Umgang mit Obdachlosen

63 Antworten. Letzter Beitrag () ist von Tashi Nyima.

  • .frag mal betroffene

    Ich weiß, dass es sehr oft anders läufṭ, aber das muss eben nicht sein


    Hast Du das überlesen?

    (So erlebt und so umgesetzt.)

    Ich sprach also als persönlich Betroffene, ... dachte, ich könnte ja mal schreiben, dass man solch eine Situation mit beiderseitig (!) gutem Willen durchaus im buddhistischen Sinne, (also zum Wohle aller), regeln kann. (Niemand muss "blechen", man teilt sich Kinderbetreuung und Kosten :))

  • in den meisten fällen bleibt leider einer auf der strecke.klar,von der Vernunft her müsste man hinterher alles teilen.aber wenn väter schonmal die Kinder sehen dürfen,können sie ihnen leider nichts mehr bieten,da sie pleite sind.kenn das von den Arbeitskollegen.die meisten Trennungen gehen nicht gut aus.die Kinder leiden sowieso am meisten dabei,keine frage. ich bin froh das ich alles durchgebracht habe._()_:hug:

  • Interessante Reportage zu den Romas in Deutschland:


    Nirgendwo willkommen - ZDFmediathek

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Hatte heute mit meiner Schweseter abgemacht am Abend zu telefonieren. Sie war erst eine halbe Stunde später zu Hause als abgemacht. Auf dem Weg nach Hause sei auf dem Bürgersteig ein Bettler gewesen. Sie sei mit ihm zu einem Pizza-Stand gegangen und habe mit ihm eine Pizza gegessen. Sans blague, ehrlich war. Viele können viel schreiben, nur wenige können es tun (ich auch nicht).


    Sie ist seit Jahrzehnten in einer christlichen Gemeinde und nimmt Jesus sehr ernst. Ich habe schon oft gesehen, dass sie Bewttlern oder Strasenmusikern etwas spendet. Das ist der Punkt: man muss sowas trainieren so wie man mit Meditation trainiert den Gedanken nicht zu folgen. Aus gutem Willen allein kann man das nicht.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

  • Sans blague, ehrlich war.

    Weshalb sollte das auch ein Scherz sein ...?


    In der nächst größeren Stadt sitzt seid einigen Jahren ein Bettler in der Fußgängerzone. Er mag nicht ins Cafè gehen, daher kaufe ich, jedes Mal, wenn ich ihn treffe, belegte Brötchen und 2 Becher Kaffee und setze mich zu ihm. Dann erzählt er mir, was er in der Zwischenzeit erlebt hat, fragt, wie es mir und der Familie geht, etc ... Bevor ich wieder gehe, bekommt er noch seinen obligatorischen Obulus.


    Er ist ein Mensch, wie ich, ... nur das bei ihm manches im Leben nicht so lief, wie ursprünglich geplanṭ. Wer weiß schon, was uns noch so alles blüht. Manches ist härter, als wir denken - solange es uns gut geht. Ich wage nicht zu sagen, dass mich nichts umhauen kann.


    LG mkha'

  • in der nächst größeren Stadt sitzt seid einigen Jahren ein Bettler in der Fußgängerzone. Er mag nicht ins Cafè gehen, daher kaufe ich, jedes Mal, wenn ich ihn treffe, belegte Brötchen und 2 Becher Kaffee und setze mich zu ihm. Dann erzählt er mir, was er in der Zwischenzeit erlebt hat, fragt, wie es mir und der Familie geht, etc ... Bevor ich wieder gehe, bekommt er noch seinen obligatorischen Obulus.

    Klasse :hug:

    Das kann nicht jeder, ich kann es jedenfalls nicht.

    Ich überlasse den sozialen Umgang mit Obdachlosen gerne den Profis und habe nach der erfrischenden Diskussion in diesem Thread einen Dauerauftrag für den Verein Straßenengel e.V. eingerichtet, der sich um die obdachlosen Menschen im Raum Hanau (bei Frankfurt) kümmert. Den Link habe ich hier bereits eingestellt. Darüber hinaus Dana geben ist immer möglich, jeder soviel er kann und soviel er möchte :)

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Samariter und so. Würde ich auch.

    Ich überlasse den sozialen Umgang mit Obdachlosen gerne den Profis .... Dauerauftrag für den Verein Straßenengel e.V. eingerichtet, der sich um die obdachlosen Menschen im Raum Hanau (bei Frankfurt) kümmert.

