Fragwürdiges Interview mit Dzongsar Jamyang Khyentse in "Buddhismus Aktuell"

  • Ich denke, dass es da nicht um die äußere, phyikalische Sache "Sex" geht, sondern um die Kultiierung besonderer inneren Zustände.

    Mir ist aufgefallen, dass viel Ordnierte eine Anmut und Graziliät in ihren Bewegungen haben, die man im weltlichen Bereich nur bei Verliebten findet die vor lauter Innigekit ganz schweben oder...

    Mit diesem Vergleich bin ich nicht ganz zufrieden. Ich weiß, was du meinst, aber wenn man da mal genauer hinschaut, sieht man doch erhebliche Unterschiede, finde ich.


    Die Anmut und Grazilität ist eigentlich ziemlich unterschiedlich. Bei Mönchen und Nonnen ist sie das Ergebnis von Achtsamkeit und Präsenz / Gewahrsein. Bei Verliebten ist sie das Ergebnis davon, die Wirklichkeit stark einzugrenzen und zusätzlich noch (rosarot) zu verschleiern. Das Verliebtsein (besonders in jüngeren Jahren) weicht nicht selten irgendwann einem "jähen" Aufwachen, und dann haben sich Anmut und Grazilität erledigt.

    Die Anmut und Grazilität bei Ordinierten ist nicht so flatterhaft und schwankend. Es kommt natürlich auch drauf an, wie gefestigt sie sind und wie "echt" das ist. Auch bei Ordinierten können Anmut und Grazilität auf mich nicht richtig authentisch wirken. Aber das ist wieder ein anderes Thema.

    Anmut und Grazilität sind für mich auch nicht zwingend erforderlich für Fortgeschrittensein. Wenn jemand eine bodenständige, geerdete Natur hat, muss er/sie nicht unbedingt besonders anmütig und grazil sein, um "echt" zu wirken.


    So jemanden wie Sawaki zum Beispiel würde man nicht unbedingt als anmütig und grazil bezeichnen. Und dennoch bin ich sicher, dass er Zazen und die Buddhalehre aufs Höchste verfeinert hat, so gut er nur konnte.


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  • Und um das klar und deutlich zu machen: Niemand wird durch irgendwelche Techniken, Methoden oder Wege erleuchtet - es gibt keinen Weg vom Bedingten zum Unbedingten

    ...... es gibt keinen Weg vom Bedingten zum Unbedingten, denn es gibt nichts, was unbedingt wäre.

    Das ist eine etwas kurzsichtige, voreilige Schlussfolgerung. :grinsen:


    Bei Nagarjuna heißt es:


    MMK 18.7

    Das, was bezeichnet werden soll, ist verschwunden, das Objekt des Gedankens ist verschwunden. Denn das Wesen der Dharmas ist - wie Nirvana - weder entstanden noch vernichtet.


    MMK 18.8 Alles ist wirklich oder unwirklich, wirklich und unwirklich zugleich, weder unwirklich noch wirklich: Das ist die Unterweisung des Buddha.


    MMK 18.11 Nicht Einheit, nicht Vielheit, nicht Aufhören, nicht Dauern: Dies ist das Unsterbliche an der Lehre der Buddhas, der Weltenschützer.


    Bernhard Weber-Brosamer, Dieter M. Back, Die Philosophie der Leere.


    Die Anschaffung dieser kommentierten Ausgabe ist zu empfehlen.

    Du wirst immer in irgendeiner Form im Universum existieren, sagte Shunryu Suzuki zu Frank Anderton


    :zen:

  • Ich lege ausgelesene Hefte von "Buddhismus Aktuell" immer in der Büchertauschecke im Bioladen ab. Bei dem aktuellen Heft "Was trägt?" war ich wegen des besagten Interviews, über das in diesem Thread ausführlich diskutiert wurde, in der Zwickmühle. Ich wollte sowas nicht weiter verbreiten und war drauf und dran, das Heft zum Altpapier zu schmeißen. Schließlich habe ich mich dazu entschieden, die betreffenden beiden Seiten rauszureißen und habe das restliche Heft wieder für die Mitnahme ausgelegt.

  • Obladi Oblada

    Das finde ich grandios.

