Zitatesammlung – Nydahl und der Islam

278 Antworten. Letzter Beitrag () ist von snoopy2001.

  • Wenn das wirklich die Worte von Nydhal sind, dann kann man ihn getrost als radikal bezeichnen.

    Aber wir dürfen natürlich nicht übersehen das der Islam und unsere Demokratie nicht harmonisieren.

    Der Koran gehört überarbeitet, was aber für die islamische Gemeinschaft nicht akzeptabel ist.

    Ich kann dafür aber keine Lösung anbieten.

    Danke für ihre Antwort!


    Ich wünsche Ihnen Frieden.

  • Wenn das wirklich die Worte von Nydhal sind, dann kann man ihn getrost als radikal bezeichnen.

    Aber wir dürfen natürlich nicht übersehen das der Islam und unsere Demokratie nicht harmonisieren.

    Der Koran gehört überarbeitet, was aber für die islamische Gemeinschaft nicht akzeptabel ist.

    Ich kann dafür aber keine Lösung anbieten.

    Danke für ihre Antwort!

    Es gibt einen Quiz, wo man raten soll, welche Aussagen aus den Koran sind und welche aus dem alten Testament. Es ist kaum womglich, da auch im alten Testament sehr viel Blutrünstiges und Menschenverachtendes steht, bei denen einem die Haare zu Berge steht. Die ist aber deswegen weniger relevant, weil man solche Aussagen als aus einer bestimtmen Zeit bezogen ansieht und von daher nicht wörtlich nimmt. Es war ja auch im islam so, dass sich rund um den Koran herum viele Schulen der Auslegung und Interpretation gebildet haben. Man also bei den Aussagen sehr den Kontext ein Stück weit mitberücksichtigt hat( ntürlich weit nicht so wie bei einer modernen " historisch kritische Exegese" wünschenswert) Aber es waren dann die Fundamentalisten, die dazu übergingen das abszuschütteln, und Zitate aus dem Zusammenhang zu reissen, und auf neue Situationen anzuwenden. Man muss "nichts überarbeiten" sondern einfach von jedem einzelnen die freundlichste Auslegung verwenden. Für viele Moselms bedeutet "Dschihad" nicht Kampf gegen Ungläubige sondern so etwas wie rechte Anstrengung im Glauben. Viele Islamkritiker ähndeln auf verblüffende Art den Islamisten, indem sie nämlich auch Zitate aus dem Zusamnehang reissen, und auf die böswilligste und kämpferischste Art interpretieren. Sie wollen zeigen, dass die kriegrische Interpretation die "richtigere" ist. Was historisch schon richtig sein könnte, aber nicht so arg konstruktiv.

  • Im Grunde beginnen die Probleme schon mit der Übersetzung.

    Ich habe einen koran in Deutsch von Rudi paret, und einen geschenkten koran von den Salafisten (lies Projekt)

    Sogar die unterscheiden sich.

    Meine Lebensgefährtin spricht arabisch und meint das die Übersetzungen nicht zu 100 % mit dem arabischen übereinstimmen.


    Aber zurück zum Thema. Herr nydhal braucht die Dbu nicht. Umgekehrt sieht die Sache schon anders aus. Warum setzen die sich nicht an einen Tisch und regeln die ganze Sache?

  • Wenn man als Mitteleuropäer den Islam kritisch sieht ,ist das für mich deshalb nicht islamophob sondern einfach nur vernünftig.

    Genau, und wenn, dann sind es doch die Juden die islamophob sind.

    Wer hindert den Islam auch so sehr an der Ausbreitung seines

    Machtbereichs wie die Juden. Glauben doch beide die höhere

    Religion zu sein und dem wahren Gott zu dienen und beide haben

    vorwiegend machtpolitische Ziele. Da ist die Christenrepublik Deutschland,

    mit ihren ca. 19 Milliarden Euro mit denen sie pro Jahr die christlichen Kirchen

    unterstützt kaum der Rede wert.

  • In streng islamischen Ländern ist das aber Dauerzustand und jede Verbesserung wird schnell im Keim erstickt oder bleibt eine Geste. Islam und eine liberale Gesellschaft gehen wirklich nur sehr schwer zusammen.

    Christentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Buddhismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Judentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Hinduismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen. Überall, wo Religion mehr ist als Privatvergnügen und in der Politik mitmischt, gehen - unahängig vom tatsächlichen Inhalt der jeweiligen Religionen - die Menschenrechte den Bach runter,

  • In streng islamischen Ländern ist das aber Dauerzustand und jede Verbesserung wird schnell im Keim erstickt oder bleibt eine Geste. Islam und eine liberale Gesellschaft gehen wirklich nur sehr schwer zusammen.

    Christentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Buddhismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Judentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Hinduismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen. Überall, wo Religion mehr ist als Privatvergnügen und in der Politik mitmischt, gehen - unahängig vom tatsächlichen Inhalt der jeweiligen Religionen - die Menschenrechte den Bach runter,

    Irgendwie hab ich das aber anders in Erinnerung.;) Liberale Geselschaften haben sich aus christilichen Geselschaften heraus entwickelt. Und zwar nicht gegen das Chritentum sondern auf Grundlage eines christlichen Humanismus.

    Das es bei diesem Prozess von Anfang nicht ganz ohne Probleme abgelaufen ist zeigt zwar z b die Geschichte von Erasmus von Rotterdam.

    https://de.wikipedia.org/wiki/erasmus_von_rotterdam

    Aber im Kern hat unsere Kultur schon früh begonnen religiösen Dogmatismus in Frage zu stellen.

    Der Islam hat das bis heute noch nicht wirklich geschaft.

    Na ja ,und der Buddhismus - ich finde da die Macht des "Klerus " auch oft noch etwas zu dominant, aber die Belehrungen sind von der Zielrichtung auf Befreiung ausgelegt und nicht auf Abhängkeit. Und nur weil es im Buddhismus halt auch ein paar Nebenwidersprüche gibt, sollten wir

    das nicht mit Religionen in einen Topf werfen ,die gar nicht daran denken ihre Anhänger zu selbstständig denkenden Menschen auszubilden.


    Ich bin fest davon überzeugt, das die Menschenrechte überall dort den Bach hinuntergehen,wo die Menschen lieber als unpolitsche Untertanen leben und nicht als engagierte Bürger. Das Problem hier ist nicht die Religion an sich ,sondern die Einstellung mit der sie gelebt wird.


    :zen:

  • Irgendwie hab ich das aber anders in Erinnerung.;) Liberale Geselschaften haben sich aus christilichen Geselschaften heraus entwickelt. Und zwar nicht gegen das Chritentum sondern auf Grundlage eines christlichen Humanismus.

    Ja, nette Erzählung.


    Die Aufklärung und Liberalität waren erfolgreich, weil sie den Aufstieg des Bürgertums und des Kapitals (nicht wertend gemeint) gegen die alte Gesellschaft ermöglicht haben. Ich fürchte, die christliche Religion war da nur Mittel zum Zweck, und hat ja vorher (und danach!) alles getan, um Aufklärung und Fortschritt zu verhindern.


    Religionen dienen geschichtlich immer den Herrschenden, oder den Noch-Nicht-Herrschenden als Mittel zum Zweck. Das sagt nichts über die jeweilige Religion aus, außer, dass sie gerade für jemanden nützlich war oder ist.


    Das kann man bei Trump und den evangelikalen Christen, und bei islamistischen Arschlöchern und diversen Regimes gut beobachten.


    Liebe Grüße, Aravind.

  • Die Geschichte des Christentums finde ich persönliche auch immer etwas gruselig.

    Aber Grusel ist immer auch noch steigerungsfähig, das vergessen wir halt allzugerne.


    _()_

    Wer wollte Dir da widersprechen, lieber Phoenix!


    Es ging mir aber gar nicht um "Whataboutism", sondern darum, das Religion immer instrumentalisiert wird, und man dann nachträglich eine nette Erzählung draus macht, um die tatsächlich dahinter liegenden Machtinteresen zu verschleiern ("nett" natürlich nur, wenn man zu den Gewinnern gehört).


    Deswegen mein ständiges Mantra: Man muss bewerten und manchmal sogar bekämpfen, was böse Menschen tun; nicht, woran sie glauben.


    Liebe Grüße,

    Aravind.

  • Christentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Buddhismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Judentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Hinduismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen. Überall, wo Religion mehr ist als Privatvergnügen und in der Politik mitmischt, gehen - unahängig vom tatsächlichen Inhalt der jeweiligen Religionen - die Menschenrechte den Bach runter,

    Und sogar da wo sog. "Menschenrechte" zur Religion werden.

  • Hmm,

    manchmal machen Menschen aber halt auch üble Sachen , weil sie an üble Dinge glauben.:shock: Und sehr warscheinlich besteht zwischen beidem auch ein Zusammenhang.;)

    Das Religionen sehr oft zu benutzt worden sind die Interessen einer Oberschicht durchzusetzen empfinde ich aber auch als echtes Problem.

    Nur ist es für mich halt schon ein Unterschied ,ob sie das so wie in alten Tibet gemacht haben , oder z.b. so wie bei den alten Mayas.


    _()_

  • Christentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Buddhismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Judentum und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen, Hinduismus und eine liberale Gesellschaft gehen schwer zusammen. Überall, wo Religion mehr ist als Privatvergnügen und in der Politik mitmischt, gehen - unahängig vom tatsächlichen Inhalt der jeweiligen Religionen - die Menschenrechte den Bach runter,

    Und sogar da wo sog. "Menschenrechte" zur Religion werden.

    *Augenbraue hochzieh* Könntest du das etwas näher erläutern, was du konkret damit meinst? Beispiele?

  • *Augenbraue hochzieh* Könntest du das etwas näher erläutern, was du konkret damit meinst? Beispiele?

    Nun gut, was ist gemeint mit "eine liberale Gesellschaft" könnte

    keine Religion (Kommunismus) schaffen?

    Ich meinte damit man kann alles Übertreiben und von anderen fordern.
    Aber was einer selber freiwillig machen will ist natürlich seine Sache.

  • Aber zurück zum Thema. Herr nydhal braucht die Dbu nicht. Umgekehrt sieht die Sache schon anders aus. Warum setzen die sich nicht an einen Tisch und regeln die ganze Sache?

    Die Sache zieht sich seit 1999 hin, wir haben also nächstes Jahr "20 Jahre Ole Nydahl DBU Misere":


    1. Ole Nydahl distanziert sich nicht von seinen Aussagen. Eben weil er das aus tiefsten Herzen fühlt, und er das als berechtigte Sorge sieht.

    2. Der Diamantweg distanziert sich nicht von Ole Nydahl, weil er diesen als Lehrter und Gründer hoch verhert und auch organisatorisch und finanziell eng an ihn gekoppelt ist.

    3. Die DBU wird sich nicht von ihren Werten distanzieren.


    Das sich das so lange hingezogen hat, liegt wohl daran, dass die DBU lange versuchte, den Buddhismus als offizielle Konfession druchzusetzten, wofür eine große Anzahl von Mitgliedern wichtiger ist als die Distanzierung von Gemeinschaften wie dem Diamantweg.

  • Ich glaube das zieht sich sogar schon noch länger...


    ON wollte nie, dass Buddhismus als Konfession anerkannt wird. Er sah darin nur Nachteile. So gesehen hätte er dieses Vorhaben womöglich sabotieren können, indem der Diamantweg austritt. Da müssen also noch mehr Faktoren eine Rolle spielen, warum man sich so ein zerrüttete Zwangsehe so lange antut.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Ole will grundsätzlich keine überbordende Bürokratie. Deshalb sieht er auch die Anerkennung als offizielle Konfession eher kritisch.

    In Dänemark ist der Diamantweg aber offiziell anerkannt, mit all den Vor- und Nachteilen.


    Das ist jedenfall mein Informationsstand.


    :zen:

  • Phoenix Der Diamantweg oder der Buddhismus?


    Sudhana Er hat das damals immer wieder konkret gesagt, dass er schlanke Vereinsstrukturen besser findet wegen der Bürokratie.


    Und nun eine Vermutung: Ich denke es hängt auch von Land zu Land ab, ob er das sinnvoll findet. Jedes Land hat ja andere Bedingungen. In Russland war die Anerkennung des Buddhismus als Religion sogar mal notwendig, um als Organisation überhaupt weitermachen zu können.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Weiß ich nicht 100%. Ich weiß nur das Ole ganz offiziell Paare in Dänemark verheiraten kann, und das geht nur weil er den gleichen Status wie ein Pfarrer dort hat.


