Abwertung der Theravada Schule

There are 281 replies in this Thread. The last Post () by Lucy.

  • ich suche die ungeborene höchste Sicherheit vor dem Gefesseltsein, Nibbāna,

    Ich hätte das ja immer so übersetzt:

    ich suche die ungeborene höchste Sicherheit von dem Gefesseltsein, Nibbāna,

    Ja das dürfte korrekter übersetzt sein.

  • "vajra" ist der donnerkeil. daher "vajrayana".

    der donnerkeil ist das symbol für die weisheit.

    der "diamant" wird nicht im westlichen sinne von "besonders wertvoller schmuckstein" verwendet, sondern bezieht seine symbolik aus der besonderen härte, die kraft der weisheit und der klarheit des diamanten, als symbol für die klarheit der weisheit.

    es heißt auch, der dharma sei wie ein diama


    Und auch so formuliert: ist hier anscheinend? eine Lehre von besonderer Härte, besonderer Weisheit und Klarheit. So besonders, dass man sie nicht mehr so nennt, worum es doch in der Lehre des Buddha geht, und weswegen er sie "klar & weise" bezeichnet hatte als:


    Die Lehre vom Leid, seiner Entstehung und seiner Vernichtung.


    Vielleicht ist mein Missverständnis des Begriffs "Diamantweg" nur vordergründig betrachtet eines. Klickt man den BuddhaLand-LexikonEintrag hierzu an, erfährt man ja, dass von dieser anderen Lehre aus, die Lehre und damit der Pfad den der Buddha gewiesen hat, eingeordnet wird, unter mehreren Pfaden. Es wird also mindestens gesagt: hier (im "Vajrayana" ) liegt eine gleichwertige Lehre vor. Hier geht es aber vordergründig nicht um die LeidVerkettung, die unterbrochen werden soll, sondern um Weisheit & Klarheit. Was in der Lehre des Buddha nur ein Mittel war, und kein Endzweck.


    Natürlich: geht es hier (BuddhaLehre) ja um absolute Vernichtung von NichtWissen, um das Ende des Kreislaufs der Wiedergeburten, während es zB im tibetischen Buddhismus darum geht, ein immer wiederkehrender Buddha zu werden.


    Ist das falsch, was ich schreibe?


    Es klingt für viele bestimmt "besonderer": ein übermächtiger, allgütiger Buddha zu werden, anstatt "nur" eine Beendigung eines Vorgangs erreichen zu wollen.





    :earth:

  • Und auch so formuliert: ist hier anscheinend? eine Lehre von besonderer Härte, besonderer Weisheit und Klarheit. So besonders, dass man sie nicht mehr so nennt, worum es doch in der Lehre des Buddha geht, und weswegen er sie "klar & weise" bezeichnet hatte als:


    Die Lehre vom Leid, seiner Entstehung und seiner Vernichtung.


    Vielleicht ist mein Missverständnis des Begriffs "Diamantweg" nur vordergründig betrachtet eines. Klickt man den BuddhaLand-LexikonEintrag hierzu an, erfährt man ja, dass von dieser anderen Lehre aus, die Lehre und damit der Pfad den der Buddha gewiesen hat, eingeordnet wird, unter mehreren Pfaden. Es wird also mindestens gesagt: hier (im "Vajrayana" ) liegt eine gleichwertige Lehre vor. Hier geht es aber vordergründig nicht um die LeidVerkettung, die unterbrochen werden soll, sondern um Weisheit & Klarheit. Was in der Lehre des Buddha nur ein Mittel war, und kein Endzweck

    Für mich ist Yajrayana in erster Linie etwas, was zusätzliche Techniken - und zwar yogische und rituelle- in den Buddhismus einbringt. Auch unter Buddhas Schüler gab es es ja einige, die eher ins Yogische tendierten, und denen man übernatürliche Fähigkeiten (siddhis) zuschrieb aber auch viele bei denen das nicht der Fall war. Es ist also optional. Ich denke solche Techniken galten damals als etwas was richtig praktiziert positiv ist - was aber in sich bei Fehlanwendung auch Gefahren birgt. Ich würde Yajrayana als etwas ansehen, was aus diesem yogisch Ansatz ausbaut.


    Der Grundgedanke des Yajrayana ist also, das yogisch/rituelle Element den Buddhismus beflügeln kann. Vielleicht ein wenig so, wie wenn man sein Mofa 'aufrisert', so dass es auf einmal doppelt so schnell geht. Der Yajrayana nimmt für sich nicht in Anspruch ein bsserer Buddhismus zu sein, aber ein 'viel schnellerer'. Ich habe öfter den Anspruch gehört, dass man (mittels des aufgemotzten Motors ) das, was im Sutraweg viele Leben oder gar Äonen braucht, innerhalb eines Lebens schaffen kann. Allerdings ist dann die Frage, warum Buddha Shakyamuni seine Jünger mit einem langsamen, bedächtigen Fahrzeug auf den Weg geschickt hat, statt noch ein paarmal am Rad zu drehen und PS und Geschwindigkeit draufzulegen. Ich glaube der Punkt ist einfach Verkehsicherheit. Genauso wie ein doppelt so schnelles Mofa einen, bei der richtigen Anwendung schneller zu Ziel bringt, bringt es einen bei Fehlanwendung schneller in den Graben. Das erklärt auch die grosse Bedeutung des Lehrers im Yajrayana.

  • Verkehrssicherheit (also: die Sicherheit, dass man auch ankommt und unterwegs nicht iwo hängen bleibt) ... In Bezug auf die Achtsamkeit in der Begriffssetzung & den Formulierungsweisen sehe ich dieses Motiv auch.


    Gibts aber auch mindestens eine Stelle im PK wo gesagt wird, dass "ErwachungsProzess" sehr verschieden a) lang und b) mühsam sein kann .




    :earth:

  • Bei void kann ich mich anschließen, ergänze noch, dass man halt so gestrickt ist, dass es passt mit der jeweiligen Richtung. Karma.

    Wir brauchen uns ja gegenseitig nicht unter die Näschen reiben, warum eine mehr Rezitation und visualisieren braucht, bevor Ruhe ist im Karton, die andere sich gleich von allem möglichen abwendet und die nächste mit sehr langen absichtslosen Sitz Sessions am besten klar kommt. _()_

    Mein kleiner Garten: wild und etwas chaotisch, nicht gar so oft gepflegt, wird er doch jedes Jahr schöner. Viele Pflanzen und Tiere ziehen hier einfach ohne Zutun ein und bereichern das Bild. Und das Gemüsebeet lässt sich wunderbar umrunden...

  • aber mal ne frage:

    wär dir der mahayana ansonsten unsympatisch?

    Nein, nur erscheint es mir schwierig Befreiung zu erreichen, aber ganz aussichtslos, würde sie noch dazu von der Befreiung aller Wesen abhängen.

    Nun, wer das einfach so schluckt der ist mir wohl auch etwas suspekt, es bleibt Aufgabe, das zu hinterfragen und damit zu arbeiten. Wie du vorher geschrieben hast, weitet es auf jeden Fall den Blick so zu praktizieren und vom Bauchnabel weg ist sicher nicht schlecht, wenn man die Persönlichkeit aufgeben möchte.

    Mein kleiner Garten: wild und etwas chaotisch, nicht gar so oft gepflegt, wird er doch jedes Jahr schöner. Viele Pflanzen und Tiere ziehen hier einfach ohne Zutun ein und bereichern das Bild. Und das Gemüsebeet lässt sich wunderbar umrunden...