    Und wenn das Heft an einen intelligenten Buddhisten fällt, dann denkt der, hey, wo ist denn der Artikel aus dem Inhaltsverzeichnis? Den hat ja jemand rausgerissen! Wow. Warum? Und so weiter und so weiter ......

    :kaffee:

    Du wirst immer in irgendeiner Form im Universum existieren, sagte Shunryu Suzuki zu Frank Anderton


    :zen:

  • Die Schüler von Dzongtsar Khyentse Rinpoche müssen ja dann alle ganz besonders unintelligent sein. Trotz Studium der buddhistischen Philosophie. Die wird nämlich in seiner Linie besonders gepflegt.

  • Ich denke, dass es da nicht um die äußere, phyikalische Sache "Sex" geht, sondern um die Kultiierung besonderer inneren Zustände.

    Mir ist aufgefallen, dass viel Ordnierte eine Anmut und Graziliät in ihren Bewegungen haben, die man im weltlichen Bereich nur bei Verliebten findet die vor lauter Innigekit ganz schweben oder eben bei ganz kleinen Kindern, die auch noch voller Freundlichkeit und Heiterkeit sind.

    Über diese Anmut hat schon Heinrich von Kleist sehr schön sein Essay verfasst mit dem Titel "Über das Marionettentheater". Wir haben sie in der Kindheit, sofern es eine unbeschwerte Kindheit ist, wie eben das völlige aufgehen in ein Spiel - und dann kommt das absichtsvolle Denken und Handeln als Erwachsener und wir verlieren diese Unbeschwertheit - aber sie kann wieder erlangt werden, sofern wir zur Selbstvergessenheit und Selbstlosigkeit finden. dorthin geht der Weg und dafür ist das dharma - aber auch in der christlichen Lehre finden sich diese Hinweise: wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder, könnt ihr nicht ins Himmelreich eingehen.


    Es hat was mit Besitzlosigkeit zu tun und mit Nicht-Identifikation - es ist der natürliche Zustand des daoistischen wuwei - und da heißt es auch "der Weise hängt an keiner Idee" - die Energie ist ja da und sie ist identisch mit Leben bzw. Lebendigsein - da kann keiner was dran "arbeiten" - da ist vor allem "nicht-arbeiten" und zulassen gefragt. Handeln durch Nicht-handeln, wie es dieser Koch mit der Zerlegung des Ochsen vorführte - wenn einer mit den Dingen und in den Dingen ist, dann öffnet sich diese Möglichkeit.

    Danke für diese Worte. Ich war letztens an einem Gottesdienst wo genau diese Worte gepredigt wurden. Sei wie die Kinder, dann kommst du ins Himmelreich.

    Hat mit sehr gefallen. Als Kind ist man tatsächlich näher bei sich selbst. Bei den meisten scheint es so das wir uns davon entfernen. Es ist aber wie du sagst man kann wieder zu sich selbst finden. Paradoxerweise darüber das man sich selbst vergisst.

  • Adrenaline

    Da gebe ich dir recht.:)

    Wahrscheinlich sind da viele Hungergeister dabei und die können vor lauter Hunger nicht denken bzw. denken nur ans Essen, das "buddhistische Philosophie" heißt.

    Das Problem mit Schülern ganz generell ist doch, dass sie keine Kritik zulassen können, wollen, dürfen, weil das Zweifel nährt an ihrer Entscheidung für diesen Lehrer und das führt dann zum Ende der Beziehung und man geht. Aber der Betreffende merkt das nicht, weil es eine Selbstselektion gibt und nur die übrig bleiben, die mit dem Lehrer einverstanden sind. Das führt dann für alle Beteiligten in eine Sackgasse und ist unfruchtbar.


    Wenn du dir eine teure Karte für einen Vortrag gekauft hast, die vielen Menschen im Saal siehst und die Begeisterung mit der sie dem Vortragenden folgen, dann fällt es sehr schwer eine distanzierende Haltung zu entwickeln. Du willst ja einen schönes Erlebnis haben, dich nicht von der Menge isolieren und deinen Kartenkauf infrage stellen. Und daher lässt du die Sache einfach unkritisch laufen und bist irgendwie einverstanden mit dem Quatsch. Irgendwie eben.