    In Russland war es tatsächlich sehr wichtig ,das der Buddhismus dort eine offizielle Religion ist.Es braucht unbedingt einen Nachweiß, das der Buddhismus dort tradtionell verankert ist und nicht nur neu ins Land gebracht worden ist.Jedes Land hat halt seine eigenen Gepflogenheiten.


    _()_

  • Zitat

    "Buddhismus ist eine der religiösen Traditionen in Russland, die neben anderen Weltreligionen praktiziert werden. Traditionell siedelten sich russische Anhänger des Buddhismus in der Republik Altai, Republik Burjatien, Republik Kalmückien, Oblast Irkutsk, Region Transbaikalien oder Republik Tuwa an. Die meisten buddhistischen Tempel in Russland befinden sich in Sibirien und Richtung Mongolei/China. Darüber hinaus gibt es buddhistische Zentren in Moskau, St. Petersburg und anderen größeren Städten. Die meisten Anhänger des Buddhismus in Russland gehören den Gelug- und Karma-Kagyü-Schulen an. Die russische Bevölkerung hat ein ausgeprägtes Interesse an Buddhismus und ist offen für fernöstliche Philosophien. Nicht zuletzt der Trend der Shaolin- und Martial-Arts-Filmeaus China trug dazu bei, das Interesse an Buddhismus, der Philosophie und Meditation in Russland noch verstärken." https://de.wikipedia.org/wiki/buddhismus_in_russland


    Klingt eigentlich eindeutig, aber es war wenn ich mich richtig erinnere durchaus nicht einfach. Die orthodoxe Kirche wollte halt genau diesem Interesse etwas entgegensetzen.

    "Respekt ist unsere Aufgabe und nicht ne falsche Maske, die ich aufhabe" (Fanta 4)
    OM BENDZA KILI KILAYA HUNG

  • Nach Kenntnisnahme der „Zitate zum Islam“, würde ich Herrn O. Nydahl eine gewisse Art Bauernschläue unterstellen. Dabei sollte der Begriff bauernschlau nicht eine bäuerlich pfiffige Person beschreiben, sondern einen gekonnten Begriffsverwirrer und fintenreichen Jongleur von Weltanschauungen.

    Auf O. Nydahl bezogen: er macht teilweise Aussagen, die, wenn man sie näher untersucht, immer zwiespältig gedeutet werden können.

    D.h. er lässt den Empfänger seiner Botschaften zunächst selbst entscheiden, was es damit auf sich haben könnte, um dann bei Bedarf diese Meinung zu korrigieren.

    Die Aussage z.B. : der Islam gehöre nicht zu Deutschland/Westen, klingt fürs Erste populistisch, kann aber bei Bedarf dadurch entschärft werden, dass damit nicht der bei uns lebende Muslime, sondern lediglich der Islam als Institution gemeint war. Bei dieser Interpretation könnte ich Herrn Nydahl gar nicht wiedersprechen.


    Fazit: die rhetorische Methodik des Herrn Nydahl lässt stets ein Hintertürl offen; anders ausgedrückt: dem kommt man nicht so leicht bei.

  • Was wozu gehört und wozu nicht, das wird immer bestimmt. Da gibt es nix Absolutes zu sagen.


    Als empirischer Wissenschaftler versucht man, bei Objektbestimmungen vom Messbaren auszugehen. Da ist aktuell messbar, dass Islam auch in Deutschland ist. Und in dieser Ausprägung eben zu dem Objekt "Deutschland" gehört.


    Es ist eher nicht die Frage, was wozu gehört und was nicht. Sondern ob gefährliche/unheilsame Entwicklungen sind. Da gäbe es am Objekt Deutschland einige aufzuzählen. Ebenso, wie es auch gute Entwicklungen aufzuzählen gäbe. Aber obwohl die vielleicht weniger sind, denkt man, man müsste hierüber nicht berichten, das gute Beispiel wäre nichts wert als Nachricht des Tages.





    :earth: