverbände) kürzlich ganz gut verfolgen.


    Die Aussagen zum "Schiessen lernen" finde ich auch daneben, schrieb ich anders wo schon, wie wenig ich davon halte. Und auch wenn mutmaßlich Schüler von ON deswegen auf die Idee gekommen sind, kann man die Beteiligung am Schützenverein zumindest theoretisch auch als Versuch werten, sich in einer traditionellen Dorfgemeinschaft zu integrieren. Theoretisch. Was ich sagen will, ist dass es Fakten gibt und dass es Interpretationen gibt. Und juristisch sind nicht Interpretationen relevant, die man haben könnte, sondern Fakten. Und da interessiert es den Verfassungsschutz wenig, wenn es da Leute gibt, die als Sportschützen trainieren, wie viele andere auch, sondern ob sie da tatsächlich Tendenzen sehen, dass damit eine Gefährdung einher geht. Da macht es dann auch durchaus einen Unterschied, ob bekannte Islamisten schiessen lernen, oder jemand, der sich möglicherweise nur "verteidigen" will, auch wenn die Bedrohung eher herbeiphantasiert ist.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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  • n, dies sei eine "total exoneration". Es ist doch nicht normal, dass ein buddhistischer Lehrer/buddhistische Gruppe vom bayerischen Innenministerium überprüft wird. Oder sind da andere Lehrer/Gruppen bekannt? So verschiebt man das Overton-Fenster immer mehr. Seine Aussagen sind zwar islamfeindlich, aber nicht strafbar. Also alles okay. Das kann doch nicht das neue Normal sein.

    Ich habe das Gefühl, dass die Anfrage von Thomas Gehring dadruch dadurch dass seine Anfrage so überzogene Vorwürfe beinhaltet, nach hinten los gegangen ist, So wirkt es jetzt, als sei er dadruch, dass er von diesen "überzogene Vorwürfe" entlastet ist, insgesamt entlastet.


    Was ist denn "verfassungsschutzrelevanten Islamfeindlichkeit"? Ich hätte mir da jetzt jemand wie Geert Wilders vorgestellt, der ja mit seinen Forderungen, den Koran zu vebieten und Moscheen zu schließen, das in sowohl der deutschen als auch niederländischen Verfassung verankerten recht auf Religionsfreheit massiv zu verletzten trachtet. Wäre ein deutsche Politiker, der ähnliche Positionen wie Wilders hätte, wäre also im Bereich der "verfassungsschutzrelevanten Islamfeindlichkeit" einzuordnen? Und was ist eine Verbindung?

  • Es geht eher um verbandspolitische Themen, Juristisches usw. und nicht um buddhistische Inhalte. Daher ist es unter "Allgemeines zum Buddhismus" nicht richtig aufgehoben. Wir arbeiten gerade an einem Konzept, um für kritische Themen die nicht direkt mit dem Buddhismus zu tun haben, eine angemessene öffentliche Plattform zu finden, damit das nicht bei den Praxisforen stört. Bis dahin habe ich es vorübergehend hierher geschoben, wo es weiterdiskutiert werden kann.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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  • Was ist denn "verfassungsschutzrelevanten Islamfeindlichkeit"?

    Ich denke, es wird in der Hinsicht dann relevant, wenn es konkrete Gefährdungspotentiale gibt, dass eine Gruppe anfängt, Angehörige des Islam anzugreifen oder Gewalt gegen sie auszuüben.


    Die Antwort ist immerhin geeignet, eben genau solche überzogenen Vorwürfe, die ja durchaus kursieren, zu entkräften. Aber mehr eben auch nicht.

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  • Auch dieser Thread ist thematisch eher politisch, nicht buddhistisch zentriert. Durch das Verschieben kann nun auch jemand, der im TB gesperrt ist, mitschreiben.

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  • Zitat

    kilaya [Zitierfunktion klemmt]:

    Nein, das bedeutet es meines Wissens nicht. Der Status "Prüffall" ist ein offzieller Status, der hier nicht ausgesprochen wurde. Das konnte man am Thema AfD (einzelne Landesverbände) kürzlich ganz gut verfolgen.