    Du wirst immer in irgendeiner Form im Universum existieren, sagte Shunryu Suzuki zu Frank Anderton


    :zen:

  • Adrenaline

    Da gebe ich dir recht.:)

    Wahrscheinlich sind da viele Hungergeister dabei und die können vor lauter Hunger nicht denken bzw. denken nur ans Essen, das "buddhistische Philosophie" heißt.

    Du hast mich missverstanden. Ich sehe das nicht so.


    Schwerer, als andere Menschen als "unintelligent" zu bezeichnen ist, es, jemanden in der philosophischen Debatte zu schlagen.

    Schwerer, als andere als "Hungergeister" zu bezeichnen ist, es, gegen die eigenen Geistesgifte vor zu gehen.

  • Die Schüler von Dzongtsar Khyentse Rinpoche müssen ja dann alle ganz besonders unintelligent sein. Trotz Studium der buddhistischen Philosophie. Die wird nämlich in seiner Linie besonders gepflegt.

    Es gibt verschiedene Formen von Intelligenz. Erst neulich hat mir eine Bekannte von einem Rechtsanwalt erzählt, der felsenfest glaubt, dass alle Covid19-Geimpften innerhalb von zwei Jahren sterben werden. Sie konnte es nicht fassen, dass jemand, der studiert hat und offensichtlich eine gewisse Intelligenz und Bildung genießt, solches von sich geben kann.


    Im christlich-katholischen Umfeld aufgewachsen und lebend, verstehe ich auch nicht, warum ansonsten intelligente Menschen an so Dinge wie Jungfrauengeburt und Transsubstantiation glauben.

    Will heißen: Studium buddhistischer Philosophie heißt nicht, dass man deshalb nicht auch irregeleitet werden und fragwürdige Thesen vertreten kann.

  • Will heißen: Studium buddhistischer Philosophie heißt nicht, dass man deshalb nicht auch irregeleitet werden und fragwürdige Thesen vertreten kann.

    Ja, nur ist man deswegen nicht unintelligent. Fragwürdige Thesen vertreten die meisten Menschen-nach Meinung irgendwelcher anderen Menschen.

    Insofern ist unintelligent schon was anderes als fragwürdige Thesen vertreten.


    Klar ich versteh schon, du meinst, dass deine Eigene Beurteilung einer These als fragwürdig, eine objektive Beurteilung sei.. Auch das meinen viele von sich selbst...

  • Ich habe inzwischen das Buch von Dzongsar Kyentse Rinpoche zur Hälfte gelesen. Ich lese darin nirgends, dass er das Verhalten von Lehrern wie zb. Sogyal Lakhar irgendwie verteidigt. Was er tut ist, den Vajrayana-Buddhismus zu erklären und er geht außerdem auf die unterschiedlichen mind-sets der verschiedenen Sprachen und Kulturen ein und wie es zu Missständen kommen kann. Man kann kritisieren, dass er nicht hart genug mit den Missständen umgeht. Aber er verteidigt sie nicht.

    Was er aber tut ist, den Schülern von Sogyal Lakhar eine Möglichkeit zu geben ihren Weg weiter zu gehen. Ich kann das anerkennen und finde das auch wichtig.

    Das Buch nur zu überfliegen reicht denke ich nicht. Man muss es ganz lesen und man sollte Vorkenntnisse über den Vajrayana-Buddhismus haben.

  • Es gibt verschiedene Formen von Intelligenz. Erst neulich hat mir eine Bekannte von einem Rechtsanwalt erzählt, der felsenfest glaubt, dass alle Covid19-Geimpften innerhalb von zwei Jahren sterben werden. Sie konnte es nicht fassen, dass jemand, der studiert hat und offensichtlich eine gewisse Intelligenz und Bildung genießt, solches von sich geben kann.


    Nun, damit möchtest du ja aussagen, dass dieser Rechtsanwalt keine Intelligenz besitzt - aber vielleicht kann man das ganz anders sehen und du und deine Freundin müsstet euch an die eigene Nase fassen. Schon mal daran gedacht?

    • Official Post

    Ich habe inzwischen das Buch von Dzongsar Kyentse Rinpoche zur Hälfte gelesen. Ich lese darin nirgends, dass er das Verhalten von Lehrern wie zb. Sogyal Lakhar irgendwie verteidigt. Was er tut ist, den Vajrayana-Buddhismus zu erklären und er geht außerdem auf die unterschiedlichen mind-sets der verschiedenen Sprachen und Kulturen ein und wie es zu Missständen kommen kann. Man kann kritisieren, dass er nicht hart genug mit den Missständen umgeht. Aber er verteidigt sie nicht.

    Was er aber tut ist, den Schülern von Sogyal Lakhar eine Möglichkeit zu geben ihren Weg weiter zu gehen. Ich kann das anerkennen und finde das auch wichtig.

    Das Buch nur zu überfliegen reicht denke ich nicht. Man muss es ganz lesen und man sollte Vorkenntnisse über den Vajrayana-Buddhismus haben.

    Ich nehme an, viel liegt auch daran, dass es kulturelle einen so anderen Umgang mit Mißständen gibt.


    In der wetlichen Kultur sehr stark ein Element der "Reinigung" und der Umkehr gibt. Ein Bedürfnis, dern Mißstand aufzuarbeiten und neu anzufangen.


    Während es in vielen asiatischen Kulturen wichtig ist, die Harmonie zu wahren und möglcihst zu schauen, dass niemand sein Gesicht verliert.


    Aus der ersten Perspektive gesehen, kann das sehr schrecklich sein, dass "Reinigung" aubleibt. Man hat Gefühl, keiner habe eine Lehre gezogen und alle würden immer so weiterwurstelt, als wäre nichts geschehen. Aber so ein Eindruck kann ja auch trügen.

  • Intelligenz ist eben nicht das Gleiche wie Weisheit. Sehr intelligente Menschen haben z.B. oft psychische Probleme. Sehr anschaulich wird das im Film "Beautiful Mind", wo der Protagonist ein extrem begabter Mathematiker ist, aber keinen Zugang zu seinen Gefühlen hat und daher alles mit allem vernetzt und den Kontakt zur Realität verliert. Entsprechend können Verschwörungstheorien ebenso durch "Mitläufer" vertreten werden, die einfach nachplappern, wie durch sehr intelligente Menschen die den Kontakt zur Realität verloren haben und in fehlerhaften Gedankenmustern feststecken.

  • Es gibt verschiedene Formen von Intelligenz. Erst neulich hat mir eine Bekannte von einem Rechtsanwalt erzählt, der felsenfest glaubt, dass alle Covid19-Geimpften innerhalb von zwei Jahren sterben werden. Sie konnte es nicht fassen, dass jemand, der studiert hat und offensichtlich eine gewisse Intelligenz und Bildung genießt, solches von sich geben kann.


    Nun, damit möchtest du ja aussagen, dass dieser Rechtsanwalt keine Intelligenz besitzt - aber vielleicht kann man das ganz anders sehen und du und deine Freundin müsstet euch an die eigene Nase fassen. Schon mal daran gedacht?

    Ich glaube, du hast meinen Beitrag nicht richtig gelesen Arya. Ich spreche ihm seine Intelligenz nicht ab, zumal ich ihn ja auch nicht kenne. Ich weiß nur, dass hochintelligente Menschen auf anderen Linien ziemlich einfach gestrickt sein können oder Dinge tun oder glauben, wo man nur noch fassungslos den Kopf schütteln kann.

  • Ich glaube nicht, dass Asiaten nur Harmonie wahren. Sie gehen sicher mit diesen Dingen anders um.

    Wie geschrieben bin ich erst bei der Hälfte vom Buch. Ich möchte auch keine Zusammenfassung schreiben. Die Gefahr Dinge aus dem Zusammenhang zu reißen und falsch wiederzugeben ist mir zu groß und ich weiß auch nicht, ob ich alles wirklich richtig verstehe.

    Aber Dzongsar Kyentse Rinpoche setzt bis jetzt vorher an. Also wie es überhaupt zu Missbrauch kommen kann und wo der Unterschied ist zwischen westlicher und östlicher Guru-Hingabe zb.

  • Ich weiß nur, dass hochintelligente Menschen auf anderen Linien ziemlich einfach gestrickt sein können oder Dinge tun oder glauben, wo man nur noch fassungslos den Kopf schütteln kann.