    Hallo Ihr Lieben,

    wenn jeder zum Wohle aller genau das tut, was ihm am besten von der Hand geht, haben wir auch ein buntes Spektrum möglicher Hilfsangebote; das ist völlig ok. ...

    Klasse :hug: Das kann nicht jeder, ...

    @Sherab: Das ist nichts Besonderes; ich bin lediglich ein Mensch ohne Berührungsängste.


    LG mkha'

  • Das ist nichts Besonderes; ich bin lediglich ein Mensch ohne Berührungsängste.

    Doch, doch - das ist schon etwas Besonderes ;)

    Es gibt nicht viele Menschen ohne "Berührungsängste".

    Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Liebe Grüße
    Sherab


    "Wenn der Bodhisattva erkennt, dass die 5 Skhandas wie eine Illusion sind,

    aber Illusion nicht zu einer Sache macht und die Skhandas zu einer anderen,

    .....dann ist dies eine Übung der Weisheit, die höchste Vollkommenheit."


    aus den "Versen über die Ansammlung der kostbaren Qualitäten der Vollkommenheit der Weisheit"

  • Hallo zusammen,


    dies ist mein erster Foren-Beirtag und es passt ganz gut, denn über das Thema habe ich mir auch schon einiges an Gedanken gemacht.

    Letztlich geht es ja um Mitgefühl, und somit um die Motivation aus der heraus wir handeln. Ein klein wenig muss ich da ausholen:


    Vor einigen Jahren habe ich im Bus eine kleine Erkenntniss gehabt; über meinen Stand was Mitgefühl angeht. Mir wurde klar, dass ich mehr aus einer Haltung der Überheblichkeit auf die Leute geschaut habe, so ungefähr: "Ihr wisst ja alle nicht um euer Leiden, ich hingegen kann ja schon sehen, dass ich leide." Erkenntnis ist der erste Schritt...

    Nicht lange her, da habe ich im Bus den einzig verbliebenen Stehplatz genommen, direkt neben einem (ohne das es jetzt beleidigend gemeint sein soll, einfach nur eine Beschreibung dessen was ich gesehen habe:)) Typen mit einem TetraPak Sangria im arm, der offensichtlich sehr ungepflegt war. Im Gegensatz zu den anderen Mitfahrenden war es mir aber nicht unangenehm neben ihm zu stehen und ich hatte echtes Mitgefühl mit ihm, hätte ich ihm in dem Moment wirklich helfen können, ich hätte es ohne zu zögern getan.

    Nicht das es mir immer in diesem Ausmaß gelingt, aber im wesentlichen habe ich dieses Mitgefühl mit Obdachlosen trainiert.


    Grundsätzlich gibt es ja mehrer Arten der Freigibigkeit, ich verusche sie mal zusammen zu bekommen:

    -Die Freigiebigkeit in Bezug auf Materielles (also auch Geld)

    -Die Freigiebigkeit in Bezug auf Mitgefühl

    -Die Freigiebigkeit in Bezug auf Schutz

    -Die Freigiebigkeit in Bezug auf Dhrama

    Bei Obdachlosen oder anderen Bettlern ist natürlich die Schwierigkeit, dass wir nur Unverständniss ernten würden wenn wit ihnen mit dem Leiden oder Ähnlichem kommen würden (wobei sie meiner Erfahrung nach einen sehr direkten Bezug zum Leiden haben).

    Also bleibt uns um ihnen zu helfen vorwiegend Materielles (oder Schutz); oder eben unser echtes Mitgefühl.


    Und jetzt kommt das wesentliche:;)

    Der Erfahrung nach, die ich gemacht habe, sammle ich die heilsamsten Eindrücke wenn ich ohne jede Bedingung freigiebig bin. Wenn ich nicht darüber nachdenke ob das was derjenige mit dem Geld macht, und ob ich es für gut oder schlecht befinde; in genau diesen Momenten kann ich auch mit einer viel offeneren Geisteshaltung geben. Und ich glaude es ist auch das was die Obdachlosen/Bettler wahrnehmen; of freuen sie sich viel mehr über das Lächeln mir dem man ihnen etwas gibt.


    So, wie Ihr vieleich gemerkt habt mag ich Worte, und so ist es dann etwas länger geworde als geplant.

    "Ich bin kein Freund großer, dafür vieler Worte." Sammy Deluxe