    Das "im Hinblick auf eine Eröffnung seines Aufgabenbereichs [...] im Blick behalten" ist mE wohl kaum anders zu verstehen. Was den erwähnten "Aufgabenbereich" angeht, so wird in den vorangehenden Absätzen deutlich, was damit gemeint ist - die Einstufung als Beobachtungsfall, für die das bayerische LfV beim BDD derzeit keinen Anlass sieht.


    Der Status 'Beobachtungsfall' ist nun tatsächlich ein "offizieller Status" was bedeutet, dass gegen solch eine Einstufung auch Rechtsmittel eingelegt werden können (ggf. Klage). Das ist beim Status 'Prüffall' nicht gegeben - es liegt im Ermessen der zuständigen Verfassungsschutzbehörde bzw. des Innenministers als höchstem Dienstvorgesetzen, ob sie prüft. Klagen kann man da allenfalls dagegen, dass solch eine Prüfung öffentlich bekannt gegeben wird. Und genau das war bei der AfD als Gesamtpartei (nicht "einzelne Landesverbände") der Fall - geklagt wurde gegen die Veröffentlichung der Einstufung, nicht die Einstufung selbst. Ein feiner, aber bedeutender Unterschied. Übrigens sind die AfD-Jugend "Junge Alternative" und der völkische Flügel um Bernd Höcke als Beobachtungsfall eingestuft. Auch der thüringische Landesverband (Partei- und Fraktionschef) hat nicht gegen die Einstufung als Prüffall im Dezember 2018 Klage eingereicht, sondern vorsorglich gegen das Ergebnis der Prüfung, sollte es zur Einstufung als Beobachtungsfall führen.

    Zitat

    kilaya :

    Und da interessiert es den Verfassungsschutz wenig, wenn es da Leute gibt, die als Sportschützen trainieren, wie viele andere auch, sondern ob sie da tatsächlich Tendenzen sehen, dass damit eine Gefährdung einher geht.

    Das ist natürlich richtig und das ist auch gut so. Wobei es mE einen buddhistischen Dachverband durchaus zu interessieren hat, wenn Mitglieder eines ihr angehörenden Vereins es mit ihrem Verständnis von Buddhas Lehre vereinbaren können, schießen zu lernen um sich gegen eine islamische Bedrohung zur Wehr zu setzen. Sei diese nun herbeifantasiert oder nicht - da geht es um angemessenes Handeln im Sinne buddhistischer Ethik, nicht im Sinne juristischer Vorgaben.


    Ansonsten - es war in meinem Beispiel nicht von "bekannten Islamisten" die Rede, sondern von einem Imam, der einer Gemeinde merkwürdige Vorschläge macht. Macht es da wirklich einen Unterschied, wenn der Imam sich Lama nennt, aber der Vorschlag derselbe ist?

    _()_

  • Ich habe das Gefühl, dass die Anfrage von Thomas Gehring dadruch dadurch dass seine Anfrage so überzogene Vorwürfe beinhaltet,

    Ich frage mich allmählich, ob du die Anfrage überhaupt gelesen hast. Ich lese da keine Vorwürfe, sondern schlicht Fragen. Okay, zum Teil dumme Fragen, weil sie sich Herr Gehring mit ein wenig Nachdenken hätte selbst beantworten können. Zum Beispiel die, ob für die Erteilung eines Waffenscheins die Konfession abgefragt wird. Natürlich nicht, das wäre grundgesetzwidrig. Trotzdem - auch eine dumme Frage ist noch kein Vorwurf. Und wenn Fragen in einer parlamentarischen Anfrage etwas suggerieren sollten, dann ist es Sache des Antwortenden, hier klarstellend zu antworten.


    _()_

  • Ich denke, es wird in der Hinsicht dann relevant, wenn es konkrete Gefährdungspotentiale gibt, dass eine Gruppe anfängt, Angehörige des Islam anzugreifen oder Gewalt gegen sie auszuüben.

    Ein wenig niedriger als bei Anwendung physischer Gewalt liegt die Schwelle schon - auch das macht die Antwort auf die parlamentarische Anfrage deutlich:


    Zitat

    So ruft er nicht dazu auf, die Grundrechte von Muslimen mittelbar oder unmittelbar außer Kraft zu setzen. Wie oben dargelegt, ist die Beobachtung erst dann zulässig, wenn hinreichend gewichtige tatsächliche Anhaltspunkte für eine Bestrebung gegen die freiheitliche demokratische Grund-ordnung vorliegen. Das wäre beispielsweise der Fall, wenn Muslimen Grundrechte, wie z.B. auf freie Religionsausübung (Art. 4 GG), politisch ziel- und zweckgerichtet abgesprochen würden.


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  • Wobei es mE einen buddhistischen Dachverband durchaus zu interessieren hat, wenn Mitglieder eines ihr angehörenden Vereins es mit ihrem Verständnis von Buddhas Lehre vereinbaren können, schießen zu lernen um sich gegen eine islamische Bedrohung zur Wehr zu setzen. Sei diese nun herbeifantasiert oder nicht - da geht es um angemessenes Handeln im Sinne buddhistischer Ethik, nicht im Sinne juristischer Vorgaben.

    U.a. in diesem Punkt bin ich ja ausdrücklich bei Dir.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
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    Bericht von der DBU-Mitgliederversammlung 2019 – DBU-Newsletter für Einzelmitglieder


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    Zitat

    Stellungnahme des Vorstands der DBU zu Aussagen der BDD-Vertreterin Nadia Wyder über die DBU

    Nadia Wyder, Vorstandsmitglied und Pressesprecherin des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg e.V. (BDD), hat der DBU in einem Artikel des Allgäuer Anzeigenblatts vom 22.05.2019 vorgeworfen, die DBU-Satzung und insbesondere das Recht der freien Meinungsäußerung ihrer Mitgliedsgemeinschaften in Frage zu stellen. Hintergrund dieser Behauptungen ist die Tatsache, dass die DBU-Führung Aussagen von Ole Nydahl – dem spirituellen Leiter des BDD - kritisiert, die vom Vorstand als schädigend für den Ruf der DBU und als nicht vereinbar mit buddhistischen ethischen Grundsätzen angesehen werden.

    Unsere Aufgabe besteht darin, den Ruf der DBU vor Schaden zu bewahren. Ein Schaden für das Ansehen der DBU ist dadurch entstanden, dass durch herabwürdigende und pauschalisierende Äußerungen gegenüber dem Islam, Muslimen und Migranten der öffentliche Eindruck entstehen konnte, diese Meinungen wären Konsens unter Buddhisten und in der DBU. Da trotz intensiver Bemühungen kein Einlenken durch Ole Nydahl und den BDD zu erreichen war, hat unsere Mitgliederversammlung mit großer Mehrheit entschieden, ein Ausschlussverfahren gegen den Buddhistischen Dachverband Diamantweg einzuleiten. Das ist Ausdruck einer demokratischen Willensbildung zum Schutz unseres Ansehens und unserer Werte – und hat nichts mit einer Einschränkung der Meinungsfreiheit zu tun.

    Die Vertreterin des BDD spricht ebenfalls von „undemokratischen Strukturen in der DBU" und meint damit die Tatsache, dass die Menge der BDD-Vertreter in den DBU-Gremien nicht proportional der Menge ihrer eigenen Mitglieder entspricht. Sie rechnet vor, dass der BDD eigentlich 35 % aller Delegierten-Mandate erhalten müsste – anstatt wie derzeit nur 3,6% der Stimmrechte.

    Es ist eine nicht seltene Vorstellung, dass es zwischen dem Anteil von Mitgliedern einer Gemeinschaft an der Gesamtmitgliederzahl und den Stimmrechten in der MV eine proportional Beziehung geben sollte. Im Rahmen eines Dachverbandes, dessen Satzungszweck es ist, die Interessen einer Vielzahl von kleinen und wenigen mittleren und noch weniger größeren Mitgliedsgemeinschaften zu bewahren und zu vertreten, ist diese Relation jedoch keineswegs zwingend.

    Vor allem würde es den kleinen Gemeinschaften nur geringe Mitsprache und damit auch nur geringe Gestaltungsmöglichkeiten eröffnen. Die DBU möchte jedoch kein Dachverband sein, der von den Interessen weniger Gemeinschaften dominiert wird. Es besteht deshalb seit Jahrzehnten auch mit den größeren Gemeinschaften und mit den Einzelmitgliedern weitgehend Konsens, dass ein substanzielles Mitspracherecht für kleinere Gemeinschaften gewährleistet sein muss. Dies widerspricht auch keineswegs demokratischen Prinzipien. Demokratie beruht nicht allein auf dem Mehrheitsprinzip. Der Minderheitenschutz ist unabhängig von Mehrheitsverhältnissen zu gewährleisten und findet gerade durch die Stimmrechtsregelungen vor dem Hintergrund der sehr heterogenen Struktur der DBU Berücksichtigung, indem jede Mitgliedsgemeinschaft eine Stimme hat, größere Mitgliedsgemeinschaften über 500 Mitgliedern zwei Stimmen und ab 1000 Mitgliedern drei Stimmen.

    Diskussionsfähig ist allenfalls, wieweit die bestehende Regelung hinreichend ausgewogen erscheint. Die AG Struktur der DBU erarbeitet derzeit substanzielle Modelle, die darauf abzielen, eine höhere Akzeptanz aller Beteiligten zu erreichen. Gleichzeitig wird auch eine Reform der Beitragsstruktur angestrebt, die ebenfalls im Fokus einer Neuregelung steht, um der berechtigten Kritik an bestehenden Ungleichgewichten eine bessere Grundlage zu geben.

    Der Vorstand der DBU

    Martin Hage, Nils Clausen, Claus Herboth, Felix Baritsch

    Quelle:

    Allgäuer Anzeigenblatt, 22.05.2019

    Der Vorwurf, Lama Ole Nydahl würde zu Gewalt aufrufen, ist für Nadia Wyder, Sprecherin des Buddhistischen Dachverbands Diamantweg, dagegen „haltlos und unbegründet". Im Gegenteil habe Nydahl darauf hingewiesen, „dass das Gewaltmonopol des Staates unantastbar ist“. Ebenso haltlos sei die Behauptung von Mitgliedern des DBU, Nydahl habe Kontakt zu rechtsradikalen Organisationen in Europa. Wyder: „Lama Ole Nydahl pflegt keine solchen Kontakte. “

    Als „sehr kritisch" sieht die Sprecherin „die fortschreitende Abkehr von den Werten der DBU-Satzung durch die DBU selbst und das Infragestellen von Grundrechten, wie der freien Meinungsäußerung“. Deshalb stehe der Verbleib des Diamantwegs in der DBU „unabhängig von dem aktuell angestrengten Ausschlussverfahren in Frage". Dabei verweist sie auf „undemokratische Strukturen in der DBU": „Gruppen mit zehn Mitgliedern haben eine Stimme, der BDD mit 5500 Menschen verfügt bei Abstimmungen nur über drei Stimmen. “ Außerdem vertrete die Buddhistische Union gerademal fünf bis sieben Prozent der in Deutschland geschätzten 250.000 bis 300.000 Buddhisten.


    Der Vorwurf der Vertreterin des BDD, die DBU besitze undemokratische Strukturen, ist schon wirklich lächerlich und krass, wenn man sich mal die Satzung der Diamantweg Stiftung ansieht:

    Zitat

    § 12 Lama Ole Nydahl

    Zu Lebzeiten des Stifters, Lama Ole Nydahl, gilt folgendes: (1)Lama Ole Nydahl ist Vorsitzender des Vorstandes. Die Stiftung wird von ihm und einem weiteren Mitglied des Vorstandes vertreten. (2)Lama Ole Nydahl hat vollumfängliche Weisungsbefugnis. Insbesondere kann er -die Rechte und Pflichten des Aufsichtsrats ausüben -Mitglieder des Vorstandes, der Geschäftsführung und des Aufsichtsrates ernennen und entlassen -Satzungsänderungen jeglicher Art beschließen, § 13 Abs. 2 findet insoweit keine Anwendung.

    satzung-2016.pdf


    Wer den Diamantweg und seine Regionalgruppen von Innen kennt, weiss auch, dass es auch in den Regionalvereinen nur scheinbar demokratisch zugeht, in Wirklichkeit liegt die Macht und Entscheidungsgewalt aber nicht bei den Mitgliedern sondern bei einer kleinen Gruppe von Nydahltreuen, die keinerlei andere Meinung tolerieren und respektieren.


    Zitat

    5. Vorstand

    Der Vorstand wird von der Mitgliederversammlung durch einfache Mehrheit für eine

    Amtsdauer von drei Jahren gewählt. Der Vorstand besteht aus drei Mitgliedern: dem

    Vorsitzenden und zwei Beisitzern.

    Die Spirituellen Leiter des Vereins haben ein Vetorecht

    Der Verein wird gerichtlich und außergerichtlich durch ein Vorstandsmitglied vertreten.


    7. Spirituelle Leitung

    Der Verein steht unter der Schirmherrschaft des Gyalwa Karmapas, zur Zeit Trinley Thaye

    Dorje, der 17. Karmapa. Die spirituelle Leitung des Vereins liegt bei Jigme Rinpoche und Lama

    Ole Nydahl.

    sw_satzung_neufassung_2017_final.pdf Wer ist hier also undemokratischer? Die DBU oder BDD Diamantweg?

  • Danke fürs Update. Überrascht mich nicht, das alles, und ich stimm dir zu - da ist man schon arg empfindlich bei der DBB, was in interessantem Kontrast zum vollständig unverrückbaren Beharren auf den eigenen Positionen steht. Aber darum geht das seit 20 Jahren so - da wird kein Einlenken mehr zu erwarten sein, nur Empörung.

  • Ich finde es schlimm, dass eine Lehre die dem Menschen helfen sollte sein Leben so gut wie möglich zu leben und so friedvoll wie möglich zu sterben, von Menschen so falsch verstanden und ausgenutzt werden kann.

    Anstatt sich den wirklich wichtigen Dingen des Lebens zu widmen wird sich in sinnlosen Machtkämpfen und persönlichen Rechthabereien verstrickt.

    Das bringt nur Leid und Elend über die Menschen.


    Das wäre sicher nicht in Buddhas Sinne.


    Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen in den zweitausend Jahren seine Gedanken, seine Intension ziemlich verdreht haben. Genau wie bei Jesus.


    Wenn sie sehen würden was Menschen aus ihrerLehre, aus ihrer Religion gemacht haben, dann würden Buddha und Jesus im Duett kotzen.


    Musste mal raus.

  • Ich finde es echt schade, wie in der Öffentlichkeit auf den Aussagen von Lama Ole rumgetrampelt wird.

    Da ich selber nun seit vielen Jahren einer seiner Schüler bin und am Anfang auch erst mal ziemlich distanziert, vorsichtig und neutral gegenüber dieses buddhistischen Verbandes verhalten habe, habe ich inzwischen einen umfassenden Überblick über die Organisation sammeln können.


    Unter anderem ist mir dabei aufgefallen, dass viele Zitate von Ole im Bezug auf den Islam stark aus dem Kontext gerissen und dadurch vollkommen falsch dargestellt werden.

    Beim vergangenen Sommerkurs, bei dem laut verschiedener Medien auch verfassungsfeindliche Aussagen gefallen sein sollen, war ich die komplette Zeit anwesend und kann nur sagen, dass die Berichterstattung für die Öffentlichkeit nicht ganz der Wahrheit entspricht.

    Und das ist nicht das einzige Beispiel, dass ich hierzu anführen kann.


    Außerdem konnte ich bisher keine Hinweise darauf entdecken, dass der Diamantweg eigentlich eine Sekte ist, wie es von manchen behauptet wird.

    Wenn man eine „Sekten-Checkliste“ darauf anwendet und halbwegs mit den internen Strukturen und Vorgängen vertraut ist, dann merkt man, dass die christliche Kirche mehr Übereinstimmungen mit diesem Bogen hat, als der Diamantweg.


    Im Endeffekt kommt es aber auch darauf an, dass sich jeder dort wohlfühlt, wo er Mitglied ist und das ist bei mir und den Leuten, die ich im Diamantweg kennengelernt habe, eindeutig der Fall.


    Ansonsten stehe ich gerne für Fragen zur Verfügung, falls es Unklarheiten zu meinen Aussagen oder dem Diamantweg geben sollte :)