    Aber das meine ich ja gerade - du und deine Freundin schüttelt fassungslos den Kopf - warum denn? Vielleicht hat er ja gute Gründe dies zu sagen. Ein vorschnelles Urteil ist meist Gift für die eigene Intelligenzentwicklung bzw. Wissenserweiterung.

  • Ich habe deine Ironie für bare Münze genommen. Das war kein Mißverständnis.


    Aber jetzt nimmst du meine Ironie für bare Münze und DAS ist ein Mißverständnis.

    Vielleicht sollten wir beide mal darüber lachen.


    Dein Beitrag #143 geht am Thema vorbei, denn in meinem Beitrag war nicht von Schülern von DJK die Rede. Ich habe von einem intelligenten Buddhisten gesprochen - also von jemandem, der Fragen stellt und sich für Buddhismus aktuell interessiert. Letztlich habe ich von mir gesprochen, obwohl ich mäßig intelligent bin und ob ich Buddhistin bin, ist mir total egal. Aber ich würde eben, wenn ich so ein Zeitschrift finde, genau diese doofen Fragen stellen, weil mir das auffallen würde, dass da ein paar Seiten fehlen. Und dann würde ich nachgucken und dann nachdenken und dann wenn ich Lust hätte auch nachsuchen, was das denn da war, dass da rausgerissen wurde.

    Und dann würde ich denken, immer von mir ausgehend, das der Aufsatz dem Leser so wichtig war, dass er ihn behalten wollte. Weil wenn man was behalten will bei einer Zeitschrift, dann reißt man die Seiten aus, oder?


    In philosophischen Debatten jemanden zu schlagen hat mit Buddhismus nichts zu tun, auch wenn es buddhistische Philosophie ist.


    Ich war selbst jahrelang Hungergeist. Kenne mich also in diesem Fach gut aus.


    Alle Wesen bestehen durch Nahrung.

    Du wirst immer in irgendeiner Form im Universum existieren, sagte Shunryu Suzuki zu Frank Anderton


    :zen:

  • Es ist einfach intelligent, die buddhistische Philosophie zu studieren. Weil damit hält man den Geist auf dem Dharma. Debatten gewinnen kann man nun mal nicht wenn man wenig intelligent ist. Aber darum gehts ja nicht hauptsächlich. Sondern dass alle Beteiligten den Geist dem Dharma zuwenden.

  • Ich war selbst jahrelang Hungergeist. Kenne mich also in diesem Fach gut aus.

    Dadurch, dass du weißt wie du warst, weißt du noch lange nicht wie die Menschen sind, die du hier bewertest.

    Wer ich war, nicht wie ich war.

    Fühlst du dich von mir bewertet?

    Ich habe keine Ahnung, wer du bist und auch nicht wie du bist. Ich erlebe dich nur in der Erscheinungsweise, wie sie mir möglich ist.

    Du wirst immer in irgendeiner Form im Universum existieren, sagte Shunryu Suzuki zu Frank Anderton


    :zen:

    • Official Post

    Ich glaube nicht, dass Asiaten nur Harmonie wahren. Sie gehen sicher mit diesen Dingen anders um.

    Aber was ist der Unterschied?


    Wenn ich das mit einer in die Brücke gegannen Beziehung vergelchen würde, - dann wäre das westliche Muster eines wo man wütend aufeinenader ist und auf einen Kipppunkt - eine klärende Krise zustrebt- der dann zu Tennung/eine Aussprache/einen Neuanfang zustrebt.


    Mir kommt es vor, als gäbe es in vielen asiatischen Ländern da ganz andere Muster. Auch im westlichen Zen gab es ja sehr viele Mißbrauchskandale. Aber diese führten ja nie zu einem Kippunkt sondern eher zu einer stillschweigenden Enttäuschung und Entfremdung. Während man in Japan früher "Zen im Westen" sehr optimistisch begrüßte, ist eine Stimmung des enttäuschten Vertrauens eingekehrt, das zwar theoretisch wiedergeonnen werden kann, was aber Aufwand benötigen würde.


    Aber ich kann das schwer einschätzen.